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am 7. April 2015
Der erste Tag des Bühnenfestspiels 'Der Ring des Nibelungen' von Richard Wagner wurde im Jahr 2011 von der Metropolitan Opera in New York inszeniert. Wie bereits für 'Das Rheingold' wurde ein unglaublicher technischer Aufwand betrieben bzw. der technische Aufwand aus 'Das Rheingold' weiter genutzt; warum auch nicht. Schließlich waren die hydraulisch betriebenen Planken sowieso schon da.

Neben dem betriebenen technischen Aufwand fand ich - wie bereits in 'Das Rheingold' - die Kostüme einfach hervorragend. Es wurde auch hier ein hoher Aufwand betrieben. Besonders hat mir aber gefallen, dass versucht wurde, kostümtechnisch wieder in die Vergangenheit zurück zu gehen. Ich finde nichts schlimmer, als einen Wotan in grauen Anzug oder eine Brünnhilde im schwarzen Kleid. Natürlich weiß niemand, wie die Phantasie-Figuren gekleidet gewesen wären, hätte es sich tatsächlich gegeben. Aber die Kostüme kommen schon an die Wünsche Richard Wagners heran, wie dieser sie selbst für die ersten Aufführungen in Bayreuth erfüllt haben wollte. Das Richard-Wagner-Museum in Bayreuth hat unglaublich viele entsprechende Zeitdokumente zu bieten.

Sängerisch haben mich vor allem Deborah Voigt als Brünnhilde, Bryn Terfel als Wotan (viel besser als in 'Das Rheingold') und Eva-Maria Westbroek überzeugt. Jonas Kaufmann als Siegmund und Hans-Peter König als Hunding wussten ebenfalls zu überzeugen. Ihr Gesang war ebenfalls auf sehr hohem Niveau. Die sängerischen Nuancen bei den beiden erstgenannten Künstlern waren aber einfach perfekt.

Der Auftritt der Walküren war schön anzusehen; hier fand ich einige Akteurinnen nicht wirklich toll. Da der Auftritt aber nicht wirklich lange gedauert hat, vermag ich über diese kleine Schwäche dieser ansonsten überragenden Inszenierung hinweg zu sehen.

Auf ein Neues in 'Siegfried'!
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In der Walküre wird das Lepage Konzept des technologischen Totaltheaters fortgesetzt, das im Rheingold seinen Anfang nahm. Mit dem Mittel einer variablen Technologiebühne wird inhaltlich eher konventionelles Musiktheater geboten, also keine interpretatorische Regie sondern das Bühnenbild ist angelehnt an das bebildernde Konzept des bürgerlichen Realismus, allerdings mit sehr interessanten, teils spektakulären Bildern. Wer also traditionsorientiertes Operntheater vorzieht wird hier bestens bedient, wenn er das Bühnenkonzept, das monumental ist, aber auch eine gewisse Statik aufweist, akzeptiert.

Die Personenführung ist wiederum kaum vorhanden, alles wird durch die Vorgaben der Bühne dominiert.

Was diese Walküre aus meiner subjektiven Sicht so einzigartig macht, ist die sängerische Leistung von Jonas Kaufmann als Siegmund, der hier Wagners Vorstellungen eines deutschen Belcanto nahe kommt. Allein diese Leistung ist einzigartig in ihrer Art.
Glänzend auch Bryn Terfel als Wotan, subtil gestaltend, berührend.
Eva Maria Westbroek überzeugt insgesamt als Sieglinde. Hans-Peter König ist der stimmgrundierte Hunding. Eine überragende Stimme, die ich auch live sehr gut kenne.
Stephanie Blythe mit fulminanter Intonation ist eine hervorragende Fricka.
Mit der Brünnhilde von Deborah Voigt kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Hierzu habe ich aber auch schon durchaus positive Kommentare gelesen. Insofern sollte man sich eben sein eigenes Bild machen, weil die Affinität für Timbre eben erfahrungsgemäß sehr unterschiedlich sein kann. Gerade auch mit gegenteiligen Urteilen erweitert man seinen eigenen Horizont. Ich höre über Studio-Equipment, trotzdem sollte man sich nie zu absoluten Urteilen versteigen, denn eine Reproduktion ist eben nicht das Opernhaus, auch bei live Einspielungen. Letztes, wenn auch immer subjektives Urteil, ist immer nur im Opernhaus möglich, weil die Raumanmutung einer Stimme, die Anflutungsphase im Raum reproduktionstechnisch nicht dargestellt werden kann.

