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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit
Als ich das Buch begonnen habe, wusste ich nicht, was mich genau erwartet. Ich ging von einer rührenden Liebesgeschichte aus. Von einer verloren geglaubten Liebe, die nach vielen Jahrzehnten wiedervereint wird. Natürlich ein Happy End, wie in Hollywood.
Doch je mehr ich in die Geschichte eintauchte, wurde mir bewusst, welch traurige und erschütternde...
Vor 15 Monaten von Heike Herrmann veröffentlicht

versus
54 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kitschig, unrealistisch und doch interessant
Aufgrund der sehr positiven Rezensionen habe ich mir das Buch gekauft, kann aber die Begeisterung der meisten Leser nur bedingt teilen. Und ja, ich bin eine Frau und durchaus empfänglich für manche Schmonzette, so sie denn gut geschrieben ist. Ich hatte vielleicht einen Drei-Groschen-Roman erwartet, denn da darf alles unrealistisch und wie im Märchen...
Vor 16 Monaten von Angelika Kershally veröffentlicht


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54 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kitschig, unrealistisch und doch interessant, 14. Mai 2013
Von 
Angelika Kershally (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Aufgrund der sehr positiven Rezensionen habe ich mir das Buch gekauft, kann aber die Begeisterung der meisten Leser nur bedingt teilen. Und ja, ich bin eine Frau und durchaus empfänglich für manche Schmonzette, so sie denn gut geschrieben ist. Ich hatte vielleicht einen Drei-Groschen-Roman erwartet, denn da darf alles unrealistisch und wie im Märchen sein.

Aber nein: Kitsch trifft auf grausame Historie.

Der Inhalt wurde bereits hinreichend beschrieben, daher nur kurz: Es geht um Hope, die am Cape Cod ein Bäckerei führt, ihre pubertierende Tochter Annie und Hopes Großmutter Rose, die an Alzheimer erkrankt ist und in einem lichten Moment Hope eine Liste mit Namen gibt. Sie bittet ihre Enkelin nach Paris zu fliegen, wo ein Familiengeheimnis aufgedeckt und die ganze Identität der Familie, beruhend auf den Ereignissen des 2. Weltkrieges, auf den Kopf gestellt wird.

Positiv: Das Buch hat richtig großes Potential. Im Prinzip ist das eine tolle Geschichte, die nicht nur hinsichtlich der Auschwitz Erzählungen sehr bewegend ist, sondern die vor allem hinsichtlich der drei Weltreligionen zum Nachdenken anregt. Ich wusste zb. nicht, dass Muslime im 2. Weltkrieg den Juden geholfen haben. Recherchiert man im Internet, stimmen diese Geschichten tatsächlich. Angefangen von französischen Muslimen hin zu den albanischen Muslimen (kommt ja auch in der Geschichte vor) und sogar in Tunesien gab es Moslems, die Juden versteckten. Betrachtet man die Tatsache, dass die Juden nach dem Krieg ein ganzes Land annektierten und seit 70 Jahren mit dem Hintergrund der eigenen Geschichte geradezu unfassbaren Völkermord an den Moslems begehen, so war diese Information, dass Moslems zu Tausenden Juden geholfen haben, der für mich berührendste Aspekt im Roman von Kristin Harmel. Schade, dass dieser Aspekt offenbar so unbekannt ist und somit beide Seiten daraus nicht lernen können oder wollen.

Der zweite Aspekt, den ich positiv und berührend empfand, war die Beschreibung der Alzheimerkrankheit von Rose. Auch die Beziehung von Hope und der pubertierenden Tochter Annie fand ich sehr gut beschrieben. Ein grundsymphatischer Charakter war Gavin! Alter spielt in der Liebe keine Rolle!
Fast schon banal erscheint es mir, zu erwähnen, dass ein weiterer positiver Aspekt für mich die Backrezepte von Hope (eigentlich von Rose) waren, die wunderbar in das Buch eingeflochten sind und doch so viel mehr Bedeutung haben, als einfach nur Backrezepte zu sein. Wie viele andere Rezensenten regen mich diese Rezepte durchaus zum Nachbacken an.

