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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn du umziehen willst, Walter, komm doch zu mir!
Walter ist eine ganz besondere Ratte. Als einziger seiner Art kann Walter lesen. Er musste es nicht lernen, sondern konnte auf einmal die seltsamen Zettel und fast ungenießbaren Papierschnitzel, die er im Müll fand, entziffern.
Nun ist Walter eine alte Ratte. Ganz weiß um die Schnauze und sehr einsam hat er sich ein neues Zuhause gesucht. Er wohnt...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2009 von Stefan Erlemann

versus
3.0 von 5 Sternen Ein Weihnachtsgeschenk für Walter
In dieser Geschichte schließt man Walter gleich ins Herz. Er hat einen guten Charakter und seine tierischen Eigenschaften sind alle lobenswert. Er schafft es, die Aufmerksamkeit und ein bisschen Zuneigung von Miss Pomeroy zu bekommen. Die Aussage des Buches ist, zu zweit ist man nicht so allein. Aber trotz der netten Sprache und der sehr detaillierten Zeichnungen...
Vor 11 Monaten von Monique Ruppe veröffentlicht


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45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn du umziehen willst, Walter, komm doch zu mir!, 16. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Walter ist eine ganz besondere Ratte. Als einziger seiner Art kann Walter lesen. Er musste es nicht lernen, sondern konnte auf einmal die seltsamen Zettel und fast ungenießbaren Papierschnitzel, die er im Müll fand, entziffern.
Nun ist Walter eine alte Ratte. Ganz weiß um die Schnauze und sehr einsam hat er sich ein neues Zuhause gesucht. Er wohnt seit Monaten bei der Schriftstellerin Miss Pomeroy, einer alten, Kinderbücher schreibenden Misanthropin.
Ab und zu ein wenig von ihren Essensresten, die sie - unordentlich wie sie ist - auf dem Küchentisch zurückgelassen hat, ein verstecktes Nest und vor allem, jeden Tag ein anderes Buch aus der Bibliothek der alten Frau. Walter geht dabei sehr vorsichtig zu Werke, denn er weiß, dass Menschen Ratten nicht mögen, sogar hassen und jagen, wo sie nur können. So fristet er sein karges Dasein, allein und sehr einsam und bemerkt, dass auch Miss Pomeroy ein einsamer Mensch ist. Doch sie macht etwas daraus. Jeden Tag sitzt sie an ihrer altertümlichen Schreibmaschine und arbeitet an ihrem neuen Kinderbuch.
Walter schätzt die Autorin sehr, mag sie fast. Bis er eines Tages eines ihrer Bücher findet. Tief enttäuscht muss Walter feststellen, dass ausgerechnet eine Maus Held ihrer zwanzig Bücher ist. Eine Mauswelt voller Ganoven, Verbrecher und Geheimagenten mit einer cleveren Maus als eine Art James Bond. Keine einzige Ratte kommt in den Büchern vor.
Walter beschließt, Miss Pomeroy einen Brief zu schreiben. Er will herausfinden, was sie dazu bewogen hat ausgerechnet über Mäuse zu schreiben.
Sein erster Brief ist sehr kurz: "Ich bin Walter. Ich lebe auch hier". Doch welche Gefühle in ihm aufkommen, als er die Antwort findet, welchen Aufruhr dies in seinem Inneren entfacht. Denn ihre Antwort ist noch kürzer: "Ich weiß!"

Zunächst eine harsche Kritik. Wer den Klappentext dieses Buches liest, mag sich an der dort zu findenden Inhaltsangabe erfreuen, doch dass diese von den sechzig Seiten fast fünfundfünfzig erfasst, ist unfassbar. So etwas ist für einen Leser sehr frustrierend und ärgert nach der Vollendung dieses kleinen Abenteuers sehr. Das muss nicht sein.

