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Kundenrezensionen

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am 19. Januar 2013
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Eine bodenständige, solide Geschichte basiert auf gut recherchiertem historischem Geschehen. Natürlich sind die Charaktere fiktiv aber sehr nah an die Realität angelehnt. Die Sicht auf die Geschehnisse ist aber nicht die üblich historische sondern die Perspektive der Landleute, die mit ihren Möglichkeiten versuchen diesen Kriminalfall aus dem Jahr 1440 zu klären. Besonders schwierig da es auch noch die Standesunterschiede gibt, da der Adel, da die Bauern die versuchen Aufklärung zu finden und tatsächlich vermeidlich Unterstützung vom Lehnsherr bekommen.
Diese schrecklichen Morde die offensichtlich völlig planlos zu sein scheinen und für die man keinen Grund erkennen kann. Viele Verdächtigungen, Tratsch und Vorverurteilungen und natürlich eine Liebe die zerbricht aber immer noch schwelt, auf eine harte Probe gestellt wird und natürlich obsiegt. Daneben die Kleriker die die Gunst der Stunde nutzen und versuchen daraus einen Vorteil für sich zu ziehen. Falsche Priester die zu Teufelsbeschwörung verführen, eine unglückliche Ehefrau, was unweigerlich in den Armen der Inquisition endet, heißt Prozess inklusive Folter, ausführlich beschrieben aber nicht angewendet. Zum Abrunden der Hintergrund der politischen Situation aus dem sich letztendlich auch die Morde klären.
Ein gelungener Roman, der im Anhang noch die geschichtlichen Daten bietet und ein Glossar in dem die verwendeten, heute nicht mehr gebräuchlichen Ausdrücke erklärt.
Auf jeden Fall lesenswert finde ich.
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am 2. März 2013
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Kurzbeschreibung: "Bretagne, 1440. Grausame Dinge geschehen in dem kleinen Dorf Saint Mourelles. Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Misstrauen und Angst machen sich breit und stellen die sonst so harmonische Dorfgemeinschaft auf eine harte Probe. Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, und der junge Bauer Mathis beschließen, den entsetzlichen Vorfällen auf den Grund zu gehen. Denn es gibt Spuren, und die führen zum nahegelegenen Schloss. Niemand ahnt, dass sich auch der Bischof von Nantes mit einer geheimen Untersuchung der Vorgänge einschaltet."

Eigentlich lese ich keine historischen Bücher, zumindest keine die früher als im 19. Jahrhundert spielen, da mich die Kurzbeschreibungen meistens relativ kalt lassen.
Dieses Buch jedoch hat mich, aufgrund des tollen Covers und der neugierig machenden Kurzbeschreibung sehr gereizt und somit hatte ich es ruck zuck in den Händen.

Catheline ist Haushälterin bei einem Pfarrer in der Bretagne. Sie steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Mathis. Als dieser bei einem Überfall zum Krüppel wird, zieht dieser den Antrag aber zurück, weil er für Catheline nicht mehr sorgen kann. Auf einmal verschwinden zwei Kinder aus dem Dorf und niemand weiß etwas darüber. Der Dorfpfarrer, Catheline und Mathis beginnen nach zu forschen, finden jedoch ebenfalls keine neuen Hinweise. Als immer mehr Einwohner des Dorfes verschwinden gerät auf einmal Catheline in das Fadenkreuz der Ermittlungen.

Der Prolog zieht den Leser direkt in die Geschichte und weckt große Erwartungen.

Der Schreibstil von Liv Winterberg ist absolut fesselnd. Auf den ersten Seiten des Buches passiert nicht besonders viel und es dauert relativ lange bis das Buch endlich an Fahrt gewinnt. Normalerweise würde mich das stören, doch weil der Schreibstil so toll ist, empfand ich es hier als absolut in Ordnung.

Gerade die zweite Hälfte des Buches ist einfach genial und super spannend. Man kann das Buch kaum noch aus den Händen legen und will unbedingt wissen wie es weitergeht. Das Ende ist der absolute Hammer.

