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5.0 von 5 Sternen sehr interessant
Auch wenn ich kein fanatiker der Psychoanalyse selbst bin, ist mir dieses Werk eine wesentliche Hilfe für das Verständnis der menschlichen Gesellschaft.
Vor 6 Monaten von Dia veröffentlicht

versus
4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen lesenswerter Unsinn
Das "Unbehagen in der Kultur" befasst sich nicht ausschließlich, wie man meinen könnte, mit dem kulturbezogenen Aspekt in Freuds Lehre, sondern bietet auch einen kurzen Abriss der psychonanalytischen Lehre selber.
Da die Psychoanalyse neben der Marx'schen Erlösungsphantasie der zweite große ideologische Irrtum des 20. Jahrhunderts war (bei den...
Veröffentlicht am 6. August 2010 von helmut seeger


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5.0 von 5 Sternen sehr interessant, 27. Februar 2014
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Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen in der Kultur (Broschiert)
Auch wenn ich kein fanatiker der Psychoanalyse selbst bin, ist mir dieses Werk eine wesentliche Hilfe für das Verständnis der menschlichen Gesellschaft.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kultur vs Triebe, 6. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen in der Kultur (Broschiert)
Das Versagen auf Sexualbefriedigung führe zur Neurose. Die Kultur in der Gesellschaft (für Freud Kultur = Arbeitsteilung und Liebe = Triebbefriedigung) hemme das Individuum. Gemäss Freud wird Eros unterdrückt um den Todestrieb zu kontrollieren. Der Todestrieb hat dabei zwei Seiten, die Selbstzerstörung und die Umkehrung, d.h. die Aggression nach aussen bis zur Destruktion. Freuds kulturpessimistische Abhandlung führt zur These, dass kutureller Fortschritt mit einer steigenden Glückseinbusse und wachsenden Schuldgefühlen einhergeht.
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4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen lesenswerter Unsinn, 6. August 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen in der Kultur (Broschiert)
Das "Unbehagen in der Kultur" befasst sich nicht ausschließlich, wie man meinen könnte, mit dem kulturbezogenen Aspekt in Freuds Lehre, sondern bietet auch einen kurzen Abriss der psychonanalytischen Lehre selber.
Da die Psychoanalyse neben der Marx'schen Erlösungsphantasie der zweite große ideologische Irrtum des 20. Jahrhunderts war (bei den Nazis kann man ja von Ideologie nicht sprechen) und sicherlich immensen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet hat, lohnt sich insofern die Beschäftigung mit diesem Band, als die Zusammenfassung mit rund 100 Seiten in angemessener Kürze erfolgt.
Freud legt hier zwischen den Zeilen auch die Schwächen und Absurditäten seiner Lehre bloß.
Das Bändchen ist in acht Kapitel unterteilt, in jedem einzelnen befasst sich Freud mit speziellen Aspekten seiner Lehre:
Religion und ihren Ursachen, dem Sinn des Lebens (Vermeiden von Unlust, Gewinnen von Lust), schließlich Kultur ("Summe der Leistungen, in denen sich unser Leben von dem unserer tierischen Ahnen entfernt"), Aggressionstrieb und seine Unabdingbarkeit, Schuldgefühl als wichtigstes Element der Kulturentwicklung usw.

Die zentrale These Freuds, dass alle Kultur auf Triebverzicht aufgebaut ist (der Slogan "Kultur ist unterdrückter Sexualtrieb" dürfte dem einen oder anderen noch geläufig sein) und die implizierte Meinung, Triebverzicht sei etwas Negatives, macht die Zeitgebundenheit von Freuds Lehre deutlich. Das prüde 19. Jahrhundert hat hier einmal mehr Pate gestanden. Die Frage, warum Triebverzicht zugunsten von "Kultur" unbedingt negativ sein muss oder nicht eventuell sogar gesellschaftlich sinnvoll, wird gar nicht erst gestellt. Auch die unterschwellige Behauptung, dass, wer seinem Trieb folgt, zwangsläufiger glücklich ist und keine Kulltur mehr benötigt, ist nicht mit zeitgenössischen Forschungsergebnissen vereinbar. Hinzu kommt der fundamentale Widerspruch, dass Freud Kultur als alles definiert, was über die Leistungen der tierischen Ahnen hinausgeht, dann den Sinn von Kultur aber in Frage stellt, also das Leben gemäß den tierischen Ahnen empfiehlt. Das ist dem Intellektuellen Freud natürlich nicht abzunehmen. Unterschwellig wird in diesem Text eher klar, dass Freud eigentlich für mehr und unkomplizierteren Sex plädieren wollte, eine Forderung, die man uneingeschränkt unterstützen könnte, aber dafür den umständlichen Weg über die Kulturkritik gewählt hat.

