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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaft und Pathos - für Fans, 15. März 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (MP3-Download)
Vorab und als Vorwarnung ;) ... hier schreibt ein Fan der ersten Stunde, für den Suede heute noch zu den einmaligsten Bands der Welt gehören. Neben Pulp waren Suede die Band, die sich am deutlichsten von dem Überangebot von Bands, die sich Mitte der 90er Virusgleich über England - bei manchen Bands sogar über den Kanal und Atlantik - hinaus ausbreiteten. Während viele Britpop Spielarten und Bands heute klischeehaft und irgendwie ausrangiert wirken, konnte Suede den Zeitgeist ihrer Ära stilvoll erfassen, ihre Musik wirkt heute noch relevant, überaus ästhetisch und zeitlos. Brett Anderson hat es stets verstanden, das verwirrende, energetische, drogen-durchzogene, aber trotzdem hoffnungsvolle und träumerische Leben einer Generation einzufangen.

„Bloodsports“ so viel vorweg ist sehr gut gelungen, hat aber einen Haken. Es ist Suede pur, vielleicht sogar zuviel hochkonzentriertes Suede Kondensat. Fans wird das sehr recht sein, Neulingen könnte das ein Zuviel an Pathos, hochschraubenden Gitarren, schmeichelnden Streichern und zum Himmel jauchzenden Refrains sein. Leute, die mit Suede vor 10 Jahren nichts anfangen konnten, werden es jetzt auch nicht tun. Auf sie wird das Album wirken wie vier Milka Ostereier mit Cremefüllung, die in 5 Minuten verputzt werden müssen …

BARRIERS war ja schon länger bekannt und hat die (zumindest meine) Aufregung vor der Veröffentlichung sehr angeheizt. Ein schöner, simpler Song, der Sogar noch mit einem Schuss 80er (Simple Minds) daher kommt. Trotzdem sind alle Trademarks vorhandenen, inklusive Pathos und Steigerung der Dramatik. Mit diesem vorabveröffentlichten Song waren die Massen mobilisiert.

SNOWBLIND ist etwas schmutziger, rockiger als der erste Song. Natürlich immer noch Suede pur, wenn auch nicht ganz so stark. Erinnert an einige der schwächeren Momente auf ‚Coming Up‘.

IT STARTS AND END WITH YOU natürlich auch schon bekannt. Eine typische zum Himmel schreiende, großartige, breitbeinige Suede Single, die die Erwartungen im Februar hochgehalten hatte. „It starts and ends with you, it starts and ends with juuuuuuhu“.

SABOTAGE nimmt als erster Song ein wenig den Fuss vom Gaspedal. Erst im Mittelteil dreht der Song ins Hymnische, hat da doch Bernard Buttler mitgewirkt? ;-) Der Song hat die vielleicht besten Anderson Lyrics seit langen.

FOR THE STRANGERS ist tatsächlich so eine Art musikalische Neuland. Der Song ist süss und einfach, was eigentlich keine Worte sind, mit denen man Suede normalerweise assoziiert. Die Melodie baut sich sehr subtil auf, mündet dann aber natürlich einem großen allumfassenden Refrain.

HIT ME ist eine schöne eingängige Popnummer, der man allenfalls eine etwas zu große Nähe zu „New Generation“ und vielleicht auch ein zuviel an Anderson typischer Lyrik nachsagen kann ("Come on and hit me, with your majesty, come on and hit me, with all your mystery"). Sei es drum, diesen Eindruck des zu Einfach-Gestrickten hatte ich damals bei ‚Dog Man Star‘ auch, heute ist es eine meiner Inselplatte.

SOMETIMES I FEEL I’LL FLOAT AWAY ist wunderschön gelungen. Ein balladenhafter Abgesang (auf was eigentlich? ;-), der punktgenau genau ist und sich einreiht in solche Klassiker wie „Still Life“ oder „The 2 of Us“. Mit diesem Song wird aber vielleicht auch das Dilemma der Platte sehr deutlich, wenn man es dann Dilemma nennen sollte überhaupt. Mit dem Comeback wird Suede nicht allzu viele neue Fans gewinnen können, noch weniger ehemalige Suede Hasser überzeugen können. Man muss diesen Pathos mögen, sich danach sehnen in ihm zu Baden. Ansonsten geht man darin unter.

