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TOP 500 REZENSENTam 6. April 2015
Oskar Schindler ist ein legerer Lebemann der zu Zeiten des Krieges schnell zu Geld kommen will.
Er hat nur ein Problem.
In Krakau, wo er eine Emaille Fabrik in eine Fabrik für Kriegsbedarf umrüsten will, ist gerade das Juden-Ghetto entstanden und selbige dürfen eigentlich nicht außerhalb arbeiten.
Also beschließt er mit Hilfe seines Charmes und Präsentationsfähigkeit sich ins Gerede zu bringen bei den Machthabern und so Sonderrechte zu erlangen.
Dies gelingt und mit Hilfe seines genialen jüdischen Geschäftsführers Itzhak Stern baut er ein florierendes Unternehmen auf von dem auch die Juden profitieren....
Dann taucht jedoch der eiskalte und soziopathischen SS-Offiziers Amon Göth auf der das Lager im benachbarten Plaszow leiten wird.
Dieser macht sich schnell einen grausamen Namen.
Schon bald wird das Ghetto geräumt und alle Juden sind nun in der Hand des Sadisten.
Nun muss Schindler Farbe bekennen und sich zwischen Menschlichkeit oder Profit entscheiden.....

Schindlers Liste aus dem Jahr 1993, von Steven Spielberg inszeniert, ist härter und erschütternder als jeder Horrorfilm.
Die Tatsache das es sich wirklich so abspielte und es beispielsweise ein Monster wie Amon Göth tatsächlich gab lassen einen mit einem flauen Gefühl im Magen und vielen Gedanken im Kopf zurück.
Sicher gibt es viele andere Filme die auch erschütternd über das Leid der Juden im Dritten Reich berichten aber in meinen Augen ist Schindlers Liste der Referenz-Titel.
Kein Film berührt mich mehr und bei keinem werden solche ohnmächtigen Gefühle ausgelöst wie bei diesem.

In voller ungefilterter Härte wird hier eine Geschichte erzählt die sich so zutrug und aus einem kalten Geschäftsmann einen Retter von tausenden Tot geweihter macht.
Die Dialoge sind brillant, die Atmosphäre ist schlicht grandios, die schauspielerischen Leistungen sind atemberaubend und der Plot ist Perfekt inszeniert.
Auch Soundtrack und Kameraarbeit sind vom Feinsten.
Das Schwarz-Weiß verstärkt die Wirkung des Films und seine Wucht nur.

Darsteller sind u.a.: Liam Neeson, Sir Ben Kingsley, Ralph Fiennes, Friedrich von Thun, Embeth Davidtz, Geno Lechner, Mark Ivanir, Hans-Michael Rehberg, Jochen Nickel, Ludger Pistor, Martin Semmelrogge und Norbert Weisser.
Final bleibt zu konstatieren das Schindlers Liste nicht nur ein ergreifender wie grausamer Film ist sondern vielmehr ein cineastisches Zeitdokument das gegen Vergessen, Ignoranz und Rassismus aufruft.

