Kundenrezensionen


1.803 Rezensionen
5 Sterne:
 (915)
4 Sterne:
 (333)
3 Sterne:
 (255)
2 Sterne:
 (161)
1 Sterne:
 (139)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Weltliteratur, aber spannend
Als Vielleserin und Krimiliebhaberin kenne ich alle Bücher von Dan Brown. Das, was mich regelmäßig zum Kauf bewegt, ist das "Überraschungsei", das er liefert, nämlich die Mischung aus Spiel, Spaß und Spannung. Dies ist ihm mit INFERNO wieder gelungen, allerdings nicht so überzeugend wie in ILLUMINATI und überzeugender als...
Vor 8 Monaten von Temper veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein solider Dan Brown mit einem ärgerlichen Ende
Dieses Buch ist solide Unterhaltungsliteratur in der guten, alten Robert-Langdon Tradition. Inferno reicht meiner Meinung nach, was Action, Spannung und Aufbau angeht durchaus an zum Beispiel Illuminati heran.
Leider begeht Brown auch in Inferno den Kardinalfehler, den er schon im Illuminati macht und vermiest mir somit mit der Auflösung am Ende den Rest des...
Vor 14 Monaten von I. Peters veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2181 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Weltliteratur, aber spannend, 15. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno: Thriller (Kindle Edition)
Als Vielleserin und Krimiliebhaberin kenne ich alle Bücher von Dan Brown. Das, was mich regelmäßig zum Kauf bewegt, ist das "Überraschungsei", das er liefert, nämlich die Mischung aus Spiel, Spaß und Spannung. Dies ist ihm mit INFERNO wieder gelungen, allerdings nicht so überzeugend wie in ILLUMINATI und überzeugender als in DAS VERLORENE SYMBOL.

Die Krimihandlung zeigt im letzten Drittel des Buches eine überraschende Wendung, die mich als mitenträselnde Leserin zum Schmunzeln gebracht hat. Dabei spannt Dan Brown geschickt einen roten Faden und löst viele offene Fragen. Die zweite Wendung, die die Rolle der weiblichen Hauptperson betrifft, wirkt hingegen eher konstruiert und verliert sich in langen, ethischen Dialogen.

Auf einen spannenden Show-Down hat Dan Brown verzichtet - sehr enttäuschend!

Im ersten Drittel verlieren die durchaus sehr spannenden Verfolgungsjagden durch teilweise deutlich zu lange kunstwissenschaftliche und historische Erläuterungen an Fahrt, und leider wird die Spannung im weiteren Verlauf durch Dan Browns kunstwissenschaftliche Detailbesessenheit nur noch zum gelegentlichen Besucher.

Dennoch habe ich beim Lesen (Kindle-Ausgabe) gleichzeitig die Karten der jeweils beschriebenen Örtlichkeiten angesehen, was mich immer wieder direkt an den Ort des Geschehens gebracht hat. Ich habe die Kunstwerke gegoogelt und viel über Dante gelernt, aber auch über Florenz, die Bedeutung von Totenmasken und die mittelalterliche Pest. Und so ist Dan Brown auch immer wieder ein Geschichtslehrer, der mit so viel Hintergrundwissen aufwarten kann, dass das Lesen nicht nur Spaß macht, sondern auch noch bildet.

Ganz besonders hat mich sein Hauptthema in den Bann gezogen: Es geht um die Überbevölkerung der Erde und einen "Lösungsvorschlag", der in meiner Familie zu einer abendfüllenden Diskussion geführt hat.

