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Kundenrezensionen

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am 20. Juli 2014
Zum Inhalt: Melanie ist ein kleines Mädchen, das in einer Zelle lebt. Ihr einziger Lichtblick sind die Unterrichtsstunden, zu denen sie an einen Rollstuhl gefesselt und mit vorgehaltener Waffe geführt wird. Scherzhaft sagt sie ihren Bewachern, dass sie nicht beißt, doch das finden die nicht ganz so witzig. Sie weiß schon ganz genau, was sie alles unternehmen will, wenn sie erst einmal erwachsen ist. Doch sie weiß nicht, weshalb ihre Lehrerin Miss Justineau so traurig schaut, als Melanie ihr davon erzählt...

Kurzer Hinweis:
Am besten ist es, bei diesem Buch zuvor so wenig wie möglich zu wissen. Deshalb würde ich mir auch nicht einmal den deutschen Klappentext anschauen, der zwar knappgehalten ist, aber für meinen Geschmack auch schon zu viel verrät. Wie immer verrate ich nur das Allernötigste, um eine Vorstellung vom Buch zu bekommen.
...

Melanie kennt nur das Leben in ihrer kleinen Zelle. Ihre Mitschüler sind in Zellen um sie herum verteilt, doch es wird so laute Musik gespielt, dass sie sich nicht unterhalten können. Sie hatte sich eine Zeichensprache ausgedacht, doch die Lehrer hatten sich geweigert, sie den anderen beizubringen. Der Unterricht ist die schönste Zeit für Melanie. Sie wird aus ihrer Zelle geholt (an einen Rollstuhl gefesselt und unter vorgehaltener Waffe) und wird mit ihren Mitschülern unterrichtet. Geschichte, Geographie, Grammatik und alles was es sonst zu lernen gibt. Am liebsten ist ihr der Unterricht von Miss Justineau. Sie liest den Kindern auch Geschichten vor oder bringt Pflanzen mit in die Klasse!

Für Melanie ist dieses Leben so selbstverständlich, wie das Atmen. Als Leser ist man einfach nur entsetzt und geschockt davon, wie diese Kinder behandelt werden. Es ist klar, dass es einen Grund geben muss. Dass sie irgendwie gefährlich sein müssen. Doch es sind trotzdem Kinder! Dieser Konflikt spielt sich permanent bei der freundlichen Lehrerin Miss Justineau ab, in deren Perspektive man ab und an schlüpft. Im Vergleich dazu ist die Wissenschaftlerin Dr. Caldwell einfach nur abgebrüht und berechnend. Der stationierte Sargent ist auch nur auf seinen Dienst bedacht. Doch seine Fähigkeiten werden dafür umso wertvoller sein!

Mich hat es überrascht, dass es nach relativ kurzer Zeit schon einen gewaltigen Szenenwechsel gibt. Der erste Abschnitt ist geprägt von Routine, gleichlaufenden Abläufen und Melanies Gedanken. Doch schon kurz darauf blickt man über den gesamten Tellerrand dieser Welt. Ich fand es hervorragend, dass schnell präzise und logische Antworten präsentiert werden, wenn auch die entscheidenden Fragen ganz am Schluss geklärt werden. Und wie sauber der Autor diese Situation gelöst hat! Man würde es nie glauben und doch schließt er alles zufriedenstellend ab. Es bleibt mir nur zu bemängeln, dass mir an manchen Stellen etwas der Erzählfluss gefehlt hat und mir die Perspektiven eine Spur zu oft gewechselt haben.

Der Leser wird in eine Welt hineingezogen, die mehr einem wahrgewordenen Albtraum, als allem anderem gleicht. Man schwankt ständig zwischen Abscheu, Mitleid, aber auch Pragmatismus. Es geht häufig um das nackte Überleben, auch wenn dafür hässliche Entscheidungen getroffen werden müssen. Diese grausame Welt sieht man wieder und wieder in Melanies Kinderaugen und sieht dabei auch wieder einen Hauch ihrer Schönheit. Menschen dieser Zeit sind Steh-auf-Männchen und doch müssen sie aufpassen, dass sie im Aufstehen nicht alles neu entstandene wieder zertrampeln...

