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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Klassiker
Unfassbar, das dieser Film knapp 40 Jahre auf dem Buckel hat.... Umso erfreulicher, dass man nun, eher zaghaft aufpoliert auf DVD über ihn verfügen kann! Denn während anspruchsloses Popkornkino aus den 70ern und 80ern allenthalb munter rauf- und runtergedudelt wird, werden solche Perlen schamhaft alle 10 Jahre einmal im hintersten Nachtprogramm versteckt...
Vor 15 Monaten von Oliver Müller veröffentlicht

versus
7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ist Kaffee braun, weil er braun ist?
Deutschland (?) in den 1970er Jahren. Das "Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung (IKZ)" hat eine Computersimulation namens Simulacron-1 entwickelt, die eine künstliche Kleinstadt mit einigen Tausend Bewohnern simulieren. Die simulierten Identitätseinheiten sind autark und halten sich für echte Lebewesen.
Nach dem mysteriösen Tod des...
Veröffentlicht am 12. Juni 2012 von callisto


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Klassiker, 11. Juli 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unfassbar, das dieser Film knapp 40 Jahre auf dem Buckel hat.... Umso erfreulicher, dass man nun, eher zaghaft aufpoliert auf DVD über ihn verfügen kann! Denn während anspruchsloses Popkornkino aus den 70ern und 80ern allenthalb munter rauf- und runtergedudelt wird, werden solche Perlen schamhaft alle 10 Jahre einmal im hintersten Nachtprogramm versteckt. :-[ ..Mangels Masse erwartet den Zuschauer hier kein Effektfeuerwerk, sondern es geht bisweilen etwas tiefer in die philosophischen und gesellschaftspolitischen Abgründe und Folgen einer berechneten Zukunft oder virtuellen Realität(ist im Film untrennbar). Und siehe da , auch so kann man eine Geschichte erzählen....
Allerdings muss man sich der Sache einigermassen hingeben, wie gesagt, keine farbenfrohen CGI-Explosionen, keine überschallschnellen Kamerafahrten, keine hektischen Schnitte und man muss ein wenig aufpassen um der Handlung stets umfassend folgen zu können.. Einige im Film bediente Geschlechterklischees sind heutzutage eher erheiternd, aber meist ist das intensive Spiel durchaus fesselnd. Irgendwo sind die grellen Klamotten , die markigen Ansprachen und die ständige Whiskysauferei im Film ja auch ein Zeitdokument.
Jenen , die noch fähig sind , fokusiert einen geschichts- und auch dialogorientierten Film zu geniessen, dürfte die Welt am Draht gerne zwei erfüllte Abende bescheren.
Einen Stern weniger denn fünf , weil es doch ein paar Längen gibt und weil bei einigen Szenen , zumindest für mich, der Ton hätte besser aufgelöst werden müssen... für sowas sind doch Nachbearbeitungen da. ;-}
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Komplexer Zweiteiler, 6. September 2013
Von 
Sebastian (Schlitz, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht (DVD)
der richtig gut erzählt wird. Für die 70er Jahre bietet er weitsichtige Ideen und Handlungen. Zudem ist er mit Löwitsch und John perfekt besetzt.
Ohne große Effekte erzählt der Film die komplexe Handlung detailliert. Selbst heute noch ein guter Scififilm der ohne Klischees auskommt.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Handwerklich brilliantes Spiel mit der Realität, 23. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht [Blu-ray] (Blu-ray)