Insgesamt gebe ich 3,5 Sterne, aufgerundet also 4.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


344 von 399 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schnitzeljagd mit Robert Langdon, die vierte, 18. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno: Thriller (Kindle Edition)
Es geht doch nichts über eine gute Schnitzeljagd, und Mr. Brown ist der gekrönte König dieses Genres. Nur ein kleiner Geheimtip am Rande: Ein Koffer voll Blut (Berlin Noir) ist auch ein Schatzsuche-Thriller, sehr spannend und außerdem echt witzig.
Aber nun zu Inferno. Nachdem Das Verlorene Symbol ja nicht so ganz das Gelbe war, bin ich froh, dass Robert Langdon wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat. Mittelalterliche Literatur, historische Intrigen, alte Symbolik (natürlich, wozu ist Langdon da), Geheimgesellschaften und Codes sind die Elemente, aus denen Inferno hauptsächlich besteht. Das Buch spielt größtenteils in Florenz, dem Geburtsort des Dichters Dante Alighieri. Langdon hat wieder eine „Assistentin“, diesmal in Form einer sehr intelligenten und tatkräftigen Ärztin. Eine sinistre Geheimorganisation will die beiden beseitigen, damit sie nicht dahinterkommen, was diese versteckten Hinweise in Gemälden und Artefakten zu bedeuten haben, die alle mit Dantes Inferno in Verbindung stehen. Also sehr klassischer Dan Brown und ein Fest für seine Fans – wenn auch für niemanden sonst.
Wenn man etwas wirklich kritisieren muss, dann dass Brown doch ein bisschen viel reingepackt hat, zuweilen hat das Buch was von einem Touristenführer. Inhaltlich ist es ähnlich: Zusätzlich zum mittelalterlichen Thema geht es um Bioterrorismus, es gibt Sci-Fi-Elemente und die Vorstellung einer neuen Weltordnung. Am Ende wird das Schicksal der Menschheit drastisch geändert. Eine Nummer kleiner hätte das das Buch auch noch Spaß gemacht, so fühlt es sich do streckenweise etwas zu abstrus an. Aber man sollte nicht so viel drüber nachdenken, dafür gibt es andere Autoren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein solider Dan Brown mit einem ärgerlichen Ende, 26. März 2014
Von 
I. Peters - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist solide Unterhaltungsliteratur in der guten, alten Robert-Langdon Tradition. Inferno reicht meiner Meinung nach, was Action, Spannung und Aufbau angeht durchaus an zum Beispiel Illuminati heran.
Leider begeht Brown auch in Inferno den Kardinalfehler, den er schon im Illuminati macht und vermiest mir somit mit der Auflösung am Ende den Rest des Buches. Was schade ist, denn gerade das Thema „Die (göttliche) Komödie von Dante Alighieri fasziniert mich und auch Florenz und Venedig sind Orte, die ich selbst besucht habe und die mich beide berührt und begeistert haben.

Wie schon gesagt, das Buch ist für mich solide, klassische Unterhaltungsliteratur, mit einem durchaus spannenden Plot, einigermaßen überraschenden Wendungen, vielen Geheimnissen zum miträtseln und durchaus interessant gestaltete Figuren, die zur Identifikation einladen.
An manchen Stellen weiß der Plot zu überraschen und führt den Leser auf die falsche Fährte. Leider muss dazu gesagt werden, dass Vielleser, gerade Vielleser dieses Genres, einige der Wendungen durchaus sehr schnell durchschauen können.

Robert Langdon ist mir bereits seit dem ersten Buch außerordentlich sympathisch. Er ist eine Figur mit einer sehr ausgeprägten, teilweise etwas inflationär und übertrieben genutzten Schwäche, aber auch vielen kleineren, weniger auffälligen Charakterzügen, die ihn zu einer Figur machen, mit der man mitfiebert, mitleidet und miträtseln kann. Die man ins Herz schließt und über die man gerne liest.
Die anderen Charaktere haben ebenfalls ein Gesicht, sind aber eben auch die typischen Figuren aus einem solide geschriebenen Thriller.
Positiv hervor zu heben ist, dass Inferno nicht auf die gleiche Weise beginnt, wie Illuminati und Sakrileg, sondern, dass sich Dan Brown hier sogar eine Methode überlegt hat, wie er die größte Stärke Robert Langdons tatsächlich zum Teil aushebeln und negieren konnte. Meiner Ansicht nach, ist ihm das mit Bravur gelungen.

