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Kundenrezensionen

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Nach den in Baden-Baden gefeierten Strauss-Opern "Der Rosenkavalier" (2009) und "Elektra" (2010) begeisterten Christian Thielemann und sein "neues" Orchester, die Staatskapelle Dresden, im vergangenen Jahr mit dieser Produktion. Der tosende Applaus des Publikums beweist dies sehr deutlich, wovon sich der Opernfreund nun auch daheim überzeugen kann.

MUSIKALISCH ziehen Thielemann und die Staatskapelle den Zuschauer vom ersten Moment an in ihren Bann. Das beginnt schon vor dem ersten Ton, wenn man den gutgelaunten Maestro im Orchestergraben sieht. Er überträgt diese begeistertende Lust nahtlos auf die Musiker, und vom ersten Takt an ist man schon gefesselt. Da ertönt eine Ariadne, die von Anbeginn klar im Klang und von feinstem Detailreichtum ist. Thielemann und die Dresdner schaffen einen natürlichen, organischen Ausdruck, der seinesgleichen sucht.

SÄNGERISCH bezaubert Renée Fleming als Primadonna/Ariadne ebenso uneingeschränkt, wie sie darstellerisch berauscht. Fleming bietet eine unbeschreibliche Fülle an szenischer Präsenz, die so manchem großen Hollywood-Namen abgeht. Sophie Koch besticht als leidenschaftlicher Komponist und nach dem Rosenkavalier drei Jahre zuvor erneut in einer Strauss'schen Hosenrolle. Hervorzuheben sind ebenso die Zerbinetta Jane Archibalds und Robert Dean Smith als Tenor/Bacchus. Beide überzeugen in ihren gesanglich schwierigen Rollen. Und René Kollo hat sichtlich Spaß als Haushofmeister. Allgemein ist das Sänger-Ensemble von hoher Qualität und zeigt eine Menge Spielfreude.

SZENISCH ist diese Ariadne weder konservativ umgesetzt, noch ein Produkt des vieldiskutierten Regietheaters. Philippe Arlauds Inszenierung bewegt sich zwischen beiden Polen: Einerseits korrespondiert das Geschehen klassisch mit der Opernhandlung, andererseits wird das Ganze stark betont und in grellen Farben erzählt. Im Verlauf der Oper entwickelt sich die moderne Inszenierung, wird zusehends stimmiger und verschmilzt letztlich mit Musik und Sängern zu einem harmonischen, einheitlichen Finale. Obwohl ich moderne Inszenierungen eher kritisch sehe, muß ich gestehen, daß Arlaud der Spagat zwischen der komischen und der tragischen "Ariadne" gelingt! Das Publikum honoriert die Regiearbeit schließlich auch deutlich wohlwollender als bei den Buh-Stürmen nach Thielemanns "Die Frau ohne Schatten" (2011) oder zuletzt nach seinem "Parsifal" (Salzburger Osterfestspiele 2013), standen sie da doch unverkennbar in Widerspruch zu den lautstark gefeierten musikalischen und gesanglichen Leistungen.

Bei dieser Produktion verbindet sich Thielemanns feinfühliges Dirigat der brillant spielenden Staatskapelle mit einer herausragenden Sängerriege und der im Verlauf zusehends aufgehenden Inszenierung zu einer glänzenden Ariadne auf Naxos. Sie hat zurecht beste Chancen, musikalisch wie gesanglich zu einer Referenz der Werk-Diskografie zu werden.

Dirigat und Orchesterleistung: 5/5
Sänger: 5/5 Sterne
Inszenierung: 4/5 Sterne

Die DVD

Laufzeit: 136 Minuten
Bild: 16:9
Audio: LPCM Stereo, DTS 5.1 Surround
Sprache: Deutsch / Menü: Englisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch

(Das Begleitheft ist in englischer, französischer und deutscher Sprache.)
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am 26. Mai 2013
Wer das Gejammere über Sängerkrisen und schlechte Inszenierungen nicht mehr hören kann, der greife zu dieser Aufnahme. Eine Spitzenproduktion sowohl von den Stimmen her als auch von der Realisierung. René Fleming und Sophie Koch, Strauss-erprobt, wie kaum ein zweites Doppel, brilliert auch hier, dazu ausnahmslos Spitzensänger auch in den weiteren Partien. Vor allem Jane Archibald als Zerbinetta ist eine optisches und akustisches Highlight, René Kollo gefällt als Haushofmeister.
Die Inszenierung setzt endlich einmal nicht nur die Handlung um, sondern bringt die tragische Oper und das Lustspiel so auf die Bühne, wie eben zwei Theaterensembles ihre Vorstellungen im Haus des reichen Mäzens umsetzen würden - mit einer Kiste als wüstem Eiland und einer Goldfolie als goldenem Vliess. Ein Vergnügen von der ersten bis zur letzten Minute, Thielemann und die Aufnahmetechnik bringen Details ans Licht, die man bisher noch kaum gehört hat. Für die kongeniale Umsetzung der Live-Aufführung aus Baden Baden auf die Blu-Ray bürgt das bewährte Team von Brian Large. Besser geht`s nicht!
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TOP 500 REZENSENTam 21. Mai 2013
Diese Ariadneaufführung aus Baden-Baden hat viele Meriten. Angefangen beim sehr überzeugenden Dirigat von C. Thielemann. Er hebt das kammermusikalisch-transparente der Partitur hervor, selten hat man diese Musik so durchsichtig und "bunt" gehört, dabei favorisiert Thielemann eine dezidiert lyrische Lesart des Stücks, was zumindest für den zweiten Teil, die wirkliche "Oper" ungewöhnlich ist. Und dennoch bleibt diese Konzeption in sich stimmig, Thielemann findet, wie so oft bei Strausss, genau den richtigen Ton, und ermöglicht es so auch den Sängern, ohne zu forcieren gestalten zu können. Diese Transparenz ist ein großes Plus dieser Aufführung, die entsprechend auch orchestral auf hohem Niveau stattfindet.
Auch gesungen wird größtenteils auf hohem Niveau: Die Fleming ist in dieser Konzeption eine sehr überzeugende, intensiv gestaltende Ariadne, sehr lyrisch, ohne den sonst häufiger anzutreffenden großen, dramatischen Ton. Das geht in Kombination mit dem delikaten Dirigat von Thielemann ganz wunderbar, bleibt aber eine gewisse Grenzpartie für die Fleming, die sie nichtsdestotrotz überzeugend, farbintensiv gestaltet. Und sie trifft den nötigen Parlando.Stil perfekt. S. Koch ist v.a. darstellerisch ein äußerst überzeugender Komponist, der auch stimmlich gefällt. R. D. Smith ist ein guter Bacchus (von einigen rauen Passagen mal abgesehen) - und das will schon etwas heißen, denn wie bekannt, mochte Strauss keine Tenöre und komponierte folglich eher "undankbare" Partien für sie. Auch die übrigen Comprimarii überzeugen. Am schwächsten ist für mich die Archibald als Zerbinetta. Nach einer Gruberova, einer Dessay tue ich mir doch schwer, die Zerbinette wieder so soubrettenhaft zu hören. Sie spielt liebenswert, aber ist stimmlich letztlich zu klein dimensioniert, um wirklich als "Gegengewicht" zur Figur der Ariadne herhalten zu können.
Die Inszenierung von Arlaud ist pittoresk und somit schön anzuschauen, v.a. im zweiten Teil betont er vielleicht etwas zu sehr den statischen Teil auch in der Musik und wir haben somit großtenteils doch wieder "Rampentheater". Aber er macht nichts wirklich falsch (sieht man mal von den "fliegenden Stühlen" ab, deren Sinn sich mir jetzt nicht erschloss).
Eine Ariadne auf hohem Niveau also, nett anzuschauen, ohne einer wirklich gelungen Interpretation szenisch beizuwohnen. Aber musikalisch sehr überzeugend, mit der Einschränkung einer Zerbinetta, die für mich zu konventionell/soubrettenhaft ist.
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Meine Rezension basiert auf dem Fernsehmitschnitt dieser Aufführung.
Die Inszenierung von Philipp Arlaud ist konzeptionell überzeugend in ihren atmosphärisch, teils prachtvollen Bildsequenzen. Kostümfarbigkeit und stimmungsvolle Beleuchtung ergeben trotz Einheitsbühnenbild immer wieder neue "zauberische" Bilder. Eine Aufführung, die vom Bühnenbild nicht zwingend dem gefällt, der ein klassisch, konservatives Ambiente vorzieht. Aber keinesfalls "Regietheater", wenn man das negativ besetzt, wie offenbar viele Opernfreunde.

