Kundenrezensionen

22
4,5 von 5 Sternen
Die Lieben meiner Mutter
Format: Kindle EditionÄndern
Preis:9,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es muss ein seltsames Gefühl sein, wenn man mit siebzig Jahren seine Vorstellungen von seiner Familie und seiner Kindheit völlig neu ordnen muss. Viele Jahre hatte Peter Schneider einen Schuhkarton voller in eigenwilliger Sütterlinschrift geschriebener, deshalb für ihn unlesbarer Briefe seiner Mutter besessen, ohne sich recht dafür interessiert zu haben. Erst mit der Trennung von seiner Frau kam das Bedürfnis, in diesen Briefen nach Erklärungen für seinen Lebensweg und das Schicksal seiner Beziehungen zu suchen.

Entdeckt hat er ein ganz und gar ungewöhnliches Zeugnis eines ganz und gar ungewöhnlichen Lebens im Deutschland der Nazi- und Nachkriegszeit. Es ist das Schicksal einer liebenden Frau, der die Liebe zu ihrem berufs- und kriegsbedingt ständig abwesenden Mann und ihren vier Kindern nicht genügt. Vielmehr ist es ein Freund und Kollege ihres Mannes, ein bekannter Opernregisseur (als "Andreas" ist er "anonymisiert", aber durch die zahlreichen erwähnten Engagements unschwer zu identifizieren - da werden eventuelle Nachkommen ihre Freude haben!), den sie mit einer alles verzehrenden Liebe überschüttet, mit einer Liebe - sagt jetzt der männliche Küchenpsychologe - zu der nur eine Frau fähig ist. Mit einer Liebe, die Andreas in keiner irgendwie angemessenen Weise erwidert, denn er ist das Urbild des eitlen, hochegozentrischen, gefühlsarmen Künstlers, der diese Liebe in unregelmäßigen Abständen genießt und schürt, dazwischen aber immer wieder auf Distanz geht und die wunderbaren Briefe seiner Geliebten wohl nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nimmt. Mit solch tiefen Gefühlen kann der auch von anderen umschwärmte Frauenheld nichts anfangen.

Und der Vater weiß von allem! Das ist eines der großen Rätsel, auf die Peter Schneider keine Antwort gefunden hat: Hat der Vater nur still vor sich hin gelitten, oder hat er geahnt, dass die Mutter ohne die Euphorie dieser Beziehung (und der einiger anderen, wenn auch nicht annähernd so intensiven Affären) nicht die Kraft aufgebracht hätte, die Familie durch diese schwierige Zeit zu manövrieren? Diese übermenschliche Aufgabe war nämlich ihr alleine zugefallen, während der Ehemann sowie der Geliebte Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit vergleichsweise angenehm hinter sich gebracht hatten, und das ist wohl auch der Grund, dass sie nur wenige Jahre nach Kriegsende stirbt, vom Leben und Lieben entkräftet.

Die Aufarbeitung dieser Dreiecksbeziehung wird ergänzt durch Peter Schneiders eigene Erinnerungen an diese Zeit. Es ist dies vor allem die Geschichte des Nachbarsjungen Willi, der einen unguten, pseudoreligiösen Einfluss auf ihn und seine Schwester gewinnt und dazu beiträgt, dass sich Mutter und Kinder immer weiter entfremden, bis sie sich in ihrer Kraftlosigkeit sich nur noch mit Prügelattacken zu helfen weiß. Das sind seine letzten, traurigen Erinnerungen an die Mutter, die er jetzt, mit dem was er über sie weiß, in einem anderen Licht sehen kann.

Wenn man die Auszüge aus den Briefen liest, wagt man sich kaum vorzustellen, was aus der Mutter geworden wäre, wenn sie ihr Talent nicht im Interesse der Karriere ihres Mannes ungenutzt hätte brachliegen lassen und es letztlich an den unwürdigen Adressaten ihrer Sprachkunst verschleudert hätte. Man kann Peter Schneider nicht genug danken, dass er diesen in vieler Hinsicht schweren Schatz gehoben hat.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Mai 2013
Peter Schneider geht weit zurück in seinen hier vor liegenden Erinnerungen. Er beschreibt das Leben seiner Eltern und seine eigenen ersten Jahre während und nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er 1940 geboren wurde. Viel weiß er nicht über seine Eltern. Doch anhand von Briefen seiner Mutter kann er aufschlüsseln, dass sie neben ihrem Mann Heinrich einen zweiten innig liebte und mit diesem auch zusammen war. Beide Männer waren an der Oper tätig, die aus Gründen der Propaganda seitens des Reichspropagandaministers Goebbels noch bis weit in das Kriegsjahr 1943 mit ihren Spielplänen erhalten geblieben war, bevor auch das letzte Aufgebot an Männern an die Front geschickt wurde. Andreas war Regisseur, Peter Schneiders Vater Heinrich war Dirigent.