Mal abgesehen vom Ende hat mich nur enttäuscht, dass die Göttliche Komödie nur peripher im Vordergrund stand. Die Rätsel ranken sich um verschiedene Gemälde und Schriften, sind aber nicht von den jeweiligen Künstlern impliziert, sondern werden quasi für Fremdzwecke ge- oder teilweise missbraucht.
Man darf mich an dieser Stelle nicht falsch verstehen. Mir haben die Rätsel und das Rätselraten darum dennoch sehr interessiert und konnten mich stellenweise wirklich mitreißen, dennoch hätte mich ein Geheimnis, das von Dante selbst inspiriert worden ist wohl noch einen Ticken mehr fasziniert.

Liebend gerne, würde ich an dieser Stelle meinen größten Kritikpunkt - das Ende - näher beleuchten, aber das ist schwer, wenn man potentiellen Lesern nicht alles vorwegnehmen will. Ich persönlich fühlte mich ein wenig veräppelt, da ich beim Beenden des Lesens das Gefühl hatte: "Gut, das hätte ich mir sparen können"

Aber grundsätzlich - interessante Unterhaltung, interessante Charaktere und interessante Rätsel. Und trotz des mäßigen Endes, muss man zu Browns Verteidigung sagen, dass ein Thema aufgegriffen hat, das sehr aktuell und sehr umstritten ist und er schafft es bemerkenswert geschickt sich aus der Affaire zu ziehen, ohne dabei einen genauen Standpunkt einnehmen zu müssen. Für Wenigleser und Brown-Liebhaber sicher eine wunderbare Lektüre und sicher auch für Menschen, die Florenz und Venedig auf Grund ihrer Kunst sehr schätzen. Für Vielleser vielleicht eher weniger geeignet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abgekupferte Stadtrundfahrt, 21. August 2014
Von 
Martin Lentzsch (Teltow, Brandenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno: Thriller (Kindle Edition)
Ich hatte vorher alle Bücher von Dan Brown gelesen und war schon bei Symbol etwas enttäuscht. Kurz vor dem Urlaub dachte ich jedoch "hol dir mal das Buch, haste was zu lesen im Urlaub. Vielleicht ist es ja besser". Fehlanzeige.

Dan Brown hat hier aus diversen Thrillern seinen eigenen zusammen gestrickt.
The Game, Unknown Identity, Mission Impossible scheinen hier u.a. Pate gestanden zu haben.
Wo die ersten beiden Langdon Thriller noch weitestgehend auf geschichtliche Zusammenhänge setzen wird hier einfach nur eine von einem Multimillionär inszenierte Schnitzeljagd beschrieben die teilweise abstruse Züge annimmt. Da sind dann Personen die geschichtlich scheinbar mehrmals die Seiten wechseln, was aber am Ende als logisch erklärt wird. Erstaunlich finde ich auch solche Sachen dass an einer Stelle von den Haaren der Protagonistin geschrieben und ein paar Kapitel weiter das selbe noch einmal als neu und überraschend aufgenommen wird. Sehr seltsam.
Dazu kommt dann noch die Reiseführer-artige Beschreibung der einzelnen Stationen die aber auch so gar nicht die Story voran bringt. Teilweise habe ich diese überlesen um ein wenig Fluss im Geschehen zu haben. Dazu kamen dann noch völlig irrelevante technische Beschreibungen wie die Funktion von Scheiben die auf Knopfdruck milchig werden. Stellenweise war ich versucht das Buch nicht zu Ende zu lesen, so nervig waren diese Beschreibungen.

