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am 5. Juni 2013
Der alte, in Ehren gereifte und gewiss ergraute bis haarlose Purple-Headbanger wird versuchen, einen Purzelbaum zu schlagen. So "Purple" klang die Kombo um Ian Gillan schon lange nicht mehr. Ja klar: "This Album Is Dedicated To Jon Lord" steht auf der Innenseite des edel aufgemachten CD-Packs. Und da lässt sich Flitzefinger Don Airey im seligen Angedenken an den Jahrhundert-Keyboarder Lord nicht lange lumpen. Die gute alte Hammond orgelt und zwitschert, dass es nur so eine Freude ist! Steve Morse, dessen schwere Bürde es ist/war, in die gewaltigen Fußstapfen des jähzornigen Ritchie Blackmore zu treten, hatte auf Vorgänger-Alben bereits einen beeindruckenden Stil gefunden, der ihn gleichsam auf eine Stufe mit dem Gitarrengott der 70er hievte, ihm andererseits aber ob der künstlerischen Toleranz der alten Herren genügend Spielraum ließ, seine ganz eigene, prickelnde, stark an Eddie Van Halen angelehnten Interpretationen auf dem Sechssaiter auszuleben. Auf "Now What?" hält er sich vornehm zurück. Verbeugt sich quasi vor Blackmore, indem er dessen einst revolutionären, heutzutage eher als "gemäßigt" bezeichneten Gitarren-Handlingl Vorrang einräumt. Ian Paice hinter der Schießbude und Roger Glover am Bass ergänzen sich in einer im Verlauf der Jahrzehnte gewachsenen "Musiker-Freundschaft", prägen dem Silberling aber trotzdem eine nicht verwechselbare Handschrift auf. Wer Deep Purple kennt, vor allem frühe Werke wie "Machine Head", "Burn", "Stormbringer" oder auch "In Rock" schätzt, wird mit dem neuen Werk gewiss viel Freude haben. Möge der Purzelbaum beziehungsweise der Zeitsprung gelingen!
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am 26. April 2013
Jetzt halte ich es in der Hand, das lange erwartete Album der Heroen meiner Jugend. Aber mit der Musik von damals hat das nahezu nichts mehr gemein und die Frage ist, ob es nun nach fast 8 Jahren ohne neues Studio-Album der letzte Mosaikstein im Alterswerk sein wird, immerhin sind die Herren in der Mehrzahl schon tief in den 60er Lebensjahren, Ian Gillan z.B. 68. Aber bei Deep Purple weiss man ja nie, und ich kenne kaum eine Band, sofern sie überhaupt noch existiert, die sich immer wieder so neu erfunden hat. Die albumlose Zeit seit Rapture in the Deep" (2005) wurde durch ausgiebiges Touren gefüllt und z.B. mit der Live in Montreux 2011 auch eine durchaus beachtenswerte Scheibe abgeliefert, mit einem ganz eigenen Verständnis von Orchestereinsatz, ganz im Gegensatz zu Jon Lord, dem inzwischen verstorbenen Orgel- und Orchestermeister der frühen Jahre, dem dieses Album im übrigen gewidmet ist. Er wurde bereits 2002 bei den Aufnahmen zum Album Bananas von Don Airey ersetzt, der inzwischen ganz eigene Akzente setzt, ebenso wie Gitarrenhexer Steve Morse, der schon 1995 für den damals endgültig ausgeschiedenen Ritchie Blackmoore kam. Beide ersetzen" aber de facto niemand, sondern bringen ihre eigene Persönlichkeit und Kreativität ein und haben den Sound komplett umgekrempelt. Es ist inzwischen so, dass Deep Purple bei Live-Auftritten ihre eigenen Welthits eher interpretiert, nicht 1:1 nachspielt. Genau das macht vielleicht auch den Reiz aus und unterscheidet sie von anderen altgedienten Rockbands, wie z.B. den Rolling Stones.
Und in diesem Stil geht es auch frisch hinein in das neue Album, Now What?!" betitelt, das man als Weiterentwicklung von Rapture in the Deep" und Live in Montreux 2011" sehen kann. Eine Gitarre á la Blackmoore sucht man vergeblich, das neue Album kommt mit wuchtigem Gesamtsound daher, bassbetont und orchestral. Don Airey zieht an den Keyboards in wahrsten Sinn alle Register, die Soli von Gitarre und Orgel brechen nur kurz hervor. Dafür sind aber die Songs vielschichtig und nicht vorhersehbar, klassische Muster nur selten zu finden. Gillans Stimme ist endgültig in den 60er Lebensjahren angekommen und fühlt sich dort wohl, Morse ist gewohnt virtuos, und über Paiceys Drumming muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Wenn einer neben Airey einen grossen Ruck nach vorn gemacht hat, dann Roger Glover, der sein Bass-Spiel noch mal enorm weiterentwickelt hat. Mit Bob Ezrin als Produzent (The Wall) hat man sich auch einen der Grossen der Branche geholt. Im Booklet sind die Texte als Stories" abgedruckt, Gillan hat inzwischen das Vers-Mass aufgegeben und wird sehr literarisch, das Thema Zeit wird in vielen Facetten auf dem Album behandelt, ist fast so ein bischen der rote Faden. Musikalisch ist das Album auch recht facettenreich, mit Anlehnungen an viele Grössen der Szene (Doors, Pink Floyd, ELP), aber natürlich auch der Besinnung auf eigene Stärken. Vielleicht tatsächlich eine Art Abschied/Vermächtnis, ähnlich wie Jon Lord's Concerto letztes Jahr.

