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142 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dedicated to Jon Lord (Innencover)
Huch, da ist sie schon angekommen, die neue Scheibe von Deep Purple. Dank Vorbestellung einen Tag vor dem offiziellen Erscheinen. Das hat schon mal super geklappt. Nachdem „Rapture Of The Deep“ vor 8 Jahren (!) bei mir nicht richtig zündete, hatte ich erst einmal kleine Zweifel, als ich den aktuellen Silberling samt Hülle in den Händen hielt...
Vor 19 Monaten von Sarandanon veröffentlicht

versus
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Polarisiert
Ich habe es sehr positiv aufgenommen, dass sich soundtechnisch viel getan hat im Vergleich zu den bisherigen Studio-Alben. Gefallen hat mir, dass mit durchaus guten Ideen und Ambitionen musiziert wird und das auf einem instrumentalen Niveau, das in der Rock-Szene nach wie vor absolut top ist. Ebenso finde ich es toll, dass auch ganze Passagen vollkommen improvisiert...
Vor 10 Monaten von Phoenix veröffentlicht


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142 von 162 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dedicated to Jon Lord (Innencover), 26. April 2013
Von 
Sarandanon (Schortens, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Huch, da ist sie schon angekommen, die neue Scheibe von Deep Purple. Dank Vorbestellung einen Tag vor dem offiziellen Erscheinen. Das hat schon mal super geklappt. Nachdem „Rapture Of The Deep“ vor 8 Jahren (!) bei mir nicht richtig zündete, hatte ich erst einmal kleine Zweifel, als ich den aktuellen Silberling samt Hülle in den Händen hielt. Aber gerade wegen der Vorab-Single „All The Time In The World/Hell To Pay“, die mir schon sehr gefiel, hatte sich bei mir trotzdem sehr viel Vorfreude aufgebaut. Jetzt höre ich das Werk schon seit gestern Nachmittag rauf und runter und, was soll ich sagen: Ich bin einfach begeistert.
Man darf und will vermutlich von den schon älteren Herren sicherlich keine Neuerfindung ihrer Musik erwarten. Gott sei Dank ist es auch nicht so. Aber in einer gewissen Weise ist „Now What?!“ eben doch anders. Es mag an Bob Ezrin und seiner einfühlsamen Produktion liegen. Und auch im Songwriting hat sich imho was getan: Nicht mehr ganz so „technisiert“ wie auf den letzten vier Alben, trotzdem mit überraschenden Wendungen ausgestattet und Ians Stimme ist einfach besser in die Songs eingebettet. Er verzichtet größtenteils auf die Quälerei, unbedingt die nicht mehr vorhandenen Höhen zu erreichen und nun kommt seine fantastische Stimme wieder richtig zu der ihr gebührenden Geltung. Trotz seiner 68 Lenze ist er immer noch ein herausragender Rocksänger. Außerdem sind die Gesangslinien weitaus melodiöser, ja einfach passender, geraten, Dons Hammondsound liegt schwer und gleichzeitig leicht wie ein robuster Klangteppich unter den Songs (seine Solos sind dabei göttlich), Ian Paice und Roger sind wie immer die Garanten des Dampfhammers (Tipp:“ Body Line“). Steves Gitarrenspiel ist in der Begleitung gewohnt genial virtuos sowie mit abwechslungsreichen Solis geschmückt aber dabei absolut songdienlich und er bringt natürlich wieder die nötige Härte mit ein – feinsinnig abgestimmt mit Dons Hammond. Strophen und Refrains sind insgesamt sehr viel besser und eingängiger kombiniert als bei den jüngsten Alben.
Was man hört ist qualitativ hochwertige und abwechslungsreiche Rockmusik. Mit mit „A Simple Song“ geht’s erst einmal ruhig los. Der Song baut in seinem Verlauf allerdings einen spannenden und hämmernden Mittelteil auf, um dann wieder ruhig zu enden. „Hell To Pay“, All The Time In The World“ (sehr entspannt auch im Text) und „Body Line“ zeigen sich in fantastischer Weise einfach und sehr straight, während andere Songs wie “Weirdistan”, “Above And Beyond”, “Out Of Hand”, „Beyond From A Stone” (mit bluesigem Wurlitzerpianosound) oder “Vincent Price” sich sehr abwechslungs- und spannungsreich und rockig gestalten. Bei letzterem kann ich mich sehr gut in einen der alten Edgar-Allen-Poe-Verfilmungen mit dem guten Vincent hineinversetzen.
