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5.0 von 5 Sternen Kein überzähliges Buch
Das gerasterte Portrait Rilkes auf dem Cover bleibt unscharf. Nur Konturen sind zu erkennen und einige wenige Einzelheiten. Diese Gestaltung wurde sicher mit Bedacht gewählt, denn "den Menschen Rilke" zwischen zwei Buchdeckeln zu beschreiben, mag ein zu großes Unterfangen sein.

Der Autor hat hier wichtige Schlaglichter gesetzt: Rilkes Bild Gottes -...
Veröffentlicht am 28. Juni 2010 von F. Bötel

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein großer Wurf
Ich hatte das Buch erworben, weil ich noch keine Rilke-Biographie besaß und mir verwertbare Aufschlüsse über die Persönlichkeit des Dichters erhoffte. Nun kann man dem Autor gewiß nicht vorwerfen, kein akribisches Quellenstudium betrieben zu haben. Ein umfangreicher Anhang dokumentiert Quellen und Lebenslauf und ist womöglich hilfreicher...
Veröffentlicht am 26. Mai 2012 von sky pilot


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein überzähliges Buch, 28. Juni 2010
Von 
Das gerasterte Portrait Rilkes auf dem Cover bleibt unscharf. Nur Konturen sind zu erkennen und einige wenige Einzelheiten. Diese Gestaltung wurde sicher mit Bedacht gewählt, denn "den Menschen Rilke" zwischen zwei Buchdeckeln zu beschreiben, mag ein zu großes Unterfangen sein.

Der Autor hat hier wichtige Schlaglichter gesetzt: Rilkes Bild Gottes - fern aber gleichgültig. Rilkes Bild der Liebe - je weniger nah, desto besser. Rilkes sonderbares Dichterleben - "er will ungetröstet bleiben auf der Suche nach Trost", heißt es. Und beinahe scheint der Dichter zu sekundieren, wenn er bekennt: "Ich müsste zugeben, dass ich nicht lebe." Ein "überzähliges Dasein"?

Es macht Freude dieses Buch zu lesen, und zumindest ein wenig verständiger. Einziges Manko: Derselbe Autor, der sich über den französischen Sprachchauvinismus mokiert, zitiert ganze Absätze aus französischen Briefen, ohne auch nur den Hauch einer Übersetzung anzubieten. Das ist weniger unfreiwillig komisch als schade. Schließlich geht es um das "Innenleben" eines großen Dichters und nicht um die Bestellung eines café au lait mit croissant. Trotzdem ein wirklich gutes Buch.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geck, Gaukler und Genie, 31. März 2009
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Ist es ertaunlich, dass Rainer Maria Rilke nach Goethe der meistgelesene Dichter deutscher Sprache ist? Und trotzdem war das Verhältnis zu Rilke stets ein gebrochenes, schwankend zwischen hymnischer Zuneigung und witzelnder Ablehnung. Wer oder was alao war der Dichter der "Duineser Elegien" und der "Sonette an Orpheus"?

"Geck, Gaukler und Genie?", so die Fragestellung, mit der der Publizist Fritz J. Raddatz sein Buch über Rainer Maria Rilke einleitet. Es ist ein sehr feinsinniges Bild, das der Autor von dem "engelgleichen" Dichter zeichnet. Raddatz' Ansatz: "Zu den Abenteuern des Biografen gehört auch, dass selbst das Äußere seines Helden...widersprüchlich dargestellt wird."

Und so sind es nicht nur die "dunkel glühenden Augen", die fasziniert haben. Das Psychogramm, wie Raddatz es gezeichnet hat, zeigt den "ungeschminkten" Rilke, den Menschen, den Dichter mit so unzählig vielen Facetten. Er zeigt die Entwicklung von dem als Mädchen gehaltenen Kind zum empfindsamen Dichter. Fehlurteile der Vergangenheit werden aufgehoben. Zuschreibungen und Querverweise herangezogen. Und die wunderbaren Gedichte zitiert.

