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38 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Federleichter Trip um den Globus
Eine Journalistin um die 50 gewinnt eine halbe Million und macht wahr, worüber sehr viele sehr viel reden, ohne es je zu tun: Sie unternimmt eine Art immobile Weltreise, verbringt 12 Monate in 12 Städten und legt darüber sehr persönlich Zeugnis ab.

Wer über dieses Buch spricht, muss über den Menschen Winnemuth reden - anders klappt...
Vor 19 Monaten von FG veröffentlicht

versus
82 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Reiselust weckt, aber die Welt nur rosarot erträgt ...
Meike Winnemuths "Das große Los" ist sicher ein Buch, das Lust auf Reisen macht. Durch die Texte kann der Leser den Tatendrang und die Reisefreude der Autorin mitfühlen. Sie trifft Menschen und Kulturen und geht ein Jahr darin auf. Allerdings strotzt das Buch auch vor Naivität und teilweise fragt sich ein kritischer Leser, was Frau Winnemuth von der Welt,...
Vor 20 Monaten von Andreas (Media-Mania) veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Fernweh und Lust auf mehr!, 31. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein wunderbares Buch. Es macht Lust zu reisen und sich einfach etwas mehr zu trauen. Mein Lieblingszitat aus dem Buch: "Das Leben schrumpft oder dehnt sich aus, proportional zum eigenen Mut" von Anais Nin.

Auch Frau Winnemuth hält es so wie ich: Den Mutmuskel muss man trainieren, sonst verkümmert er. Ich kann ihr nur zurufen: Richtig so! Weiter so! Und bitte eben dann auch drüber schreiben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend kurzweilig, 11. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe zum Thema Quizshows recherchiert und stieß dabei auf Meike Winnemuths Buch. Eigentlich habe ich nicht allzu viel erwartet, aber das Buch liest sich gut und die Beobachtungen was die verschiedenen Städte, vor allem aber auch sich selbst angeht , die Winnemuth in den Mittelpunkt des Buches stellt, inspirieren. Für jeden auf der Suche nach dem nächsten Schritt im Leben auf jeden Fall empfehlenswert.
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Macht Laune, 20. März 2013
"Das große Los" hat mir gut gefallen. Es ist ein sehr persönliches, sympathisches und liebevoll gestaltetes Buch (da lohnt sich auch der Kauf der gebundenen Ausgabe!).

Was ich persönlich am meisten daran mochte, waren gar nicht mal unbedingt die Beschreibungen einzelner Begebenheiten oder der Eigenheiten des jeweils besuchten Ortes. Vielmehr fand ich klasse, was die Autorin gewissermaßen auf der Metaebene über ihre Aufenthalte in den verschiedenen Städten bzw. über die Reise insgesamt schreibt. Deshalb hat mir gerade auch der Abschnitt gut gefallen, der sich auf die Zeit nach ihrer Rückkehr bezieht.