Insgesamt erinnert mich “Now What?!” sehr stark an mein Lieblingsalbum “Perfect Strangers”, ohne dass dieses abgekupfert wurde. Die DVD enthält ein interessantes Interview und die Tracks der Vorabsingle, allerdings ohne „Hell To Pay“. Wer kein sammelwütiger Fan ist, kann darauf verzichten. Der Preis ist für diese LE trotzdem absolut angemessen.
Seht es mir bitte nach: Ich muss zugeben, dass ich absolut voreingenommen bin und halte dieses Album für einen wahrhaftigen Geniestreich der fünf „Altrocker“. Ich bin nun seit 28 Jahren Anhänger dieser fantastischen Gruppe und dieses Werk hat meine Überzeugung noch verstärkt. Ich bin überzeugt, echte Deep Purple Fans werden sich in diesem Album wiederfinden und sich daran mehr als erfreuen. So, jetzt warte ich noch mit Spannung auf Black Sabbaths „13“. Was für ein Jahr für den geneigten Classic Rock Anhänger!!
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46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königlicher Hard-Rock, 27. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Deep Purple legen mit What Now?!" nochmal ein großes Album vor. Ihr bestes Werk seit Purpendicular" aus dem Jahr 1996. Die aktuelle Besetzung mit Steve Morse und Don Airey hat mit Bob Ezrin den richtigen Produzenten gefunden, der einen süffigen Breitwandsound kreiert hat, der die in Jams entstandenen Stücke wie live-Aufnahmen klingen lässt.
Die Musik fließt angetrieben von Glovers Groove und dem swingenden Schlagzeug von Ian Paice und bietet genug Raum für sehr inspirierte und immer überraschende Soli des Gitarren-Genies Steve Morse und vor allem von Don Airey. Er ist der Star des Albums, dominiert im positiven Sinn die meisten Stücke und spielt eine Hammond, die schon gespenstig nah an den Originalsound von Jon Lord herankommt. Lord ist das Album gewidmet (Souls having touched, are forever entwined.") und man meint seine Anwesenheit zu spüren, die Band spielt in seinem Geist.
Bis auf das letzte Stück Vincent Price" (als Vampir-Song sehr am Zeitgeist orientiert) und den Bonus Track "It`ll be me" läuft das Album wie ein musikalisches Konzeptalbum über 50 Minuten in selten gehörter Präzision und emotionaler Intensität ab. Was sich auf den letzten Alben angedeutet hat, ist bei What Now?!" Realität geworden: die Lyrics spielen bei Deep Purple eine ungewohnt wichtige Rolle. Losgelöst von einfachen Strophe-Refrain-Songs haben die Lyrics eine durchgehende Bedeutungsebene, wobei der zentrale Begriff time"/Zeit ist. Gleich der Beginn mit A Simple Song" greift dieses Motiv auf (Time it doesn't matter. But time is all we have to think about"). Und das auch als Single erschiene 10. Stück der Cd All the Time in the World" spielt mit diesem Motiv.
Die Lyrics sind interessant auch unabhängig von der Musik - Roger Glover und Ian Gillan haben hier Deep Purple eine neue Dimension eröffnet.
Die Musik klingt wie beschrieben nach live-Atmosphäre und enthält neben den Purple-typischen Hard-Rock-Elementen deutliche Prog-Anleihen. Die 70ziger Riesen Yes, Genesis, ELP und (ja Bob Ezrin hat produziert!) Pink Floyd werden stilistisch zitiert, dies wirkt aber nie aufgesetzt oder gar peinlich, es ist einfach das musikalische Umfeld von Deep Purple aus ihrer Glanzzeit, das wie selbstverständlich integriert wird.
Noch ein Wort zu Ian Gillan: sein Gesang klang schon lange nicht mehr so gut, so inspiriert und sicher. Es scheint so, dass Bob Ezrin mit seiner Produktion dafür gesorgt hat, dass das Songmaterial zum Sänger und seiner Stimme anno 2012/2013 passt. Keine unnötigen Schreie und keine zu hohen Passagen mehr, stimmige Tonlagen und ein ausdrucksstarker Gesang, der Gillan noch immer als einen herausragenden Vokalisten des klassischen Rock ausweist.
So bietet What Now?!" königlichen Hard-Rock - ganz so wie es im Song Uncommon Man" heißt: Yes it's good to be king."
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55 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Purple forever!!, 27. April 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Als freischaffender Musikjournalist (48) für das Schweizer Metal Webzine Metal METAL FACTORY habe ich die offziellen Promo-Files schon anfangs April erhalten, als Vorbereitung zum Interview mit Ian Paice am 9. April und der CD-Review für den Monat April. Müssig zu erwähnen, dass «NOW What?!» mit grossem Abstand zum Sieger des Monats gekürt wurde.