WHAT ARE YOU NOT TELLING ME leuchtet das düstere Ende des emotionalen Spektrums aus und ist eine klare Verbeugung vor den ersten beiden Alben. Eine fast schon unheimliche Klavierballade, die in einem verzweifelten traurigen Refrain endet. Auch hier gilt wieder, diesen Song kann man nur hassen oder lieben, es gibt keinen Graubereich.

ALWAYS fällt ein wenig ab, auch wenn es kein wirklich schlechter Song ist. Der Chorus ist ein wenig flach. Zwischen zwei Highlights fällt das aber natürlich auf, vielleicht hat er beim Shuffle Mode mehr Glück ;-). Der Song wirkt etwas zu sehr designt und bleibt nicht wirklich hängen.

FAULTLINES reißt es als Abschluss dann wieder heraus, eine typische großartige, getragene, dramatische Suede Hymne, auch wenn es vom Sound mit den vielen Streichern eher in Richtung der Soloalben 3 und 4 von Brett Anderson geht.

Brett Anderson selber hat gesagt, dass „Bloodsports“ ein Bastard aus „Dog Man Star“ und „Coming Up“ sei. Darüber können die Fans trefflich philosophieren. Was „Bloodsports“ auf jeden Fall ist, es ist besser als die letzten beiden Outputs der Band. Das ganze Album wirkt sehr homogen und hat bis auf wenige Ausnahmen absolut gutes Songmaterial, es wirkt Suede typisch verführerisch und leidenschaftlich. Und gerade der letztere Aspekt, die Leidenschaft, erinnert mich daran, wie wundervoll und einzigartig diese oft unterschätzte Band war und mit diesem unerwartet guten Comeback wieder ist.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Liebe auf den ersten Blick, 15. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Die britische Band Suede ist 11 Jahre nach dem letzten Studioalbum zurück. Nach jahrelanger Trennung gibt es nach der Live-Wiedervereinigung und einer Reihe von Best-Of- und Deluxe-Re-Releases nun tatsächlich einen Tonträger mit neuem Material der einstigen Britpopper. Damit hat lange niemand rechnen dürfen. Die Erwartungen an das neue Album sind durch diesen Umstand nicht gerade geschrumpft.

Und eigentlich wollte ich hier entsprechend ein bisschen meckern.

Denn bei aller Freude darüber, dass meine langjährige Lieblingsband überhaupt wieder weitermacht, hat sich bei mir beim ersten Hören der neuen Platte keine Begeisterung eingestellt. Dabei hat die Band sich nicht neu erfunden, sondern bleibt sich treu. Die Platte hat typischen Suede-Sound und klingt teils wunderbar althergebracht, mit vielen wunderbaren Anklängen an die Mitte der Neunziger Jahre. Und auch Bretts Stimme klingt wieder etwas samtiger als zuletzt - klasse! Aber wo sind Pomp, Furor und Pathetik geblieben, wo diese einzigartigen, leidenschaftlichen Lieder mit dem besonderen Etwas, mit denen Suede uns früher verwöhnte? Songs auf dem Niveau früherer Alben und B-Seiten, hinreißend und innovativ, Lieder, die einem den Atem rauben und schon mit den ersten Takten vereinnahmen? Derartige Stücke konnte ich auf früheren Suede-Platten (außer vielleicht dem ein wenig missratenen "Head Music") finden, und zwar in rauhen Mengen, sowohl auf dem genialen Erstling "Suede" wie auch dem unvergleichlichen "Dog Man Star", aber auch noch auf den poppigeren Alben "Coming Up" und sehr wohl auch auf dem meiner Ansicht nach völlig zu unrecht vielgeschmähten letzten Album "A New Morning".

"Bloodsports", finde ich, bietet erstmal nichts dergleichen. Erstmal. Die Hälfte der neuen Stücke glänzt erst beim x-ten Hören, nachdem man sich endlich durchgehört hat durch das etwas suppige Klangbild, das vielleicht an ganz alte Suede-Zeiten anzuknüpfen versucht, das aber nicht schafft. Alles klingt ein kleines bisschen flach und zugekleistert.

