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4.0 von 5 Sternen Duell über den Tod hinaus
In einer us-amerikanischen Filiale in Paris arbeitet die Abteilungsleiterin Christine mit ihrer Assistentin Isabelle recht erfolgreich an verschiedenen Projekten. Als Isabelle bemerkt, dass ihre Chefin die Erfolge alleine einheimst, beginnt sie dagegen auf zu begehren. In dem leisen Duell der Frauen zieht Isabelle den Kürzeren. Aber Isabelle ist bereit Grenzen zu...
Vor 15 Monaten von Lothar Hitzges veröffentlicht

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Sie sind perfekt für den Job."
- leichte SPOILER-
Ich tue mich etwas schwer damit, die Begeisterung, die manche diesem Film entgegenbringen, zu teilen. Anscheinend hatte der letzte Film von Alain Corneau ("Wahl der Waffen") nach den Festivals in Berlin und Hamburg keinen regulären Filmverleih. Tatsächlich beginnt der Film furios als mörderischer Zickenkrieg, lässt mich in der...
Vor 18 Monaten von christine veröffentlicht


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Sie sind perfekt für den Job.", 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
- leichte SPOILER-
Ich tue mich etwas schwer damit, die Begeisterung, die manche diesem Film entgegenbringen, zu teilen. Anscheinend hatte der letzte Film von Alain Corneau ("Wahl der Waffen") nach den Festivals in Berlin und Hamburg keinen regulären Filmverleih. Tatsächlich beginnt der Film furios als mörderischer Zickenkrieg, lässt mich in der zweiten, vollkommen überkonstruierten und für mich nicht mehr überraschenden zweiten Hälfte aber ziemlich kalt.

Zur Handlung: Bei einer Arbeitsbesprechung im Haus der Managerin Christine (Kristin Scott Thomas) bereiten diese und ihre Mitarbeiterin Isabelle Guerin (Ludivine Sagnier) einen Geschäftstermin in Kairo vor. Christine schwärmt von ihrer Teamarbeit. Am nächsten Tag lässt sie Isabelle sogar alleine nach Kairo reisen. Nach erfolgreichem Geschäftsabschluss lässt diese sich sogar mit Christines Liebhaber Philippe (Patrick Mille) ein. Zurück in Paris erkennt Isabelle, dass Christine ihre erfolgreichen Ideen als ihre eigenen ausgibt, um nach New York befördert zu werden. Der loyale Mitarbeiter Daniel (Guillaume Marquet) [1] ermutigt Isabelle, in ihrem eigenen Namen Ideen gegenüber ihren Vorgesetzten zu entwickeln. Christine fühlt sich ausgebootet und beginnt Isabelle auf übelste Weise zu schikanieren, wobei auch Philipp eine zweifelhafte Rolle zu spielen beginnt.
Mitten im Film geschieht ein recht blutiger Mord. Der Zuschauer sieht, wer dafür verantwortlich ist. Es ist ja auch nichts dagegen einzuwenden, der Wissensvorsprung erhöht im Idealfall die Spannung. Der Mensch versucht, mit einem perfekten Mord selbst ungeschoren davon zu kommen. Um jeglichen Zweifel an der eigenen Unschuld zu zerstreuen, werden zunächst Indizien geschaffen, die auf die eigene Täterschaft hindeuten, um sie später mit anderen, ebenfalls gefälschten Indizien zu widerlegen [2]. Klingt clever, funktioniert allerdings nur, wenn man in früher Jugend nicht mehr Agatha Christies gelesen hat als es für die literarische Bildung notwendig gewesen wäre. Ich möchte mich nicht aufplustern und sagen, ich hätte alles vorher gewusst, aber wer Der Tod auf dem Nil gelesen hat, wird sich hier etwas verwundert an den Kopf fassen. In diesem Christie-Roman schreibt eine Mörderin mit dem Blut einer Toten ihren eigenen Namen, damit eben jemand den Eindruck hat, ein anderer Täter wolle sie in Misskredit bringen, um damit ihre Unschuld zu "beweisen" (ah, man denke nur an das verächtliche Lachen von Hercule Poirot bei diesem "Indiz"). Hier geht die Polizei wirklich davon aus, dass das Mordopfer kurz vor dem Tod den Finger ins eigene Blut getaucht habe, um den Namen des Täters oder der Täterin zu notieren. So blöd soll die französische Polizei sein? Wenn mir so etwas passierte (hoffentlich nicht!), würde ich mir die Seele aus dem Leib schreien statt wie Faust das eigene Blut als Tinte zu verwenden.