Rainer Werner Fassbinders zweiteiliger Film aus dem Jahre 1973 beruht, wie hier von einigen Vorrezensenten erwähnt, auf dem lesenswerten Roman des US Autors Daniel F. Galouye. Dieser thematisierte, in Abgenzung zur zuvor gängigen, mit ihren kernbösen und minderwertigen Aliens, Intergalaktischen Imperien und infantilen Allmachtsfantasien oftmals eher vulgären Outer-Space Opera der frühen US-SF das Thema des Inner-Space und repräsentiert damit jene humanistische Wende der Gattung, die längst wieder Geschichte scheint. Bild einer Zeit, in der maßgebliche Intellektuelle der USA tatsächlich Vorreiter der Freiheit schienen. Zwar weniger exponiert wie der frühe Roger Zelazny, Thomas M. Dish oder der genialische Philip K. Dick, aber unbestreitbar lesenswert nutzte Galouye die Mittel der literarischen Phantastik zur Fokussierung menschlicher Daseinsfragen. Ein Unterfangen, das Fassbinders mehr als kongeniale Verfilmung noch einmal schärft. Das futuristiche Sujet ist hier nicht Zweck an sich, sondern Mittel zur Verdeutlichung solcher essentieller Fragen wie: was it real - wer bin ich - gibt es mich überhaupt, und: was und wer steuert die Welt?
Fassbindes Bildersprache ist durchrangig hochartifiziell, in den einzelnen Szenen, in denen nichts dem Zufall überlassen scheint, gerinnen Symbole, Stereotypen und Versatzstücke der siebziger Jahre zu einem surrealen Kabinett, das die Frage nach der Realität beantwortet, ehe die Handlung dies tut. Ein dramaturgischer Lapsus? Mitnichten, denn so lenkt dieser grosse deutsche Filmemacher den Blick zurück auf uns, auf die Welt, der er seine Requisiten entnimmt. Wer lenkt denn bitteschön mich, wer sind wir wirklich, wie fragwürdig ist ohnehin diese neurobiologisch anzuzweifelnde Konstruktion, dieses Ich, die wir dennoch unser Leben lang verzweifelt verteidigen? Fassbinders Film mutet heute fast quälend langsam an, die Dialoge schwanken zwischen inhaltsleer (Spiegel einer Welt, deren Inhalte virtuell sind), philosophisch und abschtsvoll banal. Hierzu verfügte Fassbinder nicht nur über einen grandiosen Kammeramann, sondern auch über einen großen Strauss an Könnern vor der Kamera. Welch eine Wohltat, endlich wieder so viele deutsche Schauspieler zu sehen, die durch Theatererfahrung und Ausbildung SPRECHEN konnten und uns nicht mangels elementarer Ausbildug klingen, als seien Sie die bedauernswerten Opfer einer neurologischen Systemerkrankung im finalen Stadium. Schauspieler, bei denen aber nicht nur in der Rede Kunst vom Können und nicht aus den Castingcouch-Niederungen des sog. Unterschicht TV kommt.
Jetzt also dieses wichtige Dokument auf Blue Ray, restauriert von keinem Geringeren als dem virtuosen Kammeramann Michael Ballhaus, einem Fassbinder Intimus par excellence. Inwieweit es tatsächlich zu zusätzlicher, von Fassbinder nicht intendierter Farbsättigung in manchen Szenen kam, mag diskutiert werden. Selbstverständlich kann man ferner keine bildtechnische Referenzqualität erwarten, gemessen an dem alles andere als herusragendem Bild des Ursprungsmaterial scheint mir, zumindest auf einem 47 Zoll LED Bildschirm betrachtet, die Restauration alle Ehren wert. Die `Metergroße Leinwand plus sündhaft teurer Projektor Fraktion` mag mich hier für ihre Bedürfnisse verbessern. Und natürlich ist der Film wieder einmal intelligenter als die Extras. Dies ändert nichts dass hier ein Dokument aus jeden Zeit zugäglich gemacht wird, in der der deutsche Film blühte, statt zunehmend als bestenfalls bizarres Testobjekt für Fremdschämversuche zu dienen. Wer glaubt, er sei hierfür nicht intellektuell genug, sollte dann zumindest so erwachsen sein, dies sich selbst zuzuschreiben und nicht diesem Film.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fassbinders Film trifft nicht den Ton dieser verblödeten Epoche, 27. Juni 2012
Fassbinders Film war für die damlige Zeit sehr vorausschauend. Dieser Film ist aber nicht in erster Linie als Science Fiction zu betrachten , sondern als eine Auseinandersetzung mit existentiellen, philophischen Problemen. Der bislang einzige Rezensent legt sehr beschränkte Maßstäbe an diesen Film an. Ich bin schockiert, daß diese Person zu den Top-500 Amazon-Rezensenten gehört. Unser Land ist wirklich arm dran.

