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Die Reise nach Sundevit

Ich weiß es selber schon nicht mehr, wie oft ich diesen 1966 in die Kinos der DDR gekommenen Film als Kind gesehen haben. Es müssen etliche Male gewesen sein aber ein jedes Mal wieder fieberte ich erneut mit dem kleinen Tim bei dessen aufregender Reise mit. Der Film berührte mich damals unwahrscheinlich stark und ich weiß noch, dass mir vor lauter Aufregung und Wut, wenn bei Tim seiner Reise wieder etwas schief lief, schon die eine oder andere große Kullertränen aus den Kinderaugen ran.

Eigentlich seit jenen Tagen zählt Benno Pludra, nach dessen 1965 geschriebenen gleichnamigen literarischen Vorlage dieser Film entstand, zu meinen Lieblingsschriftstellern. Als einer der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren der ehemaligen DDR wurden viele seiner Werke verfilmt und sind mir bis heute bleibend in Erinnerung geblieben. An dieser Stelle sei an Titel wie z. B. "Lütt Matten und die weiße Muschel" (1964), "Tambari" (1969) oder auch "Das Herz des Piraten" (1985) erinnert. Obwohl Benno Pludra in der Niederlausitz aufwuchs, schlug sein Herz schon seit frühester Jugend für die See und so sind dann auch einige seiner Werke mit deren Handlung und Figuren, hoch im Norden an der Küste oder zur See angesiedelt.

Dem Kinder- und Jugendfilm in der ehemaligen DDR zollte man stets einen immensen Stellenwert und hohe Beachtung. So gaben sich in den in der DDR für dieses Genre entstandenen Filmen neben namhaften und beliebten Schauspielern auch viele der bekanntesten Regisseure die Ehre.

Bei dem hier zu großen Teilen im Sommer 1965 auf Prerow abgedrehten Streifen war es kein Geringer wie der legendäre Heiner Carow (1929-1997) der hier für "Die Reise nach Sundevit" im Regiestuhl Platz nahm. Mit Filmen wie u. a. "Die Legende von Paul und Paula" (1973) oder auch "Coming Out" (1989), schrieb Heiner Carow als Regisseur, ohne an dieser Stelle zu übertreiben, Filmgeschichte. Zusammen mit Benno Pludra schrieb Heiner Carow auch das Drehbuch für "Die Reise nach Sundevit".

Auch wenn die erzählte Geschichte aus heutiger Sicht für Kinder sicher etwas den Bezug zur Realität verloren hat, weil wohl keiner der Steppkes von heut wohl noch etwas mit "Pionierstolz" oder der "NVA" anzufangen wissen, haben die vermittelten moralischen Werte in dem Film noch immer Bestand.

Und so bin ich mir ziemlich sicher, dass auch heute noch die Kinder genauso mitfiebern, wenn sie "Tim" (Ralf Strohbach) mit dessen Fahrrad auf seiner spannenden Reise begleiten. Dabei rinnt nicht nur "Tim" die Zeit wie buchstäblich der Ostseesand durch die Finger, sondern auch die gut einundsiebzig Minuten, welche der Film läuft, vergehen wie im Fluge.

Zuvor aber hat "Tim" noch so einiges zu erledigen, bevor er die Einladung einer Gruppe anderer Kinder annehmen kann, die ihn angeboten haben sie auf ihrer Reise hin nach Sundevit zu begleiten. Eigentlich will er nur schnell noch die vergessene Brille zu "Heinrich Bradenkuhl" (Hans Hardt-Hardtloff), einem Bekannten seines Vaters (Fritz Bartholdt) dem Leuchtturmwärter vor Ort, bringen. Auf dem Weg zurück wird "Tim" um weitere Gefälligkeiten gebeten und zeigt sich stets hilfsbereit, obwohl die Zeit bis zur Abreise mit den anderen Kindern immer knapper wird. Es kommt, wie es kommen muss und als "Tim" endlich am verabredeten Abreiseort ankommt, sind die Kinder schon weg.

