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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Designed to Fail
In einem riesigen, unterirdischen Silo in nicht näher bestimmter Zukunft stehen wir einer Zivilisation gegenüber, die nur auf den ersten Blick fremd wirkt. Es gibt ein 'Oben', es gibt ein 'Unten', ein funktionierendes Klassensystem das darauf ausgerichtet ist das Silo am Laufen zu halten und das Überleben der letzten paar Tausend Menschen zu sichern -...
Vor 19 Monaten von Bloody Bookseller veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang sehr gut erzählt, Ende leider etwas mau...
Inhalt:

Unsere Welt in der Zukunft: Wir treffen auf eine Gesellschaft, eine ganze Welt, die in einem Silo angelegt ist. Juliette, die in der Mechanik arbeitet, in einer Abteilung in den unteren Stockwerken, wird als neuer Sheriff gehandelt, denn Holston, der ehemalige Sheriff, hat sich freiwillig zur Reinigung gemeldet. Und das bedeutet unweigerlich den Tod,...
Vor 16 Monaten von rebellyell666 veröffentlicht


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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Designed to Fail, 13. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
In einem riesigen, unterirdischen Silo in nicht näher bestimmter Zukunft stehen wir einer Zivilisation gegenüber, die nur auf den ersten Blick fremd wirkt. Es gibt ein 'Oben', es gibt ein 'Unten', ein funktionierendes Klassensystem das darauf ausgerichtet ist das Silo am Laufen zu halten und das Überleben der letzten paar Tausend Menschen zu sichern - inklusive einer Elite, die im Hintergrund die Fäden zieht. Es ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft, mit strengen Regeln, deren Nichteinhaltung seit Generationen konsequent die schlimmste Bestrafung überhaupt nach sich zieht: Man muss das Silo verlassen, was aufgrund der unwirtlichen und vergifteten Atmosphäre mutmaßlich den sicheren Tod bedeutet.

Als sich der oberste Gesetzeshüter aus Trauer und Verzweiflung freiwillig zu diesem Schritt entschließt, setzt er eine Kette von Ereignissen in Gang, die katastrophale Auswirkungen auf alle Bewohner des Silos hat.

Ich habe auf diesen Roman gewartet, seit ich das erste mal davon gehört habe. Reizvoller Klappentext, gelungenes Cover - und natürlich der Piper Verlag, der nach großartigen Titeln wie 'Ich bin kein Serienkiller' und 'Raum' für überraschende und originelle Bücher steht.

Der ungewöhnliche, sehr atmosphärisch geschilderte Schauplatz und die starken, glaubwürdigen Figuren machen aus 'Silo' ein echtes Highlight, das sich aus der Schwemme dystopischer Romane der letzten Jahre deutlich abhebt. Besonders die Tatsache, das Hugh Howey sehr lebendige Figuren erschaffen hat, diese aber auch äußerst kompromisslos verschwinden lässt, haben für mich stark zur unvorhersehbaren Stimmung des Buchs beigetragen.

Ich konnte mich nach etwa 100 Seiten nur schwer von der sehr spannenden Story lösen, auch wenn der Einstieg nicht ganz reibungslos war - es lohnt sich, dran zu bleiben.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SILO ...., 24. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Die Menschen leben unter der Erde, weil die Erde verwüstet und die Luft hochgiftig ist. Lediglich über Monitore in der oberen Ebene des SILO können die Bewohner seit vielen Generationen den Himmel und einen Teil der Welt draußen erblicken.

Zu sehen gibt es dort jedoch nicht viel: verödetes Land, Felsen und die Überreste derer, die zur Reinigung nach draußen geschickt wurden. Diese Reinigung ist die größte Strafe, die einen Bewohner des SILO treffen kann. Er muss den sicheren Ort unter der Erde verlassen, in einem Schutzanzug, der die Verurteilten gerade so lange von den Giftstoffen schützen kann, wie es dauert die Linsen zu reinigen, die die Bilder der Außenwelt über die Monitore ins Innere liefern.

Warum übernehmen die Verurteilten ausnahmslos alle die Reinigung der Linsen? Diese Frage beschäftigt Sheriff Hoston seit 3 Jahren. Denn da hat seine Frau die Reinigung übernommen, nachdem sie, auf eigenen Wunsch, das SILO verlassen hat. Die Zeit nach dem Tod seiner Frau hat Holston gebraucht um sich zu entscheiden, ob er ihr folgen will. Er will. Er äußert laut, dass er „raus“ will. Allein diese Aussage reicht aus, um zur Reinigung verurteilt zu werden. Die Entdeckung die Holston macht, nachdem er die Luke des SILO hinter sich gelassen hat, ist unfassbar und macht ihn sprachlos.

