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The Living Infinite
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am 28. März 2013
Kaum war er zurück, da zog er wieder von dannen. Die Rede ist natürlich von Gitarrist/Komponist/Produzent Peter Wichers, welcher nach dem umjubelten Comeback zu Soilwork 2008 erst letztes Jahr entschied, abermals neue Pfade zu beschreiten. Kann das Sextett, das auf dem 2010er Rundling "The Panic Broadcast" (noch unter Mitwirkung von Wichers) einen klaren Aufwärtstrend zeigte, selbigen nun fortsetzen? Das war zwangsläufig die Frage, die sich viele postwendend gestellt haben. Ersetzt wurde der zweite Klampfen-Posten übrigens von David Andersson, einem ebenso talentierten Saitenfiedler, der nun seine Feuertaufe im doppelten Sinn erlebt: "The Living Infinite", so der Titel der neunten Langrille, ist ein prall gefüllter Doppeldecker mit jeweils zehn Songs geworden.

Nicht schwer auszumalen, dass Soilwork auf einer Zeitspanne von knapp 90 Minuten die Gelegenheit nutzen, sich in zahllosen Soundkulissen und Songstrukturen auszutoben. Andererseits darf man das entscheidende Kriterium, ob die Qualität den opulenten Vorschusslorbeeren des Labels tatsächlich standhält, genau so wenig unter den Tisch kehren. Doch die neu formierten, fingerfertigen Kerle um Fronter Björn "Speed" Strid und Basser Ola Flink haben weder Biss, noch Spielfreude, noch Inspiration auf der zeitlichen Strecke von gut zwei Jahren gelassen - im Gegenteil. Denn auch ohne ihren früheren Kreativmotor Wichers darf sich der Hörer an sämtliche, typische (sowie atypische) Band-Attribute erfreuen, die sich innerhalb von fünfzehn Jahre angesammelt haben, doch genau genommen wurden jene um kleine Nuancen galant verfeinert und merklich erweitert. Heißt konkret?

Jähe Blastbeat-Anflüge ("Spectrum Of Eternity"), fantastisch intonierte Mega-Ohrwürmer ("This Momentary Bliss", "Tongue"), reinrassige Midtempo Härtner ("Memories Confined", "Realm Of The Wasted", "Drowning With Silence"), sowie nachdenklich-bedächtige Tuchfüller ("The Windswept Mercy", "Antidotes In Passing") streifen gelegentlich den eigenen Back-Katalog und geben sich dabei mühelos die interne Klinke: Homogenität und das fast durchgehende Spannungslevel sind die wahren Stärken dieser ambitioniert eingetüteten Dual-Polykarbonat-Scheibe, die nicht nur Fans der NWoSDM und des zeitgemäßen Thrash ansprechen wird, sondern auch traditionell getunte Lauscher, die modern aufpolierte Dezibel zwischendurch auch mal an sich heran lassen. Der massive Melodieanteil und die filigranen Schattierungen bilden im Kontext der bissigen Riffs und der dynamischen Schlagzeugarbeit, die an Intensität kaum zu toppen sind und durchwegs die Phase 1999 - 2003 (also von "The Chainheart Machine" bis "Figure Number Five") herauf beschwören, einen dichten Sounddikicht, der keine Wünsche offen lässt. Nicht zu vergessen die äußerst wandlungsfähige Stimme des Herrn Strid, dessen Repertoire noch nie zuvor so viel Facetten beherbergte. Für mich eine klare Sache: "The Living Infinte" repräsentiert 100% Soilwork ... und noch mehr!

Es bringt meiner Ansicht nach nicht viel, jeden der zwanzig Songs bis ins letzte Detail zu zerpflücken: stimmig muss letztlich das Gesamtkonstrukt sein, und zwar in einer Form, dass man den, optisch ebenso leckeren Doppeldecker mit Vorfreude in den Player einlegt, um in Sekundenschnelle in einen Akt der Zelebration zu gelangen. Dieses Kunststück haben die sechs rigoros aufgeigenden "Buggler" hiermit vollbracht, obschon CD 2 an die zugegeben enorme Klasse von CD 1 nicht ganz heran kommt. Für den erwartet genialen Traumsound darf sich Produzentenlegende Daniel Bergstrand (u. a. In Flames, Katatonia, Opeth, The Duskfall) auf die Schulter klopfen, ich wüsste aber ohnehin keinen Longplayer, wo der nicht ganze Arbeit geleistet hätte. Kurzum: Melodic Death Metal hat selten zuvor derart frisch, energetisch und vielseitig geklungen wie auf "The Living Infinte"!
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am 7. Juli 2014
Wenn ich mal was schreibe - dann sollte die CD auch wirklich gut sein !
Und bis jetzt habe ich mich auch immer daran gehalten.