Die Mutter hatte den Vater jung geheiratet und bekam insgesamt nach einander vier Kinder. Dass sie dafür eigentlich zu schade war, bescheinigt ihr der Liebhaber Andreas. Es bleibt klar, dass die Mutter zwei Männer liebte. Diese waren Freunde und duldeten einander. Peter Schneider erfährt von den Liebschaften seiner Mutter wohl erst durch ihre spät gelesenen Briefe.

Aus seinen Impressionen und Recherchen schält sich ein Künstlerleben heraus, in dem häufig finanzielle Not herrschte. Die Kriegsjahre überstand die Familie einigermaßen unbeschadet nur mit Hilfe der Näharbeiten seiner Mutter.

Die aufgefundenen Briefe sind aufschlussreich im Hinblick auf die Toleranz aller Beteiligten in den Dreiecksbeziehungen. Andreas liebte seine Freiheit, Heinrich liebte seine Frau über alles, und Schneiders Mutter liebte beide gleichzeitig. Für die Sitten und Moral in jenen fernen Zeiten ist das eine seltene Konstellation.

Die Form der Biographie, in der hier berichtet wird, ist ungewöhnlich. Aus dem facettenreichen Leben der Mutter kann der Sohn sich zusammenreimen, wie sie ihr Eigenleben neben der Arbeit und der Fürsorge für ihre Kinder gestaltet hat. Da gab es Hingabe, Entsagung und die Gabe, sich fröhlich zu vergnügen. Es gab aber auch die Schwermut, die zuletzt das Leben dieser liebessehnsüchtigen Frau zu zerstören schien.

Zwei Themen werden hier abgehandelt: die Kindheit als Flüchtlingskind in einem Dorf in Bayern und die Sehnsüchte einer liebebedürftigen Mutter.
Die Endzeitstimmung des Zweiten Weltkriegs wird authentisch wiederbelebt. Untergang und Flucht aus der zerstörten Stadt Dresden unter unglaublichen Kriegsbedingungen werden so hautnah beschrieben, dass man glaubt, man wäre dabei gewesen. Eine Frau mit vier kleinen Kindern brauchte Energie, Kraft und Lebensmut, um diesem Zumutungen standzuhalten. Daneben konnte sich die Mutter wohl nur durch ihre Liebesbriefe und eine unersättliche Leidenschaft zu verschiedenen Männern am Leben halten. Dass ihr eigener Mann durch alle Widrigkeiten und Nebenliebschaften zu ihr gehalten hat, war Trost und Hilfe für die geplagte Mutter.

Peter Schneider gehörte einst zu der so genannten 68 sechziger Generation, die scharf mit der Elterngeneration abgerechnet hat. Erst spät erfährt er, dass sein Vater zwar kein Nazi war aber doch stillgehalten hat, um seine Position an der Oper nicht zu gefährden.

Vermutlich ist es nicht leicht, einer Mutter mit diesem bewegten Innen- und Außenleben die angemessene Würdigung entgegen zu bringen. Peter Schneider ist das gelungen.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juni 2013
Die Lieben meiner Mutter von Peter Schneider/Rezension Jun
19
” Jahrzehntelang haben ihre Briefe aus der Kriegs-und Nachkriegszeit ungelesen im Schrank gelegen. Als Peter Schneider sich endlich entschließt, die in Sütterlin geschriebenen Briefe seiner Mutter transkribieren zu lassen, stößt er auf eine unglaubliche Geschichte.”-Klappentext.

Und auf eine Seite seiner Mutter , die er bis dahin nicht kennengelernt hatte. ” Vor allem aber lernte ich eine Schreibende kennen, die ihren Schwankungen zwischen Lebenslust und Schwermut fast hilflos ausgeliefert war.”

Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, lässt aus Erinnerungen und Briefen das Bild einer Frau erstehen die in den Wirren der Kriegsjahre versucht ihren Weg zwischen Pflicht und eigenen Ausdruck zu finden. Bis zur Selbstaufgabe verbrennt sie in der abhängigen Liebe zum Regisseur Andreas, der sich später mit der besten Freundin der Mutter liieren wird.

Die Liebe zu Andreas besteht neben der Liebe zu ihrem Ehemann Heinrich der sie wiederum bedingungslos liebt. Liebe die in beiden Fällen auf Überhöhung, Idealisierung, Abhängigkeit gegründet zu sein scheint.

Die 4 fache Mutter , künstlerisch ambitioniert und wohl die meiste Zeit auf sich selbst gestellt, findet ihren Selbstausdruck in der atemlosen Liebe und im Schreiben der Briefe. Immer ist es auch ein Ringen um die Frau die sie neben dem Mutterdasein auch noch ist.

Andreas schätzt ihre Lage so ein: “daß vier Kinder eben zu viel für mich seien. Weniger, weil ich daß nicht schaffe,sondern weil in mir Dinge entfaltet werden könnten, die bei anderen nicht möglich wären-Dinge geistiger Natur.Er meint Kinder haben und aufziehen können viele.Das, wozu meine Befähigung vielleicht reichen würde, können ganz wenige”

Andreas der von dieser großen Liebe überschwemmt wird, erwidert die Gefühle allenfalls halb.Wie aber ging es Heinrich, Ehemann, ebenfalls an der Oper tätig in dieser Dreiecksgeschichte, fragt sich Peter Schneider.

” Hat er die Untreue seiner Frau gar nicht als Verrat empfunden? Sie als Überlebensmittel einer Frau toleriert , die immer am Rand ihrer Möglichkeiten lebte und sich durch ihre Amouren vor dem Absturz in die Depression zu retten suchte?”

“…das schreiben ist für die Mutter offenbar ein Überlebensmittel gewesen, eine Waffe mit dem die zerstörererischen Kräfte, die von außen und von innen auf sie einstürmen, in Schach zu halten versuchte.”

Peter Schneider verwebt eigene Erinnerungen, mit Gelesenen und Interpretationen , webt draus eine Geschichte aus Fiktion und Recherchierten.

Das Fragmentarische machte mir das Eintauchen in die Geschichte nicht leicht. Trotzdem mochte ich den Sprachgestus, das feingeschliffene und das Bild das Peter Schneider von seiner Mutter , einer faszinierenden Frau entwirft. Mich erstaunte beim Lesen immer wieder, das so eine Geschichte in einer Zeit in der Not , Mangel, Gefahr und pures Überleben vermutlich zentrales Thema waren, lebbar und erfahrbar war.

Aufmerksam geworden bin ich durch “Das blaue Sofa”. Gekauft habe ich es mir hier.

Erschienen ist es 2013 bei Kiepenheuer

[...]
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juni 2013
Das ist schon eine ganz besondere Person, die Peter Schneider Schritt für Schritt nach langer Anlaufzeit in seinem Leben entdeckt. Ein mühsames Entdecken schon in der Form (Sütterli kann er kaum lesen), aber auch in dem, was sich da vor seinen Augen offenbart.

Die eigene Mutter als leidenschaftlich Liebende zu entdecken (und das nicht nur in Bezug auf den Vater....), eine ungeschützte Tiefe der Gefühle zu lesen und, durchaus, auch vor der Erotik nicht die Augen verschließen zu können. Jeder kann sicherlich nachvollziehen, dass dies ein befremdender Vorgang ist, ein mit starken Emotionen einher kommendes Erleben.

Eltern, gerade die Mutter, das sind doch in den Augen der Kinder fast geschlechtsneutrale Wesen. Mütter eben, nicht Geliebte im erotischen Sinn, nicht leidenschaftlich „Verfallene“. Eine leidenschaftlich Verfallene dann auch anderen Männern gegenüber und sogar nicht nur „einem Fehltritt“ ausgeliefert (denn man mit Mühe verstehen könnte)? Immer wieder zeigt Peter Schneider im buch seine eigene, innere Reibung mit jenem Bilder der Mutter, die „ganz und gar für die Kinder lebte“. Die Mutter, die er bis dato eben kannte.

Schon das ist etwas Besonders, dieses Trauen und Wagen der Mutter. Eine Frau, die Liebe und Leidenschaft an sich in sich trägt, Emotionen, die sich entzünden dann an dem ein oder anderen konkreten Mann neben dem eigenen Ehemann. Die sich selbst wagt. Unverholen.

