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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Suche nach Liebe: keine Spur
Eine Frau sucht nach Liebe. Angeblich. Zumindest ist es das, was sie behaupten würde, um ihr Verhalten vor sich selbst und der Umwelt zu rechtfertigen. Allerdings kann ich diese Einschätzung entgegen sehr vieler Kritiken, die ich bisher gelesen habe, überhaupt nicht teilen.

Teresa, eine alleinerziehende Österreicherin mittleren Alters und...
Vor 14 Monaten von andfri80 veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sextourismus 2.0
Die drei Sterne vergebe ich nur für den aufklärerischen Gehalt des Films, da mir dieses Phänomen bzw. die Problematik ansonsten immer noch unbekannt wären. Darüber hinaus ist der Film nichts für schwache Nerven oder besser gesagt ausgemachte Ästheten... bei mir hat das Verhalten der Protagonistinnen jedenfalls ein neues Level an...
Vor 1 Monat von Soziologin veröffentlicht


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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Suche nach Liebe: keine Spur, 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Eine Frau sucht nach Liebe. Angeblich. Zumindest ist es das, was sie behaupten würde, um ihr Verhalten vor sich selbst und der Umwelt zu rechtfertigen. Allerdings kann ich diese Einschätzung entgegen sehr vieler Kritiken, die ich bisher gelesen habe, überhaupt nicht teilen.

Teresa, eine alleinerziehende Österreicherin mittleren Alters und mittleren Bildungsstands, fährt in den Urlaub nach Afrika und sucht dort vor allem eins: Entschädigung. Entschädigung dafür, dass die Männer in ihrer Heimat sie nicht (mehr?) umschwärmen, da sie nach gängigem Schönheitsideal weder jung, noch schlank, noch besonders schön ist. Sie möchte sich nicht mehr für jemanden verbiegen müssen, sie möchte jemanden, der ihr "in die Augen", in die Seele schaut. Dieser so tiefgründig klingende Wunsch hält sie nicht davon ab, sich nach anfänglichem Zögern der Reihe nach mit mehreren Beachboys einzulassen, die jung, schlank und schön sind, ohne Interesse daran zu zeigen, deren Seele zu erkunden. Ihre Ansprüche an die Geliebten erschöpfen sich in rudimentär gehaltenen Konversationen, die sich aus beliebigen Kombinationen von "love has no end", "i'm old – no, you're not old" und "hakuna matata" zusammensetzen.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Teresa ihre schwarzen Beachboys "unterrichtet", macht die Demütigung durch die postkoloniale Attitüde der weißen Sextouristinnen nur komplett. Ob junge Afrikaner vor ihren Geldgeberinnen wie Affen Kunststücke vollführen, eine Musikcombo in grotesken Zebrakostümen "La Paloma" zum Besten gibt oder eine Runde kreischender Österreicherinnen einem Schwarzen ein Schleifchen um sein bestes Stück bindet: Uli Seidl erspart uns kein Fremdschämen. Dass eine Begegnung auf Augenhöhe gar nicht gewollt ist, wird gleich zu Anfang klargestellt, als Teresa sich mit einer weiteren Frau über einen Barkeeper lustig macht, indem beide ihn idiotische Worte nachsprechen lassen.
Nachdem Tereas merkt, dass die kritiklose Hofierung, die sie von ihren Beachboys erhält, genauso einen Preis hat wie alles andere, lässt sie die letzten Reste respektvollen Verhaltens fallen, ohne sich mit ihrer eigenen Verantwortlichkeit auseinanderzusetzen. So ist es unvermeidlich, dass das Finale der Demütigungen auch zu ihrer eigenen wird.

Die Kamera verzichtet auf Nahaufnahmen, Schwenks oder schnelle Schnitte, sie geht in die Totale und erzwingt den Blick des Beobachters durch das voyeuristische Guckloch.

