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569 Rezensionen
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der besten Filme der letzten 10 Jahre, wenn...
...ja wenn man in der glücklichen Lage ist, sich in ihn hineinversetzen zu können. Ich habe diesen Film im Kino zweimal gesehen, auf BlueRay bisweilen 3 Male. Erwähnt sei hierzu, dass das erste Betrachten des Films für mich sehr anstrengend war. So brauchte es etwa die erste Filmstunde, bis ich langsam begriff, was zum Teufel da überhaupt los ist...
Vor 15 Tagen von Gerrit Lücke veröffentlicht

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen FSK12: Die Untertreibung des Jahres
Über den Inhalt des Films kann man sicher streiten.
Nachdem es einige Zeit dauerte, bis wir in die Thematik fanden, ließ der Film uns auch nicht mehr los.
Einzelne Episoden, über die Jahrhunderte miteinander verknüpft. Der Zusammenhang war nicht immer
sofort zu erkennen. Die teilweise "nuschelnde" deutsche Synchronisation, tat ein...
Vor 10 Monaten von TreTre veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch perfekt gemacht, 27. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem ich das Buch gelesen habe, hat mich die filmische Umsetzung und Machbarkeit interessiert. Finde, Film sehr gut und es macht Spaß, die einzelnen Schauspieler in den verschiedenen zeitlichen Dimensionen (vor allem Tom Hanks) immer neu zu entdecken! Wie das Buch finde ich auch den Film sehr gelungen (zwar keine "einfache" Kost, da man auf Grund der laufenden Zeitsprünge immer aufpassen muss, sonst verliert man den Faden)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer das Besondere schätzt, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas (DVD)
Extreme sind immer schwierig, aber wie man diesem Film nur einen Stern geben kann ist mir absolut schleierhaft. Auch ich wiederrum wähle ein Extrem nämlich fünf Sterne und das bleibt vielleicht den Verreissern unverständlich. Sei es drum ich wüßte nicht wofür ich einen Stern abziehen sollte. Sicher nicht für die grossartige Geschichte, die man nicht 100% verstanden zu haben braucht um von ihr berührt zu werden. Auch nicht für die hervorragende schauspielerische Leistung einfach aller Akteure. Bestimmt nicht für die Bildergewalt und Ästhetik an der man sich fast drei Stunden berauschen kann. Cloud Atlas ist etwas Besonderes und daher nicht massenkompatibel. Aber für uns andere ist er ein Juwel, der zum wiederholten anschauen einlädt
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoll, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas (DVD)
Als ich den Film das erste mal gesehen habe, habe ich die Geschichte nur halb verstanden. Es ist ein Film den man wirklich in Ruhe gucken sollte und wirklich aufpassen sollte. Er ist wirklich schön und ich finde der Film ist was Besonderes. Ich habe noch nie einen Film wie diesen gesehen. Ich finde er ist wirklich gelungen. Man sollte sich den Film auch gerne nochmal ansehen, dann sieht man noch mehr als vorher und versteht ihn besser.

Ist aber für kleinere nicht geeignet, da er halt etwas schwerer zu verstehen ist.

Empfehlenswert!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pädagogisch wertvoll, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer bei diesem Film reines Entertainment sucht, sollte einen riesen Bogen um dieses Werk machen.

Wer jedoch sich in die Story hineinversetzt und die Botschaft der verweigten Geschichten durchdenkt hat hier ca. 3 Stunde echt gute Kost.
Beim Bonusmaterial hätte ich mir allerings deutlich mehr gewünscht, d.h. merh Einblicke hinter die Kulissen oder Castings etc.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bin immer wieder begeistert, 11. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas (DVD)
Habe den Film schon mehrmals angesehen und bin immer wieder begeistert.
Toll! Die Schauspieler sind hervor ragend und es dürften keine anderen sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leser des Buches bitte eher meiden!, 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film ist für sich eine geniale Idee mit sehr guten Schnitten und Wechsel über jede Zeitspanne. Besonders witzig und unterhaltsam wird der Film, wenn man während des Filmes überlegt, wer welcher Schauspieler ist (an dieser Stelle ein großes Lob an die Maskenbildner), weil die Darstellung der jeweiligen Schauspieler ist auch über ihr eigenes Geschlecht hinaus.

