newseasonhw2015 Hier klicken mrp_family lagercrantz Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More blogger Kühlen und Gefrieren Shop Kindle Shop Kindle Sparpaket Autorip

Kundenrezensionen

32
4,8 von 5 Sternen
5 Sterne
27
4 Sterne
5
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Nemesis
Format: Audio CDÄndern
Preis:11,49 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2013
Für mich war das letzte Stratovarius-Album ein Beweis dafür, dass Bands nicht an Qualität verlieren müssen, wenn der langjährige Hauptsongwriter geht, denn während man „Polaris“ meines Erachtens noch anmerkte, dass sich die neue Truppe im Findungsprozess befand, ist „Elysium“ für mich ein Höhepunkt der gesamten Banddiskografie.

Über das neue Album „Nemesis“ konnte man nun im Vorfeld lesen, es sei vom Sound her moderner als seine Vorgänger geworden. Das kann ich nicht so recht bestätigen, vom Grundkonzept hat sich kaum was geändert. Auf „Nemesis“ hören sich Stratovarius im Wesentlichen so an, wie auf den beiden Vorgängern. Die einzelnen Lieder sind dabei aber stärker auf den Punkt gespielt, weisen fast alle eine große Eingängigkeit auf und erinnern so etwas mehr an die Werke aus der zweiten Hälfte der Neunziger als es „Polaris“ und „Elysium“ taten. Gleichzeitig gibt es aber genug Abwechslung sowohl zwischen den Songs als auch innerhalb der einzelnen Stücke, sodass nicht schnell Langeweile aufkommt. Gerade beim vorher als Single veröffentlichten „Unbreakable“ wird der Kompromiss zwischen Eingängigkeit und Abwechslung sehr deutlich. Ansonsten bietet die Platte einige poppig-heitere Nummern wie „Fantasy“ und „Dragons“ aber auch langsamere Songs mit sehr hymnischen Refrains wie „One Must Fall“ oder „Castles In The Air“. Etwas komplexer präsentieren sich das Titelstück und vor allem „Out Of The Fog“, welches bei mir einige Anläufe brauchte, um zu zünden. „Halcyon Days“ kann man von mir aus als „modern“ bezeichnen, denn der Synthesizer-Einsatz erzeugt bei dem Lied in Verbindung mit dem Rhythmus beinahe „Dancefloor-Atmosphäre“, was sicher gewöhnungsbedürftig ist. Eine Ballade ist mit „If The Story Is Over“ auch dabei, die ich für sehr gelungen halte, auch wenn man natürlich wieder mit dem „Kitsch“-Totschlagargument kommen könnte.

Der neue Mann an den Drums, Rolf Pilve, ist mir auch nicht negativ aufgefallen, wobei ich zugeben muss, dass ich vom Schlagzeug spielen keine Ahnung habe. Überhaupt fällt es mir schwer, wirkliche Kritikpunkte bei „Nemesis“ zu finden. Bedauerlich wird für manche sein, dass es keine klassischen Speed-Nummern wie „Father Time“, „Against The Wind“ oder „Learning To Fly“ gibt, zudem wurden die progressiven Anklänge zurückgefahren. „Elysium“ hat für mich der 18-minütige Titeltrack rausgerissen, ein Pendant ist auf der neuen Scheibe nicht zu finden, weshalb ich unterm Strich sagen würde, dass mir der Vorgänger im direkten Vergleich ein klein Wenig besser gefällt.

