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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent - die Erlösung für alle, die seit dem Ende von Deadwood verzweifelt an den Nägeln knabbern
Bis die DVD endlich erschienen ist, kann ich hier erst einmal nur auf die Qualität der Serie an sich eingehen. Und die ist so gut, dass ich sie gemeinsam mit Deadwood als derzeitige Referenz für eine Westernserie ansehe, die in jeder Hinsicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Western-/Serienfans in Hinblick auf Authentizität, dramaturgisches...
Vor 12 Monaten von Bücherfresser veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Deadwood
Mit Deadwood gelang ein Serien-Meisterwerk, dass sich einige Nachahmer verdient. „Hell on Wheels“ schafft es leider nicht. Zu „Glatt“ ist die Geschichte und das Gesicht des allzu gut aussehenden Hauptdarstellers. Zu viel der Klischees mit dem edlen Schwarzen, der mutigen und gewieften Frau und dem bitterbösen Chef. Es ist gediegene Serienkost,...
Vor 3 Tagen von Amazon Customer veröffentlicht


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44 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent - die Erlösung für alle, die seit dem Ende von Deadwood verzweifelt an den Nägeln knabbern, 28. März 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Bis die DVD endlich erschienen ist, kann ich hier erst einmal nur auf die Qualität der Serie an sich eingehen. Und die ist so gut, dass ich sie gemeinsam mit Deadwood als derzeitige Referenz für eine Westernserie ansehe, die in jeder Hinsicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Western-/Serienfans in Hinblick auf Authentizität, dramaturgisches Können und inhaltlichen Anspruch gerecht zu werden. Der Sender AMC hat damit nach "The Walking Dead" einmal mehr bewiesen, dass er Serien machen kann, die denen von HBO in nichts nachstehen.

Der Inhalt ist in der vorhandenen Zusammenfassung in der Produktbeschreibung bereits ganz gut umrissen. Ex Südstaatensoldat Cullen Bohannon sucht Rache - und findet einen Job. Und zwar beim Bau der transkontinentalen Eisenbahn. Die Beschreibung der mit dem Baufortschritt mitwandernden Kleinstadt als "Hölle auf Rädern" (Hell on Wheels) macht deutlich, mit Männern und Frauen welchen Kalibers es Mr. Bohannon zu tun bekommt. Gestrandete, Sadisten, Glückssucher, Kapitalisten, ehemalige Sklaven, Huren und Priester bilden eine Melange, in der man weder allein mit einer schnellen Waffe, noch ausschließlich mit Verstandeskraft lange überlebt. Aber zum Glück verfügt der verbitterte Cullen Bohannon über beides...

Die Kostüme sind exzellent und authentisch, alle Rollen bis in die Nebenrollen hinein perfekt besetzt und der allgemeine historischer Hintergrund wurde außerordentlich gut eingefangen. Natürlich diskutieren in US-Fanforen die Hardliner u.a. darüber, ob die eingesetze Lokomotive tatsächlich zu jener Zeit an jenem Ort über die Schienen gefahren ist, aber sowas kann man einer Serie wie dieser gern schenken, in der sonst alles einfach nur stimmig ist. Alle Darsteller agieren glaubhaft, alle sind facettenreich in ihren Motiven und ihrem Handeln. Jeder Folge besitzt ihre eigenen dramaturgischen Höhepunkte und doch arbeitet die ganze Staffel auf ihren eigenen Klimax hin. (Kleiner Ausblick: alles das, was die Serie so positiv heraushebt, bleibt auch in Staffel 2 erhalten. Doch die gibt es leider noch nicht auf Deutsch.)

Also: was Sie hier erwartet, ist eine kluge, spannende, überraschungsreiche Westernserie mit hervorragendem Ensemble in einem neuen, weil bislang noch kaum in diesem Genre in Szene gesetztem Setting, dem Eisenbahnbau. Sie enthält alle notwendigen Zutaten wie Machtkampf, Ehrenhändel, harte Männer und weiche Herzen, Indianer, Kavallerie, Niedertracht, Ehrenhaftigkeit, Liebe, Freundschaft, Hass und Humor - und natürlich ausreichend Pulverdampf.

