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134 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "But it's a changing world"
Eine düstere Nacht in Downton Abbey, sechs Monate nach dem tragischen Ende der letzten Staffel (Journey to the Highlands). Alles scheint dunkel und düster, nebelverhangen und grau. Der große, unüberbrückbare Verlust wird visuell eindrucksvoll inszeniert. Auch der neue Tag verheißt nichts Gutes, ein tristes grau in grau. Man setzt sich...
Vor 5 Monaten von Isabelle Klein veröffentlicht

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen London Season fehlt
ich bewerte hier die Produktbeschreibung, nicht die Serie selbst. Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Info fehlt, dass nicht alle Episoden dabei sind.
Vor 6 Tagen von kaxxx veröffentlicht


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134 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "But it's a changing world", 18. November 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Eine düstere Nacht in Downton Abbey, sechs Monate nach dem tragischen Ende der letzten Staffel (Journey to the Highlands). Alles scheint dunkel und düster, nebelverhangen und grau. Der große, unüberbrückbare Verlust wird visuell eindrucksvoll inszeniert. Auch der neue Tag verheißt nichts Gutes, ein tristes grau in grau. Man setzt sich stimmig mit dem Ereignis auseinander. Neuigkeiten verbreiten sich in Windeseile, O'Brien hat DA über Nacht verlassen. Man ist sich einig, nichts bleibt wie es ist, alles ist im Wandel ... Doch am Ende des ersten Teiles geht die Sonne auf und es scheint bergauf zu gehen.

Up- wie auch Downstairs gibt es Neuzugänge: Rose, die Cousine aus den Highlands bringt frischen Wind in Form des Jazz in das alte Gemäuer und sorgt für weiteren Aufruhr. Robert hat es nicht leicht, mit all den Neuerungen Schritt zu halten: neue Bedienstete, alte, die nach Höherem streben und eine Tochter, die ihm bei der Führung des Anwesens Konkurrenz macht. Auch Edith fordert ihn mit ihrem Verhältnis zu dem verheirateten Gregson heraus. Die Entwicklung des kleinen hässlichen und weitestgehend unbeachteten Entleins ist diesmal besonders interessant, gerade in den ersten Folgen hat sie große Auftritte (wie z.B. der in rot - und scheint einer kleinen Sünde nicht abgeneigt).
Während Carson der Vergangenheit nachhängt, Mrs Hughes ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt und Daisy ihre Liebe zu Alfred entdeckt, hadert Mrs Patmore einmal mehr mit den unsäglichen Neuerungen der Technik, die sie überflüssig erscheinen lassen: Wer braucht schon einen Mixer? Dann kommt auch noch eine neue Kammerzofe und bringt ihre elektrische Nähmaschine mit. Nicht genug, da will die Gräfin höchst selbst auch noch einen Kühlschrank... Die Zeiten ändern sich, man diniert unstandesgemäß mit einer Sängerin, beherbergt eine Jazzband. Neben Valentinos "THE SHEIK" begeistert der Jazz und Ragtime - die Roaring Twenties - und wir sind mittendrin.
Ein Highlight ist wie immer Maggie Smith, diesmal allerdings etwas ruhiger und weicher. Nichtsdestotrotz hat sie zum richtigen Moment immer einen herrlich trocken-spritzigen Kommentar parat: "It's the job of a grandmother to interfere", nachdem sie Carson gesteckt hat, er solle mal ein offenes Wort mit Lady Mary wechseln und sie sich auch gegenüber der vernagelten Sichtweise ihres Sohnes durchsetzt. Oder aber: "If I were to search for logic I should not look for it among the English upper class." Gelungen sind weiterhin die Momente der Vertrautheit, die sie mit Isobel Crawley teilt.

Es gibt einige zutiefst berührende Momente, an denen einem das ein oder andere Tränchen über die Wangen läuft, v.a. wenn Mary ihr Leid in Worte fasst. Auch wenn diese Staffel 'nur' durch kleine Begebenheiten und durch den Einbezug neuer Figuren, als auch dem Wiederauftauchen altbekannter lebt, berührt sie nicht weniger als die vorangegangenen mit den großen geschichtlichen Ereignissen. Wir erleben in 8 Episoden (3 DVDs, je die erste und letzte Folge mit 65 Min, die anderen mit rund 45 Minuten Laufzeit) die kleinen und großen Freuden der großen und kleinen Leute. Nach den Aufregungen der letzten Staffeln scheint man vorerst zur Ruhe gekommen, doch neue Entwicklungen und ein offenes Ende lassen einen sehnsuchts- und erwartungsvoll dem nahenden Weihnachtsspecial und der kommenden 5. Staffel harren. Ich war zu Beginn etwas zwiegespalten. Muss man um des Kommerzes Willen eine Serie ins Endlose fortsetzen? Kann man die Drehbücher auf dem hohen Niveau halten? Und vor allem - wie wird man an das tragische Ende anknüpfen, wie werden sich gewisse Figuren weiterentwickeln? Doch bereits zu Beginn wurden all die Zweifel zerstreut, denn man hat es bis auf einige kleine Ecken und Kanten in gewissen Handlungssträngen äußert gelungen all die Klippen umschifft, an denen man hätte scheitern können. Etwas weniger Männer in der ein oder anderen Situation und etwas weniger Melodramatik um Anna sind nur kleine Makel.

Einmal mehr überrascht die Wandlungsfähigkeit unseres intriganten Mr. Barrows. Immer wenn man denkt aus dem kann einfach kein Gutmensch werden reagiert er unerwartet sozial, nur um munter weiter zu intrigieren. Doch was wäre das Leben ohne all die liebgewonnen Gestalten downstairs? Wobei das Geschehen in den Folgen 4-8 teils etwas unnötig in die Länge gezogen wird. Wirklich gelungen ist nur Molesleys Geschichte, die einen sehr berührt und mitunter zum Schmunzeln bringt. Das vermag ansonsten nur der gute Carson mit all seinem starren Gehabe. Gerade in dieser Staffel, wo nur Mary und Edith das Geschehen upstairs wirklich vorantreiben, Rose lediglich eine nette Dreingabe ist. Fast hätte ich Branson vergessen, der an seinen Aufgaben wächst, doch wird er in DA alt werden oder liegt seine Zukunft in der weiten Welt? Fragen über Fragen, die uns zu gegebener Zeit beantwortet werden. Es gäbe noch viel zu berichten, doch man soll schließen, wenn es am schönsten ist.