Wobei die Songs aber mit jedem Hören immer besser werden. Und nach kurzer Zeit entpuppt sich "Bloodsports" als starkes Album, das auch direkt im Anschluss an "Coming Up" hätte erscheinen können.

Wie gesagt, ich wollte etwas enttäuscht ein bisschen meckern, dass früher alles besser war. Aber dann habe ich den Verriss im "musikexpress" gelesen: Was für ein gequirlter Unsinn. Danach kann ich nicht anders als die Platte loben. Sie ist leider kein Meisterwerk, zwar, nein. Das bedaure ich als Fan der Gruppe auch sehr. Aber eine sehr solide Leistung von der Insel ist "Bloodsports" doch, und zum Beispiel viel besser als so ziemlich alles, was im Mainstreamradio läuft.

Die Scheibe startet mit der brillanten Hymne "Barriers" direkt energisch durch, einem heißem Single-Anwärter, der leider vollkommen unnötigerweise an U2 erinnert und vielleicht ein bisschen wie ein Aufguss aus früheren Suede-Zeiten klingt, was aber zum Eingrooven in die neue Platte hervorragend geeignet ist. Dieses Stück ruft: Hallo, wir sind nicht Brett solo, mit Begleitung, oder The Tears, wir sind Suede. Wir sind wieder da. Wir waren doch gar nicht ein Jahrzehnt weg.

Nach dem durchaus furiosen "Barriers" muss ich mich in "Snowblind", der "Barriers" im Refrain ähnelt, erst reinhören, aber schlecht ist der Song nicht, und genau das ist der Punkt an diesem ganzen Album: die Songs sind alle nicht schlecht.

Das schon als Download-"Single" (leider gänzlich ohne "B-Seite") veröffentlichte "It Starts And Ends With You" versöhnt mit solidem, schmissigen Suede-Rock, ist aber auch kein Meisterwerk.

Danach beginnt "Sabotage" mit angenehm düsteren Ton, verliert sich dann leider etwas ... das ist schön und gut und neu, und trotzdem nichts wirklich Neues. Nach einer so langen Pause der Band mochte mancher Fan vielleicht auf ein geradzu heilbringendes Werk gehofft haben, das es mit "Bloodsports" definitv nicht gibt. Die Platte scheint mehr ein Versprechen, eine wiedererweckte Hoffnung auf mehr zu sein, vielleicht auf bessere B-Seiten hoffentlich folgender Auskopplungen? Auf weitere Alben? Suede können es noch, wenn sie wollen, soviel ist ja sofort zu hören. Wenn sie jetzt nur noch so wollen würden wie man selbst.

Nach den ersten - an Suedes Möglichkeiten gemessen zugegebenrmaßen eher mittelmäßigen - Songs kippt mit "For The Strangers" das Urteil zugunsten der Band: das Album ist gelungen. Mag sein, dass mit diesem Album nur schwierig neue Fans gewonnen werden können. Die alten bei der Stange halten aber, das sollte gelingen.

Das anschließende "Hit Me" taugt auch wieder zum Hit und bringt endlich das augenzwinkernd obligatorische "Lalalalala". :-)

Danach kommen nur noch Balladen, allesamt richtig gute Songs, die letzten bezaubernden, entrückten, nostalgischen 16 Minuten mit "Sometimes I Fell I'll Float Away", "What Are You Not Telling Me?", "Always" und "Faultlines" sind zum Niederknien.

Nun war ich beim ersten Hören hin- und her- und bin am Ende doch nur mitgerissen. Die unverwechselbaren Suede-Meisterstücke, die sofort unverzichtbar scheinen - sie fehlen großflächig, dieses Kunststück gelingt allenfalls den vier letzten Tracks des Albums. Das letzte Drittel der Scheibe ist grandios.

[...]

Ich höre "Bloodsports" jetzt zum fünften Mal. Mit jedem Hören wurde die Platte besser. Die Hälfte der Scheibe sind Juwele, keine Frage. So oder so rechtfertigt die Qualität dieses Albums sein Erscheinen allemal, man hätte es schwerlich wegen Nichterscheinens versäumen mögen, als jahrelanger Fan niemals. Und dann birgt es ja schließlich noch dieses Versprechen, diese Hoffnung auf mehr, noch mehr, noch viel mehr! Bitte.