Die Charaktere (besonders Catheline und Mathis) sind absolut sympatisch und gut gezeichnet. Man schließt sie sehr schnell in ihr Herz. Auch die Nebencharaktere sind authentisch und passen perfekt ins Bild.

Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat ist zudem, dass es auf einer wahren Begebenheit basiert. Im Buch findet man Hinweise zu dem geschichtlichen Hintergrund sowie ein Glossar mit ungewohnten (veralteten) Begriffen. Auch das Personenregister hat mir sehr gut gefallen, wie oft habe ich mich beim Lesen eines anderen Buches schon nach so einem gesehnt ;)

Fazit: Ich kann das Buch (auch Personen die normalerweise keine historischen Bücher lesen) nur wärmstens empfehlen!!!
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TOP 1000 REZENSENTam 12. Juli 2015
Bretagne, 1440: Das bisher so beschauliche Leben der Bewohner des Dörfchens Saint Mourelles gerät mehr und mehr aus den Fugen, als immer wieder Menschen verschwinden und viele von ihnen ermordet aufgefunden werden. Trauer, Angst und gegenseitige Schuldzuweisungen prägen von nun an den Alltag, einige Leute bemühen sich aber auch, Hinweise zusammenzutragen und den Hintergründen der Verbrechen auf die Spur zu kommen.
Vieles deutet darauf hin, dass der Täter im Umfeld ihres Lehnsherrn, des Barons Amede de Troyenne, zu suchen ist.
Der Dorfpfarrer informiert schließlich den Bischof von Nantes und dieser beauftragt – nicht ohne persönliche Hintergedanken – seinen Notar, die Vorgänge zu untersuchen.

Liv Winterbergs Roman ermöglicht es wunderbar, in vergangene Zeiten einzutauchen und die Lebenssituationen von Menschen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten nachzuvollziehen.

Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und durch den häufigen Wechsel der Erzählperspektive sowie des Schauplatzes kann man die unterschiedlichen Ansichten und Herangehensweisen der Protagonisten gut nachvollziehen und es entsteht eine interessante Dynamik. Man wird richtiggehend in die Geschichte hineingezogen und möchte immer weiterlesen.
Es wird viel Spannung aufgebaut und die nach und nach auftauchenden Indizien animieren zum Miträtseln.
Die Auflösung, wer für die Morde verantwortlich zeichnet, ist dann zwar so vorhersehbar, dass es schon fast wieder überraschend ist, der eigentliche Reiz besteht aber ohnehin darin, die auf unterschiedlichen Ebenen ablaufenden "Ermittlungen" zu verfolgen und die wechselhaften persönlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten zu beobachten.
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Bretagne, 1440: Im Dorf Saint Mourelles und in der näheren Umgebung verschwinden plötzlich Menschen: Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen aller Altersklassen. Manche findet man ermordet irgendwo in Wald und Feld, andere tauchen nie wieder auf. Amédé de Troyenne, den Baron und Lehensherrn, interessiert das zunächst nicht übermäßig, er hat genügend eigene Probleme. Auch der Kirche sind ein paar getötete Dörfler egal.

Catheline Cogul, die Haushälterin des alten Gemeindepfarrers Jeunet, hat einen Verdacht: Da steckt jemand aus dem Schloss dahinter! Hat man nicht Stiefel- und Hufeisenspuren in der Nähe der Leichen gefunden? Und sind die Pferde des Barons nicht auf eine unverwechselbare Weise beschlagen? Als eine silberne Gewandspange bei einem der Toten gefunden wird, ist für sie der Fall klar: Der widerliche Hauptmann war’s. Oder gar der Baron selbst.

Es gibt durchaus Personen, den es eine Freude wäre, dem Baron unsägliche Schandtaten anzulasten. Könnte man ihm den Inquisitionsprozess machen, fielen seine Ländereien an die Kirche. Und Gregor du Clergue, Bischof von Nantes und Schatzmeister von Herzog Johann, müsste sie ihm nicht mehr einzeln unter Wert abkaufen.