Wie immer erstklassige Kostüme, Kulissen und Schauplätze. Neben DA begeistern vor allem die wunderbaren Karossen, alte Kinderwägen usw - eben alles, was die Zeit so unverkennbar macht.

Via Amazon.co.uk kann die 4. Staffel für derzeit rund 26,50€ bestellt werden. Auf drei DVDs gibt es neben den Folgen noch Extras: ein Making of; Downton Diaries & New Arrivals.

Fazit: Stellenweise sehr berührend. Auch die vierte Runde DA bringt viele kleine und große Freuden. Visuell herausragend.
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35 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen There can be too much truth in any relationship.., 12. November 2013
das ist nur eine der vielen großartigen Bemerkungen der Dowager Countess. Wie bereits in den vergangenen Staffeln dominiert Maggie Smith jede Szene und sorgt für beste Unterhaltung. Hier eine weitere Kostprobe. Dowager Countess zu Tom Branson:
„If I were to search for logic, I should not look for it among the English upper class“
Maggie Smith ist also weiterhin eine Klasse für sich und macht Downton Abbey sehenswert.
Nach dem Ausscheiden von zwei Hauptdarstellern nach Staffel 3 und den damit verbundenen tragischen Todesfällen, war ich etwas skeptisch, wie sich die Geschichten und Personen weiterentwickeln würden.
Ich kann mit gutem Gewissen sage, ich habe jede Minute der acht neuen Folgen genossen. Auch in diesem Jahr hat mich Downton Abbey wieder bestens unterhalten.
Die Kleider und die Ausstattung sind wirklich sehenswert und das ganze Ensemble hat durch gute schauspielerische Leistungen überzeugt. Besonders Mrs. Hughes hat mir sehr gut gefallen und der konservative Butler Carson ist immer ein Genuss. Ich finde, dass es Julian Fellowes insgesamt besser gelingt interessante storylines für die Herrschaft zu entwerfen. Die Rückkehr von Lady Mary ins Leben war gut gemacht und auch die Weiterentwicklung von Lady Edith ist sehr interessant. Anders sieht es bei den Dienstboten aus. Thomas hat in diesem Jahr keine wirkliche storyline, das fand ich etwas schade und die Verliebtheiten und Eifersüchteleien der Dienstboten waren langatmig und fast anstrengend. Gut unterhalten hat mich hingegen Mr. Mosley und auch die wechselvolle Beziehung von Anna und Bates war gut dargestellt. Auch wenn ich den Beiden etwas mehr Glück und weniger Drama gewünscht hätte. Tom Branson und seine Suche nach seinem Platz im Leben bleibt ebenfalls eine interessante Figur.
Nach Folge 8 sind viele Fragen offen und ich freue mich auf die diesjährige Weihnachtsfolge, die hoffentlich ein paar Antworten bringen wird. Ausstrahlung der Weihnachtsfolge am 25.12.13 in GB. Downton Abbey wird im neuen Jahr mit einer weiteren Staffel fortgesetzt.

Fazit: Downton Abbey Staffel vier, immer noch eine Klasse für sich. Natürlich nicht mehr ganz so unverbraucht wie in Staffel eins. Trotzdem beste britische Unterhaltung. Mir hat die Fortsetzung genauso gut gefallen, wie Staffel drei.

Die DVD Box mit 3 DVD enthält die 8 Folgen der 4. Staffel.
Laufzeit Folge 1 und 8 je 60 Minuten, Folge 2-7 je 45 Minuten
Sprache Englisch mit zuschaltbaren englischen Untertiteln
Die DVD Box ist mit folgenden Extras gut ausgestattet: a making of, the Downton diaries, new arrivals
Die Box kostet bei Amazon UK 19.50 GBP plus 2.28 GBP für Verpackung und Versand.
Das sind ca. 26 Euro.
Kaufempfehlung für alle DA-Fans.
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55 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Downton Reloaded, 16. November 2013
Die Abbey im Winterschlaf: Der Park liegt kahl und trist unter einem grauen Himmel, upstairs und downstairs schleicht man auf Zehenspitzen herum, während Lady Mary, die Schneekönigin aus dem Eiszapfenland, sich nach den letzten Ereignissen emotional in den Bezirk nördlich des Polarkreises zurückgezogen hat. Und dort ist sie unerreichbar - für ihre Familie, für Baby George, für Anna und sogar für Mr Carson.

Man kann weiter darüber nachgrübeln, was der Fangemeinde im allgemeinen und Downtons Bewohnern im besonderen mit dem grausamsten Weihnachts-Special aller Zeiten angetan wurde. Angesichts der stark geschriebenen, wunderschön melancholisch bebilderten und selbstredend großartig gespielten ersten Folge der neuen Staffel kommt man aber auch nicht umhin zu denken: Vielleicht war dieser harte Einschnitt genau das, was die Serie im vierten Jahr brauchte, um einen echten Neustart hinzulegen?

Zunächst herrscht verkehrte Welt: Isobel, drei Staffeln lang damit beschäftigt, die Welt zu retten, ganz egal, wie sehr sie ihren Mitmenschen dabei auf die Nerven geht, hockt leer und traurig vor ihrem Kamin und fühlt sich nur noch als Bürde für die Crawleys. Branson kämpft einerseits mit dem Gefühl, am falschen Ort - und oft auch in den falschen Klamotten - zu stecken und andererseits mit dem Bedürfnis, Downton in Matthews Sinn weiterzuführen und den Einfluss seines Schwiegervaters, der leider nachvievor nicht mit Geld umgehen kann, möglichst gering zu halten. Pechmarie Edith scheint auf der Suche nach ihrem kleinen Stückchen Glück endlich erfolgreich zu sein und blüht geradezu auf. Nur eine ist unverändert: The Dowager Countess, die zwar bekanntlich nicht auf den Mund gefallen ist, aber immer noch große Schwierigkeiten hat, den Namen Tom auszusprechen.