Seine Nachfolgerin wird Juliette Nichols, eine Frau aus den untersten Stockwerken des SILO, der Mechanik. Sie hat zunächst keinerlei Interesse an dem Job, denn sie fühlt sich in ihrer Welt zwischen den Generatoren und dem Öl sehr wohl. Doch Jules, wie sie genannt werden möchte, kannte Sheriff Holston von einer vergangenen Ermittlung in ihrem Stockwerk. Und sie kann dem Drang nicht widerstehen herauszufinden, warum er freiwillig seiner Frau in den sicheren Tod gefolgt ist. Sie ist sicher, dass es dafür gewichtige Gründe gab. Sie nimmt den Job an und fängt an zu forschen. Und … sie wird fündig, sie entdeckt das dunkle Geheimnis des SILO und bringt sich dadurch selbst in nicht geringe Gefahr ….

***

In diesem Fall fange ich mal mit dem tollen Erscheinungsbild des Buches an. Der Verlag präsentiert SILO als gebundene Ausgabe mit Leseband, wobei der Schnitt des Buches knallgelb ist. Das kann man durchaus als besonderen Hingucker werten. Das Cover ist schlicht und zeigt den Aufgang des SILO, die Wendeltreppe, die sich über hunderte von Stockwerken durch den Betonkoloss unter der Erde schlängelt. Die Sätze auf der Rückseite des Buches sind kurz und knackig, machen jedoch nicht nur neugierig, sondern verraten – wie ich finde – schon beinahe zu viel.

Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, der Leser fragt sich relativ schnell, was in diesem SILO vor sich geht. Die Menschen leben seit Generationen unter der Erde. Das SILO beherbergt eine komplette Stadt mit Wohnungen, Krankenhäusern, einer IT Abteilung, Gärten und Plantagen, in denen Lebensmittel angebaut werden. All dies ist sehr gut und bildhaft beschrieben, ich war als Leser mitten im Geschehen.

Die Hintergründe, warum denn die Menschen dort leben und was vor langer Zeit auf der Erde geschah, kommen erst nach und nach ans Licht und somit befand ich mich immer in einer angespannten Neugier und Unwissenheit.

Die Figuren der Handlung hat der Autor gut ausgearbeitet und charakterstark dargestellt. Die Figur der Juliette hat mich in ihren starken und mutigen Eigenschaften ständig an Rennie Sulajewo aus Otherland erinnert.

Hugh Howey schreibt in einem angenehm lesbaren, nicht schweren Schreibstil, der fesselt und es schwer macht, dass Buch zur Seite zu legen. Der Spannungsbogen ist gut und stetig aufgebaut, wobei mir gegen Ende des Buches, einiges einfach ein wenig zu „glatt“ ging.

SILO ist für mich keine Dystopie, auch wenn die Welt außerhalb des Silos in Trümmern liegt, sondern gut geschriebene Science Fiction.

Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für einen spannenden Roman über das Leben unter der Erde, den Drang nach Wahrheit und den Wunsch, die Manipulationen der Führungsebenen zu beenden. Der Roman liefert gute, überraschende Wendungen, endet für mich jedoch ein bisschen zu „glatt“. Dennoch ein durchaus gelungenes Debüt, dass sich zu lesen unbedingt lohnt.

© Buchwelten 2013
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 20. Juni 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Ich habe in den vergangenen 30 Jahren fast genau 1000 Bücher gelesen ( 14 fehlen noch ). Lange Zeit haben mich keine Bücher mehr überascht oder gefesselt. Das war im letzten Jahr anders mit dem tollen Endzeit - Roman "Weit im Norden" von Marcel Theroux und in diesem Jahr mit dem Werk "Silo" von Hugh Howey.
Zugegeben: Ich war skeptisch. Die Geschichte des Buchers klang so, als habe der Autor immer nur weiter geschrieben, weil die Leser der Online - Berichte dies so wollten. Wie soll ein Buch schon werden, zu dem der Autor quasi "getrieben" wird? Auch die Bio des Autoren klang nicht vielversprechend: Bootsbauer, Dachdecker...

Und dann ein so wunderbares Buch!

Mr. Howey hat einen herrlichen, fast schon liebevollen Schreibstil. Die Ausarbeitung der zum Teil gebrochenen Charaktere ist brilliant. Das Buch ist auf keiner Seite langweilig oder wirkt in die Länge gezogen. Der Autor hat ganz einfach viel zu erzählen und das macht er in einer einzigartigen Art und Weise!