Julien Lacante, Schreiber und Notar des Bischofs käme eine Hinrichtung des Barons gleichfalls gelegen, hat er doch Interesse an dessen Ehefrau Bérénice, die er seit Kindertagen kennt. Er versteht es, ihr Vertrauen zu nutzen. Doch so leicht lässt sich der Baron nicht kaltstellen. Er ist ein gerissener Stratege, hat wenig Skrupel und treue Verbündete.

Als Resultat all dieser Intrigen und Winkelzüge steht auf einmal eine harmlose Dorfbewohnerin als Hexe da – und als Mordverdächtige. Dass von den hohen Herren keine Hilfe zu erwarten ist, ist den Bauern von Saint Mourelles klar. In dem Prozess geht es schließlich nicht um Wahrheitsfindung, sondern um Macht und Geld. Um ihre Angehörige und Freundin zu retten, müssten sie schon den wahren Täter überführen ...

Ein Serienmörder im Mittelalter, das ist schon ein faszinierendes Szenario. Die Geschichte beruht sogar auf einem realen Fall, was die Autorin im Anhang kurz erklärt. Das ist hochinteressant, doch alle „Anhang-vorab-Leser“ seien gewarnt: Wer Liv Winterbergs Ausführungen über den geschichtlichen Hintergrund des Prozesses (Seite 421 ff.) zuerst liest, erfährt darin mehr über die Romanhandlung als er vielleicht wissen möchte.

Den allgemeinen geschichtlichen Hintergrund (Seite 419 ff.) sowie das Glossar (Seite 425 ff.) und natürlich die praktische Personenübersicht (Seite 5 ff.) kann man sich gerne vorab ansehen. Für LeserInnen, die in Geschichte nicht besonders sattelfest sind und sich von dem Roman hauptsächlich einen Krimi in einem ungewöhnlichen Umfeld versprechen, ist das vielleicht sogar eine gute Idee.

Historienmuffel, die längst vergangenem Schlachtengetümmel und der Frage „wer-warum-gegen-wen“ partout nichts abgewinnen können, dürfen aber auch schummeln und die entsprechenden Schilderungen im Buch querlesen. Man muss kein Experte in Sachen Hundertjähriger Krieg, Erbfolgekrieg und Praguerie sein, um der Krimihandlung folgen zu können. Wer nur auf Krimi aus ist, für den wird es aber erst ab der Hälfte des Buchs so richtig spannend, wenn die einzelnen Parteien um die Wette intrigieren und sich der übelsten Tricks bedienen.

Sprach-Erbsenzähler werden ab und zu mal nach dem Duden greifen. DIE Nachtmahr, nicht DER? Echt jetzt? Und heißt „wohlfeil“ nicht „günstig, billig“? Hier wird’s als Synonym für „gut“ verwendet: „Das Fest (...) war wohlfeil vorbereitet, alles war gut gewählt und sehr gefällig arrangiert.“ (Seite 53). Das sind natürlich Kleinigkeiten, aber die lassen manchen Leser misstrauisch werden: „Hat sich überhaupt jemand den Text angeschaut? Ist das richtig, was man uns hier erzählt?“ Wer sich davon nicht ablenken lässt, hat mit SEHET DIE SÜNDER einen gruseligen mittelalterlichen Kriminalfall mit politischen Dimensionen und einem wahren Kern.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Juli 2013
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Liv Winterbergs "Sehet die Sünder" ist ein atmosphärisch dichter, sauber geschriebener Roman, der in der Bretagne des 15. Jahrhunderts spielt und auf wahren Begebenheiten beruht. In dem verschlafenen Dorf Saint Mourelles geschehen grausame Dinge: Menschen verschwinden und werden ermordet im Wald aufgefunden. Mit jedem Mal, in dem der unbekannte Täter zuschlägt, wachsen die Angst und das Misstrauen unter den Dorfbewohnern. Alles deutet zum nahegelegenen Schloss ...

Liv Winterberg hat mit "Sehet die Sünder" einen packenden, wortgewandten, glaubhaften historischen Roman zu Papier gebracht. Je tiefer der Leser in die Geschichte eindringt, desto spannender wird sie. Man kann das Buch nicht mehr aus den Händen legen, will unbedingt wissen, wie es weitergeht und wird nicht enttäuscht - nicht einmal an dem für Krimis stets so kritischen Ende. Die Figuren sind sympathisch und lebendig gezeichnet, so dass es mir nicht schwer fiel, sie ins Herz zu schließen.

