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am 25. März 2013
Ein Album, das wie Kraftwerk klingt, von einem ehemaligen Kraftwerk-Mitglied? Großartig! Wo ist das Problem? Ich kann mit diesem Absolutheitsdenken einiger Miesepeter hier wirklich gar nichts anfangen, nach dem Motto: Wer es wagt, wie Kraftwerk zu klingen, sich aber nicht Kraftwerk nennen darf, dem droht die Ein-Stern-Rezension. Liebe Kraftwerk-Fans, entspannt euch: Karl Bartos hat alles Recht der Welt, genau so zu klingen. Er ist für so vieles mitverantwortlich, was Kraftwerk zum bedeutendsten deutschen Pop-Export gemacht hat, dass man sich - vor allem als Kraftwerk-Fan - verneigen sollte vor seiner Leistung. Mit Vergnügen geben ich diesem Album fünf Sterne.
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am 1. April 2013
Während die Elektronikpioniere Kraftwerk auf den Bühnen der Welt ihren "Katalog" zelebrieren, gibt es ein neues Lebenszeichen von einem ehemaligen Mitstreiter: Karl Bartos. Er gehörte von 1975 bis 1991 zur klassischen und produktivsten Besetzung der Düsseldorfer Gruppe. Aus dieser Zeit stammen auch die musikalischen Skizzen, die Bartos nun auf "Off The Record" erstmals veröffentlicht - überarbeitet, in zeitgemäßem Gewand, aber durchaus mit Bekenntnis zum Retro-Sound.

Herausgekommen ist ein Elektro-Album mit viel Licht, aber auch etwas Schatten. Zunächst zum Schatten: Die anstrengende Eröffnungsnummer "Atomium" ist aus meiner Sicht schon der Schwachpunkt der Platte. Sicherlich gab es da mal eine interessante Songskizze; sie wird jedoch durch eine ziemlich lieblose Holzhammer-Produktion verhunzt. Da wäre weniger mehr gewesen. Doch danach geht es deutlich besser weiter, das emotionale "Nachtfahrt" hätte sich auch zur Blütezeit der Neuen Deutschen Welle gut gemacht.

Natürlich ist die Nähe zu Bartos' ehemaliger Gruppe unüberhörbar. "Hausmusik" beispielsweise klingt nach Kraftwerk zur Zeit von "Trans Europa Express", während das coole "Rhythmus" - ein Highlight der Platte - mit "Computerwelt" verwandt sein könnte.

Insgesamt deckt "Off The Record" aber schon eine gewisse Bandbreite an elektronischer Musik ab. "Musica Ex Machina" und "The Turning Of The World" warten durchaus mit modernem Sound auf, während das seichte "International Velvet" eher an die späten Tangerine Dream erinnert.

Fazit: Ein Album mit einigen gelungenen Eletronik-Songs, die auch - aber nicht nur! - an Kraftwerk angelehnt sind. Es dauert vielleicht ein bisschen, bis man sich hineingehört hat. Ich jedenfalls brauchte ein paar "Durchläufe", bis ich Gefallen daran gefunden habe.
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am 16. März 2013
"Karl Bartos hat das beste Kraftwerk-Album seit mehr als 25 Jahren aufgenommen", steht in der aktuellen ZEIT. Starke Worte. Aber wenn man mal darüber nachdenkt, haben Kraftwerk seit Bartos' Weggang Ende der 80er tatsächlich nichts wirklich Neues mehr hinbekommen. Im Gegensatz zu Bartos. Sein neues Album sprüht vor großartigen musikalischen Einfällen und klingt wie Kraftwerk zu ihren besten Zeiten. (Eigentlich kein Wunder, denn die großen Hits der Band stammen zum Teil ja auch aus Bartos' Feder.) Es ist verständlich, dass Ralf Hütter das Kraftwerk-Erbe schützen will, er und Florian Schneider haben die Band schließlich gegründet, das Konzept erfunden und den Weg vorgegeben. Und ich bin weit davon entfernt, ihre Leistung kleinzureden. Aber Ehre, wem Ehre gebührt: Karl Bartos war bei Kraftwerk kein austauschbarer Schlagwerker, und das beweist er mit diesem Album auf sehr eindrucksvolle Weise.
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am 17. März 2013
Es ist doch keine Frage, dass Mitglieder von "Kraftwerk" ein solches Album eines ehemaligen Gruppenmitglieds nicht für gut befinden, wenn Karl Bartos "Dresscode: red shirt, black tie - your're history..." singt. Zumindest ist Bartos aber mehr als andere frühere Mitmusiker in der Lage, die künstlerischen Intentionen der Gruppe zu manifestieren. Unterstellt man ihm, dass dieses Album kein Konzept hat, dann hat es Bartos bewusst vom "Kraftwerk" Kontext abgekoppelt und zu seinem Werk gemacht - dass er es dann "Off The Record" nennt ist ebenso richtig wie konsequent.