Da die Vorbereitung auf den perfekten Mord schon recht früh einsetzt, überraschte mich die zweite Hälfte des Films nicht mehr. Der aufmerksame Betrachter sammelt die Informationen, zuckt einmal zusammen, als ein Fehler passiert [3] und wundert sich schließlich nicht über einen Mitwisser. Kluge Thriller lösen das Geheimnis durch den "Zufall" (falls es so etwas gibt), ich denke da an das wunderbar makabere Ende von Nur die Sonne war Zeuge, das zwar der Vorlage von Highsmith widerspricht, aber ganz eigene, filmische Qualitäten hat. Im Roman selbst ging es grimmiger zu, so dass Tom Ripley einen geliebten Mitwisser töten musste, um ungeschoren davon zu kommen. Ob Täter und Mitwisser in diesem Film ein ähnliches Schicksal verbinden wird, ist sicherlich noch eine der interessantesten Fragen. Die Konstruktion gerät teilweise ermüdend und nicht immer überzeugend. Natürlich muss ein verdächtiger Mensch an bestimmten Punkten maßlos übertreiben, damit er in Erinnerung bleibt (bei jeder Nervensäge werde ich Zukunft daran denken, ob sie ein Alibi für irgendetwas braucht). Schwächeanfälle zu simulieren, ist nun auch überschaubar anspruchsvoll. Einem Freund, der sich vor einer Reserveübung der Bundeswehr drücken wollte, gelang das so überzeugend, dass er gegen seinen Willen einen Tag zur Beobachtung im Krankenhaus verbringen musste.

Empathie oder Interesse kommen leider viel zu kurz, da die Charakterisierung der beiden Frauen doch recht oberflächlich ist. Die Anfangszene ist noch recht vielversprechend, als Christine an Isabelle schnuppert und fragt, welches Parfüm sie benutze, das erinnerte mich an die Szene zwischen Maggie und Brick in "Die Katze auf dem heißen Blechdach", als erstere verzweifelt versucht, ihren Ehemann zu verführen. Ja, wie ist die Beziehung der beiden zueinander? Zunächst scheint Christine Mentorin für die spröde Isabelle spielen zu wollen. Die Ausbeutung ihrer Kreativität erinnert an Die Waffen der Frauen (sogar das Motiv des abspenstigen Liebhabers findet sich dort), nur dass hier keine Komödie, sondern ein Thriller entstehen soll. Folgerichtig hätte Isabelle durch ihre Kündigung Christine effektiver treffen können als durch den Zickenkrieg. Der kreative Aderlass wäre verheerend genug gewesen. Eine imaginäre Drohung Christines, Isabelles Karriere zu ruinieren stand nicht im Raum.
Isabelle wird lediglich mehrmals in ihrer teuer ausgestatteten, aber sterilen Wohnung gezeigt. Es ist fast bemitleidenswert, wie sie gleich nach dem Frühstück das Geschirr wäscht, damit der Raum besonders unbewohnt wirkt. Die Frau hat ein Problem und fast wäre der Zuschauer bereit, ihr zu glauben, wenn sie sich mit ihrer älteren Schwester (Marie Guillard) ausspricht. Doch gleich wird diese in ihre finsteren Pläne eingespannt und die vormalige Aufrichtigkeit scheint fragwürdig. Insgesamt ist der Film so kalt wie die Gefühle der beiden Hauptdarstellerinnen. Dass "Liebesbeziehungen" nach rein ökonomischen Gesichtspunkten (lediglich eigener Lustgewinn, Erklimmen der Karriereleiter usw.) eingegangen werden, ergibt sich fast von selbst, nur wirkt die Darstellung von Lust in diesem Kontext eher unfreiwillig komisch. Die Geschäftsbesprechung als "Vorspiel", das umständliche Hantieren am engen Businesskostüm als unerotische Lachnummer.