Nicht unbedingt negative, aber doch kritische Aspekte:
Das Buch trieft nur so vor Kitsch und wird somit dem schlechten Cover gerecht. Bei der Prinzessinnen Geschichte und der Königin mit der Fackel, bei der J. dann tatsächlich verweilt, musste ich doch arg mit den Augen rollen. Auch an anderen Stellen des Romans ging es mir teilweise ähnlich. Das toppt Rosamunde Pilcher noch um Längen. Vielleicht aufgrund dieser unglaublich schmalzigen Erzählweise habe ich bei diesem Buch (sorry an all die, die Tränen vergossen haben) nicht ein einziges Mal geweint.

Der Roman ist bis ins tiefste unrealistisch. Eben ein Märchen. Gerade, weil er aber mit so vielen wahrheitsgemäßen Details aus der Historie gespickt ist, hat mich nicht nur der Kitsch, sondern auch die fehlende Realitätsnähe der Geschichte der Protagonisten gestört. Natürlich ist mir klar, dass man in einem Roman manches raffen muss, um den Leser bei Laune zu halten.
Ab Seite 120 überschlagen sich die Ereignisse, Hope trifft in Paris, innerhalb weniger Tage immer genau die richtigen Leute, findet im Eiltempo zwei wichtige Überlebende und klärt ebenso im Eiltempo das Schicksal der anderen Personen auf. Die echte Recherche nach all den Personen, die sie suchte, hätte in der Realität sicher Monate, wenn nicht Jahre gedauert.

Dass Hope als erfahrene Bäckerin und somit Gastronomin in Zeiten des Internets und in Zeiten, wo man an jeder Ecke der Welt mittlerweile Baklawa wie zb auch Falafel kaufen kann, nicht weiß, dass es sich bei Baklawa, welches sie jahrzentelang herstellt, um arabische Spezialitäten handelt und dies mit 36 Jahren erst in einer Moschee in Paris herausfindet, scheint mir restlos an den Haaren herbeigezogen.

Auch sehr unrealistisch ist aus meiner Sicht, dass Rose, die ja immer spürte, dass Jacob noch lebt, in 70 Jahren nie selbst nach ihm gesucht hat. Dass sie 1949 aus Angst nicht selbst nach Paris reiste, konnte ich nachvollziehen, danach aber blieben 70 weitere Jahre, in denen sich die Welt verändert hat. Spätestens nach dem Tod ihres zweiten Mannes, hätte sie zumindest für sich selbst recherchieren können. Dass sie ihr Geheimnis so lange für sich behält, bis es fast zu spät ist, macht natürlich die Tragik der Geschichte zweier verlorener Seelen aus. Für mich ein wenig zu viel Tragik. Wer sich so verbunden fühlt mit seiner großen Liebe und auch nach der vermeintlich Todesnachricht den Tod des anderen nicht fühlen kann, sucht der nicht verzweifelt nach Hinweisen, anstatt jahrzentelang nur in die Sterne zu schauen?

Auch kam mir Ted ein wenig zu gut in der Geschichte weg. Der Mann hat zwei Leben aus purem Egoismus zerstört. Natürlich weiß man nicht, wie man selbst gehandelt hätte, daher finde ich Teds Handlungsweise sogar realistisch beschrieben, das allumfassende Verzeihen der anderen allerdings arg aufgesetzt.

Auch die Beerdigung am Ende, als die wichtigen Protagonisten der Vergangenheit in einer Grabstätte gemeinsam ihre letzte Ruhe finden...puuuuh. Vielleicht schließt dies die Gabe des Verzeihenkönnens im Buch auf runde Weise ab, um es dann am Ende doch mal positiv auszudrücken.

