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4.0 von 5 Sternen KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn....der Versuch einer Entscheidungsgrundlage für geneigte Seher bzw. Käufer...
Die Story setzte ich als bekannt voraus, in einem Satz gesagt: Frankie und Kumpel Russel überfallen die Mafia und Jackie Cogan (Brad Pitt) soll als Vollstrecker die Dinge richten...hiermit nun der Versuch das wesentliche auf den Punkt zu bringen, um Interessierten die Entscheidung für oder gegen den Erwerb zu erleichtern:

KILLING THEM SOFTLY ist DEIN...
Veröffentlicht am 1. März 2013 von Retro Kinski

versus
21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dialoge über F.....n, Kapitalismus und die Kunst der Exekution
Brad Pitt, der hier auch wieder produziert hat, hat nach "Die Ermordung des Jesse James..." wieder mit Regisseur Andrew Dominik zusammengearbeitet.

An den Kinokassen war dem Film kein übermäßig großer Erfolg vergönnt, in den USA spielte er gerade einmal seine Kosten ein.
Das Publikum beurteilte den Film in Befragungen durch ein...
Veröffentlicht am 26. April 2013 von Dude


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223 von 248 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn....der Versuch einer Entscheidungsgrundlage für geneigte Seher bzw. Käufer..., 1. März 2013
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Story setzte ich als bekannt voraus, in einem Satz gesagt: Frankie und Kumpel Russel überfallen die Mafia und Jackie Cogan (Brad Pitt) soll als Vollstrecker die Dinge richten...hiermit nun der Versuch das wesentliche auf den Punkt zu bringen, um Interessierten die Entscheidung für oder gegen den Erwerb zu erleichtern:

KILLING THEM SOFTLY ist DEIN Film wenn

- schriftreife und preisverdächtige Dialoge für Dich wichtig sind
- Du gerne unvorbereitet auf eruptive Gewalt triffst
- unglaublich eindrucksvoll komponierte Bilder Dir gut gefallen
- Du eine der ästhetischsten Erschießungsszenen der Filmgeschichte sehen willst
- gelackte US Mainstream-Thriller mit Happy End Dir inzwischen zum Hals raus kommen
- Du 3D Filme lieber Deinen Kindern überlässt
- Dir Atmosphäre in einem Film wichtig ist und Dir DRIVE mit Ryan Gosling gut gefallen hat
- Dir Brad Pitt in 12 MONKEYS am besten gefallen hat
- Du Kreativität in Thrillern vermisst und endlich auch mal Neues sehen willst
- Du das Pitt Zitat im Film "Amerika ist kein Land, nur ein Business" stark findest

KILLING THEM SOFTLY ist NICHT Dein Film, wenn

- Du einen klassischen Thriller oder Blockbuster Film erwartet hast und das Popcorn schon bereit steht
- Du Dialoge als lästiges Füllmittel zwischen aufwendigen Actionszenen ansiehst
- Dir Brad Pitt in RENDEZVOUS MIT JOE BLACK am besten gefallen hat
- Du bei langen Dialogen müde wirst und gerne vorm TV einschläfst
- Dich explizite Gewaltszenen abstoßen
- Du es nichts magst, wenn Filme in Deinem Kopf unkontrolliert weiter wachsen
- Du eine relativ statische Kamera mit wenigen langsamen Zooms langweilig findest
- Dir subtile politische Kommentare in Filmen egal sind
- ein ausgefeiltes Sounddesign und vereinzelt experimenteller Ton Dich abstößt
- Du Neo-Noir für eine neue Gardinen-Marke hältst
- Du auch Frauen in einer Geschichte brauchst um einen Film zu mögen

Triff Deine Wahl – let the game begin!

