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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner kann Depression nicht klingen, 22. März 2013
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Invisible Way (Audio CD)
Abgesehen von der Tatsache, dass Low über die Jahre einige Modifikationen in ihrem intimen, akustischen Sound gemacht haben, der sie in den 90ern bekannt machte, wird das Trio immer noch gerne als sich nicht verändernde schlafende Prinzessin wahrgenommen. Daher erwartet natürlich auch niemand von einer neuen Low Veröffentlichung einen radikalen Wechsel im Sound der Band, obwohl Alben wie „The great destroyer“ schon gezeigt haben, dass der Wille zum Experiment besteht. So ist auch das inzwischen 10. Album „The invisible way“ direkt als Low Oeuvre identifizierbar, mit dem Unterschied, dass diesmal Sängerin und Drummer Mimi Parker mehr lead vocals übernommen hat als je zuvor. Parker und Gitarrist und Co-Sänger Alan Sparhawk harmonieren aber gesanglich immer noch engelsgleich, wie die Duette auf dem Album zeigen. Andererseits trägt die Entscheidung Parkers ja schon fast soulvolle Stimme mehr Raum zu geben auch Früchte, die Songs wirken direkter, emotionaler.

Textlich dreht es sich diesmal um Depression, Krankheit und auch transzendentale Themen, zusammengenommen mit dem Gesang haben wir es hier mit einem exquisiten Stück Elend zu tun. SO BLUE ist ein schöner Beleg, getragen von Piano Kaskaden, die einem vorkommen können wie ein Aufzug zum Himmel, handelt der Song von purer Verzweiflung. Ein schöner Kontrast zwischen Musik und Texten. Ebenso gut gelungen ist PAPER CUP, ein fast schon hypnotischer Klagegesang auf die Unerträglichkeit des Lebens. Noch düsterer wird es in AMETHYST, einem sehr berührenden Grabgesang. Aber auch aufbrausende Wut ist vorhanden, wie ON MY OWN zeigt, in dem die Akkorde geradezu zu explodieren scheinen. Das Herz des Album ist aber JUST MAKE IT STOP, ein wunderschöner, lebensbejahender Song.

Insgesamt ist „The invisible way“ sehr warm und organisch geworden, melodiös und zerbrechlich. Auch noch nach 20 Jahren gelingt es Low etwas Besonderes zu schaffen, sie müssen sich nicht verändern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entkernt, 22. März 2013
Von 
Mapambulo "Mapambulo" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Invisible Way (Audio CD)
Sie hören ihn nicht gern, diesen Begriff, doch auch wenn er über’s ganze Werk der drei natürlich zu kurz greift, für das aktuelle Album scheint er besser denn je zu passen: Slowcore. Keine ihrer bisherigen neun Platten ist so „slow“, so behutsam und zurückgenommen wie „The Invisible Way“, selten agierten Alan Sparhawk, Mimi Parker und Steve Garrington in den letzten Jahren über eine komplette Spiellänge so vorsichtig. Low haben das Album ja bekanntlich mit großer Begeisterung in die Hände keines Geringeren als Wilco-Boss Jeff Tweedy gegeben und der hatte ganz offensichtlich strikte Verschlankung im Sinn, als er den Sound auf den Kern hin – hier also dann „core“ – reduzierte: Gitarre, Bass, Drums, Gesang, aus – keine Spielereien, keine Schnörkel. Rückbesinnung auf die leiseren Töne von Platten wie „Trust“ oder „Things We Lost In The Fire“, Stücke wie die „Breaker“ oder „Monkey“ aus der jüngeren Vergangenheit finden kaum statt.