Ein immens wichtiger Film der von jedem gesehen werden sollte.....
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am 17. Januar 2006
Steven Spielberg ist mit Schindlers Liste ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde. Dieser Film ist Zeitgeschichte.
Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte.
Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet.
Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten.
Er nutzte seine Position als Fabrikbesitzer und sein zuvor aus Eigennutz angehäuftes Vermögen und die wohl gepflegten Kontakte zu Nazigrößen, um „seine Juden" zu retten. Zusammen mit seinem jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) erstellte er eine Liste, die „seine Juden", die Zwangsarbeiter in seiner Fabrik, vor der Vergasung im Konzentrationslager Auschwitz bewahrte.
„Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod."
Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens aus dem Alltag des Warschauer Gettos, der Selektierung und Vernichtung im KZ, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen.
Da ist der kleine Junge, der sich in einer Jauchegrube vor der Selektion versteckt und uns verloren und ängstlich anblickt. Da ist das berühmte kleine Mädchen im roten Mantel im Meer der farblosen Unmenschlichkeit des Gettos, dessen Schicksal uns Spielberg zunächst nur vermuten lässt, um uns die grausame Gewissheit ihres Todes später - scheinbar beiläufig und gerade so noch eindringlicher - unter die Augen zu reiben. Da sind die Bilder beiläufiger, grausamer Tötungen, deren Augenzeuge wir werden. Da sind die Minuten in den Duschen von Auschwitz, denen wir beiwohnen müssen
Es gibt in diesem Film so viele Bilder und Schicksale, die unvergesslich sind, und das ist auch gut so, denn wir dürfen nicht vergessen.
Das bezieht sich auf alle Menschen, nicht nur auf uns Deutsche. Denn die unfassbare Unmenschlichkeit, die das Naziregime in uns Deutschen frei setzte, ist die Unmenschlichkeit, die bei allen Menschen zu Tage treten kann, wenn Hemmschwellen fallen, wenn Unrecht zu Recht und Wegschauen zur Tugend erklärt wird und der Wert jeden einzelnen Lebens verkannt wird.
Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt allerdings darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig.
Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.
Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken.
Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann.
Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht.
Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten.
Der Lagerkommandant Amon Goeth, brillant gespielt von Ralph Fiennes, ist schlicht und einfach unfassbar böse. Es macht keinen Sinn ihm Menschlichkeit zuzuschreiben, wenn er zu jenem Zeitpunkt keinen Hauch mehr davon besessen hat. Die Charakterisierung, die Spielberg von Goeth liefert, ist dennoch keineswegs eindimensional, sondern sie lässt erkennen oder zumindest vermuten, wie sich ein Mensch zu diesem Unmensch entwickeln konnte. Gerade im Zusammenhang mit der exakten Schilderung der zu jener Zeit gesellschaftlich akzeptierten, alltäglichen Unmenschlichkeit erscheint Goeths Charakter nicht im luftleeren, eindimensionalen Raum belassen. Beeindruckend ist etwa die Szene, in der Goeth sich Helene Hirsch „nähert", der jüdischen Gefangenen, die er in seinem Haus arbeiten ließ. Hier zeigt sich, dass Goeth von Naziparolen verblendet und aus einer Mischung eigener und übernommener Vorurteile und Hetzereinen zu einem Menschen geworden ist, der das Menschliche - in diesem Fall die Anziehung zu dieser Frau - bewusst verwirft und das Böse wählt.
So vielschichtig, wie Spielberg die Deutschen zeigt, so vielschichtig und kritisch zeigt er auch die Juden. So verschweigt er nicht, dass es auch Kollaborateure und Gewinnler unter den Juden gab, sondern er macht auch das zum Thema im Film. Auch unter den Opfern zeigt er Menschen, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind.
Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen.
In Zeiten, in denen Unbelehrbare „Tätervolk"-Diskussionen lostreten und andere mit der Angst vor Fremdem Wahlkampf betreiben, ist dieser Film wichtiger uns aktueller denn je.
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am 12. Dezember 2015
Liam Neesons größte und beste Rolle und auch Spielbergs bester Film,meiner Meinung nach.Es wird wie man am Rechtsruck in ganz Europa sehen kann immer wichtiger,dass essentielle Lehren der Geschichte nicht vergessen werden und nicht verdrängt werden.Dieser Film ist in dieser Hinsicht ein Fels in der Brandung der Verdrängung.
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TOP 1000 REZENSENTam 10. April 2013
Der Film:

Was ich da sah, eine der bewegensten Holocaust-Dramen, die bis jetzt gedreht wurden. Die besten und zugleich schockierensten Szenen sind die, in denen kaum ein Wort fällt. Spielberg ist mit Schindlers Liste ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde. Dieser Film ist Zeitgeschichte. Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte. Es ist für mich einer der wichtigsten und besten Filme der 90er Jahre wenn nicht sogar der Beste aller Zeiten.