Der Film hat tatsächlich einige Längen und ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere, ihr Wünsche und Hoffnungen erfahren. Die Geschichte wird aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur erzählt, die Beachboys bleiben weitestgehend im Dunkeln. Alleine das Aufgreifen des Themas, die schonungslose Darstellung und die grandiose schauspielerische Leistung von Margarete Tiesel sind mir jedoch vier Sterne wert.
Wer es allerdings als Zumutung empfindet, sich nicht-perfekte, nackte Körper ansehen zu müssen, der sollte zu einem weniger realistischen Film greifen.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich möchte einen Mann, der mir in die Augen schaut" ..., 20. Mai 2013
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
... sagt Teresa zu ihren Miturlauberinnen auf den Sonnenliegen am Pool ihres Hotels. Es gehe eben nicht nur um Körper und physisches Begehren, sondern um echten Respekt. Alle Frauen mittleren Alters, die dort nun allein in Kenia Urlaub machen, haben rein äußerlich ihre beste Zeit hinter sich, genießen es aber von den jungen einheimischen Männern umgarnt und vor allem auch sexuell begehrt zu werden. Der Betrachter erfährt von den anderen Frauen nicht genau, inwieweit ihnen das Geschäft mit dem Sex bewusst ist bzw. die Tatsache, dass die Männer ihr Dasein als Loverboys als finanzielle Lebensgrundlage unbedingt benötigen, von ihnen völlig akzeptiert und auch einkalkuliert wird. Die alleinerziehende Teresa jedenfalls, die zuhause in Österreich behinderte Jugendliche betreut, sehnt sich nach echter Zuneigung und ist daher verwundert, als ihr kenianischer Verehrer relativ bald von 'love' ihr gegenüber spricht und es auch nicht lange dauert, bis es zu ersten sexuellen Kontakten zwischen beiden kommt. Noch glaubt Teresa das überall wie ein Mantra wiederholte "Hakuna Matata": Alles kein Problem, alles ist möglich. Nach mehrmaliger Bitte um Geld und der Erkenntnis, dass die als Schwester und Nichte präsentierte Frau mit Kind in Wirklichkeit Mungas Ehefrau und Tochter ist, reagiert Teresa zuerst mit einem Wutausbruch, um schließlich doch noch im nun offensichtlichen Sextourismus ihr kleines Glück zu finden.

Wie schon in seinem früheren Film Import Export schafft es der Regisseur Ulrich Seidl im ersten Teil seiner 'Paradies-Trilogie' den Betrachter schmerzhaft und mit über der Peinlichkeitsgrenze liegenden Szenen in die Psychologie und Erlebnisse seiner Hauptfigur hineinzuziehen. Obwohl alle Aufnahmen gewohnt tableauhaft statisch und ohne unterlegte Filmmusik daherkommen, sind es doch einen eigenartigen Sog entwickelnde Bilder. Das Paradies ist in der sonnigen Natur und dem schönen Strand irgendwie erkennbar, wird aber durch viele Gesten, fast alles Gesagte und die eigentümlich bigotte Atmosphäre recht bald ad absurdum geführt. Die Sehnsucht nach dem Paradies, in welchem die Liebe Erfüllung findet, wandelt sich in Demütigung und Enttäuschung und doch ist es kein Verrat an den Figuren. Die implizit geäußerte Anklage der Ausnutzung der Armen durch die Reichen wird durch die ehrliche Suche nach Respekt und Anerkennung begleitet. Wie in den anderen Filmen der Trilogie sind die (weiblichen) Hauptfiguren keine schlechten Menschen, sondern in vielfacher Hinsicht sind sie wie du und ich.

'Paradies: Liebe' ist sicher ein Film zum Fremdschämen, zum Ärgern und Bedauern, es ist aber auch - formal wie inhaltlich - ein hervorragender Beitrag zu den Schwierigkeiten in unserer durchökonomisierten und individualisierten Welt unvoreingenommene und ehrliche Liebe zu finden. Seidl sagt mit seinen Bildern bzw. der erzählten Geschichte nicht, dass die Welt nur so ist, wie er sie zeigt, aber er lässt durch seine Figuren spüren, dass die Realität oft unbarmherzig ist und doch auch ganz anders sein könnte.