Wer sich die ganze Rezi zu Gemüte führen möchte, kann sich diese gerne bei metalfactory.ch in Ruhe anschauen..., und geniessen! Als Purple-Fan der ersten Stunde und mit «In Rock» als wegweisendes Album für meinen heutigen Musikgeschmack, muss man sich vielleicht eine gewisse Befangenheit (im positiven Sinne!) nachsagen lassen, aber damit kann ich ganz gut leben.

Mittlerweile habe ich das neue Meisterwerk schon bald 40 Mal durchgehört und jedes Mal, wenn es zu Ende ist, will man gleich wieder an den Anfang zurück. Das sagt wohl alles und während ich diese Zeilen schreibe, läuft natürlich die richtige Musik dazu im Hintergrund. Meines Erachtens gibt es eigentlich kein schlechtes Album von Deep Purple, sondern für jede Dekade entsprechende Höhen wie Tiefen und vor allem Vieles für die Ewigkeit!

Dass «NOW What?!» 45 Jahre nach «Shades Of Deep Purple» aber derart gut wird, hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu glauben gewagt! In erster Linie ist es wohl Producer Bob Ezrin zu verdanken, der hier entscheidend zu diesem brillanten Resultat beigetragen hat. Dazu gehört in erster Linie, dass Steve Morse im vernünftigen Rahmen zurück gebunden wurde und dennoch seinen Stil einbringen kann. Die spürbaren Vibes von «In Rock» und «Perfect Strangers» wurden zudem mit ein paar progressiven Elementen (Genesis, ELP, Jean Michel Jarre) ergänzt, was vor allem auf Don Airey zurück geht. Die musikalische Verneigung vor Jon Lord hätte insgesamt nicht treffender ausfallen können!

Dann natürlich Ian Gillan, der (z. B. bei «Above And Beyond») unglaublich frisch klingt und das hoffentlich auch live bringen wird. Wer das letzte Gillan Solo-Werk «One Eye To Morocco» mag, wird die ruhigen und fluffigen Parts von «Blood From A Stone» mit einem zufriedenen Lächeln quittieren. Und über Paice/Glover noch gross was zu sagen, heisst Eulen nach Athen tragen. Selten hat das Rhythmus-Gespann so transparent auf den Punkt gespielt. Bestes Beispiel ist neben dem eben erwähnten «Blood From...» der zweite Song «Weirdistan», wo bis auf die letzte Sekunde alles passt!

Das erachte ich überdies als die grosse Stärke von «NOW What?!» und widerspiegelt auch die Aussage von Ian Paice im Interview, warum der eine Song eben nur vier Minuten und der andere halt sieben Minuten dauert. Das Geniale aber ist, dass einem die Songs wegen dem total fliessenden Aufbau stets zu kurz erscheinen und gefühlt immer zu schnell zu Ende sind. Was dann resultiert, heisst folgerichtig "replay" und ich freue mich jetzt schon diebisch auf das bestellte Vinyl, das danach durch das Gespann Thorens/Cambridge Audio und Acoustic Energy die Nachbarn heftigst fordern wird!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach wie vor eine Referenzband, 15. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Now What ?! (Audio CD)
"Now What?!" ist das beste Album der britischen Hardrock-Institution seit gefühlten Ewigkeiten, nachdem der Vorgänger "Rapture Of The Deep" ein wenig unspektakulär und weniger inspiriert geklungen hatte. Wobei selbst hierbei einige starke Momente zu finden waren, für die andere Bands mindestens einen kleinen Finger geopfert hätten.

Das neue Album "Now What?!" kann jedenfalls so ziemlich alles:
dies liegt vor allem daran, dass Steve Morse in einer ganz eigenen Liga und Altmeister Blackmore an die Wand und zurück spielt.
Dazu Don Aireys geschmackvolle Keyboard-Sounds, die Altmeister John Lord (RIP!) alle Ehre machen, ohne diesen dabei zu imitieren oder an dessen Denkmal zu kratzen.
Darüber hinaus mit Roger Glover und Ian Paice ein (respektive DAS!) Rhythmus-Tandem, das sich stets blind zu verstehen scheint und ein grundsolides Fundament legt, das jedem Erdbeben standhalten kann.
Wäre da noch Ian Gillan: freilich ist der Gute im gesetzteren Alter nicht mehr in der Lage, an seine Gesangsleistungen aus den 70er Jahren anzuknüpfen, verbreitet aber immer noch ein Charisma, dem man sich nicht entziehen kann.