Wie sagt man so schön: Alle "X" Jahre verändert man seinen Geschmack. Klamotten, Essen, Filme und natürlich auch sein Musikgeschmack.
Letzteres hat sich, naja..., etwas geändert. Metal eigentlich immer......ja aber derzeit steh Ich grad auf "Melodic Deathmetal" !!

Auf irgendeinen Sampler, ohne die Tracklist zu kennen, kam plötzlich ein Lied von Soilwork. Und da mir die Arbeit von "In Flames" schon sehr gut gefällt hat, konnte mir das von Soilwork auch nur gefallen.
Nicht, das sich diese Bands gleich anhören, nein. Es ist die Art der Musik, der Sound, die Tatsache, das der Sänger sowohl auch clean einen Ton treffen........ und natürlich auch sehr geil brüllen kann.

Die Jungs beherrschen ihre Instrumente (natürlich), Breaks und Gesang prägen sich gut ein. Fast jedes Lied ist auf dieser CD wirklich außergewöhnlich gut und meiner Meinung nach, kein entfernter Abklatsch des vorherigen Liedes. Man hat sich Mühe gemacht eine abwechslungsreiche Doppel-CD (!!) zu produzieren. Und das hat gut funktioniert.

Mir ist immer wieder klar, wenn ich meine Schritte in einen Blödmarkt lenke um mir neue Sachen von Bands anhöre, muss man offen und tolerant zu neuen Sachen sein. Der Grundgedanke, wenn man nicht immer den gleichen Kram hören will.

Allerdings muss die Qualität der Lieder, das Arrangement der dargebotenen Musik nicht sofort gefallen. Es darf nicht zu Langweilig sein, man darf aber auch nicht übertreiben, mit dem was ich da höre. Ich brauch immer eine gewisse Zeit, einen Zugang zu bekommen. Erhalte ich Zugang, dann macht es mir nur noch Spaß der Band zu folgen. Dann sind auch Konzertbesuche auf dem Programm und ich konzentriere mich vorsichtig auf frühere Werke...bin gespannt auf Sachen die noch folgen.

Und genau das ist mal wieder passiert. Die Band macht Spaß. Und das ist Hauptsache !!
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Björn „Speed“ Strid und seine Dreckarbeiter rudern seit dem ersten Abgang von Songwriter und Gitarrist Peter Wichers, um den Anschluss an alte Tage nicht zu verlieren. Leider gelang das mit „Sworn To A Great Divide“ so gar nicht. Auch die 4-jährige Rückkehr von Peter und „The Panic Broadcast“ konnten trotz einiger guter Nummern nicht vollends überzeugen. Mit Neuzugang David Andersson scheinen die Schweden aber plötzlich vor Ideenreichtum zu sprudeln, denn das neunte Werk von SOILWORK mit dem Titel „The Living Infinite“ kommt mit 85 Minuten gleich auf zwei Scheiben daher.

Mutig ist ein Doppelalbum schon immer gewesen, vor allem wenn das Ding in einem Rutsch kommt und nicht wie bei STONE SOUR z.B. im Abstand eines halben Jahres. SOILWORK veröffentlichen im Gegensatz zu den Amis auch das Album nicht wegen eines Konzeptes als Doppelalbum (obwohl es eines gibt), sondern wollten sich dieser Herausforderung einfach stellen. Teilweise haben SOILWORK dies auch gemeistert, denn starkes Songmaterial haben die Schweden auf jeden Fall am Start und schwächere Songs findet man nur wenige, doch ein paar Kritikpunkte gibt es doch. Denn „The Living Infinite“ überfordert den Hörer lange Zeit. Nach einem Durchlauf der ersten CD hatte ich eigentlich im Moment nicht das Verlangen die zweite einzulegen, denn die Songs brauchen einige Zeit um verdaut zu werden. „Spectrum Of Eternity“ prescht ohne Rücksicht auf Verluste gleich zu Beginn aus den Boxen, kommt fett daher und tönt wirklich stark, doch wirkt das Teil in den ersten Runden einfach viel zu überladen. So geht es mir mit einigen anderen Songs auch, weshalb ich eine Aufsplittung auf zwei Release-Termine für sinnvoller erachtet hätte, was aber in einen größeren Anschaffungspreis resultiert wäre. So empfehle ich dem Hörer also, dass er sich eingehend mit der ersten Disk beschäftigt, bevor er die zweite in Angriff nimmt.