Downstairs entpuppt sich Thomas ("I'm Mr Barrow now") als Kinderfreund, um wie jedesmal, wenn man gerade anfängt ihn zu mögen, seine unfeine Seite hervorzukehren. Mrs Patmore hat alle Hände voll damit zu tun, das Liebesdrama zwischen Küche und Servant Hall unter Kontrolle zu bringen, Mr Carson verteilt Aufgaben und Lebensweisheiten mit gewohnter Autorität und Mrs Hughes beweist bei mehr als einer Gelegenheit, dass das ganze Haus ohne sie zusammenbrechen würde, insbesondere, als Anna und Mr Bates aus ihrer kleinen, glücklichen Nische auf grausame Art und Weise vertrieben werden.

Die vierte Staffel Downton Abbey bietet neben Altvertrautem viele Überraschungen und sicher auch den einen oder anderen Grund zu Kritik (und damit meine ich nicht die Tatsache, dass die gute Luft in Yorkshire jegliche Form von Alterung aufhält). Einige Handlungsstränge wirken überflüssig - wer hätte Edna nach dem Weihnachts-Special noch wiedesehen wollen? Manche Folgen sind überfrachtet an Ereignissen, weshalb einige Szenen dann so kurz und schnell und hastig abgetan sind, dass ihre Wirkung verpufft. Mehr als einmal stellt sich ein Déjà-vu ein: Es scheint eine Eigenart der britischen Upperclass zu sein, wichtige Briefe zu schreiben, die dann erst nach dem eigenen Ableben auftauchen. Peinliche Gesprächssituationen lässt man mit Vorliebe dadurch entstehen, dass diverse Figuren vergessen, wen ihr Gegenüber da gerade unter tragischen Umständen verloren hat. Und wie viele Freunde und Verwandte die Crawleys haben, von denen man auch nach zehnjähriger Bekanntschaft noch nichts gehört hat... naja. Wie das Serienleben halt so spielt.

Letztendlich überwiegen aber die Downton-Glücksmomente, die Dialoge, die einen laut auflachen und schnell den Rücklauf einschalten lassen, der liebevolle Blick auf die Bewohner, die cleveren kleinen erzählerischen Details - wer erinnert sich noch an das Telegramm, mit dem die allererste Folge begann und das per Fahrrad ausgeliefert wurde? Dieses Mal kommt wieder ein Telegramm an, aber der Bote fährt mittlerweile Motorrad. Wie viel Herz nachwievor in der Serie steckt, zeigt der Handlungsstrang um Mr Molesley, bekanntlich auch kein vom Glück beschienener Charakter, der sich nach dem Verlust seines Arbeitgebers mit Gelegenheitsjobs durchschlagen muss.

Was mir auch besonders gut gefallen hat: Am Ende haben alle Traurigen- Mary, Isobel, Branson und jawohl, man glaubt es kaum, auch Mr Molesley - einen echten Lernprozess durchgemacht. Ohne zu spoilern: Die Staffel endet zumindest upstairs erheblich fröhlicher, als sie begonnen hat.

Das Sonderlob für besonders bewegende Schauspielkunst geht an Joanne Froggatt alias Anna - großer Taschentuchalarm. Das DVD-Set enthält acht Folgen zu 45 Minuten, die erste und letzte Folge sind wie immer etwas länger. Als Extras ist das obligatorische Making-Of dabei sowie eine Einführung der diversen neuen Figuren.

Wie lange Downton nach diesem Neustart weiterleben wird? Ich habe keine Ahnung. Erst einmal freue ich mich auf das diesjährige Weihnachts Special, und im übrigen halte ich mich hoffnungsvoll an ein Gespräch der Dowager Countess mit Isobel: "How long does this go on for?" - "Ages!" - "Oh, goody goody!"
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Golly, life is full of surprises!", 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey: Series 4 [UK Import] (DVD)
** Achtung, Spoiler in der gesamten Rezension **

Die Handlung
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Nebelschwaden verwischen die Konturen der Abtei von Downton im frühen Morgengrauen und geben dem Herrensitz eine gespenstische, dunkle Atmosphäre. Und ebenso düster sieht Lady Marys Innenleben aus, die wach und bewegungslos auf ihrem Bett liegt und nicht schlafen kann. Sechs Monate sind vergangen, seit ihr Glück und Eheleben auf schmerzhafte Weise durch den Tod ihres Ehemanns Matthew Crawley aus den Fugen geraten ist. Die junge Witwe und Mutter des kleinen George ist von diesem schrecklichen Ereignis noch immer gezeichnet und völlig apathisch. Selbst gemessen an den strengen damaligen Regeln, was das Tragen der Trauerkleidung anbelangt, besteht sie auch ein halbes Jahr später noch immer darauf, schwarz zu tragen. Noch nichtmal die sanftmütige lady's maid Anna kommt an ihre völlig in sich zurückgezogene Dienstherrin heran.

Ganz anders Marys jüngere Schwester Edith: Sie scheint mit dem Verleger Michael Gregson endlich das ihr lang verwehrte Liebesglück in vollen Zügen genießen zu können. Deshalb trifft man die junge Dame in dieser Staffel auch weitaus häufiger in London an, wo sie sich zusammen mit Michael in den gehobenen Literaten- und Künstlerkreisen der Hauptstadt unters Volk mischt, sowie zu Kerzenschein und in gewagten Outfits in mondänen Lokalen und Restaurants diniert. Dass ihr Freund technisch gesehen noch mit seiner ersten Frau verheiratet ist und sich nicht von ihr scheiden lassen kann (weil diese ihre Tage geistig gestört in einem Sanatorium fristet und somit rechtlich als nicht entscheidungsfähig gesehen wird), ist ein konstanter Gesprächstoff bei den beiden. Auch dass Edith Michael Gregson ihrer Familie, allen voran ihren Eltern Lord und Lady Grantham, vorstellen möchte bereitet dem Verleger einiges an Bauchgrimmen.