Als Fazit bleibt dennoch festzuhalten, dass Stratovarius hier ein sehr gutes, technisch wie immer einwandfrei gespieltes Album hingelegt haben, das Fans der Band und eigentlich alle, die europäischen Power Metal mögen, voll überzeugen sollte, weshalb ich für die Angesprochenen eine klare Kaufempfehlung ausspreche. Mit dem Digipack ist man sicher gut beraten, denn die beiden darauf enthaltenen zusätzlichen Lieder reihen sich gut ins Album ein.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2014
Groß war wie Freude, als auf Facebook verkündet wurde, dass Stratovarius eine Tour-Doku über das aktuelle Album "Nemesis" veröffentlichen wollen. Als Stratovarius-Fan (oder besser gesagt Verehrer) bin ich natürlich zum nächsten Saturn gepilgert und habe mir die gute Scheibe geholt.
Noch während ich vor dem Regal stand und das gute Stück begutachtete, kam schon die erste (leichte) Enttäuschung: Die DVD kommt nicht in einer schönen "Standard DVD-Box" daher, sondern wird mit dem aktuellen Album "Nemesis" in einer handelsüblichen Doppel-CD-Box verkauft.
Aber egal, ab nach Hause, das gute Ding in den Player schieben und ab gehts!
Kaum wurde der "Film" gestartet, kommt schon die nächste Ernüchterung: Auf der DVD sind keinerlei Untertitel vorhanden. Nicht einmal Englische. Natürlich ist es jetzt nicht so, dass ich schlechte Englisch-Kenntnisse habe, aber die Jungs von Stratovarius haben teilweise doch einen ziemlich starken finnischen(in Jens' Fall natürlich schwedischen) Akzent auf den Lippen, wenn sie über ihr Tourleben plaudern. Besonders beim hauseigenen Nachwuchs-Drummer Rolf Pilve(der auf der neuen Scheibe Stratovarius-Legende Jörg Michael teilweise ganz schön alt aussehen lässt) musste ich mir manche Passagen mehrmals ansehen, damit ich überhaupt verstand, worum es geht. Bei solchen Dingen hätte ich mir Untertitel wirklich gewünscht.
Alles in Allem wird dem Zuschauer auf der DVD ein sehr guter Einblick in das Tourleben der Band gewährt. Man erfährt viele Dinge über die Vorbereitungen zu Konzerten, die Entstehungsphase des neuen Albums, es werden Fans befragt, außerdem gibt es viele "Homevideo"-Clips der Band bei Besuchen in verschiedenen Restaurants und während der Fahrten/Flüge zu den jeweiligen Veranstaltungsorten. Man merkt der Band natürlich auch an, dass sie Spaß an ihrer Sache haben und mit Leidenschaft an ihre Musik rangehen.
Absolut faszinierend, wie sich eine Band nach 30 Jahren Bandgeschichte, zig Line Up-Änderungen und zwei Beinah-Auflösungen wieder an die Power Metal-Spitze gekämpft hat und diese mit Feuer und Flamme verteidigt.
Hut ab, Stratovarius \m/
4/5 Sternen
22 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. März 2013
Nach dem furiosen Comeback mit Polaris und dem kurz danach veröffentlichten Elysium legen Stratovarius nun Longplayer 3 der Post-Tolkki-Ära vor. Es ist zugleich das erste Album ohne den sympathischen Jörg Michael an den Drums. Und es stehen nicht nur die Keyboards mit „typischen“ Key-Klängen im Vordergrund, sondern es wird auch ganz modern mit Loops, Samples etc. gearbeitet, die teils fast schon dancemäßig rüberkommen und auch für die tanzbar sind, die auch mal die Füße und nicht nur das Haupt schütteln wollen. Auffällig außerdem: Vereinzelt ließen sich die Herren beim Komponieren „von außen“ helfen. Und Drummer Rolf Pilve spielt zumindest im Studio zurückhaltender als sein Vorgänger.

Zu den Songs im Einzelnen:
Abandon: Großartiger, kraftvoller, Opener mit den klassischen Stratovarius-Elementen: Schnell, straighte Hymne, viel Pathos und Bombast. 5/5 Punkte.

Unbreakable: Es folgt gleich die zweite, etwas gemäßigter gehaltene Hymne. Eingängige Piano-Parts, rhythmisch interessante Zwischenparts, und ein Refrain, der sich schon beim ersten Hören in den Gehörgängen einnistet und da auch tagelang nicht rausgeht…. 5/5 Punkte.

Stand My Ground: Schnell, „nervöses“ Riff und etwas verzerrte Stimme in den Strophen. Im In Bridge und Refrain wieder der typische Bombast mit deutlich mehr Ruhe und gedrosseltem Tempo. Spannendes Hin und Her. Aber nicht ganz so mein Fall wie die ersten beiden Songs. 4/5 Punkte.