Eines der Highlights des Films ist die Darstellung Kristin Scott Thomas`, die auch als fiese Chefin vollkommen überzeugt, wenngleich ich bei "Vier Hochzeiten und ein Todsfall" nie verstanden habe, warum sich Hugh Grant für Andie MacDowell statt für sie entschieden hatte. Verglichen mit ihrer Darstellung in Swimming Pool erscheint Ludivine Sagnier hier etwas weniger mysteriös. Werkimmanent könnte ich behaupten, dass Patrick Mille als Jammerlappen gut besetzt ist [4], allerdings sollte zumindest am Anfang der Eindruck entstehen, dass sich Isabelle ernsthaft in ihn hätte verlieben können. Fast könnte der Eindruck entstehen, Corneau versuche der These "Dumm f.... gut" Nahrung zu verschaffen.
Der Film kommt lange Zeit ohne Musik aus, nervt aber in der zweiten Hälfte mit einem Knödelsaxophon. Musste das sein?
In manchen Szenen sieht Ludivine Sagnier etwas wie die junge Nancy Allen aus. Ein Grund für de Palma, ein Remake zu drehen? Leider lief jener Film zu schnell durch die Kinos. Angesichts der eher rauschhaften Inszenierung de Palmas hoffe ich, dass er sich dem Fehler widersetzt, den Blick des Insektenforschers einzunehmen. Selbst tendenziell etwas enttäuschende Filme waren immer virtuos in Szenen gesetzt und mit einen unglaublichen Filmscore bereichert, so dass ich als Fan hoffe, dass er den Stoff besser in den Griff bekommen hat.
Die DVD verfügt über optionale deutsche Untertitel, den deutschen Trailer, ein paar andere Werbetrailer und ein Wendecover.

Fazit: Starker Anfang, blasse Charakterzeichnung. Ab Filmminute 48 war für mich der Film leider vollkommen spannungsfrei. Knapp drei Sterne (vor allem wegen der immer wieder herausragenden Kristin Scott Thomas).

Stärkere SPOILER in den Anmerkungen
[1] Es lohnt, diese Figur im Auge zu behalten.
[2] Absurdestes Indiz für die Unschuld: Verdächtige/r X kann sagen, was in einem Film vorkommt, der im Kino lief: Soll das beweisen, dass jemand zu einer bestimmten Zeit im Kino war? Also ich könnte auch mehrere Filme aus dem Gedächtnis wiedergeben, die ich irgendwann mal im Kino gesehen habe.
[3] Wer erfolgreich den Konsum von Psychopharmaka simuliert, sollte nicht ein Placebo vergessen, das ein aufmerksamer Mitarbeiter analysieren lässt.
[4] Phillip kokst nicht nur, sondern hat auch noch Geld unterschlagen. Und er wundert sich, dass seine Karriere den Berg runter zu gehen droht? Peter-Pan-Prinzip?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Duell über den Tod hinaus, 11. August 2013
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
In einer us-amerikanischen Filiale in Paris arbeitet die Abteilungsleiterin Christine mit ihrer Assistentin Isabelle recht erfolgreich an verschiedenen Projekten. Als Isabelle bemerkt, dass ihre Chefin die Erfolge alleine einheimst, beginnt sie dagegen auf zu begehren. In dem leisen Duell der Frauen zieht Isabelle den Kürzeren. Aber Isabelle ist bereit Grenzen zu überschreiten.

Die filigrane Geschichte wird spannend erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und bringen interessante Type zutage. Überraschende Wendungen sorgen für Aufmerksamkeit. Gut ausgestattete Szenenbilder verwöhnen das Auge und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein feiner französischer Thriller gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leere und Leidenschaft, 19. August 2013
Von 
Estragon - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
»Crime d’amour« (2010) – auf Deutsch ging es anscheinend nicht anders als: »Love Crime« – ist der letzte Film von Alain Corneau (1943-2010). Corneau hat in Deutschland bedauerlicherweise nie die Aufmerksamkeit erhalten, die sein vielfältiges und intelligentes Werk zweifellos verdient hätte. Anfang der 1990er Jahre hatte er immerhin auch in Deutschland mit dem durch mehrere Césars gekrönten Historiendrama »Tous les matins du monde/ Die siebente Saite« (1991) einen Achtungserfolg. Auf DVD ist in Deutschland gegenwärtig nur der exzellente Gangsterfilm »Le Choix des armes/ Wahl der Waffen« (1981) greifbar, der so etwas wie die Quintessenz der von Jacques Becker und Jean-Pierre Melville begründeten französischen Gangsterfilmtradition darstellt.