Bei einem Teil der jungen Angestellten im Bedienstetentrackt geht das schon in der dritten Staffel thematisierte Liebeswirrwarr in die zweite Runde: Daisy liebt Alfred, Alfred liebt Ivy und Ivy wiederum ist in Jimmy verschossen. Stellt sich die Frage: Wen liebt Jimmy? Oder hat der ebenso weltmännische wie schnöselige junge Footman etwa doch ein Auge auf Ivy geworfen? Und heißt dass, das Alfred irgendwann vielleicht doch erkennt, dass er bei Ivy nicht landen kann, sondern seine Gefühle lieber in Daisy investieren sollte? Fragen über Fragen, die nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch Köchin Mrs Padmore auf Trab halten und an den Rand der Verzweiflung bringen - denn die muss das Gezerfe zwischen Ivy und Daisy, sowie die Rivalität zwischen Alfred und Jimmy in ihrer Küche ertragen und hat davon inzwischen tüchtig die Nase voll! Und doch hat die gute Mrs Padmore einen weisen Satz für Daisy übrig: "Nothing is as changeable as a young man's heart. Take hope and a warning from that!"

Probleme viel substantiellerer Art hat da Mr Molseley: Seit dem Tod Matthews, seines Arbeitgebers, dem er als Valet gedient hatte, ist er in Downton Abbey eine nur noch geduldete, aber nicht mehr wirklich benötigte Hilfskraft, bis Butler Carson bei aller Fürsorge die Reißleine ziehen und Molseley hinauskomplimentieren muss. Glücklicherweise kann Molseley erstmal bei seinem alten Vater wohnen, aber reputationsmäßig geht es abwärts für den einst so tüchtigen Bediensteten - er schlägt sich fortan mit Gelegenheitsjobs durch, von Straßenbau bis Spedition. Seine Versuche wie früher erneut bei Matthews Mutter Isobel Crawley als Butler angestellt zu werden schlagen fehl, denn die um ihren Sohn tieftrauernde Witwe gibt zu: "I'm just an old widow who eats off a tray..." und gibt Molesley somit zu verstehen, dass er nun für sie als Butler genauso überflüssig wäre, wie er ihrem Sohn Matthew erschien, als dieser sich in Staffel 1 noch an das Leben als "richtiger" Gentleman gewöhnen musste (... eine interessante Parallele!). In der Tat ist Isobel ebenso niedergeschmettert und gelähmt vom Tode Matthews wie Lady Mary - Kampfgeist und Energie der sonst so resoluten Dame wirken erloschen und auch ihre von Violet so gefürchtete soziale Ader macht den Anschein als würde sie der Vergangenheit angehören.

Aber Downton Abbey wäre natürlich nicht Downton Abbey, wenn alles so bleiben würde, wie es zunächst scheint. Können Mary und Isobel die Schatten der Vergangenheit ein Stück weit hinter sich lassen und wieder ein bisschen anfangen zu leben? Kann vielleicht einer der angesichts ihres Witwenstatus plötzlich aus dem Boden sprießenden, heiratswütigen Junggesellen Marys Interesse wecken (im Laufe der vierten Staffel treten immerhin gleich drei Interessenten auf den Plan, mit denen sich Mary mal mehr, mal weniger gut versteht)? Gibt es für den gutmütigen Molseley doch noch einen Hoffnungsschimmer und somit einen Ausweg aus der beruflichen Misere? Und wie geht es zwischen Alfred, Daisy, Ivy und Jimmy weiter? "Golly, life is full of surprises!", wie Lady Cora doch so treffend bemerkt!

Die Antworten auf diese Fragen, sowie viele weitere interessante, amüsante, tragische und spannende weitere Handlungsstränge gibt es in dieser vierten Staffel der Erfolgsserie zu entdecken. So kann man sich zum Beispiel auf eine weitere schöne "Enthüllung" aus Butler Carsons früherem Leben vor seiner Zeit in Downton Abbey freuen (wer hätte es gedacht - auch unter der blütenreinen Butleruniform des sonst so steifen Carsons schlägt ein menschliches Herz!), die resolute Mrs Hughes zeigt in Bezug auf ihren Arbeitskollegen sowie Isobel Crawley ein erstaunliches seelenklempnerisches und praktisch veranlagtes Potential, und vor allem Lady Rosamunde Painswick wächst mit ihren Hilfsaktionen für die nach kurzer Glücksphase doch wieder vom Pech verfolgte Edith über sich hinaus und dem Zuschauer richtiggehend ans Herz. Doch muss sie die Unterstützung für ihre Nichte gerade gegenüber ihrer Mutter Lady Violet verteidigen, wenn ein von Rosamunde für Edith geplanter Auslandsaufenthalt, bei dem beide zwecks Auffrischung von Sprachkenntnissen einige Monate in der französischen Schweiz verbringen wollen, von Violet zu Recht äußerst kritisch beäugt wird. Und natürlich kann Violet sich einen an Edith und indirekt auch an Rosamunde gerichteten bissigen Kommentar nicht verkneifen: "Your aunt is not interested in learning French... If she wishes to be understood by a foreigner, she shouts!!" Lustige Momente und beißende Pointen gibt es also auch in dieser Staffel trotz des tragischen Untertons wieder reichlich und in gewohnter Qualität.