Hier eine kurze Übersicht der Tracklist, insgesamt gefallen mir eher die ruhigen Sachen besser:

1) A Simple Song: 2 min lang ein sehr leises Intro, dann legt die Band urplötzlich laut und hart, mit nahöstlichem Touch los.

2) Weirdistan: Interessant mit Synthybass (Glover) und auch ansonsten viel Synthesizersound (Airey), sowie überraschendem Schluss (Anspiel-Tip).

3) Out Of Hand: Sphärische Synthyklänge, orchestral.

4) Hell To Pay: Schnelles Stück, mit nervigem Gillan, viel Hammond, Shouter.

5) Body Line: Typischer Midtempo-Rocker der Morsezeit, eingängiger Refrain, schönes Morse-Solo (Anspiel-Tip).

6) Above And Beyond: Bass / Keyboards kommen orchestral daher, ein bischen wie ELP oder auch van Halen, ruhiger Gesang.

7) Blood From A Stone: Könnte von einem Doors-Album kommen, allerdings mit einem DP-like Refrain, ungewöhnlich ein Solo mit E-Piano und Slide Guitar, langsam, Jazz-Einflüsse (Anspiel-Tip).

8) Uncommon Man: Zunächst leise, später zwar kräftige, aber ruhige Gitarre im Stil von Contact Lost (Bananas), erinnert an Pink Floyd, orchestrale Keyboards (Anspiel-Tip).

9) Après Vous: Normaler DP-Rocker im Morsestil, viel Bass, darüber Streicher (Keyb), Filmmusik-Feeling (Anspiel-Tip).

10) All The Time In The World: Das ist die vorab ausgekoppelte Single, durchaus mit kleinen Hitpotential (in der heutigen Medienlandschaft natürlich relativ), auch eher ruhig, aber rhythmisch (Fuss-Wippen) und eingängig (Anspiel-Tip).

11) Vincent Price: Eine Bach-mässige Einleitung von Airey geht in einen Rocker über, ein Schrei und ein Feuerwerks-Donner am Schluss (wie bei "The Battle Rages On").

12) It Will Be Me (Bonustrack): Nur auf der Limited Edition vorhanden, midtempo 12-Takt-Blues, einzige Fremdkomposition auf dem Album (Jack Clement).