Allerdings klingt es dann doch ein wenig wie "Kraftwerk" und auch das ist nicht verwunderlich, denn Karl Bartos war zeitweise "der dritte Mann" am Steuerpult, was erstens die Verwendung eines Dummys auf dem Cover sowie im Booklet (in welchem er bereitwillig und ausführlich über die Entstehung einzelner, typischer "Kraftwerk"-Sounds Auskunft gibt) absolut rechtfertigt und zweitens zeigt bereits eine flüchtige Durchsicht der Musik seines neuen Albums mehrere Stellen auf, an denen er nicht plagiiert sondern seine eigenen Beiträge bzw. seine kreative Arbeit im Kollektiv zitiert und/oder weiterführt.

Aber "Off The Record" ist noch mehr: Während sich ehemalige Arbeitgeber in ihrem "Kraftwerk" seit Jahren nur noch den Akku aufladen, zapft Bartos aus seinem neue Energien an. Songs wie "Nachtfahrt", der Schlussteil von "Musica Ex Machina", "Instant Bayreuth" oder "Hausmusik" dürften jeden Fan der guten alten "Kraftwerk"-Tage wehmütig machen und würden leicht den Weg auf ein Album der Düsseldorfer finden...wenn man nicht im Jahre 2013 wäre und Karl Bartos deren Weg noch weiter mitgehen wollte.

In der Bewertung hebt sich "Off The Record" doch schon reichlich von drei Sternen ab, wenngleich der Einsatz der Sprechcomputer nicht so souverän und konsequent erfolgt wie einst bei Florian Schneider und auch die Lyrics hätten einen Co-Autor als Korrektiv verdient gehabt. Alleine diese Kleinigkeiten zeigen schon: Bartos ist eben nicht "Kraftwerk" und "Kraftwerk" sind nicht Bartos.

(Rainer Sauer / "Sounds vom Synthesizer")
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am 27. März 2013
Bartos gelingt es auf "Off the record", nicht nur wie das Original Kraftwerk zu klingen, sondern auch noch die Kinder und Enkel mitschwingen zu lassen. Da erklingt viel Mensch Maschine und Computerwelt, und es steckt gleichzeitig auch Synthi-POP der 80er und seine Revivals drin. Ein bisschen Hot Chip, eine Prise Schiller. Das beste Kraftwerk-Tribute seit Jahren. Nichts für Gralshüter der reinen Kraftwerklehre, denn neue Töne gibt's hier nocht. Aber alle anden werden viel Spaß an der Scheibe haben. Tip: Kauft das Vinyl, da ist die CD mit drin.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Mai 2013
Verzwickte Sache – der Mann hat ein Problem. Und wir gleich mit ihm. Seit Karl Bartos Kraftwerk 1990 den Rücken gekehrt hat, will ihm wirklich Wegweisendes nicht mehr gelingen. Nicht mit der Rheingold-Koop Electric Music, auch der Stern von Sumners und Marrs Electronic verglühte so schnell wie er aufgestiegen war und die bisherigen Solowerke unter eigenem Klarnamen waren nicht mehr als solide Arbeitsnachweise. Einst noch Revolutionär, später dann Kunstprofessor mit kinematografischer Passion, nach Rock’n Roll klingt das nicht mehr. Mit den früheren Kollegen Wolfgang Flür und Florian Schneider spricht er ab und an, der Kontakt zu Ralf Hütter ist abgebrochen – Bartos bedachte dessen ReWork- und Animationstour unter altem Namen denn auch mit wenig schmeichelhaften Kommentaren ("Forget about technical nostalgia in 3D...“/Quietus). Und nun wird gerade er, der ein eher ambivalentes Verhältnis zu seiner musikalischen Vergangenheit pflegt, von seinem Label auf den Dachboden geschickt mit der Bitte, doch ein paar alter Bänder aus den 70er und 80er Jahren aus dem Staub zu kramen und für seine neue Platte gewinnbringend aufzuhübschen.

Soll heißen: Der Mann, dem Retro immer ein Dorn im Auge war, gibt nun mit „Off The Record“ den Retrospektivisten – kann das gutgehen? Es ist ja nicht so, dass Bartos nicht wüßte, was für ein heißes Eisen er da anpackt mit Stücken, die bisher – aus welchen Gründen auch immer – auf keiner offiziellen Kraftwerk-LP zu finden waren. Dem Internet-Portal emusic erzählte er neulich: „A song like “The Model” cannot be that good because “The Model” was written more than 30 years ago, and it has gone through so many filters of time.“ Deutet man dies um, heißt es nichts anderes, als dass jemand, der heute noch den Sound von damals zu verfertigen sucht, nur scheitern könne. Gleich das erste Stück „Atomium“ soll also die Probe auf’s Exempel sein – einem der Urthemen seiner Vita und Band verpflichtet („...the rise and fall of the atomic age...“) – hier klappt sie, die Transformation ins heute, die Erinnerung setzt den Rahmen und wirkt trotzdem ganz und gar nicht staubig.

