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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vierte Fall für Thomas Andreasson
Nachdem sein letzter Einsatz beinahe tödlich endete, nimmt Thomas Andreasson seinen Dienst bei der Polizei von Nacka wieder auf. Der Selbstmord des jungen Studenten Markus Nielsen ist für den erfahrenen Ermittler eher Routinearbeit. Die Mutter des toten Studenten kann sich jedoch nicht damit abfinden, dass ihr Sohn Selbstmord begangen haben soll. Denn Markus...
Vor 14 Monaten von KimVi veröffentlicht

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was zuviel ist, ist zuviel - kein Lesevergnügen für Krimifans
Eigentlich wollte ich einen Krimi lesen,und nicht wie im Kitschromanstil immer wieder die Unannehmlichkeiten einer Scheidungsvorbereitung und deren Nichtbewältigungbereitsdurch eine gestresste Protagonistin über zwei Bände hinweg mit diesen Fragen konfrontiert zu sein. überblättern...Aber als es endlich auch zu Krimigeschehenkommt und es...
Vor 11 Monaten von Dr. Johanna Müller-Ebert veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vierte Fall für Thomas Andreasson, 11. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Mörderische Schärennächte: Thomas Andreassons vierter Fall (Kindle Edition)
Nachdem sein letzter Einsatz beinahe tödlich endete, nimmt Thomas Andreasson seinen Dienst bei der Polizei von Nacka wieder auf. Der Selbstmord des jungen Studenten Markus Nielsen ist für den erfahrenen Ermittler eher Routinearbeit. Die Mutter des toten Studenten kann sich jedoch nicht damit abfinden, dass ihr Sohn Selbstmord begangen haben soll. Denn Markus hatte gar keinen Grund für diesen Schritt und galt im Freundes- und Bekanntenkreis als lebensfroh und aufgeschlossen. Obwohl es keinen Hinweis auf Fremdeinwirkung gibt, beginnt Thomas Andreasson sich im Umfeld des jungen Mannes genauer umzusehen. Die Hausarbeit, für die der Student in seinen letzten Tagen intensiv recherchierte, scheint eine wichtige Rolle zu spielen. Ein Mann, der von Markus wenige Tage vor seinem Tod befragt wurde, kommt unter rätselhaften Umständen ums Leben. Scheinbar hat Markus ein Thema angerührt, das lieber im Verborgenen geblieben wäre.....

Nach "Tödlicher Mittsommer", "Tod im Schärengarten" und "Die Toten von Sandhamn" ist dieser Roman bereits der vierte Band einer Krimireihe um den Kriminalkommissar Thomas Andreasson. Da die Kriminalfälle in sich abgeschlossen sind, können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Da Viveca Sten dem Privatleben von Thomas Andreasson und seiner Jugendfreundin Nora Linde einen großen Teil der Handlung widmet, empfiehlt sich allerdings die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge. Denn dann kann man die Weiterentwicklung der Charaktere besser verfolgen.

Der Einstieg in den aktuellen Fall gelingt allerdings auch ohne Vorkenntnisse aus den vorangegangenen Bänden mühelos. Wenn nötig, streut Viveca Sten Hintergrundinformationen in die Handlung ein. Auch in diesem Teil der Serie spielt das Privatleben von Thomas Andreasson und Nora Linde eine große Rolle. Obwohl sich die beiden in "Mörderische Schärennächte" nicht so oft über den Weg laufen und miteinander Kontakt halten, wie in den vorangegangenen Teilen. Man merkt allerdings, dass sich die beiden nach wie vor sehr gut verstehen. Die beiden Hauptprotagonisten wirken sehr sympathisch und für treue Fans der Reihe ist es wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Da der vorherige Teil mit einem spannenden Cliffhanger endete, ist es natürlich interessant zu erfahren, wie es an dieser Stelle weiterging. Man merkt, dass Thomas durch dieses einschneidende Erlebnis körperlich und seelisch stark belastet wird. Dadurch wirkt dieser Protagonist allerdings sehr authentisch und deshalb gönnt man ihm die positive Entwicklung, die sein Privatleben in diesem Band erfährt, auch von Herzen. Im Gegensatz zu den Vorgängerbänden, ist Nora Linde in den aktuellen Fall nur am Rande einbezogen. Sie hat noch sehr mit der bevorstehenden Scheidung und den Konsequenzen für das Familienleben zu kämpfen.