Fazit: "The Girl with all the Gifts" ist ein eindrucksvolles Buch, das man so schnell nicht wieder vergisst. Zwar beginnt es noch eher zaghaft mit Melanies kindlicher und naiver Sicht, zieht aber schnell deutlich an. Mit anderen Perspektiven kommen neue Schrecken dazu und ein Verständnis für das Verhalten einiger Figuren. Klasse fand ich, wie viel in gesunden Portionen erklärt wird und doch das große Ganze immer spannend bleibt. Durch einige wissenschaftliche Beschreibungen ist es sprachlich recht anspruchsvoll, doch zum Glück erscheint ja schon im Oktober die deutsche Übersetzung!
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am 26. Oktober 2014
„The Girl With All The Gifts“ – das heißt auf Deutsch so viel wie „die Allbeschenkte”. Klingt merkwürdig, oder? Es gibt aber eine mythologische Figur, deren Name genau das bedeutet: Pandora. Eine kleine Auffrischung in griechischer Mythologie gefällig? :)
Nachdem Prometheus das Feuer stahl und den Menschen brachte, zürnte der Göttervater Zeus nicht nur Prometheus selbst, sondern befand, dass auch die Menschheit bestraft werden müsse. Er erteilte dem Schmied der Götter, Hephaistos, den Befehl, eine Frau aus Lehm zu erschaffen: Pandora. Pandora erhielt verschiedene Gaben von den Göttern; sie war schön, liebreizend, musikalisch begabt und geschickt, aber auch neugierig und übermütig. Zusätzlich erhielt sie von Zeus eine Büchse, die sie den Menschen schenken sollte, welche aber niemals geöffnet werden durfte. Pandora wurde zu Prometheus‘ Bruder Epimetheus gebracht und mit ihm vermählt. Doch ihr Wesen, das von den Göttern geschaffen wurde, erlaubte ihr nicht, die Büchse verschlossen zu lassen – direkt nach ihrer Hochzeit siegten Neugier und Übermut und Pandora öffnete die Büchse. Die Menschheit kannte bis dahin weder Krankheit, noch Übel oder Tod. Nun wurde sie von all den Lastern und Plagen überschwemmt, die die Büchse enthielt und die Welt wurde zu einem trostlosen Ort. Pandora verschloss die Büchse wieder, aber eines blieb zurück: die Hoffnung. Erst später öffnete sie die Büchse erneut und ließ auch diese entweichen.
Melanie, die Protagonistin aus „The Girl With All The Gifts“, hat einiges mit der mythologischen Pandora gemein.

Das Leben der 10-jährigen Melanie besteht hauptsächlich aus den verschlossenen Türen und drastischen Sicherheitsvorschriften einer Militärbasis. Sie wird unterrichtet, ihr wird zu essen gegeben, sie wird gesäubert. Den Großteil der Zeit hält sie sich in ihrer Zelle auf, doch mehrmals die Woche wird sie von Sergeant Parks in das Klassenzimmer zu ihrer Lehrerin Helen Justineau gebracht. Melanie ist zu klug, um nicht zu begreifen, dass sie und die anderen Kinder, die in den weiteren Zellen leben, irgendwie anders sind und deswegen so streng behandelt werden. Manchmal verschwinden ihre Freunde einfach. Sie werden zu Dr. Caldwell gebracht und kehren danach nie mehr zurück. Melanie fürchtet sich zu sehr, um zu fragen, was mit ihnen geschieht – bis sie es eines Tages selbst herausfinden soll. Sie ist starr vor Angst, als sie auf dem Untersuchungstisch liegt und Dr. Caldwell ein glänzendes, scharfes Messer zur Hand nimmt. Doch sie hat Glück im Unglück: die Militärbasis wird überfallen und Melanie kann gemeinsam mit Ms. Justineau, Sergeant Parks, Dr. Caldwell und dem jungen Private Gallagher fliehen, hinaus in die Wildnis. Dort, wo die Hungrigen leben. Die kleine Gruppe macht sich auf eine scheinbar aussichtslose Überlebensmission, während der Melanie begreift, was an ihr so anders ist und woher die Hungrigen ihren Namen haben…