Halcyon Days: Fette Chöre, kräftig Samples, beim C-Teil musste ich spontan an Alanis Morissette denken, die mit ähnlichen Sounds arbeitet. Klasse Gitarrenriff, quasi zweistimmiger Gesang in den Strophen. An sich aber vor allem im Refrain eine perfekte Symbiose aus modernem Sound und dem, was Stratovarius ausmacht. 4,5/5 Punkte.

Fantasy: Hier schreiben einige von ABBA auf Metal etc. Das höre ich eher nicht, ich finde es eher Happy-Metal mit sehr klassischem Songwriting und relativ vorhersehbarer Melodieführung. Ich mag den Song aber, sehr entspannend nach so viel Bombast und Neuem…. 4,5/5 Punkte.

Out of the Fog: Huch, haben da Hammerfall ein wenig mit komponiert? Ein großartiger Refrain, getragener Gesang über flotter Gitarre. Während der Chorus und das Keyboard-Solo sehr klassisch (aber grandios) klingen, überraschen die Strophen, Bridges und das Gitarrensolo mit feinen und filigranen Details. 5/5 Punkte.

Castles in the Air: Es beginnt so ruhig und bittersüß mit Piano und Gesang und wird auch so enden – schöner Rahmen. Und dann setzt der Midtempo-Bombast aus Gitarren und Chören und Drums ein. Getragene Strophen mit einer schönen Melodie und ein Chorus mit Ohrwurmcharakter. 5/5 Punkte.

Dragons: Die Keyboard-Intro klingt nach Falcos Rock Me Amadeus. Der Rest des Songs ist treibend, der Refrain Hymne (ich wiederhole mich, aber selten waren so viele Hymnen-Refrains auf einem Album). Samples werden sparsam eingesetzt (bei Halcyon Days habe ich teils das Gefühl, sie werden um ihrer selbst verwendet, das ist hier anders). 4,5/5 Punkte.

One Must Fall: Midtempo-Song mit überraschend ruhigem C-Teil. Gut, aber kommt nicht an die anderen Songs ran (wobei das jetzt auch Jammern auf hohem Niveau ist…). 4/5 Punkte.

Fireborn: Bei diesem Midtempo-Song geht es wieder etwas metal-dance-mäßig zu, der Refrain grenzt etwas an Kitsch und ist sehr einfach gestrickt (geht dadurch aber auch gut ins Ohr). Rolf Pilve ist bei dem Stück besonders konzentriert dabei, aber alles in allem kommt der Song nicht an die großen Stücke des Albums ran und ist zu Recht nur Bonus-Track. 4/5 Punkte.

Hunter: Der aus meiner Sicht „dreckigste“ Song von der Gitarrenarbeit her. Irgendwie etwas sperrig (vielleicht darum Bonus-Track?), auch wenn es zu begrüßen ist, wenn von klassischen Linien abgewichen wird. Zwischendurch ein paar Orffsche Chöre. 4/5 Punkte.

If the Story Is Over: Kotipeltos Stimme kommt hier vermutlich mit am besten zur Geltung und er beweist, dass er zu den Besten in seinem Genre gehört. Der Song selbst ist halt eine klassische Metal-Ballade. Gegen solche ist an sich nichts einzuwenden, derzeit sind sie weniger mein Fall (von einigen Über-Balladen abgesehen). Aber der Song ist handwerklich gut gemacht und bekommt daher 4,5/5 Punkte.

Nemesis: Sehr komplex und treibend mit sehr hymnenhaften Refrain. Schöne zweistimmige Solopassage im C-Teil. 5/5 Punkte.

