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am 21. Januar 2013
Diese nun vollstaendige (?) Ausgabe der von Otto Klemperer fuer EMI eingespielten symphonischen Werke Mozarts ist eine grosse Repertoire-Bereicherung, selbst wenn die meisten der Einspielungen irgendwann schon einmal auf CD erhaeltlich waren.
Hier werden erstmals die fruehen Aufnahmen aus den 50er Jahren denen der 60er Jahre gegenuebergestellt. Wirklich nur die ganz spaeten Aufnahmen, etwa nach 1963, bestaetigen das Vorurteil, bei Klemperer gaebe es langsame Tempi. Fuer den Rest stimmt das so nicht.
Man sollte sich im Uebrigen nicht von den Zeitangaben der Tracks taeuschen lassen: bisweilen wurden die Wiederholungen im Kopfsatz ausgelassen, und das wohl um unmusikalische Unterbrechungen eines Satzes auf den (aus technischen Gruenden) zeitbegrenzten Seitenspieldauer der LP-Ausgaben zu vermeiden. Dadurch laesst sich eben fuer die Kopfsaetze nicht von der Spieldauer auf die Tempi schliessen.
Nach wie vor ist es die Klarheit und die Ausarbeitung der Orchesterstimmen, die die Qualitaet der Klempererschen Aufnahmen ausmacht.
Und es sind eben auch diese Symphonien, die mich am meisten beeindrucken und begluecken: gerade in der beruehmten Prager Symphonie sind die Holzblaeser so wichtig, natuerlich auch in der Linzer Symphonie. Ebenfalls sehr lobenswert ist die Wiederveroeffentlichung der Serenaden, in denen eben auch die Holzblaeser eine grosse Rolle spielen.
Von der Prager sind hier zwei Aufnahmen beruecksichtigt, von der ich sogar die zweite, juengere Aufnahme der aelteren (in Mono) vorziehe (In der Reihe Great Conductors of the 20th Century is vor einigen Jahren noch eine Aufnahme dieser Symphonie aus Berlin, in Mono, erschienen, die ebenso ueberzeugend ist). Welch eine Balance zwischen den verschiedenen Orchestergruppen.
Eine Entdeckung fuer mich waren auch die Einspielungen der Symphonien Nr. 33 und 34, die ich so noch nicht gehoert habe.
Ich moechte diese Aufnahmen nicht missen.
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Otto Klemperer (1885-1973) hat sich in seinen Londoner Jahren immer wieder mit Mozarts Sinfonien beschäftigt. Sie standen häufig auf seinen Konzertprogrammen, und die wichtigsten hat er zwischen 1958 und 1966 aufgezeichnet. Diese Aufnahmen haben bis heute nichts von ihrem Wert verloren. Es sind unverzichtbare Alternativen zu Bruno Walters späten Einspielungen derselben Werke.
Klemperers Mozart ist monumental, bedeutungsschwer, völlig querständig zu den Lesarten seiner zeitgenössischen Kollegen, wie Karl Böhm (DGG), Bruno Walter (CBS) oder George Szell (CBS). Mit letzterem verbindet ihn allerdings die klare, analytische Sichtweise, doch eigentlich sind seine Versionen mit keiner anderen Einspielung zu vergleichen.
Aber, wie könnte es bei Klemperer anders sein, er fasziniert, nicht anders als bei Beethoven, Brahms und Mahler, auch bei Mozart vom ersten bis zum letzten Takt. Seine Darlegungen zeugen von Größe der Sicht und einem Ernst, der das Bild des "apollinischen Jünglings", das in vielen anderen Produktionen vorherrscht, gehörig konterkariert. Im deutschen Kulturraum hatten Klemperers Mozart-Aufnahmen bei ihrem ersten Erscheinen alles andere als einen leichten Stand, während sie in England sofort hochgelobt und als beispielhaft beschrieben wurden. Erfreulicherweise findet aber Klemperers pathetische Sichtweise inzwischen auch bei uns immer mehr Freunde. Es ist nicht zuletzt dem weitsichtigen EMI-Produzenten Walter Legge zu danken, daß er Klemperer zu dieser Aufnahmereihe bewegen konnte. Das 1946 von Legge gegründete Philharmonia Orchestra London folgt den Vorgaben des großen Dirigenten auf vorbildliche Weise und mit nie versagender Kompetenz.
Es ist höchst erfreulich, daß Warner Classics, die Rechtsnachfolgerin des untergegangenen EMI-Konzerns, diese Aufnahmen der Vergessenheit entrissen und in erstklassiger Klangqualität und bester Ausstattung neu aufgelegt hat. Auf insgesamt 8 CDs werden hier erstmals alle instrumentalen Mozart-Aufnahmen, die Klemperer ab 1954 für EMI eingespielt hat, wieder zugänglich gemacht. Das bedeutet, daß mehrere Sinfonien (Nr. 29, 38-41) doppelt vorliegen, einmal die frühen Produktionen aus den 1950er Jahren, die z.T. noch in Mono aufgezeichnet wurden, sowie die späteren Neuaufnahmen in Stereo. Zusätzlich gibt es noch die Ouvertüren zu den Opern "Die Entführung", "Zauberflöte", "Le nozze di Figaro", "Don Giovanni" und "La Clemenza di Tito", sowie einige Serenaden, darunter auch die lange vergriffene "Gran Partita" KV 361 aus 1963, die lange als Referenz gehandelt wurde. Hier können wir den Dirigenten sozusagen als "Kammermusiker" erleben. Selbstverständlich darf auch die berühmte "Kleine Nachtmusik" KV 525 nicht fehlen, die ebenfalls in zwei Aufnahmen (1956 und 1964) vorliegt. Bei Klemperer klingt sie in beiden Fällen etwas ernster oder "nächtlicher" als wir es sonst zu hören gewohnt sind. Schließlich sei noch die ausdrucksstarke, tief empfundene "Maurerische Trauermusik" KV 477 genannt, die man nie mehr vergißt, wenn man sie einmal unter Klemperers Stabführung gehört hat.