Ich weiß nicht, was ich von „The Girl With All The Gifts“ erwartet hatte, aber DAS war es ganz bestimmt nicht. Dieses Buch ist ein dystopischer Zombie-Thriller. Wer hätte das gedacht? Allerdings ist die Postapokalypse keinesfalls einfach nur hingeklatscht, um einer möglichst actiongeladenen, aber flachen Handlung einen Rahmen zu geben. Nein, da hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben und mächtig viele Gedanken gemacht. Die biologische Komponente, der Hintergrund, wie die Zombies/Hungrigen sich entwickeln konnten, hat mich vorbehaltlos überzeugt. M.R. Carey ist bis ins letzte Detail gegangen und wartet mit plausiblen wissenschaftlichen Erklärungen auf; ich hatte das Gefühl, er hat ungemein sorgfältig recherchiert, um eine fundierte Basis für seinen Roman zu schaffen. Ich halte es nach der Lektüre nicht mal für abwegig, dass seine Zukunftsvision wirklich so passieren könnte.
Trotz dessen war ich den überwiegenden Teil des Buches nicht sonderlich begeistert. Ich fand zu keinem der Charaktere einen Zugang und fragte mich immer wieder, wo der Autor eigentlich mit mir hin will. Die Gruppe um Melanie schleppt sich durch eine zerstörte Welt, um einer fadenscheinigen Hoffnung nachzujagen, von wirklicher Spannung konnte keine Rede sein. Es kam mir lange so vor, als wäre „The Girl With All The Gifts“ eine Charakterstudie von Menschen in einer Extremsituation. Ich beobachtete die unterschiedlichen Figuren aus der Ferne und schaute mir an, wie verschieden ihr Blick auf die Welt ist. Dr. Caldwell, die brillante, emotionslose Schlächterin; Ms. Justineau, die oft so aufbrausend und emotional reagiert, dass sie dabei schnell die Grenze zur Irrationalität überschreitet; Sergeant Parks, der Soldat, der immer das tut, was getan werden muss und Private Gallagher, der vor allem eines ist: jung. Auf gewisse Weise bilden sie ein Quadrat aus Extrempunkten menschlichen Verhaltens und in ihrer Mitte steht Melanie, mit all ihrer Andersartigkeit und ihrem unglaublichen Verstand.
So interessant das alles war, es wäre mir nur sehr knappe 3 Sterne wert gewesen. Doch wie ihr seht, hat es letztendlich für 4 gereicht und das ist den letzten Seiten des Buches geschuldet. Das Ende hat mich völlig vom Hocker gerissen. Plötzlich machte alles einen Sinn und ich erkannte, was sich M.R. Carey (vermutlich) dabei gedacht hat, was er mir sagen wollte.
Melanie ist Pandora, das extrem begabte Mädchen, das die Hoffnung in einer Büchse mit sich herumträgt. Nietzsche war der Ansicht, dass die Hoffnung das Schlimmste aller Übel in Pandoras Büchse war und sicherlich könnte man diesen Ansatz auch in „The Girl With All The Gifts“ finden. Ich glaube aber, dass M.R. Carey vielmehr darauf hinaus wollte, dass es bei Hoffnung stark auf die Perspektive ankommt. Menschen denken meist in so klitzekleinen Dimensionen, dass sie übersehen, dass es Hoffnung ohne sie geben kann. Die Evolution schläft nie; die Welt dreht sich auch ohne die Menschheit weiter. Als Melanie die Hoffnung aus der Büchse entweichen lässt, entspricht diese keinesfalls dem, was ihre vier Mitreisenden erwartet hatten. Und doch ist es das Beste, was sie tun konnte. Sie ist Anfang und Ende, alles in einem.