Jedoch gibt es ein Defizit:
Die ganze Storyline ist im Gegensatz zum Buch recht stark vereinfacht, da ich glaube, dass es sonst zu kompliziert geworden ist. Wer das Buch kennt oder vor hat es zu lesen, sollte sich auf Unterschiede gefasst machen, die aber bei fast allen Buchverfilmungen aufkommen können.

Ich muss sagen, dass ich persönlich das Buch liebe und den Film deswegen nicht mit voller Punktzahl bewerten kann, aber den Film auf jeden Fall weiterempfehle. Man muss es aber mögen, da diese Art von Erzählungsstruktur doch recht eigen ist.
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63 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk muß nicht perfekt sein, 29. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
Zur BluRay selbst kann ich noch nichts sagen, da diese zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen ist.
Zum Film selbst: Es ist bedauerlich, daß "nur" etwa 1 Millionen Zuschauer diesen Film in Deutschland gewürdigt haben, denn er ist ein Meisterwerk. Kein Remake, keine x-te Fortsetzung, sondern ein Original. Mich hat er sehr bewegt, auch wenn er kein perfekter Film ist, aber Meisterwerke müssen nicht perfekt sein, sondern mitreißen, andersartig sein und lange in Erinnerung bleiben - und das hat er geschafft. Cloud Atlas ist ganz großes Kino.
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109 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?", 16. Dezember 2012
Von 
Lux Aeterna - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
Grundgütiger, was für ein Film.
Und ja, um der ausdrücklichen Betonung willen gleich noch mal: Was. Für. Ein. Film!!

Aber alles der Reihe nach. Und erst einmal vorweg:
Da sich einzelne Anmerkungen, die mir bezüglich dieses Streifens wichtig erscheinen, direkt auf die Handlung bzw. deren dramaturgische Umsetzung beziehen, lassen sich vereinzelte SPOILER nicht gänzlich vermeiden. Ich werde jedoch selbstverständlich keinerlei essentielle Handlungsverläufe oder mögliche Twists vorwegnehmen. So sollten auch diejenigen, die bislang noch nicht die Möglichkeit hatten, "Cloud Atlas" zu sehen, ein wenig mehr über den Film erfahren können, ohne dass ihnen im Zuge dessen Spaß und Spanung verdorben werden.

Zudem bitte ich um Nachsicht dafür, dass die hiesige Rezension "etwas" umfangreicher ausfällt. Der Film präsentiert sich nach meinem Empfinden als dermaßen facettenreich, dass ich das Gefühl hätte, seiner vielgesichtigen Imposanz einfach nicht hinreichend gerecht zu werden, wenn ich mich nur auf ein paar knappe Infos beschränkte.

Zu guter letzt gilt natürlich auch diesmal, wie generell immer und für jede Rezension eines jeden Nutzers hier:
Ich breite hier allenfalls eine Einzelmeinung, nämlich eben meine ganz persönliche (und damit hochgradig subjektive) Einschätzung über den Film aus. Wer immer den Streifen gegenteilig bewerten möchte oder dies bereits getan hat - nur zu! Wenn man "Cloud Atlas" zugesteht, die ein oder andere sehr wahre Botschaft zu vermitteln, dann unter anderem sicherlich jene, dass es für uns alle von ungemeiner Bedeutung ist, den Lauf der Welt stets kritisch zu hinterfragen und Bestehendes nicht einfach unwidersprochen stehen zu lassen. Kurzum: Gegenläufige Meinungen, fundiert und nachvollziehbar dargelegt, erweitern die Perspektive und den Erkenntnishorizont.

Letzterer, der Erkenninshorizont, hat sich bei mir schon beim (aus lauter Begeisterung gleich wiederholten) Ansehen des Trailers zu "Cloud Atlas" gehörig verschoben. Über was für einen vielversprechenden cineastischen Appetizer ich da zufällig gestolpert war! Gleich mehrere Handlungsstränge wurden angedeutet, allesamt in unterschiedlichen Zeitepochen angesiedelt, und offenbar doch auf geheimnisvolle Weise miteinander verknüpft ("Alles ist verbunden"). Der Text aus dem Off - tendenziell pathetisch, zugegeben, aber dennoch - oder gerade deswegen - eine wohlige Gänsehaut erzeugend:

"Unsere Leben gehören nicht uns.
Von der Wiege bis zur Bahre
sind wir mit anderen verbunden
in Vergangenheit und Gegenwart.