Im Vergleich mit den anderen Fällen, nimmt die Kriminalhandlung in diesem Teil deutlich mehr Raum ein. Sie ist von Anfang an interessant und im Verlauf der Handlung baut sich echte Spannung auf. Durch die relativ kurzen Kapitel, eingeschobene Tagebucheinträge eines ehemaligen Elitekämpfers und überraschende Wendungen, fällt es schwer, sich vom Gelesenen zu lösen und das Buch aus der Hand zu legen. Denn man möchte unbedingt erfahren, was und wer hinter den mysteriösen Vorgängen steckt. Viveca Sten gelingt es in diesem Teil hervorragend, falsche Spuren auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Das ist eine echte Steigerung und deshalb unbedingt empfehlenswert.

Obwohl ich bisher alle Bände der Reihe mit Genuss gelesen habe, hat mir dieser erneute Ausflug auf die Schäreninsel bisher am besten gefallen. Denn die Kriminalhandlung war durchgehend spannend und die Entwicklungen im privaten Bereich der Hauptprotagonisten nicht weniger lesenswert. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssterne und freue mich bereits jetzt auf den nächsten Fall.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein toller Krimi aus der Feder von Viveca Sten!, 1. Mai 2013
Als der Polizeiermittler Thomas Andreasson nach einer Auszeit wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, beschäftigt ihn der Selbstmord des 22jährigen Marcus Nielsen. Der junge Psychologiestudent galt an der Universtität in Stockholm als eifriger, fröhlicher Student und nicht nur seine Mutter Maria, sondern sein gesamtes persönliches Umfeld bestreitet den für die Polizei offenkundigen Selbstmord. Thomas Andreasson nimmt sich daraufhin des Falles an und beginnt mit Margit Grankvist an seiner Seite zu ermitteln. Zur gleichen Zeit sucht auch Nora Linde, eine alte Jugendfreundin von Thomas, Ruhe und Erholung von ihrem anstrengenden Berufsalltag als Justitiarin in einer Bank. Sie verbringt einige Wochenenden in ihrer geerbten Villa auf Sandhamn und kontaktiert dabei auch Thomas und seine Lebenspartnerin Pernilla. Wie auch in den Vorgängerbüchern ist der auf tiefe, ehrliche Freundschaft begründete Kontakt zwischen den beiden Protagonisten ein Kernthema des Buches. Der zunächst unverdächtige Fall um den jungen Studenten stellt sich schließlich als tragischer Auftakt zu einer Serien von Morden heraus, und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Was sind die Motive des mysteriösen Mörders - und vor allem: kann Thomas Andreasson ihn stoppen?

Viveca Sten hat in meinen Augen wieder einmal ein Glanzstück vollbracht. Sie liefert einen hoch spannenden Kriminalfall mit authentischen und sympathischen Protagonisten. Die Geschichte, die in insgesamt 82 Kapiteln erzählt wird, schildert die Ereignisse der Gegenwart, und mit jeweils kapitelweisen Einblendungen in kursiver Schrift jene aus der Vergangenheit. Einer der Absolventen der Küstenjägerschule, die damals in Korsö stationiert waren, gibt sein furchtbares Wissen preis ... und das in kleinen, Neugier weckenden Portionen. Einige seiner damaligen Kollegen werden von Thomas Andreasson aufgespürt und kommen ebenfalls zur Sprache - doch die Auflösung des Falles beschert dem Leser eine überraschende Erkenntnis.

Der vorliegende Kriminalroman wurde meiner hohen Erwartungshaltung gerecht. Die Autorin hat mich von der ersten, bis zur letzten Seite dieses Buches ausnehmend gut unterhalten, den Spannungsbogen durchgehend hoch gehalten und für viele interessante Fährten gesorgt. Die Ermittlungsarbeiten und die handelnden Personen wie auch die Gegend um Sandham wurden sehr gut beschrieben, und nicht zuletzt der flüssige Schreibstil machte die Lektüre dieses Buches zu einem wahren Vergnügen. Ich las das Buch an einem Nachmittag und konnte es aufgrund der hochgradigen Spannung nicht aus den Händen legen, ohne die Identität und die Motivation des Mörders zu kennen. Erstklassige Lektüre mit Suchtfaktor! Ich freue mich bereits auf das nächste Werk dieser Autorin.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Andreassons 4. Fall, 18. April 2013
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Mit großer Ungeduld habe ich auf "Mörderische Schärennächte" von Viveca Sten gewartet, den 4. Band der Reihe mit Kommissar Thomas Andreasson aus Nacka, Schweden. Bei seinen Ermittlungen unterstützt ihn neben seinem Team Nora Linde, eine alte Freundin aus Kindertagen, speziell dann, wenn der Fall mit der Schäreninsel Sandhamn zusammenhängt oder die Informationsquellen dort zu finden sind.

