Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Erste Wahl Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen85
4,3 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:5,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

VINE-PRODUKTTESTERam 6. Dezember 2012
Achtung: Dies ist eine reine Filmrezension

So weit ist Gus also gesunken: Der alte Mann quatscht mit seinem besten Stück und wirft ihm vor, eine seiner beiden Funktionen nicht mehr anständig erfüllen zu können (von der unanständigen Funktion ganz zu schweigen). Dann isst er Büchsenfleisch, und im E-Mail-Zeitalter drückt die Aufschrift "Spam" auf der Dose hübsch doppeldeutig aus, was das für ein Müll ist. Ganz klar: Gus ist am Ende. Oder nicht? Drei Monate hat er noch zu berufsleben, dann läuft sein Vertrag als Baseball-Talentsucher aus. Eastwood gibt wieder einmal den letzten Dinosaurier in einer modernisierten Welt, und diese Modernisierung sieht bei ihm nie gut aus. "Auf Ihre Nase können Sie sich nicht mehr verlassen", hieß es schon gegenüber "Dirty Harry". Seine Nase und ein altmodischer winziger Notizblock halfen später auch dem von ihm verkörperten Reporter in "True Crime". Einmal abgesehen davon, dass es in "Back in the Game" die Ohren sind (mit denen er hören kann, wie Baseball und Schläger aufeinandertreffen und wie gut ein Werfer ist), ist Gus eine Fortsetzung typischer Eastwoodcharaktere. Den Mann, der nur widerspenstig einen Gesundheitscheck machen lässt, kennen wir aus "Blood Work"; Altersprobleme im Job aus "In the Line of Fire"; den abgehalfterten Mann mit Schwierigkeiten beim Autofahren aus "Honkytonk Man", um nur ein paar Beispiele zu nennen. Und natürlich wird der alte Mann am Ende triumphieren. Schön, dass es noch so einen wie Eastwood gibt, mit diesen sympathisch-konservativen Americana, den ländlichen Kneipen und in diesem Falle dem uramerikanischen Sport Baseball. "Back in the Game" ist teilweise ein Road Movie (wie z.B. auch Thunderbolt and Lightfoot, Bronco Billy, Honkytonk Man und A Perfect World), und man möchte am liebsten sofort die Reise durch North Carolina auf den Spuren von Gus antreten...

...Dabei begibt man sich aber auch auf die Spuren von Gus' Tochter mit dem seltsam männlich klingenden Namen Mickey (Amy Adams). Wofür der steht, erfahren wir nie. Wofür Mickey steht, aber schon. Baseball! Es mag ein wenig verwundern, wie schnell die Karriereanwältin die kalt-bläulichen Büros und die kalten grau-/blau gekleideten Kollegen gegen die wide open spaces und die Kneipen austauscht, in denen sie mit beachtlichem Fachwissen über Baseball spricht und souverän den Herren der Schöpfung zeigt, was beim Billard eine Harke ist. Letztlich ist dieser Film aber keiner über eine Reise, sondern über das Ende einer vor der Erzählzeit liegenden Reise, die mehrere Jahrzehnte gedauert hatte. Nennen wir es dem Sport entsprechend einen Homerun. Schon Douglas Sirk, bei dem sich das Leben sowieso immer im Kreise dreht, hatte einmal einen ähnlichen (und unterschätzten!) Familienzusammenführungsfilm gedreht, "All I Desire" (1953), in dem eine Frau, die ihren Mann und ihre Kinder verlassen hatte, nach zehn Jahren heimkommt. Beiden Filmen mag man das etwas zu schöne Happy End (das bei "Back in the Game" absolut vorhersehbar ist) vorwerfen. Aber sie sind letztlich konsequent, weil sich jeweils offenbart: Die Frau / Tochter war zuvor nicht glücklich und kehrt nun zu dem zurück, was letztlich stets ihr Leben war. Ihr modernes Leben wirft Mickey übrigens am Ende sinnbildlich in die Tonne (indem sie dort ihr iphone versenkt).