Ich war vom ersten Satz an gefesselt in der der Geschichte drin, konnte das Buch kaum zur Seite legen.
Ich hoffe wirklich, Hugh Howey schafft es, dieses Niveau zu halten, dann gehört im die Zukunft im Bestseller - Bereich.
Grandios!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang sehr gut erzählt, Ende leider etwas mau..., 23. Juni 2013
Von 
rebellyell666 "rebellyell666" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Inhalt:

Unsere Welt in der Zukunft: Wir treffen auf eine Gesellschaft, eine ganze Welt, die in einem Silo angelegt ist. Juliette, die in der Mechanik arbeitet, in einer Abteilung in den unteren Stockwerken, wird als neuer Sheriff gehandelt, denn Holston, der ehemalige Sheriff, hat sich freiwillig zur Reinigung gemeldet. Und das bedeutet unweigerlich den Tod, denn außerhalb des Silos kann kein Lebewesen sehr lange überleben aufgrund der toxischen Luft. Das einzige, was die Menschen, die zur Reinigung geschickt werden, noch schaffen, ist das Säubern der Linsen, die die Ansicht der Außenwelt in das Silo übertragen. Was für die Menschen im Silo ein feierliches Ereignis ist, ist der Tod für einen anderen Menschen… Doch warum überlebt seit Jahrzehnten keiner die Reinigung, obwohl die Anzüge, in denen die „Reiniger“ nach draußen geschickt werden, angeblich immer weiter entwickelt werden? Und wieso hat sich Holston einfach selbst zur Reinigung verurteilt? Liegt es wirklich nur daran, dass seine Frau dasselbe vor ein paar Jahren ebenfalls tat und er nicht mehr ohne sie leben kann?

Meine Meinung:

Das Buch fängt spannend und sehr interessant an. Holstons Frau Allison war ein Genie im Umgang mit PCs und konnte alte Aufzeichnungen rekonstruieren, natürlich diese, die absolut verboten und der eigentlichen Welt nicht zur Verfügung gestellt wird, um die Machtverhältnisse im Silo nicht zu zerstören.

Juliette ist eine absolute Topfrau in der Mechanik und wird ungern nach Holstons Tod in die oberen Stockwerke entlassen. Wie ein Charakter so schön sagt: Wenn man Juliette eine Aufgabe gibt, dann erledigt sie diese präzise und ohne Rücksicht darauf, ob sie wirklich noch erledigt werden soll.

Lukas beobachtet gerne die Sterne durch die Linsen, die die Außenwelt zeigen. Als er plötzlich Juliette, den neuen Sheriff kennen lernt, ist es um ihn geschehen.

Und dann gibt es noch die Rebellen, die aus Knox, dem Mechaniker, und Marsh, der Chefin der Versorgung sowie deren Angestellte bestehen.

Ich möchte nicht mehr auf die Story eingehen, weil sonst viele Aha-Momente verloren gehen.

Mir hat persönlich der Einstieg am besten gefallen. Die kurzen, aber knappen und auf den Punkt gebrachten Kapitel ließen sich gut lesen. Es fehlte nicht an Informationen, was die technischen Detailausführungen manchmal aber etwas langatmig erschienen ließen. Howey verstrickte sich in Kleinigkeiten; mit Sicherheit hat er gut recherchiert, aber diese Recherche störte manchmal die Komposition der verschiedenen Momente und Charaktere. Denn der richtige Verband der Rebellen und der Gegenseite fehlte etwas. Auch die Emotionen, die sich zwischen Juliette und Lukas abspielten, wirkten für mich etwas hölzern – und das bis zum Schluss. Vielleicht liegt es daran, dass Howey ein Mann und das Buch keine Dystopie à la Allie Condie („Die Auswahl“) ist, sondern eine Gesellschaftskritik, die sich zwischen einem scheinbar großen, aber doch engem Raum abspielt. Denn Silos kennen wir im Grunde alle: Lange, große, runde und doch enge Gebilde, die hier zum Leben von einer ganzen Nation dienen.
Was ich schon sehr erstaunlich fand: Zunächst habe ich gedacht, dass es sehr schwierig ist, solche Bauwerke in Büchern anschaulich und greifbar zu schildern und überlegt, dass hier ein Kinofilm die bessere Wahl gewesen wäre. Doch das stimmt nicht! Sehr schnell konnte ich mir doch vorstellen, wie die Menschen auf diesen Stockwerken, in ihrem vorbestimmten Leben ihr Dasein fristeten. Auch hier ist viel reglementiert: Zum Beispiel darf man nur lieben, heiraten und Kinder bekommen, wenn man in der so genannten Lotterie gewinnt. Hier findet man dann doch leichte Züge von Dystopien wieder, die von Frauenhand verfasst worden sind.