Fazit: Das Buch ist durchaus lesenwert und bietet aus meiner Sicht sogar Stoff für eine Verfilmung. Allerdings hoffe ich, dass diese dann zwei oder drei Teile hätte, das Drehbuch realistischer würde, um einen wirklich restlos mitzureissen und nicht am Ende den faden Beigeschmack einer Pilcher Schmonzette hat. Dafür sind die Themen im Buch viel zu ernst, auch wenn es alles in allem natürlich um das wunderbare Thema Liebe geht.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit, 3. Juni 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Solange am Himmel Sterne stehen: Roman (Kindle Edition)
Als ich das Buch begonnen habe, wusste ich nicht, was mich genau erwartet. Ich ging von einer rührenden Liebesgeschichte aus. Von einer verloren geglaubten Liebe, die nach vielen Jahrzehnten wiedervereint wird. Natürlich ein Happy End, wie in Hollywood.
Doch je mehr ich in die Geschichte eintauchte, wurde mir bewusst, welch traurige und erschütternde Thematik die Autorin verarbeitet hat.
Ein Thema, das einen nicht kalt lassen kann, egal wie viel Zeit seitdem vergangen sein mag.... zweiter Weltkrieg, Holocaust, Judenverfolgung, Auschwitz, Massenmorde.... mehr muss man wohl nicht sagen.
Allerdings hat es Kristin Harmel geschafft, dieses traurig grausame Thema,
in mitten einer zuckersüßen Story zu verpacken. Ihr ist die Balance zwischen trauriger Zeitgeschichte und einer wunderschönen Liebesgeschichte, die über alle Zeiten und Jahrzehnte überlebt hat, perfekt gelungen. Deshalb muss man als Leser von der Thematik her keine Angst haben, denn es wird hier zwar realistisch, aber mit viel Fingerspitzengefühl erzählt. Hut ab, kann ich da nur sagen, denn viele Autoren würden sicher lieber die Finger davon lassen und lieber auf Nummer sicher gehen, ohne einen solch traurigen Hintergrund.

Das Familiengeheimnis, das in der Geschichte gelöst wird, finde ich nicht einmal weit her geholt. Sicher geschahen in dieser traurigen Zeit, ganz ähnliche Schicksale. Vielleicht wurden diese aber nie aufgelöst, wer weiß...mehr möchte ich dazu nicht sagen. Verraten möchte ich nichts.

Die Schreibweise war sehr flüssig und es gab viele, sehr berührende Szenen und Dialoge, die sehr weise, wunderschön und sich somit unvergessen machten.

Erzählt wird aus der "Ich"-Form von Hope und teilweise aus der Sicht von Rose. Sie "träumte" sich quasi durch die Vergangenheit. Dadurch kam man beim lesen der Wahrheit immer weiter auf die Spur.
Bis zum Schluss konnte ich mir nicht hundertprozentig sicher sein, wie die Geschichte enden würde. Das hielt die Spannung konsequent an. Einiges konnte man erahnen, aber vieles kam dann doch wieder ganz anders.

Als kleines extra, gab es zwischen den Kapiteln einige Backrezepte von Keksen, Kuchen usw., alles Leckereien, um die es sich in dem Buch auch sehr dreht. Sehr schöne Idee!

Fazit:
Eine wirklich wunderschöne, wenn auch teilweise bittersüß traurige Familiengeschichte, die sehr das Herz berührt.
Absolute Leseempfehlung!
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56 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das GELEBT werden will!, 8. Mai 2013
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Hope ist Mitte 30, alleinerziehende Mutter einer 12jährigen Tochter und Enkelin einer Großmutter, die an Alzheimer erkrankt ist und im Heim lebt. Meistens erkennt Rose (die Großmutter) Hope nicht bei deren Besuchen, doch eines Tages hat sie auf einmal lichte Momente, in denen sie klar zu sein scheint. Als Hope mit ihrer Tochter ins Heim fährt, möchte Rose mit den beiden ans Meer fahren um dort ein Gebäckstück zu zerbröseln und ins Wasser zu werfen. Natürlich sind Hope und Annie ratlos und wissen nicht, was in Rose gefahren ist. Doch als Rose Hope einen Zettel gibt, auf dem sich Namen und Jahreszahlen befinden und sie Hope dazu ermuntert, nach Paris zu fahren, um dort in die Vergangenheit ihrer Großemutter zu tauchen, kann Hope sich nicht lange gegen den Wunsch wehren. Sie lässt die kleine Familienbäckerei ein paar Tage geschlossen und begibt sich nach Frankreich, um dort auf ein wahnsinniges Geheimnis zu stoßen, mit dem wohl niemand (auch ich nicht!) gerechnet hat.

