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73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreaming of Bag End (Rezi für die Deluxe-Edition)
Dank Amazon lagen die beiden Silberlinge schon am Samstag bei mir im Briefkasten, was mich natürlich in höchste Verzückung versetzte. Wie viele andere Fans sicher auch, habe ich ewig lange hierauf gewartet. Man könnte fast meinen das mich Howard Shores Musik zum Hobbit mehr interessiert hat als der eigentliche Film. Und viel habe ich mir von dieser...
Vor 20 Monaten von Robert Rose veröffentlicht

versus
23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Musik top, Verpackung flop
Ich reihe mich ein in die Riege derjenigen, die hier über die schlechte Verpackung bzw. Hülle dieser "Deluxe"-Edition klagen und möchte gleichzeitig klarstellen, dass die darauf enthaltene Musik über jegliche Kritik erhaben ist (abgesehen vielleicht einmal von der Seichtpop-Variante des genialen "Misty Mountains", doch das ist Geschmackssache und man...
Vor 19 Monaten von Piratenbraten veröffentlicht


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73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dreaming of Bag End (Rezi für die Deluxe-Edition), 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dank Amazon lagen die beiden Silberlinge schon am Samstag bei mir im Briefkasten, was mich natürlich in höchste Verzückung versetzte. Wie viele andere Fans sicher auch, habe ich ewig lange hierauf gewartet. Man könnte fast meinen das mich Howard Shores Musik zum Hobbit mehr interessiert hat als der eigentliche Film. Und viel habe ich mir von dieser Musik versprochen, denn die Lord of the Rings-Scores sind mein Ein und Alles was ich an Filmmusik im Regal stehen habe. Aber ist es Shore geglückt meine persönlichen Erwartungen zu erfüllen, wenn nicht gar zu überflügeln? Nun, ich finde, er hat sie im Großen und Ganzen erfüllt.

Zurück nach Mittelerde:

Shore schuf für die Ringe-OSTs seinerzeit ein Mammutwerk welches eine grandiose Fülle an Themen und kleineren Motiven aufwies das in sich geschlossen nicht nur perfekt die Filme unterstrich, sondern auch darüber hinaus wunderbar allein funktionierte. Diesen Trend setzt er auch im ersten Hobbitteil gekonnt fort. Viele neue Themen erhalten Einzug: Bilbo Beutlins schönes Theme, Thorin Eichenschilds Theme, das Erebor-Theme, das Smaug-Theme, das Radagast-Theme und natürlich das wunderbare, ehrwürdige Main Theme "Misty Mountains" (welches allerdings nicht von Shore selbst stammt). Selbst die Trolle bekamen ihr eigenes Motiv spendiert!

Dabei zitiert er auch altbekannte Themen:

Ob nun das liebliche Auenland/Hobbit-Theme, die beiden Elben-Themes aus Bruchtal und Lothlorien/Galadriels Theme, Sarumans/Isengards Theme, das Mordor-Theme, das Gollum-Theme- ja sogar das Natur-Theme wird aufgrund der Adler-Szene hier schon verwendet! Auch das prominente erste Ring-Thema hat hier seinen Auftritt, welches sicher nicht zum letzten mal innerhalb der nächsten beiden Filme zu hören sein wird. Dabei werden viele Themen auch nur angerissen. Shores Aufgabe war sicher nicht leicht altes mit neuem zu verbinden- denn immerhin wurden die alten Themen bereits an ihre Limits gebracht. Es galt eher sie eine Stufe zurückzuschrauben. Denn vieles kommt erst wirklich in der Ringe-Trilogie zur Entfaltung.

Soviel bekanntes, gibt's da denn dann überhaupt noch neues?

Und ob! Denn Shore verknüpft diese mit vielen neuen Ideen. Dabei bleibt er trotz allem konsequent bei seinem signifikanten Stil und schafft somit auch viele Querverweis zu der Ringe-Trilogie. Es fühlt sich einfach in sich geschlossen an! Schon allein der bombastische, düstere Einstieg mit "My Dear Frodo" lässt einen schwelgerisch nach Mittelerde abdriften... Hachja... Viele Male kommt nun auch eine Bagpipe zum Tragen. Von der Zwergentruppe rund um Thorin Eichenschild gibt es zudem 2 Songs zu hören:

Das fröhliche Sauflied "Blunt the Knives"- eine witzige Nummer die zum Gelage der Zwerge in Bilbos Hause angestimmt wird- allein der zeternde Bilbo im Hintergrund entlockt einem ein Schmunzeln (aber den gibt es nur auf der Deluxe-Version, was ich auch ebend erst gelesen habe). Der zweite Song (den es auf beiden Versionen gibt) ist der aus dem ersten Trailer bekannte "Misty Mountains". Sehr mystische, verheißungsvolle Nummer welche ein grandioses Feeling aufkommen lässt!

Wie bereits aus den Ringe-Filmen bekannt, geht es auch hier oft mega-bombastisch zu: Mächtige Chöre, viele dunkle Bläser und mächtige Paukenschläge!!! Wunderbare Beispiele hierfür sind Tracks wie "An Ancient Enemy" was mich sehr an "Khazad-Dum" aus "Die Gefährten" erinnert hat. Und auch "Warg-scouts" mit seinem mächtigen Lothlorien-Einsatz am Ende. Oder auch "A Thunder Battle", "Brass Buttons" (erneutes Khazad-Dum-Flair) und die bombige Klimax "Out of the Frying Pan" welches mit den wunderbaren Klängen des Natur-Themas aufwartet!!!