Einen Stern für die Idee und einen für hoffentlich eine Vorlage für Ron Howard der daraus einen wesentlich spannenderen Thriller fürs Kino macht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thriller oder kunsthistorische Abhandlung ..... und am Ende sind alle gut, 29. Mai 2013
Von 
T. Brandt-Thiery "Fotofan" (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inferno: Thriller (Kindle Edition)
Inferno ist spannend und das Theama brisant. Es hält überraschende Wendungen parat, eigentlich ein typischer Dan Brown Roman. Allerdings kommt das Buch nicht an die Spannung und an das Tempo von Illuminati heran, auch die Brisanz des Themas kann Sakrileg nicht das Wasser reichen. Inferno wirkt hier eher etwas aufgesetzt und teilweise nicht so glaubwürdig. Allerdings ist Inferno nicht ganz so quälend oberlehrerhaft und zäh wie Symbol. Manchmal hab ich bei Dan Brown den Eindruck, er kann sich nicht so recht entscheiden, ob er einen Thriller oder eine kunsthistorische Abhandlung schreiben will. Ich habe zwar Lust beim Lesen bekommen, Venedig und Florenz zu besuchen, war aber hin und wieder genervt von den vielen Wiederholungen von Beschreibungen oder Texten aus Dantes Werk. Das ist ein Punkt, der mir Symbol schon richtig vergällt hat. Es scheint so, dass Dan Brown seinen Lesern nicht genug Verstand zutraut und bestimmte Dinge im Buch 3 - 4 mal erklärt, fast schon mit gleichem Wortlaut. Schade, denn die Handlung ist wirklich spannend. Von der Auflösung der Handlung am Ende war ich persönlich enttäuscht. Auf einmal gab es nur noch Helden und alle hatten Recht. Kurz, es lohnt sich das Buch zu lesen, es hebt sich aber nicht mehr von anderen Werken des Genres ab.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, phasenweise nervig, 12. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Über die eigentliche Story ist ja bereits genug geschrieben worden.
Ich war zu keiner Phase wirklich gespannt, immer wieder nervtötende Beschreibungen von historischen Gebäuden, Kunstwerken usw., ohne dass sich da irgendein Bezug zur Handlung ergab. Dann wieder reihenweise Dialoge auf italienisch, die dann kompliziert ins Deutsche rezitiert werden. Die Charaktere bleiben seltsam blass und ohne jedes Charisma.
Ach wie war Illuminati noch ein echter Kracher gegenüber diesem aufgewärmten Aufguss !
Es steckt sicher ein bewundernswerter Aufwand an Recherche hinter diesen ganzen kunsthistorischen Detailbeschreibungen, aber mal ehrlich: wenn mich sowas dermaßen interessiert, dann kauf ich mir lieber einen Reiseführer. Emotional und vom Spannungsbogen kein nennenswerten Unterschied.
Bin mit positiver Einstellung an das Buch herangegangen, bereit, es gegen allzu strenge Kritik zu verteidigen, denn bisher fand ich die Langdon-Geschichten immer klasse (wenn auch im chronologischen Verlauf immer ein wenig schlechter werdend....). Aber was soll ich sagen, jetzt bin ich durch, enttäuscht und eher erleichtert dass ich es hinter mich gebracht habe...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hin und her gerissen, 28. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Natürlich kommt das Buch dieser Reihe von der Spannung her nicht an das erste um Robert Langdon heran. Der Autor verliert sich zeitweise in ausführlichen Schilderungen alter Architektur, geschichtlichen Hintergründen und kunsthistorischen Fakten, so das die eigentliche Geschichte in den Hintergrund zu rücken scheint. Ich muss gestehen, dass ich diese Passagen überflogen habe bis die eigentliche Handlung wieder einsetzte. Trotz einiger langweiliger Teile, hat mich die Geschichte um Langdon doch gefesselt und Brown ist doch wieder für ein überraschendes Ende gut.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesbar, aber ab und zu nervig vorhersehbar, 7. Oktober 2014
Dan Browns Inferno greift alles in allem ein interessantes Thema auf und reiht sich nahtlos in den Stil der anderen Langdon-Romane ein. Es ist spannend und das Scheitern der Mission hätte weitreichende Konsequenzen.

