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209 von 233 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn....der Versuch einer Entscheidungsgrundlage für geneigte Seher bzw. Käufer...
Die Story setzte ich als bekannt voraus, in einem Satz gesagt: Frankie und Kumpel Russel überfallen die Mafia und Jackie Cogan (Brad Pitt) soll als Vollstrecker die Dinge richten...hiermit nun der Versuch das wesentliche auf den Punkt zu bringen, um Interessierten die Entscheidung für oder gegen den Erwerb zu erleichtern:

KILLING THEM SOFTLY ist DEIN...
Vor 13 Monaten von Retro Kinski veröffentlicht

versus
19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dialoge über F.....n, Kapitalismus und die Kunst der Exekution
Brad Pitt, der hier auch wieder produziert hat, hat nach "Die Ermordung des Jesse James..." wieder mit Regisseur Andrew Dominik zusammengearbeitet.

An den Kinokassen war dem Film kein übermäßig großer Erfolg vergönnt, in den USA spielte er gerade einmal seine Kosten ein.
Das Publikum beurteilte den Film in Befragungen durch ein...
Vor 12 Monaten von Dude veröffentlicht


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209 von 233 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn....der Versuch einer Entscheidungsgrundlage für geneigte Seher bzw. Käufer..., 1. März 2013
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Story setzte ich als bekannt voraus, in einem Satz gesagt: Frankie und Kumpel Russel überfallen die Mafia und Jackie Cogan (Brad Pitt) soll als Vollstrecker die Dinge richten...hiermit nun der Versuch das wesentliche auf den Punkt zu bringen, um Interessierten die Entscheidung für oder gegen den Erwerb zu erleichtern:

KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn

- schriftreife und preisverdächtige Dialoge für Dich wichtig sind
- Du gerne unvorbereitet auf eruptive Gewalt triffst
- unglaublich eindrucksvoll komponierte Bilder Dir gut gefallen
- Du eine der ästhetischsten Erschießungsszenen der Filmgeschichte sehen willst
- gelackte US Mainstream-Thriller mit Happy End Dir inzwischen zum Hals raus kommen
- Du 3D Filme lieber Deinen Kindern überlässt
- Dir Atmosphäre in einem Film wichtig ist und Dir DRIVE mit Ryan Gosling gut gefallen hat
- Dir Brad Pitt in 12 MONKEYS am besten gefallen hat
- Du Kreativität in Thrillern vermisst und endlich auch mal Neues sehen willst
- Du das Pitt Zitat im Film "Amerika ist kein Land, nur ein Business" stark findest

KILLING THEM SOFTLY ist NICHT Dein Film, wenn

- Du einen klassischen Thriller oder Blockbuster Film erwartet hast und das Popcorn schon bereit steht
- Du Dialoge als lästiges Füllmittel zwischen aufwendigen Actionszenen ansiehst
- Dir Brad Pitt in RENDEZVOUS MIT JOE BLACK am besten gefallen hat
- Du bei langen Dialogen müde wirst und gerne vorm TV einschläfst
- Dich explizite Gewaltszenen abstoßen
- Du es nichts magst, wenn Filme in Deinem Kopf unkontrolliert weiter wachsen
- Du eine relativ statische Kamera mit wenigen langsamen Zooms langweilig findest
- Dir subtile politische Kommentare in Filmen egal sind
- ein ausgefeiltes Sounddesign und vereinzelt experimenteller Ton Dich abstößt
- Du Neo-Noir für eine neue Gardinen-Marke hältst
- Du auch Frauen in einer Geschichte brauchst um einen Film zu mögen

Triff Deine Wahl – let the game begin!