Die sängerische Besetzung ist auf ganzer Breite herausragend bis in die Nebenrollen.

Renee Flemming singt eine begeisternde Ariadne mit farbstarkem, cremigem Sopran.
Sophie Koch glänzt als Komponist mit einem überzeugenden Rollenporträt.
Jane Archibald ist eine hinreissende Zerbinetta.
Eike Wim Schulte hervorragend als Musiklehrer.
Robert Dean Smith überzeugt in der sehr schwierigen und gefürchteten Rolle des Bacchus, erreicht allerdings nicht die faszinierende Interpretation von Jonas Kaufmann, die heute schon Ausnahmestatus genießt.
Alle anderen Rollen hervorragend besetzt.

Eine Sternstunde das Dirigat von Christian Thielemann mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Insgesamt eine unbedingte Empfehlung allein schon wegen der dirigentischen Leistung, aber auch aufgrund des glänzenden sängerischen Ensembles. An Inszenierungskonzepten scheiden sich bekanntlich immer die Geister, insofern mein Verweis auf obige Anmerkungen, "bedingt modern" mit farbstarken Bildsequenzen ohne den Traditionsorientierten zwingend zu verschrecken.
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am 16. Mai 2013
Diese Aufführung ist eine der heute extrem seltenen Perlen der Klassik; in Zeiten, wo eine Frau Netrebko kurz hochgepusht wird, von der man jetzt kaum noch etwas hört, tut es sehr gut zu wissen, daß es noch Sängerinnen wie Frau Fleming gibt.
Was sie mit über 50 Jahren noch zu leisten in der Lage ist, ist heute beispiellos; z. B. nämlich ein p e r f e k t e s
Rollenporträt der Ariadne, die ich an Qualität und Reife sonst nur mit Jessye Norman vergleichen kann, wobei ich
Frau Flemings Gesang und Spiel noch ausgefeilter finde.
Hier stimmt einfach alles: sowohl die höchsten Höhen als auch die tiefsten Tiefen (Totenreich!!!).
Doch auch die anderen Rollen finde ich perfekt besetzt; mir gefällt, entgegen anderer Stimmen, auch sehr die Zerbinetta von
Jane Archibald.
Also sängerisch alles im grünen Bereich.
Das Orchester und Dirigat sind wunderbar, spielen die Partitur wunderbar ausgedehnt und exakt.
Die Inszenierung: auch hier finde ich nur Lob, weder zu "angestaubt" wie oft in der MET noch zu modern.
Alles passt, nichts stört.
Zur Technik der bluray bliebe noch zu sagen, daß das Bild teilweise etwas mehr Schärfe vertragen könnte.
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am 15. Juni 2014
In dieser Inszenierung überwiegt die Hektik auf der Bühne, die einen Genuss am Gesang nicht aufkommen lassen. Schwachpunkte; der Harlekin Nikolay Borchevs, dessen Stimme auch solistisch kaum wahrnehmbar ist, die drei zugehörigen Burschen, die eher an Straßenarbeiter erinnern als an Kunstfiguren, bei der sonst einwandfreien Zerbinetta Jane Archibalds gelingt die Spitze der Koloraturen nicht immer einwandfrei. Die gesamte Unruhe, in der die Oper abläuft, vernichtet die Schönheit dieser Oper, wie ich sie von allen anderen Aufführungen - Inszenierungen - her kenne.Schade um die Künstler und Künstlerinnen wie Fleming, Koch, Smith sowie Kollo und andere,
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am 28. August 2014
Eine lupenreiche Aufzeichnung mit einer brillianten Renee Flemming. Auch die Inszenierung ist überzeugend, wenn auch nicht Jedermanns Sache, wenn man auf historische Aufführungspraxis setzt.
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