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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Thriller auf einer sehr gut ausstaffierten DVD veröffentlicht !
Meine Produktrezi bezieht sich auf folgende Ausgabe:
Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker)

Diesen superben Mystery - Thriller habe ich mir aufgrund einer hierzu verfassten, interessanten Filmbesprechung meines werten Rezi-Kollegen Gavin Armour bestellt & habe mich als passionierter Nostalgiker von diesem Schwarz-Weiß-Film wunderbar antik unterhalten...
Vor 2 Monaten von Der Andere veröffentlicht

versus
17 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wiedermal: Bildverstümmelung
Die Freude war groß als ich hörte, daß dieser etwas in Vergessenheit geratene Dmytryk-Klassiker endlich für eine DVD-Veröffentlichung wiederentdeckt wurde. Doch wiedermal hat sich bestätigt, daß meine Skepsis leider auch diesmal berechtigt war: Der direkte Bildvergleich mit der letzten mir bekannten Fernsehausstrahlung (Bayern III,...
Vor 21 Monaten von Gloster veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein sehr guter Thriller auf einer sehr gut ausstaffierten DVD veröffentlicht !, 22. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Meine Produktrezi bezieht sich auf folgende Ausgabe:
Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker)

Diesen superben Mystery - Thriller habe ich mir aufgrund einer hierzu verfassten, interessanten Filmbesprechung meines werten Rezi-Kollegen Gavin Armour bestellt & habe mich als passionierter Nostalgiker von diesem Schwarz-Weiß-Film wunderbar antik unterhalten gefühlt & bereue den Erwerb in keinster Weise. An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an Gavin für die Anregung.

Liebe Filmfreunde & Interessierte an diesem, vom amerik. Drehbuchautor Peter Stone ver­fas­sten & vom amerik. Regisseur Edward Dmytryk in Szene gesetzten, Spielfilm, hier gebe auch ich Euch mal eine kurze Info bzgl. der Ausstaffierung dieser DVD-Box & bewerte das Produkt immer im Ganzen, nicht nur den enthaltenen Film !
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ZUM STREIFEN ▸ Mirage - Die 27. Etage ( USA 1965 ) ⋙ SPOILERWARNUNG ⋘
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Nach einem Stromausfall in einem NY-Wolkenkratzer begegnet der Kostenrechner David Stillwell ( Gregory Peck ) einigen, ihm bis dato vermeintlich unbekannten, Personen, welche ihn hingegen vertraut ansprechen & ihn damit an seinem Verstand zweifeln lassen. Und nach einem unfassbaren Todesfall vor Ort sowie weiterer mysteriöser Ereignisse im Hochhaus wendet er sich anfangs an die Polizei sowie direkt im Anschluss an einen Psy­cho­lo­gen.
Nachdem man seiner kuriosen Erzählung keinen Glauben schenkte, beauftragt er den Privatschnüffler Caselle ( Walter Matthau ) & gemeinsam gehen beide dieser rät­sel­haften Angelegenheit nach.
Während der anhaltenden, abenteuerlichen Recherche erinnert sich David bruchstückhaft ( in Retrospektive ) an seine eigentliche Berufung zurück & gerät dabei immer öfters in ärgste Bedrängnis.

⋙ SPOILERENDE ⋘

Dieser gelungene Thriller, basierend auf den Roman „ Fallen Angel ( 1952 ) “ vom amerik. Schriftsteller Howard Fast, ist in seiner Inszenierung atmosphärisch absolut dicht & unterhält seinen Betrachter schaurig-schön sowie, bzgl. der Dis­krepanz hinsichtlich Abhandlung der Story, äußerst humorig & zugleich er­bar­mungs­los.

Weitere Mitwirkende waren u.a. George Kennedy ( Die nackte Kanone ) & Diane Baker sowie Kevin McCarthy.
Für die stimmige sowie Spannung hochhaltende Filmmusik sorgte der amerik. Musikproduzent Quincy Jones .
Die exakte Laufzeit beträgt mit Vorspann 104:18 Min. sowie reine 103:48 Spielmin. ohne Abspann !

