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am 6. Oktober 2015
Die erfrischend wirkende Konstellation aus skandinavischem Film (Humor und Charakterzeichnung) unter Susanne Bier (Für immer und ewig, In einer besseren Welt) und Pierce Brosnan (hatte ich jahrelang gar nicht auf dem Zettel) hat mich auf diesen Film aufmerksam gemacht.
Tatsächlich gibt es viele schöne Momente; allein das Lachen von Trine Dyrholm ist ansteckend, aber auch manch gutgeschriebene Unterhaltung der Protagonisten waren dabei (ich will jetzt nicht spoilern) und ein überraschend guter Brosnan, die mich wieder etwas versöhnlicher mit dem Film gemacht haben.
Denn ginge man rein nach dem Plot (krebskranke Frau wird von Mann verarscht, "flüchtet" zur Hochzeit ihrer Tochter nach Italien und lernt da Ihre neue Liebe in Form vom Vater des Bräutigam kennen) und der Gesamtheit der Dialoge, die teilweise - wie gesagt - echt schön und dann wieder grottenschlecht sind, hätte der Film von mir nicht mal zwei Sterne gekriegt. Auch was die Charakterzeichnung angeht. Oder ist es vielleicht doch ein Anzeichen dafür, dass einen der Film bewegt, wenn man mehreren Charakter den gesamten Film über eine reinhauen könnte (Benedikte, Leif, Thilde)? Einfach, weil ich mich tierisch fremdschäme, wie strotzedoof die sind. Das hat mich teilweise regelrecht aggressiv gemacht und sowas will ich bei so einem Film nicht haben. Mutet dann teilweise so an, als wüsste Bier selber nicht ob der Film jetzt ein Feel-Good-Movie (Bsp: Astrid und Patricks lachendes und tirilierendes Aufräumen der Gästeresidenz) oder ein klassisches Dogma-Drama sein soll (Bsp: Benediktes grauenhafte Ansprache an Ihre kotzende Tochter Alexandra). Das ist mir zu halbgar und zu schwammig. Für den Versuch 3 Sterne.
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TOP 500 REZENSENTam 29. November 2012
Die dänische Filmemacherin Susanne Bier schätze ich nicht erst, seit sie letztes Jahr für "In einer besseren Welt" mit dem Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film ausgezeichnet wurde, sondern bereits spätestens seit "Nach der Hochzeit" von 2006.
In "Love is all you need" geht es wiederum um eine (anstehende) Hochzeit, zu der die Familien des jungen Paares aus Dänemark nach Italien reisen.
Noch am heimatlichen Flughafen fährt die Brautmutter Ida, die kurz zuvor ihren Mann Leif mit seiner Geliebten in flagranti erwischt hat, dem ihr bis dahin unbekannten Vater des Bräutigams, Philip, ins Auto.
Den Regeln des Kinos gehorchend, werden die betrogene Ehefrau, die noch dazu kaum ihre Krebserkrankung überwunden hat, und der verwitwete Geschäftsmann einander nach dieser schwungvollen ersten Begegnung natürlich näherkommen, aber spätestens, wenn die hochgewachsene Braut ihren deutlich kleineren Zukünftigen über die Schwelle trägt statt umgekehrt, wird klar, daß wir es hier nicht mit Konfektionsware aus Hollywood zu tun haben.
Zwar schwelgt der Film in wunderschönen Bildern der immer wieder malerischen Amalfi-Küste und schwungvoller Musik, aber schon vor der Hochzeit brodelt es unter der vermeintlich so heiteren Oberfläche der bunt zusammengewürfelten Gesellschaft:
Leif bringt zum Entsetzen Idas und der gemeinsamen Kinder seine Geliebte, einen fleischgewordenen Blondinenwitz, mit, Ida befürchtet, der Krebs sei zurückgekommen, Philip wird heftigst von seiner Schwägerin angebaggert, deren Flirtversuche nur von ihrer pubertierenden Tochter unterbrochen werden, der Bräutigam zeigt sich seiner Zukünftigen gegenüber spröde und diese schäkert stattdessen mit einem Einheimischen, der sein Augenmerk jedoch auf jemand ganz anderen gerichtet hat...