Dass jetzt eine der beiden Platten qualitativ schlechter wäre, würde ich nicht behaupten, denn SOILWORK haben eine ganz gute und abwechslungsreiche Balance gefunden. Da gibt es auf beiden Platten Prügler wie „Let The First Wave Rise“ oder „Leech“, sowie hymnische Hits wie „The Living Infinite I“ oder „Loyal Shadow“. Richtig hervorstechen will zum Schluss dann auch „Owls Predict Oracles Stand Guard“ – da erforschen die Schweden ganz neue Horizonte.

Sieht man von den teils überladenen Kompositionen und den etwas abfallenden Stücken ab, so haben SOILWORK endlich wieder ein mehr als solides Werk geschaffen, welches als Doppelalbum durchaus seine Berechtigung hat. Zeit muss man für dieses Werk aber auf jeden Fall investieren.
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am 12. März 2013
Und da peitscht sie einem ins Gesicht, die Energie. Nach einem kurzen melodischen Intro poltert ein pfeilschnelles Riff über die rasenden Blastbeats, sich durch eine ferentische, leicht epische, Melodie sägend, dazu Strids inbrünstiges Keifen, dass die Eröffnung auf Sturmgeschwindigkeit schreit.
Ja. Ja, genauso muss das sein. Wichers hat mal wieder volle Arbeit...

... Moment. Das passt so nicht ganz und doch auch irgendwie seltsam gut. Wüsste man nicht, dass Stammleadgitarrist und langjähriger Hauptsongwriter Peter Wichers nach der Release von „The Panic Broadcast“ erneut ausgestiegen war, man würde denken, er seien seine Riffs, die da aus den Lautsprechern zürnen.
Aber auch wenn es an sich die von (nicht-ganz-so) Neugitarrist David Andersson sind, irgendwie sind es auch die von Peter Wichers.

Klingt jetzt ziemlich holprig und auch wenig aufschlussreich, ja das stimmt, aber es sagt auch einige Dinge über Soilworks neuestes Epos „The Living Infinite“. Und „Epos“ darf hier durchaus mit vollem Ernst benutzt werden, denn als so ziemlich erste Band der Göteborger Melodeath-Tradition haben sich Soilwork hier der Herausforderung eines Doppelabums gestellt.
Angesichts all dieser Rahmendaten blitzen freilich einige Fragen durch den Kopf des geneigten Hörers, wie: Können Soilwork diesmal auch ohne Wichers richtig gutes Material abliefern? Funktioniert das Rezept der Band auf Doppelalbum-Distanz? Und was zum Geier soll mir das Geholper in der Einleitung sagen?

Nun, alles ruhig und geordnet. Wie der oben kurz beschriebene Opener „Spectrum Of Eternity“ der ersten Hälfte des Albums bereits hoffen lässt, trumpft „The Living Infinite“ auf mächtig auf. Die sechs Schweden setzen auf voller Distanz im Wesentlichen auf die mit „The Panic Broadcast“ etablierte Variante ihrer Rezeptur.
Das bedeutet: Derb nach vorn preschende, energetisch dreckige Riffs, mächtiges Drumming mit meist weit durchgetretenem Gaspedal, eingängige, pfeilschnell aufgespielte, Gitarrenmelodien, an klassischen Instrumenten orientierte Synths und harsche Shouts und vereinzelte Growls bauen die Spannung und Energie auf, die sich in den mit großen verschnörkelten Hooklines bestückten Refrains entlädt.
Strids markante und extrem variable Stimme mit ihren raumfüllenden tiefen Lagen und vereinzelte Orgelklänge erinnern dabei erneut immer wieder leicht an Opeth, was erneut die dezente Epik des Materials unterstreicht.