Ein sehenswerter Beitrag zum realistischen, halbdokumentarischen Kino mit Gesellschaftskritik, aber sicher keine leichte Kost!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Film mit Tiefgang!, 8. Oktober 2013
Von 
F. Göbel "FG" (Witzenhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Da ich schon einige andere Filme von Ulrich Seidl gesehen habe, war ich sehr gespannt auf den ersten Teil der Paradies Triologie.

Wie die Kurzbeschreibung des Films schon sagt, folgt man im Film einer österreichischen Frau die in Kenia ihr Liebesglück sucht.
Die Geschichte hat viele Hochs und Tiefs und in den Gesprächen wird immer wieder deutlich wonach die Dame sich eigentlich sehnt.

Zum einen bekommt man als Zuschauer einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Liebessuchenden und zum anderen erfährt man viel über das
Geschäft der Beach-Boys in Afrika.

Ich denke der Film zeigt sehr realistisch welche Abhängigkeiten es in dem Geschäfts mit der Liebe gibt....

Ich kann den Film nur jedem empfehlen!
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das doppelte Elend im Paradies, der Preis für Essen und Liebe, 8. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Mit großer Spannung setzte ich mich ins Kino, um mir Ulrich Seidls filmische Bearbeitung des aktuellen und brisanten Themas "Sextourismus von Frauen in Schwarzafrika" zu Gemüte zu führen.
Wieder wurde ich nicht enttäuscht von meinem derzeitigen deutschsprachigen Lieblingsfilmer: ein typischer Seidl, der uns erneut zumutet, etwas anzuschauen, was wir so genau vielleicht doch nicht wissen wollten; jedoch absolut authentisch und überzeugend.

Etwas anders als von ihm gewohnt, konzentriert er sich hier auf eine einzige Hauptdarstellerin, die allerdings überzeugendes Schauspiel bietet.
Wieder einmal wählte er eine Sympathieträgerin, die vom Zuschauer angenommen werden MUSS, auch wenn sie sich noch so brüllend dämlich und unmöglich verhält.

Dennoch hätte ich mir gewünscht, auch über die 3 weiteren Österreicherinnen im Alter von Anfang 40 bis Anfang 50 - von denen nur die jüngste noch den Körper hat, den frau in unseren kalten Regionen haben muss, um von fremden Männern noch als Selbstzweck begehrt zu werden - über auch deren Motive, in Kenia nach Liebe und Lust zu suchen, und über auch ihre Gefühle, Enttäuschungen und Desillusionierungen zu erfahren.
Deutlich wurde allerdings, dass die 3 anderen nicht zum ersten Mal so eine zielorientierte Fernreise unternahmen, und dass sie sich wohl - anders als die Hauptdarstellerin als "Ersttäterin" -insgesamt recht gut mit dem Angebot dort zu arrangieren wussten.

Der Expertin unter den vier Frauen z.B. schon klar war, dass ihrem auserwählten Kurzzeitlover zunächst mal ein neues Moped gekauft und geschenkt werden muss, wenn frau sich eine jedenfalls zeitlich gesehen brauchbare Dauer der Zuwendung und Berührung sichern will.

Teresa wusste davon noch nichts sondern glaubte noch an den Weihnachtsmann : dass junge schwarze Schönheiten anders als nordische Männer auf fette Weiber in den bei Frauen nicht mehr besten Jahren abfahren und just for fun mit ihnen ins Bett gehen, solange sie nur weißhäutig sind.
Sie wurde dann eines Besseren belehrt.

Bei dem ersten jungen Mann, den sie an sich ran ließ, und der sie immer Mami nannte, streikte sie sogar und brach ab, obwohl sie noch von Kostenlosigkeit des Vergnügens ausging.

In den zweiten dann verliebte sie sich, zog händchenhaltend mit ihm durch sein Revier und traute sich im Bett, ihm die körperliche Liebe so beibringen zu wollen, wie sie Frauen gefallen könnte, was nicht nur peinlich war sondern auch äußerst amüsant.
Wirklich außerordentlich gelungen, nur dass später heraus kam, dass er für seine Bereitwilligkeit, die Rolle des gelehrigen Schülers zu spielen, um so mehr abzukassieren gedachte, wovon sie noch völlig überrascht war und ihm die Storys von hungerleidender Schwester mit Kindern und ohne Versorger, sowie Familienmitgliedern ohne Krankenversicherung in der Klinik sogar noch abkaufte und ihm alles Geld aushändigte, das sie bei sich trug.