Ganz besonders gut hat mir das Theme zum braunen Zauberer Radagast gefallen. Die geisterhaften Stimmen des Kinderchors lassen einen erschaudern, und doch ist es einfach nur traumhaft. War einer DER Gänsehaut-Tracks in meinen Ohren. Aber auch die Tracks rund um den Weißen Rat, oder der Goblinstadt beherbergen etliche großartige Momente.

Aufbruchstimmung kommt in "Over Hill" mit der grandiosen Trailereinspielung von "Misty Mountains" auf (Wer fühlt sich da nicht an "Die Gefährten" erinnert?).

"Riddles in the Dark" ist (wie der Titel schon impliziert) die berühmte Rätselszene zwischen Gollum und Bilbo. Hier wird Gollum (wie aus Two Towers und Return of the King) abermals mit dem Einsatz eines Cimbalom vorgestellt. Auch das Ring-Theme wird hier vorgestellt, welches sich sehr abstrakt anhört. Man kann sich direkt vor seinem geistigen Auge vorstellen wie Bilbo sich aus Mitleid gegenüber dem kaputten Smeagol zurückhält wenn das tragische erste Gollum-Theme aus "Die Gefährten" erklingt... Wunderbar... Und abermals schließt sich der Kreis.

Das einzige an was ich mich persönlich noch gewöhnen muss ist der neue Song von Neil Finn "Song of the Lonely Mountain". Die Melodie ist zwar das heiß geliebte "Misty Moiuntains"-Theme, jedoch muss man sich an diesen Sound und vor allem an Neil Finns Stimme gewöhnen, wie ich finde. Jedenfalls rangiert er bei mir bislang eher unter den bekannten Songs von Enya, Annie Lennox und Emiliana Torrini. Die Strophen stammen übrigens auch aus Tolkiens Werk.

Die Bonus-Tracks am Ende sind zwar sehr kurze, aber auch sehr nette Dreingaben. Wobei ich mir nun lieber direkt eine Complete Recordings hierzu gewünscht hätte! Aber ich muss dazu sagen das es eigentlich schon sehr löblich ist eine 2-CD-Ausgabe zu veröffentlichen! Das viele Tracks sogar in erweiterten Fassungen drauf sind setzt dem ganzen noch die Krone auf! Wer weiß, vielleicht kommt der Tag ja noch an dem Soundtracks direkt nur noch als Komplettausgaben veröffentlicht werden...

Unvorteilhafte Verpackung (bezieht sich nur auf die Spezial-Edition):

Amazon hat mal wieder beide CD-Veröffentlichungen zusammen gelegt. Bitte nicht wundern. Die Special-Edition kommt als schöne Papp-Hülle mit einer Hobbit-Goldprägung daher. Zwar waren die Special-Editionen der alten Teile schöner und hochwertiger aufgemacht- aber wer will schon so kleinlich sein? Mein größter Kritikpunkt liegt hierbei an der Befestigung der beiden CDs... Genaugenommen gibt es keine. Es ist jeweils so ne Pappfalte in der man die CDs reinschiebt... Ich habe jedes mal Terror am Gehen weil ich die CDs nicht verkratzen oder fette Fingerabdrücke auf die Scheiben drücken will... Das hätte man besser lösen können!

Das Booklet ist immerhin richtig, richtig schön. Neben den Credits und den Lyrics zu den Songs gibt es von Doug Adams eine schöne, detaillierte Beschreibung zu den Themen und den dazugehörigen Szenen welche sie untermalen. Der Mann hat es sich zur Aufgabe gemacht ein ganzes Buch zur Musik der Hobbit-Trilogie zu schreiben.
Dann gibt es noch wunderschöne Bilder aus dem Film und den Aufnahme-Session zu bestaunen (Wer muss nicht schmunzeln wenn Gollums fiese Fratze auf der Rückseite des Booklets einen angrinst? xD).

Fazit:

Seit langer Zeit war dies mal wieder ein Film-Score auf den ich mich richtig gefreut und hingefiebert habe (naja, auf den Soundtrack zum Nightwish-Film hab ich mich auch sehr gefreut). Natürlich sollte man seine Erwartungen nie zu hoch schrauben. Aber in dem Fall konnte ich einfach nicht anders und habe schon direkt die Tage bis zur Veröffentlichung gezählt. Und ich finde das sich die Warterei auch entsprechend bezahlt gemacht hat. Zwar bin ich mir sicher das so manches Theme noch deutliches Steigerungspotenzial aufweist (schon allein Smaugs-Theme das nur grob angerissen wurde, oder auch "Misty Mountains", sowie das Thorin-Theme), aber das hier zu hörende macht auf mich bereits einen sehr guten Eindruck- und vor allem Lust auf mehr. Teilweise fühle ich mich schon sehr an "The Fellowship" erinnert. Im Grunde geht der Film ja auch in die ähnliche Richtung: Wir starten im Auenland, ziehen in die weite Welt hinaus, landen bei den Elben, beraten uns und hinterher geht's auf zu großen Abenteuern. Dabei landen wir im ein oder anderem Verließ- ständig im Kampf gegen Ungeheuer und fiese Orks. Und wer das Buch kennt weiß was uns spätestens im zweiten Teil noch erwartet >:3

Ein wunderschöner Soundtrack der uns die Tore zu Mittelerde abermals öffnet...
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Soundtrack, der prächtiger nicht sein könnte, 17. Dezember 2012
Von 
Stefan Servos "Cirdan" (Stadt Blankenberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kaum etwas prägt Filme so sehr wie die Musik, und das trifft insbesondere auf die Tolkien-Verfilmungen von Peter Jackson zu. Während der visuelle Erzählton von DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE wesentlich kindlicher und heiterer ist als die Vorgänger-Trilogie, knüpft Howard Shore mit seinem Soundtrack musikalisch nahtlos an The Lord of the Rings Symphonyan. Das Ergebnis ist ein Soundtrack, der prächtiger nicht sein könnte.