Im Falle der o.g. ersten Kategorie könnten es 4/5 Spülhandschuhen....äh,....Sternen werden

PRODUKT (Blu-ray/DVD) Bewertung (Review):

- BILD: solides (HD), aber manchmal blass,leicht unscharf, keine HD-Referenz
- TON: relativ frontlastig, Dialoge klar, räumlich wo nötig, Blu-ray: DTS-HD MA 5.1, DVD: DD 5.1
- EXTRAS: teilweise in HD: Making of (05:25 min.), in HD - ohne optionale deutsche Untertitel , 4 Deleted Scenes (09:49 min.), in HD - ohne optionale deutsche Untertitel, Deutscher Kinotrailer (02:27 min.), in HD, BD-Live
- SONSTIGES: FSK 16 uncut, Wendecover ohne FSK Logo (ggfs. nur Teil der Erstauflage)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer die 'Ermordung des Jesse James..' mochte, wird diesen Film lieben, 13. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
eine weitere Zusammenarbeit des Regisseurs Andrew Dominik und Brad Pitt und was besseres kann sich Brad Pitt wohl auch nicht antun, er liefert hier ein weiteres Glanzstück seiner Karriere ab. Der Film ist eben nicht mit einem Tarantino oder British Gangster Style Film zu vergleichen, auch nicht, wie ich finde, mit dem auch sehr gutem 'Drive', er stellt ein eigenes Genre dar, den sozialkritischen, in einen 'Gangsterfilm' eingebetteten Arthausfilm.
Ich habe mich jedenfalls keine Sekunde lang gelangweilt ob der geschliffenen Dialoge und der tollen Bilder.
Aber die Geschmäcker und die Erwartungshaltung sind nun mal sehr unterschiedlich, hierzu vielleicht vorab die vorzügliche 'Entscheidungshilfe' der 'Retro Kinski' Rezension beachten.
Die Blu-Ray Qualität ist sehr gut, wenn auch nicht referenzwürdig, dies hat wohl aber auch mit der Verwendung der Kodak Kamera zu tun, die einen eigene Look liefert.
Die Extras sind nicht übermäsig viel, aber mit ein paar 'Deleted Scenes' und einem kurzen 'Making-of' ausreichend, wenn auch mehr wünschenswert gewesen wäre.
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dialoge über F.....n, Kapitalismus und die Kunst der Exekution, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Brad Pitt, der hier auch wieder produziert hat, hat nach "Die Ermordung des Jesse James..." wieder mit Regisseur Andrew Dominik zusammengearbeitet.

An den Kinokassen war dem Film kein übermäßig großer Erfolg vergönnt, in den USA spielte er gerade einmal seine Kosten ein.
Das Publikum beurteilte den Film in Befragungen durch ein Marktforschungsinstitut häufig mit katastrophalen Noten, während die Kritiker da schon wohlwollender
urteilten, was über die Qualität des Filmes natürlich grundsätzlich nichts aussagt, aber doch dem geneigten Leser einen ersten Hinweis geben sollte...

Zwei unbedarfte Kleinkriminelle erhalten den Auftrag, eine Pokerrunde auszunehmen.
Das kommt bei der Mafia nicht gut an und Problemlöser Jackie (Brad Pitt) erhält den Auftrag, sich ein wenig mit der Sache zu beschäftigen...

Der Film, der in der Blütezeit der Finanzkrise 2008 angesiedelt ist, beruht auf dem Roman "Cogan’s Trade" von George V. Higgins, der bereits aus dem Jahr
1974 stammt.

Seine Premiere feierte "Killing Them Softly" im Jahr 2012 in Cannes, wo der Film auch im Wettbewerb um die Goldene Palme stand.

In Nebenrollen sind u.a. Ray Liotta ("Good Fellas" etc.) und James Gandolfini ("Die Sopranos") zu sehen.

Es ist klar, dass der Film die Zuschauerschaft in zwei Lager spaltet:

Wer einen spannenden Hollywood-Thriller erwartet, muss zwangsläufig vom eher ruhigen, stark dialoglastigen Film enttäuscht sein.

Wer sich an ruhigen Filmen mit Gewaltausbrüchen und visuellen Besonderheiten erfreuen kann, ist hier richtig.

Prinzipiell drängt sich "Drive" als Vergleich von der ruhigen Machart, der visuellen Verspieltheit und den Gewaltausbrüchen auf, auch wenn mir persönlich
"Drive" wesentlich besser gefallen hat und ansonsten beiden Filme nicht viel gemein haben.

Etwas mehr Dramatik und Spannung hätte "Killing Them Softly" nicht geschadet.

Die visuelle Umsetzung ist teilweise herausragend, die spezielle Szene mit Ray Liotta (mehr sei hier nicht verraten) wird sicher in Erinnerung bleiben, der Film insgesamt eher weniger.

Auch Bild- und Tonqualität sind positiv hervorzuheben.