Wer wie ich befürchtet hatte, dass nach Deadwood keine Westernserie mehr kommen würde, die den Ansprüchen von modernen Genrefans genügen könnte, der wird hier auf äußerst angenehme Art eines Besseren belehrt. Wenn jetzt noch die Serie "Copper" auf Deutsch erscheint, ist für mich das olympische Treppchen der aktuellen Serien zum Thema "USA um 1870" besetzt.

Nachtrag: nun ist sie ja endlich erschienen, die Serie. Über Bildqualität und Ton kann ich wenig fachliches sagen, ich kann bestenfalls über meine individuellen Eindrücke berichten und wie nicht anders zu erwarten ist beides brilliant.
Wichtiger ist für Blu Ray und DVD-Käufer wie mich jedoch die Info über enthaltenen Extras. Ich kann mich zumeist gar nicht genug über die Hintergründe, den Dreh und all die Details informieren, die ein Serienprojekt zu einem Genuss wie in diesem Fall gemacht haben. Und so kann ich nun auch endlich die Informationen zu den enthaltenen Extras nachholen.

Die Hell on Wheels Extras (alle sind deutsch untertitelt)

(Achtung: kann Hinweise auf die Handlung enthalten!)

"Eine Reise in die Vergangenheit: Making of" (16:45 min, enthält Interviews mit Regisseur und Mitgliedern des Produktionsteams

"Zugunglück: Vom Konzept zur Umsetzung" (3:25 min, leider sehr kurzes, aber dafür informatives Special über das Making of des Zugunglücks. Es ist grandios zu sehen, mit welchen Mittel die extrem gelungene Darstellung des Unglücks in der Serie erzeugt wurde)

"Mitten drin - Hell on Wheels" mit den folgenden Kapiteln
"Making of" (33 min)
"Die Charakere" (12 min, Kurzdarstellung der wichtigsten Hauptcharaktere)
"Episoden-Featurettes" (52 min, Hintergründe zu den einzelnen Episoden mit Äußerungen der Darsteller und des Produktionsteams)

Das o.g. "Making of" enthält die Kapitel
Über Hell on Wheels
Die Waffen
Der Kleiderschrank
Die Bedeutung der Eisenbahn
Die Entstehung des Zugs
Location & Set
Schmutzige Medizin

Es handelt sich hierbei um die Web-Features, die der Sender AMC mit Beginn der Serienausstrahlung ins Netz gestellt hat. Deutsche Zuschauer konnten (jedenfalls ohne Verschleierung der IP) nicht auf diese zwar nur kurzen, dafür aber sehr informativen Dokumentationen zugreifen. Das diese es nun in die Extras geschafft haben, ist sehr begrüßenswert. Waffeninteressierte kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Interessenten an den Kleidungsstilen usw.

Den Abschluss bildet das Kapitel:
"Hinter den Kulissen" (24 min, unkommentiertes, aber - soweit es die enthaltene Sprache betrifft - deutsch untertiteltes Begleitmaterial vom Dreh. Hier bekommt man einen sehr guten Eindruck, wie vergleichsweise unspektakulär die Rohdrehs ausssehen und wieviel vom der sehr überzeugenden visuellen Wirkung der Serie auf die Postproduktion zurückgeht.)
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zur BluRay dieser fantastischen Westernserie..., 30. April 2013
Von 
Der Riese (Strausberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] (Blu-ray)
Name der Stadt: Hell On Wheels
Einwohnerzahl: Jeden Tag einer weniger

Nach Ende des Bürgerkrieges im Jahre 1865 ist der Ex-Konföderierten-Soldat Bohannon auf der Suche nach den Mördern seiner Frau und kommt dabei in dem Eisenbahnkaff "Hell On Wheels" vorbei. Dort nimmt er die Stelle des Vorarbeiters an. Es dauert nicht lange und es gibt Konflikte mit den schwarzen Ex-Sklaven, den Indianern und anderen finsteren Gesellen.
Die Serie hat alles, was eine Westernserie haben sollte: Gut und Böse, die Frau zwischen den Stühlen, die Indianer und ihr Dorf (der mehrminütige Kampf in Zeitlupe im verlassenen Dorf ist eins meiner Highlights der Serie), Dreck, Saloons, Whiskey, der Ritt in den Sonnenuntergang, einen absolut passenden Soundtrack und natürlich das richtige Flair. Anders als z.B. die ebenfalls geniale Serie "Deadwood" spielt die Handlung nicht in einer großen Stadt, sondern "Hell On Wheels" ist eine Zeltstadt, welche mit den Schienen "zieht". Ist ein Abschnitt der neuen Strecke geschafft, so wird weitergezogen. Ein paar Gewaltspitzen (Skalpieren, blutige Einschüsse, Indianerpfeile) sorgen für kurzes Zusammenzucken.