Mit (abgesehen von Pierce Brosnan) international eher wenig bekannten Schauspielern und kaum "Action" gelingt Susanne Bier, wobei Hollywood sich mit mehr und berühmteren Stars, einem deutlich höheren Budget und jeder Menge Aufwand regelmäßig schwer tut, nämlich mithilfe eines lebensklugen Drehbuches und eines wunderbaren Darstellerensembles eine sowohl in heiteren als auch in ernsten Momenten wahrhaftige und warmherzige Geschichte um lebendige, mit all ihren Schwächen zwar nicht immer perfekte, aber auf jeden Fall lebensechte Figuren auf die Leinwand zu bringen.
Daß Pierce Brosnan sich hier nicht als "Star" aufspielt, sondern auch seinen Kollegen jede Menge Raum zur Entfaltung lässt, ist erfreulich, aber von der umwerfend natürlichen Trine Dyrholm als Ida, die selbst nackt bis zur chemotherapiebedingten Glatze noch mehr Ausstrahlung hat als so manches aufgestylte junge Hollywood-Sternchen, wird er ohnehin locker an die Wand gespielt.
Daß "Love Is All You Need" teilweise etwas plakativ in malerischer Italienromantik schwelgt (die aber auch einige Male effektvoll auf die Schippe genommen wird), daß bei dieser Geschichte einiges (aber bei weitem nicht alles!) ein wenig vorhersehbar erscheint und daß zu allem natürlich Dean Martin "That's amore" schmettert - na wenn schon!
Hier passt das alles wunderbar zusammen und ergibt eine einfach rundum gelungene Komödie mit ernsten Untertönen für Herz und Hirn um gleich zwei leicht chaotische Familien, in deren Mitgliedern wohl fast jeder auch den einen oder anderen eigenen Angehörigen wiedererkennen dürfte.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Januar 2016
Die Freude von Ida, dass sie den Krebs besiegt hat, wird jäh zunichte gemacht, als sie ihren Mann mit seiner Buchhalterin inflagranti erwischt. Den Schmerz mindern soll die Reise zur Hochzeit ihrer Tochter nach Italien, doch schon am Flughafen gibts den wörtlich zu nehmenden Zusammenstoß mit Philipp, dem Vater des Bräutigams als Beginn einer Reihe von Dingen, die nicht ganz glatt laufen....
Irrungen und Wirrungen der Emotionen sind in Lovestories und romantischen Komödien ja völlig normal, doch Love is all you need ist dann doch mal wohltuend anders. Anders einfach, weil manche Dinge anders laufen, als gedacht, die Figuren durchaus lebensnaher sind, im Fall von Ida zb, die versucht die Lebensfreude wieder zu finden, aber auch beim Hochzeitspaar läuft nicht alles rund.
Love is all you need ruft hier und da durch die Drehortidylle und Pierce Brosnans Rolle Erinnerungen an Mamma Mia wach und das ist auch völlig okay, eben weil die Story dann doch völlig anders verläuft.
Wer keine vorhersehbaren romantischen Filme mit zuviel Zuckerguss mag, sollte Love is all you need ne Chance geben, eben weil er nicht alles durch ne zu rosarote Brille betrachtet, sondern sehr sympathisch rüber kommt.
Der Schwachpunkt, den der Film aber letztlich hat, wird man bei zwei Figuren finden. Idas Mann Leif und dessen Liebchen sind zwei extrem schwach im Drehbuch angelegte oder einfach schlecht gespielte Figuren.
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am 2. Januar 2016
Frauen mögen auf Pierce Brosnan stehen, mir hat es Trine Dyrholm angetan. Beide spielen ihre Rollen hervorragend. Die Dyrholm ist gewöhnungsbedürftig, aber beim zweiten Hinschauen gewinnt sie von Minute zu Minute. Ich habe selten so strahlend blaue und so ausdrucksstarke Augen gesehen. Wenn sie lacht, bin ich hin. Nachdem bereits Tausende von Romanzen gedreht wurden, ist es nicht leicht, noch eine frisch, lebendig und glaubhaft hinzubekommen. Besonders das Happy End ist so klischeebesetzt, dass es fast unmöglich erscheint, es noch interessant vor die Kamera zu bringen. Susanne Bier gelingt es. Wie Philip erst von seinem Sohn und dann von Ida mit den gleichen Worten fortgeschickt wird, ist in der Grausamkeit schon gut gemacht, und wie er es verkraftet, noch besser. Da zeigt sich männliche Reife. Dass Ida schließlich zu ihm reist, ist nur zu verständlich. Dazu passt der Mut, mit dem das "Brautpaar" vor versammelter Gästeschar die gemeinsame Hochzeit absagt. Es gibt wunderbare Landschaftsaufnahmen, doch leider ist die Musik von einigen Tanzszenen abgesehen eher abtörnend. Die Pizza d'Amore wird übermäßig strapaziert und das "italienische Feeling" ein wenig zu absichtlich und kitschig forciert. Jedoch: ein Film zum Wiedersehen.