Und das zu einer Zeit, die in ihren moralischen Ansprächen und Standards nichts mit einem liberalen Leben der Gegenwart zu tun hatte. Die harten Auseinadersetzungen mit der Schwiegermutter und das, ohne sich zu verleugnen, ohne zu verschweigen, erhobenen Hauptes, das zeugt von Mut. Wie auch andere Zeilen der Briefe aufzeigen, dass es hier um „die Natur“ der Mutter ging, nicht um eine willentliche Böswilligkeit oder reine Egomanie. Es geht um „Blitzschläge der Liebe“, wie Peter Schneider es benennt.

„Manchmal, wenn ich versuche, nüchtern zu sein, begreife ich nichts mehr. Aber ich kann nicht nüchtern sein. Hinter allen dunklen Fragen....... steht eben immer unerschüttert mein Glaube daran, dass dies nicht alles umsonst ist“. Dass diese Lieben und Leidenschaften das Leben selbst sind.

So intensiv lebt die Mutter Peter Schneiders ihre Lieben, dass sie sich völlig hingibt, dass sie „ihr Leben in Deine Hand“ gibt. Und das alles im Übrigen auch in härtesten Zeiten, im Krieg, auf der Flucht. Eine unglaubliche Energie ist es auch dem Leben an sich gegenüber, die aus den Zeilen des Buches, den Briefen, den eigenen Erinnerungen Peter Schneiders an die eigene Kindheit heraus im Buch deutlich wird. Eine Energie und Kraft, die sich eben auch (und vor allem) immer wieder ungeschützt in die Liebe wirft, so sie den Weg kreuzt. Ohne sich Konventionen, Widerstand, Missmut anderer dabei unterzuordnen. Die aber auch den Widrigkeiten und Härten des Lebens sich entgegenstellt.

Und das alles gelingt der Mutter zudem noch, in einer bewegenden, tiefen, die eigenen Gefühle auf den Punkt und im ungeschützten Moment der Leidenschaft auszudrücken.

So erschließt sich dem Leser allein bei der Lektüre der Briefe eine intensive Ahnung, davon, was Liebe sein kann, wie tief Leidenschaften reichen und wie bereichernd das alles für ein leben sein kann. Ein Leben, dass den Mut zur persönlichen Freiheit braucht, damals übrigens wie heute, um solche Intensitäten zuzulassen.

Das Peter Schneider selbst da hin- und hergerissen sich wiederfindet, dass dies für ihn als Sohn, der nur mehr kindliche Erinnerungen an die früh verstorbene Mutter in sich trägt wirklich ein schwerer Angang ist, auch das liest sich ungeschminkt aus dem Buch heraus.

„Dem Sohn, dem verspäteten Leser, sträuben sich die Haare. Er möchte seiner Mutter ins Wort fallen. Stopp. Streiche diesen Satz. Wie soll diese Liebe gut gehen. Du lieferst Dich diesem Liebaber, diesem Götterliebling, wie Du ihn nennst, mit Haut und Haaren aus, du bettelst ihn an, du kniest vor ihm“.