Ein paar der Darsteller:
Anson Mount ("Straw Dogs", "Safe", "All The Boys Love Mandy Lane")
Colm Meaney ("Star Trek TNG", "Star Trek: Deep Space Nine", "Zone Of Separation")
Tom Noonan ("Last Action Hero", "Robocop 2", "Heat")
Christopher Heyerdahl ("Sanctuary", "Stargate: Atlantis")
Common ("Wanted", "Street Kings", "Smokin Aces")

Die BluRay enthält alle 10 Episoden der ersten Staffel auf 3 Discs. Die Erstauflage kommt in einem Pappschuber mit festem FSK-Logo, Das innenliegende Amaray hat kein Wendecover (auch ein FSK-Aufdruck vorne drauf), dafür gibts im Innencover die Episodenauflistung der 3 Discs.
Das Bild liegt im Format 1920x1080p (1.78:1) vor und ist einsame Spitze. Alles klar und deutlich. Spielt in einer Liga mit z.B. "Sons of Anarchy". Man erkennt jede Bartstoppel, jede Falte in den Gesichtern und die tollen Stoffe der Kleidung der Protagonisten...super. Einzig in ein paar dunklen Szenen gibt es manchmal Bildrauschen, aber wirklich nur selten.

Der Ton liegt in folgenden Formaten vor:
Deutsch DTS-HD MA 5.1 und DTS-HD MA 2.0
Englisch DTS-HD MA 5.1 und DTS-HD MA 2.0
...die deutsche Synchro geht in Ordnung, habe aber selbst nur eine Folge in Deutsch geschaut, den Rest in Englisch...ich schaue einfach lieber im Original. Beide Tonspuren (habe nur die 5.1 angehört) klingen hervorragend...super Raumklang und ausreichen Bass bei Explosionen oder Schießereien. Die deutsche Spur ist ein wenig lauter als die englische, aber wozu gibts denn den Lautstärkeregler ;-). Es wird in dieser Serie übrigens nicht so viel geflucht wie heutzutage anscheinend üblich in US-Serien.

Es gibt deutsche und englische Untertitel. Ich habe mal zwei Folgen mit deutschen Untertiteln laufen lassen...sehr viele Schreibfehler und Buchstabendreher.
Ein Beispiel: Engl. Ton: "Lets have a song, shall we?" ... Deutsche UT: "Hören wir uns ein Leichen an, wie wärs?"
Man kann dem Geschehen zwar ohne Weiteres folgen, aber es könnte schon hier und da ein wenig nerven.

Jede Menge Bonusmaterial:
- Making Of (16:45 min)
- Das Zugunglück (3:25 min)
- Waffen, Kleidung, Sets u.a. (33:26 min)
- Charaktere (12:56 min)
- Featurettes zu den 10 Folgen (52:41 min)
- B-Roll (24:36 min)
...alles auch mit deutschen UT abspielbar.