Beim Lesen habe ich mich immer wieder dabei ertappt, die Erfahrungen der Autorin auf mich selbst zu beziehen: Hätte ich diese Stadt als Teil meiner persönlichen Weltreise gewählt? Warum ja, warum nein? Wie hätte ich mich in verschiedenen der geschilderten Situationen verhalten?
Das Buch bringt frischen Wind in die eigene Gedankenwelt.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Lektüre, 28. Juli 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr (Kindle Edition)
Das Buch ist ganz klar nicht als Reisebericht zu verstehen sondern als persönliches Experiment. Somit ist es aber ganz unterhaltsam und sympatisch geschrieben, stellenweise auch mit einer gewissen Portion Witz. Das eine oder andere lernt man dabei, hauptsächlich ist diese Lektüre aber ein netter Zeitvertreib.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr überraschendes Buch, nicht nur über eine Reise, 22. Januar 2015
Bis ich dieses Buch las, kannte ich Meike Winnemuth nicht. Auch als Gewinnerin bei Günther Jauch war sie mir nicht in Erinnerung.
Das Taschenbuch kaufte ich aus einer impulsiven Entscheidung heraus, weil mich Reiseberichte generell interessieren und weil es auf dem Angebotstisch meiner Buchhandlung lag.
Ich begann die Lektüre also völlig unvoreingenommen ohne irgendwelche Erwartungen ...... und ich war schnell "gefesselt".
Jeden Tag las ich ein Kapitel, also über eine Reiseetappe ihres Trips um die Welt.
Also:
1. man merkt sehr schnell, dass Meike nicht zum ersten Mal schreibt, beruflich vorbelastet ist und weiß, sich auszudrücken
2. die Struktur des Buches und seiner Kapital ist ungewöhnlich, clever und interessant gewählt. Über jede Stadt und Ihre Erlebnisse und Eindrücke dort schreibt sie in Form eines fiktiven Briefes and eine Person aus Ihrem Leben.
3. Das, was sie schreibt, ist nicht nur ein reiner "Tätigkeitsbericht" über ihre Aktivitäten in den jeweiligen Städten, sondern es gibt viele interessante,quasi "philosophische" Exkurse.
4. Man erfährt über ungewöhnliche Ideen, die sich einfach so ergeben haben und die einem Anregungen geben, wie man selbst mal bei einer seiner nächsten Reisen, sein Erleben etwas "aufpeppen" kann.
5. Sehr gelungen finde ich das 10-Punkte-Resumee, das sie immer am Ende eines Kapitels (bzw. Briefes) über ihre Reiseetappen zieht. Diese haben eine ganz besondere Qualität und lassen einen nachdenken.
6. Letztendlich gibt sie auch viele gute generelle praktische Tipps hinsichtlich Reisegaderobe und -ausstattung, die selbst mir als "Vielreisenden" neue Anregungen gaben.

Ich habe dieses Buch von Seite 1 bis zum Ende sehr genossen und kann nur bestätigen, dass Meike zu Recht für den Grimme-Preis vorgeschlagen war. Zur Zeit liest das Buch meine Frau mit dem selben Interesse und der selben Zustimmung.

Es hebt sich wohltuend, interessant und äußerst kurzweilig von vielen anderen Reiseerzählungen ab, die ich schon gelesen habe.
Abschließend noch der Hinweis, dass dieses Buch eigentlich eine "Zusammenfassung" ihres Online-Blogs über diese Reise war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gespickt mit interessanten Infos, nur der Schluss dauerte ein bisschen lang, 16. Dezember 2014
Das Buch ist kein literarisches Großereignis, nein, aber erwartet das jemand von einem solchen Buch über das Reisen? Reisen ist Bildung, klar, aber Reisen ist auch Unterhaltung - "die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch (selbst) auf Reisen, so Goethe. Wenn ich Gewichtiges lernen oder über die Zusammenhänge allen Lebens erfahren will, so fahre ich am besten selbst los, weil ein Buch eben ein Buch eben ein Buch ist. Aber dafür brauche ich erst einmal diesen Tritt in den Allerwertesten, meistens irgendjemanden, der mir einen Ort ein bisschen schmackhaft macht, jemanden, der mich ein bisschen kitzelt und herauslockt aus meinem Schneckenhaus. Und das macht Meike Winnemuth ganz gut.

Gespickt sind ihre Kapitel dann allerdings mit kurzweiligen, interessanten Informationen und einige Male hatte ich diese tollen Aha-Effekte, die mich beim Lesen am Leben erhalten. Ich habe einige Male das Buch aus der Hand gelegt und habe insgesamt trotz der sehr wohlklingenden Sätze somit ewig dafür gebraucht. Aber nicht, weil der Autorin das Buch nicht gelungen ist, sondern weil ich über dieses und jenes erst einmal selbst so ins Schwärmen oder Staunen oder Nachdenken geraten bin, dass ich den Moment des Aha-Effektes einfach ausnutzen und das Buch zunächst zur Seite legen musste. Musste, musste.

Natürlich hatte sie auch entsprechende Mittel für diesen Urlaub, natürlich hat sie es sich gut gehen lassen und nichts auszustehen gehabt (was sich sicherlich auch sehr gut lesen gelassen hätte), aber was los mit ihr ist, steht ja schon auf dem Cover. Das ist ja kein Kriterium für das Buch. So geht nunmal die Geschichte, sonst gäbe es das Werk ja gar nicht.