Auch ohne Wichers schaffen es Soilwork also ohne ins Wanken zu geraten, all den energetisch erdigen Elan des Vorgängers aufs neue Opus zu retten.
Doch sie schaffen auch ein wenig mehr. Es mag fast ein wenig absurd wirken, dass eine Band, die es in der Vergangenheit oft nicht schaffte, ein einziges Album ohne Filler zu schreiben, es gerade bei einem Doppelalbum auf einmal schaffen sollte, nur songs mit definitiver Daseinsberechtigung zu liefern.
Doch genau diese Leistung vollbringen Soilwork in meinen Augen. Mit dem kleinen Kniff, die zweite Hälfte ein wenig langsamer und düsterer zu gestalten, als die erste, schaffen sie es, sowohl Spannung als auch Abwechslung über die gesamte Spieldauer hinweg aufrecht zu erhalten. Von rasendem Uptemposongs wie „Let The First Wave Rise“ über pures Hitmaterial wie „Vesta“, über balladeskes wie „Whispers And Lights“ bis hin zum leicht verkopften „Long Live The Misanthrope“ bieten Soilwork ihre gesamte Palette auf und liefern stetig kleine Details, mächtige Ohrwurmmelodien und perfekte Tempoverteilung und -variation, so dass das Album nie an Fahrt oder Hookpotential verliert.
Bei Videospielen, Filmen oder Serien nennt man das gern „pacing“. Und Soilwork treiben es mit „The Living Infinite“ beinahe zur Perfektion.

Doch mit gutem pacing, durch das Erzeugen eines idealen Flusses und das Gefangennehmen des Rezipienten in diesem, lassen sich bekannter Maßen auch Schwachstellen überspielen und damit schlägt der Bogen zurück zur Einleitung und der ein oder anderen kurzen Andeutung.
So sehr die schwedischen Urgesteine auf „The Living Infinite“ auch mit Energie und sauberstem Ausspielen ihrer Rezeptur überraschen können, so hat dieser Umstand auch eine Kehrseite. Denn freilich verlassen sie auch keine Sekunde den mit „The Panic Broadcast“ eingeschlagenen Pfad und das bedeutet, dass sie trotz all dem Umfang und all dem tollen Liedwerk keinerlei neue Akzente setzen.