Und mit jedem Verbrechen
und jedem Akt der Güte
erschaffen wir unsere Zukunft."

Pfuhhh. Und WOW!
Und diese Bilder! Was für eine visuelle Opulenz! Diese einfühlsame, berührende Musik, herrlich schön! Und all das, man glaubte es kaum, sollte - *Irritation pur* - ein deutscher Film sein??

Wir Deutschen mögen zwar, das muss man einfach eingestehen, für alles Mögliche bekannt sein, nicht jedoch unbedingt für die Produktion ganz, ganz, ganz großen Kinos. Im Allgemeinen begnügen wir uns damit, uns von Herrn Schweiger keinohrhasig bekokowäähen zu lassen. Eine etwas verschrobene Eigenart? Geschenkt.
Wenn einem Streifen dann aber doch mal ein wenig internationale Aufmerksamkeit zukommt, dann entweder, weil es sich um fulminanten Herbig'schen Humor handelt, den die Welt noch immer nicht wirklich von unsereinem erwarten würde, oder weil wir uns schonungslos selbstkritisch und zugleich enorm sehenswert mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen, idealerweise natürlich - das geht immer - unter Rückgriff auf Nazis im Allgemeinen oder Adolf Obernazi im Besonderen.

"Cloud Atlas" hingegen bricht mit dieser etwas eingerosteten Tradition auf solch eindrucksvolle Weise, dass ich mich, als es dann endlich soweit war, den Streifen erstmalig zu sehen, mehrfach bei einem Anflug von unterschwelligem Stolz ertappte: Krauts können Kino!
Die Kooperation von Regisseur Tom Tykwer mit den beiden "Matrix"-Veteranen Andrew und Lana Wachowski erweist sich - ja, man muss es so sagen - geradezu als Segen der Filmkunst, als eine sich offenkundig gegenseitig kreativ befeuernde Troika, ein schöpferisches Gespann, das dem Zuschauer ein grandioses visuelles und klangliches Feuerwerk darbietet, welches seinesgleichen sucht.

Doch worum geht es überhaupt?
Diese Frage ist bei dem hier rezensierten Film nicht wirklich leicht zu beantworten; annähern kann man sich einer möglichen Antwort wohl am ehesten mittels einer zunächst einmal rein formalen Beschreibung: "Cloud Atlas" präsentiert dem Zuschauer episodenhaft einzelne Schicksale von Personen, die innerhalb der Zeitspanne von 1849 bis 2346 in sechs gänzlich unterschiedlichen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten leben und sich während ihres Daseins jeweils auf die ein oder andere Weise mit bedeutsamen ethischen Prüfungen konfrontiert sehen.
Treibendes Motiv ist hierbei offenbar maßgeblich das menschliche "Streben nach mehr", die unstillbare Gier nach Ressourcen, nach Dominanz, nach Herrschaft über andere - sei es in Form der Macht von Gutsbesitzern über ihre Sklaven, in Form von skrupelloser Gewalt eines kriminellen Energie-Konsortiums gegenüber seinen Kritikern oder in Form der Allmacht einer künftigen Konzernokratie über Wohl und Wehe ihrer Arbeitsklone - denn

"stets wandern die Schwachen
den Starken in den Rachen"

- ein gnadenlos treffender Leitsatz, der keinesfalls nur metaphorisch zu verstehen ist, sondern in den futuristischen Episoden durch kannibalistische Elemente in seiner buchstäblichen Realisierung gipfelt.
Der strigente rote Faden ist, in diesem Zusammenhang naheliegend, das Auflehnen einzelner Charaktere gegen diese vermeintlich unumstößliche ewige Ordnung, ein Aufbegehren gegenüber anscheinend zwingend gültigen erbarmungslosen Normen. Auch dies wieder in vollkommen unterschiedlicher Art und Weise und auf vielfältigen Ebenen - im Kleinen etwa hinsichtlich sozialer Konventionen, bezüglich sexueller Präferenz, als Emanzipationsprozess vom musischen Mentor oder Widerstand gegen die despotische Belegschaft eines Seniorenheims; im ganz großen Umfang hingegen durch den Versuch eines gesamtgesellschaftlichen Umsturzes.