Im Falle der o.g. ersten Kategorie könnten es 4/5 Spülhandschuhen....äh,....Sternen werden

PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: solides (HD), aber manchmal blass,leicht unscharf, keine HD-Referenz
- TON: relativ frontlastig, Dialoge klar, räumlich wo nötig, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: teilweise in HD: Making of (05:25 min.), in HD - ohne optionale deutsche Untertitel , 4 Deleted Scenes (09:49 min.), in HD - ohne optionale deutsche Untertitel, Deutscher Kinotrailer (02:27 min.), in HD, BD-Live
- SONSTIGES: FSK 16 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Thomas Jefferson is an American saint …, 10. Dezember 2013
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
because he wrote the words, ‘All men are created equal’, words he clearly didn’t believe in since he allowed his own children to live in slavery. He was a rich white snob who was sick of paying taxes to the Brits. So yeah … he wrote some lovely words and aroused the rabble and they went and died for those words while he sat back and drank his wine and f***** his slave girl. This guy wants to tell me we’re living in a community? Don’t make me laugh. I’m living in America, and in America you’re on your own. America is not a country, it’s just a business.”

Selten wurden am Ende eines Filmes harschere Worte über liebgewonnene Mythen gesprochen, und derjenige, dem sie hier über die Lippen kommen, ist ein eiskalter Profikiller namens Jackie Cogan (Brad Pitt), doch es könnte sicher ebenso gut ein Banker oder ein anderer aalglatter Neoliberaler sein, der auf diese zynische Weise dem Amerikanischen Traum den Mittelfinger zeigt. Und so erzählt denn Andrew Dominiks bitterer Gangsterfilm „Killing Them Softly“ (2012) sowohl von einer Auseinandersetzung im Gangstermilieu als auch von der Krise des kapitalistischen Wirtschaftssystems, wohlwissend, dass in der Welt der Corporations die Parallelen zwischen diesen beiden Wirklichkeiten beunruhigend zahlreich sind.

Schon der Plot läßt sich in beide Welten übertragen: Wäschereibesitzer Johnny Amato (Vincent Curatola) heuert die beiden kaputten Kleinganoven Frankie (Scott McNairy) und Russell (Ben Mendelsohn) für einen Coup der besonderen Art an. Er plant nämlich, eine im großen Stil organisierte illegale Pokerrunde der Mafia auszurauben, die von Markie Trattman (Ray Liotta) ausgerichtet wird. Schon vor einigen Jahren war eine von Trattman organisierte Pokergesellschaft überfallen worden, und als sich die Wogen geglättet hatten, erzählte Trattman, vom Alkohol redselig gemacht, einigen Gangstern, daß er selbst hinter dem Coup gesteckt habe. Weil das Ganze allerdings schon eine Weile zurücklag, nahm die Unterwelt es gelassen hin. Amato wittert nun die große Chance, risikolos den Reibach zu machen, setzt er doch darauf, daß man nach einem zweiten Überfall von vornherein Trattman für den Drahtzieher halten werde. Frankie und Russell ziehen also ihr Ding durch, und die Mafia beschließt dieses Mal, der Sache auf den Grund zu gehen, wozu sie den Profie Cogan engagiert. Cogans erster Ratschlag, Trattman zu töten, schon allein, um das Vertrauen der Straße in die Pokerrunden wiederherzustellen, wird zunächst abgelehnt, doch am Ende setzt sich Cogan eigenmächtig über das Veto seiner Auftraggeber hinweg – weil er einfach an gewissen Regeln der Zunft festhalten will. Durch einen Zufall erfährt er indes, wer wirklich für den Coup verantwortlich ist, und nun macht er Frankie ein sehr eindringliches Angebot …

Zwar haben wir es hier vordergründig mit einer Gangstergeschichte zu tun, doch die immer wieder im Hintergrund laufenden Nachrichtensendungen, in denen über die Wirtschaftskrise und das schwindende Vertrauen der Öffentlichkeit in das System gesprochen wird, legen sehr deutlich nahe, daß die Pokerrunden für das Gebaren von Banken und Aktiengesellschaften stehen, deren Handlungsweise ja im Grunde nichts anderes als Glücksspiel ist. Schon zu Beginn sehen wir den frierenden Frankie – quasi als „huddled single“ – mit einer Zigarette im Mund durch einen vom Wind aufgewirbelten Strudel von Wahlflugblättern straucheln, während im Hintergrund eine Lautsprecherstimme eine Eloge auf den Amerikanischen Traum herausschnarrt – ein ziemlich starker Kontrast also, den Cogan dann am Ende des Films mit seinem kurzen Monolog auf den Punkt bringen soll. Aber auch die Mafia selbst, die wir aus einschlägigen Filmen ja als eine eher malerische und auf familiären Machtstrukturen basierende Hierarchie kennen, ist hier zu einer gesichtslosen Korporation geworden, die mit Cogan nur über einen alten Herrn mit dem Decknamen „Driver“ (Richard Jenkins) kommuniziert und die sich eher durch Verzagtheit als durch entschlossenes und brutales Handeln auszeichnet, was dem Killer Cogan den Seufzer entlockt, wie sehr das Land doch vor die Hunde gegangen sei.