Ein faszinierendes Zeugnis einer faszinierenden Frau, eine Ode an die leidenschaftliche Liebe mit „Haut und Haaren“, den Mut immer wieder zu eigenen, starken und stärksten Gefühlen und ein Blick auf den Sohn, der dies alles zu verarbeiten hat. Ein bewegendes Buch.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Oktober 2013
Das Buch ist beklemmend meisterhaft erzählt, besonders dort, wo der Autor von sich selbst spricht: von seiner Kindheit im Krieg, den Abenteuern in den bayrischen Bergen, der wachsenden Immunisierung gegen die Kriegsangst und dem bösen, verführerischen "Willi", dem er mit Leib und Seele hörig ist. Schwierig und teilweise unglaubwürdig bleibt für mich die Verherrlichung seiner Mutter. Einer höheren Tochter, die sich erst die Ehe mit einem Jüngeren ertrotzt, um ihn dann unausgesetzt zu betrügen, die ihn - meistens getrennt von ihm lebend - sadomasochistisch teilnehmen lässt an ihren Gefühlen und Eskapaden, die ihren Liebhabern unerträglich kitschige Briefe schreibt und sich ihnen in einer Art an den Hals wirft, die jeden Menschen, gleich welchen Geschlechts, in die Flucht schlagen muss. Diese Mutter trieft vor Selbstliebe und Selbstmitleid. Ihre vier Kinder sind ihr eine ständige Last. Sie machen Krach, brauchen Kleider, Essen, müssen gepflegt werden, stören sie bei ihren Liebesabenteuern. Manchmal drischt sie wie wild auf sie ein. Und wenn man sie aufopferungsvoll über die Nähmaschine gebeugt sieht, Kleider für ihre Kleinen nähend, dann beklagt sie sich kurz darauf bei ihrem Mann, wieviel Arbeit das wieder gemacht habe. Sie glaubt, dass andere Potenziale in ihr schlummern als die Mutterschaft. Aber welche? Wo ist - außer beim Liebesbriefschreiben - eine Spur von Ehrgeiz oder Begabung erkennbar? Den Kindern vermittelt sie ständig, dass sie nicht gewollt waren - jedenfalls nicht in dieser Vielzahl (es waren vier), ungefähr die schlimmste Hypothek, mit der man die Psyche eines jungen Menschen belasten kann. Manchmal lässt der Autor gesunde Wut auf diese Mutter erkennen, die im Grunde nie für ihn, sondern immer nur für sich selbst da war und deren Glücksträume sich - wie bei Fischers Ilsebill in Grimms Märchen - nie erfüllen sollten. Er hat Recht mit seiner Wut. Er hätte noch wütender sein dürfen. Unbegreiflich ist mir die Tendenz nahezu sämtlicher Rezensenten, diese Frau zur Heiligen zu verklären.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 26. August 2013
Da ist ein Sohn wie jeder andere, eine Mutter wie so viele. Traute Harmonie, sofern man in Zeiten des Krieges von einer solchen überhaupt sprechen kann. "Traute Harmonie", wie sie erwartet und vorausgesetzt wird in jener längst versunkenen Epoche, in der man weiß, was "sich schickt", in der man sich der herrschenden (Doppel)moral zu unterwerfen pflegt und die Paradekissen gerade rückt, die frisch gestärkt über den Anstand wachen. Weiß man doch, was der Fassade zu schulden ist! (Und auch, wie man das "Dahinter" verbirgt).

Schnitt, Jahrzehnte gehen ins Land. Nun entdeckt der Sohn die sütterlingeschriebenen Tagebücher und lernt eine ganz andere Mutter kennen. Eine, die die Konventionen sprengte. Die Liebhaber hatte, die sich lebte, die Leidenschaften auskostete, als könne sie dem Grauen des Krieges nur trotzen, indem sie ihm geballte Sinnlichkeit entgegenwirft. Nein, da gibt es nicht nur einen Galan. Weshalb sich beschränken, sich kasteien, wenn die Lust auch in anderen Garten wächst und nur darauf wartet, geerntet und genossen zu werden wie die Reben, aus denen der schwere, berauschende Wein entsteht? Weshalb nicht der bieder-spießig-verlogenen Gesellschaft ein Schnippchen schlagen, warum nicht wagen, was Zarah Leander in süffig-erotischen Liedern wie "Jede Nacht ein neues Glück" besang und vorzuleben schien: Ein echtes, den wahren, zutiefst menschlichen Bedürfnissen entsprechendes Dasein, das die Frage stellt, ob denn Liebe Sünde sein könne, die Sinneslust verwerflich?

Peter Schneider schrieb ein Buch, das unter die Haut geht, ein Buch, das die Leidenschaften einer zutiefst (un)gewöhnlichen Frau zu einer Zeit thematisiert, in der diese verpönt und allenfalls bei gelöschtem Licht unter der Bettdecke auszuleben waren; ein Buch aber auch, das trotz scheinbarer Verstöße gegen die Reste auch in unserer Zeit noch geltenden Sittenkodexe in Stil, Sprache und Inhalt einen jeden zu faszinieren weiß, der auf hohem Niveau unterhalten werden möchte. Chapeau!
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 13. Dezember 2014
Schneiders Buch basiert auf persönlichen Briefen seiner Mutter und Antworten, die sie darauf bekam. Erst mit etwa 70 Jahren begann er, das in Sütterlin geschriebene Konvolut, aufbewahrt in einem von Umzug zu Umzug mitgenommenen Karton, transkribieren zu lassen, zu ordnen und systematisch zu lesen. Es wurde zum Anstoß dafür, die Geschichte seiner Mutter, die starb, als er acht Jahre alt war, und seine Kindheit in Bayern zu rekonstruieren, soweit sie sich mit der Lebenszeit der Mutter überschnitten hat. Er tut es in klarer, schlichter Sprache, schnörkellos und präzise. Bezeichnenderweise hatte auch die Mutter, wie die Briefe zeigen, Willen und Begabung zum Schreiben - etwas, das sie ihrem Drittgeborenen durchaus als Lebensaufgabe vermittelte.