And thank you, Suede. Carry on!

"Bloodsports" ist mit unter 40 Minuten übrigens einigermaßen kurz. (So wie ja auch Suede-Konzerte nicht für Überlänge berüchtigt sind.) Hoffen wir also auf sehr viel kommendes Material im B-Seiten-Nachklapp.

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Nachtrag vom 18.3.2012 - für die Sammler unter den Fans:

Es gibt Unmut über die Veröffentlichungstaktik der Band, bei der es offenbar sehr teuer werden kann, die vier zusätzlich zum Album erschienen Songs (!) zu erwerben.

Hier bei Amazon ist es derzeit überhaupt nicht möglich, mehr als die zehn regulären Albensongs zu kaufen.

Bei itunes gibt es eine sogenannte Deluxe-Version des Album-Downloads mit zwei Videos ("It Starts And End With You" und dem fast 18-minütigen "iPod Armistice") sowie zwei Bonus-Tracks: "Howl" und "Dawn Chorus" - diese können auch einzeln gekauft werden.

Das 40 Euro teure Deluxe-Box-Set, bislang nur über Warner Musics Stereo-Boutique-Seite bestellbar, ist am Montag ausgeliefert worden. (Eine Superdeluxeversion mit T-Shhirt und Druck dazu ist inzwischen ausverkauft, war aber mit 100 Euro auch empfindlich teuer.)
Die "normale" Deluxe-Hardbook-Box, ganz in matten schwarz-weiß-rot-Tönen gehalten, enthält
- die CD ohne Hülle/Booklet
- das Vinyl-Album (was hübsch "retro" ist, fiel doch schließlich schon das erste Suede-Album deutlich in die CD-Zeit), das ordentlich fest in einem Einschub klemmt, aber etwas fummelig zu entnehmen ist
- ein 24-seitiges "Buch" im 12-Inch-Format mit Fotos, die zum Großteil höchst überflüssig sind. Die Bäume hätte man lieber leben lassen sollen.
- für Sammler der interessante Teil: eine Vinyl-Single dabei mit den Tracks "Dawn Chorus" und "No Holding Back". Die Single hat bei mir leider Kratzer, der Transport der Scheibe in der Box - halb eingesteckt in einem Pappschlitz - ist womöglich nicht hunderprozentig sicher - mal sehen, was Warner dazu sagt, die Single fällt jedenfalls schon beim bloßen Umblättern des Sets schon fast heraus.
- Die Lyrics sind auf dem Platteneinschub der Box abgedruckt, mit etwas Mühe kann man sie sogar entziffern, weiteren Text gibt es nicht, auch die Texte zu den beiden auf der Single enthaltenen Bonus-Tracks fehlen.

Die drei zusätzlichen Tracks, die ich so bislang hören konnte, sind gut, und eher Ausreißer im Guten als im Schlechten.
- "Dawn Chorus" mit einer teils fast an Mike Oldfield erinnernden Gitarre und etwas zu süßem Streicherteppich klingt ein bisschen belangloser als die anderen.
- "No Holding Back" startet markant nur mit Drums und Basslauf, fetziger Song, der sehr gut auf das Album gepasst hätte. Schön!
- "Howl" klingt, natürlich von der Abmischung abgesehen, wie eine richtig alte Suede-Komposition, der frische Track hätte auch schon gut eine B-Seite zum Erstling "Suede" sein können, große Klasse - warum wurde das bloß keine B-Seite zur ersten Single? Uns Fans wäre das Wasser im Munde zusammengelaufen.

