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am 5. Oktober 2012
Als Bastian Balthasar Bux Phantasien verlassen wollte,wurde er aufgefordert, alle angefangenen Geschichte zu Ende zu bringen. Dieses Gefühl beschlich mich am Ende des Films ebenfalls. Der Lektor und die Schriftstellerin zum Beispiel wurden mehrfach miteinander in Verbindung gebracht,ihre Geschichte endet im Nichts. Unerzählt. Andere angefangene Geschichten ebenso.

Im zweiten Teil hatte ich sehr den Eindruck,hier wird zusammengestrichen,damit die 90 Minuten-Vorgabe eingehalten wird.
Deswegen fand ich den ersten Teil überzeugender,erstaunt und dankbar, dass Fernsehen zur guten Sendezeit so etwas heute noch bringt.

In einer Diktatur widerstehen, ist nicht leicht,hat heftige Konsequenzen,vielleicht nicht den Tod, aber doch menschenverachtendes Quälen. Die daran scheitern, sind nicht zu verurteilen von denen, die solchen Herausforderungen nicht ausgesetzt waren. Wer könnte schon mit Sicherheit sagen, er/sie würde sich der moralischen Herausforderung stellen und die Konsequenzen inkauf nehmen? Alle Erkenntnisse über die Mitmachbereitschaft des Menschen zeigen eher, dass die Mehrheit mitschwimmt und nur kleinen Minderheiten auf der Menschlichkeit bestehen. Am Beispiel des Sohnes wird ja deutlich gemacht, wie sehr moralische Entscheidungen sanktioniert werden. Eine Sanktion, an der er hätte zerbrechen können.

Da ich das Buch nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, in welchem Umfang der Film dahinter zurückgeblieben ist oder ob er eigene Akzente setzen konnte.Tellkamp fand die Verfilmung offensichtlich sehr gelungen,wie er im Interview offenbart.

Irgendwie passte der Film schon zu den Worten von Seehofer zum 3.10. 2012, der Respekt gegenüber der Lebensleistung der Ostdeutschen aussprach,nach 12 Jahren Nazi-Herrschaft noch 40 Jahre Diktatur ertragen zu haben.
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am 6. Oktober 2012
Das geheimnisvolle "Ostrom", von dem Uwe Tellkamp in seinem Buch erzählte, von geheimen Treffen hinter streng bewachten Toren in einem Stadtteil Dresdens, der in den 80ern einem Hochsicherheitstrakt gleicht, wo die Ardennes der Stadt einem bürgerlichen Sonderstatus frönen, der vom Sozialismus so eigentlich gar nicht vorgesehen war - der Autor vermochte es durch seinen verquasten, zu schon wahnhafter Detailverliebtheit neigenden Stil nicht wirklich, dem Leser dazu Zugang zu verschaffen. Umso mehr hatte ich gehofft, dass Schwochows Verfilmung, dazu noch mit einem wirklich glänzenden Cast ausgestattet, dies gelingen würde. Allein - ich wurde bitter enttäuscht.