Insgesamt 4 Sterne, weil für 5 Sterne einfach das geniale Einzelne oder auch Ganze fehlt. Aber Hut ab vor dem Lebenswerk der 5, die uns wahrscheinlich auf der geplanten Tournee noch viel Freude bereiten werden; am 02.11. kommen sie auch in meine Stadt.
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Vor allem: wer hat den grössten Anteil daran? Die Musiker? Die Komponisten? Oder vielleicht doch der Produzent? Ehe jetzt alle über mich herfallen und meinen, dass das nicht mehr Deep Purple seien: vor rund 40 Jahren hiess der Produzent Martin Birch. Der Mann war seinerzeit der absolut Beste im Hardrockbereich und er produzierte mit DP......Machine Head.

Heute heisst dieser Mann Bob Ezrin. Klar DER Ezrin. Wer kennt nicht die grandiosen Erfolge mit u.a. Alice Cooper? Dabei kann der Mann auch noch mehrere Instrumente spielen. Aber das Beste an ihm: er kitzelt aus (fast) allen Stars und Sternchen das Maximum heraus. Sicherlich ist er sehr viel an der Platte beteiligt, und sei es auch nur am absolut fantastischen Sound. Doch ist das ein Verbrechen? Ist es verboten eine Platte zu produzieren, die einfach nur gut unterhalten will??

NOW What? kann das, ohne den geringsten Zweifel. Stünde nicht DP auf der Hülle, sondern XYZ: ich hätte die Platte sofort gekauft. Jetzt erzähl mir keiner was von Blackmore oder Lord (Gott ermögliche es ihm, seine Hammond jeden Tag zu spielen, denn ich bin ein sehr grosser Fan von ihm). Fakt ist aber, dass er nicht mehr lebt, und schon vor über 10 Jahren bei DP ausstieg. Und die Welt dreht sich immer weiter.

Geht man mal ganz unvoreingenommen an die Sache ran, dann ist NOW ein bemerkenswertes Hardrockalbum, teilweise unheimlich straight, teils sogar bis in den Progbereich übergehend (aber war das "Child in time" nicht auch schon?). "Weirdistan", grandios, "Hell to pay", darauf wären viele Bands stolz, so einfach geht Musik, "Vincent Price" nicht zu toppen......

Fazit: die aktuelle Band Deep Purple braucht sich, trotz vieler Falten im Gesicht, nicht zu verstecken. Die Konzerte können kommen, hoffentlcih mit einigen Songs dieses Albums.
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am 5. September 2014
In der nun schon 8. Band-Konfiguration spielte man nach dem Tode John Lords mit „Now What?!“ das nunmehr 19. Studio-Album und das dritte ohne John Lord ein, welches die Band diesem auch gleich widmete. Da ich der einschlägigen Musikfachpresse selbst eher fern bleibe lese ich nun in der Wikipedia, dass der SWR4 das Depp Purple hier "einen neuen Meilenstein der Rockmusik produziert" hat. Nur gut, dass ich das ganze erst gelesen hatte, als ich das Album ohnehin schon einmal durchgehört hatte und so ohne große Erwartungen an das Album, dass mit zwei schwarzen Scheiben im Gatefold daher kommt, gehen konnte.

Und so hielt es auch das Album selbst, als mit "A Simple Song" der erste Track anlief war ich doch ein wenig über die Ruhe überrascht (und die recht leise Aufnahme der LP selbst, sodass ich den Verstärker gleich mal ein paar Schritte höher als normal aufdrehte), die der Song ausstrahlte. Erste der dritte Track "Out Of Hand" wollte mir mit seinen Riffs so richtig gefallen. Technisch fiel mir leider in den ersten drei Tracks negativ auf, dass in den lauteren Passagen die Stimme von Ian Gillan gerne mal verloren geht. Jedoch hat man das Gefühl, dass sich dieses Problem mit dem voranschreiten der Titelnummern legt und sich das Bild immer homogener zusammenfügt. Fakt ist, man hört den Mannen von Deep Purple in jedem Titel die spielfreude an und es drängt sich nie verdacht auf, dass hier wohl jemand Geld benötigt hat. Im Rahmen der musikalischen Tiefe hat mich "Blood From A Stone" am meisten berührt und stellt für mich einen der Höhepunkte des Albums dar.

