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52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr nah am Original...
...spielte Steve Hackett einen Großteil der Genesisklassiker (sowie vier Solostücke, die er nie bei Genesis unterbringen konnte) aus den 70er Jahren neu ein. Waren noch auf Genesis Revisited I zum Teil nur mäßig gelungene Neuinterpretationen dabei, hält sich Hackett bei Genesis Revisited II nahe am Geist der Originalaufnahmen und nimmt lediglich...
Vor 18 Monaten von Steppenwolf veröffentlicht

versus
7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen geniale Klassiker lau aufgewärmt
An dem Steve Hackett-Album "Genesis Revisited II" kann ich nur einen wirklich positiven Aspekt ausmachen:
Dieses Machwerk führt einem nochmal mit Gewalt vor Augen,wie großartig,mit wieviel Gefühl und Seele Peter Gabriel und auch Phil Collins diese wunderbare Musik durch ihren Gesang perfektioniert,mit Leben erfüllt haben.
Nichts gegen...
Vor 12 Monaten von high end veröffentlicht


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52 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr nah am Original..., 19. Oktober 2012
...spielte Steve Hackett einen Großteil der Genesisklassiker (sowie vier Solostücke, die er nie bei Genesis unterbringen konnte) aus den 70er Jahren neu ein. Waren noch auf Genesis Revisited I zum Teil nur mäßig gelungene Neuinterpretationen dabei, hält sich Hackett bei Genesis Revisited II nahe am Geist der Originalaufnahmen und nimmt lediglich Veränderungen im Detail vor. So sind einige Gitarrenparts transparenter und druckvoller, die Querflöte, die in den Originalen häufig etwas verwaschen im Hintergrund agierte,steht deutlicher im Mix und natürlich ist der Gesamtklang -der modernen Studiotechnik geschuldet- erheblich besser. Ansonsten wurde aber der Charakter der Originale in keiner Weise verändert. Der Genesis-Fan bekommt aufgehübscht das was er erwartet. Die eigentlichen Stars der CD sind m. E. die unterschiedlichen Sänger, die in der Nachfolge von Peter Gabriel und Phil Collins den Geist der Kompositionen herüberbringen müssen und das ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Nun ist kein einziger Ausfall zu vermelden. Alle machen ihre Sache gut. Hervorheben möchte ich aus der Schar der Sänger aber Nad Sylvan (The Musical Box, The Chamber of 32 Doors), Francis Dunnery (Supper`s Ready, Dancing with the Moonlit Knight), Steven Wilson (Can-Utility and the Coastliners) und Nik Kershaw (The Lamia), die außergewöhnliche, gänsehauterzeugende Interpretationen darbieten. Alleine diese Gesangsleistungen sind schon den Erwerb der CD wert. Erwähnenswert ist auch die gelungene Auswahl der Stücke aus dem großen Genesisfundus. Die CDs lassen sich sehr angenehm flüssig durchhören und es gibt keine Brüche. Vier Sterne vergebe ich nur, weil fünf Sterne den Originalen vorbehalten bleiben müssen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen con-genial, 12. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Genesis Revisited II (MP3-Download)
Ich habe jetzt alle Rezensionen gelesen und bin schon erstaunt, was ich da so gesehen habe. Zuerst einmal finde ich es äußerst positiv, dass Steve Hackett sich die Mühe gemacht hat, alte Genesis-Songs wieder zum Leben zu erwecken und frage mich in diesem Kontext nicht WARUM er dies getan hat, sondern freue mich primär, DASS er es gewagt hat, sich mit derart diffizilem, emotionsgeladenen Material auseinanderzusetzen.
Bei einem solchen Unterfangen hat man immer ein großes Problem, nämlich die getreue Umsetzung und Interpretation des Songmaterials. Hält man sich zu dicht am Original, wird das Werk als überflüssig und ideenlos abgetan, während man als Verfälscher und Verhunzer guter Musik beschimpft wird, wenn man sich zu weit vom Original entfernt.
Meiner Meinung nach ist Steve Hackett hier der ideale Spaghat gelungen: Die Songs finden sich recht nahe am Original, aber weit genug davon entfernt, um eine gewisse Eigenständigkeit zu entwickeln. Ob dabei das druckvolle Schlagzeug Phil Collins fehlt oder die unverwechselbare Stimme eines Peter Gabriels spielt dabei keine Rolle, denn wer Genesis-Werke ohne diese Attribute nicht mag, soll sich doch bitte das Original anhören und sich nicht über Dinge beklagen, die nun einmal unabänderlich sind.
Die interpretierten Songs wurden schon hinreichend beschrieben und ich will hier nicht noch einmal in die Einzelkritik abschweifen, aber zwei Highlights möchte ich doch nicht unerwähnt lassen:
Erstens das fantastische "The Lamia", das auf der "Lamb lies down..." etwas untergeht, hier aber durch die hervorragende Darbietung eines Nick Kershaws erheblich aufgewertet wird und zweitens das geniale "Supper's ready", das durchgehend für Gänsehautstimmung sorgt und keine Wünsche offen lässt.
Natürlich hätte man dies oder das besser bzw. anders machen können, aber Recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die niemand kann.
Deshalb lasse ich das grandiose Werk so stehen wie es ist, bezeiche es als con-genial mit dem Original und gebe 5 Sterne ohne Wenn und Aber.