Die Serie
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Anstatt Dan Stevens (Matthew Crawley) Ausstieg aus der Serie zum Anlass zu nehmen, die Hände über den Kopf zu schlagen, haben sich die Produzenten nach dem Motto "the show must go on" an die Arbeit gemacht und den vermeintlichen Sargnagel in der Erfolgsgeschichte der Serie als Chance begriffen. Insgesamt schafft die Serie eine gelungene Balance aus "Trauerarbeit", die von Mary und ihrer Familie geleistet wird, und Aufbruchstimmung. Die Figur des Matthew wurde nicht einfach fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, sondern auch im Verlauf der Serie werden sowohl Isobel als auch Mary immer wieder schmerzhaft an ihre schönen Zeiten mit Matthew erinnert - ohne jedoch wie am Anfang der Serie wieder in die innere Emigration zu gehen. Auf diese Weise zeigt die vierte Staffel von Downton Abbey den Trauer- und Verarbeitungsprozess realistisch und mit intimen Einblicken ins Seelenleben der Betroffenen. Ein historisch interessantes Detail sind dabei die schwarzen Tücher die in Isobels Wohnung wie damals üblich als Zeichen ihrer Trauer die Spiegel verhängen. Sehr schön ist auch mit anzusehen, wie die Biestigkeiten zwischen ihr und der Gräfinwitwe Violet sich endlich einmal angesichts Isobels Leid auf Violets Seite in so etwas wie Anteilnahme und ernsthafte Sorge um das Wohlergehen der Trauernden verwandeln. Was jedoch natürlich nicht heißt, dass Violet nicht immer noch Haare auf den Zähnen hätte ...

Die Schauspieler sind allesamt wie auch schon in den vorherigen drei Staffeln exzellent in der Darstellung ihrer Charaktere und die persönlichen Entwicklungen der Figuren sind so real, dass man inzwischen schon das Gefühl hat, jeden einzelnen der Familienangehörigen und Bediensteten persönlich zu kennen: Daisy, die zwar sehr süß, aber zu Ivy auch ziemlich biestig sein kann; Mrs Padmore, welche in Staffel 1 noch ein hartes Regiment in der Küche führte, aber jetzt erkennen muss, dass sie mit den neuen technischen Haushaltsgeräten völlig überfordert ist, da sie eine desaströse erste Bekanntschaft mit dem neuen elektrischen Mixer macht; Tom, welcher sich als früherer Chauffeur seinen Weg kontinuierlich gegen Klassenunterschiede und Anfeindungen nach oben gebahnt hat, sich aber immer noch nicht zugehörig fühlt und sich fragt ob die Upper Class wirklich der Ort ist an dem sein Töchterchen Sybbie aufwachsen soll; außerdem Lord Grantham, der Tom inzwischen als in Sachen Landwirtschaft kompetenten Schwiegersohn akzeptiert, der aber - ganz Patriarch - das Zepter und somit die Teilverantwortung für Downton Abbey trotzdem nicht an Mary weitergeben will (was hierbei auch mit Parallele zu unserer modernen Zeit auf die ebenso problematischen Generationenwechsel in Familienunternehmen übertragen werden kann). Sie alle haben, genau wie die zahlreichen anderen ungenannten Charaktere, über die Staffeln hinweg bemerkenswert realistische persönliche Entwicklungen durchgemacht - während vieles in ihren Einstellungen, Träumen und Ansichten jedoch auch Kontinuität hat: ganz wie es beim Menschen nunmal ist.

Zwar merkt man jetzt erst, wie sehr man doch die intrigante O'Brian vermisst (neben Dan Stevens entschied sich auch Shioban Finneran zum Ausstieg aus der Serie). Komplotte schmiedend waren O'Brian und Thomas schon ein Gespann für sich, aber sie plötzlich einander feindseelig gegenüber stehen zu sehen war in Staffel 3 nochmal ein ganz besonderes Vergnügen gewesen. Doch der mögliche Abgang der Kammerzofe wurde im letzten Christmas Special "Downton Abbey: A Journey to the Highlands [UK Import]" gut vorbereitet, sodass es nun nicht überrascht O'Brien in Begleitung von Susan Flintshire in der britischen Kronkolonie Indien zu finden, wie diese Lady Grantham schriftlich mitteilt, nachdem sie bei Nacht und Nebel Downton Abbey den Rücken gekehrt hatte.

Dem bisher schon außergewöhnlich guten Sountrack von John Lunn hat dieser für die vierte Staffel neben den altbekannten Stücken noch ein paar neue musikalische Themen hinzugefügt, die sich sehr gut für die jeweiligen Szenen eignen. Auch die Jazzmusik, die man immer mal wieder hört - auf Schallplatte oder von einer Band live vorgetragen - ist gelungen und klingt für die damalige Zeit authentisch. Ein absolutes Highlight für alle Freunde der klassischen Musik ist natürlich der Auftritt des australischen Opernstars Kiri Te Kanawa als Dame Nelly Melba, die Downton Abbey im Rahmen einer mehrtägigen Party einen Besuch abstattet (... was übrigens gar nicht so ungewöhnlich gewesen sein dürfte: Auch auf Highclere Castle - drehorttechnisch das reale Vorbild von Downton Abbey - gingen berühmte Persönlichkeiten ein und aus).

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FAZIT

Nicht nur Trauer wird auf Downton Abbey von seinen Bewohnern durchlebt - auch alle anderen menschlichen Gefühle der Palette kommen wieder zu ihrem vollen Einsatz und von Liebe, über Kummer und Sorgen, bis hin zu Eifersucht und jugendlicher Unbeschwertheit ist wieder alles dabei. Man darf sich auf die Wiedereinführung zweier Charaktere freuen (darunter mein Liebling Evelyn Napier), aber ob das Wiederauftauchen einer dritten Person vor allem für Tom so erfreulich ist, das sei mal dahingestellt.

Auch wenn eine Storyline insgesamt vielleicht etwas behäbiger rüberkommt bzw. etwas länger zum Abheben braucht (mit den amourösen Verwicklungen in Mrs Padmores Küche hätten man auch etwas früher zu einer Lösung finden können), während eine andere Storyline in Episode 3 zwar schwerverdaulich, aber realistisch und die Thematisierung völlig gerechtfertigt ist, ist diese Staffel angesichts des herben Verlusts einer der Hauptdarsteller eine mehr als gelungene Weiterführung. Besonders berührt hat mich hierbei der Handlungsstrang um Molesley, aber auch in Alfred, der das hochgesteckte Ziel hat ein Gourmetkoch zu werden, kann sich jeder hineinversetzen, der schon Assessment Center und quälende Bewerbungsprozesse über sich ergehen lassen musste.

Vor allem mit mehrmaligerem Ansehen gewinnt Staffel 4 deutlich an Wert und wird hiermit nachdrücklich empfohlen.