Mein Filmeindruck ⋙ Sehr sehenswert
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Auch Folgendes ist überaus gelungen ⤵

ZUR AUSSTATTUNG ▸ Die DVD : FSK ab 16 J.
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Stabiles Amaray Keep-Case mit optisch ansprechend gestaltetem Covermotiv.
Rückseitig mit Filmausschnittmotiven sowie Inhaltsangabe zur Filmstory & Infos zum Streifen sowie DVD.
GUT ≫ Ein Wendecover ohne FSK-Logo ist vorhanden

⋙ Bild ⋘

Format ▸ Das s/w-Bild erscheint in 1.85:1 ( 16:9 anamorph ) & ist in der Darbietung allgemein absolut akzeptabel.
Für die nahezu 50 Lenzen, welcher dieser Zelluloid schon auf dem Buckel hat, wird ein unerwartet sauberes Bild bzgl. Schärfe & Kontrastabstimmung geboten.
Ledgl. ein ganz leichtes Filmkorn ist vorhanden, jedoch beeinträchtigt dieses den zufriedenstellenden Gesamteindruck nicht wirklich.

⋙ Tonspuren ⋘

Fassungen ▸ Deutsch & Engl. in Dolby Digital 2.0 ( mono )
Im Allgemeinen ist die Tonqualität überaus zufriedenstellend.
Auch die dt. Synchro ist angenehm passig gewählt worden & sehr gut verständlich.
TOP ≫ Ein deutscher Untertitel für Hörgeschädigte ist vorhanden & bei Bedarf zuschaltbar

⋙ Interessantes ⋘

Ausgerechnet der dt. Synchronsprecher Martin Hirthe lieh Gregory Peck hier seine Stimme, obwohl er diese schon zig mal, und dem Filmfreund damit auch absolut vertraut, dem genialen Darsteller Walter Matthau einhauchte.
Dieser wird in diesem Streifen vom dt. Schauspieler Arnold Marquis synchronisiert.
Beides sind ausgezeichnete Syn­chro­ni­sa­ti­onen, doch dieses Kuriosum fiel mir gleich nach den ersten gesprochenen Worten Pecks auf !

LABEL ▸ KSM - Hollywood Classics
PRODUKTIONSJAHR ▸ 1965
PRODUKTION ▸ Harry Keller für Universal Pictures
GENRE ▸ Thriller / Mystery / Drama

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SPECIAL FEATURES
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+ Wendecover
+ Biographien ( von vier Filmschaffenden )
+ Bildergallerie ( 15 Stück )
+ Eine diverse Trailershow von 6 Werken ( Unschön: Diese startet leider auch autom. vorm Filmstart )
+ Ein Letter mit weiteren KSM - Klassikern
sowie ein animiert interaktives Hauptmenü mit Soundtrack & mit einem Kapitelmenü von 1 bis 12
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FAZIT
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Ein höchst unterhaltsamer & packender Mystery - Thriller, welcher für nahezu alle Nostalgiker & Freunde des Schwarz-Weiß-Film geeignet ist.
Und insbesondere hinsichtlich der ausgezeichnet bestückten DVD-Box mit Wendecover & mit dt. UT sowie mit einigen Extras könnt Ihr hier nicht viel falsch machen. MfG

⋙ Empfehlenswert ⋘

7,5 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Paranoia-Thriller, der immer noch gut funktioniert, 8. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Die 60er Jahre gelten gemeinhin als Hollywoods schwächstes Jahrzehnt und man muß wohl konstatieren: nicht ganz zu Unrecht. Aufgeblasene Megaproduktionen, in Pomp erstarrte Monumentalfilme, schwindsüchtige Dramen und ebenfalls maßlos überproduzierte Musicals beherrschten den Markt. Nicht alles war schlecht - es gab ergreifende Musicals wie WEST SIDE STORY, es gab berührende Dramen wie WHO`S AFRAID OF VIRGINIA WOOLF?, es gab hervorragende Western wie THE MAN WHO SHOT LIBERTY VALANCE und sogar ein paar packende Monumental- oder Kriegsfilme. Und es gab ein paar kleinere Produktionen, die wirklich gute Unterhaltung und nervenaufreibende Spannung lieferten. Zu letzteren muß dieser kleiner Thriller - MIRAGE im Original - von 1965 unbedingt gezählt werden. Der am Film Noir ebenso wie an Kriegsfilmen und Western, sowie anderen Spannungsfilmen geschulte Regisseur Edward Dmytryk zeichnete für diesen Thriller um eine scheinbare Verwechslung und die eine Verschwörung verdeckende Amnesie eines alternden Gregory Peck verantwortlich. Peck war der Star des Films und hatte offensichtlich Spaß an seiner Rolle, die in gewisser Weise mit der in Hitchcocks SPELLBOUND von 1945 korrespondierte.

[ACHTUNG: SPOILERANSÄTZE]
Als es in einem Bürohochaus in New York zu einem Stromausfall kommt, nimmt der Buchhalter David Stillwell (Gregory Peck) das Treppenhaus und trifft im Dunkeln eine Frau, die ihn zu kennen scheint, auch wenn er keine Ahnung hat, wer sie ist. Sie verschwindet in den Untergeschossen des Wolkenkratzers, David verfolgt sie noch bis ins 4. Untergeschoss, kann sie aber nicht mehr finden. Vor dem Gebäude ist es zu einem Menschenauflauf gekommen, da sich scheinbar jemand aus dem Fenster gestürzt hat und zu Tode gekommen ist. Bei dem Toten handelt es sich um den Rechtsanwalt Charles Calvin, der seine Kanzlei im Gebäude hatte und als Kämpfer für den Weltfrieden berühmt war. Als David ins Gebäude zurückkehrt, muß er feststellen, daß es kein 4. Untergeschoß gibt. Er fährt verwirrt heim, wo er von einem Bewaffneten namens Lester (Jack Weston) erwartet wird, der ihm aufträgt, den Major aufzusuchen. Stillwell hat keine Ahnung, wovon Lester spricht, schlägt ihn nieder, sperrt ihn in einen Wandschrank und flieht aus seiner Wohnung. Er will Anzeige gegen Lester erstatten, kann aber bei der Protokollaufnahme lediglich seinen Namen und seinen Beruf angeben, nicht einmal sein Geburtsdatum fällt ihm ein. Er läuft davon und trifft im Central Park die geheimnisvolle Frau aus dem Treppenhaus wieder. Diese gibt sich als eine gewisse Sheila (Diane Baker) zu erkennen, die für die Firma UNIDYNE arbeitet, welche im gleichen Haus wie Stillwell und der tote Rechtsanwalt Carver angesiedelt ist. Carver war gut mit dem Geschäftsführer der Firma, Crawford Gilcuttie (Leif Erickson) befreundet. Sheila scheint aber auch David Stillwell sehr gut zu kennen, besser, als dies eine reine Nachbarschaft von Büros vermuten ließe. Nun drängt sich Stillwell zusehends der Verdacht auf, daß er an Amnesie leidet. Er versucht sowohl mit der Hilfe eines Psychologen (Robert H. Harris) als auch mit der eines des Privatdetektivs Ted Caselle (Walter Matthau) Licht ins Dunkel seiner Erinnerungen zu bringen. Und je weiter er vordringt in diesen Dschungel, desto gefährlicher wird es für alle Beteiligten - bis David Stilwell nach und nach entdeckt, wer er wirklich ist und in was für ein Komplott er verwickelt wurde...