Das Rezept hat sich seit „Natural Born Chaos“ kaum spürbar verändert und das tut es auch auf „The Living Infinite“ nicht. Wer also auf neue Impulse und ein wenig Frischzellenkur hofft, wird dies auf diesem Album, trotz der großen Ambition, nicht finden.
Im Rahmen der guten alten Göteborg MDM Rezeptur jedoch hat dieses Doppelalbum enorm viel zu bieten und beweist nach dem ordentlich auftrumpfenden Vorgänger einmal mehr, dass Soilwork noch immer nicht ausgesprochen haben. Sie mögen nichts grundlegend neues mehr zu sagen haben, doch sie präsentieren die alten Konzepte mit so viel Elan und so viel starkem Ausdruck, dass sie von ihrem Hörenswert noch immer nichts verloren haben... vielleicht sogar wieder ein wenig gewonnen haben.
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am 12. März 2013
Von Soilwork hatte man eigentlich nicht mehr großartig Viel erwartet. Und was machen die Schweden, ausgerechnet im Zeitalter der iTunes-Downloads, wo viele Bands mit dem Gedanken spielen, nur noch einzelne Songs, maximal EPs auf den Markt zu werfen? Sie kommen mit dem ersten Doppelalbum des Melodic Death-Genres um die Ecke. 85 Minuten(!) und diese auf hohem Niveau. Brachial, spielfreudig, durchdacht komponiert und äußerst abwechslungsreich, so zeigt sich das Songmaterial trotz des erneuten Ausstiegs von Songwriter Peter Wichers. Das »Death"« in der Stilbezeichnung darf getrost diskutiert werden, denn diese Elemente, wie auch das eine oder andere Black Metal-Riff, sowie Blastbeats sind sehr melodie-orientiert eingearbeitet.
Und so wartet CD 1 gleich mit einer ordentlichen Anzahl Hits auf: der thrashige Opener »Spectrum of Eternity«, das sehr eingängige »This Momentary Bliss«, der erste Teil des Titeltracks mit catchy Synthies. Das großartige »The Windswept Mercy«, mit dem Sänger von New Model Army als Gast, lässt, ähnlich wie »Whispers and Lights«, zwischen wunderbar melancholischen Momenten ein paar garstige Ausbrüche zu. Mein Liebling auf CD 1 bleibt aber »Tongue«, das brachial mit atemberaubenden Rhythmuswechseln und phantastischem Chorus daherkommt.
CD 2 bleibt durchgängig mindestens gutklassig, ist noch einen Zacken experimentierfreudiger, ein wenig düsterer und sehr spannend im Bestreben den traditionellen Bandsound desöften zu verlassen, hat vielleicht deswegen aber nicht ganz so viele Hits im Gepäck. Das etwas Opeth-artige softere »Antidotes in Passing«, das thrashige »Rise above the Sentiment«, sowie, mein Favorit auf CD2, der Mörder-Ohrwurm »Parasite Blues«, seinen hier genannt.
Insgesamt ein riesiges Ausrufezeichen, das die Schweden um den bestens aufgelegten Sänger Björn Speed Strid hier setzen, und ein überzeugender Beweis überbordender Kreativität. In Sachen Preis/Leistung ohnehin kaum zu schlagen. (9/10)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2013
Das neue Soilwork-(Doppel)album löst bei mir auch nach ausgiebigem Hören immer wieder aufs neue Begeisterung aus. Soilwork waren immer eine meiner Liebligsbands aus dem Melodic Death Metal - Bereich, da sie es verstanden haben, technisch-anspruchsvollen Metal mit eingängigen Melodien (Gitarren wie Gesang) und einem Ohrwurm-Chorus zu verbinden, ohne dabei jedoch "poppig" zu wirken oder zu sehr in "Gefrickel" auszuarten.
"The Living Infinite" erfüllt was dies anbelangt vor allem im ersten Teil alle Erwartungen, gute Beispiele für typische Soilwork-Hymnen sind z.B. "This Momentary Bliss", "Tongue" oder "The Windswept Mercy", sowie "Rise Above The Sentiment" auf CD2. Ich persönlich kann die Kritik an angeblich fehlender Weiterentwicklung (nicht nur bei Soilwork) oft nicht ganz nachvollziehen, wenn eine Band "ihren Stil" gefunden hat und versucht, diesen zu perfektionieren, wie es bei Soilwork meines Erachtens der Fall ist. Abgesehen davon gibt es auf "The Living Infinite" durchaus ein paar kleine Überraschungen, beispielweise die Akustik-Intros von "The Living Infinite I" und "Vesta", sowie die Instumentals "Entering Aeons" und "Loyal Shadow". Und dann wäre da noch der etwas gewöhnungbedürfte Schluss "Owls Predict, Oracles Stand Guard". Ob das gefällt und ins Konzept passt muss jeder selbst beurteilen, meiner Meinung nach wirken z.B. letzteres und die Instrumentals ein bisschen wie Füller. Dennoch sind definitiv genug genaiale Songs vorhanden um ein Doppelalbum zu rechtfertigen. Alles in allem haben Soilwork sich hier (vor allem auf CD1) selbst übertroffen, ich glaube nicht, dass jemand, der beispielsweise die Alben "Figure Number Five" oder "Stabbing The Drama" mochte, hier irgendetwas außer Stagnation auf höchstem Niveau kritisieren kann.
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MIR PERSÖNLICH gefällt diese CD sehr gut! Ich bewerte bzw. rezensiere allein auf meine Bedürfnisse bezogen.....und nicht wie andere Mitmenschen die immer "ALLES MIT IRGENDWAS VERGLEICHEN MÜSSEN".

Also....der Preis für die 2 " CD's ist natürlich okay!

Gesanglich, muss ich sagen, findet man auf der CD eine geniale Mischung von "metallischem Gegröhle und -normalem- Gesang". Wobei ich die Stimme schon genial finde und im Grunde keine Worte es ausdrücken können WIE harmonisch und eindringlich sie daher kommt.

Musikalisch ist die CD ein Leckerbissen, eine Art "Überraschungsei". Jeder Song für sich ist so abwechslungsreich in Tempo und Melodie dass Langeweile nie aufkommt. Alles passt perfekt, Drums, Bass und Gitarren ergänzen sich großartig ohne dass einer der Musiker "überdreht". Überdreht in dem Sinne dass z.B. der Gitarrist überlange Solieinlagen bieten darf/muss.

Und über Allem schwebt diese unsagbare Stimme!!!