Doch auch Cogan hat so seine Befindlichkeiten: So bevorzugt er das „Soft Killing“, d.h. das Erschießen eines Opfers aus der Ferne, denn er mag es gar nicht, mit der Angst und Verzweiflung konfrontiert zu werden, die ein Mensch nun einmal in der Regel angesichts seines bevorstehenden gewaltsamen Ablebens empfindet. All dies und die dabei entstehende Emotionalität bezeichnet er als „embarrassing“. Auch hier findet sich mithin eine Parallele zwischen dem Killer und dem Neoliberalen, der im Umgang mit seinen Opfern doch auch lieber das „Soft Killing“ bevorzugt und ihnen nach Möglichkeit nicht in eigener Person gegenübertritt – wie es denn schon bei Woodie Guthrie heißt:

“Yes, as through this world I've wandered
I've seen lots of funny men;
Some will rob you with a six-gun,
And some with a fountain pen.
And as through your life you travel,
Yes, as through your life you roam,
You won't never see an outlaw
Drive a family from their home.”

Doch die wohlorganisierte Welt der Neoliberalen steckt in der Krise, und dies wird besonders deutlich am Beispiel des Killers Mickey (James Gandolfini), den Cogan eigens einfliegen läßt, um den ihm persönlich bekannten Amato nicht selbst töten zu müssen. Mickey leidet unter einer Ehekrise und denkt nur noch an Alkohol und Prostituierte, so daß er den ganzen Tag auf dem Hotelzimmer bleibt, um diesen beiden Passionen anstelle seiner Arbeit nachzugehen. Hier haben wir es also mit der Pervertierung eines ohnehin schon Pervertierten – der Personifikation der Krise des modernen Wirtschaftssystems – zu tun.

Dominiks Profikiller mögen nicht so lustig und so cool sein wie die Protagonisten eines Möchtegern-Auteurs wie Tarantino, aber dafür haben sie etwas Interessantes zu sagen. Jedoch stellt sich bei manchen Szenen schon der Eindruck ein, Dominik habe auf seinen überschätzten Kollegen geschielt, und zwar vor allen Dingen dann, wenn sich die Kleinganoven Frankie und Russell über Sexualpraktiken unterhalten. Dieser Drang, ein wenig Comic Relief unterzubringen und dies in der Tarantino-Masche zu tun, könnte als Achillesferse von „Killing Them Softly“ gesehen werden, wenn der Film ansonsten nicht so stark wäre. Stark ist er vor allem durch die geschickte Parallelisierung der zwei Milieus – Unterwelt und Wirtschaft –, aber auch durch den krassen Realismus vieler Gewaltdarstellungen – mit einer Ausnahme, in der eine Exekution in Zeitlupe gefilmt und mit konterkariender Musik untermalt wird –, die Welten von der oftmals gängigen Comic-Ästhetik entfernt sind und das Gefühl der Beklemmung, das sich beim Verfolgen des Filmes einstellt, noch verstärken. Auch die ungewöhnlich ruhige und dialoglastige Erzählweise hebt „Killing Them Softly“ angenehm aus dem Einerlei der Post-„Pulp Fiction“-Filme hervor, so daß derjenige, der Tarantino & Co liebt, von „Killing Them Softly“ eher die Finger lassen sollte, da er hier eine Enttäuschung erleben dürfte.

Allen aber, die von einem Film ein bißchen mehr als bloße Unterhaltung und temporeiches Spektakel erwarten, könnte „Killing Them Softly“ gefallen – von mir bekommt er 4,5 Sterne.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dialoge über F.....n, Kapitalismus und die Kunst der Exekution, 26. April 2013
Von 
Dude - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Brad Pitt, der hier auch wieder produziert hat, hat nach "Die Ermordung des Jesse James..." wieder mit Regisseur Andrew Dominik zusammengearbeitet.