Schockiert war dann sogar ich darüber, dass er sie gleich danach schon kein zweites Mal mehr anfasste, bzw. dafür schon Vorkasse verlangte - nun abgeblich sein Vater gerade einen Herzinfarkt erlitten habe und er so besorgt um ihn, dass er unmöglich in Stimmung kommen könne- und sie nicht mehr kannte, nachdem sie diese weitere Zahlung verweigerte.
So brutal hatte ich es mir nicht vorgestellt, auch wenn mir klar war, dass es da natürlich um ein Business geht, bei dem der Rubel rollen muss.

Bei dem nächsten Bewerber hoffte sie erneut, dass er nur Sex just for fun von ihr will, aber als er dann am Morgen danach noch vor dem ersten Schluck Kaffee einen Motorradunfall von einem nicht krankenversicherten Bruder zur Sprache brachte, rückte sie keine Puseratze mehr heraus, sondern zog sich noch vor dem zu erwartenden Palaver in ihr Hotelzimmer zurück, um ihre Tochter anzurufen und sich von der ein wenig Ersatzwärme einzuholen.

Den Schuss hat sie aber bis Ende des Filmes noch nicht gehört, denn an den vierten Kandidaten stellte sie im Bett Forderungen, mit deren Erfüllung sie nun wirklich nicht rechnen konnte, ohne ihm schon vorher einen ordentlichen Haufen Scheine zuzustecken.
Offenbar meinte sie, dass sie sich dort einfach nur von Anfang an unfreundlich und fordernd vertreten müsse, um auf ihre Kosten zu kommen.
Aber auch dieses erste und letzte Aufbäumen von Würde - oder von Hochmut ? - blieb erfolglos und sie weinte über ihren verlorenen Glauben, nun auch an schwarze Männer und Paradiese für irdische Gelüste.

In der Schlussszene ging sie bei Dunkelheit alleine an dem Traumstrand spazieren, während neben ihr wieder ein paar Jungs den Pfau spielten - sie mit gekonntem Radschlagen auf sich aufmerksam zu machen versuchten - ohne dass sie noch hinschaute.

Der Urlaub war aber an der Stelle noch lange nicht zu Ende, und daher offen und möglich, dass auch sie sich später mit den Interessenkollisionen dort - die Gäste brauchen Sex und die Landsmänner nun mal Geld zum Überleben, wobei die selbstgebastelten Kettchen nicht annähernd genug einbringen - arrangierte.

Wie aber konnte sie überhaupt annehmen, dort - wo alle Menschen bekanntlich vom Tourismus leben, und auch frau sich doch mal fragen müsste, wie das im Einzelnen aussieht - auf Liebe und sogar zärtliche Verwöhnung zu stoßen, ohne dafür ein ansehnliches Loch in ihre Ferienkasse reißen zu müssen ?!
Diese Art von Naivität, an der unermesslich viele Frauen kranken, ist mir geradezu ein Gräuel, löst heftiges Fremdschämen aus bei mir und ist mir peinlich.

Männer, die nach Thailand reisen, wissen doch auch, um was es geht, auch wenn sie in Asien bei der käuflichen Liebe günstiger weg kommen als Frauen in Afrika.
Allerdings betrachten Männer auch schon ewig das Geld auf ihren Konten und in ihren Taschen als Teil ihrer persönlichen Attraktivität, so dass ihr Selbstwertgefühl - anders als bei Frauen- nicht leidet, wenn ihr Geld als ihre wichtigste Eigenschaft betrachtet und zielstrebig ins Visier genommen wird.