James Levine dirigiert einen breit, üppigen Wagner.

Die Dirigate waren schon im 19. Jahrhundert Grund für teils heftige Auseinandersetzungen, die beschämend antisemitisch bestimmt waren. Auch bedeutende Dirigenten bewiesen diesbezüglich wenig Stil und zollten Cosima Wagners Ideologie-Regiment Tribut. Deren Abwertung von jüdischen Dirigenten sind heute reine Stilblüten aus dem Kuriositätenkabinett menschlicher Borniertheit,Bigotterie und Einfalt. So wurde jüdischen Dirigenten, trotz Bescheinigung glänzender formal interpretatorischer Fähigkeiten, der rechte emotionale Zugang aus rassischen Gründen aberkannt. Leider zeigte sich Richard Wagner diesbezüglich als Stichwortgeber, der sich eine antisemitische Sicht von beklemmender Tumbheit zugelegt hatte, diese zwar variierte, aber zweifellos der Schuldige war.
Insofern, als auch Richard Wagner eine musische und teils auch librettistische Inselbegabung mit erschreckenden Intelligenzdefiziten war, kann man dem Geniekult der vergangenen Zeiten nicht ungeteilt beipflichten. Sicher war Antisemitismus auch eine Zeitgeisterscheinung, aber das reicht nicht aus, um Wagner diesbezüglich freizusprechen.

Damit gilt es sich mit Wagner auseinanderzusetzen und nicht ihn anzuhimmeln, wie einen Messias, wie das im Bayreuther Kult propagiert wurde. Selektiv betrachtet, kann man den Musiker Wagner als genial bezeichnen, seine Ideologie allerdings reicht von banal "dämlich" bis interessant diskutabel.
In der Traditon stehende Wagnerianer postulieren stets bebildernde Konzepte, die Wagner aber nachweisbar nicht wollte. Problematisch wird es, wenn sich Wagnerianer zu kühnen Thesen über Regisseure hinreissen lassen, die allenfalls die eigene Ahnungslosigkeit über Wagners Werkintentionen verraten.
Besonders problematisch sind die Foren, die sich gegen modernes Operntheater verschworen haben. Der Tonfall ist totalitär und einfältig. Die Sicht ist moralinsauer, puritanisch spiessig. Das ist nicht Meinung, das ist faktisch nachweisbar. Wenn man dortige Einlassungen ließt, könnte man denken, die Machtergreifung der Nazis wäre wieder vollzogen. Wortidentisch dort die Beschimpfungen im Sinne gesunden Volksempfindens.
Ich positioniere mich beileibe nicht gegen traditionelles Operntheater, finde viele Inszenierungen z.B. von David McVicar glänzend, schätze aber auch das interpretierende Musiktheater. Mit den Ergebnissen bin ich nicht immer zufrieden. Eben der ganz normale Wahnsinn bei Freiheit der Kunst.
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am 26. April 2013
Diese Met-Walküre mit dem fantastischen Dirigenten James Levine und den wunderbaren Sängern Jonas Kaufmann, Bryn Terfel und Hans-Peter König - sie singen einfach göttlich - hat mich verrückt gemacht. Sie macht beunruhigend süchtig -nach Wagner und den tollen Künstlern.
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am 19. September 2015
Bitte die Details bei anderen Rezensenten einsehen, Bei mir handelt es sich nicht um einen differenzierten Wagner-Musik-Freund und eher nicht um einen Wagner-Ring-Freund, aber jedenfalls um einen Liebhaber der klassischen Musik.
Aus dieser Blickrichtung stellt Richard Wagner's Ring auch mit der Oper "Die Walküre" mitunter ein zweifelhaftes Vergnügen dar. Zu lang, zu un-auhtentisch/lebensfremd, zu deutsch, zu überladen etc.
Bei dieser Aufführung sind alle diese mitunter unerquicklichen Aspekte scheinbar aufgelöst, ich habe die Aufführung von der ersten bis zur letzten Minute mit Spannung verfolgt, bangend miterlebt und nicht zuletzt auch genossen.
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