Alles andere macht dieses Buch und der Verlag richtig. Das Layout ist perfekt. Der rote Leinenrücken, die wundervolle Zeichnung auf dem Einband, die Anmutung dieses Bändchens ist perfekt.
Die Geschichte selbst ist ebenso liebenswert wie nachdenklich-machend. Denn die Autorin verbindet dieses nette Abenteuer mit einem außergewöhnlichen Helden, einer sehr sympathischen Ratte, mit einer Liebeserklärung an die Literatur. Ihre Kraft, ihre Macht und Wirkung ist von unschätzbarem Wert für die Kulturentwicklung des Menschen.
Und wunderbarerweise vermag es die Autorin Barbara Wersba dies in ein Kinderbuch für Leser ab acht Jahren zu verpacken. Ihre einfache und doch poetische Sprache, ihre warmherzige Art, Menschen und einsame Wesen zu charakterisieren, ihr klarer, beeindruckend treffsicherer Stil ist eine Bereicherung für den Markt der Kinder- und Jugendbücher. Doch diese Geschichte ist mehr. Diese Allegorie auf die alle Menschen verbindende Literatur ist ebenso für Erwachsene geschrieben. Auch sie finden in dieser kurzen, schlichten Geschichte eine tiefsinnige, aufrüttelnde Botschaft, die ganz ohne Pathos, ohne mahnende Worte, direkt zum Herzen des Lesers vordringt.
Und als ob dies nicht bereits ein perfektes Produkt ergeben hätte, kommen auch noch Illustrationen hinzu, die ihresgleichen suchen. Donna Diamond gibt der Ratte Walter ein Gesicht, eine Seele, einen Charakter, der sich perfekt mit der Aussage des Textes deckt. Diese Harmonie ist selten so gelungen wie in "Ein Weihnachtsgeschenk für Walter". Es sind zwar kaum mehr als zwanzig Bilder, einige davon ganzseitig, doch vertiefen sie die Wirkung dieses Buches erheblich.

Dieses Buch ist eine der beeindruckendsten Neuerscheinungen des Bücherherbstes 2007. Für Kinder wie Erwachsene ist es ein wundervolles Stück Literatur, das seinen Preis unbedingt wert ist.

Stefan Erlemann
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen respektvolle, liebevolle Freundschaft, 6. Februar 2009
Von 
Dorothee Bächle (hamburg, hamburg Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch habe ich zunächst bei einem grossen Hamburger Buchhändler "im Vorbeigehen erworben" um es weiterzuverschenken.
Ich las es an einem Nachmittag durch, weil es so reizend geschrieben ist und man es einfach dann auch zu Ende lesen muss. Walter eroberte mein Mitgefühl im Sturm,jeder kennt die Sehnsucht erkannt und wahrgenommen zu werden. Hier entwickelt sich eine Freundschaft auf ganz dezentem und sehr respektvollem Weg.
ich habe dieses Buch gleich am nächsten Morgen noch gleich 3mal hier auf Amazon bestellt um guten Freunden einen lieben Weihnachtsgruss in Form von diesem Buch zu schicken.
also volle Punktzahl.
unbedingt lesen ist einfach nett.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und rührend, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Ein Weihnachtsgeschenk für Walter (Audio CD)
Ein Hörbuch mit einer Ratte in der Hauptrolle. Da denkt jetzt sicher mancher: klar, dass das irgendwann auf dieser Seite auftauchen würde. Und sicher hat's auch gefallen, kann ja gar nicht anders sein.
Stimmt beides. Wobei es mir nicht nur deshalb gefallen hat, weil Ratte Walter die wichtigste Rolle spielt. Es hat mir auch gefallen, weil ich Walters Liebe zu Büchern teile, die hier sehr deutlich durchklingt, und weil die Geschichte eine sehr schöne Entwicklung durchläuft. Zunächst gibt es zwar Walter und Miss Pomeroy in einem Haus, doch ausser Walters Liebe zu ihren Büchern und ein wenig Bewunderung für ihre Lebensweise, verbindet sie weiter nichts. Miss Pomeroy scheint nicht mal etwas von Walter zu wissen. Bis der Ratterich herausfindet, dass die Bücher, die Miss Pomeroy schreibt, eine MAUS als Hauptcharakter haben. Das trifft ihn sehr und da entwickelt man sofort Mitgefühl mit der schlauen Ratte. Walter beschließt, Miss Pomeroy einen Brief zu schreiben um ihr sein Leid zu klagen und erhält unerwartet sogar Antwort. Von da an entwickelt sich so etwas wie eine Freundschaft zwischen den beiden. Sehr kleinschrittig, detailverliebt, mit manch amüsanter Episode und einfach nur rührend. Speziell als Walter dann das titelgebende Weihnachtsgeschenk bekommt dürften sensiblen Hörern ein paar Tränen entwischen. Mit Recht! Hier wird auch sehr schön die Atmosphäre von Weihnachten eingefangen, ohne dabei aber je ins Kitschige abzudriften.

Jürgen Thormann trifft genau den richtigen Ton für Walter: niedlich, aber nicht zu sehr, dafür aber gebildet und sehr liebenswert. So wächst einem der kleine Kerl bald ans Herz. Und er lässt jedes von Walters Gefühlen deutlich durchklingen, sei es Empörung, Freude, Trauer oder Vergnügen. Seine tiefe und warme Stimme passt außerdem prima zu einer Weihnachtsgeschichte.

Schöne kleine Musikstücke begleiten die Geschichte und sorgen zusätzlich dafür, dass man sich in der Geschichte sofort wohl und geborgen fühlt.