Insgesamt nur Freunden des ruhigen und/oder besonderen Films zu empfehlen, für Freunde spannender, konventioneller Thriller gilt es, hier eher einen Bogen
um den Film zu machen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gangsterfilm mit Kapitalismuskritik, 8. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing them softly (Amazon Instant Video)
Habe mir den Film am 1 Januar 2015 angesehen als ich noch total verkatert war.

Der Film hat mir vor allem wegen der Ansichten und Beispiele über die völlig kaputte Gesellschaft in den USA gefallen.
Im Film spricht zum Beispiel Präsident Bush und Präsident Obama.

Killing Them Softly ist nicht nur sehr blutig, sondern auch sehr zynisch.

Folgendes Zitat fand ich besonders gut: Obama redet darüber das alle Menschen gleich seien und Amerika eine Gemeinschaft sei.
Daraufhin sagt Brad Pit im Film: Thomas Jefferson sei, nachdem er geschrieben hatte „alle Menschen seien gleich geschaffen“, nachhause gegangen um Sex mit seiner Haussklavin zu haben. Amerika ist keine Gesellschaft sondern ein Business und nichts weiter.
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4.0 von 5 Sternen unterhaltsamer Krimi Thriller, 8. Februar 2015
Von 
Sascha H. "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Regisseur und Drehbuchautor Andrew Dominik hat es fertiggebracht und in 13 Jahren gerade einmal 3 Filme gedreht. Nach seinem grandiosen Debut Chopper im Jahr 2000 sollten 7 Jahre verstreichen bis Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford folgen sollte. Da war es ja schon verhältnismäßig schnell, dass bereits 2012 der Krimi Thriller Killing them softly in die Kinos kam, abermals mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Immerhin: Qualität braucht nun mal seine Zeit und der gebürtige Australier nicht geschlampt hat, sieht man diesem Film auch an. Im übrigen ist die Geschichte ist eine Adaption von George V. Higgins' Roman „Cogan’s Trade“ aus dem Jahr 1974.
Finanziell war die Produktion nicht sonderlich erfolgreich, da bei einem Budget von 15 Millionen US-Dollar lediglich knapp über 37 Millionen US-Dollar wieder eingespielt werden konnten.
Doch zur Handlung. Die Vergleiche mit Tarantino sind nur ansatzweise nachvollziehbar. Diese sind aber eigentlich nicht notwendig, da die Story für sich selbst spricht. Vor allem der Beginn macht ordentlich Laune und lässt keinen Zweifel offen, dass viel Spannung und gute Unterhaltung geboten wird. Zum Schluss fällt diese Kurve aber ein wenig ab, denn der Showdown ist weniger als solcher zu erkennen. Für manch einen Zuschauer dürfte es sogar den Anschein haben, dass der Film abrupt endet, so dass sich der Eindruck einstellt, dass noch etwas fehlen würde. In der Tat habe ich am Ende doch ein wenig mehr erwartet. Ein richtiger Höhepunkt war das nicht. Dennoch war die Geschichte nicht wirklich langweilig. Der Mix aus skrupelloser Härte, spannender Krimi-Elemente, gesellschaftskritischer Drama-Anteile und einigen lustigen, leicht überzeichneten Szenen wurden sehr gut ausgewogen. Mit viel Blut und ebenso viel Zynismus schafft es Andrew Dominik den Zuschauer durchweg bei Laune zu halten und da ist der etwas unspektakuläre, aber irgendwie eigensinnige Schluss auch schnell verziehen.
Schauspielerisch wird hingehen durchweg großes Kino geboten. Vor allem Brad Pitt (Fight Club; der den Film auch mitproduzierte) spielt seine Rolle als knallharter Killer Jackie Cogan routiniert aber ohne Zweifel herausragend. Kein Wunder, dass der Kerl zu den Großen seines Fachs gehört, da er kein Problem damit hat, auch mal ungewöhnliche Figuren zu verkörpern. Doch auch die übrigen Darsteller wie Scoot McNairy (Argo), Ben Mendelsohn (The Dark Knight Rises), James Gandolfini (The Sopranos), Richard Jenkins (Let me in) und Ray Liotta (Goodfellas) geben sichtlich ihr bestes. Deren Leistung ist authentisch und absolut realistisch.

