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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen8
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am 18. Juni 2013
"Die Falknerin" ist eigentlich ein schönes Buch. Es lässt sich leicht weglesen und bietet einem kurzweilige Unterhaltung für müde Abende. Der historische Hintergrund wurde gelungen aufgebaut, und die Dynamik zwischen den Haupt- und Nebenpersonen stimmt ebenfalls.

Leider ist die Umsetzung dann jedoch nicht mehr als ordentlicher Standard. Der sonst alles in allem gefällige, angenehme Stil holpert bisweilen - es wurden so manche arg offensichtliche Mängel übersehen - und passt nicht in die Mentalität der damaligen Zeit. Die Personen sind stark klischeehaft und schaffen es nicht, Konturen zu entwickeln. Margarethe ist der klassische lebhafte Rotschopf mit den grünen Augen, Albrecht das Sinnbild des dunkelhaarigen Frauenschwarms, Jan der treue blonde Freund in allen Krisen und Margot das zartherzige, bildschöne Fräulein aus bestem Hause. Keine Überraschungen so weit, und bis zum Ende hin ändert sich daran auch nichts.

Interessanter gestalten sich da Nebenfiguren wie Margots Vater, der Truchsess, dessen Rolle leider viel knapper abgehandelt wird als ich es mir gewünscht hätte. Stattdessen nehmen andere schablonene Gestalten wie die dankbare Magd und der heranwachsende Lümmel mit zunehmender Seitenzahl immer mehr Raum ein und fielen mir letztlich so auf die Nerven, dass ich einzelne Passagen nur noch überflogen habe. Man bekommt unweigerlich den Eindruck, dass diese Personen nur ausgebaut wurden, um irgendwie die Story voranzutreiben. Genau, wie der natürlich mal wieder hässliche und stinkende alte Mann, dem Margarethe zur Frau gegeben werden soll, und der intrigante, attraktive Emporkömmling, der versucht, sich Margot unter den Nagel zu reißen, nur dazu da sind, die üblichen Schurkenrolle mehr schlecht als recht auszufüllen.

Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen. Das Geflecht, das die Autorin über die erste Hälfte des Buches hinweg entworfen hatte, bot genug Ansatz für Drama und Konflikte. Nur wurde es eben nicht genutzt. Gerade, als es richtig spannend wird, wird der Leser mit einer zweitklassigen Entführungsgeschichte samt abgedroschener Schnitzeljagd abgespeist, wie man sie in jeder zweitklassigen Schmonzette findet. Diese zieht sich über das gesamte letzte Viertel des Buches hin und verdrängt den von zwischenmenschlichen Tragödien und Standeskämpfen geprägten Faden, welcher das Buch bis dorthin sehr fesselnd gestaltet hatte. War das nötig?

Zusehends verliert die Story sich in groben Vorhersehbarkeiten und blassen, unglaubwürdigen Actioneinlagen, die meiner Meinung nach bestenfalls überflüssig sind. Auf den eigentlichen Höhepunkt wartet man vergeblich. Die Dreiecksbeziehung zwischen den Hauptpersonen findet eine lahme, seichte Auflösung, und das Geheimnis um Margots Familie enthüllt nichts mehr, was man nicht schon längst geahnt hätte. Die historischen Fakten, aus denen man noch viel hätte herausholen können, werden in den letzten Kapiteln lustlos abhehandelt. Das Ende selbst ruht dann auf einer leeren, altbekannten Floskel-Weisheit und zeigt sich platt und viel zu knapp.

Dabei widmet sich der Roman praktisch ausschließlich dem Adel, während das Volk als eine seelenlose Masse abgehandelt wird. Sogar für die Verhältnisse eines historischen Romans sind die drei Hauptcharaktere arrogant und oberflächlich geraten. Ihre abfällige Einstellung wird völlig unkritisch dargestellt, aber dabei auch wieder nicht so authentisch, dass man dies für eine bewusste Entscheidung der Autorin halten könnte. An das Leiden der Menschen, die auf der Schattenseite stehen, verschwendet sie einfach kaum Seiten, als wäre es schlicht unwichtig oder lästig. Viel bedeutender als das Grauen auf den Straßen werden Margarethes Kleiderfragen behandelt. Der Hauptperson vergeht zwar nicht der Appetit darüber, Zeugin eines furchtbaren Blutbades geworden zu sein, wohl aber darüber, dass ihr ein lüsterner Kerl in den Hintern kneift. Die arme Margarethe hat immerhin ihre unbeschwerte, sonnige Jugend zu verlieren, der geknechtete Pöbel nur sein unwürdiges Leben ... So eine Aussage zwischen den Zeilen kann echt das Lesen trüben.