Dennoch gibt es einen kleinen Unterschied zu bisherigen Geschichten und zwar, dass der Professor diesmal fast durchgehend zum Gejagten wird. Das ist zwar eine beachtenswerte neue Idee, aber die Umsetzung ist einfach ein wenig vorhersehbar. Die Verfolgung nimmt einen sehr großen Teil des Buches ein (nebenbei muss er seine typischen Rätsel lösen), doch läuft sie im Grunde dauerhaft gleich ab. Ich denke es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier kritisiere, dass er mit seiner Begleitung unentwegt in komplett aussichtslose Situationen gerät, aus denen er sich am Ende eh wieder durch den bald schon nervigen Zufall befreit, oder durch Fähigkeiten, bei denen man sich fragt, woher sie ein Kunsthistoriker besitzen soll (vor allem in dieser Fülle). Aber das ist wieder ein anderes Thema. Wer sich am Realismus aufregt, der ist bei dieser Buchreihe eh komplett fehl am Platz.

Was ich bei der Langdon-Reihe immer sehr schön fand, waren die vielen kulturellen Zusatzinformationen, die geschickt in die Handlung oder zumindest die Ausführungen des Professors oder seiner belesenen Freunde eingebunden waren. Diese sind diesmal selbstverständlich auch wieder vorhanden. Das Problem ist nur, dass Brown diesmal ein wenig dazu neigt, viele kleine Details von Architektur oder Ausstellungsstücken zu beschreiben, die den Verdacht der Langatmigkeit heraufbeschwören. Das war teilweise schon arg viel und zog sich an manchen Stellen sehr in die Länge. So etwas steht schon schwer im Kontrast zu der ansonsten sehr schnelllebigen Handlung.

Insgesamt finde ich, dass das Buch schon zu unterhalten weiß, doch sind viele Stellen leider einfach zu vorhersehbar, da sich das Prinzip laufend wiederholt.
Allerdings macht er es am Ende wieder ein wenig gut, da man eigentlich das ganze Buch über denkt, man weiß, wie es endet. Das ist allerdings nicht der Fall und die Überraschung ist zudem noch nicht mal so unrealistisch, wie man es von den ganzen Wendungen dieser Serie gewohnt ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schnitzeljagd in Florenz, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno: Thriller (Kindle Edition)
Ein neuer Roman von Dan Brown erscheint und die Welt steht Kopf! In Kutten gekleidete Studenten wandern Samstag Nachmittag die Linzer Landstraße auf und ab, und jeder Passant hat seine Kopie freudestrahlend unterm Arm. Es gibt ja bekanntlich keine Rockstars in der Buchbranche, aber der schreibende Ex-Countrysänger kommt dem Ganzen schon ziemlich nahe. Zurecht?

Das Strickmuster ist auch in der vierten Robert Langdon Ausgabe merklich an den Vorgängern angelehnt: Ein Harvard Professor mit Tweed Jackett rennt als etwas arme Ausgabe von Indiana Jones durch eine Stadt mit Weltgeschichte. Begleitet wird er von einer der hübschesten Frauen der Welt und verfolgt von böswilligen Organisationen. Mit den beißenden Hunden im Genick entbrennt eine adrenalingetriebene Schnitzeljagd, in der es um Leben und Tod geht. Und nebenbei kommt man an historisch sehr beeindruckende Informationen. Selbstredend! Wann sonst lässt sich denn auch besser gewohnt weltmännisch über große Literatur und Kunstgeschichte philosophieren?

Diesmal trifft es Florenz, die Stadt Michelangelos und Dante Aligheris. Gerade Letzterer ist für die Geschichte von Bedeutung, denn der erste Part aus dessen Göttlicher Komödie ist nicht nur Titelgeber des aktuellen Romans, sondern auch integraler Bestandteil des Puzzles. Der Aligheri Code, wenn man so möchte, und die treibende Kraft des beinah zum Reiseführer mutierten Thriller. Tatsächlich, Robert Langdon (oder Dan Brown, ich höre die beiden immer mit einer Stimme) ist der perfekte City Guide wenn es um alte, europäische Städte geht! Vielleicht bekommt man so mehr zu sehen, denn ein Langdon lässt sich nicht von den zahlreichen Touristenmeuten aufhalten. Passend, immerhin ist der Gegenspieler ja der Meinung, dass sich die Menschheit durch Überbevölkerung selbst zerstört.