Generell vermag ich den Sound in die Geschichte von Deep Purple nicht einzuordnen, da die einzigen weiteren Alben die ich besitze "The Book Of Taliesyn" und "Deep Purple in Rock" sind. Im Vergleich hierzu wirkt das aktuelle Album erwachsener, aber auf keinen Fall weniger experimentierfreudig. Spieltechnisch werden die Musiker sich wohl auf einen weiteren Höhepunkt Ihres Schaffens befinden, vielleicht auch durch die bereits angesprochene Spielfreude liegen dürfen. Produzent Bob Ezrin hat definitiv eine großartige Entscheidung getroffen, die Musiker gemeinsam ins Studio zu schicken. Rundum ein starkes Album mit vielen guten Riffs und leider gefühlt wenig Orgel-Action.

Zum Schluss die Frage nach der "Austattung", was darf man eigentlich erwarten von einer Doppel-LP die bummelige vier Euro über dem Preis der Limited Edition CD liegt, welche vom Tracklisting inhaltsgleich ist. An manchen Stellen mehr, an manchen leider weniger. Das Gatefold-Cover kam bei mir (auf dem Postweg) leider gleich leicht durchstoßen an, oben am Rand des Covers versuchte sich das Vinyl ein wenig rauszudrücken. Gleiches natürlich bei den bedruckten Sleeves, welches im übrigen nett gestaltet sind, jedoch nicht unbedingt das Highlight bieten. Ich schiebe die Beschädigung auf den Postweg, wobei ich hierbei auch anmerken möchte, dass es sich um die erste LP handelt, die beschädigt bei mir ankam. Insgesamt ist das Cover jedoch schlicht und ansprechend gestaltet. Auch wenn der Karton dicker sein könnte, immerhin finden zusätzlich zu den ungefütterten Papiersleeves noch Ersatz-Sleeves ohne Probleme platz. Die Pressqualität der beiden Scheiben geht in eindeutig in Ordnung, ich konnte zwar ein, zwei Knackser auf der ersten Seite feststellen, würde dies jedoch auf die eher mangelhafte Knosti-Wäsche schieben.

Rundum kann ich das Album, wenn auch von der Abmischung vielleicht nicht auf höchsten Niveau, rundum empfehlen. Für gefühlt kleines Geld gibts abwechslungsreichen Deep Purple- Rock auf die Ohren und seien wir doch mal ehrlich, bei richtigem Rock muss das Gefühl stimmen und ist wichtiger als die Abmischung.

Und für die, die es interessiert, dass komplett aufgenommene WAV-File hat einen Dynamic Range Wert von 14. Wuhuu!
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am 28. April 2013
Das ist Sie also.Die CD auf die ich 8 Jahre gewartet habe. Schick sieht sie aus! Wertiges Booklet schönes Inneleben...was sofort ins Auge fällt ist der Schriftzug:"This Album is dedicated to JON LORD-Souls having touched,are forever entwined." Eine Textzeile von Above and Beyond...wo wir schon bei der Musik währen. Die vorherigen Silberlinge waren teils sehr dominiert von Steve Morse. Auch wenn Mr.Morse mein Lieblingssaitenhexer ist, finde ich es persönlich gut, dass er bei diesem Silberling an der Kette gelassen wurde und Don Airey mal im Vordergrund steht. Alles in einem ein Kompaktes Werk! Ian Paice und Roger Glover grooven absolut tight und sind in der Form Ihres Lebens. Airey und Morse verdichten dieses Werk mit unglaublichen Wechselspielen aus Wucht und GEfühl und Ian Gillan trohnt über allem,mit seinem charismatischen Gesang. Zwar sind die hohen Tonlagen nicht mehr allzu Präsent(Immerhin wird Gillan diese Jahr 68!) aber der stimmliche Feelingkönig hat immernoch genug Power um die gesamte CD damit zu schmücken. Meine absoluten Highlights sind neben Out of Hand,das entspannte Bodyline,Apres Vous und Uncommon Man....Gänsehaut pur. Purple-Herz was willst du mehr?! Jedenfalls ist es jetzt schon meine CD des Jahres!
Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt wieder alle Ewig-Gestrigen anfangen zu jammern:"Blackmore ist ja nicht mehr dabei,Airey versucht Lord zu kopieren und und und...." Denen sollte einfach mal bewusst sein, das nicht nur Wir in der Gegenwart leben und uns weiterentwickeln, sondern auch Deep Purple nicht stehenbleiben und zeitgemäße(und weiterentwickelte) Musik bieten. Und zwar handgemachte Rockmusik!
Wenn man also jeden Tag Nudeln isst, freut man sich doch auch darauf wenn in der Soße mal andere Zutaten sind oder?!