Es ist klar,daß ein Film aus den 1970ern den heutigen Zeitgeist nicht treffen kann, aber es ist faszinierend, daß selbst ein technologischer Laie, wie Fassbinder, technische Details, wie zu langsame Graphikkarten (solche Computerkarten gab es ja damals überhaupt nicht!) in diesem Film beschreibt. In einer Szene verschwindet eine Straße, weil der Computer, daß Bild nicht schnell genug generieren kann.

Wichtiger als diese ignorante Betrachtungsweise des Herrn Callisto wäre es zu klären, inwieweit die DVD dem ursprünglichen Film entspricht. Meiner Ansicht nach sind die Szenen, die auf der Subebene der Simulation spielen, auf der DVD falsch wiedergegeben. Im Original waren diese Szenen fast scharz-weiß, in der Rekonstruktion werden sie farbig. Das Schwarzweiß war ein wichtiger Effekt Fassbinders, um unterschiedliche Realitätsstufen anzudeuten.

Es war wirklich an der Zeit, diesen Film zu veröffentlichen, um zu zeigen daß auch Westdeutschland intelligente gute Science Fiction produzieren konnte, denn die guten DDR-Science Fiction Filme sind sicherlich vielen bekannt. (DDR Science Fiction soll angeblich das Vorbild für die Enterprise-Saga geliefert haben).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen prophetisch, 19. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht (DVD)
eine Art Vorläufer zu "Matrix" aus dem Jahr 1973. Ästhetisch umwerfend, streng durchkomponierte kühle Bilder, wenig Musik, sehr unheimlich und rätselhaft. Äusserst beunruhigendes Ende. Einer der besten Filme seit Langem!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Film "Welt am Draht" sehr sehenswert!, 10. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für alle diejenigen, die was Spannendes, aber gleichzeitig auch was über unser Sein Nachdenkliches sehen wollen, ist dieser Film aus dem Jahre 1973 sehenswert. Außerdem lebt die Zeit von Anfang der 70-er Jahre auf und die Personen (Schauspieler) müssen sich nicht dauernd im Film entschuldigen oder Gespräche unterbrechen, wenn das blöde Handy klingelt: es gab nämlich Gott sei Dank damals noch keins!
Der kernige maskuline Klaus Löwitsch brilliert als Hauptdarsteller.
Kleines Minus: Der Film besteht aus 2 Teilen mit jeweils Spielfilmlänge und für ihn hätten nach heutigem Filmverständnis 90 - 120 Minuten ausgereicht, um seine Botschaft rüberzubringen.
In summa: eine sehr gute Arbeit des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder.
Hartmut Liste, Berlin
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4.0 von 5 Sternen Science-Fiction aus den 70ern, der seiner Zeit voraus war, 9. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht [Blu-ray] (Blu-ray)
Insbesondere der erste Teil hat mich stark beeindruckt und mich am Dasein und und der vermeintlichen Realität unserer Welt kurz zweifeln lassen. Die Frage, wie man Gesellschaft und Wirtschaft simulieren und auswerten kann, ist heute aktueller als je zuvor. Das Wissen macht ist, war den Zuschauern 1973 vermutlich nicht ansatzweise bewusst. Es gab vermutlich eine Hand voll Kybernetikwissenschaftler, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigt hatten. Heute, in Zeiten von umfassenden Datenerhebungen von Konzernen, sozialen Netzwerken und Geheimdiensten, ist dies kein Thema mehr, welches nur eine Hand voll Intelektueller betrifft.
Der Film wirft auch die Frage auf, ob wir nicht alle nur Teil einer Simulation sind. Bemerkt sei noch einmal, dass dieser Film mehr als ein viertel Jahrhundert vor Matrix erschien. Realität und Simulation verschwimmen permanent in diesem Zweiteiler.

Wenn Rainer Werner Fassbinder noch leben würde, sollte er diesen Film noch einmal genau so mit ordentlichem Ton und Bild drehen. Denn auch die aufwändige digitale Nachbearbeitung des Films gibt nach heutigen Maßstäben kein vernüftiges Material her.
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4.0 von 5 Sternen Wenn die Illusion denkt, Sie sei real., 29. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht [Blu-ray] (Blu-ray)
DAS ist "Science Fiction"! Beim betrachten des Filmes, hatte ich stets Philip K. Dick im Hinterkopf. Der Film ist mindestens Jahrzehnte seiner Zeit vorraus und wird heute seine schwierigkeiten haben, verstanden zu werden.

Beobachten, Erkennen, Überlegen und versuchen nicht durchzudrehen...

Die abgehackten, verstörrenden, kalten Emotionen der Protagonisten, Programme die nicht wissen wie sie auf emotionen reagieren sollen. Gruselig.

Zitat: Weil es keiner aushält künstlich zu sein, und darüber bescheid zu wissen.

Auf unseren Planeten gibt es einige "Einstein, 0001 Kontaktpersonen", vergessen Sie das nicht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regie, Schauspiel, Sets, Thema ... alles perfekt, 8. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht (DVD)
Das "leicht" überzeichnete, teilweise fast comicartige, Schauspiel vieler Protagonisten ist eine Wonne für Augen und Ohren (und Kopf).

Bühnendesign und Kamera sind phantastisch. Ein sehr tiefsinniger, philosophischer und zugleich humoristischer und satirischer Film. Obendrauf ist er spannend.
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5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 7. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Welt am Draht (DVD)
Im Kontext der 70er Jahre schon unglaublich, wie dort virtuelle Welten vorausgeahnt wurden. Ganz Großes Kino (Fernsehen)! Auch ohne die Special-Effects, wie "Matrix" sie einsetzte, sehr eindringlich und wirkungsmächtig.
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Welt am Draht
Welt am Draht von Daniel F. Galouye (DVD - 2013)
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