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75 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr wichtiges und wertvolles Buch
Dieses Buch habe ich mit großem Interesse verschlungen.
Großartig!
Selber ein Kind von Kriegskindern (-->im Buch geht es speziell um die Jahrgänge 1933-1945), hat es mir sehr viele Erkenntnisse gebracht, die mir vorher einfach nicht bewußt gewesen sind.
Man muss sich das mal vorstellen: ALLE Deutschen waren vom Krieg betroffen,...
Veröffentlicht am 3. November 2008 von Tintenklecks

versus
48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel Erhellendes, aber mit Schwächen
Ich habe nach Literatur gesucht, die Generation meiner Eltern/Onkel/Tanten besser zu verstehen und viel Erhellendes gefunden. In welcher emotionalen Zwickmühle die Kriegskinder stecken, hatte ich mir vorher nicht vergegenwärtigt.
Sabine Bode wählt einen persönlichen Zugang, sie schreibt, wie sehr sie bei den Recherchen von den Begegnungen mit den...
Veröffentlicht am 10. Januar 2012 von engelbert


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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beeindruckend, 3. August 2010
Es geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen.
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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen viel Erhellendes, aber mit Schwächen, 10. Januar 2012
Ich habe nach Literatur gesucht, die Generation meiner Eltern/Onkel/Tanten besser zu verstehen und viel Erhellendes gefunden. In welcher emotionalen Zwickmühle die Kriegskinder stecken, hatte ich mir vorher nicht vergegenwärtigt.
Sabine Bode wählt einen persönlichen Zugang, sie schreibt, wie sehr sie bei den Recherchen von den Begegnungen mit den betroffenen Menschen emotional berührt wurde und tastet sich voran, nach den Fragen, die sich für sie in diesen Situationen aufgedrängt haben.
So entsteht für mich beim Lesen der Eindruck einer Sammlung oder eines Arbeitsdokuments, das noch sortiert und ins Reine geschrieben werden könnte: Erfahrungsberichte der Zeitzeugen, Rechercheergebnisse und Aussagen/Standpunkte der Autorin werden vermischt. In ihren "psychoanalytischen" Aussagen wagt sie sich meiner Meinung nach gelegentlich auf dünnes Eis. Sie versucht, die Zeitzeugenberichte neutral darzustellen und wertet nicht, aber ihre Formulierungen lassen doch gelegentlich Schlussfolgerungen über ihre Ansicht zu.

Als absolutes Manko sehe ich das Fehlen einer vollständigen Literaturliste. Im Text wird zwar immer wieder auf Quellen verwiesen, oft aber unvollständig. Natürlich kann heute jeder im Internet mit Namen-/Titelsuche alles finden, aber eine ordentliche Quellenliste wäre für ein Buch, das einen gewissen Sachtextanspruch an sich hat, unbedingt nötig. So wird der Unterschied zwischen persönlichen Interpretationen und durch Quellen abgesicherte Fakten für mich nicht immer klar.

Fazit:
Wenn man das Buch als Sachbuch oder wissenschaftliches Werk lesen und verstehen will, ist es aus meiner Sicht eine Enttäuschung. Wenn man es als Dokument einer Suche ansieht, kann man gute Denkanstöße mitnehmen und damit weitersuchen und -lesen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die vergessene Generation, 14. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu den Kriegskindern mit Fluchterlebnissen aus Danzig, Flüchtlingslagern in Schleswig-Holstein und zu denen, die darüber bisher geschwiegen haben, gehöre auch ich.
Dieses Buch ist wie mir aus dem Herzen geschrieben. Ich werde es auch meinen Töchtern (Jahrgang 1965 und 1968) zum Lesen geben, die kürzlich erstmals nach meinem Schicksal in meiner Kindheit und Jugend fragten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beklemmend, 28. August 2013
Von 
Mimir - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Sabine Bode, selbst Jahrgang 1947, hat sich mit Menschen unterhalten, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Auf Basis dieser Interviews zeichnet Frau Bode ein Bild der Wirklichkeit, der Erfahrungen der jungen Menschen im Dritten Reich, das viele in der jungen Bundesrepublik nicht sehen wollten oder konnten, verdrängten, nicht erinnern durften. Bode beschreibt einfühlsam die Prägungen, Ängste und Traumatisierungen ihrer Gesprächspartner und -partnerinnen, ohne zu werten, zu ver/urteilen, zu beschönigen. Doch sie zeigt überzeugend, wie die typische Konfliktvermeidung, die Einschränkungen dieser Generation sogar auf deren Kindergeneration wirkt, wie sie selbst in ihrem Buch Kriegsenkel: Die Erben der vergessenen Generation ebenso eindrucksvoll darlegt.