Dass Mimi Parker sich deutlich öfter vor dem Mikrophon tummelt, ist eine weitere Veränderung und sicherlich keine schlechte, mal belebt sie die Szenerie („So Blue“), dann wieder überhöht sie „Holy Ghost“ zu einer Art feierlichem Spiritual („Some holy ghost keeps me hanging on, I feel the hands but I don’t see anyone...“). Auch „Just Make It Stop“, eines der eingängigsten Stücke des Albums, gefällt mit gedoppelten Tonspuren, bevor sie ganz zum Schluss wieder in Andacht auf die Knie sinkt: „And the love we all need, once we landed from its speed, we adore it and abused it till it brought us to our knees, to our knees, to our knees!” Das klingt schon alles sehr bedeutsam und mit großem Ernst vorgetragen, dennoch haben Low mit der Zeit ihren feinen Humor nicht ganz verloren.

“And now they make you piss into a plastic cup, and give it up the cup will probably be here long after we're gone, what's wrong, they'll probably dig it up a thousand years from now and how they'll probably wonder what the hell we used it for and more … maybe you should go out and write your own damn song and move on” – allein diese Textpassage, sie stammt aus der ersten Single “Plastic Cup”, lohnt das genaue Hinhören, hier wird Sarkasmus in großen Portionen gereicht. Ein einziges Mal lassen Low die Pferde von der Leine, bei “On My Own”, hier darf die Elektrische mal kurz dazwischenfunken, während im Hintergrund der Chor ein zünftiges “Happy Birthday!” schmettert – das sticht heraus und bleibt die Ausnahme. Unterm Strich eine gelungene Produktion, die sich nahtlos in das doch recht breitgefasste Spektrum von Low einordnen läßt, beim nächsten Mal darf’s dann aber bitteschön wieder etwas energischer zur Sache gehen. mapambulo:blog
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Very sparse & atmospheric, 19. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: The Invisible Way [Vinyl LP] (Audio CD)
Probably the quietest Low LP of all, it's mostly acoustic guitar, piano & drums, with Mimi Parker & Alan Sparhawk alternating lead vocals. "Paper Cup" is the catchiest, but the other tunes are growers. A good album for Sunday mornings.
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5.0 von 5 Sternen ......., 23. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Invisible Way (Audio CD)
low ist so eine band die keine schlechten oder nicht so gute alben schreibt...dies ist auch bei tiw nicht anders..ist man einmal von dieser band infiziert, kommt man nicht mehr weg..und das ist gut so..
wie auf den vorgängern geht es eher langsam dahin..ich mag den begriff slowcore..als anhaltspunkte seien die göttlichen codeine (alles kaufen!!!), savoy grand oder white birch genannt, aber low sind eher trendsetter denn welche die sich auf irgendein zug werfen..und daher haben sie es auch gar nicht nötig sich gross zu ändern, sie geben die richtung und auch die höhe vor an denen sich die anderen orientieren müssen..
und ja, sie lassen die pop-richtung (man getraut es sich gar nicht zu schreiben im zusammenhang mit low) von c`mon hinter sich, und gehen mehr in richtung trust oder things we lost in the fire..
wer psychisch instabil ist oder einfach nur traurig ist, ist hier sehr gut aufgehoben, gesünder und auch passender als ein antidepressiva..
wie immer grandios.....
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Große Pause, 14. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Invisible Way (Audio CD)
Low ist eine der wenigen Bands, von denen ich - wie selbstverständlich - jedes neue Album ungehört kaufe. Bei diesem hier war die Erwatungshaltung nach C'mon ziemlich hoch. Zu meiner Ernüchterung musste ich feststellen, dass sie nicht jedesmal ein so herrausragendes Album einspielen können wie das oben genannte. Aber vielleicht ist das auch gut so. Etwas neu ist, dass Mimi eine größere Rolle beim Gesang einnimmt. Insgesamt braucht das Album etwas länger, bis es "wirkt", aber nichtsdestotrotz ein sehr schönes Werk, für Low-Fans sowieso Pflicht. Ich habe den Verdacht, dass es sich hierbei um die Pause handelt, die sie brauchen, um das Album ihres Lebens aufzunehmen.
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The Invisible Way
The Invisible Way von Low (Audio CD - 2013)
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