Schon quantitativ beeindruckt die Musik zum Film. Während bei manch anderen Soundtracks die Fans mit einer 50 Minuten CD abgespeist werden, bekommt man hier für sein Geld über 107 Minuten (auf 2CDs) Mittelerde-Klänge geboten, in der Special Edition sind es sogar weit über zwei Stunden Musik. Da hat sich das Label nicht lumpen lassen.

Und schon beim Anspielen der ersten Stücke wird schnell klar, wir sind zurück in Mittelerde. Stücke wie „My Dear Frodo“ oder kurz darauf „Old Friends“ glänzen neben neuen Nuancen vor allem durch die altbekannten Auenland- und Hobbit-Themen, die uns auch schon in DER HERR DER RINGE das Herz erwärmt haben. Aber bevor man nur an Leitmotiv-Recycling denken kann, schwellen episch die Chöre und Bläser an und entführen den Hörer in die Mythologie der Zwerge vom Erebor und für einen kurzen Moment scheint man sogar bereits das Arkenstone-Motiv zu vernehmen.

Mit dem Auftauchen der Zwerge in „An Unexpected Party“ und „Axe or Sword?“ wird der verspielte Unterton langsam ernster und das Abenteuer liegt fast wie eine Bedrohung vor Bilbo Beutlin. Herausragend ist natürlich an dieser Stelle das nachdenkliche „Misty Mountains” Lied, komponiert von der neuseeländischen Band „Plan 9“, gesungen von Richard Armitage (Thorin Eichenschild) und dem Zwergen-Ensemble. Dieses Stück wird im Laufe des Soundtracks zum epischen Abenteuer-Thema und wird von Howard Shore immer wieder meisterlich aufgegriffen du variiert. Ohne Zweifel ist dieses Stück, voller Sehnsucht und Leid das Hauptmotiv des ersten Films.

„The Adventure Begins” beginnt mit einem langsamen Zögern und dann einem rasanten Einstieg in den zweiten Akt des Films und somit den Aufbruch von Bilbo Beutlin ins Abenteuer. Gefolgt von einem leichten Reisethema („The World is Ahead“) in dem sich Flöte (Bilbo) und Hörner (Zwerge) abwechselnd antreiben, bis das Thema schließlich zu dem bombastischen Misty-Mountains-Motiv anschwillt und sich förmlich die Landschaften von Mittelerde vor dem inneren Auge ausbreiten.

Mit dem Flashback-Motiv von „An Ancient Enemy“ wird die Schlacht von Schlacht von Azanulbizar eingeläutet und Azog als Hauptgegner des ersten Films etabliert. Die schmetternden Zwergenchöre erinnern hier bewusst an die Chöre aus den Minen von Moria, was angesichts der Tatsache, dass die Ereignisse direkt vor den Toren von Moria spielen, durchaus passend erscheint. Die Einleitung von „Radagast the Brown“ beginnt mit einem bekannten Streicher-Intro gefolgt von Howard Shores Quenya-Knabenchor, der immer zu hören ist, wenn wir in die Mysterien von Mittelerde eindringen, dann schlägt die Musik aber plötzlich um. Und mit kratziger Fiedel, Holztrommeln und Tamburin lernen wir Radagast den Braunen kennen. Das Thema ist dem Charakter entsprechend hektisch, aufdringlich und kratzig und wird weitaus bedrohlicher, als der Nekromant ins Spiel kommt. In „Roast Mutton“ verwandelt Shore anschließend die Begegnung mit den drei Trollen in ein musikalisches Thema und gibt sich wieder weitaus verspielter. Um die sowohl bedrohliche zugleich aber auch komische Situation aufzugreifen, lässt Shore tiefe Blechbläser ein amüsantes Thema spielen, das teilweise sogar an einen Walzer erinnert. Ganz wie der Intellekt der Trolle ist das Stück stest tief und dumpf gehalten, wodurch auch ein Teil der Komik entsteht. Beim Angriff der Zwerge schließlich schlägt die Musik dann episch in das Misty-Mountains-Thema um.

„The Hill of Sorcery“ kombiniert wieder das Radagast-Thema mit einer dunklen Bedrohung, die zwar neu klingt, aber einem auch zugleich vertraut vorkommt. Noch ist unklar, welcher dunkle Feind in die Ruinen auf dem Hügel im Grünwald gezogen ist. Bei Action-Sequenzen wie „Warg Scouts“, „Thunder Battle“ „The Defiler“, „Under Hill“ oder „Out of The Frying Pan“ hält sich Shore an altbewährtes und setzt einfach nur maximal auf fulminante Bläser-, Trommel- und Streicher-Kombos, mit teilweise klaren Anleihen an bekannten Themen, wie beispielsweise dem Auftauchen der Elbenreiter beim Warg-Kampf, deren Motiv stark an das Auftauchen der Elben in Helms Klamm erinnert. Und Azogs Bedrohlichkeit wird durch den Standard-Männerchor unterstrichen. Klare Leitmotive, wie beispielsweise ein eigenes Azog- oder Goblin-King-Thema sind leider für Laien kaum rauszuhören.