Es ist eine dieser Geschichten, von denen man schon ahnt, dass es tränenreich und ergreifend wird. Diese Geschichten, bei denen man das Gefühl hat, dass man die Charaktere (die einem schon nach ein paar Seiten ans Herz gewachsen sind) beschützen möchte. Man möchte nicht, dass sie Dinge erfahren, die sie aus ihrer Lebensbahn reißen könnten. Und dennoch möchte man dabei sein, wenn sich ihr Leben ändert und auf einmal alles ganz anders ist, als sie ihr Leben lang dachten.

Cover und Titel lassen vermuten, dass es sich um einen reinen Liebesroman handelt. Doch das ist es nicht. Es ist vielmehr die Geschichte von Rose und Hope. Großmutter und Enkelin. Die das, was sie hatten, verloren haben oder verlieren werden und gleichzeitig Neues "gewinnen".

Sehr betroffen macht mich auch (und da verrate ich jetzt kein "Geheimnis" des Buches, denn im Interview hat die Autorin auch schon darüber gesprochen) alles, was in dem Buch mit Auschwitz zu tun hat. Ich lese es und weiß ja, dass all das passiert ist. Aber noch nie waren die Geschehnisse von damals "so nah" an mir dran wie in dieser Geschichte. Es ist so furchtbar, dass es auf der Welt, in der WIR leben, mal Menschen gegeben hat, die diese Dinge mit anderen Menschen gemacht hat. Und natürlich ist auch heute noch alles schlimm, was Menschen mit Menschen in Kriegsgebieten machen.

Können wir nicht alle einfach nur über Bücher reden, über Blumenwiesen tanzen und uns lieb haben? Warum muss es Waffen geben? Und Krieg? Und Hass? Wann erkennen diese Menschen, dass es ein WUNDER ist, dass uns allen das Leben geschenkt wurde? Dass es nicht selbstverständlich ist, dass es DICH, DICH und DICH und auch MICH auf dieser Erde gibt! Und auch, dass die Liebe nicht selbstverständlich ist.

Mich machten diese Gedanken sehr traurig und die Geschichte in diesem Buch ging mir tagsüber nicht aus dem Kopf und ich freute mich darauf, abends endlich weiterlesen zu können. Es fühlte sich an, als würde es Rose und Hope und all die anderen wirklich geben.

Am Ende fragte ich mich, ob es wohl Menschen gibt, die bei diesem Roman KEINE Träne vergießen? Vorstellen kann ich es mir nicht. Ich habe für die letzten 50 Seiten insgesamt ca. drei Stunden gebraucht. Nur deshalb, weil ich mich so schwer von den Menschen darin lösen konnte und weil ich immer wieder weinen musste.

Nach "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes für mich das zweite Buch in diesem Jahr, das mein Herz auf eine fast schon unheimliche Art und Weise berührt hat.

Erwähnenswert finde ich auch die Rezepte für Kuchen und Plätzchen, die sich an jedes Kapitelende heften. Ich habe in meinem Leben noch nie gerne gebacken, aber nach dem Lesen der Geschichte rund um Rose und Hope fühle ich mich regelrecht 'verpflichtet', alle Rezepte nachzubacken. Ich bin es ihnen irgendwie schuldig. Und wenn ein Buch SOWAS mit mir anstellt, dann frage ich mich wirklich, ob es nun wahr war, was ich gelesen habe, oder ob es wirklich nur der Fantasie der Autorin entsprungen ist.

Ein Buch, nach dessen Ende man erst einmal eine ganz lange Zeit einfach nur schweigen möchte. Weil man die Charaktere so lieb gewonnen hat, sie vermisst und man den Gedanken eben nicht los wird, dass es Rose, Hope, Annie und all die anderen doch irgendwo da draußen wirklich gibt ... Wundervoll!

Ich habe dieses Buch nicht gelesen, sondern GELEBT!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schönes Cover, wenig dahinter... Weltgeschichte trifft auf kitschiges Märchen, 15. Juli 2013
Von 
Buchtastisch - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
"Bevor ich mich versah, war ich zur Bewahrerin eines Traums geworden, der nicht meiner war. In der Zwischenzeit war mir alles entglitten, wovon ich je selbst geträumt hatte." (S. 56)

Inhalt:

Hope hat es nicht leicht: Ihre Bäckerei steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Dazu ist die Mittdreißigerin alleinerziehende Mutter einer 12jährigen Tochter. Ihre eigene Mutter ist bereits an Krebs verstorben und ihre Oma Rose ist im Pflegeheim mit Alzheimer. Als diese Hope in einem lichten Moment bittet nach Paris zu fahren, um zu erfahren was mit diversen Familienmitgliedern im 2. Weltkrieg passiert ist, weiß Hope noch nicht, dass sie dabei ist ein wohlbehütetes Familiengeheimnis zu lüften...