Sehr überrascht hat mich in dem Zusammenhang ein Fernsehinterview mit Herrn Seidl zu diesem seinem Film, bei dem er sagte, dass in Afrika weiße Frauen für die Männer statuserhöhend seien, egal wie alt sie seien und wie sie aussehen.
Da war sein Film doch an sich klüger, außer er hätte nur die indirekte Statuserhöhung gemeint.
Also nicht die Frau als solche, sondern die Euros und Dollars, für die sie steht.
Etwas anderes kann ich jedenfalls nicht bestätigen, und auch kaum glauben.
Das mag vor bis zu 30 Jahren mal in Amerika oder Europa unter den Einwanderern dort gegolten haben, aber sicher nicht mehr für die Afrikaner hier und heute in ihren eigenen Ländern, in denen z.B. das einstige Schönheitsmerkmal "fett, dick" heute auch schon nicht mehr gültig ist.

Afrikaner sind mir als sehr stolze Menschen bekannt, die ihre eigene Rasse bevorzugen und denen es auch so gut wie immer nur darum geht, zusammen mit ihren Leutchen - ihren Eltern, Ehefrauen aus ihrem eigenen Volk und Kindern - einfach nur zu überleben, und die in weißen Frauen nur die Beute ihrer heutigen Jagdversion nach Nahrung für ihren Clan sehen, als Arbeit und nicht als Vergnügen.
Auch wenn Arbeit durchaus Spaß machen darf, aber bestenfalls als Sekundärgewinn.

Meiner Kenntnis nach verachten sie diese Touristinnen eher, als dass sie sie hoch schätzen.
Status gewinnen sie durch diese bestenfalls indirekt, durch angesammelten Reichtum.
Aber nicht dadurch, ernsthaft mit einer fetten/alten Weißen herum zu ziehen und gar noch Nachkommen mit ihr zu zeugen.

Das zeigen auch andere Filme, die dieses Thema bearbeitet haben, wie z.B. "In den Süden" oder
"Buzinezz", ein französisch-tunesischer Film, den es leider nur in französischer Sprache gibt.

Wie auch immer : unbedingt 5 Sterne für diesen Streifen, der ein MUSS ist nicht nur für Seidl-Fans.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für Kenia Fans, 11. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Ich bin jedes Jahr ein-zwei Mal in Kenia, Mombasa.
Ich hab den Film schon gesehen, auch wenn die DVD erst Ende August erscheint.
Die Geschichte erzählt genau eine von diesen Storys, die sich massenweise an der Küste Kenias abspielen.
Traurig, aber wahr. Ein realistische Geschichte...
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Do you know, what is Speckschwarte?", 1. September 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Teresa, 50 Jahre, fettleibig verbringt ihren Urlaub an den Stränden Kenias. Hier ist sie in der Gesellschaft meist übergewichtiger und relativ unattraktiver Frauen ab 50+. Bald findet Teresa Kontakte zu Freundin Inge, die von den Vorzügen der knackig jungen Kenianer schwärmt.
Es dauert nicht lange bis Teresa am Strand Kontakte knüpft, hinter einer von Wachmännern gesicherten Linie verkaufen junge attraktive Kenianer Boys ihre Waren, Schmuck und Souvenirs, bieten aber auch ihren makellos jungen Körper feil.

Bald hat Teresa ein Date mit einem knackigen Boy, doch geht ihr dieser zu forsch ans Werk. Die dicke Freundin Inge schwärmt vor wie nach von ihrem gekauften Stück Fleisch, das sie gemäß ihren Bedürfnissen dressiert und abgerichtet habe, rein zur Steigerung ihrer Lust.
Es dauert nicht lange und Teresa zieht nach, in dem gutgebauten, attraktiven und bestens bestückten Munga findet sie ihren Loverboy, sie weidet sich an seinem makellosen Körper und kann nicht genug davon bekommen, als sie aber erkennt, dass der Junge neben ihr noch eine feste einheimische Partnerin hat, wird der Lover verprügelt und in die Wüste geschickt.