Dass derlei keinesfalls leicht verdaubare Kost ist, sondern enorm polarisieren kann, lässt sich wohl nicht zuletzt an den - bisweilen sehr bezeichnenden - Reaktionen auf den Film anschaulich ablesen:
In den USA beispielsweise hat man ihm seitens diverser Kritiker sowie in einschlägigen Rezensionen geifernd eine klar europäisch eingefärbte "liberal agenda" attestiert, weil er es unter anderem doch tatsächlich wagt, halb im Meer versunkene Städte anzudeuten und damit den Klimawandel in den Bereich des eventuell Möglichen zu rücken. Ja, dem Streifen wurde gar (und dies nicht etwa aus Russland) "gay propaganda" unterstellt, weil er die Unverfrorenheit besitzt, ein verliebtes Männerpaar zu zeigen - und selbst hierzulande, in unserer ach so aufgeklärten und toleranten Gesellschaft, musste ich bei den von mir besuchten Vorstellungen ernüchtert feststellen, dass es nach wie vor ganz offenbar nicht wenige erwachsene (!) Menschen gibt, die den Anblick eines Kusses zweier Männer auf der Leinwand mit lautstark gegrölten Ekelsbekundungen quittieren. Was tut man(n)cher Zuschauer nicht alles für die eigene Reputation in seiner Peergroup ganzer Kerle.

Es liegt auf der Hand, dass - nicht nur, aber auch - eine derart konfrontative Perspektive ihren Teil dazu beitragen dürfte, dem ein oder anderen Zuschauer einen aufgeschlossenen Zugang zu den mannigfaltigen inhaltlichen Ebenen von "Cloud Atlas" zu erschweren oder sogar vollends zu verbauen.
Dabei zeigt sich immer wieder, wie belebend gut es dem Film tut, dass seine Struktur gerade nicht der sehr strikten pyramidalen Gliederung der Buchvorlage von David Mitchell folgt, sondern dass die individuellen Handlungsstränge vielmehr parallel laufen und stellenweise ineinandergreifen - denn somit werden deren Gleichrangigkeit und enge Verwobenheit zusätzlich hervorgehoben. Zugleich jedoch führt dies, und das ist wiederum die Kehrseite dieser Medaille, zu einer dichteren Komplexität des Stoffes. Das macht "Cloud Atlas" zwar nicht gleich zu einem undurchdringlich-monströsen Buch mit sieben Siegeln, nimmt den Zuschauer aber schon etwas mehr in Anspruch als jene Filme es tun, von denen man sich gemeinhin einfach "berieseln" lässt. Hier ist der Rezipient schon kontinuierlich gefordert, das jeweilige Geschehen halbwegs aufmerksam zu verfolgen und mitzudenken, um sich angesichts häufiger Sprünge durch Zeiten, Orte und Handlungsstränge nicht in dem vermeintlichen Wirrwarr der Dramaturgie zu verheddern und auf diese Weise den kontextuellen Anschluss zu verlieren.

Auch greift es wohl zu kurz, wenn man der Versuchung erliegt, ausschließlich nach inhaltlichen Querverweisen zwischen den einzelnen Epochenhandlungen Ausschau zu halten. Natürlich gibt es zahlreiche - mitunter nur winzige, gut versteckte, flüchtige - Details, mittels derer ein Handlungsstrang auf einen anderen Bezug nimmt; dennoch erscheint es mir tückisch, sich dermaßen im Klein-Klein zu verlieren, weil das große Ganze, die all dies zusammenhaltende erzählerische Klammer, dann nur allzu rasch aus dem Blick gerät und man sich - wie einigen meiner Freunde und Bekannten bei zwei gemeinsamen Kinobesuchen widerfahren - am Ende nur noch fragend den Kopf kratzt, weil man letztlich nicht zu erschließen vermochte, was einem der Film möglicherweise sagen möchte.

Dennoch gibt es natürlich enorm viel zu entdecken, sowohl rein optisch als auch hinsichtlich diverser inhaltlicher Feinheiten. Selbst akustisch wagt sich der Film auf ungewöhnliches Terrain vor, indem die Degeneration der Menschheit in der Zukunft nicht nur optisch inszeniert wird, sondern auch sprachlich ihren Niederschlag findet, da die Kommunikation der Nachgeborenen mit nurmehr rudimentärer Grammatik und nachlässiger Artikulation im Auslaut der Worte vonstatten geht.