Fazit: Endlich wieder eine Westernserie für zu Hause (ich schaue ja auch gerne "Justified", aber die Serie ist ja dann doch eher als moderner Krimi mit ein paar Westernelementen zu bezeichnen). Die Charakter sind gut herausgearbeitet, das Setting weiß zu gefallen und es gibt genug Action. Zwar ist hier und da auch mal ein Klischee zu viel eingearbeitet, aber über so etwas kann ich bei einer gut gemachten Serie auch mal hinwegsehen. Einige Zuschauer bemängeln auch die fehlende Dramatik und andauernde Spannung, aber: Gerade weil die Dramaturgie so holzschnittartig wirkt, gerade weil die Schauspieler in ihren Rollen immer etwas übertreiben, gerade weil die Dramatik nicht konstant ansteigt, sondern es immer wieder kleine Höhepunkte zwischendurch gibt, ist diese Serie eine hervorragende WESTERNSERIE, denn diese Dinge machen aus meiner Sicht einen guten Western aus.
Ich freu mich schon auf die 2te Staffel. Die BluRay weist bis auf die nicht ganz perfekten Untertitel keine Mängel auf.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wilde Westen befreit von Romantik, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] (Blu-ray)
Hell On Wheels ist zusammen mit "Copper" eine der neu aufgelegten Western-Serien, die sich mit den Geschehnissen zum Ende oder nach dem Bürgerkrieg beschäftigen. Offenbar hatten die Amis genug von den Kürzeln der Polizei- und Spionagearbeit und wollten wieder was aus ihrer romantisierten Vergangenheit sehen : die guten alten Zeiten eben.

Den Gefallen tun ihnen die Serienmacher jedoch nicht und es wird alles mit realistischer Gewalt und Sex gewürzt. Es wird offenbar, dass die anständigen, heldenhaften Siedler lediglich eine Minderheit waren und der Westen von Verbrechern, Taugenichtsen, Glücksjägern, freigelassenen schwarzen Sklaven und Huren erobert wurde, gelenkt von der gnadenlosen Profitgier der Kapitalisten von der Ostküste.

Protagonist ist Cullen Bohannon (Anson Mount), ein ehemaliger Konföderierter Offizier, der zum Ende des Krieges seine Farm von Unionssoldaten niedergebrannt und Frau und Sohn ermordet vorfand. Seitdem ist er auf einem Rachefeldzug auf der Suche nach den Mördern. Der führt ihn nach "Hell On Wheels" dem Camp an der Spitze der Eisenbahnbauarbeiten der Union Pacific.

Geleitet wird diese von Thomas "Doc" Durant ( Colm Meaney-der O'Brien aus der Next Generation Enterprise)einem skrupellosen Geschäftsmann, der natürlich mit dem Bau in erster Linie reich werden will, aber auch mit dem eisernen Willen, so ein Zukunftsprojekt durch zu ziehen. Einfach wunderbar zwiespältig gespielt.

In diesem Lager sind jede Menge zwielichtiger Gestalten versammelt und der amerikanische Schmelztiegel: die befreiten Schwarzen, die harte Arbeit gewöhnt sind, aber nur den halben Lohn der Iren bekommen, die gebeutelt vom britischen Empire ihr Glück suchen und die Farbigen genauso so geringschätzig behandeln wie deren ehemaligen Halter aus dem Süden, schließlich sind diese ja Konkurrenz und auch noch besser. Genauso solche Schwerstarbeit leisten die Huren, die den ganzen Haufen bei Laune halten sollen, aber natürlich nicht die Schwarzen.

Diszipliniert wird dieser Haufen von einigen skrupellosen Gaunern, die einfach etwas besser schiessen und denen "der Schwede" (Christopher Heyerdahl) vorsteht und die mit Lug und Betrug die Bahnarbeiter um ihren schlechten Lohn erleichtern.

Die Bauarbeiten Richtung Westen führen durch das Gebiet der Plains-Indianer, die hier befreit von Costnerscher Romantik in ihrem Überlebenskampf genauso brutal und rücksichtslos vorgehen, wie die weißen "Pioniere".

In weiteren Rollen sind Dominique McElligott als Lily Bell, die Witwe eines Landvermessers, Common als Elam Fergusson, der schwarze Protagonist der Serie, Eddie Spears als Joseph Black Moon, ein christianisierter Cheyenne und Tom Noonan als Reverend Cole, dessen Mentor dabei. Jede dieser Figuren trägt einen Handlungsstrang zum Geschehen bei und entwickelt so diverse Perspektiven.

In dieser ersten Staffel wird der Wilde Westen entromantisiert und das in einer äußerst unterhaltsamen und trotzdem etwas nachdenklichen Weise. Ich bin gespannt, wie der Spannungsbogen weiter geht !