Sie selber kam nicht dazu, ein Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen zu führen, im Gegenteil. Gefangen in einer Ehe - allerdings mit einem Mann, den sie liebte - und Mutter von vier Kindern, rieb sie die Last der Versorgung auf; um so mehr, als sie die Familie lange Zeit alleine durchzubringen hatte, auf der Flucht nach Westen und in den Nachkriegsjahren, im Dorf Grainau bei Garmisch Partenkirchen. Parallel zur Ehe hatte sie Verhältnisse, vor allem mit einem Mann namens Andreas. Als grundlegende Vorbelastung kann das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Vater gelten, der sie verstieß, weil er die Hochzeit mit einem Habenichts - dem Komponisten und Dirigenten Heinrich - ablehnte, und hartherzig bei dieser Haltung blieb. Schneider spricht von einem Riss in der Tiefe", den seine Mutter mit ihrer Auslieferung an Andreas zu heilen suchte" (S. 251). Die Mutter selber schreibt zur lebenslangen, ihr zum Verhängnis werdenden großen Bedürftigkeit, es habe für sie nie dieses Gehaltensein der Kindheit" (gegeben), den glücklich bewachten Kinderschlaf, Bedingungslosigkeit der Hingabe" (ebd.). Wie wird jemand mit dieser "Wunde" (ebd.) fertig? Voll unerfüllter Sehnsucht, beginnt die Mutter also Liebschaften; die wichtigste ist die Nebenbeziehung mit einem Freund und Künstlerkollegen ihres Mannes, eben jenem Andreas, der auf dem Weg ist, ein erfolgreicher Opernregisseur zu werden. Und sie lebt diese Leidenschaft ungehemmt aus, allerdings weit mehr in ihren Vorstellungen von Glück und deren schriftlicher Beschwörung als in der - kargen - Realität; Schneider spricht vom hohen Ton" der Briefe, die mit ihren liebeslyrischen Ausschweifungen wie ein Ersatz für das sind, was der Mutter versagt blieb: diese Liebe zu leben. Sie ist eine Meisterin der - oft schmerzvollen - Sehnsuchtsworte; so etwa wenn sie schreibt, sagt, die erlösende Durchbrechung des gefühlsstauenden Panzers gelinge nur durch das Beheimatetsein" in einer anderen liebenden Seele. (S. 107)