NACHTRAG: Leute, die nicht so ungeduldig sind wie ich und immer sofort die englische Importversion haben müssen, sondern auf das Erscheinen der 4. Staffel mit deutscher Synchronisation warten wollen, sollten wieder beachten, dass das direkt an diese Staffel anschließende Christmas Special 2013 "Downton Abbey: The London Season (Christmas Special 2013) [UK Import]" in Großbritannien zwar immer seperat hinzugekauft werden muss, hierzulande jedoch wie - auch die alten Christmas Specials - höchstwahrscheinlich wieder in Form einer vierten DVD zur deutschen Veröffentlichung des Boxsets dazugehören wird.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "But it's a changing world", 12. November 2013
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Eine düstere Nacht in Downton Abbey, sechs Monate nach dem tragischen Ende der letzten Staffel (Journey to the Highlands). Alles scheint dunkel und düster, nebelverhangen und grau. Der große, unüberbrückbare Verlust wird visuell eindrucksvoll inszeniert. Auch der neue Tag verheißt nichts Gutes, ein tristes grau in grau. Man setzt sich stimmig mit dem Ereignis auseinander. Neuigkeiten verbreiten sich in Windeseile, O'Brien hat DA über Nacht verlassen. Man ist sich einig, nichts bleibt wie es ist, alles ist im Wandel ... Doch am Ende des ersten Teiles geht die Sonne auf und es scheint bergauf zu gehen.

Up- wie auch Downstairs gibt es Neuzugänge: Rose, die Cousine aus den Highlands bringt frischen Wind in Form des Jazz in das alte Gemäuer und sorgt für weiteren Aufruhr. Robert hat es nicht leicht, mit all den Neuerungen Schritt zu halten: neue Bedienstete, alte, die nach Höherem streben und eine Tochter, die ihm bei der Führung des Anwesens Konkurrenz macht. Auch Edith fordert ihn mit ihrem Verhältnis zu dem verheirateten Gregson heraus. Die Entwicklung des kleinen hässlichen und weitestgehend unbeachteten Entleins ist diesmal besonders interessant, gerade in den ersten Folgen hat sie große Auftritte (wie z.B. der in rot - und scheint einer kleinen Sünde nicht abgeneigt).
Während Carson der Vergangenheit nachhängt, Mrs Hughes ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt und Daisy ihre Liebe zu Alfred entdeckt, hadert Mrs Patmore einmal mehr mit den unsäglichen Neuerungen der Technik, die sie überflüssig erscheinen lassen: Wer braucht schon einen Mixer? Dann kommt auch noch eine neue Kammerzofe und bringt ihre elektrische Nähmaschine mit. Nicht genug, da will die Gräfin höchst selbst auch noch einen Kühlschrank... Die Zeiten ändern sich, man diniert unstandesgemäß mit einer Sängerin, beherbergt eine Jazzband. Neben Valentinos "THE SHEIK" begeistert der Jazz und Ragtime - die Roaring Twenties - und wir sind mittendrin.
Ein Highlight ist wie immer Maggie Smith, diesmal allerdings etwas ruhiger und weicher. Nichtsdestotrotz hat sie zum richtigen Moment immer einen herrlich trocken-spritzigen Kommentar parat: "It's the job of a grandmother to interfere", nachdem sie Carson gesteckt hat, er solle mal ein offenes Wort mit Lady Mary wechseln und sie sich auch gegenüber der vernagelten Sichtweise ihres Sohnes durchsetzt. Oder aber: "If I were to search for logic I should not look for it among the English upper class." Gelungen sind weiterhin die Momente der Vertrautheit, die sie mit Isobel Crawley teilt.

Es gibt einige zutiefst berührende Momente, an denen einem das ein oder andere Tränchen über die Wangen läuft, v.a. wenn Mary ihr Leid in Worte fasst. Auch wenn diese Staffel 'nur' durch kleine Begebenheiten und durch den Einbezug neuer Figuren, als auch dem Wiederauftauchen altbekannter lebt, berührt sie nicht weniger als die vorangegangenen mit den großen geschichtlichen Ereignissen. Wir erleben in 8 Episoden (3 DVDs, je die erste und letzte Folge mit 65 Min, die anderen mit rund 45 Minuten Laufzeit) die kleinen und großen Freuden der großen und kleinen Leute. Nach den Aufregungen der letzten Staffeln scheint man vorerst zur Ruhe gekommen, doch neue Entwicklungen und ein offenes Ende lassen einen sehnsuchts- und erwartungsvoll dem nahenden Weihnachtsspecial und der kommenden 5. Staffel harren. Ich war zu Beginn etwas zwiegespalten. Muss man um des Kommerzes Willen eine Serie ins Endlose fortsetzen? Kann man die Drehbücher auf dem hohen Niveau halten? Und vor allem - wie wird man an das tragische Ende anknüpfen, wie werden sich gewisse Figuren weiterentwickeln? Doch bereits zu Beginn wurden all die Zweifel zerstreut, denn man hat es bis auf einige kleine Ecken und Kanten in gewissen Handlungssträngen äußert gelungen all die Klippen umschifft, an denen man hätte scheitern können. Etwas weniger Männer in der ein oder anderen Situation und etwas weniger Melodramatik um Anna sind nur kleine Makel.

Einmal mehr überrascht die Wandlungsfähigkeit unseres intriganten Mr. Barrows. Immer wenn man denkt aus dem kann einfach kein Gutmensch werden reagiert er unerwartet sozial, nur um munter weiter zu intrigieren. Doch was wäre das Leben ohne all die liebgewonnen Gestalten downstairs? Wobei das Geschehen in den Folgen 4-8 teils etwas unnötig in die Länge gezogen wird. Wirklich gelungen ist nur Molesleys Geschichte, die einen sehr berührt und mitunter zum Schmunzeln bringt. Das vermag ansonsten nur der gute Carson mit all seinem starren Gehabe. Gerade in dieser Staffel, wo nur Mary und Edith das Geschehen upstairs wirklich vorantreiben, Rose lediglich eine nette Dreingabe ist. Fast hätte ich Branson vergessen, der an seinen Aufgaben wächst, doch wird er in DA alt werden oder liegt seine Zukunft in der weiten Welt? Fragen über Fragen, die uns zu gegebener Zeit beantwortet werden. Es gäbe noch viel zu berichten, doch man soll schließen, wenn es am schönsten ist.