Absolut empfehlenswert.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent - die Erlösung für alle, die seit dem Ende von Deadwood verzweifelt an den Nägeln knabbern, 29. März 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] (Blu-ray)
Bis die Blu-ray endlich erschienen ist, kann ich hier erst einmal nur auf die Qualität der Serie an sich eingehen. Und die ist so gut, dass ich sie gemeinsam mit Deadwood als derzeitige Referenz für eine Westernserie ansehe, die in jeder Hinsicht in der Lage ist, den Bedürfnissen eines Western-/Serienfans in Hinblick auf Authentizität, dramaturgisches Können und inhaltlichen Anspruch gerecht zu werden. Der Sender AMC hat damit nach "The Walking Dead" einmal mehr bewiesen, dass er Serien machen kann, die denen von HBO in nichts nachstehen.

Der Inhalt ist in der vorhandenen Zusammenfassung in der Produktbeschreibung bereits ganz gut umrissen. Ex Südstaatensoldat Cullen Bohannon sucht Rache - und findet einen Job. Und zwar beim Bau der transkontinentalen Eisenbahn. Die Beschreibung der mit dem Baufortschritt mitwandernden Kleinstadt als "Hölle auf Rädern" (Hell on Wheels) macht deutlich, mit Männern und Frauen welchen Kalibers es Mr. Bohannon zu tun bekommt. Gestrandete, Sadisten, Glückssucher, Kapitalisten, ehemalige Sklaven, Huren und Priester bilden eine Melange, in der man weder allein mit einer schnellen Waffe, noch ausschließlich mit Verstandeskraft lange überlebt. Aber zum Glück verfügt der verbitterte Cullen Bohannon über beides...

Die Kostüme sind exzellent und authentisch, alle Rollen bis in die Nebenrollen hinein perfekt besetzt und der allgemeine historischer Hintergrund wurde außerordentlich gut eingefangen. Natürlich diskutieren in US-Fanforen die Hardliner u.a. darüber, ob die eingesetze Lokomotive tatsächlich zu jener Zeit an jenem Ort über die Schienen gefahren ist, aber sowas kann man einer Serie wie dieser gern schenken, in der sonst alles einfach nur stimmig ist. Alle Darsteller agieren glaubhaft, alle sind facettenreich in ihren Motiven und ihrem Handeln. Jeder Folge besitzt ihre eigenen dramaturgischen Höhepunkte und doch arbeitet die ganze Staffel auf ihren eigenen Klimax hin. (Kleiner Ausblick: alles das, was die Serie so positiv heraushebt, bleibt auch in Staffel 2 erhalten. Doch die gibt es leider noch nicht auf Deutsch.)

Also: was Sie hier erwartet, ist eine kluge, spannende, überraschungsreiche Westernserie mit hervorragendem Ensemble in einem neuen, weil bislang noch kaum in diesem Genre in Szene gesetztem Setting, dem Eisenbahnbau. Sie enthält alle notwendigen Zutaten wie Machtkampf, Ehrenhändel, harte Männer und weiche Herzen, Indianer, Kavallerie, Niedertracht, Ehrenhaftigkeit, Liebe, Freundschaft, Hass und Humor - und natürlich ausreichend Pulverdampf.

Wer wie ich befürchtet hatte, dass nach Deadwood keine Westernserie mehr kommen würde, die den Ansprüchen von modernen Genrefans genügen könnte, der wird hier auf äußerst angenehme Art eines Besseren belehrt. Wenn jetzt noch die Serie "Copper" auf Deutsch erscheint, ist für mich das olympische Treppchen der aktuellen Serien zum Thema "USA um 1870" besetzt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heiß, Heißer, Hell on Wheels, 20. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Hell On Wheels - Season 1 [UK-Import] (DVD)
!Spoiler Warnung!
Wer sich komplett überraschen lassen möchte, lese ab hier nicht weiter und begnüge sich mit dem Fazit "Straff inszenierte Westernserie mit starken Charakteren!"