Der Anfang ist spannend, interessant und gut geschildert, das Ende hingegen ist wenig ausgereift, zu lang, nicht gut geschildert und am Ende bleibt viel von der anfänglichen Frage, die sich Holston und seine Allison bereits vielfach gestellt haben und dafür bewusst in den Tod gegangen sind: Was ist die eigentliche Wahrheit? Wie ist diese Welt aus Silos wirklich entstanden? Und vor allem: Gibt es wirklich keine Möglichkeit, an der Oberfläche, in der alten Welt, zu überleben?

Mir fehlte hier ein wirkliches Fazit der anderen Charaktere. Juliette hingegen war für mich ein sehr guter Hauptcharakter. Sie wirkte immerzu optimistisch, eine wahre Kämpfernatur, nie leblos oder resigniert, nie hoffnungslos – auch nicht am Ende. Lukas war eher ein langweiliger Gegenpol; zwischendurch wollte er lieber in seinem kleinen Kokon weiterleben und nicht wissen, ob man eine Welt außerhalb des angelegten Silos, des größten Gefängnisses unter der Erde, führen kann. Er wirkte nicht sehr revolutionär, sehr konträr also zu seiner Angebeteten Juliette, die mit ihrem Kämpfergeist und ihrem Wissensdrang viel verändern möchte. Zeitweilen ging er mir somit sehr auf die Nerven und war mir viel, viel zu passiv, obwohl er informationstechnisch viel mehr hätte leisten können für die Rebellen.

So verstrickt sich Howey leider in Kleinigkeiten und läuft seinem Tempo am Anfang selber hinterher und kann sich wohl nicht mehr entscheiden, wie er die Story schlüssig zu Ende bringt.

Fazit:

Ich bin doch etwas enttäuscht. Gerade die Endszene beweist, dass Howey sich nicht sicher war, wie seine Geschichte eigentlich zu Ende hätte gehen sollen und somit einen abrupten Abbruch wählt. Dennoch ist das Buch gegenüber den langweiligen Teenie-Dystopien ein gutes Leseerlebnis. Ich hätte gerne 3,5 Sterne gegeben, da es das aber nicht gibt und ich die Aufrundung auf 4 doch etwas viel finde, habe ich schlussendlich 3 vergeben. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung. Wenn ja, dann bitte mehr Tempo wählen und noch einmal an den Charakteren arbeiten, die, bis auf Juliette, etwas auf der Strecke geblieben sind…
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Roman hat was, nur nicht soviel, wie ich erwartet hatte, 9. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
Während des Lesens war ich zu Anfang sehr gespannt, da der Klappentext einiges versprach - und mich beeindruckte der erste Teil, der sich um den Sheriff Holston dreht. Holston war ein sehr interessanter Charakter, begann er doch aus Gründen stark an der Ideologie und dem ganzen System des 144 Stockwerke tiefen Silos zu zweifeln, wo er doch als oberster Vertreter dessen exekutiven Gewalt diese entschlossener und zuverlässiger als die meisten anderen repräsentieren müsste. Leider verschwindet dieser nach noch nicht einmal 100 Seiten als Hauptperson und zwei neue betreten die Bühne. Zum einen die Bürgermeisterin des Silos und zum anderen Holston`s Kollege, der Deputy Marnes. Auch sie hätten charakterlich (wenn auch vielleicht nicht ganz so viel wie Holston) einiges Potenzial gehabt. Doch auch sie verschwinden recht schnell wieder, um Platz für den eigentlichen Protagonisten zu machen, Holston`s Nachfolgerin als Sheriff: Juliette Nichols. Man könnte sie mit gutem Grund als die uninteressanteste Hauptperson des Buches betrachten, doch auch sie hat Potenzial, was vom Autor auch meistens ausgeschöpft wird.