Ich habe mir "Cloud Atlas" bewusst ein zweites Mal angesehen, um mich sukzessive an die Fülle von Details heranzutasten, die dieses Werk bereit hält, und bin mir sicher, noch längst nicht alle Nuancen entdeckt zu haben. So wurde mir auch erst beim nochmaligen Kinobesuch vollumfänglich bewusst, wie frappierend die Parallelen zwischen dem Schicksal eines der Charaktere und der Passion Christi sind; die Stilisierung der entsprechenden Filmfigur zur messianischen Erlöserin wird an manchen Stellen ja sogar explizit betont, so etwa durch Verweise auf die Kreuzigung.

Nicht zuletzt die bemerkenswerte und faszinierende Entscheidung der Regisseure, den Schauspielern über die diversen Epochen verteilt gleich mehrere Rollen zuzuweisen, stellt die Experimentierfreude der drei künstlerischen Leiter unter Beweis - und betont zugleich die ewige Wirkungsmacht der oben erwähnten Motivik über die Jahrhunderte hinweg sowie die Verknüpfung der gezeigten Geschehnisse.
Dass hierbei gar die Schranken der Geschlechtlichkeit aufgehoben werden und die Darsteller bisweilen Figuren des jeweils anderen Geschlechts verkörpern, mag manchem Zuschauer als zu abgefahren aufstoßen, belegt meines Erachtens jedoch den Mut der Regisseure und das enorme Engagement der Schauspieler.
Und wenn man sich in diesem Kontext vor Augen führt, dass Co-Regisseurin Lana Wachowski noch vor wenigen Jahren Laurence hieß und biologisch ein Mann war, erhält diese Facette des Changierens zwischen den Geschlechterrollen noch einmal eine besondere Bedeutung, welche von dem Film - mit dessen leidenschaftlichem Plädoyer für die Standhaftigkeit gegenüber gesellschaftlichen Konventionen - in beinahe berührender Weise aufgegriffen wird.

Nun ja, zugegeben: Einige der Dialoge, die uns in dem Streifen begegnen, mögen leicht prätentiös und bisweilen esoterisch durchsetzt wirken - und ja, mit ein wenig Pedanterie könnte man sicherlich auch auf hohem Niveau jammern und - durchaus berechtigterweise - die ein oder andere logische bzw. stilistische Ungeschicklichkeit monieren (die aufdringliche Holzhammermethode, "das Böse" in einem der Erzählstränge als handelnde Figur zu personifizieren, erschien mir beispielsweise unnötig und fehl am Platze). Doch solcherlei marginale Mankos reichen meines Erachtens bei Weitem nicht aus, diesen in so vielerlei Hinsicht einmaligen Film pauschal abzuqualifizieren oder gar zu diskreditieren; er ergibt vielmehr noch immer ein in sich schlüssiges und mehr als überzeugendes Gesamtbild.

Mein persönliches Fazit also:
Ein aus meiner Sicht visuell, auditiv und narrativ mitreißendes, durch seine beeindruckende Detailverliebtheit und erzählerische Vielschichtigkeit fesselndes, inhaltlich tief- und ergreifendes, dadurch sowohl zum Lachen als auch gleichermaßen zum Weinen verleitendes, mit einem Bouquet eindrucksvoll inszenierter Szenen aufwartendes Epos. (Allein schon die Konfrontation Sonmis mit dem Archivar - WOW!! Vor allem gegen Ende fröstelte es mich, so brachial war die Wirkung dieses höchst intensiven und folgenreichen Zwiegesprächs.)