Sie haben ihm aber einen Zettel da gelassen, auf dem sie ihn bitten nach Sundevit nachzukommen. Ganz allein macht sich "Tim" auf die Reise hin nach Sundevit. Aber ganz so einfach, wie er sich das vorgestellt hat, ist es dann doch nicht und so findet er sich, nachdem er mitten in eine Übung der Grenztruppen geraten ist, von einem Soldaten (Arno Wyzniewski) abgegeben, auf der Polizeidienststelle mit dessen ABV (Horst Drinda) wieder. Wird es "Tim" noch gelingen zu den anderen Kindern hin nach Sundevit zu gelangen oder soll der alte Kutscher, welcher meinte "Anderen helfen nützt nur, wenn man selber was davon hat", etwa tatsächlich recht behalten?

Eine Antwort darauf bietet der hier auf einer DVD im einfachen Amaray-Case vorliegende Film. Das Schwarz-Weiß-Bild präsentiert sich dabei im Format 4:3 in schon beinahe erstaunlich guter Bildqualität. Abgesehen von einigen kaum auffälligen kleineren Kratzern und Blitzern, kann man es fast nicht glauben, dass seit dem Dreh inzwischen beinahe ein halbes Jahrhundert vergangen sein soll. Stimmig gesetzte Werte und Einstellungen sowohl im Kontrast wie auch bei der Schärfe lassen die von Kameramann Jürgen Brauer eingefangenen Bilder auch noch nach so vielen Jahren einfach nur wunderbar lebendig wirken. Dass Schwarz/Weiß der Bilder zeigt sich nuancenreich und mit sattem Schwarzanteil in sich. Das Bild insgesamt wirkt über die gesamte Laufzeit von ca. 71 Minuten ruhig und ausgeglichen ohne erkennbares Rauschen in sich.

Die zum Teil mit einigen animierten Szenen sowie im Hintergrund zu hörender Musik gestaltenden DVD-Menüs sind übersichtlich und gut bedienbar. Unmittelbar nach Einlegen der DVD in den Player lässt sich über "Film Abspielen" mit der Wiedergabe beginnen. Auch wenn kein separat aufrufbares Kapitelmenü angeboten wird, so finden sich in dem Film einige gesetzte Marker zur optionalen Anwahl bei Bedarf.

Neben einiger Trailer zu weiteren durch das Label "Icestorm Entertainment" veröffentlichter Kinder- und Jugendfilme, findet sich noch ein weiteres Extra auf der DVD. Die Rede ist von dem 1962 in den DEFA-Studios für Trickfilme entstandenen und gut siebzehn Minuten laufende farbige Animationsfilm "Bootsmann auf der Scholle", zu dem Benno Pludra mit einem seiner Bücher ebenfalls die Vorlage lieferte.

Tonbewertung:

Wie schon das Bild zeigt sich auch der von der DVD vorliegende deutsche Ton im Format Dolby digital 2.0 für sein Produktionsalter gut erhalten. Die Dialoge aller Darsteller sind stets gut verständlich. Für die Musik in diesem Film stehen neben Karl-Ernst Sasse, der u.a. für zahlreiche der DEFA-Indianerfilme als Komponist tätig war, auch Wolfgang Ziegler. Dieser ist bis heute als Sänger auf den Bühnen des Landes unterwegs. Neben seiner Lieder aus der Zeit als Sänger bei der Gruppe "WIR" dürfte der Titel "Verdammt", der den Beginn seiner Solokarriere begründete vielen bekannt sein.

Gesamteindruck:

Obwohl so viele Jahre vergangen sind, dass ich diesen mit dem zauberhaften jungen Hauptdarsteller abgedrehten Film gesehn habe, hat er für mich nichts von seiner Faszination und Einzigartigkeit verloren. Auch wenn er inzwischen in seiner erzählten Geschichte von der Zeit eingeholt und auch überholt wurde, zählen die in und mit ihm vermittelten Werte nach wie vor. Der Film bietet den etwas größeren "Kindern" die Gelegenheit in nostalgischen Erinnerungen zu schwelgen oder den inzwischen eigenen Kindern oder auch Enkeln ein Stück ihrer Kindheit zu vermitteln und zu zeigen. Freude und beste Unterhaltung an diesen einfach nur zauberhaften Film dürften alle Generationen, selbst so viele Jahre nach seiner Premiere auch noch heute finden.
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am 31. Mai 2014
Vorbemerkungen
Die in der Original-Publikation kommentierten Szenenfotos müssen hier leider entfallen.
Das Werk
Heiner Carow führt uns in seinem Film durch die Erlebnistage eines noch nicht Zehn-jährigen, Sohn eines Leuchtturmwärters. Till verbringt seine einsam scheinende Freiheit damit, dass er sich Gestalten der „Schatzinsel“ als Sandfiguren aufbaut und mit ihnen diskutiert. Eines Tages findet sich ein kleines Zeltlager Jugendlicher, mit denen er sich anfreundet und die ihn zu sich einladen, mit nach Sundevit zu kommen. Bevordie 18 Jugendlichen abreisen, will Till für seinen Vater noch einen Botengang erledigen.
Daraus werden mehrere, und als er endlich mit dem Fahrrade nach Hause kann, stürzt
er und beschädigt sein Rad so schwer, dass er sich hoffnungslos verspätet. Zurückbleiben will der Junge nun wirklich nicht. Entschlossen reist er der Gruppe nach, und nach einigen Irrungen durchquert er militärisches Sperrgebiet, wird aufgegriffen und von der Polizei vernommen. Bei der Wahrheit geblieben, glaubt ihm der Beamte und gibt ihm eine zweite
Chance, sich mit der Gruppe zu treffen. Aber die Fähre ist schon weg. Er trifft einen
Bekannten, muss aber lange auf dessen Hilfe warten, und am nächsten Morgen, nachdem Till auf dem Baggerwohnschiff übernachten durfte, hilft man ihm weiter, mit Wissen seiner Eltern, und schließlich findet er sich bei der Gruppe glücklich ein und gelangt nach Sundevit.
Der ethische Aspekt
Sundevit heißt in der Übersetzung dieses Films Ziel eines Kindes. Till verkörpert einen Jun-gen, der hält, was er verspricht, der bei der Wahrheit bleibt, der sich nichts zu Schulden kommen lässt, der sich artikulieren kann, um seinen Platz zu verteidigen, der um Hilfe bittet und sich bedankt, so dass er eine Vorbildfunktion für Kinder seines Alters und darüber heute für die meisten Erwachsenen unserer Tage darstellt. Seine Hilfsbereitschaft drängt seine eigenen Wünsche zurück. Till muss sich bescheiden und anderen den Vortritt lassen, weil ihre Probleme durch ihn rasch lösbar werden, und somit kann er nicht nein sagen. Er kennt das Maß seiner Verantwortung und lässt niemanden im Stich. Dabei spielt es keine Rolle, ob er die Person kennt oder nicht. Uneigennützigkeit, Treue im Versprechen, Wahrheitsliebe, Tapferkeit, Anstrengungsbereitschaft, kurz, Tugenden, die man in Kindern findet, sind hier lebhaft herausgebildet, und somit wird man heute hämisch von „idealisiert“ oder „Utopie eines Menschenbildes“ höhnen, weil man diese Gesinnung samt der in ihr verankerten Tugenden den Kindern gründlich auszutreiben wusste und weiß. Die Regisseure der DDR hatten durchaus im Sinne, eine solche Ethik zu verteidigen und ihr ein Gesicht zu geben wie das eines Ralf Strohbach, der Till spielt und ein Kind mit normativer Begabung ist. Für diese Abenteuergeschichte konnte der Regisseur getrost auf ein solches Talent vertrauen. Die Por-traits, an den Schnittstellen der Handlung festzumachen, sprechen eine deutliche Sprache: Tills Erlebnisse in ihrer ihm eigentümlichen Charakteristik sprechen für alle Kinder, deren Gesinnung nicht verdorben wurde
Der schöpferische Vollzug