An einen vierten Bonus-Song kommt man offenbar derzeit nur über die japanische CD-Version des Albums. Na toll. :-)
Aber am Ende darf ich einen Kommentar von der Site "Superdeluxedition" zitieren:

"Who gives a shit. It's a new Suede album. The world is a good place again!"
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5.0 von 5 Sternen Die Erhabenen, 7. August 2013
Von 
Pir Sultan Abdal "1550" (Sivas) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Auch ich schließe mich den fachkundigen Ausführungen der anderen Kritiker an. Wer eine Schwäche für Melancholie und getragene Klänge hat, wird dankbar in die Knie gehen. Dabei ist die Ergriffenheit durchaus angemessen... Die letzten Songs sind von erhabener Herrlichkeit !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe auf den zweiten Blick, 20. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Wie schon einige meiner Vorgänger schrieben, macht ŽBloodsportŽ erst nach mehrmaligen Hören süchtig. Dann aber richtig. Die lang erwartete Scheibe enthält alles was der Suede Fan liebt. Tolle Rocknummern und Balladen zum niederknien. Die Brit-Rock Herren um Brett Andersson können es einfach. Leider ist die Scheibe mit 40 Minuten sehr kurz. Da wir heute in einer Duddelfunkzeit leben, wird man auf Suede im Radio vergeblich warten, obwohl ŽHit me` das Zeug zum Hit hat. Für mich ist es eines der besten Alben des Jahres und von Suede. Ich freue mich sie live im Herbst zu sehen und hoffe , dass ihr Talent eines Tages auch in Deutschland erhört wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genau so wie sie sein soll, 3. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Schließe mich vielen Vorgängern an. Hatte erst überlegt die Platte nicht zu kaufen, da die meisten Kritiken eher schlecht daher kamen.

Aber was soll ich machen, mir gefällt Bloodsports. So sollen und müssen Suede klingen. Konzertkarten sind auch schon am Mann.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leidenschaft und Pathos - für Fans, 15. März 2013
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Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Vorab und als Vorwarnung ;) ... hier schreibt ein Fan der ersten Stunde, für den Suede heute noch zu den einmaligsten Bands der Welt gehören. Neben Pulp waren Suede die Band, die sich am deutlichsten von dem Überangebot von Bands, die sich Mitte der 90er Virusgleich über England - bei manchen Bands sogar über den Kanal und Atlantik - hinaus ausbreiteten. Während viele Britpop Spielarten und Bands heute klischeehaft und irgendwie ausrangiert wirken, konnte Suede den Zeitgeist ihrer Ära stilvoll erfassen, ihre Musik wirkt heute noch relevant, überaus ästhetisch und zeitlos. Brett Anderson hat es stets verstanden, das verwirrende, energetische, drogen-durchzogene, aber trotzdem hoffnungsvolle und träumerische Leben einer Generation einzufangen.

„Bloodsports“ so viel vorweg ist sehr gut gelungen, hat aber einen Haken. Es ist Suede pur, vielleicht sogar zuviel hochkonzentriertes Suede Kondensat. Fans wird das sehr recht sein, Neulingen könnte das ein Zuviel an Pathos, hochschraubenden Gitarren, schmeichelnden Streichern und zum Himmel jauchzenden Refrains sein. Leute, die mit Suede vor 10 Jahren nichts anfangen konnten, werden es jetzt auch nicht tun. Auf sie wird das Album wirken wie vier Milka Ostereier mit Cremefüllung, die in 5 Minuten verputzt werden müssen …

BARRIERS war ja schon länger bekannt und hat die (zumindest meine) Aufregung vor der Veröffentlichung sehr angeheizt. Ein schöner, simpler Song, der Sogar noch mit einem Schuss 80er (Simple Minds) daher kommt. Trotzdem sind alle Trademarks vorhandenen, inklusive Pathos und Steigerung der Dramatik. Mit diesem vorabveröffentlichten Song waren die Massen mobilisiert.

SNOWBLIND ist etwas schmutziger, rockiger als der erste Song. Natürlich immer noch Suede pur, wenn auch nicht ganz so stark. Erinnert an einige der schwächeren Momente auf ‚Coming Up‘.

IT STARTS AND END WITH YOU natürlich auch schon bekannt. Eine typische zum Himmel schreiende, großartige, breitbeinige Suede Single, die die Erwartungen im Februar hochgehalten hatte. „It starts and ends with you, it starts and ends with juuuuuuhu“.

SABOTAGE nimmt als erster Song ein wenig den Fuss vom Gaspedal. Erst im Mittelteil dreht der Song ins Hymnische, hat da doch Bernard Buttler mitgewirkt?  Der Song hat die vielleicht besten Anderson Lyrics seit langen.