Alles in allem gebe ich zu, dass mich die Samples teils befremden und auch nach dem vierten Hören noch nicht alle Songs zu 100% zünden. Das war bei anderen Alben der Band anders. Zudem haben Helloween ganz gut vorgelegt, so dass ich 2013 recht anspruchsvoll beim Bewerten bin – und damit hier und da auf hohem Niveau jammere. So oder so hat das Jahr 2013 aber vielversprechend begonnen und andere Bands werden sich anstrengen müssen, Helloweens Straight Out of Hell und Startovarius‘ Nemesis noch zu überbieten. Dennoch hoffe ich, dass es live mal mehr neue Songs als auf den letzten Touren gibt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Februar 2013
Wow, ich bin wirklich geplättet^^ Nach dem Hören der neuen Stratovarius CD fühlt man sich um Jahre zurück ins goldene Jahrzehnt des europäischen Power Metal versetzt. Damals, als ab Mitte der Neunziger, die Bands aus dem Boden schossen und Kapellen wie Rhapsody, Hammerfall, Stratovarius, Gamma Ray und Blind Guardian ihre besten Alben veröffentlichten. Bevor viele der eben genannten Bands krampfhaft weg wollten, von dem Sound der am Besten zu ihnen passt: Schnelle melodiöse Songs mit hymnenhaften Refrains und hohem Wiedererkennungswert ohne eintönig und langweilig zu klingen. Und an stelle dessen zwanghaft versuchten, erwachsener zu klingen und erdiger bzw. mehr Hardrock Elemente mit in ihre Musik zu integrieren. Ist Nemesis nun eine schlechte Kopie dieser alten Meisterstücke? Nein, Nemesis besinnt sich zwar der alten Qualitäten, klingt aber dennoch erwachsener und vielfältiger als bis Dato jede andere Stratovarius Veröffentlichung. Und dies ganz ohne unauthentisch zu klingen. Dies ist Stratovarius, wie wir sie kennen und lieben gelernt haben. Kann mir auch gut vorstellen, dass ein gewisser recht übergewichtiger Schreiberling eines recht einseitig bekannten deutschen Metal Magazins die neue Scheibe nicht gut finden wird, weil sie ihm zu fröhlich, zu melodiös, zu ich zitiere aus einer seiner Rezensionen zu Hobbit lastig ist... Aber uns Fans kann das egal sein... Wir lieben unseren guten alten Power Metal. Und ich kann nur meinen Hut ziehen vor Bands wie Stratovarius, Avantasia oder auch Rhapsody, die weder Unterstützung aus dem Mainstream Radio und Musikfernsehen erhalten, und zusätzlich noch von oben erwähntem recht kräftigem Schmierfink und seinem sogenannten Musikmagazin gedizzt werden. Dennoch schaffen es diese Bands seit Jahren ganz oben zu bleiben und das verdanken sie uns, ihren Fans, die sich nichts vordiktieren lassen, was ihnen zu gefallen hat, sondern ihre eigene Meinung haben. Mit Nemesis im Gepäck werden alte wie neue Stratovarius Fans wieder mehr als begeistert sein und dieser Band, die seit dem Ausstieg von Herrn Tolkki vor einigen Jahren ihren zweiten Frühling erlebt, erneut viel Freude abgewinnen können. Auf die Songs im Einzelnen möchte ich jetzt gar nicht im Detail eingehen... Nur soviel sei gesagt... Nemesis atmet mit jeder Sekunde große Stratovarius Gänsehaut Momente. Vom schnellen Double Bass Opener Abandon, über das von Piano Klängen unterstützte vorab veröffentlichte Lied Unbreakable, bis hin an das Abba erinnernde Lied Fantasy, zum absoluten Gänsehaut Song If the Story is over ( die beste Stratovarius Ballade seit Jahren- auf Augenöhe mit Forever)und schließlich zum vielschichtigen Titeltrack Nemesis. Diese CD ist ein großer Anwärter auf die Top Ten der besten Metal CDs des noch jungen Jahres 2013. Nach den schon sehr guten Helloween und Circle II Circle Veröffentlichungen könnte dies das Power Metal Revival Jahr werden... es wäre zu schön.
88 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2013
haben Stratovarius hier abgeliefert. Da mit hätten wohl die meisten Fans (inkl. mir) nicht mehr gerechnet.
Die alten Herren haben ein paar richtig gute Songs am Start und das Album flutscht genüsslich durch die Gehörgänge
ohne langweilig zu werden. Genau so muss es sein.
Hervorzuheben wäre auch noch die sehr gute und vor allem druckvolle Produktion, die Drums sind hier wirklich mal
als solche zu hören, da hat man sich Mühe gegeben, da können sich andere gerne mal ne Scheibe von abschneiden.
Wie man sieht bin ich vollkommen zufrieden, gebe verdiente 5 Sterne und hoffe dass diese Ausnahmeband irgendwann nochmal
so ein Hammeralbum abliefern werden.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 16. Oktober 2013
Unglaublich, zu welch einer Band sich das "neue Stratovarius" aufgerafft hat. Nachdem in den Jahren 2004/2005 noch bandinterne Streitereien, Timo Tolkkis Einlieferung in eine mentale Klinik und tägliche Schlagzeilen in den Metal-Foren des Internets das eigentliche Todesurteil der Power Metal-Formation besiegelt haben, hat sich das finnisch-schwedisch-deutsche Quintett um den Meister-Gitarristen und -songwriter wieder zu einem "Reunion"-Album aufgerafft und den Fans nach einer eher kritisierten progressiv angehauchten "Elements"-Ära und einer Zeit voller Probleme und Streitereien ein nicht unbedingt weniger experimentelles und düsteres Album mit dem schlichten Namen "Stratovarius" vorgeworfen, welches die erlebten Traumata und niederschmetternden Erlebnisse der letzten Monate verarbeiten soll. Doch auch nach diesem Album schien immer noch nicht alles in Butter. 2008 kündigte Tolkki die endgültige Auflösung der Band an. Dennoch wollten die anderen Mitglieder ohne ihn unter dem alten Namen weitermachen. Langes Bangen war für viele Fans angesagt: Unter welchem Namen und wann werden die verblieben Musiker von Stratovarius ihr neues Album rausbringen, falls es je eins geben sollte. Doch Stratovarius wären nicht sie selbst, wenn sie sich nicht wieder aus dem tiefsten Morast nach oben kämpfen würden. Mit "Polaris" startete eine neue Ära der Band, die mit einem noch besseren "Elysium" fortgeführt wurde und nun mit "Nemesis" einen neuen Höhepunkt der Bandgeschichte nach "Visions" und "Infinite" darstellt. Auch der neue Schlagzeuger Rolf Pilve, welcher den nach 17 Jahren ausgestiegenen Jörg Michael ersetzt, bringt frischen Wind in die Segeln des einfach nicht kleinzukriegenden Schiffes.