Man möge mich bitte nicht falsch verstehen, ich war schon teilweise enttäuscht darüber, dass solch interessante Charaktere so schnell von der Bildfläche verschwanden. Doch überwog bei mir mehr die Überraschung und auch die damit verbundene Freude angesichts der Gnadenlosigkeit des Autors, mit der dieser mit seinen Schöpfungen verfährt. Man liest nicht alle Tage ein Buch, in dem vorher doch schon einigermaßen detailliert ausgearbeitete Personen einfach "zack" verschwinden. Doch wenn man als Autor dann in der Lage ist, die Geschichte spannend zu halten und neue interessante Personen zu stricken, so tut eine solche Radikalität einer Geschichte sogar hin und wieder gut.

Und da ist das eigentliche Manko des Romans. Die Geschichte nährt sich die ganze Zeit über von der Frage, was verschwiegen wird und was wahr ist. Sollte sie jedenfalls. Nur leider scheint dem Autor die eigentliche Thematik mit der Zeit abhanden zu kommen. Ich persönlich konnte mir jedenfalls schon sehr schnell vieles zusammenreimen. So wird das aus meiner Sicht größte Geheimnis um die Außenwelt schon gleich am Anfang gelüftet und auch der Feind, der Antagonist, wie es so schön heißt, stellt sich schnell offen dar. Wobei es hier gar keinen richtigen Feind im klassischen Sinne gibt, denn zumindest ich konnte die Handlungen und Ansichten von diesem allesamt verstehen und habe mich sogar dabei ertappt, wie ich Sympathie für ihn empfunden habe. Nun kann man anführen, dass dies doch ein raffinierter Schachzug vom Autor gewesen ist, um den Leser in einen Gewissenskonflikt, in eine Art inneren Glaubenskrieg zu stürzen. Nur schien es mir nicht so gewollt. Schade.

Als Fazit kann gesagt werden, dass der Roman von seinen Insassen lebt, was er auch immer tun sollte. Doch genauso wichtig ist die Handlung, sowie der Plot. Der Plot ist überaus gelungen. Das lässt sich von der Handlung, also im Grunde von dem näher ausgearbeiteten Plot, nicht sagen. Viele für die Geschichte wichtige Fragen werden viel zu früh geklärt, sodass für den Schluss "nur" noch die, auch sehr interessanten, jedoch eher zweitrangigen Fragen beispielsweise des "Warum?" offen bleiben.
Im Grunde ist "Silo" von Hugh Howey ein an und für sich spannender Thriller, der aber auf jeden Fall mehr Potenzial hätte. Ich gehe hier jedoch nicht so weit, von einem Kauf abzuraten. Der Roman hat schon was, nur nicht so viel, wie ich erwartet hatte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen in der Operation 50 der neuen Weltordnung, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Kindle Edition)
Die Erdoberfläche ist toxisch und die Menschen leben seit Generationen in einem Silo unter der Erde. Die Gesellschaft hat sich in mehrere Stockwerke aufgeteilt und erledigt Jahr für Jahr die Arbeit, die ihnen zugeteilt wurden.

3 Jahre nach seiner Frau verlässt auch Sheriff Holsten das Silo. Er meldet sich freiwillig zur „Reinigung“. Sein Todesurteil!

Juliette Nichols wird zu Holstens Nachfolgerin ernannt. Die intelligente Mechanikerin ist davon nicht sehr erfreut. Sie gehört zur unteren Schicht und hat so gar nichts mit den oberen Stockwerken zu tun. Als erste Handlung, versucht sie Holstens freiwilligen Tod nachzuvollziehen. Sie stößt auf Codes, mit denen Bilder manipuliert werden können. Doch nicht nur das, auch der Stand der Technik scheint veraltet. Ist das Silo nur eine Lüge? Welches abgekartetes Spiel läuft hier?

Juliette kommt der Wahrheit schnell nah. Bereits nach sehr kurzer Zeit, wird sie zur „Reinigung“ verurteilt und muss das Silo verlassen. Doch gute Freunde helfen ihr und fertigen einen Anzug, der der toxischen Umwelt länger trotzt. Doch was dann passiert, hätte auch Juliette niemals zu träumen gewagt.

Eine gute dystrophische Geschichte aus Lügen, Intrigen und Manipulation, die den Nerv der Zeit trifft. Dieser Roman zeigt deutlich, dass Menschen nicht auf Dauer auf engen Raum gefangen gehalten werden können. Irgendwann stellen Menschen Fragen, die wiederum Kettenreaktionen auslösen und ihre Folgen sind verheerend.

Hugh Howeys Schreibstil ist ausschweifend und sehr bildhaft. Die ersten 2 Novellen/Hauptkapitel sind sehr detailliert und etwas langatmig. Hat man sich durch die Teile gelesen, wird es wahnsinnig spannend. Ich konnte die letzten 3 Hauptkapitel/Novellen nicht mehr aus der Hand legen.