Meine absolute Kaufempfehlung für alle alten Fans von Genesis und alle jungen, die es noch werden wollen.
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55 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genesis ... ohne Genesis, 22. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte zu Beginn gleich mal eines klarstellen: Dies ist eine höchst subjektiver Text eines beinahe fanatischen Genesis- und Steve Hackett-Fans :)

Was für eine Reise durch die Zeit: Hackett lässt die "alten Genesis" akustisch wieder aufleben. In Interviews und auch im Booklet macht Steve Hackett ganz klar, dass er mit diesem Doppelalbum nicht vor hat, größere Experimente zu wagen, sondern die Klassiker mit moderner Technik und "neuem" Sound neu aufzunehmen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Songs sehr, sehr nah an den Originalen sind. Ich bin mir da nicht so ganz sicher, ob ich das großartig oder enttäuschend finde. Absolut keine Ahnung. Es wird sich vermutlich in den nächsten Wochen und Monaten herausstellen, welche Halbwertszeit "Genesis Revisited II" für mich hat. Ob es ein Klassiker wird, den ich immer wieder herauskrame oder ein "nettes Sammlerstück", das im CD-Regal verstaubt.

CD 1

"The Chamber Of 32 Doors" - Schon auf "The Lamb" ein Song, der mich nie so wirklich vom Hocker gerissen hat, aber mit dem neuen akustischen Gitarrenintro durchaus ein interessanter Einstieg ins Album. Nad Sylvan am Mikro liegt hier stimmlich irgendwo zwischen Peter Gabriel und Phil Collins. Man kann seine Stimme mögen oder nicht (ich eher nicht so ganz), in der Performance bleibt er generell deutlich sowohl hinter Collins als auch Gabriel zurück. Da fehlt mir ein bisschen die Leidenschaft. Von Instrumentierung und Arragement her unglaublich nah am Original und wohl der ganz klare Hinweis für den Hörer, dass er auch im Folgenden nicht zu viele Experimente erwarten soll.

"Horizons" - Ja, klar, eines von Hacketts Lieblingsstücken, ist bekannt. :) Bringt er auch immer uns überall. Es ist auch schön und technisch natürlich perfekt gespielt, aber warum schon wieder? Immerhin ist es so kurz, dass es auch schmerzlos an einem vorübergeht. Nicht falsch verstehen, ich mag's ja, aber hab es einfach schon zu oft gehört.

"Supper's Ready" - Hier für mich die erste wirkliche Überraschung: Eine Vielzahl von Sängern [Mikael Akerfeldt, Simon Collins (ja, der Sohn), Hackett selbst, Conrad Keeleym, Francis Dunnery] in den einzelnen "Kapiteln" dieser fast schon Mini-Rock-Oper, erzeugen eine ganz eigene Dynamik. Persönlich hätte ich mir zwar gerade beim Opener "Lover's Leap" einen etwas ... hmmm... "besseren" Sänger gewünscht. Denke da natürlich automatisch an Ray Wilson, der schon bei der "Calling All Stations"-Tour und jetzt auch in seinen Solo-Konzerten bewiesen hat, dass er diesen Teil nicht nur tragen kann, sondern ihm auch auf der "Gefühls-Ebene" eine eigene Note zu verleihen vermag, ohne sich zu sehr vom Original zu entfernen. Simon Collins dagegen finde ich höchst spannend in "The Guaranteed Eternal Sanctuary Man" und "Apocalypse in 9/8"! Klar, er klingt schon deutlich nach seinem Vater und vielleicht ist es gerade dieses gewisse Etwas, bei dem man sich dann "zu Hause" fühlt. Auf jeden Fall großartig gesungen! Ich will "Supper" nicht komplett sezieren, trotzdem noch erwähnenswert: Hackett in "Willow Farm"! Mit seltsam verzerrter Stimme (passend zum Stück) singt der Meister selbst.
Insgesamt eine tolle Cover-Version mit wenig musikalischen Überraschungen, bei dem sich aber spätestens beim fulminanten Ende wieder das gewohnte Gänsehaut-Feeling einstellt.

"The Lamia" - Eine weitere Überraschung. Nik Kershaw (der ja schon bei Genesis Kollegen Tony Banks auf dessem Soloalbum "Still" gesungen hat) ist für mich der erste richtige Höhepunkt des Albums - vielleicht *der* Höhepunkt überhaupt. Er versucht erst gar nicht, Gabriel (oder Collins) zu imitieren - was er auch in keinster Weise nötig hat - sondern interpretiert den Song mit einer latenten Melancholie ohne in den Kitsch abzurutschen, eigenwillig neu. Einfach nur ganz große Klasse! Außer einer Gitarrenimpro ansonsten praktisch wieder musikalisch 1:1 zum Orignal.

"Dancing With The Moonlit Knight" - Oh Gott, wie ich diesen Song liebe! Insofern hatte ich beinahe schon Angst, ihn in neuer Version zu hören. Wieder ein neues akustisches Intro: Diesmal "Green Leaves", was vermutlich das britische dieses britischsten aller Genesis Songs unterstreichen soll. Gefällt mir. Francis Dunnery ist gesanglich wieder sehr nah an Gabriel, ohne ihn kopieren zu wollen. Ich mag seinen druckvollen Gesang, der der etwas aggressiveren Umsetzung des Songs absolut gerecht wird.

"Fly On A Windshield" / "Broadway Melody Of 1974" - Gary O'Toole, sonst an den Drums, macht hier auch als Sänger eine gute Figur, wie er auch bei diversen Hackett Live-Auftritten schon bewiesen hat. Manchmal nicht ganz souverän, kompensiert er das aber durch ungeheure Intensität. Insgesamt kommen diese Versionen etwas kraftvoller daher als die Originale auf "The Lamb".