Eine Geburtstagsfeier ist willkommener Anlass für die Schar meist fettleibiger Frauen sich einen einheimischen Stripper zu organisieren, doch damit nicht genug, nun wetteifern die kolossalen, brünstigen Frauen wer von ihnen es vermag den jungen Boy so weit zu erregen, dass er einen Ständer bekommt. Es folgt ein fast ekliges, unästhetisches Gerangel "dicker Muttis", dem der Junge ausgeliefert ist. Endlich hat er es geschafft trotz der Bedrängerinnen eine Erektion vorzuzeigen, doch anscheinend sind die verwöhnten "Damen" anderes gewöhnt, zahlen den Jungen missmutig aus uns schicken ihn weg.

Zum Schluss des Filmes macht Teresa noch den Zimmerkellner an, doch dieser hat eine gewisse Ehre und kommt nicht allem nach, was die "Herrin" fordert.

Ein zutiefst trauriger und witzig-peinlicher Film.
Für mich ist das Schockierende an der Sache, dass sich ältere Frauen, die in ihrer Heimat keine Chancen mehr haben, dass sich ein junger Mann für sie ernsthaft interessiere, sich nun in die Ferne aufmachen, sich dort einen Buben angeln, der ihr Enkel sein könnte, sich einbilden er habe Gefühle für sie. Sie wollen nicht erkennen, dass für die Jungs das Feilbieten ihres jungen Körpers oft die einzige Chance ist sich und ihre Familie über Wasser zu halten.
Würden die Frauen sich wenigstens respektvoll den Jungs gegenüber verhalten, aber nein, sind sie einmal gekauft, dann haben die hübschen Objekte ihrer Begierde gefügig zu sein, übertrieben ausgedrückt eine Art moderner Sklaverei, die viele Männer seit Jahrzehnten ebenso praktizieren. Zeugnisse davon gibt es im Film zu genüge, wenn man z.B. den ungebildeten Barboy verspottet, nur weil er es nicht vermag dem österreichischen Dialekt der Frauen zu folgen, zudem ist das Geäußerte eh meistens höchst niveaulos und aus der unteren Schublade gegriffen.

Ich habe absolut nichts dagegen, wenn eine erbrachte Leistung angemessen honoriert wird, doch müssen die Fronten zuvor auch klar sind. In der Heimat könnten sich die sexlüsternen Damen auf keinen Fall einen Callboy leisten, das sprengte ihr Budjet, hier aber treten sie als die "Grande Dame" auf, die für ein minimales Salär die Puppen tanzen lässt, ist ein Junge nicht gefügig wird er abserviert. Mitleid darüber, dass die Freierinnen, oder besser gesagt Zuhälterinnen, darüber enttäuscht sind, dass die blutjungen Boys die "Liebe" zu den Muttis nur geheuchelt haben, kann ich absolut nicht empfinden.

Es ist einfach überall das Gleiche, billige Kleider werden gekauft, obwohl bekannt ist, dass dafür Menschen ausgebeutet werden.
Produkte aus fernen Ländern konsumiert, obwohl bekannt ist, dass Menschen dafür oft mit der Gesundheit, oder gar dem Leben bezahlen.
Notlagen anderer werden für die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse ausgenutzt.
Da gibt es kein Fair Play für Fair Price.