So wie die Rückkehr nach Bruchtal Erinnerungen beim Zuschauer wach werden lässt, so bedienen sich auch die Musik in Stücken wie „The Hidden Valley“, „Moon Runes“ oder „The White Council“ den ikonischen Leitmotiven dieses Ortes und der Personen wie Elrond, Galadriel oder Saruman. Das letzte Heimelige Haus wird auch musikalisch zum geborgenen und sicheren Rückzugsort, sowohl für die Reisegruppe als auch die Zuhörer, wenn auch die Bedrohung durch den Nekromanten in der Ferne zu ahnen ist.

Während in DIE GEFÄHRTEN nach dem Auszug aus Bruchtal das epische Gefährten-Thema erschallt, ist es nun das Misty-Mountains-Thema, das auch in „Over Hill“ die Reise der Zwerge durch die neuseeländische Landschaft und den eigentlichen Teil der Reise episch einleitet.

„Riddles in the Dark“ zählt sicherlich zu den stärksten Szenen des Films und so durfte sich auch Howard Shore richtig austoben. Spätestens wenn das Ring-Thema erschallt, ist klar, dass das Schicksal von Mittelerde gerade eine ungeahnte Wendung nimmt. Das diffizile Gollum-Thema mit dem Tremolo der Violinen und Cimbalom ist zwar nicht neu, aber immer noch genial.

Mit „Good Omen” geht es dann dem Ende zu und das Stück beginnt mit klaren Frauenchor (der Flug der Adler) und vereint sich dann zu einem harmonischen Abschluss-Thema aus Hörnern und Geigen, das bereits den Drachen Smaug andeutet. Interessant ist übrigens, dass sich das Smaug-Thema und das Nekromanten-Thema sehr ähnlich sind.

Das Abspannlied zu DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE kommt von dem neuseeländischen Liedermacher Neil Finn und bedient sich ebenfalls des Misty-Mountains-Motivs. Der 70er Jahre Liedermacherstil in Kombination mit zwergischen Amboss-Klängen und indianischen Chants ist zwar gewöhnungsbedürftig, hat aber auf jeden Fall Ohrwurmpotential. Im direkt Vergleich mit Enyas bezauberndem „May it be“, Emiliana Torrinis „Gollum’s Song“ oder Annie Lennox Oscar-gekröntem „Into The West“ steht dieses Lied aber sicherlich am schwächsten da.

Mit „Dreaming of Bag End“ schließt der Soundtrack schließlich mit verträumten Flötentönen und wiegt einen schließlich in gefälligen Orchestraltönen.

Bei der Special Edition des Soundtrack sind einige Stücke übrigens etwas länger und es gibt vier weitere Tracks, die alleine schon die Anschaffung lohnen, denn diese vier Stücke sind ohne Zweifel die absoluten Highlights aus dem Gesamtwerk und stechen außergewöhnlich hervor. Das verspielte Bilbo-Thema bei „A Very Respectable Hobbit“ sowie die klagende Sehnsucht in „The Edge of the Wild“. Und mit „Erebor“ führt Howard Shore endlich auch die Uilleann Pipes nach Mittelerde ein, in Kombination mit prächtigen Blechbläsern, die das alte Zwergenkönigreich würdevoll und mächtig auferstehen lassen und dann in „The Dwarf Lords“ episch fortführen. Bleibt die große Frage, warum ausgerechnet diese Stücke es offenbar nicht in den finalen Film geschafft haben.

Ein extra Lied immerhin ist auch im finalen Film: Das Sahnehäubchen in der Special Edition bildet “Blunt the Knives”, das Spottlied der Zwerge auf Bilbo Beutlin, getextet von J.R.R. Tolkien und gesungen von den Zwergendarstellern.