"The Musical Box" - Wieder Nad Sylvan als Peter Gabriel... Ich weiß nicht, ich weiß nicht... Es scheint mir so, als sei "The Musical Box" doch ein wenig zu groß für ihn... Mich überzeugt Sylvan hier nicht wirklich. Auch wenn er einigermaßen erfolgreich versucht, die Gabriel Theatralik in der Anfangsphase zu adaptieren, kann er im Schlussteil einfach so überhaupt nicht mithalten. Schade! Wunderbar ist die echte Spieluhr zu Beginn und (natürlich) die phänomenalen Gitarrensoli. Da wird einem wieder einmal klar, was für ein Verlust Hackett für Genesis wirklich war.

"Can Utility And The Coastliners" - Ein Song, dem ich bislang fast nichts abgewinnen konnte. Bislang. Weiß selbst nicht warum, aber irgendwie gewinnt er durch die Neuaufnahme an Drive. Vielleicht sind es die Streicher, vielleicht der klarere Sound, vielleicht ist es auch Steven Wilson als Sänger, den ich für eine Offenbarung halte. Ich gebe die blasphemischen Tendenzen in dieser Aussage zu, aber ich mag diese Version im Gegensatz zum Original. Großartig!

"Please Don't Touch" - Hackett hatte diesen Song urspünglich für Genesis geschrieben, ihn dann auf seinem zweiten Soloalben veröffentlicht. Eine aufgefrischte, kraftvollere Neuaufnahme dieses Instrumentals. Durchaus sehr hörenswert.

CD 2

"Blood On The Rooftops" - Ein weiteres Mal ein neues Akustik-Intro vor dem eigentlichen Song. Wieder Gary O'Toole als Sänger. Wie auch schon bei diversen Live-Konzerten überzeugt er mit seiner schönen Stimme und seinem kraftvollen Gesang bei diesem Song. Das Saxophon ist sicherlich Geschmackssache. Es ist aber auf alle Fälle schön, auch mal eine Studioaufnahme neben den Live-Versionen zu haben.

"The Return Of The Giant Hogweed" - scheint mir rundum erneuert. Auch wenn hier keine komplett neuen Gefilde betreten werden, ist diese Aufnahme so viel moderner und frischer als die Originalversion. Sänger Neal Morse gelingt es, den Song komplett zu tragen was mit Sicherheit nicht leicht ist. Ein regelrechter Krieg entspinnt sich zwischen den Gitarristen Hackett und Stolt, was mir persönlich sehr gut gefällt! Für mich eines der beindruckendsten Stücke des Albums.

"Entangled" - Bei Entangled weiß ich wieder nicht so recht... Sänger Jakko Jakszyk singt wunderschön und gibt sogar seine eigene Note mit, der Song selbst ist wieder sehr, sehr nahe am Original und... ja... das war's dann eigentlich. Es ist eine schöne, perfekt neu eigespielte Version des Originals. Nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht für Leute, die die Collins Vocals nicht mögen... Hmmm...

"Eleventh Earl Of Mar" - hat klangtechnisch massivst gewonnen. Insgesamt sehr viel aggressiver als das Original. Nad Sylvan gefällt mir sogar ausnahmsweise gut am Mikrofon. Seine beinahe schon schneidende Stimme unterstützt die etwas härtere Ausrichtung.

"Ripples" - Ganz klar der Tiefpunkt des Albums für mich. So schade! Hier muss ich nochmals auf Ray Wilson verweisen, der es in seinen Coverversionen dieses Songs immer wieder schafft, Gänsehaut-Feeling zu erzeugen. Amanda Lehmann halte ich hier für völlig falsch eingesetzt. An sich ist das Stück toll eingespielt, aber der Gesang geht gar nicht, sorry! Was hat sich Lehmann (bzw. Hackett) dabei gedacht?

"Unquiet Slumber For The Sleepers..." / "...In That Quiet Earth" - Wunderbare neue Fassung dieser beiden Intrumentalstücke! Nicht mehr und nicht weniger.

"Afterglow" - John Wetton, der ja schon bei "Genesis Revisited" (Teil 1) einen Auftritt hatte, übernimmt hier die Vocals - souverän wie eigentlich immer. Wirklich schön, auch wenn ich ein bisschen die Leidenschaftlichkeit eines Phil Collins vermisse.

Die letzten drei Stücke "A Tower Struck Down", "Camino Royale", "Shadow Of The Hierophant" sind allesamt zu Genesis Zeiten entstanden, doch haben es nie auf eine Genesis-Platte geschafft und wurden hier neu aufgenommen und gründlich entstaubt. "Tower" ist wie ehedem kraftvoll-stampfend aber mit einigen neuen Einfällen sehr viel moderner. Gefällt mir besser als das Original. Hut ab, Herr Hackett! "Camino Royale" - einer der Live-Klassiker, bei dem Hackett wieder selbst das Mikro in die Hand nimmt, gewinnt durch (noch) mehr Power und Trompeten- und Klavierimprovisationen. Offenbar traut sich Hackett bei seinen eigenen Songs ein wenig mehr zu experimentieren. "Shadow Of The Hierophant" ist wieder näher am Original klingt frischer und hier beweist Amanda Lehmann, das sie tatsächlich eine begnadete Sängerin ist.

Tja und was nehme ich mit, nach dem fünften Mal durchhören? Ein Genesis Doppelalbum ohne Genesis... aber mit Hackett... Keine Durchhänger (von "Ripples" mal abgesehen), größtenteils sehr nah an den Originalen und einige wirkliche Knaller ("The Lamia", "Dancing With The Moonlit Knight", "The Return Of The Giant Hogweed", "Can Utility And The Coastliners"). Vielleicht ein bisschen zu wenig Mut, Neues zu wagen. Anderseits waren es gerade diese Experimente, die mich bei "Genesis Revisited" (Teil 1) nicht so überzeugt haben. Naja, man kann es mir wohl nie so ganz recht machen, sofern es nicht eine Neuaufnahme mit der Originalen Besetzung wäre.