Info zur Box:

Das besondere an dieser hochwertigen Limited Edition Box sind neben der exclusiven Verpackung (stabiler Pappschuber/Digipack) vielmehr die diversen Extraprodukte, die das Herz eines Filmfans höher schlagen lassen :-))

>Hartkartonschuber
>Digipack mit eingearbeiteten Fotobuch :-)
>Diverse Art Karten
>Poster
>Digitale Filmkopie zum Herunterladen
>DVD mit Specials
>Blu-ray mit dem Film

Die Vorteile der Box sind also für den Käufer, der nur seinen Lieblingsfilm in Blu-ray-Qualität erleben will, klar zu vernachlässigen. Die Box wendet sich vielmehr an den ambitionierten Sammler, der neben dem Film noch einen Faible für die ansprechende Verpackung und die diversen Beigaben hat.

Bild & Ton:

Die Blu-ray Edition von Schindlers Liste hat ein deutlich besseres, schärferes und klareres Bild als bei der DVD. Sowohl Nahaufnahmen als auch Panorama-Bilder lassen jedes feinste Detail sauber erkennen. Auch der Ton ist deutlich räumlicher und dabei auch differenzierter geworden. Der Film bietet einen sehr guten DTS 5.1 Sound, der gerade während der Musik-Szenen sehr eindrucksvoll klingt. Die Back-Surrounds bzw. Surrounds werden immer wieder mal einzeln angesprochen!

Fazit:

Für diesen doch relativ alten Film eine super Leistung von Universal! Das ist nicht irgendein Film, es gibt Geschichtsstoff, den darf man einfach nicht bestreiten oder vergessen. Steven Spielberg und Liam Neeson sorgen schon dafür, dass man diesen Film und diese brutale Vergangenheit nicht vergisst. Ganz ganz großes Kino.

Ich kann dieses Meisterwerk auf Blu-ray nur weiterempfehlen - Ob Amaray oder Limited Edition Box ist ja bekanntlich Geschmacksache, das sollte jeder für sich entscheiden.
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...und inmitten all des schwarz-weiß-bebilderten willkürlichen Mordens läuft ein Mädchen im roten Kleid. Es wird später noch einmal auftauchen...

Worte wie "Kino-Highlight" oder "Meisterwerk" sind zu abgegriffen, als dass sie auf "Schindlers Liste" zutreffen könnten. Hier müssten neue Worte her. An allen Filmen darf der Cineast notfalls aus Zeitmangel vorbei, aber nicht an diesem, der in dem Genre Kriegsdrama seinesgleichen sucht und ums Verrecken nicht findet. Diese Vielzahl intelligenter Mini-Episoden, die jede für sich die Absurdität und Barbarei des Holocaust auf eine neue Weise illustrieren (beispielsweise wie einer der Kriegsverbrecher vor seiner Morgentoilette als kleines Schmankerl nach dem Aufstehen von seinem Balkon aus wahllos ein Opfer aus der Menge niederschießt) ergeben insgesamt einen der sensibilisierendsten Filme, die je gedreht wurden. Keinen lässt er kalt, außer den, der ihn in einer mit Eiswürfeln gefüllten Badewanne guckt. Kein zweiter Film wird, wenn er im Privatfernsehen läuft, stets vor schrillen Werbeblöcken verschont, weil sogar die dämlichsten Programmgestalter begriffen haben, dass sie so tief nun wirklich nicht sinken dürfen.
Da niemand vor dem dunkelsten Kapitel seiner Landesgeschichte die Augen verschließen sollte, führt kein Weg vorbei an Spielbergs wahrscheinlich wichtigstem Film.
Was kann man heute noch tun, um die sechs Millionen Opfer des Holocaust nachträglich zu ehren und ihnen ihre geraubte Würde zurück zu geben? Man kann wenigstens an einem hohen Feiertag "Schindlers Liste" anschauen, sich davon bis ins Mark jedes einzelnen Knochens erschüttern lassen, und sich überlegen, wie man sich in Zukunft gegenüber Andersgläubigen verhalten möchte.
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am 9. Dezember 2015
"Schindler Liste" ist für mich ein sehr eindrucksvoller und benachdenklicher Film, der auf wahrer Begebenheit basiert. Als ich ihn mir den gleich nach Erhalt angesehen habe, sagte ich mir selbst:,,Sowas darf niemals mehr auf der Welt passieren". Leider gibt es aber noch Leute, die vom Holocaust nichts wissen oder sogar diesen noch verleugnen. Den gehört mal ein Klapps gegen den Hinterkopf.