Ich kann und möchte "Cloud Atlas" somit all jenen InteressentInnen wärmstens empfehlen, die ungewohnten Perspektiven und experimentellen Erzählstilen gegenüber aufgeschlossen sind - um dann für drei Stunden in die vielgestaltige Welt eines cineastischen Meisterwerks einzutauchen, welches seinem Zuschauer so viel zu bieten hat, dass man die überbordende Fülle an Impressionen erst einmal ein paar Tage sacken lassen muss.
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28 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Um was geht es in CLOUD ATLAS? Um alles! Wann spielt er? Immer!, 17. April 2013
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
>>> ZUM FILM <<<
David Mitchell schrieb mit CLOUD ATLAS ein Werk, das Jahrhunderte und Generationen umspannt, keine linieare Erzählstruktur besitzt und das seine Leser gerade aufgrund dieser Erzählweise sehr fordert. Trotzdem - oder gerade deshalb? - avancierte der Roman innerhalb kurzer Zeit zu einem Titel, der eine große Fangemeide besitzt. Nun nahm sich Tim Tykwer zusammen mit den Wachowskis (MATRIX) der Romanvorlage an. Gemeinsam schufen sie ein beeindruckendes Stück Film, das in jeder Minute überzeugen kann - und erlitten damit an den internationalen Kinokassen einen finanziellen Schiffbruch allererster Güte!

Und zugegeben: Der Film macht es seinen Zuschauern - zumindest anfangs - nicht leicht. Scheinbar wahllos werden Szenen aus unterschiedlichen Epochen gezeigt und nach kurzer Zeit abrupt wieder beendet. Und so dauert es auch eine gewisse Zeit, bis der Zuschauer sich im anfänglichen Wirrwarr der Jahre 1849, 1936, 1973, 2012, 2144 und 2346 zurecht findet. Dieses Wirrwarr wird dadurch vergrößert, dass die Sprünge durch die Jahrhunderte nicht in chronologischer Reihenfolge erfolgen. Scheinbar willkürlich wird vor, zurück und dann wieder weit in die Zukunft gesprungen. Ich verstehe daher jeden, der sich mit dieser Form der Erzählweise nicht anfreunden kann und nach einer halben Stunde das Kino verlassen hat bzw. die Disc in die Ecke pfeffert.

NUR: Jenen, die sich dafür entscheiden, den Film nicht zu Ende zu schauen, dürfte unter Umständen ein Erlebnis entgehen, dessen Einzigartigkeit und Faszination man kaum in Worte fassen kann. Ich für meinen Teil konnte mich nach einer gewissen Zeit mit der Erzählstruktur anfreunden und war mit zunehmender Spieldauer zunehmend begeistert. Denn - Überraschung - urplötzlich war für mich ein roter Faden erkennbar, der die scheinbar grundverschiedenen Geschichten miteinander verbindet. Man muss als Zuschauer jedoch offen sein für Begriffe wie "Karma", "Wiedergeburt" oder "Schuld und Sühne". Und wenn man bereit ist, seine Erwartungen an eine lineare Erzählstruktur über Bord zu werfen und man dabei gleichzeitig offen ist für die mataphysischen bzw. phantastischen Elemente der Geschichte, dann - und nur dann! - ist CLOUD ATLAS ein Film, den man als Meisterwerk bezeichnen kann. Ich weiß noch nicht, ob er das für mich ist. Dazu ist meine CLOUD ATLAS-Erfahrung noch zu frisch. Eines kann ich jedoch zweifelsfrei sagen: Der Film hat mich mächtig beeindruckt und wirkt auch noch heute - mehrere Tage nach der Erstsichtung - gewaltig in mir nach.

Interessant ist auch, dass der rote Faden in CLOUD ATLAS - ich habe mich mit mehreren Freunden über den Film unterhalten - von vielen Zuschauern unterschiedlich interpretiert wird. Natürlich steht das Reinkarnationsthema im Mittelpunkt. Doch darüber hinaus sagen z.B. die einen "Es geht vor allem darum, nach Hause zu kommen.", wohingegen andere in dem Film eher Themen wie "Religion" oder "Befreiung bzw. Freiheit" behandelt sehen.

Für sehr gelungen halte ich übrigens den in der 2012er-Geschichte ausgerufenen Satz "Soylent Green ist Menschenfleisch". SciFi-Fans haben sicher sofort erkannt, welcher 70er-Jahre-Klassiker dort zitiert wurde. Aber auch dieser scheinbar grundlos in den Raum geworfene Satz war alles andere als zufällig - was zumindest jene Zuschauer bestätigen können, die den Film zu Ende geschaut haben... ;-)

Zum gelungenen Filmerlebnis tragen neben den bereits erwähnten Aspekten die durchweg überzeugenden Schauspielerleistungen, mehr aber noch die beinahe durchweg hervorragenden Masken bei. So gelingt es, jeden der Darsteller, die bis zu sechs Rollen spielen, in jedem Zeitalter oder in jeder Lebensphase authentisch wirken zu lassen.