Insgesamt ein phänomenal produziertes Album mit größtenteils unglaublich toll klingenden Neuaufnahmen. Näher kommt man wohl an Genesis - ohne Genesis - nicht ran.

P.S.: Wer an experimentelleren Cover Versionen interessiert ist, sollte vielleicht mal in "The Fox Lies Down - A Tribute To Genesis" (Eagle Records) bzw. "In Too Deep - A Tribute To Genesis" (Anagram Records) reinhören.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vinyl frisch gepresst: Geht doch!, 7. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Genesis Revisited II [Vinyl LP] (Vinyl)
Als "Schwarzhörer" hat man es in diesen Tagen nicht leicht: Aktuelle Pressungen, jedenfalls die bezahlbaren, sind häufig von unterirdischer Klangqualität. Die geringen Auflagen lohnen keinen hohen Aufwand in der Produktion, schreibt die Fachpresse, und das hört man. Vom "Loudness War", der auch altgediente Klangtüftler zu ergreifen scheint, ganz zu schweigen.
Das es auch anders geht, zeigt die gelungene Vinyl-Box Genesis Revisited II von Steve Hackett, an seiner Seite klangvolle Musiker wie Steven Wilson, Steve Rothery und viele mehr. Welch wunderbare Töne perlen da aus Boxen und Kopfhörer, die Platten liegen perfekt auf und machen die Faszination von Vinyl deutlich.
Auch musikalisch bleiben keine Wünsche offen. Den Songs von damals, die laut Hackett bisweilen zwischen den Tourneen im Vorübergehen eingespielt wurden, einen Feinschliff zu verpassen, hat sich gelohnt. Für Audiophile und Genesis-Fans in jedem Falle empfehlenwert!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The return of the giant......, 17. November 2012
Steve Hackett's Genesis revisited II ist eine fantastische Rückkehr der alten Genesis Klassiker, teils neu instrumentiert, frisch produziert und dennoch mit einem gehörigen Anteil der musikalischen Rückerinnerung. Aus der Zeit als die LP's noch Konzeptalben waren und eher einen programmatischen Charakter aufzeigten. Das Material ist umfangreich und gibt viele Einsichten in die Klassiker. Die Gitarrenparts sind phantastisch ausgearbeitet und zeichnen die Vielfalt, mit der Steve Hackett der Band seine Impulse geben konnte. Sowohl in Spiel der klassischen spanischen Gitarrentradition in Blood on the rooftops oder den electric parts von The return of the giant Hogweed.In den alten Aufnahmen stehen die Gitarrenparts oft hinter den Keyboardpassagen von Tony Banks. Die verschiedenen Sänger sind eine entspannende Entdeckungsreise hinter die Ausdrucksvielfalt von Peter Gabriel. Oft reduzieren die Interpreten das Original, spannend wird es, wenn das Original verlassen wird und etwas Neues entsteht. Musical Box und Ripples. Die Songs bekommen ein neues Gesicht, etwas entfernt von surrender, kafkaesker Pointierung von Peter Gabriel.
Die Fotos und Texte sind eine tolle Ergänzung. Das Foto zu Blood on the rooftops ist mein Favorit.
Als Empfehlung kann ich noch auf die Website von Steve Hackett verweisen. Dort findet sich ein YouTube Video mit der Vorstellung des neuen Albums. Und ausserdem geht Steve Hacket im Frühjahr 2013 auf Tour. Dort wird es dann eine Neuauflage von Supper's Ready geben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungen, 15. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Guter Versuch. Ich finde dieses Album gnz und gar nicht überflüssig und nach all den schrägen Tributes die es von diversen Labels in der Vergangenheit gab, ist dieses echt eine Wohltat. Die Stücke sind teilweise leicht verändert (Intros) und dann auch teilweise einfach auf den neusten Stand gebracht. Wunderbarer Sound, den die Originale leider nicht mehr leisten können. Daumen hoch, ich liebe das Album.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Very good, 24. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Great album, I specially like the reworked versions of Supper's Ready, The Lamia, The Broadway Melody of 1974 and a few others. I think some tracks could have used a better drumming. That guy O'Toole is fine but I don't quite like his timing, and definitely I don't like his singing on Blood on the Rooftops. I also wished that Shadow of the Hierophant was kept unchanged from the original, which I think is more powerful and delicate. But this album is nevertheless very very good, it is a must for any Genesis fan. Good work, Steve!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Play me my song... Here it comes again!, 13. November 2012
"Genesis Revisited II" ist deutlich besser als sein Vorgänger. Es gibt viele Leute, die immer wieder schreiben, wie wichtig Steve Hackett für Genesis war. Ich gebe ihnen natürlich Recht. Dabei darf man aber nicht vergessen, wie wichtig Genesis auch für Steve Hackett waren. Wie sehr ihn die Zeit mit Gabriel, Collins, Banks & Rutherford geprägt hat, zeigt einmal mehr die Liebe, die er in diese Veröffentlichung gesteckt hat. Für die genannte These spricht auch, das Hackett an den Kompositionen kaum etwas verändert hat. Für mich wirkt das alles wie sein Kompromiss für die mehrfach gescheiterte Reunion, zu der er - wenn man der Presse Glauben schenken möchte - immer bereit gewesen wäre.
Natürlich wird einem auf einer Platte voller Genesis-Klassiker der alten Tage (übrigens perfekte Songauswahl!) auch immer wieder etwas auffallen, das einem nicht so sehr zusagt, wie die Originale. Das hat meistens mit den Stimmen der vielen Gastsänger zu tun, die natürlich ihre eigenen Interpretationen einfließen lassen. Aber ehrlich gesagt stört mich das an den wenigsten Stellen. Meine Top 5 dieses Albums sind:

5. Entangled
- Die Begleitung ist wieklich extrem nach am Original gehalten. Phils Stimme gefällt mir zwar besser (zweistimmiger Gesang ist halt einfach sein Ding), aber die Musik ist hier einfach mal wieder so wunderschön umgesetzt worden.