Jedenfalls erhalten die 5 purpurnen Köche + Bob Ezrin 5 Sterne für dieses Menü!!! NOW WHAT?!
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am 27. April 2013
Ich war zunächst sehr skeptisch ob das gut gehen kann. Ich muss zugeben, die beiden letzten Alben hab ich einmal durchgehört und als alter "Blackmoreianer" die Teile als Sammelstücke in den Schrank gestellt . Also gut "Now What" ohne große Erwartungen in den Player geschoben...und dann das!!!Ich falle auf die Knie leiste in Demut Abbitte und küsse den Jungs die Füße... ich bin sprachlos und finde kaum Worte.Meisterhaft, genial, unglaublich dass die noch einmal so ein Ding raushauen. Ich bin heute um 05.30 Uhr aufgestanden und habe als erstes den Player angeworfen. Das ist mir seit Jahren nicht mehr passiert. Das Teil läuft bei mir seit vorgestern in der Dauerschleife. Einen klaren Favoriten auf der Scheibe habe ich auch nach dem x-ten Replay nicht. Wobei der Song "Vincent Price" mit der downtuned Gitarre und Ian mit seiner bewusst wehleidigen Gesangseinlage auch ein Black Sabbath-Song sein könnte. Aber dies finde ich das spannende an dieser abwechslungsreichen Produktion. In jedem Song findest du Parts bzw. Elemente , wo Du Dir sagst, das hätte auch von ELP, Pink Floyd usw. stammen können. Ein Klangteppich sondersgleichen.
"This Album is dedicated to JON LORD. Souls, having touched, are forever entwined". Das Album ist aller Ehren wert. DANKE!
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am 21. November 2014
Wenn man gute Lautsprecher mit etwas Bass besitzt (bei mir 2 180W Standlautsprecher) und gute Rock Musik gerne mag, dann macht das Hören dieser Scheibe definitiv Spaß.
Musikalisch: Ein Album wie man es gern hat: ein paar langsamere Stücke, ein paar Schnelle Stücke und jeder ein Hörgenuss in guter (und bewehrter) Deep Purple Qualität.
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am 1. Mai 2013
"I may be leaving. But I won’t be gone. I’ll be there when you want me. Above and beyond…" – Jon Lord spricht in der Gestalt von Ian Gillan aus dem Jenseits zu uns. Der Text von "Above and beyond" ist eine wunderbare Idee und für mich zugleich der emotionale Höhepunkt eines Albums, das die Bezeichnung "Meisterwerk" wahrlich verdient.
Mich erstaunt die musikalische Bandbreite, die Deep Purple auf "Now What?!" bieten. Natürlich muss niemand auf die typischen Purple-Trademarks verzichten, aber trotzdem klingt das Album insgesamt doch anders als alles, was Deep Purple bislang veröffentlicht haben. Klingt so, als hätte die Band sich nochmal neu erfunden.
Deep Purple haben den Herbst ihrer einzigartigen Karriere längst erreicht und man fragt sich, warum die Band auf "Now What?!" so motiviert klingt, als würde ihre Karriere gerade erst beginnen. Nach allem, was ich bislang in Interviews gelesen habe, dürfte Starproduzent Bob Ezrin derjenige sein, dem dieses Kunststück gelungen ist. Er hat die Band ermutigt, ihre Livequalitäten auch im Studio zu nutzen. Und das hört man! Die Band klingt unheimlich relaxt, sprüht vor Spielfreude und ist experimentierfreudig wie selten zuvor. "Now What?!" beinhaltet meiner Meinung nach keinen einzigen Füller. Wann hat es das zum letzten Mal auf einem Purple-Album gegeben?