Bezeichnenderweise wird es immer dann grenzwertig, wenn Bartos meint, sich neue Klangspektren erschließen zu müssen: Bei „Nachtfahrt“ fühlt man sich schnell an den süßlichen und unironischen Kitsch von Schiller oder Peter Heppner erinnert, auch „International Velvet“ gerät eine Spur zu gefällig und lieblich. Bei „The Tuning Of The World“ stört das Weichzeichnnerische des Sounds ebenfalls – nebenbei, allzu pathetische Lebensbetrachtungen („I wish I could believe in God...“) möchte man von diesem Mann eigentlich nicht hören. Dagegen steht die gelungene und mehr als augenzwinkernde Adresse an seinen früheren „Showroom-Dummy“ Karl in „Without A Trace Of Emotion“ – der Zwiespalt, mit dem Bartos sich Zeit der Trennung herumschlagen muß, ist hier auf sehr humorvolle Weise zu greifen: „I wish I could remix my life to another beat ... dresscode: red shirt, black tie – you’re history, you’re history.“ Auch „Musica Ex Machina“ und „Vox Humana“ können durchaus gefallen, das erste als eine Art Wegbeschreibung und Manifest, letzteres für einen kühlen Elektrotechniker wie ihn fast schon eine Antithese: „Die menschliche Stimme ist das ausdrucksstärkste Musikinstrument überhaupt“ – Stimme, Kraftwerk, da darf man schon mal leise lachen ...

Es bleibt also bei einem recht widersprüchlichen Vergnügen – Bartos löst sich, gottlob, weder thematisch noch musikalisch von seiner Vergangenheit, wo er es dennoch versucht, scheitert er. Er weiß sehr wohl, dass elektronische Musik heutzutage weitaus komplexer ist als in den Tagen seiner ersten Erfolge und dass vieles von dem, was er damals als Novum mit auf den Weg brachte, heute vereinnahmt und verfeinert, schlimmstenfalls auch bis ins Belanglose verwässert worden ist. Dass er den schmalen Grad zwischen den Zeiten, zwischen U und E, Anspruch und Pop trotzdem unbeirrt weitergeht, ist mindestens respektabel, in manchen, wenigen Momenten aber eben auch einfach schön. mapambulo:blog
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am 29. März 2013
Wie die Geschichte zwischen dem ehemaligen Kraftwerk-Mitglied Karl Bartos und dem "Rest" der Band, insbesondere sein Kontakt zu Ralf Hütter, verläuft und verlaufen ist kann man nicht gerade als schön bezeichnen.

Die musikalische Reise geht indessen für alle weiter: aktuell sind Kraftwerk mit einer fulminanten 3D-Show unterwegs und treten sogar im Londoner Tate Modern auf, während Karl Bartos zwar kleinere, aber keineswegs uninteressantere Brötchen bäckt: sein Solo-Werk "Off the record" ist nicht nur gut hörbar (das hatte ich mir vorher schon gedacht), sondern dazu auch noch interessant (bei dem Punkt hatte ich im Vorfeld - wie sich zeigt: unbegründet - Befürchtungen gehabt).

Karl Bartos war in den Hoch-Zeiten von Kraftwerk ein wichtiges Mitglied an den Knöpfen und Tasten, der eine große Beteiligung an Sound und Rhythmen hatte. Ihm demnach vorzuwerfen, das er jetzt (noch) ähnliche Musik macht, ist genau so absurd, als würde man dieses an Kraftwerk kritisieren.

Die Platte klingt wirklich gut und erstaunlich frisch. "Atomium", "Rhythmus" oder "Without a trace of emotion" sind großartig. Textlich schimmert zwischendurch immer wieder mal Kritik am Düsseldorfer Über-Projekt auf (was nicht anders zu erwarten war, vor allem wenn man die Biographie von Karl Bartos gelesen hat...) dsa hält sich aber in Grenzen, denn ansonsten halten sich der schon immer sympathisch-spannende leicht retrospektiv wirkende Futurismus verbunden mit aktueller Produktion und Technik die Waage.