Bild
Codec: MPEG-4/AVC, Auflösung 1920x1080p, Ansichtsverhältnis 2,35:1

Der Film wurde sowohl mit digitalen Pan-Arri 235 als auch analogen 35mm Panaflex Millenium XL Kameras. Zum Großteil ist das Bild wirklich großartig. Leider fallen aber hin und wieder einige weiche Abschnitte auf, die den ansonsten positiven Eindruck schmälern. Die Farben sind kräftig und klar bei solide eingestelltem Kontrast. Gerade die Gesichtsfarben werden sehr natürlich wiedergegeben. Der Schwarzwert ist kräftig bei ausgezeichneter Durchzeichnung. Die Kompression arbeitet auf hohem Niveau und hinterlässt keine Spuren. Aliasing, Blockartefakte oder ähnliche Beeinträchtigungen sind keine aufgefallen.

Ton
Deutsch DTS-HD Master Audio 5.1, Englisch DTS-HD Master Audio 5.1

Der Ton liegt in sämtlichen Sprachen verlustfrei in DTS-HD Master Audio 5.1 vor. Im Mittelpunkt stehen ganz klar die Dialoge, die zu jedem Zeitpunkt zu verstehen sind. Das soll aber keineswegs bedeuten, dass sich die ganze Handlung ausschließlich in der Front abspielen würde. Sehr viele Hintergrundeffekte sorgen für eine sehr realistische Atmosphäre, wie z.B. bei der Schlägerei im Regen. Darüber hinaus ist die Abmischung sehr natürlich und ausgewogen ausgefallen bei einwandfreier Dynamik. Die Bässe sind kräftig und klar, könnten aber noch mehr Rumms vertragen. Der außergewöhnliche Soundtrack passt sehr gut zur Thematik und Atmosphäre des Filmes.

Ausstattung:
• Making of „Behind the Scenes“ (HD; 5:25 Minuten)
• 4 Deleted Scenes (HD; 9:49 Minuten)
• Deutscher Kinotrailer (HD; 2:27 Minuten)
• BD-Live
• Trailershow (HD)
• Wendecover
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3.0 von 5 Sternen guter film mit, 5. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Schade dass der film von vielen so schlechte bewertungen erhalten hat- da er wirklich einiges hat, was ein guter film so haben sollte.

Die story ist wirklich gut und dient nicht wie so oft dem reinen eigenzweck, schlägt sie doch vielmehr gesellschaftskritische töne an. Der film ist hervorragend besetzt und die schauspielerischen leistungen sind durchweg solide. Man hat die akteure ja auch schon oft in ähnlichen rollen gesehen und so nimmt man den charakteren auch jederzeit ihr handeln ab.

Die öbzönen dialoge gerade zu anfang hätten mich beinahe bewogen den film in die ewigen weiten meines dvdregals zu entsorgen. Meine eltern konnten dem jedenfalls nicht standhalten, obwohl sie die aussage des films und das fehlende happyend sicherlich als willkommene abwechslung begrüßt hätten. Dies und die langsame gangart des streifens sind wahrscheinlich auch die hauptgründe für die vielen schlechten bewertungen. Die einzig wirklich spannende szene war der überfall. Die restliche story des films plätschert so vor sich dahin. Vielleicht waren diejenigen, die überhaupt bis zum ende durchgehalten haben einfach nicht mehr aufmerksam oder willens genug den schlussmonolog und damit die kernaussage des films aufzunehmen?!

Ich geb dem film drei von fünf sternen, da auch auf der technische seite mehr hätte los sein können. Der ton ist okay- stimmen sind hervorragend verständlich bei insgesamt guter dynamik, auf den effektkanälen ist selten was los. Das bild ist blass und könnte mehr schärfe vertragen.(für bluray-deutsch dts hd)

Ich kann jedem, der sein gehirn auch gern mal auf sparflamme beim fernsehn mitlaufen lässt, empfehlen sich diesen film anzusehen. Er stellt eine gelungene abwechslung zum üblichen hollywoodeinheitsbrei dar und lädt aufgrund seiner tollen story auch zum mehrmaligen gesehenwerden ein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amerikanische Träumereien, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
KILLING THEM SOFTLY erzählt eine Gangstergeschichte mit einer denkbar simplen Handlung: Zwei Halbdeppen überfallen ein illegales Kartenspiel und stehen dann auf der Todesliste eines Auftragskillers. Auch die Dialoge muten zunächst nicht tiefsinniger an und können bei oberflächlicher Betrachtung schnell auf die Nerven gehen. Man sollte sich auf viel Gefluche und Obszönitäten einstellen. Im Hintergrund laufen hin und wieder Reden vom aktuellen Präsidenten der USA über Bildschirme. Das war's auch schon für den unaufmerksamen Betrachter.