Die Serie beginnt als typisches Rachedrama. Südstaatler Cullen Bohannon kehrt nach dem Krieg auf seine Tabakfarm in Mississippi zurück und findet seine Frau und seinen Sohn von Nordstaatlern ermordet vor. Fortan widmet er sich dem Aufspüren und Umbringen ihrer Mörder. Nach seinem letzte Mord entzieht sich Bohannon der Strafverfolgung, indem er sich an die äußerste "zivilisierte" Grenze begibt: Nebraska, wo gerade die Union Pacific Eisenbahnlinie gebaut wird. Auf dem Weg trifft er die McGinnes Brüder, die bei der Eisenbahn ihr Glück machen wollen. Cullen bekommt einen Job als Aufseher der schwarzen Arbeiter und gerät bald mit deren Anführer Elam, einem ehemaligen Sklaven, aneinander. Zudem erfährt er, dass er einige Beteiligte am Mord an seiner Frau noch nicht aufgespürt hat.
Weiter Beteiligte in diesem Abenteuer sind:
- Thomas "Doc" Durand, skupelloser Besitzer und Bauherr der Union Pacific.
- Lily Bell, Frau eines von Cheyenne ermordeten Landvermessers.
- Reverend Cole, der versucht von seiner dunklen Vergangenheit loszukommen und eine Kirche im Lager zu etablieren.
- Joseph Black Moon, zum Christentum konvertierter Sohn des Cheyenne-Häuptlings, der mit seiner Rolle zwischen Weißen und Indianern hadert.
- "Der Schwede" (eigentlich Norweger) Thor Gundersen, Chef der Sicherheit und Bohannons raffiniertester Gegenspieler.
- Eva, ehemals von Indianern als Sklavin gehalten (basiert lose auf der Biographie von Olive Oatman) muss sie nun als Hure ihr Geld verdienen.
- Ruth Cole, Tochter des Reverend.

Die 10 Folgen der ersten Staffel sind straff inszeniert und geizen (wie bei Pay-TV Sendern leider inzwischen üblich) nicht mit Blut, dafür aber mit Sex. Hin und wieder wird das Morden jedoch auch kritisch betrachtet, z.B. die geniale Szene am Anfang der neunten Folge, die sich ganz auf die äußerst passende Musikuntermalung verlässt.
Anson Mount spielt Bohannon als "coole Sau" (Verzeihung, mir fällt kein besserer Begriff ein!), Colm Meaney liegt verlässlich zwischen gut und böse und Christopher Heyerdahl ist als Schwede schlicht genial!

Besonders gut gefallen mir jedoch die Frauenrollen. Hier treiben keine überemanzipierten Amazonen ihr Unwesen, sondern starke Frauen handeln entsprechend ihrer Möglichkeiten und versuchen, ihre Grenzen innerhalb der männlich dominierten Gesellschaft auszuloten.

Das Ende der Staffel lässt Raum für die zweite (und hoffentlich weitere) Staffel, denn einige Fragen blieben für mich ungeklärt. Wieso ist Joseph konvertiert? Wie hat Bohannon erfahren, wer seine Frau getötet hat?

Als Extras gibt es u. a. ein paar Featurettes zu den Charakteren und einem größeren Szenenaufbau, ca. 20 Min. Aufnahme-Schnipsel von den Dreharbeiten und ca. 15 Min. Making-of. Persönliche Meinung: mäßig interessant.
Untertitel zuschalten ist absolut zu empfehlen! Vor allem Rapper Common (Elam) ist nur mit Mühe zu verstehen. Die irischen Schauspieler Colm Meaney und Dominique McElligott sind dageben problemlos zu verstehen.