Weitere zentrale These der Abhandlung:
Das nicht abdingbare Aggressionsbedürfnis kann definitionsgemäß nicht unterdrückt werden und wird demgemäß von der Kultur verformt, indem die Aggression nicht mehr gegen den Gegner, sondern gegen sich selber gerichtet wird. So entstehen das Gewissen und das Schuldgefühl, welches letztere nach Freud wichtigstes Element der Kulturentwicklung ist.
Nun mag man wie Freud vom christlichen "Liebe deine Feinde" nichts halten, warum es aber schlecht sein soll, die nach außen gerichtete Aggression kulturell zu hemmen, darüber kann man ja mal debattieren.

Ich habe hier stark vereinfacht, aber klar ist heute, dass die meisten von Freuds Annahmen, die er selber ja als "erraten" klassifiziert, schlicht nicht stimmen.
Weder gab es jemals den Urmenschen, der dem reinen Trieb anhing und glückselig war - statt dessen ist die "Kultur" auch bei den nicht missionierten Primitiven schon Begleiter des Trieblebens gewesen. Auch die Prämisse, dass der Triebverzicht widernatürlich ist, hätte Freud als alternder Forscher eigentlich aufgeben müssen. Dass in einer alternden Gesellschaft auch das Triebleben aus natürlichen Gründen abebbt (Hefner und Berlusconi vielleicht mal ausgenommen), kann man heutzutage in den Statistiken nachlesen.

Am schlimmsten greift Freud jedoch in seinen Beispielen daneben. An einer Stelle formuliert er, dass der Mensch seine Energie zwischen Libido und Kultur aufteilen müsse, ersetzt im nächsten Satz aber Mensch durch Mann und fabuliert, dass die Zeit, die der Mann für Kultur investiere, nicht mehr für Frauen und das Sexualleben zur Verfügung stehe. Alice Schwarzer müsste sich bei solchen Sätzen der Schreibtisch umdrehen. Anscheinend traut Freud der Frau keine eigenständiges kulturelles Bedürfnis zu.
Noch schlimmer das folgende Beispiel: "Was nützt uns die Einschränkung der Kindersterblichkeit, wenn gerade sie uns die äußerste Zurückhaltung in der Kindererzeugung aufnötigt, so dass wir im Ganzen doch nicht mehr Kinder aufziehen, als in den Zeiten vor der Herrschaft der Hygiene, dabei aber unser Sexualleben in der Ehe unter schwierige Bedingungen gebracht und wahrscheinlich der wohltätigen [..] Auslese entgegengearbeitet haben?"
Aus solchen Sätzen spricht der ganze Machismo seiner Zeit und vor soviel Zynismus kann ich nur die Freud'sche Melone ziehen.
Dennoch: Auch wenn die theoretischen Annahmen überholt und das geschlossene System der Psychoanalyse inzwischen ins Reich des Absurden verwiesen sein mag, lohnt sich die Lektüre dieses Bändchens, weil viele der Gedanken aus der Geistesgeschichte des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken sind und sie auf den ersten Blick (und manchmal auch auf den zweiten) durchaus auf das intellektuelle Gewicht ihres Verfassers hinweisen.
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3.0 von 5 Sternen Kein Buch für Zwischendurch !, 4. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen in der Kultur (Broschiert)
Ich musste das Unbehagen in der Kultur für die Uni lesen und fand es sehr zäh.
Es wäre definitiv kein Buch, welches ich zwischendurch mal lesen würde, von daher kann ich das auch nicht so genau bewerten.

Fazit - Für Psychologieseminare ganz gut, zum nebenbei lesen denke ich eher nicht.

Das Buch kam schnell an und war, da ich es bei Amazon direkt bestellt habe auch niegel- nagle Neu
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5.0 von 5 Sternen Genial, 25. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Unbehagen in der Kultur (Broschiert)
Das Werk eines Genies. Dieses schmale Buch ersetzt viele Bände psychologischer Literatur. Da ist nichts abgekupfert, alles ist authentisch und bahnbrechend.
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