Unsere Geschichte spielt vor der Gesellschaft der DDR, sie wurzelt auf den dort im Volke verankerten, anerkannten Werten, und der Wert eines Menschen macht sich am Individuum fest, nicht am Funktionierenmüssen des Kollektivs, auch wenn es die Fanatiker gern so gesehen haben möchten. Merkwürdig mag erscheinen, dass wir keine Gleichaltrigen als Spielgefährten Tills kennen lernen. Das erklärt sich aus der Lage seines „Elternhauses“, der isolierten Lage des Leuchtturmes. Dass sich Till den älteren Jugendlichen anschließt und sogar mit ihnen fahren möchte, löst kein Misstrauen bei den Eltern aus. Sie wollen zwar die jungen Menschen kennen lernen, aber sie haben a priori keinen Argwohn, der scheint überhaupt in diesem Teile der DDR nicht nötig gewesen zu sein. – Jugend trägt hier das Symbol eines Vertrauens in die Zukunft, die woanders angesiedelt schien, aber zu Gast war und die Zelte kurzfristig wie fast vor der Tür aufgeschlagen hatte Was Till vorab erledigt, ist Hilfsbereitschaft, Uneigennützigkeit und ein enormer körperlicher Einsatz. Allerdings opponiert der Junge gegen Erwachsene, denen er gegenübertritt, wenn sie nicht erkennen wollen, was er ihnen an Opfern brachte. Nicht, dass der Junge damit prahlte, aber er verteidigt die Würde seines Einsatzes und die Mittel, die ihm dafür gewachsen sind. Lieber trägt er sein Fahrrad nach Hause, als dass er eines Menschen Gegenwart ertrüge, der nicht achten will, was sich der Junge für andere Menschen abverlangt hat. So wird dieses Kind zur Symbolfigur für einen Gesinnungskern, der eines Kindes würdig ist, der aber einer ganzen Gemeinschaft inne wohnen muss, will sie menschlich miteinander umgehen. Es ist auch ein Schutzschild gegen die Geringschätzung von außen, die noch heute von „Dunkel-Deutschland“ faselt und vergisst, dass wegen dieser heute fehlenden Tills die jetzige Bundesrepublik ein schwarzes Loch darstellt, in der Selbstsucht und Konkurrenzdenken alle Humanität geknebelt und gefan-gen halten. Das ist nicht der Fortschritt, den Kinder, in der Gestalt eines Till zum Beispiel, gerne gelebt haben möchten.
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am 1. Mai 2013
Es ist ein Film aus meinen Kindertagen. Ich habe das Buch gelesen, damals wieder und wieder. Und nun habe ich mir die DVD endlich kaufen können. Es ist ein Kinderfilm, der durchaus Tiefgang hat, was die Auseinandersetzung um Hilfsbereitschaft, um das Miteinander unterschiedlichster Menschen betrifft. Und es hat Charme, wie der Junge Tim Tammer versucht allen Gerecht zu werden und erkennen muß, daß das nicht in jedem Fall geht. Benno Pludra hat mit "Die Reise nach Sundevit" ein zeitloses, tolles Buch für Kinder geschrieben, Heiner Carow einen iebenswerten Film daraus gemacht.
Das versöhnlich stimmende Ende macht dann auch Mut für andere Menschen da zu sein. In unserer Jetztzeit mehr denn je eine Botschaft an uns alle!
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am 9. März 2013
ein sehr unterhaltsamer Kinderfilm ohne Gewalt und Verdummung aus einer etwas vergangenen Zeit
Film ist sehr schön und anschauenswert für alle Altersgruppen
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am 6. Mai 2013
natürlich sind die Bücher immer besser als die Filme, aber für mich gehört die Verfilmung dazu, super, dass es die Klassiker unserer alten Schulzeit auch im DVD Format gibt
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am 15. April 2013
so etwas geht nur in ostalgie, einfach genial, die kindheit lebt wieder auf, solche geschichten, anektdoten leben wieder auf, dies sucht seinesgleichen und wird es nie mehr geben
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am 5. März 2013
aus dem echten Leben entliehen und sehr realistisch umgesetzt
erzieherisch durchaus wertvoll und in vielen Punkten auch heute noch lehrreich für junge Menschen
gleichzeitig zeigt der Film eindrucksvoll die Entwicklung und das Leben in der DDR am Beispiel der beginnenden Freizeitindustrie
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am 1. April 2013
Das ist aus unserer Sicht zu zu empfelende Kult Geschichte ,die uns auch heute noch viel Spaß bereiten können & nicht nur uns!!!
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am 14. März 2013
Erinnerungen aus Kindertagen. Einfach nur schön und die Qualität ist auch akzeptabel. Von mir dafür eine 100 % ige Empfehlung!
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am 6. März 2013
Schöner Film aus guten alten Zeiten, solche Filme könnten Sie heute bringen und nicht solchen stuß wie zur Zeit im Tv läuft
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