Man merkt es schon an der (auch optisch-farblich) kalten Umgebung Mickeys, an ihrer eher gestresst wirkenden Arbeitswut, an ihrer Beziehungsangst: Diese Frau braucht einen Tapetenwechsel. Dieser, Eastwood sei Dank, ist dann aber nicht ganz einfach zu haben. Nach und nach erfahren wir, wie problematisch die Vater-Tochter-Beziehung war und wie sehr sie von Missverständnissen und - wenn auch unabsichtlichen - Verletzungen geprägt war. Interessanterweise hat Eastwood viele Vaterfiguren porträtiert, und interessanterweise gab es fast nie eine typische Vater-Sohn-Kumpanei, sondern waren es immer die Töchter, zu denen eine Beziehung ein bißchen komplizierter sein mag (außer vielleicht bei dem Ersatz-Enkel in "Gran Torino"). Der vom Rotlichtmilieu gefesselte Polizist in "Tightrope", der seine pubertierende Tochter vor einem Sexualverbrecher schützen muss, aber selbst in Alltagsdingen verklemmt gegenüber ihr ist und sowieso zu wenig Zeit für sie hat. Der aus einem ganz anderen Grund für seine erwachsene Tochter keine Zeit habende Luther in "Absolute Power", der ein Meisterdieb ist und im Verborgenen leben muss. Und nun Gus, nur Baseball im Kopf, und in der Vergangenheit ein Teil von jener Kraft, die für die Tochter stets das Gute will und doch Probleme schafft. Symbolisch nutzt der Film das Bild eines fliehenden Pferdes, welches am Anfang, in der Mitte und im letzten Drittel auftaucht; stets wird ein Stück weit mehr erklärt, was es damit auf sich hat. Pferde als Symbol für Sexualität, aber auch einen entfliehenden Mädchentraum voller Unschuld, da lässt sich schon einiges assoziieren...

...doch leider verflacht der Film ein wenig, wenn Gus und Mickey endlich einander und damit auch uns genau erklären, was es damit auf sich hat und was das große Geheimnis der Vergangenheit ist. Zu plakativ und explizit gerät der Dialog zu Problemlösungsfilmbaukastensätzen à la Daily Soaps. Wie auch ansonsten gerade im letzten Akt alles ein wenig zu glatt und zu perfekt auf das vorhersehbare Happy End hinausläuft. Konkurrenz-Talentsucher Johnny (Justin Timberlake) wird selbstverständlich ein patenter Schwiegersohn in spe sein (übrigens eine ähnliche Rolle, wie sie Ed Harris in "Absolute Power" hatte - eigentlich ein Gegner Eastwoods, aber so fair und sympathisch, dass man sich sehr schätzt). Und auch bei den Spekulationen, wer denn nun das beste Baseball-Nachwuchstalent sei und was aus Mickeys Karriere wird, fügt sich alles zum Besten, wobei der Film entschieden des Guten zu viel tut. Beispielsweise führt er zu viele Mini-Nebenhandlungen ein, die alle die Grundaussage unterstützen sollen. Muss am Anfang ein schwächelnder Baseballstar erwähnt werden, über den Gus meint, dem müsse man nur einmal finanzieren, dass ihn seine Mutter besuchen kann? Müssen wir am Ende erfahren, dass genau dies seine sportliche Leistung wieder gesteigert und ihn aus seiner Krise befreit hat? Danke; man hätte auch so kapiert, dass Eastwood die Familienzusammenführung als wichtiges Bindeglied für das emotionale Wohlergehen hält. Wohl gemerkt, gegen die Aussage als solche habe ich nicht das Geringste, nur gegen die etwas zu dick aufgetragene Art, in der Eastwood sie uns verkauft. Nebenfiguren sind hier oft extrem plakativ; die grauen Anwaltsherren beispielsweise, und Gus' Konkurrenten in der Talentsucherbranche, die aalglatt meinen, ausschließlich mit computergestützter Analyse ihrem Job nachgehen zu können. Völlig unverständlich ist, wie man ein hoffnungsvolles Baseballtalent derart extrem negativ darstellen konnte: Ein Jüngelchen, das bereits massive Starallüren hat; feist, fett, arrogant, rassistisch noch zudem. Und der ihn anfeuernde Papa (noch feister, noch fetter, extrem unvorteilhaft aus leichter Froschperspektive gefilmt und so die Wampe betonend) scheint noch schlimmer. Dass so ein Ekelpaket von den Mädels angehimmelt wird und schon für 25 Dollar Autogramme bekommen kann, verschafft dem Film ein ernsthaftes Glaubwürdigkeitsproblem. Natürlich ist es kein Spoiler, zu verraten, dass der Junge in die Schranken verwiesen wird. Wir warten nur darauf. Das ist zwar irgendwie schön und spaßig, aber auch etwas billig. Zumal die Person, die letztlich für seine Demontage sorgt, allzu sehr auf den Genugtuungseffekt hin ausgewählt wurde und die Konstellation im Grunde extrem unwahrscheinlich und zurechtgebogen ist.