Spätestens das Ende des Films - vor allem das Schlusszitat - sollte allerdings wachrütteln und aufzeigen, was eigentlich gesagt werden sollte. Es geht nicht darum, eine Gangsterstory zu erzählen oder über unangemessene Sprache zu kichern, sondern um den amerikanischen Traum, um das kapitalistische Versprechen, jeder könne "es schaffen". Der Film gibt eine eigene Antwort auf die Frage, was man eigentlich träumt, wenn man den amerikanischen Traum träumt. So lässt der Regisseur viele Zuschauer auflaufen, diejenigen, die sich eventuell selbst auf den Irrwegen des amerikanischen Traums erkennen, sofern sie so weit denken, diejenigen, die eine wendungsreiche Geschichte mit versöhnlichem Ausgang erwartet haben.

Ich war wirklich überrascht von diesem Werk. Zu Beginn haben mich die endlosen Dialoge, die rein aus anstößigem Vokabular bestehen, auch eher genervt. Ab und zu war in der ganzen Dummheit der Figuren zwar auch mal ein Lacher zu finden, der aber angesichts der schmutzigen und rauen Welt schnell verschluckt war. Für mich war Folgendes wichtig, um überhaupt Freude an dem Werk haben zu können: Die Reden des Präsidenten werden mit der fiktiven Filmhandlung harmonisiert, sodass der Zusammenhang zwischen den Sorgen und Nöten der Verbrecherbande und dem Kapitalismus etwas deutlicher wird. Ansprechend war für mich auch die Ästhetisierung des Übels. Die ungemütliche Atmosphäre ist in lässige Bilder gepackt, die aber nie zu dick auftragen. Dazu trägt auch der äußerst coole Soundtrack bei.

Etwas kritisch muss ich mich über die Dialoge allerdings schon äußern, weil ich immer wieder den Eindruck hatte, das anzügliche Geplapper würde doch etwas selbstzweckhaft, womit der rote Faden aus den Augen verloren wird.

Insgesamt muss ich "Killing Them Softly" als gut bis sehr gut einschätzen und das mache ich nach meinen Überlegungen gerne. So überrascht wurde ich selten von einem Film bei meinen anschließenden Gedanken dazu. Dafür spreche ich meine Empfehlung aus!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Titel ist Programm, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Es gibt Killermovies wie Sand am Meer. Dieser Film sticht aus der Masse hervor. Zynisch und düster zeichnet er ein sehr pessimistisches Bild des kapitalistischen Amerika. Künstlerisch erstklassiges, dialoglastiges Kino - hervorragend besetzt. Der amerikanische Traum ist ausgeträumt - America is not a country. America is a business. Kultpotential.
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34 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei allem Respekt - die Rezensenten sind ein Abbild der heutigen Film-Gesellschaft, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly (DVD)
Wo soll ich anfangen...

Ähnlich wie andere Rezensenten schon sagten, dieser Film war quasi dazu prädestiniert so schlechte Rezensionen einzufangen - leider!

Sicher ist der Film etwas anderes. Er behandelt ein aktuelles Thema auf eine andere Weise, als es beispielsweise ein Tarantino oder ein David Fincher gemacht hätte. Dennoch steht er einem Fincher-Werk wie zum Beispiel Zodiac oder aber auch Fight Club in Sachen Anspruch in nichts nach.
Die meisten "Kritiker" hier taten Killing them softly als einen flachen Neo-Noir-Streifen ab, was - bei aller Liebe - eine totale Fehlinterpretation ist.

Der Film verfügt über mehr Tiefe, als den meisten hier bewusst ist. Sie sehen nur die Erschießungsszenen in Zeitlupe (Der Schuss ins andere Auto - unglaublich ästethisch), die Dialoge, die (mein Gott, man kann sich auch anstellen) auch mal von sexuellen Aktivitäten handeln und die theatralische Coolness, die Brad Pitt ausstrahlt.