Bodes Folgerung »Es ist jetzt an der Zeit, das Geschehene zu verarbeiten und zu trauern. Und zwar deshalb, damit Menschen ihre psychische Energie, die sie in die Verdrängung gesteckt haben, wieder freibekommen« ist absolut zutreffend. Dazu bietet dieses Werk äußerst hilfreiche Anregungen.

Doch es gibt auch leichte Kritikpunkte: mir fehlt die ausführlichere Betrachtung des Einflusses der schwarzen Pädagogik und der nationalsozialistischen Indoktrination auf die jungen Menschen. Interessant fände ich auch einen Vergleich des Umgangs mit den von der Gewalt der Deutschen betroffenen Menschen im Westen der UdSSR oder mit den Erfahrungen der vertriebenen Polen nach der Westverschiebung des Landes.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke für dieses Buch, 14. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Buch wie ein Schlüssel. Nicht nur zu einem historischen Verständnis sondern vor allem auch zum Verständnis tiefster persönlicher Betroffenheit der nachfolgenden Generationen. Ich habe mich in den letzten Jahren zunehmend gewundert, wie viele Menschen in meiner Generation an Depressionen leiden. Nun - sicher ist die deutsche Geschichte nicht die einzige Wurzel dieser Volkskrankheit, aber inzwischen und nach zahlreichen persönlichen Gesprächen halte ich sie für einen wichtigen Faktor.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die vergessene Generation, 21. Januar 2011
Ich gehöre zu dieser Generation. 1945 geboren bleiben mir viele Handlungsweisen meiner Eltern unverständlich. Hier habe ich zum ersten Mal die Hintergründe erfahren. In vielen Beispielen finde ich mich wieder. Das macht es mir leichter, meinen Eltern zu verzeien.
Im Moment lasse ich mich zur Senior-Trainerin ausbilden. Dieses Buch wird die Grundlage für mein erstes Projekt sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen machte neugierig auf mehr, 10. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
las vor einiger Zeit einen Artikel, worin diese Buch beworben wurde. Da meine Eltern selbst Kriegskinder sind, und vorallem mein Vater als 12jähriger Heimatvertriebener einiges durchmachen musste und noch heute nicht darüber reden kann (Verlust des Vaters und seiner drei älteren Bruder, Rausschmiß aus dem Sudetenland, Ankunft in eine kalte, neue Welt mit trauernden Mutter...), fand ich das Thema interssant, und kauft mir das Buch. Fand es sehr informativ und lesenswert. Einiges konnte ich selbst an meinem Vater bzw. meinen Eltern erkennen.
Dann gab ich es meiner Mutter und eine Welle wurde gestartet. Ich glaube mein Buch ist jetzt bei der 6 Station gelandet. Es wurde für Wochen DAS Thema im Bekanntenkreis meiner Mutter. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel es sich selbst gekauft und dann verschenkt haben. Damit habe ich echt nicht gerechnet.