Wie immer erstklassige Kostüme, Kulissen und Schauplätze. Neben DA begeistern vor allem die wunderbaren Karossen, alte Kinderwägen usw - eben alles, was die Zeit so unverkennbar macht.

Via Amazon.co.uk kann die 4. Staffel für derzeit rund 26,50€ bestellt werden. Auf drei DVDs gibt es neben den Folgen noch Extras: ein Making of; Downton Diaries & New Arrivals.

Fazit: Stellenweise sehr berührend. Auch die vierte Runde DA bringt viele kleine und große Freuden. Visuell herausragend.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Routinierte Staffel, 15. November 2013
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die vierte Staffel besteht aus acht Episoden auf drei DVDs(Standard knapp 50 Minuten, erste und letzte auf fast 70 Min verlängert). Sprache ein wie üblich gut verständliches Englisch mit englischen UT. Als Extras drei kurze Produktionsnotizen/Making of.

Die Staffel beginnt im Februar 1922, sechs Monate nach Matthwes's Tod und spielt bis in den August 1922. Die mehr und mehr aufkommende Modern (z.B. in Form von technischen Geräte, Jazzmusik, Hinterfragung des Adels und weniger traditionelle Liebesbeziehungen) stösst immer wieder auf Missfallen von DA-Bewohnern bzw. erfordert deren Anpassung. Mary kehrt aus der Trauer um Matthew langsam ins Leben zurück, was eine durchgehende Storyline ist. Weitere sind Edith' libertäre Beziehung zu Verleger Gregson und noch libertärere Avancen der jungen Lady Rose. Tom sucht weiter nach seinem Platz im Familiengefüge und Matthew's Mutter versucht sich durch kleine Sozialprojekte vom Tod ihres Sohnes abzulenken. Wirtschaftlich muss sich die Familie ein wenig neu ausrichten. Ein Fall sexueller Gewalt und dessen Folgen bilden ebenfalls eine durchgehende Erzählung. In der Dienerschaft kommt es zu Liebe- und Eifersüchteleien und weiteren Intrigenversuchen von Thomas.

Die Staffel führt die gewohnten Qualitäten der Staffel fort: schöne Photographie, starke Ausstattung, viele parallele Plots, hochwertiges Schauspiel. Weiten Teil nehmen kleine, heiter oder zumindest sentimental-heiter gehaltene Mini-Plots und kleine Diaolge ein. Daneben spielen durch die Folgen der Todesfälle der vergangenen Jahre (Sybil und Matthew) und den Fall sexueller Gewalt aber auch 'schwere' und dramatisch kraftvolle Themen eine tragende Rolle.

Das vielfältige und komplexe Nebeneinander der Geschichten (fast mehr als bisher) kann eigentlich gefallen, aber die dramatischeren Plots können mich in ihrer Erzählung nicht ganz überzeugen. Das ist oft zu leicht und zu oberflächlich dargestellt, sowohl in den Dialogen als auch im Schauspiel. Sicher ist es Merkmal der Serie und notwendig, dass die Figuren englisch beherrscht agieren, aber etwas mehr Leben und Emotion würde ich mir oft wünschen. Maggie Smith als Dowager zeigt wieder perfekt, wie das geht und bekommt auch die entsprechenden Dialoge dafür. Speziell bei Mary kommt mir das sowohl in Dialogen als auch in der Darstellung zu dünn rüber und ich habe mit Ausnahme einer starken Szene ihre Verzweiflung und Leid nicht wirklich gespürt.

Dazu gehen viele Handlungsentwicklungen sehr schnell und aufgebaute Spannung wird zu schnell und v.a. einfach gelöst. In der Begegnung mit der Moderne sind mir viele Akteure dabei auch zu verständnisvoll und akzeptieren nach sehr kurzer Irritation dann einfach alles. Die Plot um sexuelle Gewalt und ihre Folgen ist gut lange erzählt, bleibt aber über weite Strecken auch erstaunlich sacht.

