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Kundenrezensionen

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am 5. März 2013
Der Sound hier ist so special, so transparent, so allumfassend, so umwerfend schön - ich bin begeistert. Und doch fällt es mir schwer, den Ansatz für Worte zu finden. Ich bin zum Beispiel immer noch überrascht darüber, dass eine derart aus der Zeit geratene Musik überhaupt existiert, oder dass sie es schaffen konnte, in meinen Fokus zu rücken, denn ich muss gestehen, dass mir MMJ bisher so gut wie kein Begriff waren, und genauso bin ich überrascht, dass ich nicht von vornherein abgeschreckt von ihrem irgendwie altmodischen Stil war. Das Album grenzt so gesehen an ein Wunder.

Was ist es also, das diese Empfindung bei mir hervorruft? Der Rhythmus, dieser magische, sich teils schleppend, teils mit ungeheurer Ausdruckskraft voran arbeitende, so ganz und gar zielsicher erscheinende, nicht zuletzt aber auch ins Nirwana, in ein göttliches Nirwana, führende, nahezu meditative Rausch? Die Stimme, diese zunächst einmal so seelenreiche Art, mit ihr zu spielen, diese, den Hörer an ihren Lippen hängen lassende Kunstfertigkeit, das durch sie Vorgetragene entdecken, dechiffrieren zu wollen? Die Instrumentierung, die ich ohne jede weitere Analyse schlicht als genial einstufe?

Schwer zu sagen. Das Album ist jedoch für meine Begriffe nahezu perfekt, das signalisiert mir alles. Die Songs, die hier entstanden sind, rauben mir den Atem. Sie sind großartig. Die Arrangements sind vom Feinsten - wie man es sich von Musikproduktionen nur wünschen kann! Die Stücke sind entspannend, dabei gleichwohl spannend und faszinierend. Nehmen wir State Of The Art, das erste Stück der Platte. Eine kristalline Atmosphäre, deretwegen ich z.B. das Debütalbum von James Blake schätzen gelernt habe, ist hier gleichermaßen Merkmal wie - und das ist der gravierende Unterschied zu James Blake - der Umstand, dass hier einer Stimme hat! Und wenn sie an anderer Stelle auch gelegentlich hart an der Grenze zur Dissonanz operiert, zum Überschlag neigt, so wirkt sie dabei doch immer menschlich und erreicht hierdurch, dem Hörer eine Vielfalt an Emotionen erfahrbar werden zu lassen, was eben nur Menschen, die etwas wagen, gelingt, was für mich schon einen Großteil der Klasse, die ich hier unterstelle, beschreibt.

Nicht zu unterschätzen ist auch, dass wir es hier ganz überwiegend mit einem gängigen Songformat zu tun haben. Alles ist aufgeschlossen und berechenbar. Es gibt ein paar Übergänge vom einen ins andere Stück, die ein besonders flüssiges Hörerlebnis schaffen, gerade am Anfang, aber zumeist sind es völlig in sich abgeschlossene Songs, die auf den Punkt gebracht sind, deren Abfolge dadurch aber nicht weniger harmonisch gerät. Der Wechsel der Stile erfolgt mitunter abrupt, aber, und das ist das Verblüffende, er gelingt ohne Bruch. Darüberhinaus ist zu betonen, dass an keiner Stelle schmückendes Beiwerk den Genuss stört. Und trotzdem ist es gerade die Vielfalt, die einen hier in Erstaunen versetzt und nachgerade sprachlos werden lässt. Dabei wechselt z.B. trippig-getragenes Liedgut in einen ambienten Schatz über, der einer vollkommen anderen Zeit entlehnt zu sein scheint und für mich in seiner erlösenden Friedfertigkeit Maßstäbe setzt. Eine 60er Jahre Rock n Roll Schmonzette à la Sam Cooke erscheint neben einem zwingenden Feger, was psychedelische, epische Gitarrenarbeit angeht. Und immer wieder steigern sich sachte Läufe zu unwiderstehlichen, geheimnisvollen Nummern, die zudem allesamt durchdrungen sind von diesem unprätenziösen Crooning, das ich als geradezu mustergültig fürs hiesige Jahrhundert ansehe.