Normalerweise fasse ich mich in Rezensionen kürzer, doch im Fall von „The Girl With All The Gifts“ hielt ich es für wichtig, etwas auszuholen und euch noch einmal die Sage der Pandora ins Gedächtnis zu rufen, weil diese viel mit der Geschichte des Buches zu tun hat. Es ist einfach wunderbar, wie M.R. Carey detaillierte Wissenschaft und tiefgründige Philosophie ineinander greifen ließ. Der Roman kommt wie das übliche Zombie-Spektakel daher; das Ende jedoch gibt „The Girl With All The Gifts“ einen so umfassenden Dreh, dass man hier eindeutig nicht mehr von einem genretypischen Vertreter sprechen kann. Es ist etwas Besonderes.
Ich denke, „The Girl With All The Gifts“ ist eine Lektüre für geduldige LeserInnen, die auf eine tiefsinnige Wendung auch mal länger warten können. Der Aufwand wird sich lohnen.
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am 8. Juli 2014
Das Buchist ein spannender Endzeit Thriller mit viel Herz.
Jedes Wort über die Geschichte wäre zuviel, daher nur:
Es ist spannend, emotional und hat trotz des bekannten Szenarios der Zombieapokalypse eine fesselnde Geschichte zu erzählen.
Lesen!!!
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am 7. Juli 2015
I was expecting more of a x-men kinda book so I was really surprised about the actual content. But that is not necessarily negative, after a time of adjusting to the fact that this was not my typical choice of book I started to enjoy the book. I especially liked the narrative (lots of POV changes) and the character development. But at the end I was not overly 'happy' with how it concluded (don't get me wrong, it's a solid conclusion and scientifically interesting but just not my type of ending).
Would not necessarily recommend it to every reader, but I think that a lot of people would really enjoy this (especially if you are more into realistic depictions of humanity than cheesy lovestorys)
So overall a solid read and a solid 3 stars rating.
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am 7. September 2014
Melanie ist ein junges Mädchen in einer besonderen Schule. Die Kinder übernachten alle dort und es gibt spannenden Unterricht! Manche Lehrer sind toll und wenn man keine eigene Familie hat stellt man sich vor sie sind die eigene Familie. Manche sind komisch und manchmal traurig. Ausserdem sind Soldaten da, die alle beschützen. Sie werden dazu in einem Rollstuhl, mit Hand-, Fußfesseln und Maulkorb zum Unterricht gebracht.

The Girl with all the Gifts ist ein ehrliches, aber liebevolles Buch. Die Charaktere, was und warum sie fühlen, wird dem Leser deutlich gemacht ohne ihn mit Keulen zu erschlagen.
Es bleibt seinen Charakteren, die fast alle überwiegend gut, aber fehlerhafte Menschen sind, treu. Führt sie in eine andere, größere Welt, voller Gefahren, mit durchaus blutigem Ausgang. Die Gefahren, denen man sich stellen kann, denen, die man mit sich und in sich ausmachen muss,
Gleichzeitig bleibt Aktion und auch leiser Humor nicht zu kurz.
Es ist eine runde Mischung. Und auch wenn es ein Genreroman ist (mehr darf an der Stelle nicht! verraten werden), er ist es wert gelesen zu werden.
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am 11. März 2015
Dieses Buch liest sich am besten komplett ohne Vorkenntnisse, das Lesen der Rezension und insbesondere der Inhaltsangabe erfolgt daher auf “eigene Gefahr”.

Inhalt

In einer nicht allzu fernen Zukunft sind fast alle Menschen von einem tückischen Parasiten befallen. Die sogenannten Hungrys machen Jagd auf die wenigen Überlebenden. In einer abgelegenen Militärbasis wird an einer Gruppe von Kindern nach einem Heilmittel geforscht. Gibt es noch eine Chance, die Menschheit zu retten?

Von all dem ahnt Melanie nichts, wenn sie morgens in ihrer Zelle darauf wartet, für den Unterricht eingesammelt zu werden. Wenn sie kommen, richtet der Sergeant eine Pistole auf sie während zwei seiner Leute sie in einem Rollstuhl festschnallen. Sie denkt, dass sie sie nicht mögen. Sie scherzt, dass sie sie schon nicht fressen wird, aber sie lachen nicht. Erst nach und nach kommt Melanie der Wahrheit auf die Spur …

Meinung

Ich habe dieses Buch relativ “unvorbereitet” gelesen und der Geschichte so die Chance gegeben, sich zu entwickeln. Ich möchte mit meiner Rezension der Handlung nicht groß vorgreifen und so konzentriere ich mich vor allem auf die Charaktere und die Gegenspieler.