Nun zum Film: Er zeigt in seiner Handlung reell über die Verfolgung, die Abschlachtung der Juden in den Ghettos, Selektion und Deportation nach Auschwitz, bis hin in die Gaskammern des Krematoriums. Insbesondere auch über ein mutigen Mann, namens Oscar Schindler der trotz großer Gefahr 1100 Juden das Leben rettete. Das besondere an diesen Film ist, dass er in s/w gedreht wurde. So wirkt dieser, als hätte man ihn auch in dieser Zeit gedreht. Wenn man den Film einmal angeschaut hat, gibt es doch schon etwas, worüber man nachzudenken hat.
Auch der Cover passt sehr gut dazu. Der schlicht, schwarz und hinten ohne Bilder, die man sonst bei anderen Filme sieht. Ich denke, dass dort auch keine hingehören. Ich würde diesen Film jeden empfehlen, den mal anzuschauen.
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am 31. Januar 2004
Steven Spielberg ist mit der Schilderung des Lebens von Oskar Schindler ein Film gelungen, der weit mehr ist, als nur ein perfektes filmisches Meisterwerk, weit mehr als nur eine Geschichtsstunde, dieser Film ist Zeitgeschichte.
Es spielt keine Rolle, ob man Deutscher ist oder nicht, ob man Jude oder Nichtjude ist, diesen Film sollte jeder gesehen haben, denn er zeigt, die Unmenschlichkeit, die nie vergessen werden darf und die Zivilcourage, die uns allen zum Vorbild unserer Menschlichkeit gereichen sollte.
Ein solches Vorwort ist sicher nicht typischerweise Teil einer Rezension, aber im Falle von Schindlers Liste muss man dies voranstellen, weil dieser Film eben anders ist. Vollkommen zu Recht gilt Spielbergs „Schindlers Liste" als einer der bedeutendsten Filme überhaupt und wurde er mit 7 Oscars (u.a. als "Bester Film") ausgezeichnet.
Geschildert wird das Leben des Oskar Schindler (Liam Neeson). Ein Lebemann, Frauenheld und Kriegsgewinnler, der stets nach seinem eigenen Vorteil trachtete und zunächst Günstling des Naziregimes war. In Angesicht der unbeschreiblichen Unmenschlichkeit, mit der die Nazis millionenfach Menschen industriell versklavten und schließlich töteten, zeigte er dann aber doch die Zivilcourage, die leider viel zu wenige Deutsche aufbrachten.
Er nutzte seine Position als Fabrikbesitzer und zuvor aus Eigennutz gepflegten Kontakte zu Nazigrößen, um „seine Juden" zu retten. Zusammen mit seinem jüdischen Buchhalter Itzhak Stern (Ben Kingsley) erstellte er eine Liste, die „seine Juden", die Zwangsarbeiter in seiner Fabrik, vor der Vergasung im Konzentrationslager Auschwitz bewahrte.
„Diese Liste ist das Leben und um sie herum ist nur Tod."
Mit nahezu brutaler Authentizität, in quälenden, dokumentarisch anmutenden Schwarz/Weiß Bildern zeigt uns Spielberg, wie wahr diese Feststellung Sterns war. Es sind Bilder des Grauens, die man nicht vergessen kann, die sich einem in den Kopf hineinbrennen.
Da ist der kleine Junge, der sich in einer Jauchegrube vor der Selektion versteckt und uns verloren und ängstlich anblickt. Da ist das berühmte kleine Mädchen im roten Mantel im Meer der farblosen Unmenschlichkeit des Gettos, dessen Schicksal uns Spielberg zunächst nur vermuten lässt, um uns die grausame Gewissheit ihres Todes später - scheinbar beiläufig und gerade so noch eindringlicher - unter die Augen zu reiben. Da sind die Bilder beiläufiger, grausamer Tötungen, deren Augenzeuge wir werden. Da sind die Minuten in den Duschen von Auschwitz, denen wir beiwohnen müssen
Es gibt in diesem Film so viele Bilder und Schicksale, die unvergesslich sind, und das ist auch gut so, denn wir dürfen nicht vergessen.
Das bezieht sich auf alle Menschen, nicht nur auf uns Deutsche. Denn die unfassbare Unmenschlichkeit, die das Naziregime in uns Deutschen frei setzte, ist die Unmenschlichkeit, die bei allen Menschen zu Tage treten kann, wenn Hemmschwellen fallen, wenn Unrecht zu Recht und Wegschauen zur Tugend erklärt wird und der Wert jeden einzelnen Lebens verkannt wird.