Walter wie er in einem Buch schnuppert ist wirklich sehr goldig anzuschauen. Und auch auf der CD, der Rückseite der Hülle und im Booklet sind Zeichnungen der Fellnase zu entdecken. Mir gefällt der schwarz-weiße Stil des Motivs. Irgendwie strahlt es schon dadurch eine gewisse Ernsthaftigkeit aus, so dass man gar nicht erst davon ausgeht, hier eine oberflächliche Erzählung anzutreffen.

Fazit: Eine sehr schöne, stimmungsvolle Weihnachtsgeschichte um einen gebildeten Ratterich, die man einfach in einem durchhören muss und die einen rührt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernd: Ein Genuss zum vor- und selber lesen., 27. November 2008
Ich kann meinen beiden Rezensionsvorgängern nur zustimmen. Ein wahrhaft zauberhaftes Buch.
Es spricht nicht nur optisch sondern auch inhaltlich an!!!!
Ein großes Lob an die Übersetzerin Barbara Küper, die es schafft ohne Holperer die englische Sprache ins Deutsche zu transferieren.
Zuerst habe ich es selbst und dann meinem Mann vorgelesen. Dass es als Kinderbuch konzepiert ist, stellte ich zu meinem Erstaunen erst nach der Lektüre fest und so kamen schließlich auch unsere beiden Söhne (5 und 7 Jahre) in den Genuss. Alle waren begeistert!
Wer sich dies Büchlein zulegt oder verschenkt, macht sicherlich keinen Fehler und anderen eine große Freude!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Walter für alle Leseratten, 31. Oktober 2009
Von 
Floetelei (Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ein ideales Weihnachtsgeschenk, nicht nur für Walter, sondern für ALLE großen und kleinen Leseratten. Denn um ein Exemplar letzterer Spezies handelt es sich nämlich bei Walter: Er ist eine Ratte, die lesen kann und sich nach Sir Walter Scott benannt hat. Walter haust bei einer einsamen alten Kinderbuchautorin und ist sauer, als er herausfindet, wer die Helden ihrer Bücher sind: Mäuse! Immer nur Mäuse, nie werden Ratten positiv in der Literatur dargestellt, empört sich Walter. (Und im Englischen, gibt's ja meines Wissens noch nicht mal den Begriff Leseratte, dort spricht man von bookworms.) Walter beschließt also, mit seiner Hausherrin, Miss Pomeroy, Kontakt aufzunehmen, und das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Das Büchlein ist wunderschön ausgestattet und illustriert, der Text einfach Herz erwärmend. Zwischen Thrillern, Sachbüchern und "erwachsener" Literatur tut die Lektüre eines so charmanten Kinderbuches zwischendurch einfach wohl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hymne auf die Literatur und die Freundschaft, 2. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Den Anblick von Ratten sollte man schon ertragen können, wenn man „Ein Weihnachtsgeschenk für Walter“ in die Hand nimmt. Allerdings können die realistischen Bleistiftzeichnungen von Donna Diamond auch als mildes Expositionstraining herhalten.

Zum Inhalt: Walter ist eine einsame Ratte, die sich nach vielen Jahren der Verfolgung bei der kauzigen und ziemlich berühmten Schriftstellerin Amanda Pomeroy niedergelassen hat. Tagsüber klappert diese auf der Schreibmaschine, verfasst Geschichten für Kinder, und abends sitzt sie Weißwein trinkend und Kommentare abgebend vor dem Fernseher. Miss Pomeroy ist genauso einsam wie ihr heimlicher Mitbewohner.

Walter ist kein gewöhnliches Nagetier, sondern eine lesende Ratte, eine waschechte Leseratte also, die sich selbst nach Walter Scott benannt hat. Er liest sich durch Miss Pomeroys Bibliothek und erinnert sich nach diesen Streifzügen an prägnante Zitate aus der englischen Literatur. Schließlich beginnt er selbst zu schreiben um mit Miss Pomeroy Kontakt aufzunehmen. Diese schenkt ihm zu Weihnachten weder Käse noch Schokolade, sondern seine Geschichte. Und die wiederum motiviert Walter sich Miss Pomeroy nicht mehr allein mit Briefen zu nähern. So verbünden sie sich in ihrer Einsamkeit und betrachten in einer anrührenden Schlussszene gemeinsam den weihnachtlichen Sonnenuntergang.