Die Buch-Abrechnung:

+ Tolles Cover: Ich gebe es zu: Ich konnte an diesem Buch nicht vorbei laufen ohne es zu kaufen. Das Cover hat mich sofort angesprochen. Wunderschön! Und der Klappentext klang ja auch wirklich ansprechend.

+ Der geschichtliche Hintergrund: Interessant fand ich es, dass in die kitschige Geschichte die Geschehnisse des 2. Weltkrieges in Paris eingewebt waren. Dies bringt die Autorin gut rüber und es macht einem einmal mehr bewußt was für eine schlimme Zeit das damals war.

- Die Längen: Das Buch hat teilweise deutliche Längen, die man hätte rauskürzen können. Ich habe mich beim Lesen stellenweise gelangweilt und fand das Buch zeitweise richtig zäh.

- Zu kitschig: Die Geschichte hätte ja Potenzial gehabt, aber die Autorin Kristin Harmel greift tief in die Kitschkiste. Und ja, manchmal mag ich Kitsch. Aber hier trifft Weltgeschichte auf kitschiges Märchen und das ist einfach nicht stimmig. Und leider konnte mich dieser Kitsch auch nicht berühren. Das Buch hat mich - leider - nicht zu Tränen gerührt, obwohl es garantiert Tränenpotenzial gehabt hätte.

- Viel zu unrealistisch: Hope stösst bei ihrer Recherche kaum auf Hindernisse. Da geht alles Zack-zack! Hope erfährt innerhalb kürzester Zeit was mit allen Personen passiert ist, jeder Hinweis führt sie auf eine erfolgreiche Spur. Das ist leider total unglaubwürdig. Außerdem frage ich mich bis heute warum Rose nie selbst nach diesen verschollenen Personen gesucht, v.a. nach ihrer großen Liebe, wenn ihr diese wirklich so sehr am Herzen lagen.

- Kein bleibender Eindruck: Je weiter es zurückliegt, dass ich das Buch gelesen habe, desto blaßer ist die Erinnerung daran. Das Buch konnte absolut keine Spuren bei mir hinterlassen. Und ehrlich gesagt war ich auch froh als ich es endlich beendet hatte. Es war nicht meins, konnte nicht berühren und dadurch blieb es viel zu oberflächlich.

FAZIT: Langweiliger Kitsch-Schmöker, der mich nicht überzeugen konnte. Lediglich der geschichtliche Hintergrund bietet ein paar interessante Momente. Der Rest bleibt sehr blaß und der Funke ist bei mir einfach nicht übergesprungen.

Ich vergebe nur selten 5 Sterne (4 Sterne ist bei mir eine gute Bewertung!), deshalb zur Info mein Bewertungssystem:
1 Stern: Finger weg!
2 Sterne: Konnte mich nicht überzeugen.
3 Sterne: Ordentliches Buch. Nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut.
4 Sterne: Gutes Buch mit kleinen Schwächen – auf jedenfall lesenswert!
5 Sterne: Lieblingsbuch – muß man gelesen haben <3
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen berührend, ergreifend, schön, 5. Mai 2013
Von 
"Solange am Himmel Sterne stehen, werde ich dich lieben." (S. 85)

Mir geht es wie den meisten die versuchen eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben. Denn ich frage mich auch gerade wie ich euch von diesem schönen Buch erzählen soll, ohne das ich zu viel von der Handlung preisgebe.

In diesem Buch geht es um die Liebe. Die Liebe zur Familie, die Liebe zu einem Mann, neue Liebe, alte Liebe, wahre Liebe, Liebe aus Vernunft, aber auch über den Verlust von geliebten Menschen.