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am 15. Juni 2015
Ich habe mir diesen Film ohne große Erwartungen zugelegt, nach dem Motto "romantischer Film halt" und bis auf Pierce Brosnan war mir auch kein weiterer Schauspieler bekannt.
Nach dem doch etwas holprigen Anfang - bei dem ich noch zweifelte, ob ich den Film wirklich weiter schauen sollte - wurde ich komplett positiv überrascht. Weit weg von dem typischen Hollywood-Kitsch wird hier eine wundervolle und leise Liebesgeschichte erzählt, die zudem sehr hintergründig und trotzdem humorvoll daher kommt (und bei der ich zum Schluß auch einige Tränchen verdrücken musste).

Von mir absolute Empfehlung, laßt Euch von dem etwas zähen Anfang nicht abschrecken!
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am 2. Mai 2015
Ich bin einfach nur begeistert von dem Film und den beiden Hauptdarstellern. Ich bin zufällig über diesen Film gestossen in der Prime. Gut ich gebe zu, das ich mir jeden Pierce Brosnan Film anschaue, da ich den Mann hammermäßig finde.
Aber diese Geschichte besticht durch die wunderbaren Landschaftseinstellungen und diese suptilen Dialoge.
Ich habe mit gelebt, mit gefiebert und gelitten und dem Ehemann am Liebsten eine in die Fresse gehauen.

Wunderschön fand ich auch die Gesten, gar nicht übertrieben und einfach nur so wunderbar angedeutet. Der Tanz, das rote Kleid oder die Schlussszene, bevor der Brief geöffnet wird. Wie er ihr über die kurzen Haare streift. Ich mag normalerweise auch keine Küsse zwischen Männer, aber selbst dieser Moment war so echt und ernsthaft und einfach glaubhaft.

Ich kann diesen Film einfach nur empfehlen. Er ist kein bißchen sentimental und klischeehaft. Er ist einfach, ruhig und auf seine Weise einfach klasse und sehr speziell.
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am 6. Januar 2015
schauspieler gut, drehbuch schwach, seichte unterhaltung, hab mir mehr erwartet, kein cliche wird ausgelassen, weniger parallele handlungsstränge dafür mit mehr characterentwicklung wäre besser gewesen
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am 13. April 2014
Die Geschichte ist uralt, zwei sehr unterschiedliche Menschen begegnen sich und stellen fest (wenn auch erst am Ende des Films), dass sie verblüffend gut zueinander passen ... Und gerade deshalb berührt sie uns irgendwie jedesmal, wenn wir sie neu lesen oder sehen. Im letzten Fall vorausgesetzt ein feinfühliger Regisseur findet eine passende Schauspieler-Crew. In diesem Film ist der Teil hervorragend gelungen. Weltstar Pierce Brosnan trifft auf eine Auswahl eher unbekannter Schauspieler. Und das funktioniert hervorragend, nicht nur die wunderbare Trine Dyrholm spielt auf Augenhöhe mit Brosnan. Der Rest sind schöne Bilder von Amalfi inklusive dem Blick auf den Vesuv (hier wird's leicht kitschig bisweilen) und eine abgedrehte Verwandtschaft. Also, der geeignete Film für einen verregneten netten Sonntag-Nachmittag.
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am 21. September 2013
was soll man dazu sagen. Es ist eine Thematik, die auch mal angesprochen werden sollte. Sie ist traurig und humorvoll zugleich. Beide Schauspieler sind echt grosse klasse. Allerdings ist es nicht ein "Abschalt-" Film. Er regt mehr zum Nachdenken an.
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am 20. Mai 2014
Ein sehr gelungener Film zum träumen, unterhalten und lieben. Leider kommt die bezaubernde Italienische Landschaft etwas zu wenig zur Geltung. Eine aufmunternde Geschichte die gute Laune verbreitet, mit ernstem Hintergrund.
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