Ein Psychologie-Student erhängt sich in seiner Wohnung, und obwohl er einen Abschiedsbrief hinterlassen hat, gibt es berechtigte Zweifel an seinem Selbstmord. Thomas ermittelt gegen den Widerstand im Präsidium, und sieht sich bestätigt, als ein zweiter Toter aufgefunden wird, denn alle Hinweise deuten darauf hin, dass die beiden Männer ermordet wurden. Wie hängen die Todesfälle mit dem Ausbildungslager der Küstenjäger auf Korsö zusammen, einer hermetisch abgeriegelten Nachbarinsel Sandhamns?

Viveca Sten erzählt ihren Kriminalroman auf zwei Zeitebenen: Zum einen schildert sie die aktuellen Geschehnisse und Ermittlungen, zum anderen sind immer wieder Tagebucheinträge eingeschoben, die die Vorkommnisse während der Ausbildung einer Eliteeinheit, der Küstenjäger, auf der kleinen Insel Korsö beschreiben und kommentieren. Dort schikaniert ein Ausbilder eine kleine Gruppe Soldaten, für die er verantwortlich ist, bis aufs Blut - aber niemand gebietet ihm Einhalt. Und genau diese Soldaten werden nach und nach getötet.

Die Autorin macht kein großes Federlesen, sondern katapultiert den Leser bereits auf den ersten Seiten mittenhinein in die Geschichte. Die Ermittlungen der Polizei erstrecken sich über einen engen Zeitraum, sodass von Beginn an sehr das Erzähltempo sehr hoch ist. Durch beiläufige Bemerkungen und Cliffhanger am Ende der jeweiligen Kapitel, bleibt das Interesse des Lesers ständig geweckt. Und da man natürlich die Zusammenhänge erfahren und wissen möchte, wer die "alten Kameraden" nach und nach ins Jenseits befördert, hetzt man förmlich durch die Seiten.
Sten versteht es durch ihre detaillierten Charakterisierungen Interesse und Sympathie für ihre Figuren zu wecken, und das trifft sowohl auf die Protagonisten als auch die Nebenfiguren zu. Es menschelt bei ihr, aber sie hat das richtige Augenmaß für die Verhältnismäßigkeit, und so erfährt man zwar auch einiges aus deren Privatleben, aber nie so viel, als dass die eigentliche Krimihandlung in den Hintergrund gedrängt würde.

"Mörderische Schärennächte" hat mir sehr spannende Lesestunden beschert, und ich kann das Erscheinen des nächsten Kriminalromans mit Thomas Andreasson kaum erwarten!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr flott geschriebener Skandinavien-Krimi mit viel viel Lokalkolorit !, 6. Mai 2013
Von 
Sitopotika "heikerifo" (Rangsdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Da ich die ersten 3 Teile von Thomas Andreassons schon gelesen hatte, war für mich selbstverständlich auch den 4. Teil zu beginnen und dann war klar, ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht mit den Haupthelden und diesmal hat mir auch auch die Kriminalgeschichte besonders gefallen.

Es geht um gruppendynamische Prozesse in einer besonderen militären Elitetruppe und das hätte auch in jedem anderen Land in dieser Zeit - 70ger Jahre spielen können, es hat eine besondere Spannung und auch die Geschichte, die dann sich heute darumrankt ist spannend und nachvollziehbar erzählt.

Für mich gehört sie inzwischen mit den zu den wirklich empfehlenswerten Autorinnen des Nordens - aber am besten mit dem 1. Teil beginnen und nicht mit diesem, denn auch die Entwicklung von Th. Andreasson mitsamt Kolleginnen und Kollegen sowie den dazugehörigen Familien und Partnern ist interessant und macht den besonderen Charme aus.

Also etwas für lange Sommerabende - vielleicht in schweden oder Dänemark !!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unheimlich spannend, 6. Mai 2013
Inhalt

Der 22 jährige Student Markus. Erhängt. Seine Kommilitonin findet ihn in seinem Zimmer. Es gibt keine Spuren von Fremdeinwirkung. Aber seine Mutter kann nicht an einen Selbstmord glauben.

Der Polizist Thomas Andreasson kommt nach einen langen Krankheitsausfall wieder zum Dienst und nimmt sich des Falls an. Auch er hat den Verlust eines Kindes zu tragen und kann sich gut in die Mutter einfühlen. Wo ist das Laptop von Markus, ohne das er nirgendwo hin ging? Und warum recherchierte er über die Küsten Jäger?

Meinung

Das Buch hat recht kurze Kapitel, die nur 2-3 Seiten umfassen und in denen anfangs öfter die Perspektive wechselt. Das führt dazu, dass der Leser einem guten Rundumblick auf die ganzen Geschehnisse hat und immer informiert ist. Die Sprach fand ich etwas kühl im Erzählstil, aber wenn die Figuren zu Wort kommen, konnte ich als Leser die Emotionen sehr gut nachempfinden. Wie zum Beispiel die verzweifelte Mutter des Studenten, die nicht an einen Selbstmord glauben wollte.

Es ist ein eigener Stil in diesem Krimi, der mir sehr gut gefiel. Bei dem Ermittler Thomas Andreasson handelt es sich um eine Reihe. Trotzdem ich die vorhergehenden Bücher noch nicht kenne, fiel es mir nicht schwer hier ein zu steigen. Im Gegenteil, ich wurde inspiriert nun auch die Vorgängerbücher zu lesen.

Spannend war auch, dass der mutmaßliche Täter im Buch immer wieder zu Wort kommt. Es war durch kursive Schrift gekennzeichnet. Rückblicke in die Kindheit- eine Art Tagebucheintrag- als Leser war man sich unsicher, wer schreibt das? ist es überhaupt der Täter?

Auch die verschiedenen Erzählperspektiven. Da ist der aktuelle Fall. Ist es wirklich ein Selbstmord? Ein junger scheinbar glücklicher junger Mann, gerade mal 22 Jahre, erhängt sich? Oder scheint nur alles so einfach und es ist das perfekte Verbrechen?

Was ich auch ganz toll fand, war die Gestaltung des Buches. Am Anfang befinden sich 2 Landkarten von Schweden und aus der Region in der der Krimi spielt. Als Leser konnte man anhand der Landkarten genau sehen, wo welche Handlung spielte.

Wirklich tolle Charaktere und hoher Spannungsanteil.

Fazit:

Subtiles Gänsehautfeeling und unheimlich fesselnd sorgte dieser Krimi für spannende Leseunterhaltung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marschbefehl in idyllischer Schärenlandschaft, 4. Mai 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Der vierte Teil von Viveca Stens auf und um die idyllische Ferieninsel Sandhamn angesiedelten Krimi-Reihe lässt schon auf den ersten Seiten die gewohnte atmosphärische Spannung aufkommen, die ich so liebe. Die Handlung garantiert wie immer Aufregung und Unterhaltung gleichermaßen. Diesmal entführt uns die Autorin in ein für das friedliche und friedliebende Schweden sehr ungewöhnliches Setting - in die Welt des Militärs, die auch hier existiert. Zunächst wird ein toter junger Mann, ein Psychologie-Student aufgefunden, es folgen weitere Leichen - Männer in den 50ern, alle mit einer gemeinsamen militärischen Vergangenheit in den 1970er Jahren - und zwar bei den damals in unmittelbarer Nähe zu Sandhamn stationierten Küstenjägern. Allmählich kristallisiert sich eine Verbindung zwischen allen Todesfällen heraus - denn der Junge Student hat Forschungen im militärischen Umfeld getätigt. Wie so oft bei Viveca Sten, gibt es auch hier Verbindungen zu früheren Ereignissen - diesmal zur schwedischen Armee der 1970er Jahre.

Wie immer spielt auch die Rahmenhandlung um den attraktiven Ermittler Thomas Andreasson und seine Freundin aus Kindheitstagen, die Juristin Nora, eine Rolle, wobei sich das Leben der beiden in unterschiedliche Richtungen entwickelt: während Thomas und seine Exfrau wieder zueinander gefunden haben, treibt Nora die Scheidung zum untreuen Gatten voran und versucht sich mit dem Leben als alleinerziehende Mutter zu arrangieren.

Neben der Krimihandlung legt Viveca Sten in ihren Büchern stets den Akzent auf die Vermittlung und Relevanz gewisser Werte wie Freundschaft und Treue - da dies niemals mit dem erhobenen Zeigefinger und eher beiläufig geschieht, ist dies aus meiner Sicht ein angenehmer Aspekt, auf den ich mich bei jedem neuen Sandhamn-Krimi schon freue.

Wie auch in den beiden Vorgängern beweist sich die Autorin auch diesmal als Meisterin der atmosphärischen Dichte: der treue Leser kennt Sandhamn mittlerweile (fast) wie seine Westentasche und auch das Stockholmer Umfeld des Kripo-Teams ist ihm nicht mehr fremd. So fällt es ihm nicht schwer, mit Thomas, seiner Kollegin Margit und nicht zuletzt mit der wie immer an den Ermittlungen partizipierenden Nora - die diesmal als Lieferantin extrem wichtiger Hintergrundinformationen fungiert - mitzufiebern, sie quasi dabei zu begleiten. Dieser Band beinhaltet viele besonders tragische und auch brutale Elemente - gleichwohl gelingt es der Autorin, die über der Ferieninsel schwebende Leichtigkeit und spezifische Atmosphäre aufrechtzuerhalten, wobei von Unbeschwertheit keine Rede sein kann.

Viveca Sten hat sich mit ihren Krimis bereits eine treue Fangemeinde in Deutschland geschaffen - dieser wieder einmal überaus gelungene Band wird diese sicher noch vergrößern. Für Leser, die Autoren wie Viveca Stens Landsmänninnen Helene Tursten und Camilla Läckberg oder auch die Finnin Leena Lehtolainen lieben, ein gefundenes und von mir aus ganzem Herzen empfohlenes Fressen mit der Chance zu einer weiteren skandinavischen Lieblingsserie, wenn sie es nicht schon längst ist!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord und Tod, 12. April 2013
Zu jedem echten Krimi gehört ein Mord. Bei der Suche nach dem Mörder ergeben sich üblicherweise Fallen und Störungen, die alle Nachforschungen zu einem Abenteuer werden lassen.
Viveca Sten ist es wie in allen vorherigen Krimis gelungen, eine Spannung aufzubauen, die den Leser bei der Suche nach dem oder den Mörder/n nicht mehr los lässt.
Dieses Mal geht es um eine hart gedrillte militärische Eliteeinheit, in der die Geschundenen immer kurz am Tod vorbeischrammen. Schließlich musste einer wirklich dran glauben! Mit feinem Gespür für menschliche Abartigkeiten beschreibt die Autorin einen Ausbilder als so sadistisch, dass er mehrfach die jungen Soldaten an den Rand der physischen und psychischen Erschöpfung treibt.
Der Student Marcus Nielsen schreibt eine Arbeit über diese Küstenjägerausbildung um 1976, wozu er Aufzeichnungen eines damals Beteiligten zu Hilfe nimmt.
Bei seinen Recherchen stößt er auf Geheimnisse, die offensichtlich verborgen bleiben sollen. Dafür sorgen schon die Mitglieder dieser forschen Truppe, damit niemand ihre Ehre in Zweifel zieht.
Doch findet man eines Tages Marcus Nielsen erhängt vor! War es Selbstmord? Manches deutet darauf hin. Doch gibt es Indizien, die auch einen Mord möglich erscheinen lassen.
Viveca Sten baut ihren Roman so auf, dass man immer auch die Kriminalbeamten mit ihren persönlichen Lebensumständen im Auge behält. Man erfährt über verkrachte Ehen, über persönliches Unglück und viele andere Details aus dem Leben der Kriminalbeamten. Sie lösen Sympathien oder Mitleid aus, je nach Lage der Dinge. Kinder, Ehemänner und Liebschaften bereichern den Blick auf die Geschichte, die in ihren kriminellen Dimensionen sehr aufregend ist.
Die schwedische Landschaft, das kalte Wetter, Schnee und Regen erzeugen eine Stimmung, die nach Erlösung sucht. Einzig in den Behausungen der Protagonisten fühlt man sich wohl, während draußen Kälte und Ungemütlichkeit herrscht.
Kommissar Thomas Andreasson lässt nicht locker, bis er den schwierigen Fall, der mit dem Tod Marcus Nielsens begann, zur Auflösung bringen kann.
Der neue Roman von Viveca Sten verspricht Aufregung und Spannung bis zuletzt. Da sehnt man sich umso mehr nach der Wärme und dem Frühling dort wie hier!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was zuviel ist, ist zuviel - kein Lesevergnügen für Krimifans, 10. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mörderische Schärennächte: Thomas Andreassons vierter Fall (Kindle Edition)
Eigentlich wollte ich einen Krimi lesen,und nicht wie im Kitschromanstil immer wieder die Unannehmlichkeiten einer Scheidungsvorbereitung und deren Nichtbewältigungbereitsdurch eine gestresste Protagonistin über zwei Bände hinweg mit diesen Fragen konfrontiert zu sein. überblättern...Aber als es endlich auch zu Krimigeschehenkommt und es spannender werden könnte greift die Autorin mehrfach auf übertriebene Horrorszenarien zurück, die dem tapferen Ermittler zustoßen, dass man sich fragt, wie er diese sich steigernden Traumatisierungen aushält, ohne zusammenzubrechen..Die ersten beiden Bände waren ok,
um ein Wallander zu sein braucht es mehr....
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super Serie, 4. Mai 2013
Mördersische Schärennächte

Dies ist nun der 4. Teil der Krimiserie rum um Thomas und Nora.

Thomas ist wieder im Dienst, allerdings noch nicht so ganz wieder hergestellt. Das Team wird zu einem Selbstmord gerufen. Ein junger Mann wird in seiner Studentenbude erhängt aufgefunden. Alles sieht zumindest nach Selbstmord aus, aber Thomas glaubt nicht daran, die Gespräche mit Freunden und Eltern von dem Psychologiestudenten Markus läßt ihn zusätzlich zweifeln. Leider kann Thomas seinen Chef erstmal nicht überzeugen und es warten noch viele andere Fälle. Als er allerdings von einer Professorin hört, dass Markus an einer Arbeit über die Küstenjäger geschrieben hat und mit einigen Männern aus einer Einheit vor 40 Jahren gesprochen hat, beginnt er zu recherchieren. Der zweite Tote läßt nicht lange auf sich warten, es ist ein Küstenjäger, der seine Ausbildungszeit in der Zeit absolviert hat, über die Markus geschrieben hat.

Nun ist klar, dass Markus keinen Selbstmord verübt hat und die Telefonkontakte von ihm ergeben zusätzlichen Aufschluss.

Thomas ist nun voll motiviert und kniet sich mit seinen Team sofort in den Fall, der erstmal immer rätselhafter wird.

Nora geht es nach der Trennung von Henrick ganz gut, als sie mit ihren Kindern ein Wochenende in Sandhamn verbringt, lernt sie ihren Mieter näher kennen und verbringt einige Zeit mit ihm. Nachdem sie mit Thomas gesprochen hat, beginnt sie sich für die Küstenjäger zu interessieren, die ganz in der Nähe ihre Ausbildungsstätte hatten. Das Ende der Story gibt ein spannendes Show down und überrascht. Auf jeden Fall eine gelungene Geschichte.

Wieder mal ein super Krimi, die Charaktere gut beschrieben und für mich als Fan der Serie schon alte Bekannte und die Story interessant und spannend umgesetzt. Ich freue mich schon auf den 5. Teil.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hut ab!, 25. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach mehreren Missgriffen endlich wieder einmal ein uneingeschränkt gutes Buch- und mehr als "nur" ein Krimi. Keine Massenware, angereichert mit paranormalen Phänomenen, aufgeblasen durch deftige Sexszenen, angetrieben durch hektische Abläufe oder unglaubwürdige Zufälle, sondern ein ergreifendes und psychologisch versiertes Werk. Es geht um Macht und Gewalt, hierarchische Systeme, psychische und physische Traumen, elterliche Vorstellungen und Erwartungshaltungen und deren Ueberwindung. Angenehm die unprätentiöse, knappe Sprache ohne ohne die häufig zu beobachtende Suche nach meist hinkenden Vergleichen. Und spannend bis zum Ende! Hut ab!
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