Es waren die 60er und man konnte allen Ernstes "Kämpfer für den Weltfrieden" und darob an Leib und Leben gefährdet sein. Zumindest im Kino. Wie in dem etwas früher entstandenen Paranoiathriller THE MANCHURIAN CANDIDATE (1962) von John Frankenheimer, ist auch das Konstrukt von MIRAGE äußerst gewagt, um nicht zu sagen wacklig. Die Story strotzt nur so vor Logiklöchern und die psychologische Motivation einiger Figuren sollte man nicht unbedingt allzu genau unter die Lupe nehmen. Vor allem die ganze Eröffnungsszene stellt - betrachtet man sie nach dem Ende und der Auflösung des Films noch einmal - schon arge Anforderungen an die logische Belastbarkeit des Zuschauers. Aber irgendwie muß jede Story in Gang kommen, irgendwie ist jede Handlung (gerade im Thriller/Krimi-Fach) ein Konstrukt und außerdem gelingt es Dmytryk (und seinen Schauspielern) vom ersten Moment an, das alles derart glaubwürdig an den Mann zu bringen, nur um das Tempo und die Spirale der Geheimnisse und also der Spannung dann sofort noch stärker anzuziehen, daß wir uns keinen Moment fragen, was das eigentlich alles soll, ob das wirklich glaubwürdig ist. Obwohl der Zuschauer früh spürt, wo die Handlung langlaufen wird (und Dmytryk und sein Drehbuchautor Peter Stone das auch gar nicht verhindern wollen und somit schon in der 3. Szene ein Bewaffneter in Stillwells Appartement rumsitzt), treibt der Film das Spiel um Identitätsklau, Identitätsverlust und die daraus resultierenden Probleme derart voran, daß die Verwirrung groß ist und somit das Puzzle aus Wahrheit, Lüge, falscher und richtiger Erinnerung sich langsam ausbreiten und nach und nach zusammensetzen kann. Man erwarte bitte keine allzu tiefsinnige Auseinandersetzung mit Fragen der Identität, so ernst der Film das alles nimmt, so sehr gibt er sich mit Tempo und gutem Timing Mühe, uns seriös zu unterhalten, so sehr geht es ihm in erster Linie um Spannung. Spannende Unterhaltung. Das ist der Antrieb der ganzen Angelegenheit. Und das erstaunliche ist, daß das nicht nur damals gut funktionierte, sondern auch heute noch hervorragend funktioniert. Auch das liegt an der Seriosität und der Ernsthaftigkeit, mit der die Story erzählt und dargestellt wird - und auch da seien die Darsteller und allen voran Peck noch einmal gesondert erwähnt. Dmytryk hat hier neben seinem Star mit dem zwar nicht mehr ganz so jungen aber damals noch wenig bekannten Walter Matthau, mit Kevin McCarthy, George Kennedy, Leif Erickson und auch Diane Baker ein sehr gutes Ensemble beisammen.

Und daß Dmytryk es versteht, eine Atmosphäre unterschwelliger Bedrohung herzustellen, Verwirrung zu stiften und dadurch sowohl die Protagonisten, die er durch all diese Labyrinthe schickt, als auch den Zuschauer nachhaltig unter Spannung zu setzen, mag im Wesentlichen - aber eben nicht nur - an seiner guten Ausbildung im Studiosystem Hollywoods gelegen haben. Dmytryk hatte die Fänge der Paranoia durch seine Erfahrungen mit dem HUAC - dem Komitee für unamerikanische Umtriebe - allerdings am eigenen Leibe gespürt und wusste wahrscheinlich nur zu gut, wie es sich anfühlt in einer Welt, in der das eben noch durchaus Bewunderte in den Dreck gezogen und mit Füßen getreten werden konnte - die freie Meinungsäußerung, zum Beispiel. Aber man sollte dies auch wieder nicht zu hoch hängen. Dies ist das eher private Drama eines Mannes, der nicht einmal sein Geburtsdatum kennt, der aber nach und nach feststellen muß, daß er wohl in weiterreichenden Verbindungen steht, als er sich das gedacht hätte. Wo der MANCHURIAN CANDIDATE in der ganz großen Weltpolitik startet und dann als ödipaler Bettvorleger endet, muß der kleine Revisor David Stillwell sich damit vertraut machen, tief in den Machenschaften der ganz großen Spieler mitzuwirken. Verheerende Erkenntnis.