So gibt’s groß angelegtes Sightseeing und das eine oder andere Rätsel. Google wird zum Dauerfreund, denn zu jedem Gemälde, jeder Skulptur und jedem Gebäude findet man schnell ein perfektes Bild. Wieder eimal hoffe ich auf eine illustrierte Ausgabe! Die parallel laufenden Handlungsstränge sind dabei sehr vertraut, wie gesagt, das Strickmuster weicht nicht sonderlich von einem Sakrileg oder Symbol ab. Mit der Ausnahme, dass diese zahlreichen Perspektivenwechsel aus dem Vorgänger sich erfreulich normalisiert haben.

Und dann geschieht das Unerwartete: Das Ende. Sonst immer der größte Stolperstein in Dan Browns Erzählungen, ist diesmal das Grande Finale nicht nur überraschend kreativ und unvorhergesehen, sondern relativiert auch sämtliche Schwarzweißmalerei und Reißbrett Twists, die man sonst aufgetischt bekommt. Die gesamte Handlung gewinnt an Gewicht und die Charaktere scheinen viel facettenreicher, als es die erste Phase über den Anschein nahm. Tatsächlich hat Inferno eine sicherlich einfache und greifbare, aber auch äußerst nachhaltige Botschaft. Ich grüble immer noch und kann auf die Gretchenfrage bislang keine Antwort geben. Und ich sage gleich voraus, dass ich das vermutlich auch in Zukunft nicht tun kann. Hut ab, Mr. Brown, das hätte ich ihnen nicht zugetraut!

Keiner sollte glauben, dass Dan Brown mit seinem mittlerweile sechstem Buch jetzt der große Literat ist, aber darum geht’s in seinen Romanen auch gar nicht. Der geneigte Leser bekommt genau das, was er in den Büchern davor auch schon bekommen hat: Eine spaßige und treibende Achterbahnfahrt mit viel Wissen, geschickt verpackt und leicht verdaulich gemacht. Den Wow-Effekt eines Sakrilegs wird er nicht wiederholen können, aber das bittersüße, düstere Ende macht es zum perfekten Nachfolger!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der gute und der böse Stress..., 22. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Dan Brown lebt vom guten und vom bösen Stress:

Der gute Stress bedeutet, dass die Geschichte zügig erzählt wird, es keinen Stillstand gibt, viel Wissen in eine dichte Handlung gepackt wird und dadurch der Anspruch des Lernens bestehen bleibt: Florenz, Dante, Venedig, Istanbul, Genetik, Sicherheitsdienste.... Womit wir auch schon beim "Bösen Stress" gelandet wären: Brown läuft nicht wie ein Marathonläufer sondern wie ein Sprinter, hat dabei aber den Anspruch einen Roman von 800 Seiten zu füllen. Die Beziehungen müssen sich daher zwar oft drehen, erreichen aber niemals Tiefe, die besuchten Städte ziehen vorbei wie ein Stop and Go Verkehr, ein kurzer Blick auf eine Taube in Venedig erklärt den Markusplatz… Ein Kuss zwischen Robert Langdon und seiner Begleiterin darf da schon als Tiefensensation gesehen werden…

Während die sogenannte „Schnitzeljagd“ brav abgespult wird, fragen sich Langdon und die anderen Helden niemals, warum es überhaupt Hinweise des Bösewichtes gibt, dessen Ziel (Weltpopulation verringern) in keiner Form mit Erpressung in Zusammenhang gebracht werden muss... Kurzweiliges Lesen leicht gemacht, tieferen Humor, Wissen oder Spannung findet man auf knapp 800 Seiten in viel zu wenigen Momenten um das Buch als echten Lesegenuss erleben zu können….
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2181 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Inferno: Thriller
Inferno: Thriller von Dan Brown
EUR 8,49
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen