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am 19. April 2013
Es ist nicht unbedingt „der Fall“, welcher die Lektüre dieses neuen Kriminalromans um den von Paris in die Bretagne versetzten Kommissar Georges Dupin zu einem Vergnügen macht.

Auch wenn die Hintergründe um den Tod dreier Männer auf offener See und das Verschwinden eines weiteren Mannes sich als sehr verzweigt und vertrackt erweisen werden. Auch wenn die ganz eigenen, assoziativen Ermittlungsmethoden Dupins einen durchaus anspruchsvollen Kriminalfall mit nicht immer einfach zu treffenden moralischen Entscheidungen vor den Augen des Lesers entfalten.

Was vor allem in den Bann zieht, ist die bildkräftige Sprache Bannalacs, der treffende Blick für die Menschen in ihren Eigenarten, für das Licht der Bretagne, die ganz eigene Atmosphäre auf der vor gelagerten Inselgruppe des Glenan und die, mit wenigen Strichen oft punktgenau skizzierten, Beziehungen Dupins.

„Dupin war kein Mann von Geduld, ganz und gar nicht“.

Was vor allem seine Kollegen zu spüren bekommen. Allen voran der (ebenfalls bestens dargestellte) ehrgeizige Kadeg (wie alle andren Nebenfiguren auch, selbst die, die nur „telefonisch zugeschaltet“ werden). Getragen vor allem wird Dupin als „Fremder“ von seiner Assistentin (und besten Verbündeten gegen Polizeipräfekten und jedem anderem Unbill) Nolwenn, die ein fast telepathisches Verständnis für ihren Chef entwickelt hat und ihn zudem, sachte, natürlich, mehr und mehr in das „innere“ Leben der Bretagne einführt. Ein Kunstgriff, der es Bannalac ermöglicht, auch dem Leser diese faszinierende, raue Gegend Frankreichs plastisch vor Augen zu führen und die hohe Individualität der Menschen dort herauszustellen.

Ein intelligenter Mord, bei dem das Töten dem Meer überlassen wurde, ein Geflecht von Feindschaften und Unterstützungen, ein Kampf auch des Idealismus und Liebe zum eigenen, freien Leben in einzigartiger Natur gegen die Gier der Profitmacher, viele Verdächtige ohne wirklich konkret etwas in die Hand zu bekommen und die ständige Notwendigkeit für den koffeinsüchtigen Kommissar, ungeliebte Boote besteigen zu müssen und sich gar mitten im Meer gedankenverloren wiederzufinden, würzen diesen überzeugenden Kriminalroman.

Ein Kommissar im Übrigen, der sich klar von anderen „Serienermittlern“ der Kriminalliteratur absetzt, dessen verkorkstes, schüchternes Liebesleben samt Beziehung zur eigenen Mutter ebenso humorvoll und charakterlich passend im Buch dargestellt werden, wie seine ganz eigene Ermittlungsmethode. Auch sein „Ausweichen“ durch einfaches „Vergessen“ von Anrufen stellt Bannalac ebenso glaubwürdig in den Raum, wie die individuellen Eigenarten der Segel- und Tauchgemeinschaft auf den Glenan-Inseln.

Samt überzeugendem Fall bietet Bannalac eine unterhaltsame und intelligente Lektüre, die ganz nebenbei dem Leser große Lust auf die Bretagne macht. Und diesen besonderen Landstrich auch Lesern plakativ näherbringt, die noch nie dort waren.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Mai 2013
In aller Frühe und noch vor seinem dritten café wird Kommissar Dupin zu einem Leichenfund gerufen. Drei Leichen wurden am Stand einer Glénan-Insel gefunden. Die idyllische Inselgruppe liegt vor der Corcarneau im Meer. Das bedeutet für Dupin: Er muss auf ein wankendes Boot steigen. Und durch das kniehohe Wasser zur Insel waten. Für Dupin ein ganz und gar grauenhafter Start in den Tag. Zum Glück gibt es auch auf den Inseln ein kleines Restaurant, in dem er bei einem weiteren café mit den Ermittlungen beginnt. Wer waren die Toten? Wer hat sie zuletzt gesehen? Handelt es sich um einen Unfall oder einen Mordfall? Mit der Unterstützung seiner Inspektoren beginnt Dupin, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.

„Bretonische Brandung“ ist der zweite Fall für Kommissar Dupin nach „Bretonische Verhältnisse“, das im letzten Jahr erschien. Zeitlich sind seit dem ersten Fall einige Monate vergangen. Obwohl es ein Wiedersehen mit den aus Band eins bekannten Polizeimitarbeitern gibt, wird über die Handlung des ersten Buches nichts verraten, sodass interessierte Leser auch mit „Bretonische Brandung“ einsteigen können.

Kommissar Dupin hat von seiner eigenwilligen Kratzbürstigkeit nichts eingebüßt. Sein Charakter und Verhalten konnten mich stetig zum Schmunzeln bringen. Mit seiner unverwechselbaren Art konnte er mich innerhalb weniger Seiten wieder ganz für sich einnehmen – man kann einfach nicht anders, als mit ihm mitzufühlen und gleichzeitig über sein Verhalten immer wieder den Kopf zu schütteln. Auch die aus „Bretonische Verhältnisse“ bekannten Inspektoren sowie seine treue Assistentin Nolwenn sind wieder mit von der Partie und sorgen für unterhaltsame und - in Bezug auf die Ermittlungen - aufschlussreiche Interaktionen.

Die Ermittlungen gestalten sich als vielschichtig, raffiniert und gut durchdacht. „Bretonische Brandung“ kommt ohne spektakuläre Zuspitzungen aus, vielmehr überzeugt das Buch mit seinen ruhigen, ausgeklügelten Dialogen in klarer Sprache. Jean-Luc Bannalec versteht es außerdem, verschiedene Spuren auszulegen und den Leser in die Irre zu führen. Die überraschende Auflösung des Falles erfolgt schließlich in ebenso ruhigen und nachdenklich stimmenden Tönen und lässt den Leser ohne weitere Fragen zurück.

Wen die Bretagne landschaftlich und kulturell interessiert, der wird an diesem Buch seinen Gefallen finden. Die Schauplätze des Buches werden ausführlich und anregend beschrieben und entführen den Leser an die stürmische Küste Frankreichs. Weil Dupin selbst nicht in der Bretagne aufgewachsen ist und so für alle Zeit als „der Neue aus Paris“ gelten wird, wird er von seiner Umgebung immer wieder über Eigenarten, Bräuche und Sprichwörter belehrt. So werden Informationen zu Land und Leuten geschickt mit der Handlung verbunden.

„Bretonische Verhältnisse“ ist der zweite Fall für Kommissar Dupin, der mir noch besser gefallen hat als der Vorgänger. Mit seinem unverwechselbaren Charakter kann Dupin den Leser für sich einnehmen. Der Verlauf der Ermittlungen konnte mich inhaltlich und sprachlich voll überzeugen. Ich kann diesen Kriminalroman allen Liebhabern der Bretagne und solchen, die es werden wollen, sehr weiterempfehlen!
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TOP 1000 REZENSENTam 4. September 2015
In „Bretonische Brandung“, dem zweiten Band der Krimiserie um den bretonischen Kommissar George Dupin, werden auf Le Loc’h, einem Eiland das zu den Glénan-Inseln gehört, nach einem heftigen Sturm drei Leichen angeschwemmt. Zunächst sieht alles danach aus, als ob die anfangs noch nicht identifizierten Männer bei einem Bootsunfall infolge des Unwetters ums Leben gekommen sind. Schließlich stellt sich heraus, dass einer der Toten ein Freund des Präfekten ist und so bekommt die Aufklärung des Vorgangs Priorität. Die folgende Obduktion zeigt zum Leidwesen von Dupin, dass es Mord war. Die Ermittlungen bringen den Kommissar zu unterschiedlichen Mordmotiven, denen er nur mit der Hilfe seiner Assistenten nachkommen kann, zumal er sich hauptsächlich auf den Inseln aufhält.

Das Buch zeigt, wie bereits der erste Band, die Liebe des Autors zur Bretagne. Da ich das Buch vor Ort in Concarneau gelesen habe, kann ich bestätigen, dass er Land und Leute treffend beschrieben hat. Leider konnte mich die Story nicht fesseln. In Gedanken habe ich Dupin über die Inseln gehen gesehen, während er telefonisch seine Anweisungen erteilte, aber es fehlte mir an Spannung. Auch in Sachen Liebe gibt die Geschichte sehr wenig her. Natürlich ist das Buch ein Kriminalfall, aber etwas mehr Entwicklung hätte ich mir für den Kommissar gewünscht.

Die Charaktere sind gut beschrieben, jeder mit besonderen Eigenarten. Durch die kurze Aufklärungsdauer des Falls, die Ermittlungen dauern nur drei Tage, haben sie aber keine Zeit sich zu entwickeln. Allerdings erfährt der Leser in Verbindung mit dem Fall Wissenswertes aus der Historie der Glénan-Inseln der letzten 50 Jahre. Aufgrund der fehlenden Spannung bleibt der Krimi für mich leider nur Mittelmaß.
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am 29. April 2013
Eine neue literarische Stimme macht sich erfolgreich auf dem hart umkämpften deutschen Krimimarkt bemerkbar. Während viele Jahre lang erfolgreiche Serien wie etwa Donna Leons Romane um den Commissario Brunetti aus Venedig schon seit langem an Langeweile und immer mehr von dem Gleichen nicht zu überbieten sind, hat der in Deutschland und in Frankreich lebende Autor unter dem Pseudonym Jean Luc Bannalec sich mit seinem ersten Roman, seinen ersten Fall für Kommissar Dupin mit einem sogar von der etablierten Literaturkritik beachteten Paukenschlag zu Wort gemeldet.

„Bretonische Verhältnisse“ und auch der nun vorliegende zweite Band „Bretonische Brandung“ sind Kriminalromane, die uns nicht nur einen kantigen, menschlich authentischen Kommissar mit einer eigenen, kritischen Meinung präsentieren, sondern auch eine überaus spannende und anspruchsvolle Handlung. Daneben glänzen beide Bücher mit ganz wunderbaren Beschreibungen der einzigartigen Natur des Finstere und des Atlantiks.

Dieses atemberaubende Meer und die der Südküste des Finestere vorgelagerte Inselgruppe der Glenans sind der Schauplatz des neuen Romans „Bretonische Brandung“.
Wieder ermittelt Kommissar Dupin mit seiner Mannschaft auf seine ureigene Weise. Im Büro hat er mit Nolwenn eine Mitarbeiterin, die ähnlich wie Brunettis Sekretärin nicht nur eine Unmenge an Beziehungen und Ortskenntnissen hat, sondern über die Bannalec seinen Lesern auch immer wieder interessante kulturgeschichtliche Informationen über bretonische Geschichte und Kultur vermittelt.

Dupin ist ein eher introvertierter Ermittler, der ein, zwei Tage lang alles, was er sieht und beobachtet, einem dicken Notizbuch anvertraut. Seine Mitarbeiter und erst recht den Präfekten lässt er bis zur Lösung des Falles im Unklaren über sein Vorhaben, das ihm irgendwann in den letzten Stunden vor der endgültigen Auflösung glasklar vor Augen steht. So auch hier in dem neuen Fall, in dem drei Tote am Strand zunächst große Rätsel aufgeben. Doch nach und nach werden Beziehungen und Abhängigkeiten deutlich, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Ging es im ersten Band der Reihe viel um Kunst, um Gauguin und seine Bilder, aber auch um eine konfliktbeladene Vater-Sohn-Beziehung, um Familiengeheimnisse und wie so oft in Krimis um enttäuschte Liebe und um Habgier, so taucht der zweite tief ein in eine sagenumwobene Geschichte einer Inselgruppe und ihrer eigensinnigen Bewohner, die durch die Launen der Natur eine ganz eigene Lebensweise entwickelt haben, die aber nicht ohne Neid und Habgier ist und wiederum viele Familiengeheimnisse birgt.

Dupin hat eine an Maigret erinnernde Art zu ermitteln, die seine Mitarbeiter fast zur Verzweiflung bringt, und seine Vorgesetzten erst recht. Jean-Luc Bannalec nimmt mit dieser Figur jeden Leser sofort gefangen. Er überzeugt in der Charakterologie seiner Personen ebenso wie in der Kunst, einen langen Spannungsbogen zu halten, der den Leser auf zahlreiche Spuren führt, bevor endlich das Geheimnis gelüftet wird.

Während Donna Leon schon lange nichts mehr Neues schreibt, und auch Martin Walker nach fünf Bänden seines Chef de police Bruno etwas schwächelt, macht Andrea Camilleri mit seinem Montalbano vor, wie man über fast zwei Jahrzehnte ein immer hohes Niveau halten kann.

Nach dem zweiten Band der Dupin- Reihe kann man noch kein endgültiges Urteil abgeben, zu welcher Gruppe er einmal gehören wird. Aber „Bretonische Brandung“ steht dem ersten Band in nichts nach.

Bannalecs Bücher sind so etwas wie Reisebeschreibungen und Kulturführer im Gewand eines unterhaltsam daherkommenden Kriminalromans. Hart gesottene Krimifreunde enttäuscht so etwas, aber Leser, die die Gegend kennen, in der das Buch spielt oder sie kennenlernen wollen, sind verständlicherweise sehr begeistert.

Man darf auf den dritten Band gespannt sein.
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am 14. Februar 2016
Habe mich durch die ersten 168 Seiten gequält und das Buch dann resigniert zur Seite gelegt. Der Kommissar ist hochunsympathisch und seinen Mitarbeitern gegenüber dermaßen unhöflich und unfair das man nicht versteht wieso er sich eine Führungspositionen ausgesucht hat. Die ständige telefoniererei nervt. Den Rest des Buches versucht den Autor den Leser mit krampfhaft schönen Landschaftsbeschreibungen zu überzeugen wie wunderbar die Bretagne ist. Das brauch er garnicht, ein bißchen weniger ist da manchmal mehr und der Atlantik wird für mich durch die Aufzählung vieler verschiedener Blautöne auch nicht ansehnlicher. Mir ist ein Rätsel warum es so einen Hype um diese Reihe gibt.
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am 6. Oktober 2014
Nachdem ich mit großer Freude den ersten Teil dieser Buchreihe gelesen habe, kaufte ich mir kürzlich auch den zweiten Teil. Hierbei bleibt sich der Autor in der Form treu, als dass die Bretagne in all ihrer Pracht und mitsamt ihren Besonderheiten herrlich (teils auch sehr amüsant) beschrieben wird. Leider verzichtet er dieses Mal darauf, die Spannung so recht aufzubauen, was ich an dem ersten Teil sehr mochte. Der Fokus wurde zu sehr auf Landschaftsbeschreibungen gelegt, die eigentliche Story gerät in den Hintergrund und wird nur langsam fortgeführt. Spannung kommt nur phasenweise auf.
Zudem habe ich während des Lesens das Gefühl bekommen, dass der Autor im letzten Fünftel des Buchs den Fall so schnell wie möglich beenden will. Wie auch dem Nichts kommt es zu einer abrupten Wandlung der Geschichte, wodurch sich der gesamte Fall innerhalb weniger Seiten aufklärt.
Aufgrund des daraus resultierenden unbefriedigenden Gefühls, werde ich leider davon absehen, den dritten Teil dieser Reihe zu lesen. Schade - denn das Setting in der Bretagne und der Charakter Komissar Dupin hatten meines Erachtens nach großes Potenzial, um daraus eine spannende Buchreihe zu erschaffen. Autoren wie Olsen oder Larsson haben (meiner Meinung nach) gezeigt, wie es besser gemacht werden kann.
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am 28. April 2013
Auf den vor der bretonischen Küste liegenden Inseln, den Glénan, werden drei Leichen angespült. Auf den ersten Blick sieht das nach Schiffsunglück aus, aber Dupin stellt bald fest, dass es sich um Mord handelt. Eine spannende Story um Intrigen und eine Handvoll Menschen, die auf den kleinen Inseln leben, beginnt. Und Kommissar Dupin, der sich überhaupt nicht gern auf schwankenden Booten aufhält, muss dauernd zwischen den Inseln hin und her fahren...

Ich mochte Kommissar Dupin schon nach dem ersten Teil „Bretonische Verhältnisse“, aber nach dem Buch jetzt habe ich ihn richtig lieb gewonnen. Er ist einer der Kommissare, die einen nach einer halben Stunde Lesezeit nach einer Flasche Rotwein suchen lassen und wo man im Hinterkopf immer überlegt, ob man nicht schnell noch ins Feinkostgeschäft laufen sollte, um in Knoblauch eingelegte Garnelen und Baguette zur Lektüre zu kaufen. Der koffeinsüchtige Kommissar, der für einen guten Café auch mal die Ermittlungen unterbricht, obwohl er eindeutig ein Workaholic ist, wirkt auf mich ziemlich appetitanregend.

Dabei ist er gar kein Bretone, sondern ein waschechter Pariser und lebt erst seit 4 Jahren in der Bretagne. Auch, wenn er die Bretonen mag, sie sind ihm doch immer wieder etwas fremd. Das Leben in der rauen Bretagne mit dem Meer und den Stürmen macht aus den Bretonen Mystiker, die ihre eigenen Sagen haben und in ihren Traditionen sehr verwurzelt sind. Für Dupin ist das immer wieder Anlass zu großer Verwunderung. Aber von Teil 1 zu Teil 2 hatte ich das Gefühl, dass Dupin sich auch immer mehr anpasst und sich das bretonische Lebensgefühl zu eigen macht.