MIRAGE ist ein gelungener kleiner Thriller, der auf fast der gesamten Länge seiner Laufzeit zu überzeugen weiß, der unterhält und dem Zuschauer ein gelungenes Rätsel präsentiert. Es ist kein Film, der mehr problematisieren will als nötig und somit nie den Fehler begeht (wie einige ähnliche Produktionen), sich aufzublähen und zu mehr zu machen, als er eben ist. Produzent Harry Keller, Regisseur Edward Dmytryk und Autor Peter Stone sollen und wollen unterhalten, und sie liefern. 4 Sterne dafür.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen “If we have to lie, cheat, steal, and kill in broad daylight and have to wait until it's dark to make love, ..., 8. März 2013
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
... something's wrong somewhere."

[Vorsicht, Spoiler!]

“Something’s wrong everywhere”, liegt es einem als Entgegnung auf die Worte der jungen Frau, mit der unser Protagonist David Stillwell (Gregory Peck) bei einem Stromausfall aus der 27. Etage eines Hochhauses den Weg treppab in Angriff nimmt, doch auf der Zunge. Im Falle unseres Helden wäre dieser Ausspruch sogar mehr als nur ein zynisches Bonmot, sondern eine tatsächliche Zustandsbeschreibung, denn obwohl er keinesfalls das Gefühl hat, eine längere Zeit von der Bildfläche verschwunden zu sein, begrüßen ihn viele Personen seines täglichen Umfelds plötzlich mit den Worten „Long time no see“, und obgleich er als Kostenbuchhalter bei seiner Firma beschäftigt ist, hat er keinerlei Ahnung, was ein Kostenbuchhalter eigentlich tut und trägt zudem eine leere Aktentasche mit sich herum – was sich in der Berufswelt höchstens ein Minister, gleich welchen Ressorts, erlauben könnte. Richtig brenzlig wird es erst, als er vor seiner Wohnungstür von einem Fremden überfallen wird, der irgendetwas von ihm zu wollen scheint und zudem geistreiche Bemerkungen über das Ringen und den Western macht: „Now that all the westerns have gone psycho, this [i.e. wrestling, T.S.] is the only place where you can tell who the bad guys are.“ Da Stillwell nach der Überwältigung seines Gegners nun unbedingt selbst wissen will, wer hier gut und wer böse und vor allen Dingen wer er selbst eigentlich ist, bedient er sich der Dienste des Privatschnüfflers Ted Caselle (Walter Matthau), und schon bald erfährt er eine ganz überraschende Wahrheit über sich.

[Now here be spoilers!]

Edward Dmytryks „Mirage“ (1965) bewegt sich gekonnt in der alptraumhaften Welt solcher Paranoia-Thriller wie „The Manchurian Candidate“ (1962), ohne freilich dessen satirischen Witz und auch Hintersinn zu erreichen. Letzten Endes geht es auch hier um nichts Geringeres als die Rettung der Welt vor den Intrigen eines habgierigen Waffen-Lobbyisten, der die Erkenntnisse der Wissenschaft rücksichtslos für seine eigene Zwecke mißbrauchen will, doch während viele andere derartiger Filme ihre Geschichte mit einem Anflug von Selbstironie erzählen – wer einmal auch nur versucht hat, angebrannten Gulasch zu retten, der kann eine Ahnung davon entwickeln, wie schwierig es sein dürfte, dies mit der gesamten Welt zu tun –, scheint „Mirage“ sich selbst ein wenig zu ernst zu nehmen, was allerdings auch nicht allzu unverdaulich wirkt, da es dem Film doch in erster Linie darum geht, eine spannende Geschichte zu erzählen – und dies tut er allemal.