Unter dem Strich ist "Off the record" ein sehr schönes Album.
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am 26. August 2013
Die Titel auf diesem Album erinnern an die Zeit in der die deutsche Gruppe Kraftwerk (Düsseldorf) ihre bekanntesten und erfolgreichsten Stücke veröffentlichte. Die CD ist wie eine logische Forstsetzung dieser Werke vom Meister dieser Stilrichtung...
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Karl Bartos, geboren 1952 in Berchtesgaden, gehörte von 1974 bis 1990 als E-Perkussionist zu der legendären Gruppe Kraftwerk, die mit viel Erfindungsgeist den deutschen Pop in eine neue Dimension überführte, und die mit simplen Texten und simplen Melodeien, untermalt von Synthesizern und allerlei weiterem Tastenintrumentarium, eine Weltkarriere begründete. Ihr letztes 'bedeutendes' Album COMPUTERWELT erschien 1981 (!), und danach kam nicht mehr viel, abgesehen davon, dass die Gruppe im Laufe der Jahrzehnte zum Mythos wurde. Ihr heutiges Image ist ähnlich absurd übersteigert wie das von Led Zeppelin oder Nirvana.

Nach seinem Abschied von Kraftwerk versuchte sich Bartos mit seinem Projekt Elektric Music (Semi-Hit "TV") und einem 2003 erschienenen, recht wenig beachteten Soloalbum namens COMMUNICATION.

Und nun ist er auf einmal wieder da, der Bartos Karl. OFF THE RECORD heißt sein neuestes Werk, das aus zwölf sehr verschieden klingenden, aber zumeist höchst eingängigen Stücken besteht.

Der Opener "Atomium" begeistert mit romantischen Keyboards und rhythmischem Bumms. Die deutschsprachige Version ist leider nur als B-Seite der gleichnamigen Single erschienen. Nach zwei Minuten stören fies fiepsende Klänge vorübergehend den Fluss der Musik, und deshalb wird der Titel wohl auch kaum im Radio gespielt werden. Supernummer!

"Nachtfahrt" zeichnet sich durch Kraftwerk'sche Eingängigkeit aus, während der Text auch von Matthias Reim stammen könnte. Zwiespältig, aber sehr hübsch.

Mit "International Velvet" beweist sich Bartos erneut als großer Romantiker. Musikalisch irgendwo zwischen Kraftwerk und den Buggles (Trevor Horn / Geoff Downes). Könnte auch als Filmthema Verwendung finden. Gänsehaut.

Das sehr eingängige "Without A Trace Of Emotion" verweist auf den Einfluss, den Kraftwerk auf diverse Erfolgsbands der 80er hatten, z.B. auf OMD, A Flock Of Seagulls oder die Pet Shop Boys. Zu diesem Titel gibt es auch ein schönes, in Hamburg gedrehtes Video.

Ein bisschen experimentell wird's dann in dem kurzen "Binary Code". In etwa so klangen Flipperautomaten und frühe Computerspiele.

"Musica Ex Machina" ist das längste Stück des Albums. Gut fünf Minuten dauert dieser Beweis für den Einfluss von Kraftwerk auf die Franzosen Daft Punk oder die Italiener Eiffel 65. Ganz nebenbei ist dies zum Ende hin auch noch eine Reminszenz an den Kraftwerk-Klassiker "Metall auf Metall".

"The Tuning Of The World" erinnert an die beste Phase von Kraftwerk mit ihrem wunderbaren Album TRANS EUROPA EXPRESS von 1977. Romantisch-melancholisch.

Mit dem gemächlichen, instrumentalen "Instant Bayreuth" geht's dann mehr in die Richtung der kommerzielleren Tangerine Dream der achtziger Jahre. Ganz nett.

"Vox Humana" sollte man gehört haben: eine Hommage an die menschliche Stimme in mehrsprachigen Beispielen. Klingt irgendwie psychedelisch.

"Rhythmus" ist das beste (und verdammt ähnlichste) Kraftwerk-Stück seit "Computerwelt". Einfach grandios.

Die Stille von "Silence" dauert ganze fünf Sekunden, bevor dann mit dem Schlusstitel das wohl kontroverseste Stück dieser Scheibe folgt: "Hausmusik" klingt exakt so, als ob Loriot eine Parodie auf den Elektropop komponiert hätte und seine Erfindung, der Zeichentrickhund Wum (Superhit: "Ich wünsch' mir 'ne kleine Miezekatze") dafür seine Stimme zur Verfügung gestellt hätte. Diese Nummer zeigt, dass Karl Bartos Sinn für Humor hat; eine Tatsache, die auch auf dessen von ihm mit beeinflusste frühere Band Kraftwerk in durchaus höherem Maße zutraf, als so mancher es sich eingestehen würde.

Das Album OFF THE RECORD bietet 40 Minuten pures Vergnügen. Es berührt, es verbreitet nostalgisches Flair, und es nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Man kann es eigentlich immer und überall hören.

Mister Spock würde wohl anerkennend die berühmte Augenbraue hochziehen und 'Faszinierend!' sagen.
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am 2. September 2013
Die Geschichte wird weiter geschrieben. Wenn man Kraftwerk mag fühlt man sich direkt zu Hause. Die CD schließt nahtlos an bestehendes an.
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