So enttäuscht wie man nur sein kann von einem Film, der allen Ernstes versucht, ein 1000 Seiten langes Traktat in 180 Minuten einfach nur nachzuerzählen. Denn mehr ist es eigentlich nicht. Und weil das natürlich proportional nicht funktionieren kann, wurde in "Der Turm - der Film" einfach willkürlich die Schere angesetzt, einzelne Szenen herausgenommen und ins Bild gesetzt. Die Folge ist ein Handlungsstrang, der im Schnelldurchlauf die letzten Jahre der DDR abspult. Dabei wurde sich fast ausschließlich auf das Beziehungsgewirr innerhalb der Familie Hoffmann/Rohde beschränkt, ohne dabei wirklich das Gefühl aufkommen zu lassen, dass hier ein Familienleben in der DDR stattfindet. Dass man sich mitten im Viertel der bildungsbürgerlichen Elite Dresdens befindet, davon zeugt allenfalls noch ein Schwenk in Hoffmanns gut gefüllte Bibliothek. Ansonsten könnte der Film überall spielen, der Bezug zu Dresden geht im Film fast vollständig verloren. Was mir ganz besonders fehlte, war genau das bisschen Szenerie des Weißen Hirsch der 80er, die Tellkamp in seinem Buch gerade noch so aufleben zu lassen vermochte, und deren Entwicklung und Belebung ich mir im Film über die Möglichkeiten des bewegten Bildes erhofft hatte. Doch die Millieustudie bleibt aus, und auch mit Originalschauplätzen mit Wiedererkennungswert wurde gespart. Klar sieht heute am Weißen Hirsch heute alles anders aus als 1983. Aber dann hätte man für einen wirklich guten Film eben einfach mal Geld in die Hand nehmen und eine originalgetreue Kulisse nachbauen müssen. Wie haben das die Polanskis und Spielbergs bloß gemacht, als sie Auschwitz oder das Krakauer Ghetto nachstellen wollten? Das aber unterscheidet eben einen guten von einem schlechten Historienfilm: Authentizität.

Wie sie war, die DDR, das bleibt auch in "Der Turm" blass, einseitig reduziert auf folternde Stasi-Ermittler, Polizisten und NVA-Oberste sowie Menschen zwischen Ausreiseantrag und Inhaftierung. An das Thema DDR-Gesellschaft, das ganz normale Leben, das vielleicht weniger politische, dafür aber umso mehr menschliche Aussagekraft hätte und das Thema vor allem endlich mal von einer ganz anderen Perspektive beleuchten würde - da traut sich immer noch keiner ran. Dabei hätte Tellkamps Turm hierfür durchaus jede Menge Ansatzpunkte geliefert. Das Genre der "So-wars-in-der-DDR"-Filme muss mit feuchten Augen enden, die salbungsvoll in Richtung Wende schauen. Und wenn es eben zum 100. Mal ist.
In der Dramaturgie unterscheidet sich "Der Turm" dann auch erschreckend wenig von anderen typischen "Wende-Schinken", selbst den Einsatz abgegriffener Originalmitschnitte aus der Wende-Zeit von Kohl, Krenz und Genscher konnte man sich nicht verkneifen. Trotz der wirklich guten Schauspieler bleiben die Charaktere aufgrund der niemals vertieften Konflikte und Beziehungen unscharf, ihre Dialoge an der Oberfläche. Immer wenn es interessant wird, folgt der Wechsel an einen anderen Schauplatz, und der Zuschauer bleibt mit einer ganzen Batterie offener Fragen zurück, die nicht beantwortet werden. Ein großer Verlust ist auch, dass der Film die so interessante Figur des Meno Rohde völlig ins Abseits stellt. Warum das?

Abermals wurden hier Chancen vertan, durch geschickte Schwerpunktsetzung und einfallsreiche Erzählkunst einen wirklich großen Film zum Thema Leben in der DDR zu machen, der mehr als nur ein weiterer Politstreifen mit Graufilter ist. Stattdessen entstand ein Film, dessen Handlung und Inszenierung so unscheinbar und streckenweise sogar richtig langweilig war, dass die Erinnerung daran bereits zu verblassen begonnen hat.
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am 16. Oktober 2012
Für mich eine wunderbare Umsetzung der Romanvorlage von Uwe Tellkamp. Die Hauptdarsteller haben sich im Film natürlich ein wenig von der Vorlage entfernt und ein Eigenleben entwickelt, aber das kommt der Dramaturgie des Zweiteilers nur zugute. Die Schauspieler sind großartig, allen voran Jan Josef Liefers als Richard Hoffmann und seine Frau Anne, gespielt von Claudia Michaelsen, die im Laufe der Zeit immer mehr an Stärke dazu gewinnt. Ich habe gelesen, dass die Hauptdarsteller überwiegend aus Ostdeutschland kommen, das kommt der Verfilmung sehr zugute. So wie die Familie mehr und mehr zu zerbrechen droht, so zeigen sich im Laufe des Films die Risse im Staat, bis es im Herbst 1989 zum Zusammenbruch kommt. Meiner Familie und mir hat diese beeindruckende Familiengeschichte sehr gefallen und wir können den Film nur weiterempfehlen.
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am 9. Oktober 2012
Gut am Film ist, dass er das leider sehr ausufernde - manche sagen verquaste - Buch in eine für Normalsterbliche verdauliche Form bringt. Die Rollen sind gut besetzt, und die schauspielerischen Leistungen überzeugen zumeist in ihren persönlichen Rollen.