Zudem gelingen Dmytryk ein paar recht einprägsame Bilder, die mal amüsant – man denke etwa an die fein säuberlich in einer Reihe aufgestellten Aktenkoffer der Geschäftsleute, die sich an der Bar eines Clubs ihren Feierabenddrink gönnen – und mal schaurig – wenn etwa Stillwell aus dem Club auf die Straße zurücktritt und der Teil der Straße, auf der zuvor ein vermeintlicher Selbstmörder aufgeschlagen ist, nun von einem teilnahmslosen Mann mit einem Wasserschlauch gesäubert wird – sind. Besonders gelungen, und den Gedächtnisverlust des Protagonisten widerspiegelnd, ist Dmytryks Kunstgriff, immer wieder Versatzstücke von Situationen, die Stillwell vor kurzem erlebt hat, assoziativ in die laufende Handlung hineinzumontieren. Man fragt sich, ob „Mirage“ hier nicht Pate gestanden hat für Christopher Nolans faszinierenden Film „Memento“ (2000), der ja eine im Grunde ähnliche Ausgangssituation hat. Auf jeden Fall launig ist auch die Szene, in der Stillwell seinen ungebetenen Gast überrumpelt und ihn in einem erbitterten Kampf überwältigt, wobei die Kamera allerdings an dem im Fernsehen übertragenen Ringkampf hängenbleibt, als wolle sie uns suggerieren, daß nichts in der Realität das Fernsehen übertreffen könnte.

Auch Walter Matthau als Privatdetektiv, der geradewegs dem Film noir entstiegen zu sein scheint, trägt vieles zu dem Charme dieses Filmes bei, wenngleich sich die Handlung leider viel zu früh von seiner Figur verabschiedet. Gegen Ende wird „Mirage“ dann allerdings ein wenig fade, was zum einen an dem recht groß geratenen MacGuffin, zum anderen an der wundersamen Wandlung mancher an der Schurkerei Beteiligter liegt. Glücklicherweise läßt dieser Stimmungswandel lange auf sich warten, aber insgesamt ist sicher nicht zu leugnen, daß das Ende des Filmes ein wenig enttäuscht.