Eine schöne, repräsentative Kassette, die jedem Klemperer-Verehrer höchst willkommen sein dürfte. Sie ist mit einer knappen, aber guten Textbeilage ausgestattet.
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am 1. August 2015
Die an Höhepunkte nicht arme Diskographie des deutsch-jüdischen Dirigenten Otto Nossan Klemperer, hat hier einen seiner zahlreichen Gipfelpunkte erreicht, Klemperer dirigiert Mozart streng nach der Partitur und nicht nach dem ewig gestrigen in der Schmonzette Amadeus Minute für Minute wiedegekäuten Mozartbildes des Justin Bieber des Rokokos. Klemperer und Mozart, das waren zwei Seelenverwandte, die sich von Jahr zu Jahr immer besser verstanden hatten, oder vielmehr eine Einheit bildeten. Klemperer lies Mozart in seinen Körper und mutierte bei dem Komponisten zu einem Rasterelektronenmikroskop, das Details freilegte, die kein anderer Dirigent erkannte oder erkennen wollte. Mozart komponierte eine mosaiksteinhaften Stil, der sich zu einem prächtigen Kunstwerk sich vereinigte. Wenn Mozart ein Vivace schrieb, dann ist es bei Kl'empereur ein Vivace, lebhaft und nicht hektisch, wenn Mozart ein Adagio schrieb klingt das getragen feierlich, und nicht kitschig, sowiec so die Motivische Arbeit, die neben Mozart vielleicht nur Richard Wagner so kongnial betrieb, beherrscht der herausragende Bruckner und Mahlerdirigent im Schlafe. Es ist einfach eine Offenbarung Klemperers Mozart zu hören. Jede Phrase ist durchdacht, keine einzige unnötige Subjektivität, kein Ertränken im Vibrato; wie es die deutsche Mozartschule der dark ages der deutschen Kultur der fünfziger Jahre taten, aber auch kein verhungernder Klang, (gibt es den bei den so genannten HIP Dirigenten, da höre ich nur Geräusche), sondern ein wahrer Mozart, bei dem kein Auge trocken bleibt, die Gänsehaut sich über meinen Körper verbreitet, und am Schluss ich mit Kurt Weil und berthold Brecht sage, das ist große Kunst, da ist nichts!!! selbstverständlich.Die Ouvertüren sind noch das Sahnestück nach den Symphonien, Klemperer erkennt, das Mozart neben Benjamin Britten der Komponist war, der Menschen am besten beobachten konnte, und das hört man in den Opernouverturen , die die Vorlüfer der heutigen Filmmusiken sind. Und auch das wird hier einleuchtend realisert, das man sagen kann, das kann man nicht besser machen.
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Klemperers Mozart kommt (nicht immer, aber sehr oft) einer Neu-Entdeckung des Komponisten gleich. Das galt natürlich in - der mal pauschal gesagt: "Vor-Harnoncourt-Zeit" natürlich ganz besonders, aber auch heute, da wir so viel neue Ansätze des Muszierens in der älteren Musik, der Klassik und auch der Ronatik erleben, ist die Sicht Klemperers immer noch ganz frisch - und anders ...

Schön, dass die EMI nach langer Zeit die Klemperer-Aufnahmen als Boxen herausbringt - auch mit den älteren Mono-Alternativaufnahmen. Konsequent und wirklich spannend wäre gewesen, bei dieser Ausgabe diese frühen Aufnahmen in der Mono- und der teilweise auch vorhandenen Stereo-Version derselben Einspielung (mit unterschiedlichen Equipments aufgenommen!) gegenüber zu stellen. Der unterschiedliche Höhreindruck ist erstaunlich! Und warum nutzt EMI nicht konsequent die bestmöglichen Digialtransfers? Zwei vertane Chancen!
Der Klang der Überspielungen ist zwar gut, in 90% der Stücke aber den Japan-Ausgaben unterlegen. Diese sind voluminöser, glanzvoller, räumlicher feiner in der Auflösung und natürlicher in den Orchesterfarben. Allerdings eben auch weniger "clean", nämlich mit etwas mehr Band-Hiss und hie und da Rumpeln im tieffrequenten Bereich...

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Über ein Feedback (Kommentare) zu meinen Bemühungen des Rezensierens würde ich mich freuen! Lesen Sie gern auch andere meiner weit über 200 Klassik-Besprechungen mit Schwerpunkt "romantische Orchestermusik" (viel Bruckner und Mahler), "wenig bekannte nationale Komponisten" (z.B. aus Skandinavien), "historische Aufnahmen" und immer wieder Interpretationsvergleiche und für den Kenner bzw. Interessierten meist Anmerkungen zum Remastering!
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Oktober 2014
Klemperers Mozart sucht nichts weiteres hinter den Noten, das ist viel und manchmal zu wenig auf einmal. Das "Unsterbliche" -oder das "Kräutlein NiesmitLust" (zu der "Pastete Suzeräne") fehlt bei diesem großen Dirigenten, den ich noch von einem Berliner Beethovenabend 1966 in Erinnerung habe, leider, z.B. bei der von Schmidt-Isserstedt aufgeführt unsterblichen Prager Sinfonie. Aber seine frühere Aufnahme der A-Dur-Sinfonie KV. 201 (Mitte der 50er Jahre, mit dem Philharmoniaorchester) war und ist unvergeßlich.
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