Ich dachte oft, ich hätte das Spiel durchschaut, doch so einfach ist es nicht. Das Ende ist überraschend, dennoch bleibt die Frage nach dem Warum bestehen. Um genau diese Frage zu beantworten, erscheint am 11. August 2014 der neue Roman „Level“ und erzählt die Vorgeschichte des Silos.

Die Originalausgabe von „Silo“ erschien 2011 unter dem Titel WOOL OMNIBUS, die deutsche Ausgabe erstmals 2013. WOOL OMNIBUS gewann Kindle Book Review's 2012 Indie Book of the Year Award und wurde in 17 Sprachen übersetzt. „Silo“ kann als Gesamtausgabe oder als Novelle in 5 Teilen gelesen werden. Das gesamte Buch umfasst 544 Seiten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Menschheit macht sich selbst kaputt., 15. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Kindle Edition)
Das Silo ist die einzige Chance in der Welt zu überleben denn alles was oberhalb der Erdoberfläche liegt, befindet sich in vergifteter Luft. Ohne Schutzanzug mit ausreichender Luftzufuhr kann niemand außerhalb des Silos überleben und so leben die Menschen seit Jahrhunderten unterhalb der Erde. Sie haben sich eine eigene Gesellschaftsform aufgebaut, in der das Staatsoberhaupt der Mayor ist, darunter gibt es einen Sheriff und danach folgt die IT-Abteilung, die ihre Macht gern ausspielt.

Aufgeteilt ist das Silo in über 100 Stockwerke, wobei die Nummerierung auch dem gesellschaftlichen Stand entspricht. So leben die Regierenden ganz oben in den ersten Stöcken und weiter als zur Mitte des Silos kommen sie selten herunter. Ganz unten lebt die Mechanik, dazwischen gibt es noch Säuglingsstationen, Farmen und die IT.

Das Buch "Silo" ist in 5 Teile unterteilt, die man übrigens auch alle einzeln kaufen kann. Teil 1 gibt es als kostenlose Leseprobe damit ihr euch einen eigenen Eindruck verschaffen könnt. Ich konnte danach auf keinen Fall aufhören zu lesen und habe es direkt nach der Leseprobe gekauft weil es mich so gefesselt hat.

Innerhalb der einzelnen Teile verändert sich mehrmals die Perspektive, aus der geschrieben wurde. In Teil 1 beginnen wir mit Houlsten, dem Sheriff des Silos. Er hat vor 3 Jahren seine Frau bei einer Reinigung verloren und entschließt sich nun hinterher zu gehen. Reinigung - so wird es im Silo genannt wenn jemand zum Tode verurteilt wird. Dieser Verurteilte wird in einen Schutzanzug gesteckt und aus dem Silo gelassen, wo er dann kurz vor seinem Tod die Kameralinsen reinigen muss, die den Silobewohnern die Außenwelt zeigen.

Doch ist das was man durch diese Linsen sehen kann, wirklich die Realität oder ein genialer Weg die Menschen im Silo zu manipulieren?

Als Houlsten zur Reinigung antritt dämmert es dem Leser, dass hier nicht alles so ist wie es scheint. Und seine Nachfolgerin Juliette findet nach und nach mehr heraus, was im Silo vor sich geht.

Es ist unmöglich, mehr vom Inhalt wiederzugeben ohne zu viel zu verraten und die Spannung soll euch ja nicht genommen werden wenn ihr es lest.

Die Perspektivenwechsel fand ich zu Beginn noch ziemlich verwirrend da ich dachte er wäre der Hauptprotagonist und ich irritiert war, als die Perspektive im zweiten Teil auf Mayor Jahns, die Regierende im Silo, gewechselt wird. Wenn man sich darauf einlässt wird man aber sehr schnell in die Geschichte gezogen und ziemlich schnell wurde jeder neue Perspektivenwechsel gemein weil es die Spannung unterträglich machte. Ich wollte unbedingt wissen wie es mit den einzelnen Personen weiterging.

Ich finde jede einzelne Person gut herausgearbeitet, auch wenn einige davon leider nicht das ganze Buch überleben. Für meinen Geschmack starben zu schnell zu viele Protagonisten doch das passt leider sehr gut zum Buch an sich denn es geht ja schließlich darum, wie man überleben kann wenn die Erde nicht mehr belebt werden kann.