Bleibt zu hoffen, dass die zweite Staffel das Niveau der ersten halten kann!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Deadwood, 16. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit Deadwood gelang ein Serien-Meisterwerk, dass sich einige Nachahmer verdient. „Hell on Wheels“ schafft es leider nicht. Zu „Glatt“ ist die Geschichte und das Gesicht des allzu gut aussehenden Hauptdarstellers. Zu viel der Klischees mit dem edlen Schwarzen, der mutigen und gewieften Frau und dem bitterbösen Chef. Es ist gediegene Serienkost, durchaus mit Unterhaltungswert aber ohne die Faszination eines großen Wurfs.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hell on Wheels, 16. Juni 2013
Von 
Dagmar Haas "nofretete01" (Wölferlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die erste Staffel gefiel mir sehr gut
In dieser Serie wurde geschichtlich und real beschrieben wie es beim Eisenbahnbau zuging.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht die Hölle, 9. Januar 2014
aber auch nicht wirklich besonders gut. Irgendwie fesselt mich die Serie bei weitem nicht so wie Deadwood.
Ich schaue sehr gerne Western, deshalb hab ich mir auch Hell on Wheels bestellt. Ganz gute Unterhaltung, aber irgendwas
passt mir nicht ganz. Die Schauspieler sind nicht alle überzeugend (nichtmal Wes Studi) und die Dialoge sind auch nicht das gelbe vom Ei.
Ganz besonders stört mich die deutsche Stimme bei Elam. Die ist für mich persönlich total unpassend. Vor allem kommt
die jeweilige Gemütslage des Charakters überhaupt nicht zur Geltung. So eklatant ist mir das glaub ich noch nie aufgefallen, stört
mich extremst. Das Szenenbild ist größtenteils gut, aber auch des öfteren viel zu kitschig und künstlich. Irgendwie kommt bei mir
nicht die richtige Stimmung auf. Landschaftsaufnahmen sind auch eher Durchschnitt, kein Vergleich zu Lonesome Dove z.B.
Die Handlungen an sich sind für mich ok. Bei Western brauch ich da nicht wirklich viel, solange alles zusammen stimmig ist.
Für die Nachmittagsunterhaltung taugt die Serie aber allemal und ich werde mir auch die 2. Staffel kaufen.
Aber wie gesagt kein Vergleich zu Deadwood und schon gar nicht zu Hatfields & McCoys (wo wirklich alles passt).
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und sie wird gebaut werden...., 12. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
...nach den Vorgänger-Serien Mad Men und Breaking bad liefert auch Hell on Wheels mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahnwieder ein sehr originelles und unverbrauchtes Szenario. Im Gegensatz zum erstgenannten, "etwas schleppend in Fahrt kommenden" Mad Men konnte ich mich aber für Hell on Wheels richtig begeistern; zwar setzt auch Hell on Wheels mit seinen sehr detailliert ausgearbeiteten Sets und Kostümen auf ein authentisches Szenario , jedoch nicht als alleiniges und dominierendes Mittel zum Zweck.
Auch wenn der Blick über des Hauptcharakters Schulter nur sehr vage einer roten (Story) Linie folgt, so sind doch auch all die kleinen aber in diesem engen räumlichen Rahmen bedeutsamen Nebenhandlungen unterhaltsam.
Sowohl Haupt- wie auch Nebencharaktere sind mit ihren Zielen und Ambitionen sehr vielschichtig und prägnant gezeichnet - teils in ihrer Ausrichtung (gut-böse) auch etwas übertrieben und somit in manchen Situationen unfreiwillig komisch (der "Norweger" ...äh "Schwede"...:)...aber das tut dem doch sehr stimmigen Gesamtkonzept keinen Abbruch.
Zwar ist der "Anspruch" vermeintlich jetzt nicht so hoch wie bei einem "The Wire", oder "The Shadow Line" (fand ich beide sehr gut) oder auch "Mad Men" - aber was will man denn mehr als eine gut gemachte und vor allem äusserst unterhaltsame (eine Folge geht noch...:)) Serie, bei der man sich nicht quälen muss sie zu Ende zu schauen (solls geben...)
Da kann man nur hoffen, dass die nächste Staffel unter Volldampf und ohne große Verspätung angerollt kommt...:)
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5.0 von 5 Sternen Hölle auf Rädern!, 3. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] (Blu-ray)
Hell on Wheels ist in jeder Hinsicht überzeugend. Überzeugende Milieustudie um den Umbruch in Amerika, den immer noch starken Rassismus gegenüber Schwarzen, die stark ausgeprägte Religiosität und in all diesem Chaos steht ein Mann, Culham Bohannon. Er ist ein gebrochener Mann, er hat für seine Heimat, die Südstaaten, gekämpft und verloren. Er verlor seine Baumwollfarm, seine Frau und sein Kind, und nun ist er mitten im bau einer Eisenbahnstrecke zum Pazifik. Da er nichts mehr hat, investiert er seine Zeit in die Eisenbahn und in Whisky.
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Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray]
Hell on Wheels - Die komplette erste Staffel [Blu-ray] von David von Ancken (Blu-ray - 2013)
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