Aber wie auch immer - CLOUD ATLAS ist tatsächlich ein Film, der eine, nein, der viele Geschichten ERZÄHLT, die inhaltlich und durch die Art der Inszenierung - auch über Raum und Zeit hinweg - geschickt miteinander verwoben sind; und er behandelt dabei ALLE großen Themen, die zum Nachdenken anregen. Action findet nur am Rande statt. Er ist somit vor allem ein Film fürs Hirn. Die atemberaubenden Bilder und die imposante Ausstattung dürften aber auch jene Zuschauer zufriedenstellen, die Wert auf optische Schauwerte legen. Eines ist CLOUD ATLAS jedoch sicher nicht: Ein Film, den man sich nur nebenher anschauen kann. Man muss der Handlung tatsächlich aufmerksam folgen, damit sie sich einem auch wirklich in allen Einzelheiten erschließt. Und wenn dies geschicht, dann geht es vielleicht auch anderen Zuschauern wie mir - denn ich habe einen wunderschönen und beeindruckenden Film gesehen, der mich in meinem tiefsten Inneren berührt hat...

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Wow! Das Bild beeindruckt ebenso wie der Film und öiefert eine hervorragende Qualität, die den gezeigten Inhalten würdig ist. Zwar rauscht es ab und zu aber das fällt kaum auf und somit kaum ins Gewicht. Die übrigen Bildwerte wie Schwarzwert und Kontrast bewegen sich auf einem sehr guten bis hervorragenden Niveau

Ton (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch im verlustfreien DTS-HD Master Audio 5.1-Format vor. Zur Tonqualität kann ich kaum etwas sagen. Es mag sich seltsam anhören aber der Film hat mich dermaßen gefesselt, dass ich mich nicht daran erinnern kann, ob der Ton nun übermäßig gut oder schlecht gewesen wäre. Ich hole dies aber nach, sobald ich den Film noch einmal angeschaut habe.

EXTRAS
- Trailer & Trailershow
- Making Of (werbelastig und recht uninteressant)
- kurzer Beitrag zur Europapremiere in Berlin
-> das Bonustaterial enttäuscht leider! Gerade bei einem Film dieses Kalibers hätte ich mir mehr Hintergrundinfos gewünscht.