Am Anfang wird aus Melanies Perspektive berichtet und es ist rührend, wie sie mit ihrer kindlichen Naivität nicht weiß und nicht wissen kann, dass mit ihrer Normalität vieles nicht stimmt. Jedoch wird sie nicht umsonst von Caldwell “unser kleines Genie” genannt und bemerkt durchaus die ein oder andere Ungereimtheit, auch wenn sie sich diese zunächst nicht erklären kann. Bald kommen weitere Erzählperspektiven hinzu: Die von der Lehrerin Miss Helen Justineau, die nicht von ihrer Überzeugung abweichen will, dass die Kinder vor allem Kinder sind. Die von Dr. Caroline Caldwell, die mit kühler Entschlossenheit nach einem Heilmittel forscht und alles dafür geben würde. Die von Sergeant Eddie Parks, den erfahrenen Soldaten, der mit den wenigen verfügbaren Mitteln das Überleben zu sichern versucht. Und die von Private Kieran Gallagher, der aufgrund seines jungen Alters nur die Welt nach der Apokalypse kennt.

Diese sehr ungleichen Fünf bilden im Verlauf der Handlung ein sehr interessantes Team mit spannenden Dynamiken und faszinierenden Charakterentwicklungen. Mir gefiel es gut, dass jeder Charakter seine Eigenarten hat und niemand als ausschließlich gut oder böse dargestellt wird. Natürlich sind einen einige Personen sympathischer als andere, aber das Denken jeder Figur ist nachvollziehbar. Zudem ermöglichen die unterschiedlichen Denkweisen jeweils ganz andere Aspekte über die Hungrys und die anderen Charaktere in den Vordergrund zu stellen. Die meiste Zeit steht Melanie im Fokus der Erzählung, doch diese macht auch fraglos die größte Entwicklung von allen durch. So ist diese Geschichte vor allem auch eine über Coming of Age.

Sehr gelungen fand ich zudem die Erklärung, wie die Menschen zu Hungrys werden: Durch einen Pilz. Erst spät in der Handlung gibt es die ausführliche Erklärung und so möchte ich diese nicht vorweg nehmen, aber ich fand sie sehr schlüssig. Überhaupt sind die Hungrys extrem interessant angelegt mit ihren Verhaltensschemas, so dass taktisches Vorgehen statt panische Flucht das Maß der Dinge ist. Spannend sind auch die Junkers, welche sich nicht den Militär untergeordnet haben, sondern auf eigene Faust in der “freien Wildbahn” zu überleben versuchen.

Die Handlung geht stetig voran und enthüllt immer wieder Neues. Mir gefiel gut, dass auf unnötige Streckungen der Geschichte verzichtet wurde. Vor allem das Ende trumpft noch einmal richtig auf und gibt der Geschichte einen würdigen Abschluss. Insgesamt fand ich das Buch eine wirklich hervorragende Zombie-Post-Apokalypse, die sich gar nicht so sehr auf den Survial-Horror konzentriert, sondern die dystopische Welt erkundet. Bonuspunkte gibt es auch für den Titel, der mich sehr neugierig gemacht hat und im Laufe der Handlung mit Inhalt gefühlt wurde.

Fazit

Originelle Zombie-Post-Apokalypse, welche mit toller Charakterentwicklung und einen außergewöhnlichen Schluss überzeugt.
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"The Girl with all the Gifts" habe ich mir spontan und ohne irgendwelche Vorkenntnisse bestellt, da mich die Leseprobe in der 'Blick ins Buch'-Funktion angesprochen hat. Ich wusste bei der Bestellung nicht einmal, zu welchem Genre der Roman gehört. So war die Lektüre für mich doch mit einigen Überraschungen verbunden.

Das Buch beginnt wirklich sehr stark: Die 10jährige Melanie lebt eingesperrt in einer Zelle in einem Bunker. Jeden Morgen wird sie von bewaffneten Soldaten gefesselt und geknebelt in ein Klassenzimmer gebracht und gemeinsam mit anderen - ebenfalls gefesselten - Kindern unterrichtet. Diese rätselhafte, beunruhigende Ausgangssituation hat mich fasziniert, und ich war wahnsinnig neugierig auf die Hintergründe. Was könnte kleine Kinder so gefährlich machen, dass erwachsene Männer sich ihnen nur bewaffnet nähern?