Auf jeden Fall ist der Film absolut realitätsnah und überaus offenherzig und gewagt inszeniert. Was hier an den Österreicherinnen dokumentiert wird, das trifft für viele Menschen ebenso zu , die im Wohlstand leben und ihn auf Kosten anderer finanzieren.
P.S. Zu dem gleichen Thema ist vor ein paar Jahren der Film "In den Süden" erschienen, der ebenso recht realitätsnah aufgemacht ist.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geschäft mit der Liebe, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Einen, der ihr auch mal in die Augen schaut und sie als Mensch und nicht nur als Objekt wahrnimmt, wünscht sich die untersetzte Mittfünfzigerin Teresa aus Wien. Den Versprechungen einer Freundin folgend, landet sie in Kenia, wo es willige Burschen auf "Sugarmamas" wie sie abgesehen haben. "Paradies: Liebe", ein in seiner Direktheit rigoroser Film, zeigt diese Form des Sextourismus mit erschütternder Nüchternheit und lässt dabei tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Es dauert nicht lange, und Teresa selbst sieht in den Männern nur noch Objekte, die zu funktionieren haben. Bewusste Naivität als Selbstschutz: Dass diese Männer allesamt Gaukler sind und nur auf ihr Geld abgesehen haben, wird gekonnt verdrängt. Seidl kleidet diese im Grunde tieftraurige Geschichte in spröde Bilder, die nichts mit kitschigem Postkartenidyll gemein haben. Schäbig, heruntergekommen, verwaschen... und dennoch pulsierend; überall steckt hier Leben, Humor und unwirsche Verzweiflung. Der Film hat seine Längen, der Blickwinkel auf das Geschäft mit der Liebe mag etwas einseitig geraten sein und bedient gängige Klischees. Dennoch: "Paradies: Liebe" ist emotional aufwühlendes, zugleich aber auch beeindruckend leichtfüßiges Kino. Lohnenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sextourismus 2.0, 10. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Die drei Sterne vergebe ich nur für den aufklärerischen Gehalt des Films, da mir dieses Phänomen bzw. die Problematik ansonsten immer noch unbekannt wären. Darüber hinaus ist der Film nichts für schwache Nerven oder besser gesagt ausgemachte Ästheten... bei mir hat das Verhalten der Protagonistinnen jedenfalls ein neues Level an Fremdschämen ausgelöst! Die Hauptdarstellerinnen interagieren mit den Einheimischen voller Arroganz, ohne den Hauch an Sensibilität für fremde Kulturen, wie halt ganz typische Eurotrampel auf Safari und machen sich dabei selbst bodenlos lächerlich!

Mir war nicht bewusst, wie verzweifelt und einsam manch alternde Dame sein muss, um sich selbst mit erkauften Liebesdiensten zu erniedrigen. Ein solches Verhalten wirft die Frauenbewegung meiner Meinung nach um Jahrzehnte zurück, da wir es schließlich noch nie befürwortet haben, dass unsere Männer sich für wenig Geld quer die Dritte Welt amüsieren! Diese Frauen lügen sich selbst in die Tasche, wenn sie denken, die bezahlten Männer würden sie mit all ihren altersbedingten Unzulänglichkeiten genauso lieben wie sie sind... ein riesen Trugschluss wie sich schnell herausstellt. Denn sobald kein Geld mehr fließt, erlischt auch das Interesse der kenianischen Burschen... es ist nur überaus anmaßend die selbigen daraufhin wie eine verschmähte Kolonialherrin zu verprügeln!!! Ich finde, diese Frauen sollten ihr Geld lieber dafür verwenden, ihre außer Form geratenen Körper wieder ansehnlich zu gestallten, anstatt die bittere Armut anderer Länder für ihre niederen Gelüste auszunutzen und damit andere Menschen bis ins Mark zu demütigen. Ich hätte nie gedacht, dass erwachsene Frauen sich wie brünftige Neandertaler aufführen können, sobald sie nur Gelegenheit dazu bekommen. Es war eine riesen Genugtuung am Ende des Films zu sehen, dass diese ausbeuterische Gesinnung nicht jeder zum Lustknaben degradierte Kenianer mitmacht!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Typisch Seidl - radikal und authentisch., 3. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Vor dem österreichischen Regisseur Ulrich Seidl müsste man (bevor man sich einen seiner Filme ansieht) eigentlich "gewarnt" werden.

Vor Jahren sah ich seinen Film "Hundstage" und brauchte anschließend eine gewisse Zeit, um das eben gesehene ersteinmal zu verdauen!

Da ich bereits "vorbelastet" war, wusste ich (zumindest was Stil und Herangehensweise betrifft) was mich erwarten wird.

Seidl porträtiert mit schonungsloser Offenheit und Radikalität soziale Randgruppen. Der Stil mutet wie ein Dokumentarfilm an und wirkt dadurch umso authentischer.

"Paradies: Liebe" erzählt die Geschichte einer übergewichtigen 50-jährigen Frau, die ihren Urlaub in einer Hotelanlage in Kenia verbringt und dem dortigen banalen Sextourismus erliegt, obwohl sie sich wahre Liebe und Zuneigung durch die jungen Farbigen erhoffte.