>>> FAZIT <<<
Für diesen mutigen und ungewöhnlichen Film, der eine anspruchsvolle Handlung mit einer hollywoodreifen Inszenierung verbindet gibt es von mir DICKE 5 Sterne. Da außerdem die Technik (soweit ich sie schon beurteilen kann ;-) ) beeindruckt, gibts von mir auch insgesamt die volle Wertung!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, für das die Welt nicht bereit war, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Cloud Atlas [Blu-ray] (Blu-ray)
Cloud Atlas: 110 Mio. Dollar Produktionskosten, 30 Mio. Einnahmen; ein Finanzieller Flop trotz hohem Budget und hochkarätiger Starbesetzung. Soweit zu den Zahlen und Fakten. Jemand der den Film nicht gesehen hat würde nun den voreiligen Schluss ziehen, der Film sei schlecht.
FALSCH GEDACHT!
Dieser Film ist absolut genial!
Schauen wir uns an warum: Im Gegensatz zu Hollywood-Action-Einheitsbrei enthält der Film kaum bombastische Explosionen oder todesmutige Stunts, er baut einzig auf die Dialoge und die Message, die er übermitteln will.
Die Handlung des Films erstreckt sich über ca. 500 Jahre und ist in 6 Größere Handlungsstränge unterteilt: Die Odyssee eines jungen Entdeckers im Amerika des 18 Jahrhunderts, ein genialer homosexueller Komponist in der Mitte des 20. Jahrhunderts, dessen Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, eine Reporterin, die eine Verschwörung rund um ein neues Atomkraftwerk aufdeckt, ein Filmkritiker in Pension in unserer Zeit, der gegen seinen Willen in ein Altersheim gesteckt wird, ein Klon, der im Neo Seoul Mitte des 22. Jahrhunderts in einer vollautomatisierten Szene-Bar arbeitet und später Anführerin der Revolution gegen das korrupte Regime wird und ein Überlebender im 106. Winter nach dem thermonuklearen Niedergang der Kultur, der nach den Sternen greift (wortwörtlich). Der Clou dabei: Der Film besitzt eine Art dreidimensionalen Handlung: Es wird eine Art Über-Geschichte erzählt, die über den 6 eigenständigen Handlungssträngen steht und zeitliche Differenzen überwindet und trotz anderer Charaktere und Umstände ebenfalls eine in sich logische Handlung bildet. In jeder Geschichte gibt es daher "Gut" und "Böse", welche über die Zeiten fortbestehen. Handlungen der Charaktere in der Vergangenheit haben Auswirkungen auf ihre Reinkarnation in einer anderen Zeit und beeinflussen aufgrund der 3D-Erzählstruktur deren Situationen mehr oder weniger direkt.Die Übergänge zwischen den Szenen und Damit Zeiten und Charakteren sind dabei meisterhaft gelungen, oft verbindet nur ein Gegenstand, ein Dialogfetzen oder die Wandfarbe zwei komplett unterschiedliche Stimmungen, jedoch in kompletter Harmonie. Zudem sind die Handlungen zwar in sich abgeschlossen, überlappen aber teilweise, sodass die Charaktere in gealterter Form in anknüpfenden Teilen der Story auftauchen.Da es mehr Rollen als Schauspieler bei diesem Film gibt, mussten einige bis zu sechs Rollen spielen, in einer Epoche mal antagonistisch, mal protagonistisch. Dies war eine enorme Leistung zweierlei, einerseits Schauspielerisch, andererseits maskentechnisch (schminken Sie mal aus einem Asiaten einen Europäer!).
Der Soundtrack ist sehr überzeugend und komponiert(!), was heutzutage immer seltener wird wegen elektronischer musikeinflüsse. Die Bildgewalt ist atemberaubend und gleichzeitig minimalistisch, gar exzellent getroffen von Tykwer und den Wachowskies, Schauspieler wie Tom Hanks oder Halle Berry liefern wie bereits gesagt grandiose Leistungen ab. Aus diesen gründen scheue ich mich auch nicht davor, diesen Film zusammen mit Klassikern wie Fight Club oder Der Pate in einem Atemzug zu nennen.

Bei all der künstlerischer Brillanz, warum hatte der Film nun keinen Erfolg?
Ein Grund hierbei könnte sein, dass der Film schlicht für viele zu kompliziert ist, frei nach dem Motto: "ich gehe ins Kino um abzuschalten, nicht um mir den Kopf noch mehr zu zerbrechen" und die fast 3 Stunden Spielzeit abschreckend wirken. Andererseits behandelt er Themen wie Akzeptanz von Homosexualität und Suizid, Tod, Intrigen, Selbst- und Gesellschaftskritik und Reinkarnation, die viele menschen schlicht nicht interessieren oder nicht interessieren wollen, da sie sie aus moralischen oder religiösen Gründen ablehnen. Er arbeitet auch hin und wieder mit schwer verdaulichen Bildern, sodass eine FSK Einstufung ab 12 mangels Brutalität zwar gerechtfertigt ist, ein 12-jähriger aber wegen der Komplexität mit dem Film aber wohl nur wenig anfangen zu wissen wird. Zudem erklärt der Film dem zuschauer nicht explizit was er genau aussagen will, man muss sich selbst anstrengen um dahinter zu kommen und ihn in seiner gänze zu erfassen und zu verstehen.

Von daher, um mein Statement vom Anfang aufzugreifen: Die breite Masse war diesem Grad intellektueller Unterhaltung nicht gewachsen, sodass dieses Meisterwerk nicht auf die Art und Weise gewürdigt werden konnte, die er verdient hätte. Für alle, die einen smarten und wertvollen Film sehen möchten, kann ich diesen Streifen nur empfehlen, er wird Sie nicht enttäuschen. Angesichts der katastrophalen Einspielergebnisse rate ich zudem den Film insofern zu Würdigen dass sie für ihn z.B. in Form der Blu-Ray zahlen, der Preis ist gut und die Qualität einwandfrei.
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Cloud Atlas
Cloud Atlas von David Mitchell (DVD - 2013)
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