FOR THE STRANGERS ist tatsächlich so eine Art musikalische Neuland. Der Song ist süss und einfach, was eigentlich keine Worte sind, mit denen man Suede normalerweise assoziiert. Die Melodie baut sich sehr subtil auf, mündet dann aber natürlich einem großen allumfassenden Refrain.

HIT ME ist eine schöne eingängige Popnummer, der man allenfalls eine etwas zu große Nähe zu „New Generation“ und vielleicht auch ein zuviel an Anderson typischer Lyrik nachsagen kann ("Come on and hit me, with your majesty, come on and hit me, with all your mystery"). Sei es drum, diesen Eindruck des zu Einfach-Gestrickten hatte ich damals bei ‚Dog Man Star‘ auch, heute ist es eine meiner Inselplatte.

SOMETIMES I FEEL I’LL FLOAT AWAY ist wunderschön gelungen. Ein balladenhafter Abgesang (auf was eigentlich? ;-), der punktgenau genau ist und sich einreiht in solche Klassiker wie „Still Life“ oder „The 2 of Us“. Mit diesem Song wird aber vielleicht auch das Dilemma der Platte sehr deutlich, wenn man es dann Dilemma nennen sollte überhaupt. Mit dem Comeback wird Suede nicht allzu viele neue Fans gewinnen können, noch weniger ehemalige Suede Hasser überzeugen können. Man muss diesen Pathos mögen, sich danach sehnen in ihm zu Baden. Ansonsten geht man darin unter.

WHAT ARE YOU NOT TELLING ME leuchtet das düstere Ende des emotionalen Spektrums aus und ist eine klare Verbeugung vor den ersten beiden Alben. Eine fast schon unheimliche Klavierballade, die in einem verzweifelten traurigen Refrain endet. Auch hier gilt wieder, diesen Song kann man nur hassen oder lieben, es gibt keinen Graubereich.

ALWAYS fällt ein wenig ab, auch wenn es kein wirklich schlechter Song ist. Der Chorus ist ein wenig flach. Zwischen zwei Highlights fällt das aber natürlich auf, vielleicht hat er beim Shuffle Mode mehr Glück ;-). Der Song wirkt etwas zu sehr designt und bleibt nicht wirklich hängen.

FAULTLINES reißt es als Abschluss dann wieder heraus, eine typische großartige, getragene, dramatische Suede Hymne, auch wenn es vom Sound mit den vielen Streichern eher in Richtung der Soloalben 3 und 4 von Brett Anderson geht.

Brett Anderson selber hat gesagt, dass „Bloodsports“ ein Bastard aus „Dog Man Star“ und „Coming Up“ sei. Darüber können die Fans trefflich philosophieren. Was „Bloodsports“ auf jeden Fall ist, es ist besser als die letzten beiden Outputs der Band. Das ganze Album wirkt sehr homogen und hat bis auf wenige Ausnahmen absolut gutes Songmaterial, es wirkt Suede typisch verführerisch und leidenschaftlich. Und gerade der letztere Aspekt, die Leidenschaft, erinnert mich daran, wie wundervoll und einzigartig diese oft unterschätzte Band war und mit diesem unerwartet guten Comeback wieder ist.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUEDE are really back !!!, 17. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Als ich vor 20 Jahren den Erstling dieser Band probehörte, wurde ich von der Wucht solcher Songs wie "Pantomime Horse", "Sleeping Pills" und "So Young" getroffen. Mit der Krönung ihres Schaffens im Zweitwerk "Dog Man Star" sollte mich SUEDE mit Meisterwerken wie z. Bsp. "The Two Of Us", "The Wild Ones" und "Introducing The Band" durch das Studium begleiten. Nach dem Abgang von Bernard Butler schlugen SUEDE poppigere Töne an, verloren sich dabei allerdings immer mehr im Mainstream, leisteten aber dennoch streckenweise weit überdurchschnitliches, was in "By The Sea", "Picnic By The Motorway", "Everything Will Flow" und "Unsung" festzustellen war.
2002 nach dem gefloppten "A New Morning" folgte die Trennung und lieferte zum Abschied noch ein Meisterwerk mit "Heroin" als B-Side auf der Single "Attitude".
In Brett Andersons Solo-Werken waren in den Folgejahren ebenfalls stellenweise tolle und gefühlvolle Balladen zu entdecken, auch das Reunion-Projekt mit Bernard Butler "The Tears" in 2004 brachte mit "Refugees" und " A Love As Strong As Death" hörenswertes hervor. Die große Klasse der Anfangsjahre von SUEDE wurde jedoch nicht mehr erreicht.
Entsprechend skeptisch hatte ich die Nachricht von einem neuen Album zur Kenntnis genommen.