Mit "Nemesis" gehen die Jungs um Timo Kotipelto wieder in eine etwas andere Richtung, als sie es noch mit "Elysium" taten. Manche Songs sind weniger keyboardlastig wie noch auf dem Vorgängeralbum, auf welchem sich Jens Johansson richtig austoben konnte, die Gitarren sind mit die mit Abstand heavigsten, die ich je bei Stratovarius gehört habe und allgemein haben die Songs einen viel düstereren Sound. Nemesis hat einfach einen viel zu eigenen und modernen Stil, um ihn mit irgendeiner anderen Scheibe der Band zu vergleichen. Die Musik klingt viel moderner und aktueller, was ich der Band auf keinen Fall übel nehme. Viele Anhänger des "alten" Stratovarius aus meinem Bekanntenkreis mögen Nemesis bis auf ein paar Songs nicht, weil es ihnen viel zu modern klingt...was ich ihnen überhaupt nicht abstreiten kann. Bei "Halcyon Days" merkt man besonders an dem eingebauten "Dubstep-Part" (anders kann ich es nicht beschreiben), dass die Band sich in neues Gewässer vorwagt. Ob es einem nun gefällt oder nicht, das sei mal außen vorgestellt.
Auch gesanglich gesehen bleiben Stratovarius ganz weit mit vorne. Timo Kotipelto zeigt uns, dass er es nach knapp 20 Jahren bei seiner Band immer noch drauf hat, auch wenn man merkt, dass er die ganz hohen Töne nicht mehr perfekt singen kann (was viele sicherlich auch schon live gemerkt haben). Ich denke, dass das permanente Hoch singen auf den Vorgängeralben seine Stimme ziemlich abgestumpft hat (man höre sich nur mal "Find Your Own Voice", "Papilon" von der ersten "Elements"-Scheibe oder "Father Time" auf "Episode" an). Gesanglich erinnert es mich ziemlich an das Reunion-Album. Aber dennoch bleibt er für mich einer der besten Sänger im (Power) Metal-Bereich, da er nicht nur hoch, sondern auch gleichzeitig kraftvoll singen kann. Mit "If The Story Is Over" liefert er meiner Meinung nach die beste Gesangsleistung seiner bisherigen Karriere ab...ein lyrisches sowie musikalisches und gesangliches Meisterwerk.