Fazit: Ein grandioser Soundtrack, der in seiner Genialität und Wucht dem HERRN DER RINGE in nichts nachsteht und die Reihe nahtlos fortführt. Wer vor der Entscheidung steht, ob normalen Soundtrack oder Special Edition, sollte unbedingt zur regulär nur 2 Euro teurerer Special Edition greifen! Kaufempfehlung!
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Musik top, Verpackung flop, 2. Januar 2013
Ich reihe mich ein in die Riege derjenigen, die hier über die schlechte Verpackung bzw. Hülle dieser "Deluxe"-Edition klagen und möchte gleichzeitig klarstellen, dass die darauf enthaltene Musik über jegliche Kritik erhaben ist (abgesehen vielleicht einmal von der Seichtpop-Variante des genialen "Misty Mountains", doch das ist Geschmackssache und man hat sich ja mittlerweile auch daran gewöhnt, dass ein solcher, dem Durchschnitts-Hörverständnis anscheinend angepasster, seichterer Track auf fast jeden Soundtrack mit drauf muss. Ich wage immer noch zu bezweifeln, dass sich irgendein HdR-/Hobbitfan das Album dieses Tracks wegen kauft bzw. dass damit neue Fans hinzugewonnen werden können, aber nun gut).
Wer sonst als Howard Shore wäre fähig gewesen, den musikalischen Anschluss an die Herr der Ringe-Trilogie zu schaffen, beladen mit der schweren Aufgabe, sich einerseits nicht zu wiederholen, andererseits Wiedererkennungswert für bestimmte Orte und Figuren zu schaffen, das alles vor dem Hintergrund, dass hier Ereignisse vertont werden sollen, die sich weit vor dem Herrn der Ringe abgespielt haben und demnach auch entsprechend "älter" klingen müssen.
Shore hat das genial gelöst indem er bekannte Themen, z.B. die Bruchtal-Melodie oder Galadriels Thema zwar anklingen lässt, aber ganz leicht, oft nur nuanciert, Rhythmus, Intonation oder Tempo verändert. Bei den Hobbit-Themen wurden teils alte Instrumente aus dem 18. Jahrhundert verwendet, so dass diese Melodien dem Hörer zwar vertraut vorkommen, aber nicht einfach stumpf bekannte HdR-Gewohnheiten bedienen.
Dazu gesellen sich jede Menge Neukompositionen, die es hervorragend schaffen, sich in das bestehende Oeuvre einzugliedern und beim Hörer schnell wieder diese Gefühl von "daheim in Mittelerde sein" hervorrufen.
Mit dem von Richard Armitage (Thorin) und dem Zwergencast eingesungenen "Misty Mountains" liegt dann noch ein ganz besonderer Gänsehautklassiker vor, und auch die auf dieser Special Edition enthaltenen Bonustracks sind erstklassig, besonders "Dwarf Lords" sticht hier hervor.
Ärgerlich ist bei so hoher Musikqualität da umso mehr die sehr lieblose und kontraproduktive Verpackung. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass bei einem Produkt, bei dem ich die Verpackung nicht entsorge sondern im Gegenteil extra mitbezahle und diese ein (auch speziell so beworbener) Teil des Gesamtpakets ist, auch Kritik an der Verpackung sein muss und darf, wenn dazu Grund besteht. Ich verstehe daher Leute nicht, die hier diesbezügliche Rezensionen abwerten und schlecht machen, denn um "nur" die Musik zu bewerten, kann man die MP3-Version heranziehen oder die normale CD - der Punkt ist aber, dass es bei einer "Limited Deluxe Edition" einfach nicht NUR um die Musik geht.
Ich besitze die CD jetzt seit knapp 2 Wochen, habe beide Scheiben in der Zeit insgesamt je dreimal höchst vorsichtig aus der Hülle genommen und wieder hineingeschoben - und schon hat CD 1 mehrere kleinere und CD 2 einen richtig großen Kratzer, die eigentlich nur von den äußerst unpraktischen Slipcases kommen können. Es wäre ja noch in Ordnung, wenn der Schlitz zum Einschieben der CDs zur Außenseite hin befindlich wäre; dadurch dass man die Scheiben aber von innen her an der Tasche für das Booklet vorbei in einem 45 Grad-Winkel einstecken muss, sind Beschädigungen einfach vorprogrammiert.
Darüberhinaus ist die komplette Aufmachung aus Pappe ohne ein einziges stabilisierendes Tray oder Inlay auch im billigsten Verfahren hergestellt, und die dreifach zusammenklappbare Hülle hat sich bei mir durchs schiere Herumliegen schon derart verschoben, dass ich sie nur noch höchst vorsichtig zur Hand nehme.
Es kann nicht sein, dass man (zur Zeit meines Kaufs) 22 Euro für ein Produkt latzt, das man nur mit Spitzenhandschuhen anfassen kann und von welchem man sich am Besten gleich eine Sicherungskopie erstellt und lieber diese hört, um die CDs nicht mehr aus dem Schuber nehmen zu müssen.
Aus diesem Grund: 5 Sterne für die Musik, aber nur 2 für die Hülle mit der Hoffnung auf Besserung bei den nächsten beiden Filmen.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Musik, miese Verpackung, 10. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin kein Musikexperte, ich mag Musik einfach. Meine ganz subjektive Meinung ist schlicht und simpel, dass dieser schöne Soundtrack einen erneut in die Welt von Mittelerde entführt. :) Das Zuhören macht Spaß, vor allem mit geschlossen Augen mit einer Tasse Tee (oder ähnlichem) in der Hand.

Howard Shore hat sehr schön bekannte Motive und Passagen aus den "Der Herr der Ringe"-Soundtracks mit neuen Elementen vermischt, sodass ich beim ersten Anhören richtig neugierig auf den Film geworden bin. Einen vagen Eindruck vom Ablauf bekommt man auf jeden Fall schon einmal durch den Soundtrack, der natürlich nach dem Ansehen des Films noch viel mehr an Bedeutung und Feinheiten erhalten wird. Ich freue mich also sehr auf ein Wiederentdecken der Musik, wenn ich aus dem Kino komme.

Die Verpackung ist, ganz offen gesagt, Mist. Ich habe die CDs bisher nur zweimal aus der Hülle genommen und mich nun nicht getraut, sie wieder reinzustecken. Wie andere Rezensenten schon geschrieben haben, gibt es keine richtigen CD-Halter, sondern die Discs werden einfach nur in die Seitentaschen hineingeschoben - Kratzergefahr! Da bekommt man sie leider auch nicht wirklich gut raus, denn erstens ist die Pappe zu steif, zweitens das dicke Booklet (was allerdings sehr schön ist!) in der Mitte im Weg. Das Ende vom Lied: Eine der CDs ist schon beim ersten Rausnehmen verkratzt, meine Hülle hat vorne einen Riss, weil mein Versuch, die Disc beim Entnehmen nicht zu schädigen, auf Kosten des Pappteils gegangen ist. Sowas sollte bei einer Special Edition und zu dem Preis nicht sein. Nun werde ich mir also die CDs in eigene Hüllen neben den Pappschuber ins Regal stellen - eine Schande.

Fazit: Aufgrund der schlechten Verpackung ziehe ich einen Stern ab, sodass die CD bei mir im Moment vier Sterne bekommt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erwartungen enttäuscht, 13. Januar 2013
Von 
N. Obergfell (Siegburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach dem die Extended Soundtracks der "Herr der Ringe" Triologie The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring. The Complete Recordings seit ihrem Erscheinen nicht mehr von meinem MP3 Player wegzudenken sind, habe ich mir voller Erwartungen direkt nach Erscheinen den Soundtrack zum "Hobbit" gekauft.