Menschlich ist er ein schwieriger Fall. Er ist oft mürrisch und ein Eigenbrötler. Seine Assistenten Riwal und Kadeg, besonders letzterer, müssen das oft ertragen. Riwal mag er ja, aber den übereifrigen Kadeg, den kann er nicht ausstehen. Kadeg tut mir schon fast leid, weil er ihn bei Ermittlungen immer so weit wie möglich weg schickt. Und wenn er dann mal zu ihm kommt und ihm - übereifrig wie immer - seine Ergebnisse vorträgt und vermutlich auf ein Lob von seinem Chef hofft, dann lässt Dupin ihn immer abprallen. Er hat ein wirklich hartes Los mit seinem Chef. Von seiner überaus kompetenten Assistentin Nolwenn bekommt er in jeder Lebenssituation gute Ratschläge und Lektionen in bretonischer Geschichte und Lebensart. Außerdem weiß sie intuitiv, wann sie Dupin vom Rest der Welt abschotten muss. Nämlich immer dann, wenn Dupin Fährte aufgenommen hat und zum Workaholic wird. Dupin arbeitet dann fast rund um die Uhr und natürlich erwartet er das auch von seinen beiden Assistenten Riwal und Kadeg. Da kann es schon mal vorkommen, dass er seine Leute erst nachts nach Hause schickt und bereits vor 6 Uhr am nächsten Morgen Riwal die ersten telefonischen Instruktionen gibt. Außerdem verweigert er es grundsätzlich, mit seinem Chef, dem Präfekten Marialoquer, während einer Ermittlung zu telefonieren, obwohl der bereits weiß glüht vor Wut. Gut, dass er seine Nolwenn hat. Mit ruhiger Konsequenz lenkt sie alles in die richtigen Bahnen. Außerdem kennt sie so gut wie jeden und weiß zu allem eine Geschichte, was Dupin immer wieder sehr hilft.

Kommissar Dupin hat jede Menge Ecken und Kanten, aber gerade das macht ihn sehr sympathisch. Das Buch ist auch ein richtiges Sommer-Buch. Man sollte es bei Sonnenschein draußen irgendwo lesen, dann hat man das Gefühl, dass man das Meer gleich riechen kann. Eine Top-Leseempfehlung für den Frühling!
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am 25. April 2016
Ja gut, ich trinke auch gerne Kaffee, ich muss das in einem Krimi aber nicht auf jeder zweiten Seite lesen, dass der Kommissar dringend einen Kaffee braucht. Die offensichtlich sehr schöne Gegend, in der der Kommissar ermitteln darf, brauche ich auch nicht in dieser Ausführlichkeit beschrieben haben: es handelt sich um einen Kriminalroman, und die Beschreibung der Gegend hat mit dem Fall leider wenig zu tun.
Mir war das zu wenig Spannung und zu viel drumrum - während meine Kolleginnen alle völlig begeistert sind von Dupin muss ich sagen: ne, brauch ich nicht, werde ich nicht mehr lesen.
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am 9. Mai 2016
Wenn es etwas gibt, dass Kommissar Dupin mehr hasst als Anrufe des Präfekten und einen Mangel an gutem Kaffee, dann ist die Aussicht auf eine Bootsreise. Doch genau um diese kommt er nicht herum: Auf einer kleinen Inselgruppe vor der Bretagne sind drei Leichen gefunden worden und während Dupin noch auf einen Segelunfall hofft, macht die forensische Untersuchung schnell klar: Es war Mord. Feinde hatte insbesondere einer der Toten mehr als genug und dass eines der anderen Opfer auch noch ein Freund des Präfekten war, macht die Sache nicht gerade einfacher. Dupins zunächst ziellose Ermittlungen legen schließlich ein tragisches Geheimnis bloß- und eine Geschichte um Geldgier, Verrat und Rache...

Mir hatte ja bereits der erste Band der Reihe recht gut gefallen und ich muss sagen, der zweite entspricht diesem haargenau. Erneut wird eine klassische Kriminalgeschichte geboten, mit einem rätselhaften Fall, einer Vielzahl von Verdächtigen und einem Kommissar der alten Schule. Dupin ist brummelig wie auch schon im ersten Roman, nur durch Kaffee oder gutes Essen aufzuheitern und bringt sowohl seinen Chef als auch seine Untergebenen mit seinem Eigensinn mehrfach an den Rand der Verzweifelung. Und erneut trägt das Buch dazu bei, dass man am liebsten sofort Urlaub einreichen und in die Bretagne fahren möchte - so sympathisch und faszinierend werden Land und Leute beschrieben.
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am 28. Mai 2013
Bretonische Brandung war mehr bretonisch als Brandung. Zu viele Verwirrungen, welche den Inhalt der Handlung nicht besser machten. Würde ich nicht noch mal kaufen.
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