»Crime d’amour« handelt zwar, wie der Titel schon sagt, von einem Verbrechen, ist aber nicht dem Gangsterfilmgenre zuzuschlagen, zu dem Corneau etliche wunderbare Beiträge geliefert hat. Stattdessen haben wir es hier mit einem eiskalten und hoch intelligenten Psychothriller zu tun, der die Skrupellosigkeit und die strategische Intelligenz von Charakteren in den Mittelpunkt rückt, die einerseits ihr ideales Habitat im Topmanagement finden, andererseits aber auch von diesem Milieu geformt und deformiert werden.

Isabelle (Ludivine Sagnier) ist eine aufstrebende, aber noch subalterne Führungskraft eines Unternehmens. Ihr Talent wird von ihrer Chefin Christine (Kristin Scott Thomas) eigennützig ausgebeutet. Als Isabelle sich entschließt, einmal im Selbstinteresse zu handeln, wird sie von Christine hintergangen und öffentlich gedemütigt. Isabelle gerät in eine Krise, mit ihrem Verhalten irritiert sie zunehmend ihre Umwelt. Schließlich kommt es zu dem Verbrechen.

Corneau inszeniert in konzentrierter Weise einen Psychothriller, der ganz auf die Charaktere und deren Beziehungen untereinander fokussiert ist. Die Ausstattung von Wohnungen, Büros, Konferenzsäle usw. dient lediglich dazu, die Figuren zu charakterisieren, wie beispielsweise Isabelles beängstigend aufgeräumte und nur mit dem Allernotwendigten ausgestattete Wohnung. Ein mittelmäßiger Regisseur hätte Handlungsorte wie Paris, Kairo und New York dazu genutzt, die einschlägigen Postkartenmotive ausgiebig in Szene zu setzen, um dem Zuschauer Schauwerte zu präsentieren. Corneau dagegen wechselt von Paris nach Kairo, indem er von einem Konferenzraum zum nächsten schneidet, – eine kurze Schrifteinblendung informiert über den Ortswechsel. Ähnlich reduziert geht der Regisseur auch sonst vor. Der kühl-distanzierte Erzählton macht den Zuschauer zum Beobachter, der sich nicht in eine Figur hineinversetzen soll, sondern stets darauf angewiesen bleibt, aus dem Verhalten auf die Motivation der Charaktere zu schließen.