Der besondere Wert von Schindlers Liste liegt darin, dass diesem Film das gelingt, was mit den vielen realen Dokumentaraufnahmen und sonstigen historischen Dokumenten nicht erreicht werden kann: Die Schicksale der Opfer werden durch die hervorragende Inszenierung und das ausgezeichnete Spiel der Darsteller lebendig. Es sind nunmehr nicht mehr gesichtslose Leichenberge, die wir sehen, sondern wir sehen jeden einzelnen Menschen unter diesen Opfern. Wir sehen in ihre Augen und Herzen, während sie von anderen Menschen abgeschlachtet werden wie Vieh. Lebendig wird also zugleich Menschlichkeit und Unmenschlichkeit.
Die Kritik, die an Schindlers Liste von manchen Seiten geübt wurde und wird, und die auch in diesem Forum sicher noch zu Tage treten wird, ist für mich nicht nur haltlos, schlimmer noch, sie ist allzu oft der gefährliche Versuch, bewusst vom Thema des Films abzulenken.
Sicher bedient sich Spielberg klassischer filmischer Mittel, um Emotionen bei den Zuschauern hervorzurufen, sicher entbehren einige Szenen nicht eines gewissen Pathosses, aber genau das ist notwendig, damit Geschichte lebendig wird, damit der Film jene zuvor beschriebene besondere Leistung erbringen kann.
Völlig verfehlt ist auch die Kritik, Spielberg würde in der Charakterisierung von Tätern und Opfern Klischees bedienen und Schwarzweiß-Malerei betreiben. Genau in diese Falle tappt Spielberg eben nicht. Er zeigt Schindler nicht als fehlerlose Lichtgestalt, sondern er zeigt den Menschen in allen seinen Facetten. Er macht auch aus Schindler nicht den einzigen „guten" Deutschen, sondern er zeigt auch hier alle Facetten, die es in der deutschen Bevölkerung gab. Die Feigen und wenig Mutigen, die Gleichgültigen und die, die sich zumindest ein wenig Gutes taten.
So vielschichtig, wie Spielberg die Deutschen zeigt, so vielschichtig und kritisch zeigt er auch die Juden. So verschweigt er nicht, dass es auch Kollaborateure und Gewinnler unter den Juden gab, sondern er macht auch das zum Thema im Film. Auch unter den Opfern zeigt er Menschen, die mal mehr, mal weniger sympathisch sind.
Alles in allem kann und darf dieser Film nicht an einem vorbeigehen. Er muss immer wieder gezeigt und gesehen werden, damit wir Zivilcourage als Beispiel und Unmenschlichkeit als Abschreckung verinnerlichen.
In Zeiten, in denen Unbelehrbare „Tätervolk" Diskussionen lostreten und andere mit der Angst vor Fremdem Wahlkampf betreiben, ist dieser Film wichtiger uns aktueller denn je.
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am 23. Juli 2015
Das Werk, durch das Steven Spielberg mit dieser Zeit abschließen möchte, hat ihm allein schon durch die Thematik und Inszenierung des Films Erfolg beschert. Der Film ist an einigen Stellen eindrucksvoll, fast schon verstörend. Letztlich kommt der Regisseur nicht umhin, die Tatsachen stellenweise etwas sehr vereinfacht darzustellen und sich stattdessen auf Herschmerz-Kino zu konzentrieren. Die Musik ist wunderbar traurig, in Kombination mit den Bildern zum Teil etwas melodramatisch, was die angestrebte ernsthafte Optik (Schwarz-Weiß) teils unterwandert.
Mit seiner epochalen, über dreistündigen Laufzeit kann dieses Hollywood-Epos über die dunkelsten Jahre der modernen Menschheitsgeschichte nun endlich ohne Wechseln der Discs am Stück angesehen werden. Warum der Film ab 12-Jahren freigegeben sein soll erschließt sich mir dagegen nicht. Diese selbstverständliche Nutzung der BluRay-Technik hat die Macher jedoch nicht dazu verleitet, die Bild- und Tonqualität dieses Werks noch einmal ordentlich aufzuarbeiten, geschweige denn dem Käufer irgendeine Art von Hintergrundinformationen in Form von Bonusmaterial zukommen zu lassen. Man kann den Film ungeschnitten "genießen".