Wunderschönes Buch über Literatur und Freundschaft, ein Bilderbuch mehr für Erwachsene als für Kinder.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen die Meinung eines Kindes, 15. März 2012
Ich bin Moritz und 6 Jahre alt. Ich habe das Buch vorgelesen bekommen. Walter hat einen richtig coolen Charakter. Er ist so milde und irgendwie richtig nett. Ich nehme das Buch immer ganz vorsichtig hoch und es ist mir ganz wichtig. Der Hut von Miss Pomeroy sieht auf den Bildern auch cool aus. Auch das Titelbild ist sehr schön, anziehend, mild und süß - und überhaupt die Bilder. Der Briefwechsel zwischen Walter und Miss Pomeroy ist auch toll. In jeder Hinsicht finde ich das Buch super.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen weihnachtsmärchen, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Weihnachtsgeschenk für Walter (Audio CD)
ratte walter und die scheinbar gefühlskalte miss amanda pomeroy wohnen im gleichen haus und beginnen durch zufall einen briefwechsel. trotz scheinbar einfachem inhalt ist die geschichte ergreifend und kurzweilig.

wir haben uns die CD auf einer langen autofahrt angehört und die ganze Familie war begeistert. ein ruhiges, besinnliches märchen zum nachdenken und schmunzeln.

gerne mehr solche CDs!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die verbindende Kraft von Literatur, 26. Dezember 2013
Von 
Meine Frau hat mir dieses Büchlein, dass ich in einem Zug durchgelesen habe, zu Weihnachten geschenkt. Ein liebevoll ausgestattetes Büchlein mit festem Einband und mit der Liebe zum Detail illustrierten Bildern.

Die Geschichte handelt von einer außergewöhnlichen Beziehung zwischen einer lesenden und schreibenden Ratte, die sich im Haus der alten und weltabgewandten Kinderbuchautorin Pomeroy einrichtet. In dem Haus mit der großen Bibliothek der Frau Pomeroy fühlt sich die Ratte schnell wohl.

Die beiden sind Außenseiter, die eine, weil sie mit der Welt der Erwachsenen nicht viel anfangen kann, die andere, weil sie unter den Ratten vielleicht die einzige ist, die lesen kann. Lesen ist eine eigenartige Sache, sie führt dazu, dass wir uns aus dem üblichen Tagesablauf zurückziehen, zurückziehen können. Der Leser und sein Buch - als solche immer der Welt draußen herum abgewandt, wenn auch nur für Minuten, wenn auch für Stunden. Lesen macht einsam, aber im positiven Sinn. Lesen befreit von den Fesseln des Alltags.

Mit der Zeit beginnen die Ratte und die Kinderbuchautorin sich gegenseitig kurze Briefe zu schreiben. Literatur verbindet eben auch.
Jeder Leser sitzt allein auf seiner Insel der Interessen und geistigen Horizonte. Manche Inseln sind so weit weg von uns, dass sie uns gänzlich fremd bleiben, andere wiederum sind uns nahe. Zwischen diesen Inseln fahren Schiffchen in Form von Büchern hin und her und verkünden uns vom geistigen Leben auf dem anderen Eiland. So nehmen wir immer auch Anteil an den Anstrengungen, den Erfahrungen, den Erkenntnissen, am Geist anderer Menschen.

Literatur trennt uns voneinander, sie ist darin Abbild der Wirklichkeit. Die Geschichte ist jedoch ein Gleichnis für die Kraft der Literatur, Grenzen überwinden zu können. Menschen, die sich nie gesehen haben und sich nie sehen werden, können einander zu Freunden werden - zu Freunden im Geiste, über Landesgrenzen, Generationen, ja Jahrhunderte hinweg.

Ich empfehle das Buch aber auch uneingeschränkt Eltern, die in ihren Kindern die Lust auf Literatur erwecken wollen, die Abweisung von Vorurteilen und Intoleranz sowie den Wert der Freundschaft. Denn der Sonderling und Außenseiter - und dafür steht die Ratte - wird für die einsame Kinderbuchautorin zum besten Freund. Keiner will alleine leben, keiner will wirklich immer außerhalb der Gesellschaft leben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leises Buch über Freundschaft, 25. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Weihnachtsgeschenk für Walter (Kindle Edition)
Ich entdeckte dieses Buch rein zufällig bei amazon. In den Buchläden ist es leider nicht oder nicht mehr zu finden, obwohl es durchaus den Begriff eines "Klassikers" verdient hat. Selten passen Illustration und Text so gut zueinander. Als erstes fielen mir natürlich die Zeichnungen auf, gefühlvooll mit leichter Hand, was am schwersten zu machen ist. Nach den ersten Zeilen war mir klar, das Buch muß ich haben. Nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch deren Übersetzung ins Deutsche muß unbedingt gelobt werden. Selten findet man einen so gefühlvollen Umgang mit der Sprache, viele Bücher wirken heute, wie von Computern übersetzt. Ein Buch, das es unbedingt wert ist, mehrmals gelesen zu werden.
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