An den Kinokassen war dem Film kein übermäßig großer Erfolg vergönnt, in den USA spielte er gerade einmal seine Kosten ein.
Das Publikum beurteilte den Film in Befragungen durch ein Marktforschungsinstitut häufig mit katastrophalen Noten, während die Kritiker da schon wohlwollender
urteilten, was über die Qualität des Filmes natürlich grundsätzlich nichts aussagt, aber doch dem geneigten Leser einen ersten Hinweis geben sollte...

Zwei unbedarfte Kleinkriminelle erhalten den Auftrag, eine Pokerrunde auszunehmen.
Das kommt bei der Mafia nicht gut an und Problemlöser Jackie (Brad Pitt) erhält den Auftrag, sich ein wenig mit der Sache zu beschäftigen...

Der Film, der in der Blütezeit der Finanzkrise 2008 angesiedelt ist, beruht auf dem Roman "Cogan’s Trade" von George V. Higgins, der bereits aus dem Jahr
1974 stammt.

Seine Premiere feierte "Killing Them Softly" im Jahr 2012 in Cannes, wo der Film auch im Wettbewerb um die Goldene Palme stand.

In Nebenrollen sind u.a. Ray Liotta ("Good Fellas" etc.) und James Gandolfini ("Die Sopranos") zu sehen.

Es ist klar, dass der Film die Zuschauerschaft in zwei Lager spaltet:

Wer einen spannenden Hollywood-Thriller erwartet, muss zwangsläufig vom eher ruhigen, stark dialoglastigen Film enttäuscht sein.

Wer sich an ruhigen Filmen mit Gewaltausbrüchen und visuellen Besonderheiten erfreuen kann, ist hier richtig.

Prinzipiell drängt sich "Drive" als Vergleich von der ruhigen Machart, der visuellen Verspieltheit und den Gewaltausbrüchen auf, auch wenn mir persönlich
"Drive" wesentlich besser gefallen hat und ansonsten beiden Filme nicht viel gemein haben.

Etwas mehr Dramatik und Spannung hätte "Killing Them Softly" nicht geschadet.

Die visuelle Umsetzung ist teilweise herausragend, die spezielle Szene mit Ray Liotta (mehr sei hier nicht verraten) wird sicher in Erinnerung bleiben, der Film insgesamt eher weniger.

Auch Bild- und Tonqualität sind positiv hervorzuheben.

Insgesamt nur Freunden des ruhigen und/oder besonderen Films zu empfehlen, für Freunde spannender, konventioneller Thriller gilt es, hier eher einen Bogen
um den Film zu machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amerikanische Träumereien, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
KILLING THEM SOFTLY erzählt eine Gangstergeschichte mit einer denkbar simplen Handlung: Zwei Halbdeppen überfallen ein illegales Kartenspiel und stehen dann auf der Todesliste eines Auftragskillers. Auch die Dialoge muten zunächst nicht tiefsinniger an und können bei oberflächlicher Betrachtung schnell auf die Nerven gehen. Man sollte sich auf viel Gefluche und Obszönitäten einstellen. Im Hintergrund laufen hin und wieder Reden vom aktuellen Präsidenten der USA über Bildschirme. Das war's auch schon für den unaufmerksamen Betrachter.

Spätestens das Ende des Films - vor allem das Schlusszitat - sollte allerdings wachrütteln und aufzeigen, was eigentlich gesagt werden sollte. Es geht nicht darum, eine Gangsterstory zu erzählen oder über unangemessene Sprache zu kichern, sondern um den amerikanischen Traum, um das kapitalistische Versprechen, jeder könne "es schaffen". Der Film gibt eine eigene Antwort auf die Frage, was man eigentlich träumt, wenn man den amerikanischen Traum träumt. So lässt der Regisseur viele Zuschauer auflaufen, diejenigen, die sich eventuell selbst auf den Irrwegen des amerikanischen Traums erkennen, sofern sie so weit denken, diejenigen, die eine wendungsreiche Geschichte mit versöhnlichem Ausgang erwartet haben.