Man muss zunächst einmal sagen, dass Shore musikalisch den Geist Mittelerdes wiedereinmal perfekt einfängt. Weiche klänge, sanfte Harmonien, Bombastische Bläser. Düstere, perkussive Passagen wechseln sich mit lyrischen Themen ab.

Weswegen ich dennoch enttäuscht bin? Nun, es kommt einen so vor, als wäre es nichts neues. Viele alte Themen werden zitiert und nur sehr wenig verändert. Der Aufbau der Musik ist enorm ähnlich.
Am charakteristischsten hierfür finde ich die Szene, wo die Zwerge über einen Bergkamm laufen, zu den Klängen des "Misty Mountains" Thema (Track - Over Hill): Es gibt im Film "Die Gefährten" eine ganz ähnliche Passage, wo eben die Gefährten in schwindelerregenden Höhen durch die Gegend rennen, auch hier eine vergleichbare Motivik. Es wirkt einfach so, als wäre es schon da gewesen.

Für mich waren die Soundtracks der Herr der Ringe Triologie viel abwechslungsreicher.

Dennoch, auch wenn es einem doch sehr bekannt vorkommt. Wer musikalisch in Mittelerde schwelgen will, der macht beim Kauf des Hobbits nichts falsch. Es schadet aber auch nicht, einfach die alten Soundtracks weiter zu hören.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mittelerde 2.0 - ein wenig enttäuschend, 6. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Rezension bezieht sich auf die Musik. Die Verpackung (wirklich enttäuschend) möchte ich nicht weiter kommentieren, da das bereits andere zur genüge getan haben und dem nichts mehr hinzugefügt werden muss und die Wahrscheinlichkeit, dass es noch eine weitere "Special-Edition" gibt, doch relativ hoch ist!

Ich hatte mir den Soundtrack direkt zum Erscheinungstermin gekauft und somit noch keine Verbindung zum Film herstellen können und war nach den ersten Hörerlebnissen ein wenig enttäuscht. Er ist eine direkte "Weiterentwicklung" der HdR-Trilogie. Noch immer bin ich der Meinung, dass die Musik zu den "Gefährten" der beste aus dem bisherigen schaffen von Howard Shore zur "Tolkien-Welt" ist und sollte sich somit auch damit messen lassen.
Meist ist es ein Sammelsurium aus Themen der ersten drei Teile mit einigen "Füllelementen" die er auch schon bei "Die Rückkehr des Königs" verwendet hat. Wiedererkennungswert zu hundert Prozent gegeben, aber ein wenig mehr hätte ich mir schon gewünscht. Zugegeben, einiges neues ist schon dabei, aber das reisst es m.E. nicht wirklich 'raus.

Nachdem ich den Film gesehen hatte, kam ich nicht umhin zuzugeben, dass die Musik im Film gut funktioniert. Das "Mystie-Mountain-Thema" ist - wenn auch kein absoluter Knaller - so doch sehr gefällig und gut gelungen. Besonders gut finde ich die beiden Tracks "An Unexpected Party" und "Radagast The Brown".

Letztendlich muss man konstatieren, dass "3 einhalb Sterne" der reale "Wert" für diesen Soundtrack wären, was aber nicht geht. Drei wären dann doch zu wenig, weshalb am Ende 4 Sterne herauskommen. Einen wechsel des Komponisten möchte ich mir an dieser Stelle aber nicht vorstellen, da das bei anderen "Serien" zu desaströsen Ergebnissen geführt hat. Bleibt die Hoffnung, dass Howard Shore sich in den nächsten Teilen noch steigert.

Trotz aller Kritik bereue ich den Kauf nicht. Gäbe es die bisherigen Kompositionen noch nicht, wäre das ein wirklich guter Soundtrack. Für Fans sicherlich ein "Muss" für liebhaber symphonischer Soundtracks zu empfehlen - wenn auch ggf. nur als MP3-Version.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Produkt, inhaltlich etwas enttäuschend, 27. Dezember 2012
Von 
M. Beha (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach den tollen Herr der Ringe-Soundtracks bin ich etwas enttäuscht über die wenigen neuen und wenig überzeugenden Themen dieser Filmmusik. Wo Herr der Ringe glänzte, wirkt diese Filmvertonung wie jede andere derzeit aktueller Kinofilme: Stimmungsfördernd und untermalend, aber kaum eigenständig und somit wenig tauglich für den rein akustischen Genuss.

Die meisten guten Themen (Melodien) sind leider "nur" Recycling aus Herr der Ringe, was zwar absolut in Ordnung geht, da man ja gerne wieder in Peter Jacksons Mittelerde eintaucht, aber künstlerisch wird hier einfach aufgrund der berechtigt hohen Erwartungen zuwenig geboten, wie ich finde. Zum Film passt er prima, ohne Film ist dieser Score nur bedingt brauchbar.

Nun noch zur Ausstattung: Man erhält ein wirklich schönes Digipack mit 2 Discs, goldener Prägeschrift auf der Front und 2 volle CDs. Disc 1 mit 15 Tracks/59 Minuten Laufzeit und Disc 2 mit 13 + 4 Bonus-Tracks/69 Minuten Laufzeit. Das Backcover listet 7 Extended Fassungen - wie man auf die 6 Bonustracks lt. Aufkleber kommt, ergibt sich dort nicht, es werden nämlich nur 4 ausgewiesen. In der Mitte des nach rechts und links ausklappbaren Sets, das eine Karte von Mittelerde zeigt, befindet sich ein weiteres Highlight dieser Ausgabe: ein 36-seitiges Farbbooklet in hochwertigem Papier, mit tollen Artworks, Bildern aus dem Aufnahmestudio, Songtexten, Informationen, Credits und 8 Seiten davon beschreibt Doug Adams, der Autor des Buchs "The Music of the Lord of the Rings Films" die Besonderheiten dieses Scores von Howard Shore.