Isabelle ist das Zentrum des Films. Ludivine Sagnier ist glänzend in dieser Rolle. Sie lässt Isabelle gekonnt und oftmals kaum merklich zwischen großer innerer Leere, ungebremster Leidenschaft und skrupellosem Kalkül changieren. Expressiv ist Isabelle nur, wenn sie gekränkt oder gedemütigt wird. Ansonsten scheint sie ihre Leidenschaft nur dadurch äußern zu können, dass sie geradezu mit Besessenheit durchrationalisierte Pläne entwirft und umsetzt. Die Differenz zwischen der Isabelle, die eine psychische Erkrankung vortäuscht, und der wirklich psychisch deformierten Isabelle ist schmal. Was aber im normalen Umgang unter Menschen als Deformation auftritt, ist dort, wo Isabelle Karriere machen will, ein Selektionsvorteil. Oder wie es im Film treffend heißt: »Sie sind perfekt für diesen Job.«. Bedrohlich ist für Isabelle bloß, dass andere im gleichen Milieu mit ähnlichen Deformationen ausgestattet sind.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mörderischer Zickenkrieg...., 14. Juni 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
Brian de Palmas neuester Film "Passion" ist ein Remake des 2010 entstandenen französischen Suspencetrhriller "Love Crime" (Original: Crime dŽamour) des im gleichen Jahr an Krebs verstorbenen Regisseurs Alain Courneau. Möglicherweise ist sein letzter Film vielleicht sogar seine beste Arbeit geworden, trotz des mehrfach mit Cesars preisgekrönten "Die siebente Saite" oder dem Gangsterepos "Wahl der Waffen".
Obwohl der Thriller um zwei Kontrahentiinnen sehr künstlich und auch extrem konstruiert wirkt, gewinnt er durch die sehr guten Schauspielerleistungen von Ludivine Sagnier und Kristin Scott Thomas und kann als Hochglanzthriller der modernen Geschäftswelt prächtig unterhalten. Es ist die Geschichte zweier Karrierefrauen, die in einem multinationalen Unternehmen arbeiten. Es ist auch die Geschichte der rücksichtslosen und emotional sadistischen Chefin Christine (Kristin Scott Thomas), die das Können und Talent ihrer untergebenen Assistentin Isabelle (Ludivine Sagnier) vor allem für das eigene Emporsteigen auf der Karriereleiter zu nutzen weiß. Die beiden Frauen kommen sich aber auch privat näher, die Chefin bietet ihrer Mitarbeiterin die Freundschaft an. Doch die ist zunehmend gekränkt und gedemütigt, weil Christine die Geschäftsideen für sich nutzt und die Lorbeeren einstreicht.
Erschwerend kommt hinzu, dass Christines Freud Philippe (Patrick Mille) ein Verhältnis mit Isabelle beginnt. Aus dieser Konstellation entwickelt sich eine abgründige Thrillerstory der Pariser Geschäftswelt....
Der Film enthält einige interessante Wendungen und das Drehbuch erscheint zwar konstruiert, aber auch in sich plausibel und bietet einen schaurigen, möglicherweise auch überzogenen Einblick aus den Etagen einer expandierenden Firma. Die Hauptdarstellerinnen dürfen viel Bosheiten rauslassen und man merkt dem Spiel an, dass da eine Menge Spaß dabei war. Der Krieg der Biester ist beinahe schon leichtfüßig inszeniert, bis er eben eine grausame Wendung nimmt. Ab hier ist Präzision gefragt und Ludivine Sagnier hat dann auch den Hauptpart zu erledigen. Aber ansonsten ist "Love Crime" eine gelungene Fortsetzung vieler Zickenkrieg-Movies wie "Was geschah wirklich mit Baby Jane".
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erst super dann seltsam, 29. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
Christine ist die Managerin eines Filiale eines amerikanischen Unternehmens in Paris. Doch mittlerweile tut sie nicht mehr wirklich viel dafür, sondern lässt vor allem ihre emsige Assistentin für sie schuften und Ideen ausarbeiten, die sie dann aber als ihre eigenen verkauft. Unterstützt von dem ihr wohlgesonnen Kollegen Daniel, der Christines Spiel schon lange durchschaut hat, führt Isabelle eines Tages eine Präsentation ohne das Wissen ihrer Chefin durch. Das schmeckt Madame gar nicht und so beginnt sie Isabelle zu diskreditieren. Doch die schlägt zurück.

Die erste Stunde des Streifens ist glänzend. Hier weht ein starker Hauch von Hitchcock durch die Büroräume und besonders die Racheaktionen von Christine sind wirklich fies.

Danach gibt es eine recht überraschende Wende und danach wirkt mir der Film etwas zu sehr konstruiert. Ich möchte da jetzt nicht zu viel verraten, ich fand aber den Ablauf der Geschichte ein wenig arg weit hergeholt. Dafür ist die Schlusspointe gelungen.

Schauspielerisch ist der Streifen exzellent besetzt, wobei mir insbesondere Kristin Scott Thomas, die mittlerweile fast nur noch in kleineren Filmen mitspielt, extrem gut gefallen hat. Die freundlichen aber gleichzeitig doch fiesen Gesichtszüge sind dabei hervorstechend. Aber auch der Rest des Castes weiß zu überzeugen.

Insgesamt durchaus eine Empfehlung wert, bin ich mir nicht sicher, ob nur mir die letzte halbe Stunde des Streifens ein wenig arg weit hergeholt erscheint, schlecht wird LOVE CRIME dabei aber nicht, nur eben ganz anders als zu Beginn.