Sie bezahlt viel für die Hoffnung, jene in der Kindheit geschlagene Wunde könne vom idealisierten Geliebten geheilt werden: Und das zerbricht mich noch einmal: dieses Spüren all der offenen Stellen und das Wissen um ihre Unerfüllbarkeit". (S. 252) Meist ist der Geliebte fern, anderswo und anderweitig beschäftigt, weitaus weniger interessiert, jedenfalls keineswegs so abhängig wie sie vom privaten Glück des Liebens. Schließlich hat er eine beanspruchende, erfüllende, selbstgesetzte Lebensaufgabe in der Welt - an deren Mangel sie krankt, ständig wartend, sich sehnend, entbehrend. Klarsichtig bemerkt Schneider: Aber ist ihr das Gefühl einer verzehrenden, vielleicht unerfüllbaren Sehnsucht nicht immer wichtiger gewesen als deren Adressat?" (S. 257) Zwar ist das Verhältnis, von dem ihr Mann Heinrich duldend weiß, nicht rein illusorisch, es gibt durchaus Erwiderungen, eine gewisse Gegenliebe, wiederholte Treffen - doch die Haltung der Mutter, der zelebrierte Überschwang der Gefühle hat starke Züge von Liebeswahn. Bedingungslose Selbsthingabe und -aufgabe erreichen ein (Un-)Maß, das den Adressaten bedrängen, bedrücken, ja abschrecken muss. In einem Fall der Liebhaber-Reihe ist es umgekehrt, wie Briefe eines Mannes namens Max zeigen (S. 198 ff.), der ihr sein Herz zu Füßen legt in einer selbstpreisgebenden, liebesheroischen Art, in der sie ihre eigene wiedererkennen kann. Daraus ist jedoch keine haltbare Bindung geworden.
Nach vielem Hoffen und immer neuen Enttäuschungen durch Andreas wird die ewig Wartende und letztlich Verschmähte bitter, böse, giftig, die Liebe kippt um in Hass: Er sei es nicht wert, so tief geliebt zu werden, er selber sei gar nicht liebesfähig. Ohrfeigen möchte ich dich, rechts und links - den Herrn Operndirektor in seinem Papststuhl, der die, die ihn lieben, mit Dreck beschmeißt ..." (S. 208) Oder: Ein echtes Gefühl kann man nicht an einem Tag wünschen, um es am anderen als störend zu empfinden. Das ist eine seelische Vergewaltigung und ein Mangel von Ehrfurcht vor der innersten Substanz der Frau (...) Auch du hast kein Recht, Menschenleben an dich zu binden, ohne je dabei an einen ernsthaften Einsatz deinerseits zu denken" (S. 212) Unterdessen sind ihr zwei der vier Kinder entglitten: Peter und seine Schwester Hanna entziehen sich ihr, indem sie sich dem verschwörerischen Einfluss des um einiges älteren Nachbarsjungen Willi hingeben, der sie in eine magische Parallelwelt zieht.

Gegen Ende wird in den Briefen - diesem Fluchtort der Mutter, der ihr immerhin die Befriedigung des freien Sich-Ausdrückens im Schriftlichen bietet - deutlich, dass das lange zermürbende Leiden zur Depression geworden ist: ...Nun bin ich matt, liege herum - allein, allein, es ist nicht mehr auszuhalten. Ich bin wohl krank, ich meine psychisch krank. Sobald diese Erschöpfungen eintreten, gewinnt das Kranke in mir die Oberhand, ich entgleite mir vollkommen..." (S. 272). Über die Besonderheit dieses Falls, seine individuelle Prägnanz hinaus ist er typisch für eine Frau und Mutter in dieser Zeit, eine Frau, die, auch wenn sie Konventionen wie die eheliche Treue überschritt, eingesperrt war im gesellschaftlichen Rollenkorsett, überbürdet mit selbstentfremdenden, für das Fortkommen der anderen zu erfüllenden Aufgaben - und schließlich daran zugrunde gehend. Die Mutter stirbt an Entkräftung. Schneider hat ihre Geschichte lange nach ihrem Tod mit einem lesenswerten Buch vor dem Vergessen gerettet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 31. Januar 2014
Ein erfolgreicher Schriftsteller muss im siebzigsten Lebensjahr seine Erinnerungen an die früh verstorbene Mutter revidieren, anhand hinterlassener Briefe, die er jahrzehntelang ungelesen mitschleppte.
Die Mutter hatte die Last der Familie getragen ... 4 Kinder, Kriegsjahre, Flucht... Während der Vater einer Musikerkarriere nachging, war die Mutter für die praktischen Dinge zuständig: die Nahrungsbeschaffung, das Finden von Unterkunft, die Entscheidung für weitere Flucht westwärts, die Transportfragen...
Daneben lebte die Mutter mit einem Teil ihres Ichs in einer anderen Welt. Sie 'ging fremd' und hing an einem Freund ihres Mannes, einem später berühmten Opernregisseur.

Die Intensität der Briefe, ihre leidenschaftliche Sprache, verunsichern den Erzähler.
Wir fragen uns mit ihm was Depressionen, 'Liebe', Gefühle bedeuteten. Schrieb die Mutter ihr Wunschleben in die Briefe? Die Offenheit und Kühnheit ihrer Dreiecksbeziehung, so der Autor (selber ein bekannter 68er), lasse die späteren Beziehungs-Experimente der nächsten Generation verblassen.

Neben der privaten, emotionalen Dimension der Auseinandersetzung des späten Brieflesers mit seinen Eltern gibt es eine politische: Vater und auch der Liebhaber waren Nutznießer nationalsozialistischer Vorzugsbehandlung. Die Mutter kommentierte das alles unkritisch. Wie können wir Spätgeborene darüber urteilen? Der Autor urteilt milder als er es früher getan hätte, als er noch selbst eines der Sprachrohre der Aufbegehrenden war.

