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am 27. Juli 2008
Handlung:
Bathsheba Everdene ist für geraume Zeit zu Besuch bei ihrer Tante. Während dieser Zeit fällt sie Farmer Gabriel Oak ins Auge, der sich augenblicklich in sie verliebt. Er bittet sie, seine Frau zu werden. Bathsheba lehnt jedoch ab. Ihre Begrüdung: sie sei zu unabhängig und liebe ihn nicht.
Daraufhin trennen sich ihre Wege.
Kurz darauf verliert Gabriel seine Farm und lebt als armer Schäfer. Bathsheba dagegen erbt die Farm ihres Onkels und beschließt, diese völlig allein zu leiten.
Schließlich arbeitet Gabriel auf Bathshebas Farm und der Traum sie zu heiraten rückt in weite Ferne.
Bathsheba lernt in der folgenden Zeit zwei weitere Männer kennen, die sich in sie verlieben: Der einsame Mr.Boldwood, der nahezu bessen von ihr ist und der junge, leidenschaftliche Soldat Frank Troy.
Zunächst scheint es, als würde Bathsheba der Werbung Boldwoods nachgeben. Dann scheint sie sich in Frank verliebt zu haben. Aber natürlich ist da auch noch Gabriel ...

Fazit:
Der Plot dieses Films klingt kitschig, der Film an sich ist es aber keineswegs.
Dieser Film zeigt auf einzigartige Weise das Leben vor und während der Industriellen Revolution.
Bathsheba und Gabriel sind unheimlich interessante Persönlichkeiten und werden hervorragend von Paloma Baeza und Nathanial Parker verkörpert.
Der Film kann eine große Anzahl an großartigen Dialogen vorweisen.
Ich persönlich habe diesen Film sehr genossen und mit dem Schicksal der Protagonisten mitgelitten.
Einziges Manko: Die DVD ist recht lieblos aufgebaut. Keine Extras. Schade.