Wäre ich inhaltlich überzeugt, würde ich allein aufgrund der Ausstattung dieses Sets gerne 5 Sterne geben, so muss ich aber mindestens einen abziehen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Howard Shore macht es genau richtig! - Reguläre Ausgabe enthält zwei Alternativersionen, die leider nicht auf der SE sind!, 16. Dezember 2012
Von 
André "Apollo" (Koblenz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Es gibt nicht sehr viel Neues in der Musik", denkt man beim ersten Hören. Dies mag im ersten Moment negativ wirken, aber wenn man den Film gesehen hat, kann man nur sagen, dass dies so sein musste.
Howard Shore hat genau das Richtige getan:
Howard Shore hatte in der Trilogie von 2001 bis 2003 für sämtliche Schauplätze, Elemente und Figuren einzelne Themen und Motive entwickelt.Im neuen KInofilm tauchen bekannte Schauplätze, Elemete und Figuren auf, die man aus "Der Herr der Ringe" kennt. Es ist daher folgerichtig mit all dem vorhandenen musikalischen Material zu arbeiten.
Der erste Hobbit-Kinofilm macht am Anfang deutlich, wenn man den alten Bilbo und Frodo am Tag des Geburtstagsfestes von Bilbo sieht, dass diese Vorgeschichte zusammen mit den bisherigen Filmen ein einheitliches Ganzes ergeben soll. Damit die Hobbit-Geschichte zu den bisherigen Filmen filmisch passt, hat man das Buch etwas düsterer umgesetzt. Dies spiegelt sich auch in der Musik wieder. Ist das negativ? Keineswegs! Die Musik gibt dem Film eine Spannung, wie man es bei diesem Buch in einer filmischen Umsetzung nicht für möglich gehalten hätte. Der Film ist übrigens trotz allem humorvoller und weniger düster als die Filme zu Frodos Abenteuer.
Wenn man meint, Howard Shore würde das "alte" Material unüberlegt wiederverwenden, der irrt. Jedes bisher bekannte Motiv und Thema wird neu arrangiert und der jeweiligen Szene angepasst. Es gibt zudem feine Variationen, welche sich erst nach mehrmaligen Hören erschließen. Howard Shore gelingt ein perfektes musikalisches Prequel. Für die neuen Figuren und Elemete hat er neue Motive und Themen geschrieben (mit Ausnahme des tolle "Mity Mountain" Themas), welche stilistisch zu seinem bisherigen musikalischen Mittelerde-Werk passen.

Man kann jetzt schon sagen, die Hobbit-Filme filmisch wie musikalisch zusammen mit der "Herr der Ringe"-Trilogie ein perfekt zusammenpassendes Ganzes ergeben. Das finde ich persönlich super.
Die Deluxe Edition des ersten Hobbit-Scores möchte ich nicht missen. Allein für die Bonustracks lohnt sich das erweiterte Set. Toll ist der kurze Track "Erobor": Großes Thema mit Dudelsck und Orchester, welches nicht auf der normalen Ausgabe enthalten ist und auch im Film noch nicht einmal im Abspann vorkommt. Es scheint schon ein Stück für die Fortsetzungen zu sein.
Der Klang der Doppel-CD ist ausgezeichnet und der ausführliche, fachlich kompetente Booklettext von Doug Adamas informativ.
Ist die Musik auf der Doppel-CD vollständig?
Sicher nicht, denn der Film geht drei Stunden! Die Musik zum letzten Höhepunkt ist im Film länger als auf der CD. Der letzte Track vor dem Abspannsong weicht zudem besonders zu Beginn stark von der Filmversion ab (Auch bei den kompletten CD-Sets zur Ringe-Trilogie oder auf den Einzel-CDs derselen gibt es auf den Silberlingen vereinzelt Versionen, die vom Film abweichen! Die Cds enthalten meist die vom Komponisten favorisierte Version eines Stückes, während im Film die Fassung enthalten ist, die der Regisseur oder Produzent bevorzugt.) Aber insgesamt kann man die erweiterte Doppel-Cd als thematisch vollständig betrachten. Die vielen düsteren Stücke, sind vieleicht ein wenig anstrengend zum losgelösten Hören. Aber sie sind Teil des Films und folgerichtig auf einer umfangreichen CD-Präsentation enthalten. Jeder kann sich ja selbst eine Einzel-Cd zusammenstellen mit den Stücken, die man losgelöst vom Film gut hören kann.
FAZIT:
Howard Shore gelingt es, den Film musikalisch perfekt mit der Ringe-Trilogie zu verknüpfen. Das umfangreiche Repertoire wird variiert und durch die neuen Figuren, Elemente und Schauplätze entsprechend erweitert. Das soll erst einmal jemand besser machen! Und im Vergleich zu den Komponisten rund um Hans Zimmer, hat Shore die Musik komponiert, orchestriert und dirigiert! Das London Philharmonic Orchestra und die London Voices liefern hier zudem eine tolle Performance! Klare Kaufempfehlung für alle Fans großer Abenteuer- und Fantasyfilmmusik!