4. Eleventh Earl Of Mar
- Die Musik mal wieder hervorragend, aber auch der Sänger kann überzeugen

3. Ripples
- Einen Song wie diesen muss einfach eine Frau singen. Und diese hier macht es hervorragend!

2. Unquiet Slumbers for The Sleepers.../... In That Quiet Earth
- Bei diesen beiden Songs (ich fasse sie mal zu einem zusammen) konnte einfach nichts schief gehen, da es sich bei beiden um Instrumentals handelt. Und diesbezüglich gibt diese CD keine einzige Schwachstelle her! Die Songs bilden übrigens auch im Original ("Wind And Wuthering") eine unzertrennliche Einheit.

1. Dancing With The Moonlit Knight
- Das ist Genesis, egal, wer da im Studio war, einfach genial! Meine absolute Nummer 1. Und die Auswahl des Sängers ist wohl kein Zufall, er klingt ganz einfach wie Peter Gabriel...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ..genauso logisch wie eigentlich egal.., 21. Januar 2013
Zunächst einmal kann man sich natürlich die Frage stellen, WIESO Hackett jetzt diese CD veröffentlicht. Eine CD mit grandiosen Songs, teilweise unübertroffenen Meisterwerken (Supper’s Ready, Dancing With The Moonlit Knight), einigen von Hacketts Genesis Lieblingen (Blood On The Rooftops, Horizons) und ein paar von seinen Solo Stücken aus der Genesis Zeit, die es nicht auf die Alben geschafft haben (Please Don’t Touch). Will er zeigen, welches Potenzial die Stücke haben, das aber mit der 70er Technik nicht möglich war auszuschöpfen? Womöglich. Will er uns zeigen, dass er alle Gitarrenparts heute sauberer, perfekter und virtuoser spielen kann? Wohl kaum. Hat er seine Solostücke mit auf das Album gepackt, um ihnen mehr Aufmerksamkeit unter Genesis Fans zu verschaffen, da das doch eigentlich (zweifelsohne) alles tolle Stücke sind? Keine Ahnung. Oder will er den alten Werken einfach nur Tribut zollen, sie ehren, wo es doch von den anderen Genesislern keiner macht? Kann gut sein. Ich glaube, er macht das.. weil er einfach Lust dazu hat. Warum nicht die alten Klassiker in neuem Gewand präsentieren? Es ist eine Tatsache, dass manche Stücke auf den Genesis Alben 70-77 hinter ihrem eigentlichen Potenzial auf der Strecke blieben. Das hat man teilweise auf Hacketts erster Genesis Revisited Verwirklichung gehört. Und was man aus Genesis Stücken rausholen kann, zeigt wohl am besten und eindrucksvollsten Nick D’Virgilio mit seiner grandiosen Neueinspielung des Lamb Opus.
Nun aber zum Thema. Ungefähr dreißigtausend Musiker und Sänger versammeln sich um Hackett, darunter Szenebekanntheiten, wie John Wetton, Roine Stolt, Neal Morse, Steven Wilson, Steve Rothery, Francis Dunnery, Mikael Akerfeldt, Jakko Jakszyk – um nur einige zu nennen. Aufmerksamkeits- und Erfolgshascherei? Glaube ich kaum. Allerdings kann man im Voraus bereits sagen: Keine 100 Sänger ersetzen einen Peter Gabriel. Und ich muss auch ehrlich zugeben, dass Phil Collins den Sängerposten extrem gut verfochten hat, wenn man sich einige sängerische Neuinterpretationen hier anhört, auch, wenn ich immer der Meinung war (und bin), dass Phil Collins in allererster Linie kein Sänger, sondern Schlagzeuger ist. Aber eins nach dem anderen.. gehen wir mal ins Detail.

Den Einstieg bildet The Chamber Of 32 Doors. Bis auf das Intro von Hacketts Konzertgitarre hält man sich hier extrem stark, beinahe akribisch am Original. Das ist, wie sich im Laufe des ersten Hördurchgangs herausstellen sollte, auch nicht das einzige mal. Das sphärische – damit meine ich die schwebenden und teppichartigen Keyboards – wurde beibehalten und teilweise verstärkt. Ich glaube, rein notentechnisch wurde hier nichts anderes als beim Original gespielt, aber einige Stimmen sind einfach deutlicher zu hören. Auch der Gesang von Nad Sylvan orientiert sich sehr stark an dem von Gabriel im Original. Manchmal hört man kaum einen Unterschied. Es fehlt einzig und allein hier und da an Inbrunst. Die Liebe zum Stück hört man besonders Hackett allerdings an und es ist schön, einen wohligen nostalgischen Schauer zu spüren, wenn seine Gitarre anfängt zu wimmern.