Nun ein paar Worte zu den Songs:

Mit "Abandon" haben die Jungs einen Headband-Opener der Extraklasse kreiert. Der Rythmus geht sofort in die Halsmuskulatur über und sorgt für exzessives Headbangen, bis man die Wirbeln knacken hört. Klasse Song!
"Unbreakable" kennen manche schon von der vorab veröffentlichen EP. Ein toller Song, welcher den druckvollen Stil von "Abandon" fortführt.
Auch die anderen Songs: "Stand My Ground", ein schon fast Thrash Metal-mäßiger Song, "Halcyon Days", mit ausgefeilten Elektro-Geräuschen, das leicht poppig angehauchte "Fantasy", das im Takt von Marschmusik gespielte "Out Of The Fog", welches das Leiden der Soldaten im Krieg beschreiben soll, das fantasievolle "Dragons", welches auf ein mystisches "Castles In The Air" folgt, wird von dem noch düstereren Song "One Must Fall" abgelöst, nur damit sich das Album nach DER Traum-Ballade "If The Story Is Over" (m.M.n. die beste Strato-Ballade seit "Forever" auf dem "Episode"-Album) im bombastischen Titeltrack "Nemesis" zu einem Musikfeuerwerk der Extra-Klasse steigert und den Höhrer in einem O(h)rgasmus (Wortspiel *hö hö hö hö*) untergehen lässt...sie alle wirken einfach nur grandios und bombastisch. Ausfälle oder Lückenfüller sucht man vergebens.

Mit "Nemesis" zeigen Stratovarius, dass es eine Band auch nach mittlerweile knapp 30 Jahren, zahlreichen Mitliedern, die gekommen und gegangen sind, vielen Stilrichtungswechslungen, einer der mit Abstand schlimmsten Bandkrisen im bekannten Metal und 14 Studioalben immer noch drauf haben können.
Eine Band, die sich aus der Asche der 2000er Jahre zu einem neuen Phönix erhoben haben und mit Nemesis ihr vielleicht bestes Stück seit "Visions" abliefern. Ich bin gespannt, wie die Jungs dieses Album toppen werden bzw. ob sie es überhaupt toppen werden ;).

5/5 Sternen, weil mehr leider nicht geht \m/
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
Neubesetzungen am laufenden Band, starke Alben und unermüdliches Touren rissen die sympathischen Finnen von STRATOVARIUS aus der Krise. Timo Tolkki widmet sich eh mittlerweile anderen Projekten – das Thema ist also aus der Welt und die Stratos können in die Zukunft sehen. Traurig nur der unerwartete Ausstieg von Jörg Michael. Wie man aber auf der „Unbreakable“ Single zu Gehör bekam, steht Rolv Pilve ganz gut in den großen Fußstapfen.

Man merkt aber schnell, dass Rolf sich nicht so strikt an dem klassischen Drum-Stil seines Vorgängers hält und seine eigene Note in den Sound von STRATOVARIUS bringt. Das dritte Album seit dem Neustart mit Mattias Kupiainen hört auf den Namen „Nemesis“ und tönt von Anfang bis Ende typisch nach der Band. Das liebt man an der Band auch so, dass man immer authentisch und sich treu bleibt. Natürlich tragen gerade die einzigartige Stimme von Frontmann Timo Kotipelto und das unvergleichliche Keyboardspiel von Meister Johnasson dazu bei. Der Grundtenor von „Nemesis“ ist im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern eine Spur düsterer, wie man schon anhand des Artworks vermuten konnte, jedoch können die Finnen nicht aus ihrer Haut und schrieben auch dieses Mal den einen oder anderen positiven Hit.