NACHTRAG (NOVEMBER 2013):
Obwohl die Extended Version mehr Musik enthält, gibt es auf der regulären Doppel-CD 2 tatsächlich Versionen, die sich stark von denen dieser SE-Version unterscheiden. Es betrifft 2 Tracks der 1. CD: OLD FRIENDS und ROAST MUTTON. Wenn man sich diese 2 Tracks der regulären Version als mp3 Version besorgt, hat man zusammen mit der Special Edition-Doppel-CD alles, was man DERZEIT zum 1. Film an Musik bekommen kann. Wer die Langfassung des 1. Hobbit-Filmes kennt, wird zwei Songs aus dem Film vermissen. Vielleicht erscheinen diese mal auf der Bonus-CD des bereits geplanten Buches "The Music of the Hobbit-Films", dass natürlich erst irgendwann nach dem Erscheinen des 3. Hobbit-Filmes erscheinen wird. So ein Buch gab es auch zu Howard Shores Musik der Herr der Ringe Trilogie. Auch da gab es eine CD im Buch mit alternativen und ergänzenden Stücken zur Trilogie, die es weder auf den regulären noch auf den complete recordings gab!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fünf Sterne für die Musik - einen für die Hülle, 12. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese "Limited Deluxe Edition" dürfte wohl die Enttäuschung des Jahres sein, was die Qualität der Verpackung angeht. Fans der Mittelerde-Saga werden sich noch an die tollen Deluxe-Versionen der Herr der Ringe-Trilogie erinnern können. Edles Lederimmitat, bei Teil 3 sogar mit einem stabilen Plastikbett im Inneren. Kein Vergleich dazu die erste Hobbit-LDE...Windige Pappverpackung mit Taschen zum rein-und-rausschieben der CDs, die man als Fan lieber gleich draußen lassen sollte, um bei mehrmaligen Hören Kratzer zu vermeiden. Diese Edition macht keinen Spaß...dann lieber die normale Ausgabe ohne die Bonustracks, aber dafür in einer Hülle ohne Kratzgefahr...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalischer Geniestreich - zurück nach Mittelerde!, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der HOBBIT Soundtrack in der Deluxe Edition

Bereits seit gestern liegt der offizielle Soundtrack zum ersten HOBBIT Film in den Läden aus. Dieser erscheint dabei als "Standard Soundtrack" und als "Deluxe Edition". Die "Deluxe Edition" bekam dabei neben einer aufwändigeren Verpackung noch einige verlängerte Versionen und drei Bonus Tracks im Vergleich zum Standard Soundtrack spendiert. Doch auch dieser hat es bereits in sich, wählten Komponist und Label doch die Variante, den Soundtrack mit seinen 26 Titeln (!) auf zwei CDs zu veröffentlichen. Gerade im Bereich des Soundtracks, wo es oftmals nur verstümmelte Musikfragmente auf eine Disc schaffen, eine willkommene Abwechslung!

Die Musik selber erfüllt - auch bereits ohne den zugehörigen Film gesehen zu haben - sämtliche Erwartungen. Wie kein anderer (Film-)Komponist unserer Zeit greift Howard Shore seine eigenen Themen aus der "Herr der Ringe" Trilogie wieder auf, verschmilzt diese mit neu entstandenen Motiven - wie dem bereits aus dem ersten Trailer bekannten und Ohrwurm verdächtigen neuen Leitmotiv - und kreiert musikalisch doch eine gänzlich andere Schwerpunktsetzung als dieses noch bei "Herr der Ringe" der Fall war. Die Gründe dafür sind klar, so scheint der erste HOBBIT Film recht unbeschwert daher zu kommen und spiegelt dies auch musikalisch wieder - anders als bei "Herr der Ringe" wo der Ringkrieg und die omni-präsente Bedrohung auch im treibenden Soundtrack allgegenwärtig war. Und dennoch bleibt Mittelerde ein Ort, der neben wundersamen Kreaturen auch zahlreiche Gefahren birgt, so klingen in Tracks wie "An Ancient Evil" bereits erste Klänge des "Mordor" Themes und "Riddles in the Dark" greift bereits das Thema des "einen Ringes" auf. Besonders schön und fast nostalgisch bekannt sind natürlich die zahlreichen Variationen des "Auenlandes" Themas, die insbesondere auf Disc I dominieren. Die zwergischen Elemente, die vom "Herr der Ringe" Soundtrack unter anderem aus Moria bekannt sind, werden musikalisch ausgewitet, neben den dunklen Chor-Gesängen der Tiefe entfalten aber auch die Zwergendarsteller in ihren beiden Songs "Blunt the Knives" (nur Deluxe Edition) und der aus dem Trailer bekannten Ballade "Misty Mountains" die ganze Komplexität zwischen humorvollen Kneipengesängen und trauriger Klage um die verlorene Heimat. Der etwas gewöhnungsbedürftige Folklore-Song des Abspanns von Neil Finn "Song of the Lonely Mountain" greift schließlich weitere Strophen des Zwergen-Liedes auf inhaltlicher Ebene und musikalisch das Leitmotiv aus. Wie dieser und andere Tracks im Kontext des Films dann endgültig wirken, bleibt abzuwarten.

Fazit: Howard Shore entfaltet mit dem HOBBIT Soundtrack das musikalische Spektrum der "Herr der Ringe" Trilogie ein weiteres Mal, setzt aber neben den vertrauten Themen auch auf neue Akzente und kreierte erneut ein Leitmotiv mit Kultcharakter. Entstanden ist so ein beeindruckendes Werk, was im Bereich der Soundtracks zu den absoluten Highlights gehört!
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