Vom folgenden Horizons braucht eigentlich kein Mensch eine weitere Neueinspielung, gibt es davon doch schon tausende (sogar von mir eine, grins). Doch schaut man nach, welches Lied als nächstes kommt, wird einem alles klar. Horizons war schon immer die perfekte Einleitung zum größten Meisterwerk von Genesis: Supper’s Ready.
Dass sich Hackett hier rantraut ist sehr mutig. Zu recht. Supper’s Ready war für mich in seiner Ersteinspielung einfach perfekt und benötigt eigentlich keine Neueinspielung. Die Aufnahmetechnik der 70er brachte für mich immer ein gewisses Timbre rüber und unterstreicht den Charme des Werkes. Roh, nicht perfekt (um Himmels Willen nicht falsch verstehen, musikalisch ist es das für mich), und gerade deshalb so gefühlvoll und inbrünstig, auch natürlich durch Gabriels tollen Gesang. Trotzdem war ich gespannt.
Mikael Akerfeldt, eine Szenebekanntheit, Sänger, Gitarrist und Mastermind und obendrein großer Genesis Verehrer eröffnet den Song. Und schon schläft mir das Gesicht ein. Zu klar, lieb, glatt ist seine Stimme. Genau das Raue in Gabriels Gesang fehlt. Der folgende Übergang zum Guaranteed Eternal Sanctuary Man und der Teil selbst ist dann besser gelungen, nicht zuletzt wegen Simon Collins, der ziemlich stark nach Phil Collins klingt.
Der nachfolgende Teil (den Namen spar ich mir mal;) ) überzeugt wiederum nicht. Hackett spielt seine Gitarrenparts einwandfrei, aber der Gesang ist für mich nicht wirklich verträglich. Erneut zu glatt, zu –sorry- modern. Außerdem wird Phil Collins’ Schlagzeugspur nicht gut nachgespielt. Zu wenig Druck, zu wenig filigranes Gefühl. Collins ist und bleibt halt ein Meister seines Fachs.
How Dare I kommt wunderbar auf der Ferne, gut gelungen. Wenn ich nicht alle durcheinander haue, singt hier wieder Akerfeldt; diesmal wesentlich besser passend.
Doch bei Willow Farm kann ich mir leider nur an den Kopf greifen. Wie kommt Steve nur darauf, das selbst zu singen? Im Original war der Gesang eine Meisterleistung Gabriels, wie kann er meinen, so was nachsingen zu können? Da helfen auch Helium einatmen (?), Verzerrungen und Verstellungen nichts. Desweiteren fehlt die Verspieltheit des Originals.
Die Apocalypse mit ihrer 4/4 – 9/8 Polyrhythmik nachzuspielen wird im Studio kein großes Problem sein, aber das Zusammenspiel und die Power, die die Performance von Collins, Hackett, Banks und Rutherford ausgemacht haben, werden hier nichtmal ansatzweise erreicht. Zu präsize, druckvoll, stampfend und kreativ war 72 Collins’ Schlagzeug, zu erdig und kernig Banks’ Orgel. Da helfen auf keine zusätzlichen Teppiche oder Gitarreneinwürfe. Trotzdem ist die Komposition gerade hier so stark, dass es einem hin und wieder einen Schauer über den Rücken jagt. Wohlgemerkt, an jenen Stellen, wo man sich beim Original die Tränen aus den Augen wischt. Das gleiche gilt für das Finale, solche meisterlichen Kompositionen sind einfach nicht kaputtzuspielen (nicht dass Hackett und co. das hier machen würden). Allerdings fehlt Dunnery im Finale das gewisse etwas in der Stimme, das Gabriel hatte. Bei Gabriel merkte man für meine Begriffe, dass er jedes Wort meinte und mit vollstem Herzen dahinter stand. Das abschließende Solo ist hier toll gespielt, aber auch hier gilt das gleiche: Nicht genug Feeling.
Ich will nicht sagen, dass Hackett und seine Mitmusiker uns bei diesem Stück einen Verriss präsentieren, dafür ist es viel zu gut. Aber an eine Supper’s Ready Neueinspielung kann und sollte man sich nicht rantrauen. Nun gut. Netter Versuch, nächster Song.

The Lamia entschädigt. Im Original schon ein grandioses Stück, wird es hier noch etwas einsamer und trauriger präsentiert. Nik Kershaws (ja, genau der von Wouldn’t It Be Good) Stimme passt hier sehr gut. Sehr geschmackvoll auch das abschließende Gitarrensolo von Steve Hackett und Rothery. Zwei tolle Gitarristen duellieren sich hier, umspielen einander, spielen miteinander, zu einander. Wirklich, wirklich hörenswert. Hier erfährt man auch den nostalgischen Schauer und den melancholischen Charme des Originals. Eins der besten Cover.

Moonlit Knight war für mich, genau die Supper’s Ready, eins der perfektesten Stücke von Genesis. Um so skeptischer und auch gespannt war ich auf die Neueinspielung. Nun, die kann sich (wirklich!) sehen lassen – bis auf das Green Leaves. Das Intro sollte das Stück wohl nocht „britischer“ klingen lassen. Nun ja, ich ignoriere es einfach. Ansonsten wurde das Stück von Francis Dunnery gesanglich sehr gut interpretiert, die Gitarrenspuren von Hackett superb und kraftvoll nachgespielt, die Keyboards originalgetreu gesetzt und das Schlagzeug mit viel Power gespielt. Eine sehr gute Neuinterpretation, wenn sie auch das Original nicht toppt. Die Verbindung im Outro mit dem folgenden Fly On A Windshield/ Broadway Melody ist eine nette Idee und klappt gut. Dieses Stück überzeugt durch die tollen Gitarrenmomente und –sounds von Hackett. Der Gesang ist durchschnittlich. Insgesamt ein ordentliches Cover, wenn auch unnötig. Herzu sollte man als Vergleich mal Nick D’Virgilios Version heranziehen, der dem Stück vor allem gesanglich neues Leben einhaucht. Wobei ich sagen muss, dass hier der Sprechgesang ab „KuKluxKlan serves..“ wirklich gut gelungen ist.