Das einzige, was mir nicht so ganz gut gefallen hat, aber das ist vielleicht einfach ein ganz persönliches Empfinden, ist der Schluss des Buches. Die Geschichte hat hintenraus noch so einen langen Schwanz, der für meinen Geschmack zu viel erklärt und rechtfertigt, wo mir ein kurzer Abriss ihrer "Zeit danach" absolut gereicht hätte. Diese positive Lust allein auf das Reisen und das Unterwegssein geht da in meinen Augen ein ganz kleines bisschen verloren. Ich habe da ein bisschen schneller gelesen.

Summa summarum ist es aber ein sehr schönes Buch, unterhaltsam, kurzweilig, gespickt mit interessanten Informationen, sehr flüssig geschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sich selbst im Fremden und in der Fremde finden, 8. März 2014
Genau dies scheint Winnemuths Anliegen zu sein, als sie nach dem Halbmillionengewinn bei Jauch die Gelegenheit beim Schopf fasst und sich für ein Jahr aus ihrem Heimatland verabschiedet. Der Einstieg in ihren Reisebericht nimmt sich zwar etwas zäh aus, schnell zeigt sich jedoch, dass "Dranbleiben" sich lohnt. Es ist ein Großprojekt der Selbsterkenntnis sein Ich zwölf Mal in eine andere Stadt hinein zu tragen, dabei mit geradezu naiv-kindlicher Neugier auf andere Menschen zuzugehen, sich auf die jeweiligen Besonderheiten des Lebensstils einzulassen, ohne Berührungsängste Neues zu lernen und schließlich darüber zu schreiben. Es geht nicht darum, so macht Winnemuth immer wieder deutlich, im Touristenmodus einen Katalog von Sehenswürdigkeiten abzuarbeiten, sondern vielmehr darum dem partikularen Lebensgefühl des Landes in der jeweiligen urbanen Konzentration nachzuspüren, es für sich selbst zu destillieren und in sich aufzusaugen. Mit anderen Worten: die vielfältigen Aktivitäten nach außen, so etwa Spanischlernen und Tangotanzen in Buenos Aires, erhalten ihre Wertigkeit nicht auf der ersten Ebene des Berichts, sondern erst durch ihre Spiegelung über das Bewusstsein der Autorin (und zwar mehr als es selbst bei expositorischer Literatur ohnehin der Fall ist). Sie erhebt damit nicht den Anspruch in irgendeiner Weise objektiv zu sein, sondern was zählt, ist die Reiseerfahrung in ihrer subjektivsten Ausprägung. So wird auf der inhaltlichen Ebene das Fremde der Ichbildung dienstbar gemacht, ist in hermeneutischer Prozesshaftigkeit zum einen rückbezüglich auf die Ebene der Autorin und zum anderen zum Leser hinstrebend. Dass dabei die eine oder andere Bemerkung fällt, die heftig ist und in einigen Rezensionen zu Recht moniert wird (krassestes Beispiel wohl: "Weltweit nerven Männer häufiger, als dass sie nicht nerven"), bleibt nicht aus.
Den subjektiven Charakter unterstreicht außerdem die monologische Briefform. Winnemuths Reisekapitel sind ausnahmslos als Briefe an unterschiedliche Personen konzipiert, an FreundInnen, an die Eltern und nicht zuletzt an "mein jüngeres Ich". In diesem Brief, aus Kopenhagen, manifestiert sich die Selbstbespiegelung, hier die nahezu therapeutisch anmutende Spaltung des Ich in schreibendes, älteres, Subjekt und beobachtetes, jüngeres, Objekt, auf besondere Weise. Dieser Text nimmt im Gesamtzusammenhang des Buches eine Sonderstellung ein, bleibt aber insofern unausgegoren, als grundlegende philosophische Themen, etwa Zeit und Glück, kurz aufblitzen, jedoch nicht vertieft werden können.
Hinzuzufügen sind noch zwei Dinge: 1. "Das große Los" ließe sich gut vergleichen mit Gilberts "Eat, pray, love" (Selbstfindung) und mit Kerkelings "Ich bin dann mal weg" (ebenso Selbstfindung und, rein formal: "10 Dinge, die ich in XY gelernt habe" gehen mit Kerkelings "Erkenntnis des Tages" konform). 2. Es passt zwar zu dem Losreisen ohne Plan, dass die Wahl der einzelnen Ziele nur knapp begründet wird, allerdings hätte man sich da schon ein bisschen mehr gewünscht: warum London und Kopenhagen, nicht jedoch Oslo, Paris oder Rom? Warum Shanghai, nicht jedoch Peking? Es passt allerdings zum subjektiv orientierten Konzept, dass Winnemuth darüber nicht so viele Worte verliert.
Das rundum narzisstische Unterfangen ist in ein durchweg optimistisches Buch verpackt und wirkt ansteckend. Es macht Lust auf ein Sabbatjahr, lädt dazu ein die ausgetretenen Pfade der Existenz zu verlassen und Essenz zu suchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nicht entweder-oder, sondern sowohl-alsauch, 23. Februar 2014
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meike Winnemuth gewann 2010 bei " Wer wird Millionär " eine halbe Millionen.Auf die Frage was sie mit diesem Geld machen will, antwortet sie spontan " Eine Weltreise ! " Doch als sie wieder zur Besinnung kommt, überlegt sie sich " Will ich das wirklich ? Der Wunsch war bei de freien Journalistin, die schon als Jugendliche anfing Reisen in Europa zu machen, immer schon da. Bisher hatte sie gedacht dies finanziell nicht erlauben zu können. Zu sehr steckte die typisch deutsche Vernunft noch in ihrem Blut. Doch mit dem Gewinn bei Günther Jauch stand dem nichts mehr im Weg. Heike Winnemuth suchte sich 12 Hauptstädte rund um den Globus aus, in denen sie jeweils 1 Monat bleiben wollte. Der Anfang startete in Sydney, den Schluss bildete Havanna.
Heike Winnemuth lässt den Leser in diesem Buch teilhaben an ihren Reiseerlebnissen, Eindrücken,Gedanken und Veränderungen an ihrer eigenen Person und ich muss sagen, ich habe das Buch verschlungen.