Fernab jeglicher durchgestylter Bilder und ausgefeilter Dialoge, konfrontiert Seidl den Zuschauer mit rabiatem Realismus.

Bestimmt nicht jedermanns Sache - aber auf jeden Fall sehenswert und nachhaltig!
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4.0 von 5 Sternen Liebesurlaub in Afrika, 3. Februar 2014
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
(Filmbesprechung)

Ab einem gewissen Alter ist es in unserer Gesellschaft – vor allem als Frau – fast ausgeschlossen, noch einen potentiellen, neuen Sexualpartner auf dem 'freien Mark' zu finden. Da jedoch in aller Regel das Verlieben und die emotionale Liebe damit verbunden sind, haben viele Menschen vor der Alterseinsamkeit noch mehr Angst als vor der Altersarmut.

Teresa aus Wien ist schon jenseits der 50, deutlich aus dem Leim gegangen und wohl auch intellektuell nicht on the top. Ihre schwer pubertierende Tochter bei ihrer Schwester zurücklassend, macht sie alleine Urlaub unter der Sonne Afrikas und wird dort von einer Landsmännin auf ein spezielles, landestypisches Angebot aufmerksam gemacht: junge Männer, die eine sogenannte „Sugarmama“ suchen. Doch Teresa hat da wohl etwas falsch verstanden. Eigentlich sucht sie einen Mann, der tief in ihre Seele zu blicken vermag, ihr unattraktives Äußere übersieht und sie endlich wieder bedingungslose Hingabe und Liebe erleben kann, etwas, was sie offensichtlich seit vielen Jahren schmerzlich vermisst. Die jungen Afrikaner spielen zunächst dieses Spiel mit, zaubern dann aber bald eine kranke Nichte oder einen verunfallten Vater aus dem Ärmel, der dringend Geld fürs Krankenhaus benötigt, was sie natürlich nicht haben und von Teresa erbeten. Die Ernüchterung und Enttäuschung ist vorprogrammiert.....

Es ist wohl die Armut und die damit verbundene Perspektivlosigkeit, die die Männer in die Hände, der aus ihrer Sicht allesamt im Vergleich wohlhabenden weißen Frauen aus dem Westen treibt. Es handelt sich um ein Geschäft, wenn auch nicht immer direkt ausgesprochen: Geld gegen Körperlichkeit und ein bisschen Liebesshow dazu.
Ich würde nun Teresa wiederum nicht als „Sextouristin“ bezeichnen, da sie ja eigentlich etwas anderes sucht. Man mag ihr eine gewisse Naivität nachsagen, das sicherlich. Leid tun können einem beide Seiten. Gerade auch Teresa besonders an ihrem Geburtstag, an dem sie sehnsüchtig auf den Anruf ihrer Tochter wartet, der nicht kommt und ihre Frauen-Reise-Clique ihr einen Stripper spendieren zu Versüßung dieses besonders einsamen Tages oder als sie den Hotel-Rezeptionisten mit auf ihre Zimmer nimmt und dieser einen letzten Rest „Anstand“ bewahrt.

Margarethe Tiesel ist eine wahrhaftig mutige Schauspielerin. Sie wirkt auch in den äußerst freizügigen Szenen ungezwungen und authentisch, so dass sich der Zuschauer fragt, ob man einer Dokumentation beiwohnt. Ich ziehe den Hut vor ihrer schauspielerischen Gesamtleistung.
Der insgesamt doch recht deprimierend wirkende Film, ohne Happyend, ist überraschend gut gelungen. Ist es eigentlich noch ein Tabuthema, welches da behandelt wird? Wie dem auch sei, ihm gelingt der Balance-Act, trotz recht eindeutiger Szenen, nicht in die Schmuddelecke abzurutschen und den Zuschauer doch recht nachdenklich zurück zu lassen.

Fazit: Schonungsloser Blick in das Welten-Ungleichgewicht
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Paradies: Liebe von Margarethe Tiesel (DVD - 2013)
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