Fazit: Wieder gut bis sehr gut gemachte Fernsehunterhaltung, die Auge und Seele gut tun kann und die gewohnten Preziosen bietet (der Sarkasmus der Dowager, der sonore Bass von Carson). Für den fünften Stern bräuchte aber für meinen Geschmack die erzählerische Komponente mehr Kraft und Tiefe, die Dialoge mehr Pfiff und das Ganze etwas mehr Emotion.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön wie immer, 16. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey: Series 4 [UK Import] (DVD)
Auch die vierte Staffel ist wundervoll ausgestattet, tolle Sets, grandiose Kostüme. Davon sowie von den Dialogen und der Darstellung der Sitten und Manieren innerhalb der verschiedenen sozialen Klassen lebt Downton Abbey hauptsächlich. Genau dafür muss man Downton lieben - und natürlich für Maggie Smith. Ich muss jedoch sagen, dass der Plot nicht unbedingt die Stärke der Serie ist. Das ist mir bereits in der ersten Staffel aufgefallen. Oft passieren vollkommen überzogene Dinge (1. Staffel: der tükische Diplomat stirbt und die Leiche muss entsorgt werden; 2. Staffel: entstelltes Brandopfer gibt sich als der auf der Titanic ertrunkene Downton-Erbe Patrick aus) und vor allen Dingen passieren zu viele davon, die die Serie gar nicht nötig hat. Schade, dass die Serienmacher nicht auf die leisen Töne, und weniger "reißerische" Ereignisse vertrauen bzw. einfach nicht so viele davon einbringen. Das Zeitgeschehen von 1912-1922 bringt schon so viele Herausforderungen für die Personen, vor allen Dingen die Frauen, dass einige der in der Serie konstruierten Ereignisse vollkommen unnötig sind. Ich möchte ja nicht zuviel verraten aber vor allem meine ich wie der Plot um Edith sich in der 4. Staffel entwickelt.
Schön ist wie Rose den Jazz und die 1920er nach Downton bringt. Und wie gesagt: Allein schon für die Ausstattung, die verschiedenen englischen Akzente und Maggie Smith lohnt sich auch die 4. Staffel!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Things have been changed, 13. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey: Series 4 [UK Import] (DVD)
Season 4, Frühjahr 1922, Matthew ist seit 6 Monaten tot, Mary schleicht wie ein Geist durch das Haus, das Kind wird der Nanny überlassen, Edith hat eine (un)glückliche Affäre mit Mr. Gregson. Lord Grantham versucht DA zu verwalten, Tom sucht seinen Platz in der Familie und spielt mit dem Gedanken nach Amerika auszuwandern. Auch Isobel versinkt in Ihrer Trauer um Matthew.
Die Dowager macht sich Sorgen um Mary. Einzig Rose, Cousine von Robert, versucht Spaß zu haben, sie liebt Parties und den Jazz und spielt ein wenig mit dem Feuer in Gestalt des attraktiven farbigen Jazzsängers. Auch bei den Dienstboten geht es rund.
O'Brien verlässt DA in einer Nacht- und Nebelaktion, Cora steht ohne Zofe da, Anna und Bates geniessen ihr stilles Glück, das auf eine sehr harte Probe gestellt wird. Thomas ist nach wie vor ein Intrigant, Ivy und Daisy wetteifern um die Gunst von Alfred.
Mrs. Patmore kämpft mit den Neuerungen im Haushalt wie elektrischen Mixer oder Kühlschrank.
Es kommt einem irgendwie alles so vertraut vor.
Alte Bekannte tauchen wieder auf, wie Evelin Napier oder Edna als neue Kammerzofe. Man hat das Gefühl , dass mit dieser Staffel neue Grundlagen für die nächsten Geschichten gelegt werden. Drei Hauptdarstelller sind innerhalb der letzten zwei Jahre aus der Serie ausgestiegen, da ist es garnicht so einfach, die Spannung zu halten. Aber Julian Fellowes schafft es wieder einen Spannungsbogen aufzubauen. Aber am besten gefällt mir die Ausstattung wie Frisuren, Kleidung, Möbel und die Darstellung der frühen 20ziger Jahre. Für die Handlung würde ich nur 4 Sterne vergeben, aber durch die Authenzität der Ausstattung, habe ich mich für 5 Sterne entschieden. Ich freue mich auf das Weihnachtsspecial 2013.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The British aristocracy survives !, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey - Staffel vier [4 DVDs] (DVD)
With a global audience of over 125 million, Downton Abbey Season 4 is probably the most anticipated show this year. This number of followers is set to increase as Chinese State TV has, apparently, just started to broadcast it, although what the average Chinese television viewer will make of the antics of the Crawleys I shudder to think! This time round we pick up six months on from the tragic end to the Series 3 Christmas Special.

Downton has moved with the times, and, as usual, great care has been taken to make the setting, including all the small details, correct for the period. Hence clothes and hair styles have changed and advances in technology, such as the telephone and even new fangled electric kitchen gadgets are evident. The cast has all the significant characters who survived the last series, so Maggie Smith continues as the matriarch who dominates every scene she is in, and Shirley MacLaine makes a welcome reappearance after her all too brief involvement in the previous series. Seeing her sparring with Maggie Smith must be one of the more memorable aspects of this show. There are some new faces to look out for, one of whom is Kiri Te Kanawa, the New Zealand opera singer as well as a couple of other well known characters in cameo roles.

More of the scenes this time round have been filmed on location in London. Meanwhile at Downton itself, the antics and interaction of those `below stairs' continues to contribute some very interesting story lines and their trials and tribulations are, in many ways, one of the most interesting aspects of the show. Above stairs initially Lady Mary is, understandably, rather subdued whilst Lady Edith really seems to be coming into her own having, perhaps, been somewhat overshadowed previously. The producers have publicly promised no more deaths, at least for a while, but I will not be giving away any key parts of the plot here as I certainly do not want to spoil anyone's enjoyment!

Downton Abbey has certainly continued to go from strength to strength and has confounded those critics who thought it would peter out after a couple of series. If you enjoyed the previous seasons then Season 4 is unlikely to disappoint, and there is every sign that the show is set to continue. I do not believe any announcement has been made about Season 5 yet but apparently some of the key figures have already signed contracts for it. However, personally I would not be surprised to see it run up to the 1930s in due course. I certainly hope so!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Fortsetzung, 3. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Downton Abbey: Series 4 [UK Import] (DVD)
Zunächst mal Achtung, diese Serie gibt es (bisher) nur auf Englisch mit zusätzlichen englischen Untertiteln. Habe bereits Series 3 auf Englisch bestellt und nun Series 4, weil ich es nicth abwarten konnte, bis die Deutschen es vor Weihnachten 2014 vielleicht mal auf Deutsch anbieten. Wer schon ein Fan von Upstairs Downstairs, zu Deutsch:“ DAs HAus am Eaton Place“ war, wird diese Serien ebenfalls lieben. Drehort ist Highclere Castle in Hampshire. Ich will nicht den Inhalt vorverraten, aber was zunächst irritiert ist, dass der Hauptakteur Matthew nicht mehr mit von der Partie ist und der Übergang von Series 3 auf Series 4 ziemlich heftig vollzogen ist, Mary hat noch ein Kind mit ihm, er selbst ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. D.h. diese Serien müssen ohne Dan Stevens, alias Matthew auskommen. Die MAcher haben sich aber wieder einiges an Storys einfallen lassen,- die Schauspieler sind wieder brilliant, allen voran meine Favoritin Maggy Smith als Violet Crawley, die es wie sonst keiner schafft, die unglaubliche Arroganz der adligen Briten in so liebenswerter und humorvoller Weise rüberzubringen. Ein wunderbares im England der 1920.-er Jahre spielendes Kostümdrama, das absolut empfehlenswert ist.
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Downton Abbey: Series 4 [UK Import]
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