Ich war wirklich überrascht von diesem Werk. Zu Beginn haben mich die endlosen Dialoge, die rein aus anstößigem Vokabular bestehen, auch eher genervt. Ab und zu war in der ganzen Dummheit der Figuren zwar auch mal ein Lacher zu finden, der aber angesichts der schmutzigen und rauen Welt schnell verschluckt war. Für mich war Folgendes wichtig, um überhaupt Freude an dem Werk haben zu können: Die Reden des Präsidenten werden mit der fiktiven Filmhandlung harmonisiert, sodass der Zusammenhang zwischen den Sorgen und Nöten der Verbrecherbande und dem Kapitalismus etwas deutlicher wird. Ansprechend war für mich auch die Ästhetisierung des Übels. Die ungemütliche Atmosphäre ist in lässige Bilder gepackt, die aber nie zu dick auftragen. Dazu trägt auch der äußerst coole Soundtrack bei.

Etwas kritisch muss ich mich über die Dialoge allerdings schon äußern, weil ich immer wieder den Eindruck hatte, das anzügliche Geplapper würde doch etwas selbstzweckhaft, womit der rote Faden aus den Augen verloren wird.

Insgesamt muss ich "Killing Them Softly" als gut bis sehr gut einschätzen und das mache ich nach meinen Überlegungen gerne. So überrascht wurde ich selten von einem Film bei meinen anschließenden Gedanken dazu. Dafür spreche ich meine Empfehlung aus!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel ist Programm, 3. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Es gibt Killermovies wie Sand am Meer. Dieser Film sticht aus der Masse hervor. Zynisch und düster zeichnet er ein sehr pessimistisches Bild des kapitalistischen Amerika. Künstlerisch erstklassiges, dialoglastiges Kino - hervorragend besetzt. Der amerikanische Traum ist ausgeträumt - America is not a country. America is a business. Kultpotential.
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34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei allem Respekt - die Rezensenten sind ein Abbild der heutigen Film-Gesellschaft, 21. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Wo soll ich anfangen...

Ähnlich wie andere Rezensenten schon sagten, dieser Film war quasi dazu prädestiniert so schlechte Rezensionen einzufangen - leider!

Sicher ist der Film etwas anderes. Er behandelt ein aktuelles Thema auf eine andere Weise, als es beispielsweise ein Tarantino oder ein David Fincher gemacht hätte. Dennoch steht er einem Fincher-Werk wie zum Beispiel Zodiac oder aber auch Fight Club in Sachen Anspruch in nichts nach.
Die meisten "Kritiker" hier taten Killing them softly als einen flachen Neo-Noir-Streifen ab, was - bei aller Liebe - eine totale Fehlinterpretation ist.

Der Film verfügt über mehr Tiefe, als den meisten hier bewusst ist. Sie sehen nur die Erschießungsszenen in Zeitlupe (Der Schuss ins andere Auto - unglaublich ästethisch), die Dialoge, die (mein Gott, man kann sich auch anstellen) auch mal von sexuellen Aktivitäten handeln und die theatralische Coolness, die Brad Pitt ausstrahlt.

Erstens: Die Gewalt im Film ist wirklich außergewöhnlich dargestellt. Es ist nicht so, dass das Blut aus den Opfern heraus sprudelt (Tarantino - Django unchained) oder, dass so ziemlich alle paar Sekunden jemand erschossen wird (Expendables). Es werden nur wenige Menschen wirklich umgebracht, aber wenn, dann sind diese Szenen hervorragend inszeniert!