Die DVD enthält den Film in englischer sowie in deutscher Sprache, doch gibt es nur deutsche Untertitel. Auf nennenswerte Extras muß man allerdings verzichten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Klassiker, 13. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Immer wieder eine Freude - gerade diese alten Klassiker sind hervorragend durch die Schauspieler. Die Technik konnte damals nicht derart viel "kaschieren" und "verfälschen" - taugte der Schauspeieler nichts, hatte der Film verloren. Gut so!!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mirage..., 25. Juni 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
"Die 27. Etage" ist einer dieser sehr interessanten 60er Jahre Thriller, die irgendwie im Lauf der Zeit ein bisschen in Vergessenheit gerieten und es daher immer wieder Freude macht, wenn der eine oder andere dieser Thriller auf einer deutschsprachigen DVD erscheint. Er gehört in die Riege der besten Hitchcock Filme, die Hitchcock nie gemacht hat und befindet sich in bester Gesellschaft mit Stanley Donens "Charade", "Arabesque", es gibt aber auch Ählichkeiten im Stil mit Filmen wie "Der letzte Zug" von Blake Edwards oder Otto Premingers großartigem "Bunny Lake ist verschwunden" (leider immer noch noch auf DVD erschienen). Inszeniert wurde der Amnesie Schocker von Altmeister Edward Dmytryk. Als Hauptdarsteller agiert Gregory Peck, der ja schon in Hitchcocks Klassiker "Spellbound" das gleiche Problem hatte - nur hatte ihm Hitch da mit Ingrid Bergman eine großartige Gehilfin zur Lösung zur Seite gestellt, hier bei Dmytryk muss Peck wird Peck mit seinen Gedächtnislücken weitestgehend allein gelassen.
In Unidyne Wolkenkratzer in Manhattan, New York kommt es vorübergehend zu einem Stromausfall. Alles ist dunkel, so auch in der 27. Etage, wo sich Büroräume befinden und dort sehen wir ihn auch zum ersten Mal. Den unglücklichen Helden der Geschichte, ein gewisser David Stillwell (Gregory Peck), er begegnet dort zwei jungen Frauen, die ihn ziemlich nett finden und einem Bekannten (Kevin McCarthy), der wohl sein Arbeitskolllege zu sein scheint. Mit einer Frau (Diane Baker), die sich als Sheila vorstellt und die ihn auch zuerst zu kennen glaubt "Sind sie nicht...sie sind es doch oder ?" läuft er das unbeleichtete Treppenhaus hinunter, als es immer heller wird erkennt die Frau ihn genau. Doch wir als Zuschauer bemerken langsam von seinem Black out, er scheint sich nicht sicher zu sein, wer er ist.
Die Frau ärgert sich aber, dass er ihr nicht die Wahrheit sagte und rennt davon... er folgt ihr bis in das vierte Untergeschoss, doch vergeblich. Beim Verlassen des Gebäudes bemerkt er eine Menschenansammlung um die Leiche eines Mannes, der offenbar aus dem Fenster des Gebäudes gefallen ist. Stillwell kehrt zum Treppenhaus zurück und stellt überrascht fest, dass nur ein Kellergeschoss existiert. Was geht da mit mir vor ? Einige Zeit später in der U-Bahn erfährt er über eine Zeitungsmeldung, dass ein gewisser Charles Calvin im Hauptsitz des Unidyne Buildings Selbstmord begangen haben soll, indem er aus dem Fenster sprang. Nur seltsam, dass er später vor seiner Wohnung von einem Unbekannten mit der Waffe bedroht wird....
So die Anfangskonstellation zu einem sehr spannenden Old School Thriller, der erst zum Schluß sein Puzzle aufklärt. Gregory Peck ist einmal mehr ein optimaler Hauptdarsteller für seinen Mann mit dem Riesen Identitätisproblem. Der Film über Täuschung und Wahrheit ist bis zum Schluß trotz wenig Action sehr fesselnd.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Thriller, die jemals gedreht wurden!, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Einen spnnenderen Thriller habe ich noch nie gesehen.
Die Story ist fast schon unheimlich und geht unter die Haut.
Das ist kein Horrorfilm, sondern ein Thriller mit vielen
Wendungen und einem überraschenden Ende, das auch nachvollziebar
ist. Man lebt und bangt mit dem Protagonisten bis zum Ende.
Absolute Kaufempfehlung!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert!, 5. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Wenn man Thriller in alter Hollywood Manier liebt, wird einem dieser Film einen spannenden DVD Abend bereiten. Spannend wie ein Hitchcock, cineastische Effekte der Rückblende und glänzende namenhafte Schauspieler. Der Preis geht dafür mehr als in Ordnung! Anderen Käufern auch viel Spaß!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen heute noch so aktuell wie damals, endlich auf DVD, 5. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Missbrauch wohltätiger Stiftungen, Arroganz und Skrupellosigkeit der reichen Oberschicht, der verführte und naive Wissenschaftler, gefangen im Konflikt zwischen Propaganda und Realität - allein schon die Themenstellung heute immer noch fast nirgendwo zu treffen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich spannend, 29. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
Gregory Peck in Hochform. Dazu eine tolle und sehr spannende Geschichte. Wirklich ein Klassiker. Die Auflösung bleibt bis zum Ende faszinierend.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ENDLICH auf DVD, 5. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) (DVD)
ich mag generell Filme von Edward Dmytryk. "Die 27. Etage" habe ich das letzte Mal vor rund 30 Jahren gesehen und war damals ziemlich begeistert - ich liebe Thriller aus den Sixties. Heute würde man einige Szenen sicherlich anders drehen aber ich bin sehr froh, dass es diesen Film in dieser sehr guten Qualität ENDLICH auf DVD gibt. Vielen Dank Amazon für die rasche Zustellung.
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Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker)
Die 27. Etage - Mirage (KSM Klassiker) von Edward Dmytryk (DVD - 2013)
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