Dieses Buch hat sich echt gelohnt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht gut genug, 6. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen (Kindle Edition)
Dieses Buch war mir schon öfter "begegnet", endlich las ich es... und war enttäuscht. Das Thema des Buches ist so wichtig, ich hätte mir mehr Roten Faden gewünscht. Zwar hat das Buch ein umfangreiches Inhaltsverzeichnis, aber oftmals versprechen die Kapitelüberschriften mehr, als dann tatsächlich geliefert wird, d.h. es handelt sich nicht um Analysen, sondern "Fallgeschichten", die eben Individualfälle darstellen, aber keine abstrahierbaren Phänomene. Sehr schade, da ich mir Erkenntnisse erhofft hatte, die über den Einzelfall hinausweisen. Ich sag's mal so: Wer der Kriegsgeneration bisher zugehört hat, erfährt hier nichts Neues. Wer sich noch nie mit dem Thema befasst hat, wird sicher einen Nutzen ziehen können. Die Autorin wird hier allerdings ihrem guten Ruf nicht gerecht.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die vergessene Generation, 14. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
sehr gutes Buch, für Menschen die sich mit der Nachkriegsgeneration auseinandersetzen. Psychologische Hintergründe auch im Bereich für unsere Wohlstandserkrankungen. Verlustängste die uns heute noch nachhängen. Es wird einem viel Bewust bei diesem Buch.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufrüttelnde Berichte gegen die Gleichgültigkeit, 11. Mai 2015
Von 
Marc S. Huf - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Journalistin Sabine Bode hat deutsche Kriegskinder befragt, die von eigenem Leid berichten, so z. B. vom Tod des Vaters und Verlust der Heimat oder vom kindlichen Schrecken, auf der Flucht selbst verloren gegangen zu sein. Die Autorin ergänzt: „Kinder können im Krieg zu Freiwild werden“. So sei die kleine Elisa, nachdem sie missbraucht worden sei, plötzlich verstummt. Dieses phänomenale Schweigen wird in dem Buch, das soeben in 23. Auflage erschienen ist, zum fesselnden Thema, vor allem, weil durch die Interviews das jahrelange Schweigen vielfach durchbrochen werden kann.

Die Autorin erfuhr aber auch aus Interviews mit Psychotherapeutinnen wie Luise Reddemann und Erziehungswissenschaftlern wie Micha Brumlik, dass es der Generation der Kriegskinder und Enkel oft an Mitgefühl fehle. Der Satz „Nie wieder Ausschwitz“ entspringe oft einer moralischen Position, womit im Einzelfall noch keine Empathie zum Ausdruck komme.

Dass gibt zu denken. So wie unsere Großeltern schwiegen, als viele Millionen Menschen in den Jahren 1933-1945 gedemütigt, verfolgt, deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden, schweigen auch vielfach unsere Eltern bis heute. Eine unauffällige emotionale Indifferenz, die sich schon vor dem Krieg bei vielen Zeitzeugen entwickelt hatte, breitete sich aufgrund der bekannten Verleugnungs- und Verdrängungsprozesse auch im Bewußsein der Nachkriegsgenerationen aus, um sich lediglich als gewisse Interesselosigkeit an der Familiengeschichte zu erweisen.
Diese Gleichgültigkeit ist gewiß nicht mit einem Desinteresse der meisten Deutschen an der unentwegt propagierten NS-Politik zu erklären, im Gegenteil, sie ließen sich früh dafür begeistern und steigerten sich sogar in eine mehr oder minder auffällige, kollektive Verehrung des Führers hinein. Erst nach dem verlorenen Krieg setzte im zerstörten „Dritten Reich“ Niedergeschlagenheit mit der indifferenten Stimmung ein, die adäquat als „Unfähigkeit zu trauern“ beschrieben wurde.

Affekte wie Angst und Wut der hoffnungslos Besiegten, aber auch die nachfolgende Apathie bewirkten rasch, dass ein relativ spät aufkommendes Schamgefühl aus dem Schuldbewußtsein der Deutschen vertrieben wurde. Die Emotionen neutralisierten sich. Was blieb, waren Indifferenz und Schweigen. Dieses negative Vorbild schien auf die Nachkommen abzufärben.

Deshalb ist es um so wichtiger, dass es 70 Jahre nach dem Krieg eine zunehmende Zahl von Kindern und Kindeskindern der überlebenden Zeitzeugen gibt, die das lange Schweigen brechen und ebenso offen wie öffentlich ihre Meinung kundtun. Das Nachwort der Psychotherapeutin Luise Reddemann ermutigt zu weiteren, wissenschaftlichen Untersuchungen.
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