Statt dem gewohnten Cuckoo folgt The Musical Box, ein weiteres heikles Thema. Eingeleitet durch ein nettes aber unnötiges Spieluhrthema hält man sich im folgenden Verlauf recht nah am Original. Einige Unsauberheiten, die im Original auftraten, wurden hier ausgebügelt und die riffende Gitarre ab 4min klingt geiler. Ansonsten war zu erwarten, dass die gesangliche Leistung Gabriels in diesem Song durch keinen Sänger zu erreichen ist. Gerade die NOW NOW NOW Rufe am Ende, die von Gabriel, und auch von Collins voller Energie herausgeschrien haben, kommen nicht halb so gut. Und zweifelsohne war Collins’ Schlagzeug im Original druckvoller. Aber ansonsten macht diese Version großen Spaß.

Im Folgenden hat Steven Wilson die Ehre sein Lieblingsgenesisstück zu singen. Can-Utility And The Coastliners. Die Version ist toll, sehr druckvoll und in Sachen Instrumentierung leicht und geschmackvoll durch Streicher erweitert. Nun, ich bin kein großer Fan von Wilson’s Stimme; im ersten Teil passt sie auch nur bedingt, wenn sie mir auch nicht komplett missfällt. Im zweiten Teil, teilweise gedoppelt oder im Satz, gefällt sie mir sogar richtig gut.
Musikalisch ist das Stück natürlich Bombe. Das schwebende Mellotron wurde wie gesagt durch Streicher erweitert und wirkt dadurch majestätischer. Ansonsten hält man sich auch hier nah am Original. Und trotz des nicht perfekten Gesanges am Anfang muss ich sagen, dass wir hier eine der besten Coverversionen des Albums vor uns haben.

Blood On The Rooftop war auf Wind & Wuthering größtenteils ein Hackett-Baby. Eingeleitet durch ein klassisches Intro verkörpert der Song für mich irgendwie eine regnerische, melancholische und irgendwie auch britische Atmosphäre. Das klassische Intro wird hier erweitert um einen weitaus virtuoseren Teil, der das eigentliche Intro anfangs etwas blass aussehen lässt. Aber nur kurz.
Ansonsten kann diese Neueinspielung die spezielle Atmosphäre des Originals leider nicht ganz nachahmen. Schön ist allerdings das Sopransax im Mittelteil. Trotzdem eine schöne Einspielung.

Die Tatsache, dass The Return Of The Giant Hogweed bereits von Steve Hackett und Transatlantic gecovert wurde, legt nahe, dass es auch hier von Neal Morse gesungen wird. Die Version ist okay, aber wesentlich mehr Druck, wenn auch nicht die grandiose Gitarre Hacketts, besitzt die Studioeinspielung Transatlantic auf der Whirlwind Bonus CD. Dafür bin ich auch zu großer Portnoy Fan. Man höre sich diese Version an. Allerdings übertrumpft natürlich Hacketts Gitarre hier Stolts um Welten.

Entangled ist allerdings recht gut gelungen. Jakkos Stimme ist sehr warm und schön und passt damit sehr gut zu dem verträumten, ruhigen Stück. Ich hab mich zwar immer gefragt, wieso Collins und Rutherford hier nie eingestiegen sind, denn rein musikalisch würde das aus meiner Sicht sehr gut passen. Sei’s drum, wir haben hier eine nette Coverversion vor uns, die jeden Sound und jeden Satzgesang von Original übernimmt und damit dessen Stimmung auch gut rüberbringt.

Nach Eleventh Earl Of Mar wurde ja in vielen Rezis indirekt förmlich geschrien. Zu mickrig und piepsig der Gesang im Original, zu verwaschen eigentlich die komplette Aufnahme. Ich muss sagen, dass mich das nie gestört hat. Das hart Stampfende und drückende fand ich schon immer toll an dem Lied. Das wird in dieser Version hier leider nicht rübergebracht. Bereits das Intro hat nicht die Intensität und Dramatik des Originals. Und wie in vielen Coverversionen auf diesem Album, fehlt auch wieder das raue und rohe Element des Originals. Mir gefällt auch nicht, dass manche Stellen im Gesang gedoppelt oder im Satz gesungen werden. Lobenswert ist hier allerdings, dass der Gesang dem Original teilweise verblüffend ähnlich ist. Der Mittelteil wurde auch nur um winzige Nuancen verändert. Insgesamt also eine gute, aber letztendlich unnötige Coverversion.

Ripples überrascht durch weiblichen Gesang von Amanda Lehmann. Diese ist natürlich gezwungen, in Phil Collins’ Lage zu singen, also in einer sehr tiefen. Dadurch kann sie nicht wirklich das nötige Gefühl und die nötige Energie in ihren Gesang stecken. Noch dazu finde ich ihre Stimme sehr unspektakulär, nicht langweilig, aber auch nicht besonders. Im Refrain wird ihr Gesang im Satz präsentiert; das klappt dann schon wieder wesentlich besser. Der Mittelteil ist dann erneut klasse, denn Hacketts Gitarren überzeugen wieder auf ganzer Linie. Was Daryl Frickelstuermer hier grausiges reingepfeffert hat steht in keinem Verhältnis zu Hacketts geschmackvollen Tupfern. Der Übergang zum letzten Refrain ist dann schön wie im Original und beendet diese Version dieses wunderschönen Liedes.