"Denn manchmal, wenn ich hier sitze und hinausgucke und sehe, wozu diese Welt uns treibt - das versetzt mir einen Stich, [...]. Einen Stich mit einer sehr langen Nadel." - Seite 54

Innerhalb des Silos haben sich scheinbar alle Menschen mit ihrem Schicksal abgefunden. Die Welt ausserhalb des Silos ist unbewohnbar - doch wie es dazu gekommen ist weiß kaum jemand. Das Wissen aus der Welt, wie wir sie kennen, wir streng bewacht und so gut wie niemandem zugänglich gemacht um Aufstände zu verhindern und die Organisation innerhalb des Silos aufrecht zu erhalten. Alle Menschen haben ihren Platz und sobald jemand auf "falsche" Gedanken kommt wird er zur Reinigung an die Luft gesetzt und die Reinigung bringt den sicheren Tod durch die vergiftete Luft.

Menschen waren wie Maschinen. Sie gingen kaputt, sie lärmten, und wenn man nicht vorsichtig war, dann konnten sie zur Gefahr werden. - Seite 134

Selbst Mayor Jahns findet das alles schrecklich und möchte am liebsten keine Menschen zur Reinigung schicken, doch ihre Position verlangt es von ihr und so bleibt auch sie der ewig gleichen Routine treu.

Erwarteten sie wirklich von ihr, dass sie den Silo verstand? In Wahrheit befolgte auch sie nur die Regeln, es funktionierte einfach weiter, Jahr um Jahr um Jahr. - Seite 57

Meiner Meinung nach ist "Silo" ein sehr treffendes Abbild unserer Gesellschaft. Auch wenn wir mit dem Leben der Silobewohner zur Zeit wenig gemein haben leben wir doch ebenso wie sie seit Jahrhunderten in der selben Ordnung. Wir tun Dinge, die vor uns schon tausende getan haben und das ist der einzige Grund wieso wir sie tun. Wir hinterfragen zu wenig und im Grunde wissen wir auch nicht ob es nicht vielleicht ein noch besseres Leben für uns geben könnte, wenn wir es täten.

Irgendetwas oder irgendjemand hatte immer eine Macke. - Seite 134

Doch irgendwann ist es immer so weit. Irgendwann denken die Menschen doch nach und hinterfragen und dann kommt es zu einem Wendepunkt. Das geschieht auch in "Silo" auf, wie ich finde, glaubwürdige und ein Wenig vorhersehbare Weise. Auf gesellschaftskritische Art und Weise bekommt der Leser vor Augen geführt, wie schnell so eine scheinbar funktionierende Welt kaputt gehen kann. Wie schnell alles in Krieg versinken kann und leider auch, wie sehr soetwas manchmal nötig zu sein scheint.

"Unser Silo hatte einen schlechten Tag. Mehr hat es nicht gebraucht" - Seite 320

Das ist der einzige Aspekt des Buchs, der mir nicht so sehr gefällt. Ist dieser Krieg im Silo wirklich nötig?

"Und selbst wenn das Schicksal uns gegen unseren Willen irgendwo hinverpflanzt hat, dann können wir dort noch immer aus eigener Kraft entscheiden, was wir tun. [...] Unser Tun bestimmt, was wir sind." - Seite 396

Ich habe lang überlegt ob ich dem Buch 4 oder 5 Sterne geben soll. Für mich hätte das Buch auch mit etwas weniger Toten funktioniert aber irgendwie passt es halt doch und so gebe ich 5 von 5 Sternen, weile s einfach in sich stimmig ist.

Zur kompletten Rezension geht es hier: [...]
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bunker-Märchen, 23. Juni 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Gebundene Ausgabe)
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Wir befinden uns in einem überdimensionalen Bunker, der 148 Stockwerke in die Tiefe führt. Die Erdoberfläche ist kontaminiert, das Leben auf ihr nicht mehr möglich.
Im ersten Band von Hugh Howey's Silo-Trilogie erfahren wir so gut wie nichts über die Ursachen für dieses Endzeitszenario. Auch über die Lebensumstände und gesellschaftlichen Strukturen hat der Autor nicht besonders viel zu berichten. Wie komplex das Bunkergebilde in etwa ist, lässt sich vage erahnen, weil ein Abstieg über 20 Stockwerke etwa zwei Stunden dauert.