Erstens: Die Gewalt im Film ist wirklich außergewöhnlich dargestellt. Es ist nicht so, dass das Blut aus den Opfern heraus sprudelt (Tarantino - Django unchained) oder, dass so ziemlich alle paar Sekunden jemand erschossen wird (Expendables). Es werden nur wenige Menschen wirklich umgebracht, aber wenn, dann sind diese Szenen hervorragend inszeniert!

Zweitens: Die meisten spielen hier auf den Dialog zwischen Jackie und Mickey an. Sicher erzählt Mickey hier viel von Alkohol und Sex, aber wichtig ist doch nicht der Inhalt sondern die Tatsache, dass er sich nicht auf sein Geschäft fokussiert, sondern lethargisch in seiner eigenen Welt herumfliegt. Aber was soll's, die Interpretationsfähigkeit ist ja bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. ;-)

Drittens: Ja, Jackie Cogan ist cool. Ja, Jackie Corgan wird übertrieben cool dargestellt. Aber es muss doch einen im Film geben, der Ruhe bewahrt, der die Fäden zieht. Jeder Charakter im Film hat irgendein Laster oder hat in irgendeiner Weise ein Problem. Die einzige Ausnahme ist (neben dem Fahrer, gespielt von Richard Jenkins, der einfach keine Ahnung hat) Jackie, der in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahrt. In jedem Film, außer American Beauty, gibt es diesen einen Charakter, der dominiert, der beeinflusst, der souverän ist. Jackie Corgan strahlt dies durch seine Coolness aus und im Gesamtzusammenhang ist dies auch glaubwürdig.

Und zu meiner Überschrift...
Leider leider will die heutige Gesellschaft nur noch folgende Arten von Filmen sehen:
Entweder sie sind unterhaltsam, oder so gefühlsduselig, dass man heulen muss. Zumindest betrifft das die Deutschen, damals war es das Land der Dichter und Denker, aber langsam hab ich das Gefühl, dass die Gesellschaft verflacht. Repräsentiert durch hier auftretende Rezensenten.
Mit Killing them softly haben wir hier einen Film, der weder zum weinen ist, noch ist er über seine volle Laufzeit besonders unterhaltsam, ABER: wer sich auf diesen Film einlässt und sich nicht von der Dialoglast gelangweilt fühlt, der wird diesen Streifen aufmerksam verfolgen und am Ende dankbar sein - für eine interessante und sehenswerte Zeichnung des Wirtschafts- und Gesellschaftssystems der USA.

Ja, dieser Film ist keine Komödie, kein Actionfilm, keine richtige Satire.
Er ist von allem etwas. Immer wieder gespickt mit einigen Sprüchen, die doch ganz amüsant sind und die Stimmung aufrecht erhalten, mit einigen Actionszenen und ein paar satirischen Anspielungen
Ich fand diesen Film sehr imponierend und gebe ihm 5 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Film Noir Leute?, 4. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Killing Them Softly [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Mehrheit ist ein Idiot weil sie wie eine Rinderherde keine eigene Meinung hat Aufgrund von Unkenntnis insbesondere was Filmkunst betrifft.
Killing them Softly ist ein Neo Noir der das Amerika von Heute als Thema hat und kein Hollywood Blockbuster der
Gangster als Sympathische Draufgänger zeigt.
Abgebrannt aufgrund schlechter Politiker und Gangster kommt der Hauptnerv Amerikas zum Vorschein.
Die Story ist nur Mittel zum Zweck die ein tiefes Sozialkritisches Thema hat ohne Happy End oder Sinnlosem Spektakel.
Die Wirtschaftskrise und deren Folgen ohne Illusionen einer Besserung.
Der einzige Vernünftige und Willensstarke des Films ist der Killer der die Erkenntnis über den Zustand seiner
Arbeitgeber und seines Landes nimmt um Geld zu verdienen.
Teilweise ein wenig sehr betont Düster zum Beispiel bei der Heroin Szene aber im Ganzen eine gut Charakterstudie über Amerika.
Die Gewalt ist Teil der Story und in keiner Szene Sinnlos platziert, wahrscheinlich ist dieser Film deshalb nicht Maßen tauglich.
Eine gute Neo Noir Gangsterballade!
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Killing Them Softly [Blu-ray]
Killing Them Softly [Blu-ray] von Andrew Dominik (Blu-ray - 2013)
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