[BLU RAY] Format: 1,85:1 // Laufzeit: 195min (uncut) // Audio: DTS-HD 5.1 Englisch, DTS 5.1 Deutsch, Italienisch, Spanisch, Türkisch // Untertitel: Englisch, Deutsch, Italienisch, Griechisch, Hebräisch, Portugiesisch, Rumänisch, Türkisch // Extras: - // Wendecover: Ja // Region: ABC // Sonstiges: "Meine Szenen"-Feature
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am 26. Januar 2016
"Schindler's Liste" u.ä. fast dokumentarische Filme (z.B. auch "Nackt unter Wölfen") zur menschenverachtenden und unfassbar schlimmen Wirklichkeit des industrialisierten Massenmordes der Faschisten im Dritten Reich stellt ein wichtiges Gegengewicht zur Realitätsverzerrung dumm-dreister Alt- & Neo-Nazis dar, die versuchen, die kranken Verbrechen der NS-Zeit zu leugnen und ungeschehen zu machen. Als Aufklärung gegen Geschichtsfälschung und fortdauernde manipulative Verblödung und Verführing junger Menschen durch die "ewig Gestrigen" ist es unverzichtbar, sich und andere zu erinnern..
"Schindler's Liste" müsste -zusammen mit anderen 'Zeitzeugen' wie historischen Dokumentationen- in die Stoff- und Unterrichtspläne unserer Schulen eingebunden sein.
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am 18. Juni 2015
Auch wenn das Thema gerne verdrängt wird, es wird immer "bleiben" auch noch in 1000 Jahren.. Denn so lange wollte das Nazi Reich ja herrschen. Gott sei Dank kam es anders. Auch Menschen zu verdanken wie einem Oscar Schindler. Dieser Film sollte in jeder Europäischen Schule Pflichtlektüre werden um somit einem Vergessen Vorschub zu leisten. Denn das was in dieser Zeit passierte - darf nie vergessen werden. Der Film ist ein Denkmal für all die Toten Juden, vergasten Behinderten, Sinti und Roma und all denen die man im Dritten Reich ermordet hat. Dieser Film soll auch keinen Hass predigen sondern Vesöhnung zwischen den Generationen! Dieser Film soll auch zeigen das man in "solchen Zeiten" anständig bleiben kann, auch wenn das nicht immer einfach war.
Ein monumentales Meisterwerk - mehr fällt mir zu diesem Film nicht ein.
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