Macht summa summarum ein rundum gelungenes Album, bei dem man mit jedem Hören mehr entdeckt und das daher jedem Rockfan wärmstens ans Herz gelegt werden sollte.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Polarisiert, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Ich habe es sehr positiv aufgenommen, dass sich soundtechnisch viel getan hat im Vergleich zu den bisherigen Studio-Alben. Gefallen hat mir, dass mit durchaus guten Ideen und Ambitionen musiziert wird und das auf einem instrumentalen Niveau, das in der Rock-Szene nach wie vor absolut top ist. Ebenso finde ich es toll, dass auch ganze Passagen vollkommen improvisiert eingespielt wurden (z.B. bei "Uncommon Man"). Für mich ist das der Inbegriff von handgemachter (Rock-)Musik. Obwohl es mich gesanglich nicht vom Hocker gerissen hat, besitzt Gillan auf diesem Album mehr Wiedererkennungswert als auf den Alben der letzten Jahre. Ich bin der Meinung, dass er aus dem "Rockschuh" schon lange herausgewachsen ist.

Deep Purple hat dennoch zwei Probleme: den Bandnamen und die Tatsache, dass kein wirklich herausragender Songschreiber vorhanden ist. Aufgrund des Namens wird man immer mit seinen Heydays verglichen und ist stilistisch eingeschränkt. Die beiden Virtuosen Airey (Keboards) und Morse (Gitarre) sind durchaus in der Lage, ihre anspruchsvollen Ideen in ein ansprechendes Gewand zu verpacken. Es ist ihnen auch hoch anzurechnen, dass sie versuchen, den Deep Purple-Sound am Leben zu erhalten, was ihnen stellenweise auch gelingt (!). Aber ihr Zugang zur Musik ist ein völlig anderer und ein sehr kopflastiger obendrein. Deep Purple hat sich immer durch eine gewisse Simplizität ausgezeichnet. Die Riffs und Begleitungen gingen sehr einfach ins Ohr und erst als man versucht hat, das eigentlich einfach klingende Stück nachzuspielen, kam man dahinter, wie viel Finesse da drin steckt - d.h., dass da mehr Substanz vorhanden war, als man zunächst gedacht hätte. Mit den Songs, die instrumental hauptsächlich von Airey und Morse stammen, verhält es sich meistens genau umgekehrt. Man sucht neben dem einmal mehr und einmal weniger inspirierten Spiel vergebens nach wirklicher Substanz - worin aber die eigentliche Schwierigkeit und Herausforderung zu suchen ist. Das ist in meinen Augen die Hauptursache, warum erstmals ein Außenstehender (der Produzent Ezrin) überall am Songwriting beteiligt war und man auch auf den letzten Alben kaum einen Song mit Hitpotential veröffentlicht hat. Es ist auch nicht verwunderlich, dass "Vincent Price" - ein Song, der von Alice Cooper stammen könnte (in wie weit der tatsächlich von Ezrin ist, sei dahingestellt) - zur Hitsingle avanciert ist. Dieser Song passt weder zum Rest des Albums, noch zur Musik von Deep Purple.

Auch, wenn die obigen Zeilen einen anderen Eindruck vermitteln, habe ich mich trotzdem über das Album sehr gefreut und finde es bewundernswert, was Deep Purple hier auf die Beine gestellt hat. Man kann halt nicht alles haben ...
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist ein gutes Rockalbum?, 20. Juni 2013
Von 
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Vor allem: wer hat den grössten Anteil daran? Die Musiker? Die Komponisten? Oder vielleicht doch der Produzent? Ehe jetzt alle über mich herfallen und meinen, dass das nicht mehr Deep Purple seien: vor rund 40 Jahren hiess der Produzent Martin Birch. Der Mann war seinerzeit der absolut Beste im Hardrockbereich und er produzierte mit DP......Machine Head.

Heute heisst dieser Mann Bob Ezrin. Klar DER Ezrin. Wer kennt nicht die grandiosen Erfolge mit u.a. Alice Cooper? Dabei kann der Mann auch noch mehrere Instrumente spielen. Aber das Beste an ihm: er kitzelt aus (fast) allen Stars und Sternchen das Maximum heraus. Sicherlich ist er sehr viel an der Platte beteiligt, und sei es auch nur am absolut fantastischen Sound. Doch ist das ein Verbrechen? Ist es verboten eine Platte zu produzieren, die einfach nur gut unterhalten will??