„Abandon“ ist am Anfang des Albums noch etwas unspektakulär. Eine MidTempo Nummer mit schnelleren Passagen und gemäßigter Doublebass, die natürlich vor Melodien nur so strotzt. Kotipelto bleibt in tieferen Regionen und wählte einen hymnischen Chorus. Das mit hektischer Rhythmik ausgestattete „Stand My Ground“ sorgt da schon für mehr Aufsehen, denn als typisch kann man diesen Titel auf keinen Fall bezeichnen. Nach einigen Durchläufen möchte man diesen dynamischen Song nicht mehr missen. Düster und bedrohlich bricht im Anschluss das apokalyptische „Halcyon Days“ über einen herein, bis man im Chorus in Richtung UpTempo schwenkt und eine eingängige und ebenso geniale Gesangslinie abliefert. Epische Keyboards und mehrstimmigen Gesang gibt es natürlich auch.

Meist typisch, aber abwechslungsreich führen STRATOVARIUS gekonnt durch dieses Album, bauen aber ganz subtil hier und da ein paar Neuerungen und Überraschungen ein. „Castles In The Air“ bietet beispielsweise abseits von fetten Keyboardteppichen ein grandioses Piano-Intro, begleitet von getragenem Gesang. Der Song steigert sich noch weiter und gipfelt in einem stampfenden, hypnotisierenden Refrain. Weitere Highlights sind das lockere „Dragons“, welches sich als Single anbieten würde und die emotionale Ballade „If The Story Is Over“, bei der Timo sich voll ins Zeug legt.

„Nemesis“ steht seinen Vorgängern in nichts nach, bietet einige Hits, starken Power Metal mit Prog-Anteilen und alles was man von STRATOVARIUS erwartet, jedoch fehlt mir hier etwas der Aha-Effekt und die ganz großen Momente längst vergangener Tage
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 7. März 2013
Stratovarius gehören zur Spitze des Power Metal, auch ohne den ehemaligen Gitarristen Timo Tolkki konnten sie mit "Polaris" und "Elysium" schon zwei gute, aber für meinen Geschmack nicht überragende Alben abliefern. Mit "Nemesis" gelingt es der Band meiner Meinung nach sich endlich von den Schatten der Vergangenheit zu befreien. Auf dem neuen Album wirkt die Band frischer und freier als zuvor, man hat das Gefühl, sie sind endlich da angekommen wo sie hinwollen und haben ihren neuen Stil gefunden. Dazu gehören z.B. die vermehrt eingesetzten elektronischen Elemente wie bei den Ohrwürmern "Unbreakable" oder "Halcyon Days". Dazu gesellen sich Power Metal Hymnen wie "Fantasy" oder "Fireborn". Ein ganz besonderes Highlight ist in diesem Zusammenhang auch "Castles In The Air". Auch schnellere und treibende Songs wie der Opener "Abandon" oder "Out Of The Fog" finden sich auf dem Album und wissen von Beginn an sofort zu überzeugen. "If The Story Is Over" ist eine der besten Balladen der Band und der Abschlusstrack "Nemesis" eine gelungene Mischung aus allen Elementen des Albums. Daneben gibt es leider auch ein paar schwächere Tracks. "Stand My Ground" ist nicht schlecht aber im Vergleich zu den Höhepunkten des Albums ziemlich durchschnittlich. Besonders in der zweiten Hälfte des Albums sind einige Schwachpunkte auszumachen. "One Must Fall" ist ebenflls gut aber fällt auch leicht im Vergleich zu anderen Songs ab. "Dragons" und "Hunter" sind für mich die schwächsten Songs des Albums und können mich einfach nicht mitreißen - besonders die Refrains der beiden Songs sind im Vergleich zu anderen Songtiteln ziemlich schwach.