Nun sind die 10 neuen Songs veröffentlicht und festzuhalten ist, dass meine Erwartungen weit übertroffen wurden.
Das schlechteste an BLOODSPORTS ist der Titel, der gehört auf ein Trashmetal-Album und nicht auf einen SUEDE-Longplayer. In nur ca. 40 Minuten Spielzeit hält allerdings SUEDE das Versprechen, sich mit den Songs zwischen "Dog Man Star" und "Coming Up" zu platzieren.
Keiner der 10 Songs ist als Ausfall oder Lückenbüßer zu bezeichnen, wenn gleich man das Album nicht unbedingt in ersten schnelleren Teil und einen langsameren zweiten Teil hätte einteilen müssen.
"Barriers" war schon vorab als freier Download bekannt und stellt einen würdigen Opener dar, als weitere Anspieltips sind "For The Strangers", "Sabotage" und "Faultlines"zu nennen.
Mit "Sometimes I Feel I'll Float Away" ist SUEDE etwas grandioses gelungen, man fühlt sich wieder in die große Zeit des Brit-Pop-Mitbegründers zurückversetzt. Einfach nur laut aufdrehen und Gänsehaut kriegen...
BLOODSPORTS ist zwar insgesamt kein neues Meisterstück a la "Dog Man Star", aber nicht weit weg davon und jedenfalls ein fulminantes Comeback, was sogar die "Times" zu Lobgesängen veranlasst hat!
Übrigens hat Brett Anderson noch in keinem SUEDE-Album besser gesungen, mit seiner Stimme ist es anscheinend wie mit einem guten Wein...
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5.0 von 5 Sternen Bach to the roots, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Leider bin ich erst heute beim Stöbern auf die "neue" Scheibe von Suede gestoßen, obwohl ich in den Neunzigern begeisterter Fan von ebendiesen war. Mag am schlechten Marketing liegen oder daran, daß ich es aufgegeben habe, Radio zu hören. Auf jeden Fall war ich froh, im Plattenladen einfach zugegriffen zu haben, denn auch wenn manche sich stetig musikalische Weiterentwicklungen wünschen, ich freue mich bei Suede auch Suede zu hören. Ich mußte schon die kreative Todesspirale von Depeche Mode erleben, die sich seit Violator leider immer weiter ins musikalische Aus manövrierten. Da freut es mich, dass Suede sich eben nicht an Zeitgeist und musikalischen Auswüchsen beteiligen.
Diese Scheibe ist einfach Suede pur, schöne Melodien, genialer Gesang, schrille Gitarren, viel Pathos und Melancholie.

Jetzt fehlt nur noch ne Violator 2 von Depeche Mode, dann wäre mein Glück perfekt.
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5.0 von 5 Sternen Absolute Kaufempfehlung, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Für Freunde britischer Gitarren-Popmusik ist die CD aus meiner Sicht unverzichtbar. Bloodsports knüpft sehr deutlich an die alten Werke von Suede an. Nach wie vor und wie ich meine wieder deutlicher wird die Lead-Guitar, die unter den melancholischen Gesang eine eigene Linie verfolgt. Hierfür sind Suede zwar bekannt; nach Songs wie Electricity etc. vergangener Tage konzentrieren sich Suede aber wieder und absolut vorteilhaft auf alte Stärken. Im übrigen sind und bleiben Suede eine "Live-Empfehlung".
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4.0 von 5 Sternen Endlich wieder, 21. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bloodsports (Audio CD)
Wie zu alten Zeiten. Immer noch schön. Gehen wohl wieder im allgemeinen Musikunverständnis unter...Damals wie heute ein "Hinhörer" und live ein Genuss
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Bloodsports
Bloodsports von Suede (Audio CD - 2013)
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