NOW What? kann das, ohne den geringsten Zweifel. Stünde nicht DP auf der Hülle, sondern XYZ: ich hätte die Platte sofort gekauft. Jetzt erzähl mir keiner was von Blackmore oder Lord (Gott ermögliche es ihm, seine Hammond jeden Tag zu spielen, denn ich bin ein sehr grosser Fan von ihm). Fakt ist aber, dass er nicht mehr lebt, und schon vor über 10 Jahren bei DP ausstieg. Und die Welt dreht sich immer weiter.

Geht man mal ganz unvoreingenommen an die Sache ran, dann ist NOW ein bemerkenswertes Hardrockalbum, teilweise unheimlich straight, teils sogar bis in den Progbereich übergehend (aber war das "Child in time" nicht auch schon?). "Weirdistan", grandios, "Hell to pay", darauf wären viele Bands stolz, so einfach geht Musik, "Vincent Price" nicht zu toppen......

Fazit: die aktuelle Band Deep Purple braucht sich, trotz vieler Falten im Gesicht, nicht zu verstecken. Die Konzerte können kommen, hoffentlcih mit einigen Songs dieses Albums.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ auf ganz besondere Art..., 28. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Deep Purple waren und sind immer eine meiner (wenigen) Lieblingsbands gewesen. Das neue Album hat mich überrascht; es ist im Grunde das vielschichtigste Werk dieser Gruppe überhaupt. Deutliche "Anleihen" erkennt man durchaus wie auf dem Sticker auch bemerkt, "Perfect Strangers" schimmert immer mal durch...
Auch habe ich mich bei zwei Titeln an "Emerson Lake & Palmer" erinnert, und man muß den ausnahmslos guten Songs die Zeit geben, zu wirken. Wenn man neue Titel hört, brauchen sie eine Weile, bis sie sich im Ohr fest setzen und von daher werde ich dieses Album noch sehr oft hören. Ian Gillan singt solide und hervorragend, auch wenn viele meinen, seine Stimme wäre "schwächer" geworden, ist sie nicht, sie ist gealtert, und das ist vollkommen normal. Jedenfalls passt das alles sehr gut zusammen, auch Steve Morse trägt erheblich dazu bei, das es so klingt wie es soll, nämlich nach Deep Purple. Und trotzdem ist es eine Band, die mit "Mark II" keine Vergleiche scheuen braucht, außerdem bringt es überhaupt nichts, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Ich selbst bin durchaus sehr kritisch und berufe mich gerne auf "glorreiche Zeiten", aber ist es realistisch, eine CD von 2013 mit einer LP von 1971/1972 zu vergleichen ? Tut man es trotzdem muß man neidlos anerkennen, das hier 5 gestandene Musiker ein Top-Album abgeliefert haben und ob es nun gefällt oder nicht ist letztlich Geschmackssache. Aber keinesfalls ist es richtig, an der Qualität dieses Albums rumzumäkeln. Auch der Klang ist sehr harmonisch und ausgewogen. Es ist mit sicherheit kein "Heavy Rock Album", aber es bietet ausnahmslos hochkarätige Rockmusik vom Allerfeinsten.
Ein Vergleich zu "Made in Japan" ist albern, hier spielt eine Band von HEUTE, es ehrt die Musiker immer, mit dieser Zeit verglichen zu werden, aber sie haben sich weiter entwickelt, als Musiker und als Menschen, und das haben die Hörer ja auch. Ich freue mich schon auf das nächste "Durchhören ohne Scip-Taste", die braucht man nicht.
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4.0 von 5 Sternen Und jetzt? - Es geht weiter, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Now What?! [Vinyl LP] (Vinyl)
In der nun schon 8. Band-Konfiguration spielte man nach dem Tode John Lords mit „Now What?!“ das nunmehr 19. Studio-Album und das dritte ohne John Lord ein, welches die Band diesem auch gleich widmete. Da ich der einschlägigen Musikfachpresse selbst eher fern bleibe lese ich nun in der Wikipedia, dass der SWR4 das Depp Purple hier "einen neuen Meilenstein der Rockmusik produziert" hat. Nur gut, dass ich das ganze erst gelesen hatte, als ich das Album ohnehin schon einmal durchgehört hatte und so ohne große Erwartungen an das Album, dass mit zwei schwarzen Scheiben im Gatefold daher kommt, gehen konnte.