Nach etwa einhundert Seiten bekommt man eine (zunächst grobe) Erklärung für Melanies Alltag und ihr Umfeld. Nach den sehr hohen Erwartungen, die ich aufgrund der ersten Seiten an die Geschichte hatte, hat mich diese Erklärung ziemlich enttäuscht - die Idee hat mir überhaupt nicht gefallen. Hätte ich im Vorfeld gewusst, dass es "diese Art" von Story ist, hätte ich mir das Buch wohl gar nicht erst gekauft. (Um nicht zu spoilern, verzichte ich auf Details.) Nach den bis dahin gelesenen Seiten war ich aber schon so tief in das Buch versunken, dass ich trotzdem gespannt weitergelesen habe.

Die Geschichte spielt in der nicht allzu fernen Zukunft in England und ist ziemlich spannend. Manche der beschriebenen Szenen sind gruselig und ein bisschen beängstigend. Durch das vertraute Umfeld (London und Umgebung) werden die Horror-/Gruselelemente dieser Dystopie leichter vorstellbar, zumal die (pseudo-) wissenschaftliche Erklärung für sie zumindest nicht vollkommen absurd klingt. Einen großen Teil des Romans bestreiten insgesamt nur noch fünf Figuren: Melanie, eine ihrer Lehrerinnen, eine Wissenschaftlerin und zwei Soldaten. Es sind ganz unterschiedliche Charaktere, die abgesehen von ihrer Zeit in dem Bunker nichts gemeinsam haben. Jeder kämpft mit seinen eigenen Dämonen, jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Erst nach und nach erfährt man mehr über ihre Vergangenheit. Das Zusammenspiel der einzelnen Figuren, das abwechselnde Mit- und Gegeneinander hat mir gut gefallen und hat zu der Spannung maßgeblich beigetragen.

Sprachlich fand ich "The Girl with all the Gifts" ausgesprochen gelungen. Mr Carey ist ein wirklich guter Erzähler. Er schafft es, Menschen und Situationen lebendig werden zu lassen, ohne dabei zu wortreich und detailverliebt zu sein. (Übrigens war ich während der gesamten Lektüre überzeugt, dass M.R. Carey eine Frau ist. Google hat mich im Nachhinein eines Besseren belehrt.)

Ein spannendes, gut geschriebenes Buch. Obwohl ich kein Fan von Horrorgeschichten (und speziell des hier thematisierten Phänomens) bin, fand ich es sehr lesenswert.
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am 4. März 2016
It's safe to say that most people will know this book is about creatures whose name starts with "Z" and ends in "ombies".
If you are like me and at first go "no, can't be bothered with that", because you immediately start thinking of thin plot lines where brainless, moaning hordes shuffle their way from one brain eating gorge to the next, I'll have to ask you to think again!
Or at least try reading this book first.
The Girl with All the Gifts is a new take on the Zombie novel and it certainly tries to evoke more than just feelings of fear and disgust. This book offers more, because the characters are so human and well-written that you just feel for them.
But what really sets The Girl with All the Gifts apart from your standard zombie horror is the lack of any black and white, any evil vs good or zombies vs humans. This book is just one big grey zone. You cannot chose a side, because each side has valid arguments. It leaves you wondering what would have been the right decision? Or is there even one right decision?
Sure, there's some action storytelling in this book - including gore and bloodshed -, but these things are rather the background for a sometimes heartbreaking story, which sneakily manages to raise some ethical questions as well.
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am 3. November 2014
Ich empfehle das Buch jedem Zombie-Fan oder jeder Leseratte, die ein wenig Horror vertragen kann. Eine Geschichte, deren großer Pluspunkt aus meiner Sicht ist, dass sie nahezu an jede Zombie-Story nahtlos angefügt werden kann, weil... Das müsst Ihr selber lesen! Kein Spoiler hier...
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am 23. August 2014
Great book that grips you and sticks around for a long, long time. The idea is good, the characters well-written, the setting and plot developments are spot-on. Think "28 Years Later", somehow.
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