Das Buch ist auch Kindheitserinnerung, an Krieg und Nachkrieg, an Schule, an amerikanische Besatzer. Der Autor versucht, mit seinen Erinnerungen zu vereinbaren, was er jetzt, so viel später, in den Briefen liest.
Die Demarkationslinien zwischen Fiktion, Erinnerung, und Sachbuch werden gesprengt. Ein packender Roman wird und bleibt es trotz der autobiografischen Grundlagen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2013
Die Männer meiner Mutter... darauf läuft es schließlich hinaus, ist ein Buch über das Sittenbild einer dramatischen Zeit. Es ist das Ende des 2. Weltkrieges. Die Einmarschierende U.S. Armee bevölkert das Land. Frauen und Kinder bewegen sich zwischen Ruinen, leben inmitten von Trümmern, haben den Tod hinter sich gelassen. Die meisten Männer sind im Krieg zurück geblieben, aber der Mann von Anneliese, der Mutter, nicht. Und ihr Liebhaber auch nicht. Der Schauplatz des Dramas ist der idyllische Ort Eibsee und seine malerische Umgebung. Eine verzweifelte Trümmerfrau ist entkräftet. Sie ist zornig, kann sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden. Während Sie allein sich um alles kümmert, für alles sorgt, vergnügt sich ihr Mann(den sie - wohlgemerkt - liebt) beim Skifahren. Da entscheidet Sie sich zu Entgleiten. In einer Phase der Verzweiflung begibt Sie sich auf die Suche nach Zärtlichkeit und findet sie bei mehreren Männern zugleich. Währenddessen entgleisen ihre Kinder, stiften sogar die Mutter an selbst zu entgleisen. Der Sohn Willy wird zum Dieb,die Mutter zur Komplizin.
Prügel, Gewalt, verzweifelte Emotionen, eine Familie die sich eigentlich liebt verfällt in ein Tal des Grauens und am Ende bleibt eine große Zerrissenheit. Dieses Buch liest sich wie ein spannender Roman, voller Drama und dennoch fehlt die Zärtlichkeit nicht. Aber es ist auch schwer einzuordnen. Der Autor selbst behauptet sein Buch sei ein "Zwitter" zwischen Sachbuch, Roman und Biographie. Was hier zählt sind die zu Papier gebrachten authentischen Gefühle die den Leser immer wieder in den Bann ziehen. Ein wirklich mitreißendes, spannendes Buch.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2013
Durch eine eigene Trennung erschüttert, will Peter Schneider plötzlich doch wissen, was in den schwer entzifferbaren Briefen und Notizen , die er seit Jahrzehnten in einem Schuhkarton "zwischenlagert", eigentlich steht.

Seine Mutter hat - in heute noch berührenden Worten - ihrem Ehemann, aber auch (und vielleicht vor allem) ihrem Geliebten ihr Herz und ihre Seele ausgeschüttet.

Die Sorge für vier kleine Kinder in schwierigen Zeiten, die "Verstoßung" durch den eigenen wohlhabenden Vater, der ihr die Heirat mit dem mittellosen Komponisten und Dirigenten (Schneiders Vater) nicht verzeiht, die Frauenrolle, die eine eigene berufliche Entfaltung nicht vorsieht, die "Amour fou" zu "Andreas" dem Opernregisseur, der die Erwartungen der (fast bis zur Selbstaufgabe) hingebungsvoll Liebenden nicht erfüllen kann.

Das alles beschreibt Schneider in wunderbar plastischen Bildern und lässt uns an seinem Staunen über die offene Dreiecksbeziehung teilhaben, die doch die 68er erfunden zu haben glaubten...
Seine Offenheit und nicht wertende Betrachtung der handelnden Personen gefällt mir sehr.

Bis zuletzt habe ich der Mutter gewünscht, dass sie sich die so heftig ersehnte Liebe nicht da erhofft, wo sie sie bestimmt nicht bekommen wird.
Aber das Wissen, wie das gelingen könnte, war in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts das Gegenteil von bekannt.

Ein spannendes, mitreißendes und rundum gelungenes Buch!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen

Das Verschwiegene: Roman
Das Verschwiegene: Roman von Linn Ullmann
EUR 8,99

Cabo de Gata
Cabo de Gata von Eugen Ruge
EUR 9,49