"Ich meine, dass wir überall von Liebe umgeben sind", sagt Alain. "Aber je Älter wir werden, desto schwieriger wird es, Liebe genau vor unseren Augen zu sehen oder die Liebe in unser Herz zu lassen und wirklich an sie zu glauben. Und wenn du die Liebe nicht in dein Herz lassen oder dich nicht dazu durchringen kannst an sie zu glauben dann kannst du sie auch nie wirklich fühlen." (S. 275)

Als Rose einen Tag hat, an dem ihre Gedanken nicht durch den Schleier ihrer Krankheit vernebelt sondern klar sind, wird ihr bewusst, dass sie ihr bestgehüteste Geheimnis preisgeben muss. Aus diesem Grund schickt sie Ihre Enkelin Hope, mit einer Liste voller Namen nach Paris. Dort soll Hope herausfinden was aus den Menschen auf dieser Liste geworden/passiert ist. Mit der Liste in der Hand macht Hope sich auf die Reise, eine Reise von der sie nicht wusste das Sie nicht nur ihre Zukunft sondern auch ihre Vergangenheit verändern wird.

Erzählt wird dieser Roman hauptsächlich aus der Sicht von Hope. Hin und wieder aber wird umgeschwenkt in die Gedanken von Rose. Was uns in einer Art Rückblick noch mehr aus Rose Geschichte preis gibt.. Das Geflecht wie sich diZitronen-Trauben-Käsekuchen e Geschichte aufbaut hat mir super gefallen. Jedes Kapitel greift ineinander, sodass man immer ein Stückchen mehr erfährt. Vorallem die Rückblenden sind hier auch sehr clever eingesetzt.

Besonders gefallen hat mir auch die Idee, die Bäckerei die seit Jahrzenten in Rose und Hopes Familie ist, so mit in die Story einzubinden und ihr diese Bedeutung zu schenken (welche darf ich natürlich jetzt nicht verraten ;-P) Für alle, denen bei den Leckereien der Bäckerei Wort wörtlich das Wasser im Mund zusammenläuft, sind im ganzen Buch verteilt einige Rezepte zum nachbacken. Ich habe mich schon am Zitronen-Trauben-Käsekuchen aus diesem Buch versucht und kann nur sagen sehr sehr lecker!

Auf der Reise in Paris passieren manche Ereignisse recht "schnell, die im realen Leben mit Sicherheit schleppender voran gegangen wären. Hier darf man einfach nicht aus den Augen lassen, dass es sich um einen Roman handelt. Denn gerade durch den realen Geschichtlichen Hintergrund und dem tollen Schreibstil der Autorin, könnte man glauben das es sich um eine wahrheits begebene Erzählung handelt.

Ich kann nicht wie einige Rezensenten sagen, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Doch ich kann sagen, dass mich das Buch jedes mal wenn ich es aufgeschlagen und weitergelesen habe, mehr und mehr mitgerissen und auch an manchen Stellen ergriffen hat.

Fazit:

Ein wunderbares Buch, dass bewegt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Andere Erwartungen, 25. Oktober 2013
Wer hätte gedacht, dass sich hinter einem solchen Cover (und noch bezeichnender ist das Cover der Originalausgabe The Sweetness of Forgetting) ein Buch … ups, das darf ich vermutlich nicht verraten (- werde es aber später tun).

Rose McKennas Alzheimererkrankung frisst sich langsam durch ihr Hirn, lässt sie immer mehr und mehr vergessen und nur in wenigen lichten Momenten ist sie sich ihrer Enkelin Hope bewusst, die ihre Bäcker- und Konditorei (deren Rezepte im Buch enthalten sind) übernommen hat. Doch Blicke in die Sterne bringen ihr zumindest ihre Vergangenheit immer wieder klar vor Augen – eine Vergangenheit, die sie viele Jahrzehnte ganz bewusst verdrängt hat.

Während Hope mit ihrer aufmüpfigen Tochter, ihrer Scheidung und dem Schuldenberg, der sich über ihrem Kopf aufgetürmt, zu kämpfen hat, bittet ihre Großmutter sie um einen letzten Gefallen: Sie soll nach Paris und dort Gewissheit bekommen über… über was, das weiß Hope nicht so genau.