Fazit: "Sehet die Sünder" ist ein historischer Roman, der atemlose Spannung erzeugt und dabei absolut authentisch ist. So macht Geschichte Spaß!
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am 18. Januar 2013
Seit ihrem DebütVom anderen Ende der Welt: Historischer Roman ist Liv Winterberg den Liebhabern des historischen Genres ein Begriff. Mit ihrem zweiten Roman zeigt sie nun, dass der Erfolg keine Eintagsfliege war.
Bretagne im 15. Jahrhundert. Die Bewohner des Dorfes Saint Mourelles bilden eine gute Gemeinschaft und können sich über ihren Lehnsherren, Baron de Troyenne, nicht beklagen. Das ändert sich schlagartig, als die ersten Kinder aus dem Dorf verschwinden. Avel, ein Junge mit dem Gemüt eines vierjährigen Kindes, wird verdächtigt. Als aber auch er tot aufgefunden wird, ist klar, dass der Mörder woanders zu suchen ist. Der alte Pfarrer versucht die Dorfgemeinschaft zusammen zu halten, aber sie zerbricht immer mehr. Misstrauen und Angst bestimmen den Alltag. Derweil ist auf Schloss Troyenne auch nicht alles Gold, was glänzt. Der Baron ist verschwendungsüchtig, seine Frau entfremdet sich immer mehr von ihm. Als das Leben dort für sie unerträglich wird, flüchtet sie auf einen kleinen Landsitz in der Auvergne. Aber auch dort kann sie sich dem Einfluss ihres Mannes nicht entziehen. Es kommt zu immer weiteren Morden und am Ende erkennen die Dörfler, dass sie nur wieder in Frieden Leben können, wenn sie zusammenstehen.
Liv Winterberg erzählt die Geschichte in zwei Strängen, die Geschichte der Dorfgemeinschaft und die Geschichte des Barons. Beide sind sehr lebendig, mit gut gezeichneten Figuren, die interessante Entwicklungen durchleben. Ich konnte sehr gut eintauchen in die Geschichte, die Gegensätze zwischen den beiden Welten, hier Lehnsherr, dort Bauern, wird sehr deutlich gemacht. In den kleinen Details erkennt man, das die Fakten gut recherchiert und ausgezeichnet aufbereitet sind. Die Autorin hat einen schönen Stil, ich war nur etwas irritiert, als mitten im Geschehen plötzlich zwei, drei Sätze aus der Ich-Perspektive des Bauern Mathis auftauchten. Die Handlung ist spannend, ich wusste bis zum Ende nicht, wer der Mörder ist.
Ein spannender Roman mit viel lebendigem Geschichtshintergrund.
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am 20. Mai 2016
In einem kleinen Dorf in der Bretagne geschehen unheimliche Morde, die die Dorfgemeinschaft erschüttern und fast auseinander brechen lassen. Der Baron de Troyenne , Lehnsherr der Bauern, ist wegen seiner Milde in der Bevölkerung sehr beliebt und beteiligt sich sofort an der Aufklärung der Verbrechen, aber ihn umgibt auch ein dunkles Geheimnis. In Verdacht gerät ebenso Catheline, die Haushälterin des Dorfpfarrers, welche mehrere der Leichen gefunden hat und einen handfesten Streit mit einem der Opfer hatte. Und was ist mit dem viel zu schönen, immerzu hilfsbereiten Pfarrer des Barons, für den einige Frauen heimlich schwärmen? "Sehet die Sünder" ist Spannung von der ersten bis zur letzten Seite mit vielen hervorragend herausgearbeiteten Charakteren. Liv Winterbergs Roman basiert auf einer wahren Geschichte, auf die im Nachwort des Buches eingegangen wird und die ich hier nicht verraten will. Deshalb: Kaufen und selber lesen, lesen, lesen!
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am 9. Juli 2013