3,5/5

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3.0 von 5 Sternen französischer Zickenfilm, 16. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
eigentlich super wenn Frauen kämpfen in Filmen sowas ist eh selten
nur ist das ganze eher akademisch anspruchsvoll gemacht
gespielt ist der Film gut man muß viel nachdenken und zwischen den Zeilen lesen
aber irgendwie finde ich den Film langweilig, das Thema nett mehr nicht
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4.0 von 5 Sternen Keine großen Höhepunkte, dennoch sehr spannend, 23. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Crime [Blu-ray] (Blu-ray)
Bürozickenterror, Intrigen & Demütigungen, Mord. Schöne Mische für einen Thriller. Der Film plätschert ohne großartige Höhepunkte dahin, ist aber sehr spannend. Schöner Rachefilm aus Frankreich mit einer großartigen Kristin Scott-Thomas.
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3.0 von 5 Sternen gute Grundidee, mangelhafte Umsetzung, 17. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Crime (DVD)
ppuuhhhh...seit zwei Jahren warte ich nun auf diesen Film mit Mrs. Scott Thomas, aber leider hat sich das Warten nicht gelohnt.
Der Film fängt vielversprechend an, es wird viel angedeutet, aber nichts zu Ende geführt….
Man fällt mitten ins Geschehen, darf aber immer nur ein Bruchteil wahrnehmen. Die Charaktere sind so oberflächlich gezeichnet, dass man weder Mitleid, noch Haas oder gar das Gefühl von Spannung verspüren könnte…
Kristin Scott Thomas spiel ihre Rolle zwar – wie immer – hervorragend, aber trotzdem bleibt ihre Figur zu vorhersehbar, zu berechenbar.
Vollkommen blass bleibt für mich Ludivine Sagnier, die man aus Filmen wie Swimming Pool als durchaus gute Schauspielerin kennt, welche die Distanz zum Zuschauer aber nicht überwinden kann…
Auch gewöhnungsbedürftig fand ich die komplett fehlende Musik in der ersten Filmhälfte und die unpassende Musik in der zweiten Hälfte.
Der Plot wirkt insgesamt zu konstruiert und gänzlich überschaubar. In der Filmmitte, hatte ich kurz den Drang, den Film nicht zu Ende zu schauen und konnte mich dann doch überwinden… Im Nachhinein - aus meiner Sicht - überflüssig, denn der Verlauf blieb spannungsarm und kalkuliert bis zur letzten Minute…
Potential wäre vorhanden gewesen sowohl schauspielerisch als auch von der Grundidee, aber dabei bleibt es leider auch.
Die knappen 3 Sterne gehen für mich an die trotzdem gränzende Scott Thomas!
Ich versuche mich heute an der amerikanischen Verfilmung des Stoffes „Passion“
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3.0 von 5 Sternen Fängt gut an, läßt dann aber stark nach, 12. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Love Crime [Blu-ray] (Blu-ray)
ich kann hier eigentlich nur auf die sehr gute Kritik von 'christine' verweisen, die all die Fehler und Ungereimtheiten schon beschrieben hat. Anfangs mag man noch gefesselt sein, wie sich dieser 'Intrigen und Liebe' Film entwickelt, aber spätestens nach der Mitte wirkt alles nur noch 'überkonstruiert' und es fallen auch leider zu viele Logikfehler auf. Die drei Sterne vergebe ich hier mal nur wegen der schauspielerischen Leistungen von Scott Thomas und Sagnier.
Die Blu-Ray ist hier meiner Meinung nach nicht zwingend nötig, von der Bildqualität ist die DVD wohl ausreichend, vor allem auch wegen dem Fehlen jeglicher Extras, was in heutiger Zeit schon eine Frechheit ist.
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5.0 von 5 Sternen Love Crime Blu-Ray, 19. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Love Crime [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese Film ist noch lange nachhaltig. Nicht nur die Stimmung, auch die Schauspieler bringen eine überzeugende Wirkung rüber. Die Handlung ist der Knaller!
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Love Crime
Love Crime von Ludivine Sagnier (DVD - 2013)
EUR 7,99
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