Und so hielt es auch das Album selbst, als mit "A Simple Song" der erste Track anlief war ich doch ein wenig über die Ruhe überrascht (und die recht leise Aufnahme der LP selbst, sodass ich den Verstärker gleich mal ein paar Schritte höher als normal aufdrehte), die der Song ausstrahlte. Erste der dritte Track "Out Of Hand" wollte mir mit seinen Riffs so richtig gefallen. Technisch fiel mir leider in den ersten drei Tracks negativ auf, dass in den lauteren Passagen die Stimme von Ian Gillan gerne mal verloren geht. Jedoch hat man das Gefühl, dass sich dieses Problem mit dem voranschreiten der Titelnummern legt und sich das Bild immer homogener zusammenfügt. Fakt ist, man hört den Mannen von Deep Purple in jedem Titel die spielfreude an und es drängt sich nie verdacht auf, dass hier wohl jemand Geld benötigt hat. Im Rahmen der musikalischen Tiefe hat mich "Blood From A Stone" am meisten berührt und stellt für mich einen der Höhepunkte des Albums dar.

Generell vermag ich den Sound in die Geschichte von Deep Purple nicht einzuordnen, da die einzigen weiteren Alben die ich besitze "The Book Of Taliesyn" und "Deep Purple in Rock" sind. Im Vergleich hierzu wirkt das aktuelle Album erwachsener, aber auf keinen Fall weniger experimentierfreudig. Spieltechnisch werden die Musiker sich wohl auf einen weiteren Höhepunkt Ihres Schaffens befinden, vielleicht auch durch die bereits angesprochene Spielfreude liegen dürfen. Produzent Bob Ezrin hat definitiv eine großartige Entscheidung getroffen, die Musiker gemeinsam ins Studio zu schicken. Rundum ein starkes Album mit vielen guten Riffs und leider gefühlt wenig Orgel-Action.

Zum Schluss die Frage nach der "Austattung", was darf man eigentlich erwarten von einer Doppel-LP die bummelige vier Euro über dem Preis der Limited Edition CD liegt, welche vom Tracklisting inhaltsgleich ist. An manchen Stellen mehr, an manchen leider weniger. Das Gatefold-Cover kam bei mir (auf dem Postweg) leider gleich leicht durchstoßen an, oben am Rand des Covers versuchte sich das Vinyl ein wenig rauszudrücken. Gleiches natürlich bei den bedruckten Sleeves, welches im übrigen nett gestaltet sind, jedoch nicht unbedingt das Highlight bieten. Ich schiebe die Beschädigung auf den Postweg, wobei ich hierbei auch anmerken möchte, dass es sich um die erste LP handelt, die beschädigt bei mir ankam. Insgesamt ist das Cover jedoch schlicht und ansprechend gestaltet. Auch wenn der Karton dicker sein könnte, immerhin finden zusätzlich zu den ungefütterten Papiersleeves noch Ersatz-Sleeves ohne Probleme platz. Die Pressqualität der beiden Scheiben geht in eindeutig in Ordnung, ich konnte zwar ein, zwei Knackser auf der ersten Seite feststellen, würde dies jedoch auf die eher mangelhafte Knosti-Wäsche schieben.

Rundum kann ich das Album, wenn auch von der Abmischung vielleicht nicht auf höchsten Niveau, rundum empfehlen. Für gefühlt kleines Geld gibts abwechslungsreichen Deep Purple- Rock auf die Ohren und seien wir doch mal ehrlich, bei richtigem Rock muss das Gefühl stimmen und ist wichtiger als die Abmischung.