P.S.: Über "I Legion" bin ich auf Soilwork aufmerksam geworden!
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am 9. April 2013
Obwohl ich mit dem Vorgänger "The Panic Broadcast" nicht so richtig warm wurde, freute ich mich trotzdem auf das neue Album der Jungs. Dass es ein Doppelalbum wird, war mir erst gar nicht bekannt, ist aber umso besser. Oft ärgert man sich ja, dass Band XYZ eine neue Scheibe bringt, diese aber nach 45 Minuten schon wieder durch ist.

Ja, "The Living Infinite" ist meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Soilwork-Album, gefällt mir deutlich besser als "The Panic Broadcast" und ist wieder auf dem hohen Niveau von "Stabbing the Drama" oder "Sworn to a Great Divide". Ein kleines Loch gibts, lässt sich bei einem Doppelalbum nicht vermeiden, möchte ich daher auch nicht zu hoch hängen.

Freue mich, dass die Band mich wieder gepackt hat.

Anspieltipps: This Momentary Bliss, Whispers and Lights, Antidotes In Passing, Rise Above the Sentiment
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am 29. Mai 2013
Anfangs war ich skeptisch, da ich Soilwork bei einigen Alben wie beispielsweise 'Stabbing the Drama' eindimensional fand. Mein Favorit aus der Diskographie von Soilwork war bis dato 'A Predators Portrait' - hymnisch, groovig, technisch anspruchsvoll mit tollem Sound. 'The Panic Broadcast' war wieder gut, mehr aber nicht. Bei 'The Living Infinite' als Doppelalbum bin ich aber mehr als überrascht: Tolle schnelle Nummern wie der Opener mit tollen Hooks, schlichte hookige Nummern, Halbballaden (!), ein Instrumental, massenweise tolle (auch anspruchsvolle) Riffs, tolle Gesangslinien zum Mitsingen ohne Kitschfaktor - was will man mehr! Ich habe das Album nun mehrfach gehört und es gibt keine Längen hierbei. Ergo: absolute Kaufempfehlung für jeden Metalfan.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wenn im Vorfeld zu einer neuen Platte Vergleiche zu den bandeigenen Klassikern gezogen werden, reagiere ich zunächst immer mit Skepsis. Zu oft war das in der Vergangenheit (natürlich) oft nicht mehr als reines Promogewäsch. An glorreiche "A Predator's Portrait" und "Natural Born Chaos"-Zeiten soll er also anknüpfen, der neunte (Respekt schon mal dafür!) Langspieler der Melodic Deather von Soilwork. Ich nehme es vorweg, er tut es und die Melo Death Schublade könnt ihr auch gleich mal wieder vergessen. Meines Erachtens ist die Band mit dieser Platte an einem Punkt angekommen, an dem sich Kategorisierungen schlichtweg verbieten. Nennen wir es einfach METAL!

"The Living Infinite" ist ein Monster von einem Album, das fängt schon beim Konzept des Doppelalbums an, an das sich von Natur aus ohnehin nur die wenigsten wagen. Soilwork wissen nach über 15 Jahren im Business was sie können, waren also nicht überambitioniert oder gar größenwahnsinnig.
Gleich das eröffnende "Spectrum Of Eternity" zählt zweifelsohne zu den besten Songs, die das Sextett je veröffentlicht hat. Sämtliche Stärken sind hier gebündelt und seltener klangen Blastbeats in Verbindung mit Melodien erhabener, bombastischer, einfach schöner. Soilwork jonglieren mit Zutaten verschiedener Genres und lassen das Ergebnis schlichtweg natürlich klingen, geradeso als hätten sich der grobe (Metal-) Knüppel und die feinsten (Pop-) Melodien niemals ausgeschlossen.

Die Hitdichte ist verdammt hoch, was bei 20 Songs in knapp 90 Minuten alles andere als selbstverständlich ist. Jeder Song hat seine eigene kleine Hook und JEDER wird seine ganz persönlichen Lieblinge finden. Meine Anspieltipps, müsste ich welche nennen, wären neben dem erwähnten Opener das grandiose "Tongue", das brachiale "Let The First Wave Rise", das ein wenig an Devin Townsend erinnernde "Vesta" oder auch das wunderschöne "Antidotes In Passing". "The Living Infinite" ist definitiv Soilworks Opus Magnum und sollte von jedem Metalfan, der was für Melodien übrig hat mindestens einmal im Leben gehört werden. Basta!
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