Wer hat nicht selbst schon einmal daran gedacht den Alltag hinter sich zu lassen, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Heike Winnemuth hatte den Mut und hat es nicht bereut. Eine andere Weltsicht, weitere Gedankengrenzen und die Erfahrung " Nicht entweder- oder, sondern sowohl- als auch stellt sie fest, denn die Einstellung ist entscheidend. Warum soll man seinen Grenzen eng stecken, wenn der Blick hinter den Horizont doch soviel Interessantes und Schönes bereit hält, man muss sich nur von seinen liebgewonnenen Gewohnheiten und seinem Sicherheitsdenken trennen und den Sprung ins kalte Wasser wagen und man merkt im Laufe der Zeit, was dieser Schritt mit einem macht.
Die Autorin beichtet aber nicht nur von positiven Erlebnissen, sie lässt auch negative Erlebnisse und Gedanken zu und man merkt, dass sie auch daran reift und stark wird. Sie lernt viele interessante Leute kennen, führt über die Zeit einen Block, durch den sie viele Tipps bekommt und Wünsche von Leuten erfüllt, die in dem jeweiligen Ort , in dem sie sich aufhält , machbar sind. Auch merkt sie, dass es diesen Gewinn eigentlich gar nicht gebraucht hat, denn sie hat großzügig geplant und arbeitet unterwegs, was ihr auch leichter von der Hand geht, als zu Hause.
Ja , und das Heimkommen fällt ihr dann schon recht schwer. Erst zurück in Deutschland merkt sie, wie diese Reise sie verändert hat, dass sie mit Wenigem auskommt und doch reichbeschenkt wird durch Eindrücke und Freundschaften, die sie nicht missen möchte.