Diesen historische Roman habe ich recht schnell durchgelesen und am Ende mit gemischten Gefühlen zugeklappt. Die Personen - sowohl einfache Dorfbewohner wie auch die adligen Einwohner der Burg - sind gut und glaubhaft gezeichnet. Doch irgendwie ist die gesamte Atmosphäre nicht lebendig, nicht mittelalterlich. Aus dem einsamen Wald, der das Dorf umgibt, aus der finsteren Inquisition, aus alldem hätte man viel mehr machen können. Es wird alles recht nüchtern beschrieben. Man kann die Geschichte flüssig lesen, hat aber nicht wirklich das Gefühl, ins Mittelalter versetzt zu werden.
Und vor allem funktioniert die Auflösung für mich nicht. Hier kann ich schlecht ins Detail gehen, ohne das Ende zu verraten. Nur so viel: Die Autorin schreibt in ihrem Nachwort, dass sie die Motivation ihres Täters im Gegensatz zum historischen Vorbild abgeändert habe. Und eben dadurch ist angesichts der Art der vorher verübten Morde die ganze Geschichte nicht mehr stimmig.
Drei Sterne für einen guten Durchschnitt, dem aber zum großen Lesevergnügen einiges fehlt.
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am 27. Januar 2013
"Sehet die Sünder" spielt im Jahre 1440 in der Bretagne. In den Wäldern werden Dorfbewohner tot aufgefunden. Der Bauer und die Haushälterin des Pfarrers gehen den Spuren nach, die zum nahegelegenen Schloss führen, auf dem der Schlossherr sowohl finanzielle Sorgen hat, als auch mit dem Entzug seiner Ehefrau hadert. Auch der Bischof in Nantes verfolgt eigene Ziele und ist an der Aufklärung der Morde interessiert. Die Charaktere sind liebevoll angelegt, wenn auch anfangs etwas unübersichtlich. Eine Auflistung zu Beginn des Buches erleichtert es jedoch den Überblick zu bewahren. Spannend geschrieben, nur für das Ende hätte ich mir eine tiefgründigere Darstellung gewünscht. Insgesamt sehr empfehlenswert.
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am 30. Mai 2013
Format: Broschiert|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Geschichte spielt im15. Jahrhundert in einem Dorf in der Bretagne. Als Vorlage diente ein tatsächlicher - auch politischer - Kriminalfall aus der Endzeit des Mittelalters. Zunächst verschwinden zwei Kinder, die man später ermordet auffindet. Der Hauptverdächtige verliert seine Bezeichnung recht schnell, weil auch er tot aufgefunden wird. In der Dorfgemeinschaft kreist alsbald Angst und Misstrauen. Dazu werfen die versucht diskreten Untersuchungen des Bischofs von Nantes Fragen auf. Die Haushälterin des örtlichen Pfarrers und ein junger Bauer versuchen diese Fragen zu beantworten und dabei den, oder genauer, die Fälle aufzuklären.

Für mich war es ein Genre oder Zeitalter, mit dem ich mich schon mal in Filmen, recht selten aber in Büchern beschäftigt habe. Beim Lesen benötigt es eine differenzierte Beschreibung, um sich in eine längst vergangene Zeit zurückdenken, möglichst zurückfallen, lassen zu können. Das gelingt durch akribische und von Wissen geprägten Erklärungen und Betrachtungen. Sprich hier findet man eine Recherche, die die fiktive Erzählung auf ein qualitätsvolles Niveau schiebt. Oder kurz: Gut zu lesen, ohne einfach zu sein.

Wer sein Augenmerk auf einen starken Spannungsbogen setzt, mag teilweise enttäuscht werden, denn der absolute fesselnde rote Faden gelingt nicht immer. Das ist aber auch der hoch-umfängliche Ausführung des Romans geschuldet.

Ein Buch, das gut unterhält und - zumindest für mich persönlich - einen angenehmen Bonus mittels eines Personenregisters vorhält. Und ganz angenehm: Hier wird auf lähmende Ausschmückungen und vermeintlich kreative Wortfindung verzichtet. Dafür gibt es Inhalt.
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