Zweitens: Die meisten spielen hier auf den Dialog zwischen Jackie und Mickey an. Sicher erzählt Mickey hier viel von Alkohol und Sex, aber wichtig ist doch nicht der Inhalt sondern die Tatsache, dass er sich nicht auf sein Geschäft fokussiert, sondern lethargisch in seiner eigenen Welt herumfliegt. Aber was soll's, die Interpretationsfähigkeit ist ja bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. ;-)

Drittens: Ja, Jackie Cogan ist cool. Ja, Jackie Corgan wird übertrieben cool dargestellt. Aber es muss doch einen im Film geben, der Ruhe bewahrt, der die Fäden zieht. Jeder Charakter im Film hat irgendein Laster oder hat in irgendeiner Weise ein Problem. Die einzige Ausnahme ist (neben dem Fahrer, gespielt von Richard Jenkins, der einfach keine Ahnung hat) Jackie, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt. In jedem Film, außer American Beauty, gibt es diesen einen Charakter, der dominiert, der beeinflusst, der souverän ist. Jackie Corgan strahlt dies durch seine Coolness aus und im Gesamtzusammenhang ist dies auch glaubwürdig.

Und zu meiner Überschrift...
Leider leider will die heutige Gesellschaft nur noch folgende Arten von Filmen sehen:
Entweder sie sind unterhaltsam, oder so gefühlsduselig, dass man heulen muss. Zumindest betrifft das die Deutschen, damals war es das Land der Dichter und Denker, aber langsam hab ich das Gefühl, dass die Gesellschaft verflacht. Repräsentiert durch hier auftretende Rezensenten.
Mit Killing them softly haben wir hier einen Film, der weder zum weinen ist, noch ist er über seine volle Laufzeit besonders unterhaltsam, ABER: wer sich auf diesen Film einlässt und sich nicht von der Dialoglast gelangweilt fühlt, der wird diesen Streifen aufmerksam verfolgen und am Ende dankbar sein - für eine interessante und sehenswerte Zeichnung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems der USA.

Ja, dieser Film ist keine Komödie, kein Actionfilm, keine richtige Satire.
Er ist von allem etwas. Immer wieder gespickt mit einigen Sprüchen, die doch ganz amüsant sind und die Stimmung aufrecht erhalten, mit einigen Actionszenen und ein paar satirischen Anspielungen
Ich fand diesen Film sehr imponierend und gebe ihm 5 Sterne.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amiland geht vor die Hunde, 1. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Das beweisst H. Pitt hier mutig in einer Eigenproduktion, die keine Chance auf einen Blockbuster hat.
Die Hemmschwellen sinken ins Bodenlose, die Kiffer glaubt man beinahe riechen zu können, die Auftraggeber sind in ihrer Entscheidungslosigkeit erschreckend real.
Brad spielt 100% überzeugend und in dieser Story gibt es definitiv keine Gewinner.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Killing them Softly", 7. Mai 2013
Von 
billy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
"Killing them Softly" ist ein sehr langatmiger und dialoglastiger Gangster-Thriller. Der Story fehlt jegliche Spannung und die endlosen Dialoge sind hier auf einem recht schwachen Niveau. Was Aufregendes passiert hier so gut wie gar nicht und das Ganze bleibt ziemlich belanglos, daran ändert auch die eingebrachte Wirtschafts- und Amerikakritik nichts. Die Darstellerriege ist sicherlich namhaft, hervorheben tut sich hier durch sein Schauspiel jedoch niemand.

"Killing them Softly" ist einzig visuell ansprechend, ansonsten scheitert der Film an seiner langweiligen Erzählung und den zähflüssigen sowie schwachen Dialogen.

3 von 10
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2.0 von 5 Sternen Gewalt und ungewaschene Menschen, 15. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Wer auf Gewaltexzesse und Fluchorgien steht wird diesem Film vielleicht noch etwas abgewinnen können. Das mag ja auch gehen, wenn die Handlung dazu stimmt und das ganze irgendwie Sinn macht.
Hier stimmt aber gar nichts. Man gewinnt den Eindruck, dass man einen Film á la Pulp Fiction machen wollte, aber irgendwo die Abzweigung falsch genommen hat.
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2.0 von 5 Sternen Hat mir nicht gefallen, 4. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Ich dachte das dieser Film nach Snatch und Fight Club wieder ein Film werden könnte, das Kultstatus erreichen könnte. Leider bin ich von diesem Film sehr enttäuscht. Kommt an Snatch und Fight Club nicht an. Für mich erhält dieser Film keinen Kultstatus.
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Killing Them Softly [Blu-ray]
Killing Them Softly [Blu-ray] von Andrew Dominik (Blu-ray - 2013)
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