Es gibt Treibhäuser, in denen Tomaten gezüchtet werden. Es gibt Wohnungen. Keine Ahnung, wie die aussehen. Dazu finden sich keine Beschreibungen. Wie die Grundversorgung der Bevölkerung gewährleistet ist, woher die Frischluftzufuhr kommt, muss man als Leser wohl nicht wissen. Auch nicht, wie viele Menschen da eigentlich in der Tiefe leben. Offensichtlich sind sie mit einem Bürgermeister und einem Polizeichef kontrollierbar. Sie beklagen sich nicht, wenn einer von ihnen wegen eines geringen Vergehens zur sogenannten "Reinigung" aus dem Silo verbannt wird. Klaustrophobie und andere psychische Erkrankungen kennen die folgsamen Lämmer anscheinend nicht.

Mit anderen Worten: man braucht als Leser schon eine Menge guten Willen, um diese mickrig entworfene Welt glaubwürdig zu finden. Mit den Charakteren verhält es sich auch nicht viel besser. Lediglich die Hauptfigur Juliette besitzt eine einigermaßen komplexe Backgroundstory, mit der man sich identifizieren kann. Stattdessen verliert sich Hugh Howey viel zu oft in exzessiven Beschreibungen unwichtiger Details. Die ersten 200 Seiten sind ein zähes Unterfangen. Ohne Verluste hätte man hier die Handlung um die Hälfte kürzen können. Was danach folgt, bezieht seine Spannung aus einer beklemmenden Atmosphäre, einer unheimlichen Unterwasserszene und einer deutlichen Steigerung des Tempos.

Die Auflösung biedert sich dem Massengeschmack an, ohne sich um Glaubwürdigkeit zu scheren. Nachdem man sich aber schon mit Leichen abgefunden hat, die allen chemischen Gesetzen zum Trotz immer noch nicht verwest sind, nimmt man auch das irgendwie hin. Immerhin unterhält der Roman streckenweise ganz gut. Und was der Autor selbst nicht geleistet hat, biegt man sich als fantasievoller Leser eben selbst zurecht...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen düstere Zukunft, aber nicht ganz ohne Hoffnung, 20. August 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Kindle Edition)
Die Welt in nicht allzu ferner Zukunft. Die Erde ist toxisch und unbewohnbar geworden und die überlebenden Menschen hausen seitdem in Silos, die 140 Stockwerke tief in die Erde gebaut wurden. Das Leben ist reglementiert und Fragen sind unerwünscht. Wer es dennoch wagt, kritische Fragen oder Zweifel am System zu äußern, wird zur "Reinigung" verurteilt, was einem Todesurteil gleichkommt, da die Atmosphäre außerhalb der Silos toxisch ist.
Erzählt wird die Geschichte von Menschen in Silo 18, die es dennoch wagen Fragen zu stellen......

Meine Meinung:

Im ersten Drittel des Buches erzählt Hugh Howey die Geschichte eher unpersönlich. Es gibt zwar drei Haupt-Protagonisten, deren Geschichte detailliert erzählt wird, aber als Leserin fühlte ich mich ihnen nicht "nahe" und fand es deshalb auch nicht schlimm, als sie im Laufe des Buches verschwinden mussten.
Ab dem zweiten Drittel ändert sich das. Plötzlich war ich "mittendrin" und fieberte mit den Protagonisten, allen voran Juliette ( Jules) nicht nur mit, sondern konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Die Figuren erwachten zum Leben, und mit ihnen nahm auch die Geschichte selbst an Fahrt auf.
Viele ( aber nicht alle) Fragen werden beantwortet und ich bin mit dem versöhnlichen Ende sehr zufrieden. ( Die noch offenen Fragen, vor allem was die Hintergründe der Silos betrifft, wird im zweiten Band "Level" hinreichend beantwortet)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben im Atombunker..., 15. Juli 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silo: Roman (Kindle Edition)
gut, hier geht es nicht um ein von wenigen überlebten Atomkrieg, sondern um das Leben in einem riesigen Bunker - Silo genannt. Die Erdoberfläche ist hochtoxisch, Menschen, die zur Strafe auf die Oberfläche geschickt werden, sterben trotz Schutzanzug innerhalb weniger Minuten. Letzlich geht es im Roman um die Machtspielchen einer Elite, die im Hintergrund die Fäden zieht und letzlich auch über Tod oder Leben entscheidet. Darin liegt auch der Gegenwartsbezug dieses Science Fiction. Er liest sich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Im August 2014 erscheint der nächste Teil ("Level") zu diesem Buch, der zeitlich vor Silo spielt. Die ebooks Silo 1 bis Silo 5 sind nur die gesplitteten Teile, die einzeln verkauft werden.
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Silo: Roman
Silo: Roman von Hugh Howey
EUR 7,99
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