Umgesetzt wird dabei alles mit so viel Stringenz und Charme, dass ein Loskommen davon wirklich schwerfällt. Der Suchtfaktor dieser Musik ist extrem hoch! Auf ihre zuweilen klebrige Süße sollte man sich allerdings schon einlassen können, ansonsten dürfte der Spaß erheblich getrübt sein. Im Endeffekt wird man belohnt mit einem unaufdringlichen, nichtsdestotrotz aber tief in einem drin Verankerung findenden Vierzigminüter, der im Übrigen (wie) geschaffen dafür ist, als Vinyl abgespielt zu werden.

Ja, und dann ist die Platte zu Ende. Wie sie sich langsam hervorgeschält hat, ist mit dem letzten Ton urplötzlich ein Loch da. Die schweren, trägen Töne der Bläser hallen nach wie ein Flehen. In den Sinn kommt das Gefühl, einer Fata Morgana beigewoht zu haben. Und man will die Stimmung tatsächlich nicht missen, sieht sich geradezu gezwungen, sich diesem Werk ein weiteres Mal hinzugeben, ist versucht zu ergründen, was einem hier eigentlich begegnet; was es ist, das einem dieses seltene Erlebnis verschafft, das zu umschreiben am Besten mit dem Wort Vollkommenheit gelingt. Wobei die Leidenschaft an dieser Stelle nicht unterschlagen gehört, die sich dem Hörer auf Regions Of Light And Sound Of God in diesem so ausserordentlich dezenten, aber trotzdem auch im höchsten Maß gewinnenden Gewand offenbart.

Die Antwort liegt dabei so nah. Der Titel führt auf die richtige Spur. Hier hat es einer verstanden, wie man Musik erschafft, die den Menschen nahegeht - sie aber nicht zuletzt auch überhaupt erst einmal zu erreichen imstande ist! Denn das ist das Besondere an den Stücken, die hier versammelt sind: Es gibt ein Fundament, das vielen vertraut sein dürfte, die Ausformung jedoch ist auf eine so noble Weise spektakulär geraten, dass zumindest ich inzwischen die größte Ehrfurcht vor dieser Könnerschaft bekommen habe. Maßgeblichen Anteil haben dabei die zumeist sehnsüchtigen Melodien und die vielen Tricks, die diese, zum Teil wahrhaft überschwangeren Stücke immer wieder entscheidend aufzuhellen in der Lage sind.

Wer an deeper, emotionaler Musik interessiert ist, die dennoch auch leicht klingt, sollte somit unbedingt zugreifen. Wer gerne nackt unter dem Sternenhimmel liegen mag, kommt nicht herum um diese Scheibe. Nur wenig anderes funkelt dermaßen hell und klar, ist geeignet, die Sonne nachzuahmen, die Wonne hervorzuzaubern, die erst durch sie entstehbar geworden ist und der nachzueifern - Hand aufs Herz - sich ein jeder aufgerufen sieht.
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am 7. Oktober 2013
Das Album ist musikalisch große klasse.
Nur warum um alles in der Welt ist die wirklich schöne Stimme verzerrt aufgenommen worden? Produktionsfehler oder künstlerische Absicht? Auf jeden Fall verdirbt das die Lust am Hören gewaltig. Sehr bedauerlich. Bitte nochmal aufnehmen und veröffentlichen!
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am 4. März 2016
Die Musik selbst ist einfach genial. Aber gerade "State of the Art" hört sich über Kopfhörer an wie eine digitalisierte LP an. Das fand ich schade. /
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am 2. März 2014
Dieses Album ist unter meinen Top Ten von 2013.Es gehört auch sicher zu meinen Inselplatten...es wird nur noch übertroffen von der live-version, die man sich zulegen sollte!
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