Ich habe Heike Winnemuth schon manchmal beneidet, um ihre Freiheit diese Entscheidungen treffen zu können. Sie sagt selbst, dass dies auch nur möglich war, weil sie unabhängig ist. Meine Reiselust ist auf jeden Fall noch stärker geweckt worden, als sie sowieso schon ist ,und mein Mann und ich verschieben dieses Abenteuer dann eben in unseren Ruhestand.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Besondere im Alltäglichen entdecken, 12. April 2013
Von 
Jetzt raffe ich mich auf, um das schon reichlich rezensierte Werk von Meike W. zu kommentieren.
Ich habe mir das Buch runtergeladen, nachdem mir ein Freund begeistert von einer Radiobesprechung erzählt hat und die Leseprobe sehr flüssig und interessant wirkte.
Thema Reisen ist immer gut und die Idee, in 12 Monaten in 12 Städten der Welt zu leben gefällt mir.
Dass die Autorin vorher eine halbe Million gewonnen hat, scheint im Buch keine große Rolle zu spielen, ist aber ebenfalls nicht alltäglich.
Ich habe den Text, der durchweg im Stil einer flotten Reportage gehalten ist, sehr gerne gelesen. Was Frau W. den einzelnen Orten abgewinnt, ist nicht immer so originell, aber dennoch interessant genug, um dran zu bleiben.
Ukulele spielen....Kopfkissen sticken....Aufträge ausführen, die über ihren Reiseblog von wildfremden Menschen angesagt werden. Wie reizvoll und belebend, sich dem Zufall, dem Augenblick, dem Spontanen hinzugeben.
Wie wäre es, eine Umgebung zu erkunden, einfach konsequent rechts - links abzubiegen, ohne zu wissen, wohin das führt? Auf das zu achten, was dir unterwegs begegnet. Das "Sehenswürdige" völlig neu zu definieren.
Augen, Ohren und das Herz zu öffnen, weniger für die Bauwerke und Sensationen als für Stimmungen, Menschen und Begegnungen.
Natürlich klingt manches auch ein wenig bemüht. Nach dem Motto: Je skurriler, desto besser....
Natürlich gibt es auch ein paar weniger geglückte Kommentare. Zum Beispiel der, dass Männer weltweit mehr nerven, als dass sie nicht nerven ( eins von 10 Fazits nach Havanna). Ich kann nachvollziehen, dass sich Männer da auf den Schlips getreten fühlen. Wehe, wehe ein Mann wage ähnliches über Frauen zum Besten zu geben....
Aber so what!
Es sollte doch erlaubt sein, die persönliche Wahrnehmung zu äußeren in einer autobiographischen Reisebeschreibung.
Dass sich Meike Winnemuth mehrmals ausdrücklich selber richtig gut findet und ganz und gar einverstanden ist mit sich und ihrer Art das Leben zu genießen ist mir zugegeben auch erst mal ein wenig aufgestoßen. Beim Nachdenken komme ich aber zu dem Schluss, dass es eigentlich prima ist, wenn jemand sich selber mag und das auch zugibt. Es ist nur...zumindest in Deutschland...etwas ungewohnt.

Insgesamt bewegen mich die konservativen, modernen, arroganten, offenen, verspielten und straighten Impulse überwiegend positiv und hinterlassen eine Inspiration, die Dinge, Menschen um mich herum mit frischem Blick zu betrachten. Öfters mal die Routine brechen, etwas mal anders machen, anstatt etwas anderes zu tun, das könnte sich lohnen.
Fazit: man braucht nicht um die Welt zu reisen, um zu entdecken, was wirklich Freude macht und innerlich berührt. Aber manchmal hilft es, Abstand zu nehmen. Auch räumlich.
Reisen kann bilden, muss es aber nicht. Dableiben auch.

In diesem Sinne....wer wird Millionär?
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider war ich enttäuscht, obwohl der Blog sehr gut war, 28. Januar 2014
Wer nach einer negativen Bewertung über dieses Buch schon wieder von Neidhammel spricht, ist nicht ganz gescheit.

