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Kundenrezensionen

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am 14. Juni 2013
Max Emanuel Cencic und das junge Orchester Il Pomo d'Oro unter der Leitung von Riccardo Minarsi präsentieren hier eine wunderschön zusammengestellte Auswahl an Barockarien - aber nicht mit weihevollem Ernst, sondern lebendig und voller Lebensfreude. M. E. Cencis Stimme ist dabei immer voller Energie, anrührend in den langsamen Stücken (dolce mio ben...) und ein explodierendes Feuerwerk in den schnellen. Spätestens bei "Io son rea" rockt das Ensemble dann dermaßen, das man sich schon fragt, ob es einen bei einem Konzert noch auf dem Sitz halten würde (die Aufzeichnung eines "Venezia"-Konzertes in München, allerdings ohne das o.g. Stück, ist übrigens z.Zt. noch bei Arte Live Web zu sehen).
Von mir eine absolute Kaufempfehlung!
22 Kommentare3 von 5 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juli 2014
5 Sterne sind zu wenig.
Und was ich noch wichtig finde: wenn Sie das mp3 Album kaufen, bekommen Sie auch das Booklet.
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am 12. Februar 2013
DIE WELT, 2013_02_05:

KLASSIK IN KÜRZE

MAX EMANUEL CENCIC
Über den Wassern kastratengleich zu singen

Natürlich ist da eine Fantasmagorie, die immer funktioniert. Man sage "Venezia" und - bums - die Bilder sind da. Byzanz, Schwüle, Raffinesse, Müdigkeit. Kostbares Glühen, zartes Umwerben im Sfumato-Nebel der Kanäle und Brücken. Und alles das in Gestalt ausufernd verzierter barocker Opern-Solonummern von Vivaldi, Albinoni, Caldara, Gasparini, Giacomelli und Porta präsentiert der mit der Reife immer besser und gleichzeitig nuancenreicher werdende Countertenor Max Emanuel Cencic auf seiner jüngsten Vokalsammlung. "Venezia" ist Verheißung und eingelöstes Versprechen. Stilistisch elegant, technisch untadelig segelt diese Scheibe auf der Lagune leichten Wogen arienfein dahin. Woran auch das neugegründete, von Don Leon geförderte Ensemble Il Pomo d'Oro seinen instrumentalen Anteil hat.

Max Emanuel Cencic: Venezia (Virgin Classics)
44 Kommentare10 von 22 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Warum M.E.Cencic zu einem der besten Countertenöre unserer Zeit gezählt wird, war mir nie recht klar. Verglichen mit Fagioli, Jaroussky oder dem jungen hochbegabten Barna-Sabadus fällt seine Gesangskunst doch ziemlich ab. Natürlich verfügt Cencic seit seiner Anfangszeit bei den Wiener Sängerknaben über eine solide Technik, doch fallen besonders in den letzten Jahren immer mehr stimmliche Defizite auf: Mangelnde dynamische Modulationsfähigkeit, ein sehr metallischer, im oberen Bereich der zweigestrichenen Okatve regelrecht greller, im schlimmsten Falle sogar fast schon hysterisch wirkender Stimmklang und die Tendenz Koloraturen gehetzt und mechanisch herunterzusingen. Am besten präsentiert sich der Sänger bei langsameren Stücken in tiefer bis mittlerer Lage, bei denen es oft ergreifende Momente zu hören gibt. Diese Nummern auf der neuen CD sind es auch, die mich am meisten überzeugt haben, die virtuosen Arien kranken m.E. entschieden an oben beschriebenen Mängeln.
Sehr enttäuschend ist, dass von den 11 Arien der magere 63 Minuten langen Gesamtspielzeit nur 5 Ersteinspielungen sind. Warum hat Virgin hier nicht die Chance genutzt, mehr unbekannte Musik aufzunehmen? Von weitestgehend vergessenen Komponisten wie Porta und Selitto hätte man gerne etwas mehr gehört, anstatt sich bei den zu vielen, doch sehr stereoytpen Vivaldi-Arien zu langweilen - aber ohne das Zugpferd Prete rosso geht es anscheinend nicht. Unverständlich ist auch, dass Galuppi als für Venedig so zentraler Komponist der Zeit zwischen Barock und Frühklassik auf diesem Rezital völlig fehlt. Das noch nicht sehr bekannte, nur aus Streichern und Continuo bestehende Ensemble "Pomo dŽoro" begleitet meist sehr gekonnt, nur gelegentlich verfallen die Musiker in die Unarten scheppernder Fortissimoakzente. Äußerst schade auch, dass keine einzige Arie mit den so gattungstypischen solistischen Blasinstrumenten mit aufgenommen wurde. Wäre die CD inhaltlich interessanter geraten, wären 4 Sterne durchaus angemessen gewesen, so bleibt trotz manch schöner Momente doch ein insgesamt leicht unbefriedigender Gesamteindruck zurück.
77 Kommentare15 von 34 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Februar 2013
Schon seit Jahren ist zu beobachten, dass Max Cencic, dessen Gesang in langsamen, traurigen Stücken durchaus beachtlich ist, gegen die Natur seiner Stimme und sein Talent singt und sich damit keinen Gefallen tut. Vielleicht meint der Sänger, gegen sein eher androgynes (so nennen es zumindest viele) Timbre mit Stärke angehen zu müssen – aber warum eigentlich? In der vorliegenden Einspielung geht dieser Trend weiter auf einer CD, bei der sich EMI anscheinend bemüht hat, möglichst viel Geld zu sparen – nur Besetzung mit Streichern, kein einziger Bläser, Aufnahme in einem (wie man auf den Videos sehen kann) kleinen Raum und mit kleiner Besetzung, und vor allem Arien, die man schon anderswo gehört hat, und viel von Vivaldi. Das mit einem Ensemble, das durch plötzliche krasse Lautstärkeausbrüche in den lebhafteren Stücken den musikalischen Gesamtzusammenhang zerreißt und damit keinen guten Eindruck hinterlässt. Vor allem aber hört man von Cencic eine weitere Steigerung seiner Eigenheiten. In der Höhe drückt der Sänger so sehr auf die Tube, dass sein Ton einfach unschön gellend und scharf wird; dabei hätte Cencic es durchaus nicht nötig, zu schreien. Aber da nützt auch sein im piano durchaus schönes Timbre nichts, um den Gesamteindruck zu retten. Vor allem, weil Cencic offenbar meint, heroische Stücke seien am besten, deren Koloraturen dann aber ohne rechte Phrasierung völlig mechanische herunterrattert, als ginge es ihm darum, möglichst bald fertig zu sein. Und in den dramatischen Stücken setzt er seine Stimme wieder zu stark, zu hart ein, als dass er den richtigen Ausdruck träfe. Zudem hört man hier überwiegend Vivaldi, während einige bedeutende Komponisten der Zeit gänzlich ausgelassen wurden. Alles in allem kein großer Wurf. Schade.
11 Kommentar7 von 18 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. März 2013
Wunderschöner Barock. Cencic und Pomo d'Oro - besser geht's nicht. Sie können sich nur selbst übertreffen; und das mit einem Life-Erlebnis.
0Kommentar2 von 7 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. März 2013
Musik für die Seele - eine meiner schönsten und liebsten Barock-CDs. Ich werde sie - mit Begeisterung - an Freunde weiter empfehlen.
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