Sehr gefallen haben mir hingegen die Passagen um die Falknerei, doch sie sind viel zu knapp ausgefallen, um den Titel "Die Falknerin" auch nur zu rechtfertigen. Da hätte ich mir definitiv mehr gewünscht, zumal sie dem Charakter der Margarethe ein wenig mehr Identität verliehen haben. Die Szenen, die sie mit ihrem Vogel zusammen darstellen, und ihre gemeinsamen Szenen mit dem Truchsess von Bischishausen sind die einzigen, in denen sie mir sympathischer und menschlicher erschien und in denen ich einen wirklichen Zugang zu ihrer Figur finden konnte. Und das ist einfach zu wenig, weil diese Aspekte nicht ausgebaut wurden, obwohl ich das Gefühl habe, dass die Autorin gerade da etwas mehr von ihrer Individualität gezeigt hat. Vielleicht fehlte ihr einfach der Mut, vom Schema abzuweichen.

Alles in allem lohnt das Buch sich zwar, aber es bleibt zu belanglos, um mehr zu sein als Lesefutter. Es wirkt irgendwie, als hätte man Iny Lorentz, Elizabeth Chadwick, Sabine Ebert und Martha Sophie Marcus in einen Topf gerührt und geschaut, was dabei herauskommt. Schlecht ist das Ergebnis nicht, aber es kann kein eigenständiges Flair aufbauen. Was bleibt ist ein typischer lockerer Schmöker ohne Belastungsfaktor.

Wer das mag, wird gut bedient sein. Mehr hat der Klappentext ja eigentlich auch nicht versprochen.
22 Kommentare|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. August 2013
Mir ist das Buch nur per Zufall über den Weg gelaufen und hat mich nach sehr langer Lesepause sofort überzeugt, mein altes Hobby wieder aufleben zu lassen.

Kurz zusammengefasst: Frau Halbach positioniert starke Charaktere, baut wunderschöne Landschaften in ihre Ausführungen ein und stellt die Zeit des Mittelalters lebendig, spannend und aufregend dar.

Ich habe die Falknerin geradezu gefressen - Es lohnt sich!
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am 16. September 2013
Habe mir unter dem Titel mehr versprochen . Leider wird von der Liebe zu den Falken und die Arbeit mit den Tieren wenig berichtet.
Wer aber Intrigen, Verwirrungen, Herz und Schmerz mag, kommt auf seine Kosten, obwohl auch diese vorhersehbar sind.
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am 13. Juni 2013
Wie ich finde ein sehr spannendes mitreißendes Buch, einmal angefangen legt man es erst wieder aus der Hand wenn es ausgelesen ist.
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am 21. August 2013
Leider kommt der Teil mit der Falknerei nicht sehr intensiv rüber in dieser Geschichte. Ich mag spannende Abenteuer - doch hier war es fast ausschliesslich eine Liebesgeschichte die sich an manchen Stellen doch in die Länge gezogen hat.
Im Großen und Ganzen kann ich aber dieses Buch weiterempfehlen.
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am 18. Juni 2013
Nicht immer gelingt es Autoren nach dem ersten Buch noch einen drauf zu legen. Konnte ich schon Halbachs Erstling ,Die Wandersängerin` kaum aus der Hand legen, wurden die Nächte bei der ,Falknerin` verdammt kurzweilig. Ich kann nur sagen: Leute legt euch Taschentücher zurecht. Diesmal wird es hochdramatisch.
Im Mittelpunkt des Buches stehen drei Protagonisten, die einem aus Friedrichs Hebbels weltberühmten Trauerspiel ,Agnes Bernauer` vertraut sind: Albrecht von Wittelsbach späterer Herzog von Bayern, der durch seine unstandesgemäße Ehe mit der Baderstochter Agnes Bernauer berühmt wurde, sein Freund und Vertrauter Jan von Sedlic und Margarethe von Waldeck. Doch statt sich mit einem Remake zu begnügen, taucht Halbach ein in die Jugendjahre der drei Figuren.

Das Schicksal hat es Besonders mit ihnen vor ...
Die Hussiten begehren auf - in Bayern herrscht Krieg ...
Um der Ehe zu entgehen, flieht Magarethe, doch ihr ungeliebter Ehemann lässt nicht ...
... es bleibt wirklich spannend bis zum Schluss.

Das muss unbedingt jeder selber lesen.
Ganz große Kopfkino!

Danke Karolina Halbach
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am 13. November 2013
Einfach ganz toll von Anfang bis Ende.Historische Fans kommen bei der Falknerin voll au ihre Kosten.Super geschrieben. Die Falknerin -Historischer Roman, kann ich wärmsten s weiterempfehlen.
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am 30. Oktober 2013
Der Roman liest sich sehr gut und ist zeitmäßig echt gut geschrieben. Die Recherchen der Schriftstelelrin waren wohl ausreichend fundiert.
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