Eastwood hat diesmal das Regieführen seinem vormaligen Regieassistenten überlassen, und dieser hält sich inszenatorisch ein bißchen zurück. Zwar ist dies - die obigen diversen Verweise zeigen es - ein unverkennbarer Eastwoodfilm, von seiner "Malpaso Company" hergestellt, mit einem Stab aus vielen Vertrauten (z.B. Kamera Tom Stern, Kostümdesign Deborah Hopper). Und Eastwood wird selbst ein Wörtchen mitgeredet haben, ist sicherlich zu einem Teil auch "Autor" dieses Filmes. Aber stilistisch ist er ein wenig unauffälliger. Eastwoods Vorliebe für Parallelmontagen - sie blitzt gelegentlich noch in Einzelszenen auf, wenn etwa ein Baseball und ein in den Anwaltsbüros gespielter Golfball ineinander übergehen. Aber der Film macht dies nicht (wie etwa "Absolute Power" und "A Perfect World") zur Hauptstruktur, was vielleicht gar nicht mal ein Nachteil ist, da ja die Tochter recht schnell zu ihrem Vater gelangt und wir merken, dass sie im Grunde immer schon genau dort sein wollte. Leider schlägt das angenehm Konservative gegen Ende auch stilistisch ins Plakative um, wenn beispielsweise entscheidende Baseballwürfe in Zeitlupe gezeigt werden. Hier ist der Effekt völlig widersinnig, weil dies kein Film des suspense, sondern der Konsequenz ist, nicht der Unsicherheit, sondern der Sicherheit. Man kann durchaus etwas Vorhersehbares schön und mit bestechender Konsequenz darstellen, aber sollte dann nicht inszenatorisch so tun, als ob es da auch nur ansatzweise einen Unsicherheitsfaktor gäbe.

Fazit: Man freut sich, dass Eastwood es noch kann. Eine unterhaltsame und oft auch berührende Vater-Tochter-Geschichte mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, oft mit gewohnten Eastwood-Qualitäten erzählt. Leider reicht das Ganze nicht an die größten Werke des Meisters heran; insgesamt daher vier Sterne.
1212 Kommentare|20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Juli 2013
Wieder ein toller Film von und mit Clint Eastwood, absolut sehenswert. Egal ob alleine oder in der Familie.
Stimmt wie die meisten seiner modernen Filme zum Nachdenken an. Auch der Justin Timberlake ist zu ertragen in diesem Film, obwohl ich sonst von ihm als Schauspieler nichts halte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2013
Eastwood in Hochform und Nebendarsteller die zur Extraklasse ( Goodman,Timberlake etc.)machen diesen Film zum Hochgenuss für mich.Hoffe Eastwood macht noch etwas weiter egal als was Regisseur oder Schauspieler.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Oktober 2013
Gutes Sport- und Familiendrama mit guten Darstellern.
Perfekt für einen ruhigen Sonntagnachmittag. Die Blu-ray ist ansonsten okay ohne besondere Extras, bei einem solchen Film aber absolut in Ordnung.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2014
Eastwood ist einfach eine Hausnummer und immer noch mit der beste Schauspieler, ein superschöner Film über das älter werden eines störrischen Vaters, darin können sich viele wiedersehen
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2014
Altmeister Eastwood hat nichts verlernt. Nette Unterhaltung für einen gemütlichen Abend. Die Story ist okay und die Schauspieler machen ihre Arbeit gut.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2014
Clint Eastwood spielt hervorragend den alt gewordenen, knurrigen Vater mit Schuldgefühlen und Amy Adams ist der liebliche Konterpart. Klasse erzählt die Geschichte ! Kurzweiliger Film.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2014
Als Fan von Clint Eastwood ein muss, vor allem wenn man sieht das er wieder einmal zur Höchstform aufläuft. Bei Ihm trifft die Feststellung je älter desto besser auf jeden Fall zu.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Januar 2015
Sehr gut, einfach die Handschrift des alten Clint Eastwood, menschlich, authentisch, spannend, realistisch, liebevoll,
nicht beschönigend, grosses Erzählkino aus dem Leben
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. November 2015
Mir gefallen Filme von Clint Eastwood meistens und Back in the Game sehe ich mir gerne an. Es ist nicht so spannend wie Gran Torino, aber er hat mir trotzdem gut gefallen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

5,00 €
4,99 €