Ich fand Frau Winnemuth in der Jauch-Sendung interessant, die Geschichten über ihre Projekte, z.B. das blaue Kleid oder Blind Dates als angeblich reiche Frau waren sehr aufschlussreich, witzig und originell und nachdenkenswert. Durch Zufall habe ich von der Reise erfahren und auch den Blog mit großem Interesse gelesen, vieles gelernt. Beispielsweise wusste ich nicht, dass man mit einem israelischen Visumstempel im Pass dann nicht mehr in die arabische Welt einreisen darf, oder auch den Link zu "Sabbatical Homes" habe ich mir notiert. Ich reise als Frau am liebsten allein, der Blog war wertvoll für mich.
Dann war ich bei einer Lesung in München, die ich katastrophal fand, auch mein Begleiter war sehr gelangweilt und hat sich irgendwann sein Smartphone geschnappt und rumgedaddelt; da ich das nachvollziehen konnte, gabs auch keinen missbilligenden Blick von mir.
POsitiv ist zu bemerken, dass Frau W. vor dem Eingang des Literaturhauses gleich auf der Treppe saß, um Autogrammwünsche zu erfüllen. Berührungsängste hat sie nicht.

Eine Horde höriger Frauen strahlten Frau Winnemuth an, als sei sie der Erlöser ihrer ungelebten Träume. Das hatte fast schon Sektencharakter und ich habe mit großen Augen beobachtet. Alles, was Frau Winnemuth an diesem Abend erzählte, hatte sie schon x-mal in Talkshows erzählt, und fast mit denselben Worten. Ihre Ankündigung, sie wäre bei einer Andreas-Altmann-Lesung gewesen, um zu lernen, wie man eine Lesung macht, hat Großes erwarten lassen. Zwischen Altmann und ihr liegen jedoch Welten. Es ging gar nicht um spannende Reiseerlebnisse, sondern um Klein-Mädchen-Gedüdel und ach, hier ist die Teekanne, die mein Zuhause geworden ist, und sie ist immer dabei und so weiter und so fort. Mit lautem Gepritschel wurde dann auch mehrfach mit bedeutungsschwangerem Gesicht Tee in die Tasse gegossen, damit auch jeder sieht, zu welch großen emotinalen Beziehungen Frau W. fähig ist. Ich war etwas angewidert.
Gelesen hat sie dann z.B. ein Kapitel, in dem sie einen Brief an sich selbst als junges Mädchen schreibt, der sinngemäß so endet: Und das mit der Dauerwelle überlege dir noch mal. Gäääähn ... Ich wollte eigentlich keinen Hanni-und-Nanni-Leseabend. Ich bin davon ausgegangen, dass Frau W. eine erwachsene Frau ist, aber irgendwie habe ich das Gefühl von Leere nach diesem Leseabend, und nach dem, was sie in Talkshows so verzapft. "Was du bist spricht lauter, als was du sagst". Ich möchte von ihr nichts mehr hören oder erfahren.
Ich gehe zu sehr vielen Lesungen in München, von Mankell über Altmann über damals Ustinov über Irving, ich liebe Lesungen. Ich weiß, was eine gelungene Lesung ist. Diese war nicht gelungen. Das lag an den langweiligen Kapiteln dieses Buches.
Ich habe es dann nur geliehen, ich wollte Frau Winnemuth nicht unnötig noch mehr Geld in die Kasse spülen, hätte das Buch aber durchaus gekauft, wenn ich es genossen hätte. Schon die Form hat mich gelangweilt. Es sind Briefe an... wo dann manchmal die Reise beschrieben wird, die in den Fakten schon allesamt im Blog zu lesen war. Aber sehr viel Gefühlvolles ihrer Person, Befindlichkeiten, und vor allem der Versuch, in jedem Satz eine originelle Komik unterzubringen. Außerdem mag ich es nicht, von diesen Weltreise-Bloggern ständig den moralischen Zeigefinger vorgehalten zu bekommen, weil sie meinen, den anderen mitteilen zu müssen, wie Leben wirklich geht.
Ich habe das Buch dann nur noch überflogen in der Hoffnung, irgendwo noch einen interessanten Reisebericht zu finden. Vergeblich.
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