Doch als sie die Wahrheit aus der Vergangenheit mehr und mehr herausschält, kommt es zu der Art von Geschichte, die ich so gar nicht von diesem Buch erwartet habe: Trotz aller oben genannten Probleme, ist der Anfang es Romans ebenso wie ihre süßen Teilchen und das englische noch mehr als das deutsche Cover sehr zuckrig. Ob mir das gefällt oder nicht, dessen bin ich mir bisher noch unschlüssig, aber generell war der Roman flüssig und gut geschrieben… Und wer sich überraschen lassen will, hört hier auf zu lesen.

Dieses generell Zuckersüße und auch das unrealistische, denn viel zu gute Ende ist mit einer Geschichte verknüpft, die die Judenverfolgung in Frankreich beinhaltet. Auf einmal wird der Leser in einen Roman hineingeworfen, der immer noch die kitschige Liebesgeschichte ist, wie das Cover sie andeutet (und zwar sowohl in der Jetztzeit, als auch in der Damalshandlung), aber die hässliche Vergangenheit der Nazizeit mit einer Verständigung aller Religionen verbindet, da sie neben Familienzusammenführungen auch die angeblich zahlreichen Judenrettungen durch Muslime in Paris zum Thema macht. Ein sehr hochtrabend-moralisierendes Märchen also, wenngleich ich zugeben muss, dass ich ein paar Tränen nicht zurückhalten konnte.

Insgesamt entscheide ich mich gegen eine Leseempfehlung, auch wenn das Buch nicht schlecht war, und möchte euch stattdessen “Sarahs Schlüssel” ans Herz legen. Ähnliches Setting, gleiches Thema, gleiches Land, aber viel besser.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Habe schon bessere Geschichten, dieser Art, gelesen, 20. Juli 2013
So lange am Himmel Sterne stehen , besticht in erster Linie durch das schöne Cover (zumindest wurde dadurch mein Interesse geweckt). Auf den Inhalt geh ich nun nicht genauer ein, da dies hier schon zu Genüge getan wurde. Soooo warum also 3 Sterne ? Die goldene Mitte sozusagen. Die Erklärung ist ganz einfach. Es hat mich einfach nicht so gepackt, wie andere Bücher die in diese Richtung gehen. Ich bin großer Kate Morton, Anette Dutton oder auch Lucinda Riley Fan. Ich mag Geschichten mit zwei Zeitsträngen, die sich verbinden und man von der Gegenwart in die Vergangenheit reisen kann. Hier jedoch hat es lange gedauert bis ich in der Geschichte angekommen war. Der Schreibstil ist gut, jedoch bin ich jemand dem häufige Wiederholungen von Sätzen nicht gerade begeistern. Zu oft wird der Satz gebraucht: Dann blinzelte sie ihre Tränen weg, dann blinzelte meine Tochter ihre Tränen weg und irgendwie macht das jeder Charakter des Buches häufiger...

Da die Protagonistin eine Bäckerei besitzt und diese auch sehr wichtig ist, sind auch die Rezepte, Herstellung von Kuchen jeglicher Art etc. wichtig für die Story, den Tagesablauf, den sie in ihrer Bäckerei jedoch hat, mit genauer Beschreibung wann was gebacken wird und wie lange hätte man sich sparen können. Was jedoch sehr schön ist, dass die Rezepte der Bäckerei als Anleitung im Buch stehen und ich die Sternenkuchen auch schon nachgebacken habe und ich sagen muss : SIE SIND SUPER LECKER :) Das ist wirklich eine schöne Idee.