Fritz J. Raddatz bezieht Leben und Werk aufeinander - und macht das so anders als alle vor ihm - und er macht es nicht nur grandios. Das Buch ist auch ein kleines stilistisches Meisterwerk.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein großer Wurf, 26. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hatte das Buch erworben, weil ich noch keine Rilke-Biographie besaß und mir verwertbare Aufschlüsse über die Persönlichkeit des Dichters erhoffte. Nun kann man dem Autor gewiß nicht vorwerfen, kein akribisches Quellenstudium betrieben zu haben. Ein umfangreicher Anhang dokumentiert Quellen und Lebenslauf und ist womöglich hilfreicher als einige Thesen des Autors. Allein die Überschrift "Rilke und Rodin - eine homoerotische Ehe" hat eher Boulevard-Qualität, denn mit dem, was man heutzutage darunter versteht, hatte die komplizierte Beziehung zwischen Rilke und Rodin, die ja auch eine Arbeitgeber-Sekretär-Beziehung war, nun wahrlich gar nichts zu tun. Gleiches gilt für das plakative "Ich hasse dieses Volk" als Zwischenüberschrift, das durch einige wenige kritische oder verzweifelte Sentenzen "gestützt" wird, die man aber vermutlich bei fast allen ernstzunehmenden Dichtern des katastrophenreichen 20. Jahrhunderts finden dürfte, wobei sich zudem noch die Frage stellt, ob der Dichter, der ja zumeist in den sogenannten "höheren Kreisen" unterwegs war, das "Volk" überhaupt kannte. Man sollte derlei Einlassungen schon etwas kritischer hinterfragen, bevor man sie zur Kernthese erhebt. Viel zu kurz kommt auch die lebenslange Suche Rilkes nach Gott, der Wandel seiner religiösen Anschauungen, seine "Engelslyrik", die z. B. von Günther Schiwy sachkundig beschrieben wurden. Kurzum, weniger ideologisches Wunschdenken und Sendungsbewußtsein (wozu auch die unsägliche Gleichsetzung von Coventry und Dresden gehört, die erstens nichts mit Rilke zu tun hat und zweitens sachlich falsch ist) hätte dem Werk etwas mehr Seriosität und Glaubwürdigkeit verliehen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack, der sich durch die typographische Gleichmacherei des Umschlags (Raddatz ebenso groß wie Rilke gesetzt) noch verstärkt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die große Einsamkeit des Rainer Maria Rilke, 2. Dezember 2009
Raddatz liegt nicht nur daran, Rilke als Gaukler und Geck vorzuführen, ihm seinen Adelstick als Marotte anzukreiden, ihn als Lebemann und verwöhnten Sonderling vorzustellen, sondern eben als Ästheten mit einer feingliedrigen Seele. Und er will den Dichter vom Klischee des sich 'verpuppenden Weihepriesters' herauslösen, ihn nüchtern und mittels Verstand lesen, denn Rilke ist keine 'unbegreiflich geweihte Hostie'.
Was sich in seinem biographischen Essay manchmal aber dann doch zu plakativ abzeichnet, ist die Rilke suggerierte 'Eigenweiblichkeit', sein feminines Schreiben, das seinen Ursprung und seine Schuld in einer verhätschelten Erziehung hatte, im anerzogenen Frau-Sein Rilkes, dessen Mutter ihn als Mädchen erzog. Was sich diesem Befund viel eindrucksvoller entgegenstellt, ist der von Raddatz herausgearbeitete existentielle Riß in Rilkes Wesen, diese Urwunde in seinem Leben, die ihn immer wieder vorantreibt, die seine Kunst gebiert. 'Er versagt sich jeglichen Glauben, an den er zugleich glaubt.' Die Welt läßt sich nicht erlösen, auch kann Gott nicht von der Welt erlösen, sie läßt sich also nur ertragen. Nur in diesem Sein kann man in aller Vorläufigkeit wohnen, wobei es nicht die Religion ist, die dem Ich in der oft trostlos erfahrenen Welt aufhilft, sondern das sich als selbst erfühlende Ich.
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5.0 von 5 Sternen Knapp und präzise, 9. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rilke: Überzähliges Dasein (Kindle Edition)
Dem Autor ist ein tiefenpsychologisch fundiertes Porträt von Rilke
gelungen, das in d e r Klasse Seinesgleichen sucht.
Wenn bei Rilke das zeitlich Bedingte weggeräumt ist, kommt
Allgemeingültiges von großer Präzision zum Vorschein.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Raddatz - Rilke, 7. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Raddatz - Rilke Eine Biographie Überzähliges Dasein Rilke: Zu viel Ideen des Autors - zu wenig von Rilke. Aber sonst interessant und teilweise spannend. Titel unklar?
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Rilke: Überzähliges Dasein
Rilke: Überzähliges Dasein von Fritz J. Raddatz
EUR 11,99
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