Dass Hackett den abschließenden Dreiteiler von Wind & Wuthering mit auf das Album setzen würde, war klar; sind doch zumindest die ersten beiden Teile zwei seiner Babies und wird der letzte Teil, das wunderbare Afterglow, zumindest hoch von ihm geschätzt.
Unquiet Slumbers For The Sleepers ist so nahe am Original, dass man es fast als kongruent bezeichnen könnte. Einzig klangtechnisch gibt es (logischerwese) Unterschiede; diese sind aber nicht der Rede wert.
In That Quiet Earth fehlt es in dieser Version an dem Druck von Collins’ Schlagzeug. Zu vielschichtig und komplex, zu treibend und energiereich war es im Original, und viel zu wenig wird das hier umgesetzt. Der Unterschied ist beinahe mit dem Unterschied Bill Bruford und Alan White zu vergleichen. Und der ist bekanntlich horrend. Dadurch verliert das Stück für mich seinen Charme. Schade. Sowas muss Hackett doch auffallen.
Gespannt war ich auf das anschließende Afterglow. Vorweg: John Wettons Gesang ist nicht mit Collins’ aus dem Original zu vergleichen. Er klingt richtig gealtert. Auch musikalisch kann diese Version mit dem Original nicht mithalten. Sie klingt blass im Vergleich zum zeitlosen, erhabenen Original.

Ich habe mich jetzt nur auf die Genesisstücke beschränkt, die Hackett Solostücke habe ich absichtlich weggelassen, da ich mit ihnen nicht so vertraut bin wie mit den Genesis Werken. Ich kann nur sagen, dass alle vier Stücke durchaus hörenswert sind. Sie bewegen sich alle um den Genesisdunst und sind eine nette Ergänzung. Einige hätte ich mir gerne auch auf den Genesisalben gewünscht (sie stammen aus dieser Zeit). Mein Favorit ist A Tower Struck Down, ein stampfendes, wütendes und düsteres Instrumental inklusive Streicher. Auch Camino Royale geht in diese Richtung und kann auch noch durch ein jazziges und frickeliges Klaviersolo überzeugen.

Nun. In Ergänzung zu meiner Anfangsfrage – wieso macht Hackett das eigentlich? – könnte man hier noch fragen: Ist da, was er gemacht hat geglückt? Das kann ich aber nicht so richtig beantworten, da ich nicht weiß, was er eigentlich will. Genesis Revisited II ist ein lohnenswertes Album, voller Nostalgie und Liebe zu den alten Klassikern. Natürlich gibt es immer etwas zu meckern und natürlich schlachtet Hackett mit einem Green Leaves Intro von Moonlit Knight auch heilige Kühe, aber alles in allem kann man es ihm wohl nur hoch anrechnen, dass er den Geist der größten Progressive Rock Band immer noch aufleben lässt. Ein Rätsel ist mir allerdings die Auswahl der Sänger. Es gibt noch so tolle, bessere Sänger, die man hätte einbinden können. David Longdon ist ein perfekter Gabriel/ Collins Ersatz, Nick D’Virgilio hat auf seinem Tribut Album des Lamb Opus bewiesen, dass er eine tolle Alternative für Genesis Songs ist. Oder auch Daniel Gildenlöw, Steve Hogarth.. Und wieso nicht auch mal Collins oder Gabriel selbst fragen? Und Afterglow von John Wetton singen zu lassen, dessen Gesang heute wirklich nicht mehr spektakulär ist.. Nein nein.
Dass ein Experiment an Supper’s Ready schief geht, ist genauso logisch wie eigentlich egal. Ich will nicht sagen, es geht ginge ja um die Geste, aber es geht mir in die Richtung. Man kann es nicht allen recht machen.
Hackett hat ein trotzdem tolles Album für alle Genesis Fans geschaffen.

Eigentlich will ich so etwas nicht bewerten, aber es ist eine gefühlte 10 bis 11 von 15.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein durchaus gelungenes Album mit toller Gästeliste!!!, 10. Mai 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nun besitze ich schon die dritte Genesis Revisited CD von Steve Hackett. Die beiden Vorgänger Alben "Watcher Of The Skies: Genesis Revisited" und "Genesis Files" finde ich ebenfalls sehr gelungen. Zu Weihnachten bekam ich dann "Genesis Revisited II" von meinem Sohn geschenkt. Zunächst einmal dachte ich, ist ja ganz nett, aber war das wirklich nötig. Eigentlich fühlte ich mich mit den beiden Vorgängeralben ausreichend ausgestattet. Einen geschenkten Gaul schaut man aber bekanntlich nicht ins Maul. Das äußerst ansprechende Cover ist ja auch schon mal was, so oder so ähnlich versuchte ich mich mit dem Geschenk anzufreunden. Ohne die Musik zuvor gehört zu haben, lässt ein Blick in die Liste von Hacketts Mitstreitern bei diesen Aufnahmen die Neugier wachsen. Auf dieser Doppel-CD versammeln sich Menschen des "Who Is Who" der Progressive Rockmusik. Einige dieser Künstler, die mir immer sehr viel Freude machen, möchte ich hier nennen: Neal Morse, Steve Wilson, Roine Stoilt, Nick Beggs, Mikael Akerfeldt, John Wetton und Steve Rothery. Na, wie liest sich das? Genau, richtig gut! Und so sind auch diese Aufnahmen aus Steve Hacketts Genesis- und Solo Ära zu bewerten. Die Arrangements sind wieder einmal prima geraten. Die Songs sind dem Genesis und Steve Hackett Kenner selbstverständlich allesamt bekannt. Auf die einzelnen Songs gehe ich hier nicht näher ein und verweise deshalb auf andere Rezensionen, die sich diesbezüglich schon sehr viel Mühe gemacht haben (siehe "Pete"). Abschließend möchte ich betonen, dass ich den Besitz dieser CD in meiner Sammlung nicht mehr missen möchte. Sie ist meinem Erachten nach gut gelungenen und verdient allemal satte vier Sterne. Den fünften Stern hätte ich diesem Album gerne gegeben, wenn Steve Hackett vielleicht etwas mutiger gewesen wäre und ein paar improvisatorische Neuerungen in die Stücke hätte einfließen lassen.
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Genesis Revisited II
Genesis Revisited II von Steve Hackett (Audio CD - 2013)
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