Insgesamt ein starkes Album, an dem neue und alte Fans der Band Ihre Freude haben werden. Stratovarius bieten modernen, druckvoll produzierten und eingängigen Power Metal mit enormen Ohrwurmqualitäten, aber leider auch einigen kleinen Schwächen, die das Hörvergnügen aber nur minimal trüben. Die Band geht, unbeachtet der schwierigen Vergangenheit, ihren Weg weiter und ist noch lange nicht am Ziel angekommen, man darf schon auf das nächste Album gespannt sein.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 24. März 2013
Alben von Stratovarius konnte ich eigentlich immer blind kaufen, da das bekannte Erfolgsrezept ohnehin nur minimal verändert wurde und der Fan genau den melodischen Power Metal bekam, den er erwartete. Das hat sich im wesentlichen auch bei dem neuen Werk nicht verändert und doch ist diesmal ein klein wenig mehr anders wie sonst. Die Gitarren stehen stärker im Vordergrund, die Melodien sind nicht mehr so offenkundig und eingängig wie zuletzt und allzu hoch singt Kotipelto auch nicht mehr. Nach dem ersten Hördurchlauf war zumindest ich ein klein wenig enttäuscht. Die Vorab Single war noch am ehesten hängen geblieben, der Rest war bis auf Fantasy fast schon wieder weg.
Es folgten weitere Durchläufe und irgendwann machte es Klick. Wesentlich später als bei allen anderen Strato Alben, aber dafür um so nachhaltiger. Letztlich ist auch hier jeder (!) Song ein Hit und man bekommt genau das was man erwartet hat. Es ist eben nur nicht mehr so offensichtlich eingängig wie zu früheren Zeiten.

Einige Durchläufe sollte man der Platte also durchaus gönnen. In meinen Augen ist es die bislang beste Power Metal Platte welche dieses Jahr erschienen ist.

Spielzeit: 57:40

Auch hier ist wieder der Blick zu anderen Ausgaben und der Erstklassigen Bonussongs unverzichtbar: "Fireborn" und "Hunter" gibt es auf der Special Edition. "Kill it with Fire" der Japan Bonustrack und "Old Man and the Sea" ist eine Akkustik Ballade die sich nur auf der Vinyl Version findet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
am 15. Mai 2014
Ich bin ja seit 1997 Starto Fan, habe die Band selber 3x live gesehen und auch alle Alben im Schrank. Also musste über kurz oder lang auch das Neue Werk her und ich bin begeistert. Seit dem Kauf läuft es fast jeden Tag bei mir. Highlights gibt es wirklich sehr viele, ob nun der coole Opener "Abondon" oder die Single Auskopplung "Unbreakable" alles mega cool. Mein Lieblingssong ist aber "Fantasy" endlich hat der Kulthit "Paradise" vom Visions Album ein gleichwertigen kleinen Bruder LOL !

Hammer ich bin immer noch total begeistert, fand ich ja schon den Vorgänger Elysium sehr gut ist jetzt nochmal eine Schippe drauf gesetzt worden. Besonders gut finde ich auch den Song "Halycon Days" mit seinen "dance Parts" und "Electro Beats" sehr mutig und ruhig mal als weitere Single auskoppeln Leute.

Ich kann nur sagen so in der Form haben Stratovarius immer noch eine Existenz Berechtigung in der Szenne und ich würde sie gerne mal wieder live sehen. Schade da mein Lieblings Drummer Jörg Michael nicht mehr in der Band ist, aber egal, sein Nachfolger macht die Sache aber sehr gut.

Und Jens & Timo sind mal wieder spitze ! Mein Fazit wer hier nicht 5 Sterne gibt der ist kein Metalfan, ich bin begeistert !!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Elysium (Deluxe Edition)
Elysium (Deluxe Edition) von Stratovarius (Audio CD - 2011)

Polaris/Elysium/Nemesis - Collector's Package (3CD)
Polaris/Elysium/Nemesi
s
von Stratovarius (Audio CD - 2015)