Die Charaktere sind humorvoll, liebenswert und stimmen einen aufgrund des Themas ( 2. Weltkrieg, Holocaust, Nazi-Regime und Vertreibung sowie Tötung der Juden Frankreichs) nachdenklich und lassen einen über die Zeit und die vielen Schicksale nachdenken. Alles in allem fand ich die Geschichte schön, ein bisschen kitschig hier und da und mit sehr viel Gefühl und einer schönen Prise Humor. Ich würde mir auf jeden Fall noch ein weiteres Buch der Autorin kaufen und sehen, ob mich ein anderes mehr überzeugen kann. 3 Sterne, weil man viel mehr hätte rausholen können. Aber alles in allem eine schöne, anrührende Geschichte, die man lesen kann :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schoen, aber etwas zu kitschig, 28. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Keine Frage: traurig, bewegend und realitaetsnah. Mich stoerte etwas wie es geschrieben war, was an der Uebersetzung liegen kann. Es gibt staendig Satzwiederholungen und ist zeitweise einfach zu kitschig, aber wem sowas gefaellt kommt hier genau auf seine Kosten. Sowas sollte man lesen wenn es einem selbst nicht gut geht. Es gibt einem einwenig Hoffnung, dass alles vielleicht doch wieder gut wird. Ja, empfehlendswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen OK, 24. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Solange am Himmel Sterne stehen: Roman (Kindle Edition)
Ich muss sagen, dass die Story an sich sehr bewegend ist, was damals alles passiert ist. Jedoch fand ich es nicht fesselnd genug geschrieben. Ein paar mal habe ich überlegt, es weg zu legen, habe mich dann aber doch zum weiterlesen durch gerungen. Manche Bücher ziehen dich so in den Bann, dass man es kaum erwarten kann zu erfahren wie es weitergeht. Ich würde es mir nicht noch einmal kaufen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zuckrig, buttrig und weich - mit einer ordentlichen Prise Salz, 25. April 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
... und einfach herzerwärmend - so präsentiert sich Kristin Harmels Roman "Solange am Himmel Sterne stehen" dem Rezipienten oder vielmehr der Rezipientin, denn ohne damit ein Urteil über die Qualität des Buches abgeben zu wollen, würde ich es klar in die Kategorie "Frauenroman" einordnen.

Worum geht's? Hope hat es nicht leicht - frisch geschieden, mit ihrer12jährigen Tochter Annie, die nicht gerade pflegeleicht ist, hat sie auch noch mit einem Fulltime-Job - als Besitzerin und alleinige Bewirtschafterin einer Bäckerei - zu kämpfen und muss auch noch erfahren, dass sie immense finanzielle Probleme hat und kurz vor einer Pleite steht. Und obendrein obliegt ihr nach dem nicht allzu lange zurückliegenden Krebstod ihrer Mutter die Verantwortung für ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter - diese befindet sichin einem Pflegeheim, aber dennoch ist Hope als Ansprechpartnerin für Ärzte und Pflegekräfte und natürlich als familiärer Rückhalt ständig im Einsatz. Mamie, wie Hope ihre Großmutter nennt, bittet sie in einem lichten Moment um einen Gefallen - um eine Reise in ihre Heimat Frankreich, in der sie seit über 70 Jahren nicht mehr war. Mit auf den Weg bekommt sie eine Liste mit Namen, die ihr überhaupt nichts sagen. Nicht ohne gewissen Druck von Tochter Annie begibt sich Hope auf die Reise und taucht tief in die tragischen Wirren des zweiten Weltkrieges ein, erfährt Ungeahntes über ihre Vergangenheit und gewinnt Freunde und Verwandte, von deren Existenz sie nicht mal ansatzweise wusste .

Es ist schon eine kitschige Geschichte, die sich hier vor der Leserin ausbreitet, doch eine mit ordentlichen Tiefen. Die Autorin hat fleißig und mit Herz recherchiert und so erfährt man hier auch eher unbekannte Details über die Situation der Pariser Juden im 2. Weltkrieg. Auch wenn einige Windungen ein wenig glattgezogen sind, einige Hindernisse unglaubwürdig schnell gelöst werden können, ist dies ein mitreißender, empfehlenswerter Roman mit einer Botschaft: nämlich der, dass Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft über die Grenzen der Religionen hinweg Bestand haben kann, wenn man nur daran glaubt.

Und über all dem schweben die Düfte des köstlichen Backwerks aus Hopes Bäckerei, aber auch aus einigen Pariser Backstuben - die Rezepte spielen nämlich bei dem Puzzlespiel um die Zusammensetzung von Roses und Hopes Familiengeschichte eine nicht unwesentliche Rolle. Das Beste dabei - Sie können sie nachbacken und den Duft beim Lesen genießen, denn einige der Rezepte sind im Buch enthalten.

Dies ist eine richtig saftige Schmonzette mit Herz und Schmerz - und mit ordentlich Tiefgang! Wer also originelle Geschichten mit Rückblenden in die Vergangenheit und mit mehr als einer Prise Romantik liebt, der ist hier sehr gut aufgehoben und wird mit Sicherheit bald einen neuen Lieblingsroman haben!
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Solange am Himmel Sterne stehen: Roman
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