Leider bleibt es auf diesem Niveau stehen. Den bisherigen Versuchen, die DDR auf Hollywood-Art zu verfilmen (Sonnenallee, Das Leben der anderen) wird ein weiterer oberflächlicher Film hinzugefügt. Durch die massiven Kürzungen, durch das Zusammenfassen von mehreren Personen in eine, durch die zeitlichen Kürzungen bleibt die im Roman vorhandene Tiefe weitgehend auf der Strecke.

Völlig unverständlich ist z.B., was Pfannkuchen anfangs an Christian findet. Der ganzen Armeegeschichte fehlt es vollkommen an Überzeugungskraft; wenn man die ganze EK-Bewegung weglässt, kann man die NVA nicht verstehen.

Dazu kommen peinliche Detailfehler. Wie kann Judith Schevola Goethe falsch zitieren (verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich SIE erobern muss, nicht ES). Wie kann ein Klinikdirektor sagen: Das macht Sinn, diese Redensart kam erst einige Jahre nach der Wende. Und wenn ich recht gesehen habe, dann ist die Frauenkirche in einer Silhouettenaufnahme zu sehen.

Dass Tellkamp den Film gut findet, wundert mich doch etwas. Aber was soll er auch anderes sagen.

Fazit: Als Familiengeschichte gut, als Armeeaufarbeitung zu flach, als Gesellschaftsfilm misslungen.
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am 17. Oktober 2012
Ganz bestimmt lässt ein einziger Film nicht nachempfinden was die Menschen zu DDR Zeiten am eigenen Leib erfahren haben. Trotzdem eröffnet „Der Turm“ viele Perspektiven, die einen zum Nachdenken anregen. Meiner Meinung nach absolut einzigartig und empfehlenswert.

Beinahe lässt uns Nico Hofmann vergessen, dass die Geschichte vor 25 Jahren spielt. Sie fühlt sich gegenwärtig an und bietet durch eine Hand voll Humor Unterhaltung für alle Generationen. Es werden Werte in Frage gestellt, die sowohl früher als auch heutzutage noch gelten. Von Intrigen und Kontrollsucht, über Rebellion und Angepasstheit wird gezeigt, welche Macht die Bildungselite ausüben kann, bzw. es von ihr erwartet wird.

Zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und Freundschaft gespickt mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der DDR-Zeit. Die Menschen die einen Dokumentarfilm über die DDR erwarten, werden genauso enttäuscht sein wie diejenigen, die annehmen, es handle sich hierbei um eine Hollywoodproduktion mit milliardenschweren Specialeffects. Der Film glänzt durch ganz andere Qualitäten. Durch seine schönen Bilder wirkt weder die Thematik noch die deutsche Filmkultur eingestaubt. Der exzellente Regisseur hat es wieder einmal geschafft, den Zuschauer mitten ins Herz zu treffen.

Die Verfilmung lässt drei Lebensgeschichten fließend ineinander übergehen. Sie erzählt von dem Verlangen nach zwei Frauen die den erfolgreichen Oberarzt in den Wahnsinn treiben, von der Liebe zur Literatur und wie sie einem das Herz zerbrechen kann und vom Erwachsenwerden unter erschwerten Bedingungen durch privilegiertes Gehabe. Jahrelanger Betrug, Lügen, sowie die Ironie in Haft freier zu sein als in der DDR bestimmt das Leben der Familie. Die Grundstimmung des Films ist dadurch aber keineswegs negativ.