Bob Ezrin ist es auch zu verdanken, dass Deep Purple endlich auch klangtechnisch in der Neuzeit angekommen sind. Der Vorgänger "Rapture of the Deep" war klanglich gesehen eine Katastrophe und einer Band wie Deep Purple nicht würdig. Auf "Now What?!" gibt es hingegen das volle (Sound-)Brett!
Ezrin hat bei allen Songs kompositorisch mitgewirkt. Ist das schlimm? Nein, denn er war "nur" Mitkomponist und hat mit seinem Musikverständnis dafür gesorgt, dass die Songs rund werden. Wenn auf diese Weise ein so starkes Album wie "Now What?!" entsteht, soll mir das nur recht sein! Ezrin hat Gillan & Co. auch klar gesagt, welche ihrer Ideen funktioniert und welche nicht. Wie gut, dass die Jungs ihre Egos soweit im Griff hatten, Ezrin im Studio als Boss zu akzeptieren. Das ist ihnen mit Sicherheit zum Teil nicht leicht gefallen, aber wenn sie nun das Endprodukt hören, werden sie wissen, wie hilfreich es doch sein kann, gelegentlich über den eigenen Schatten zu springen.
Apropos Schatten… Dass jeder Deep Purple-Musiker auf seinem Gebiet eine Koryphäe ist, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Dennoch möchte ich zwei von ihnen besonders hervorheben: Zum einen Don Airey! Sein Spiel, seine Ideen und seine Soundvielfalt auf "Now What?!" beeindrucken mich sehr. Es ist an anderer Stelle schon häufiger erwähnt worden, aber ich erwähne es trotzdem auch nochmal: Mit dieser Leistung tritt er endgültig aus dem langen Schatten des wunderbaren Jon Lord.
Zum anderen Ian Gillan! Dass dieser Mann es auch im für Rocksänger fast schon biblischen Alter von 67 Jahren immer wieder schafft, für Gänsehautmomente zu sorgen, ist schon erstaunlich. Die Klangfarbe seiner Stimme ist nach wie vor einzigartig. So gut wie auf "Now What?!" hat er schon lange nicht mehr gesungen. Man hört deutlich, wie viel Spaß ihm die Arbeit an dem Album bereitet haben muss.

Die Zeit bleibt nicht stehen und es könnte das letzte purple‘sche Studiowerk gewesen sein, was ich natürlich nicht hoffe. Sollte es aber so sein, dann hätten sie einen fulminanten und mehr als würdigen Schlusspunkt gesetzt.

Five stars for five stars!
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am 29. Juni 2014
Völlig unbemerkt schleicht sich da eine neue Platte von Deep Purple an. Und ist gut. Richtig gut. Irgendwie neu und irgendwie auch immer. Wenn man sich so treu bleiben und dabei trotzdem so gut neue Elemente einbauen kann ist man wirklich klasse. Deep Purple hat das mit diesem Album geschafft.
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am 21. Oktober 2014
Ich freue mich, wenn Rockdinosaurier mal wieder was rausbringen. Immer noch besser, als was ich sonst so im Radio geboten bekomme und handgemachte Mukke. Einen alten Baum verpflanzt man nicht und Ian Gillan muss das tun, was er kann. So what's wrong with that Progrock ?
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