Und für die, die es interessiert, dass komplett aufgenommene WAV-File hat einen Dynamic Range Wert von 14. Wuhuu!
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Rente mit 67, 26. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
Jetzt halte ich es in der Hand, das lange erwartete Album der Heroen meiner Jugend. Aber mit der Musik von damals hat das nahezu nichts mehr gemein und die Frage ist, ob es nun nach fast 8 Jahren ohne neues Studio-Album der letzte Mosaikstein im Alterswerk sein wird, immerhin sind die Herren in der Mehrzahl schon tief in den 60er Lebensjahren, Ian Gillan z.B. 68. Aber bei Deep Purple weiss man ja nie, und ich kenne kaum eine Band, sofern sie überhaupt noch existiert, die sich immer wieder so neu erfunden hat. Die albumlose Zeit seit Rapture in the Deep" (2005) wurde durch ausgiebiges Touren gefüllt und z.B. mit der Live in Montreux 2011 auch eine durchaus beachtenswerte Scheibe abgeliefert, mit einem ganz eigenen Verständnis von Orchestereinsatz, ganz im Gegensatz zu Jon Lord, dem inzwischen verstorbenen Orgel- und Orchestermeister der frühen Jahre, dem dieses Album im übrigen gewidmet ist. Er wurde bereits 2002 bei den Aufnahmen zum Album Bananas von Don Airey ersetzt, der inzwischen ganz eigene Akzente setzt, ebenso wie Gitarrenhexer Steve Morse, der schon 1995 für den damals endgültig ausgeschiedenen Ritchie Blackmoore kam. Beide ersetzen" aber de facto niemand, sondern bringen ihre eigene Persönlichkeit und Kreativität ein und haben den Sound komplett umgekrempelt. Es ist inzwischen so, dass Deep Purple bei Live-Auftritten ihre eigenen Welthits eher interpretiert, nicht 1:1 nachspielt. Genau das macht vielleicht auch den Reiz aus und unterscheidet sie von anderen altgedienten Rockbands, wie z.B. den Rolling Stones.
Und in diesem Stil geht es auch frisch hinein in das neue Album, Now What?!" betitelt, das man als Weiterentwicklung von Rapture in the Deep" und Live in Montreux 2011" sehen kann. Eine Gitarre á la Blackmoore sucht man vergeblich, das neue Album kommt mit wuchtigem Gesamtsound daher, bassbetont und orchestral. Don Airey zieht an den Keyboards in wahrsten Sinn alle Register, die Soli von Gitarre und Orgel brechen nur kurz hervor. Dafür sind aber die Songs vielschichtig und nicht vorhersehbar, klassische Muster nur selten zu finden. Gillans Stimme ist endgültig in den 60er Lebensjahren angekommen und fühlt sich dort wohl, Morse ist gewohnt virtuos, und über Paiceys Drumming muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Wenn einer neben Airey einen grossen Ruck nach vorn gemacht hat, dann Roger Glover, der sein Bass-Spiel noch mal enorm weiterentwickelt hat. Mit Bob Ezrin als Produzent (The Wall) hat man sich auch einen der Grossen der Branche geholt. Im Booklet sind die Texte als Stories" abgedruckt, Gillan hat inzwischen das Vers-Mass aufgegeben und wird sehr literarisch, das Thema Zeit wird in vielen Facetten auf dem Album behandelt, ist fast so ein bischen der rote Faden. Musikalisch ist das Album auch recht facettenreich, mit Anlehnungen an viele Grössen der Szene (Doors, Pink Floyd, ELP), aber natürlich auch der Besinnung auf eigene Stärken. Vielleicht tatsächlich eine Art Abschied/Vermächtnis, ähnlich wie Jon Lord's Concerto letztes Jahr.

Hier eine kurze Übersicht der Tracklist, insgesamt gefallen mir eher die ruhigen Sachen besser:

1) A Simple Song: 2 min lang ein sehr leises Intro, dann legt die Band urplötzlich laut und hart, mit nahöstlichem Touch los.

2) Weirdistan: Interessant mit Synthybass (Glover) und auch ansonsten viel Synthesizersound (Airey), sowie überraschendem Schluss (Anspiel-Tip).

3) Out Of Hand: Sphärische Synthyklänge, orchestral.

4) Hell To Pay: Schnelles Stück, mit nervigem Gillan, viel Hammond, Shouter.

5) Body Line: Typischer Midtempo-Rocker der Morsezeit, eingängiger Refrain, schönes Morse-Solo (Anspiel-Tip).

6) Above And Beyond: Bass / Keyboards kommen orchestral daher, ein bischen wie ELP oder auch van Halen, ruhiger Gesang.

7) Blood From A Stone: Könnte von einem Doors-Album kommen, allerdings mit einem DP-like Refrain, ungewöhnlich ein Solo mit E-Piano und Slide Guitar, langsam, Jazz-Einflüsse (Anspiel-Tip).

8) Uncommon Man: Zunächst leise, später zwar kräftige, aber ruhige Gitarre im Stil von Contact Lost (Bananas), erinnert an Pink Floyd, orchestrale Keyboards (Anspiel-Tip).

9) Après Vous: Normaler DP-Rocker im Morsestil, viel Bass, darüber Streicher (Keyb), Filmmusik-Feeling (Anspiel-Tip).

10) All The Time In The World: Das ist die vorab ausgekoppelte Single, durchaus mit kleinen Hitpotential (in der heutigen Medienlandschaft natürlich relativ), auch eher ruhig, aber rhythmisch (Fuss-Wippen) und eingängig (Anspiel-Tip).

11) Vincent Price: Eine Bach-mässige Einleitung von Airey geht in einen Rocker über, ein Schrei und ein Feuerwerks-Donner am Schluss (wie bei "The Battle Rages On").

12) It Will Be Me (Bonustrack): Nur auf der Limited Edition vorhanden, midtempo 12-Takt-Blues, einzige Fremdkomposition auf dem Album (Jack Clement).