Eine großartige Verfilmung! Vielen Dank dafür!
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TOP 500 REZENSENTam 8. Oktober 2012
Die DDR vom Dezember 1982 bis November 1989 und wie Familie Hoffmann diese Zeit erlebt. Richard Hoffmann ist Oberarzt der chirurgischen Klinik Dresden und wird von der Stasi erpresst für sie zu arbeiten, weil er ein Doppelleben führt. Er hat eine Affäre mit der Sekretärin des Rektors und eine Tochter mit dieser, dennoch versucht er sich, so gut es geht, diesem Auftrag zu entziehen. Das geht auf Kosten seines Sohnes Christian, der bereits in der Schule beginnt das System zu hinterfragen und so aneckt, was bei der NVA noch weitere Ausmaße annimmt. Meno Rohde, Chtistians Onkel, ist Lektor und leidet darunter, gute Literatur zensieren zu müssen, um sie Staatskonform stromlinig zu bekommen. Dann gibt es noch diverse Freunde und Bekannte und ihre Sorgen und Nöte, den Wunsch nach Ausreise usw.

Ich hatte mir mehr versprochen. Der Film wirkt wie die DDR Lindenstraße. Freud und Leid im Sozialismus, mit DDR Witzen, ein wenig Galgenhumor und einigen der üblichen Klischees, wie Kohlenmangel, Weihnachtsbaumklau, Gängelung beim Militär (als wenn das nur in der DDR so gewesen wäre) und dergleichen. Wirklich viel passiert nicht, sozialkritisch ist er auch nicht. Die Umsetzung ist sehr Episoden und sprunghaft, hier ein Jahr, da drei Jahre und gegen Schluss noch ein wenig Maueröffnung und ein paar historische Fakten. Vor allem gegen Schluss hetzt die Verfilmung durch die Erzählung und wirkt sehr stückhaft.
Immerhin sind die Schauspieler wirklich sehr gut und der Film ist deutlich über dem üblichen Deutschen Fernsehfilmniveau. Auch die Kulissen sind authentisch, nur der Soundtrack wirkte ab und an irgendwie nicht ganz stimmig und irritierend.
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am 10. März 2013
Habe mir von dem Film mehr erwartet. Die Schauspieler sind sehr gut, jedoch verflacht die Story an einigen Stellen. Einige wird nur angschnitten, dann aber nicht weiter verfolgt. M.E. war mehr drin, aber dann hätte es eines dritten Teils bedurft. Teil eins gut, Teil zwei Durchschnitt. So geht es hoppladihopp durch die letzten Jahre der DDR.
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am 14. Oktober 2015
Ich bin dabei den Roman auf der französische übersetzung zu lesen, die viele Fehler enthält. Ich möchte den original Texte haben. Der Film hilft mir zu verstehen. (Ich bin französin)
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am 23. Juli 2013
Nachdem ich mir das 900-Seiten-Buch gegönnt hatte und mit zunehmender Seitenzahl immer gefesselter wurde, hat mich der Film entäuscht. Vielleicht müsste ich ihn nochmal schauen. Er zeichnet sich durch eine Aneinanderreihung von Sequenzen aus, die mir nicht das Gefühl gaben in der Geschichte drin zu sein. Überdies fehlten mir im Film andauernd Geschichten aus dem Buch, die eigendlich dran gehörten und die nun endgültig verschwanden, ich ihnen aber immer noch ein bißchen nachhing und so dem Anschluss wieder hinterherrennen musste. Mühsam blickte ich zunehmend auf die Uhr, wann denn das alles wohl vorbei wäre. Die Stimmung des Buches kam keider nicht rüber.
4,5 Punkte für das Buch, 2 für den Film
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am 6. November 2015
Ich bin großer Fan von Jan Josef Liefers deswegen ist dieser Film ein MUSS ihn zusehen, wer auch Fan ist sollte diesen Film unbedingt sehen.
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