Insgesamt 4 Sterne, weil für 5 Sterne einfach das geniale Einzelne oder auch Ganze fehlt. Aber Hut ab vor dem Lebenswerk der 5, die uns wahrscheinlich auf der geplanten Tournee noch viel Freude bereiten werden; am 02.11. kommen sie auch in meine Stadt.
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16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Now What?!“ - Ein in dieser Form unerwartetes Meisterwerk!, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Now What?! (Limited Edition) (Audio CD)
"I may be leaving. But I won’t be gone. I’ll be there when you want me. Above and beyond…" – Jon Lord spricht in der Gestalt von Ian Gillan aus dem Jenseits zu uns. Der Text von "Above and beyond" ist eine wunderbare Idee und für mich zugleich der emotionale Höhepunkt eines Albums, das die Bezeichnung "Meisterwerk" wahrlich verdient.
Mich erstaunt die musikalische Bandbreite, die Deep Purple auf "Now What?!" bieten. Natürlich muss niemand auf die typischen Purple-Trademarks verzichten, aber trotzdem klingt das Album insgesamt doch anders als alles, was Deep Purple bislang veröffentlicht haben. Klingt so, als hätte die Band sich nochmal neu erfunden.
Deep Purple haben den Herbst ihrer einzigartigen Karriere längst erreicht und man fragt sich, warum die Band auf "Now What?!" so motiviert klingt, als würde ihre Karriere gerade erst beginnen. Nach allem, was ich bislang in Interviews gelesen habe, dürfte Starproduzent Bob Ezrin derjenige sein, dem dieses Kunststück gelungen ist. Er hat die Band ermutigt, ihre Livequalitäten auch im Studio zu nutzen. Und das hört man! Die Band klingt unheimlich relaxt, sprüht vor Spielfreude und ist experimentierfreudig wie selten zuvor. "Now What?!" beinhaltet meiner Meinung nach keinen einzigen Füller. Wann hat es das zum letzten Mal auf einem Purple-Album gegeben?
Bob Ezrin ist es auch zu verdanken, dass Deep Purple endlich auch klangtechnisch in der Neuzeit angekommen sind. Der Vorgänger "Rapture of the Deep" war klanglich gesehen eine Katastrophe und einer Band wie Deep Purple nicht würdig. Auf "Now What?!" gibt es hingegen das volle (Sound-)Brett!
Ezrin hat bei allen Songs kompositorisch mitgewirkt. Ist das schlimm? Nein, denn er war "nur" Mitkomponist und hat mit seinem Musikverständnis dafür gesorgt, dass die Songs rund werden. Wenn auf diese Weise ein so starkes Album wie "Now What?!" entsteht, soll mir das nur recht sein! Ezrin hat Gillan & Co. auch klar gesagt, welche ihrer Ideen funktioniert und welche nicht. Wie gut, dass die Jungs ihre Egos soweit im Griff hatten, Ezrin im Studio als Boss zu akzeptieren. Das ist ihnen mit Sicherheit zum Teil nicht leicht gefallen, aber wenn sie nun das Endprodukt hören, werden sie wissen, wie hilfreich es doch sein kann, gelegentlich über den eigenen Schatten zu springen.
Apropos Schatten… Dass jeder Deep Purple-Musiker auf seinem Gebiet eine Koryphäe ist, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Dennoch möchte ich zwei von ihnen besonders hervorheben: Zum einen Don Airey! Sein Spiel, seine Ideen und seine Soundvielfalt auf "Now What?!" beeindrucken mich sehr. Es ist an anderer Stelle schon häufiger erwähnt worden, aber ich erwähne es trotzdem auch nochmal: Mit dieser Leistung tritt er endgültig aus dem langen Schatten des wunderbaren Jon Lord.
Zum anderen Ian Gillan! Dass dieser Mann es auch im für Rocksänger fast schon biblischen Alter von 67 Jahren immer wieder schafft, für Gänsehautmomente zu sorgen, ist schon erstaunlich. Die Klangfarbe seiner Stimme ist nach wie vor einzigartig. So gut wie auf "Now What?!" hat er schon lange nicht mehr gesungen. Man hört deutlich, wie viel Spaß ihm die Arbeit an dem Album bereitet haben muss.

Die Zeit bleibt nicht stehen und es könnte das letzte purple‘sche Studiowerk gewesen sein, was ich natürlich nicht hoffe. Sollte es aber so sein, dann hätten sie einen fulminanten und mehr als würdigen Schlusspunkt gesetzt.

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Now What?! (Limited Edition)
Now What?! (Limited Edition) von Deep Purple (Audio CD - 2013)
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