Im Großen und Ganzen ein großartiger Film. Mir ist es unverständlich, warum er in Deutschland so unbekannt ist.
Sehr empfehlenswert.
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am 23. April 2008
Bathsheba Everdene ist sicherlich nicht die heroischte aller Heldinnen, nein, im Gegenteil sind ihre Verhaltensweisen oft nicht nachvollziehbar, sondern eher naiv, niemals jedoch weise. Aber das ist wohl das Charakteristische an Thomas Hardy's Protagonisten, von Umwelteinflüssen und Erbanlagen so fremdbestimmt zu sein, dass eine Kontrolle des eigenen Handelns kaum noch möglich erscheint. So verrennt sich die junge Heldin in unmögliche Situationen und verletzt dabei nicht nur eigene, sondern auch auf breiter Basis die Gefühle anderer Menschen. Ganz anders da der männliche Protagonist. Gabriel Oak ist ein Mensch, den jeder mögen muss: Aufrecht, ehrlich und bis zur Selbstaufgabe loyal. Ob beide am Ende zusammenkommen oder an ihren Sehnsüchten und falschen Entscheidungen scheitern, soll hier nicht verraten werden.
Wer Spaß an liebevollen und detailgetreuen Literaturverfilmungen hat, der sollte hier nicht zögern. Er wird mit mehr als 3 Stunden bestem Drama belohnt. Und Nathaniel Parker spielt den unglücklich verliebten Schäfer Oak so glaubwürdig, dass es einen tief berührt. Und nie verliert seine Darstellung die Würde und Loyalität des Protagonisten.
SEhr empfehlenswert. Und falls man an manchen, wenigen Stellen das local English nicht verstehen kann, so sind Subtitles zuschaltbar.
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am 9. Juli 2001
"Far from the madding crowd" wurde noch nicht oft verfilmt, dafür aber jedes Mal auf überragende Weise. So auch in der modernsten, der 1998er Version, in der der großartige Nathanial Parker und der noch viel bessere Nigel Terry mitwirken. Sie spielen ihren Part so überzeugend, dass man glaubt, es sei direkt aus dem Leben gegriffen und nicht nach der Fantasie eines bäuerlichen Schriftstellers verfilmt. Insgesamt ist der Film wie auch das Buch ein absoluter Schmaus!
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TOP 1000 REZENSENTam 11. März 2013
Denke ich an Thomas Hardy, denke ich an Tess. Und damit an mein nicht bekommenes, so sehnsüchtig erwartetes, Happy End. Ohne zuviel zu verraten, nach "Far from the madding crowd" konnte ich beruhigt schlafen....:-)
Unterhalten wurde ich 213 Minuten lang prima, ich empfand keinerlei Längen. Vielleicht liegt es auch an der tollen Besetzung, vor allem Nathaniel Parker finde ich richtig klasse. Ich habe das Buch nie gelesen, daher kann ich den Film nicht danach beurteilen, sondern nur nach seinem subjektiven Eindruck auf mich. Und um den 5 Stern zu kassieren und damit in meinem Film-Olymp aufzusteigen ( da befindet sich North & South, Sense & Sensebility, Pride and Prejudice....) fehlt mir am Ende ein wenig mehr "Ausschmückung". Man fiebert mit Farmer Oak so lange mit, das Ende erschien mir dann doch zu kurz und knapp. Meinungen sind aber immer subjektiv, hier lohnt es sich, sich seine eigene zu bilden. Bei über 20 Euro zögere ich dann doch immer, denn einige Period-Dramas sind ganz schön daneben gewesen, meiner Meinung nach, aber hier ist das Geld definitiv gut angelegt. Bei mir bleibt er auf jeden Fall in meiner Sammlung, wenn auch nur in 2. Reihe.
Ganz viel Spaß beim Anschauen !!!!
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am 10. März 2009
Absolut sehenswert, wie Tess von 1977, eine gelungene Adaptation des Hardy Klassikers. Ein Sittengemälde des vorindustriellen Englands über das Suchen und Finden der Liebe, Vertrauen und Verrat, sowie persönliche Hoffnungen und Enttäuschungen. Sehr gute schauspielerische Leitung von Nathaniel Parker. Hardy ist oft schwere Kost, doch dieser Film trägt das Publikum in das 19 Jahrhundert und man verweilt dort gerne, um alle Verwicklungen nachzuvollziehen.
Tess Far From The Madding Crowd [UK IMPORT]
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am 1. November 2015
Eine Woche auf dem erntegüldenen Land – bei Regenwetter. Was könnte man also Sinnvolleres tun, als sich durch eine ganze Menge Thomas Hardys "Far from the Madding Crowd" und die dazu gehörigen mindestens vier Filmadaptionen zu wälzen? Also mir fällt da nichts ein. Und los gehts mit der von Granada (ITV-Studios) produzierten TV-Version von 1998 mit Paloma Baeza, Nathaniel Hawthorne, Jonathan Firth, Natasha Little und Nigel Terry in den Hauptrollen. Und nicht zuletzt und einzigst einer ganzen Menge krittelnd, belustigt, tratschend oder betroffen dreinblickender maddening crowd:

Einer der großen Vorzüge dieser Adaption ist, dass sie zumindest ansatzweise auslotet, was auch Hardy in seinem zackig aber dicht gewebten Plot und mit seiner ironischen Titelwahl beschäftigt: Wie wir unter den Augen auch nur weniger anderer stehen, uns dieser Blick verfolgt, beeinflußt, entnervt und unfrei machen kann. Und vice versa. Aber auch, welche derbvergnügliche Blüten das ganze treiben kann – wie die grantelnden alten Säcke, hauptsächlich einer Erblinie, mit denen Gabriel – da er als Kenner und Genießer n büschen Schmutz in seiner puren Form zu schätzen weiß – einen enormen, sauber im Winkel gedrehten und an den Nebenmann weitergreichten Gesellschaftsbecher Ale teilt. Um nur ein Beispiel zu nennen. Denn es finden sich bei genauem Hinsehen in den – dem TV-Budget- und Sendeplatz-Anspruch geschuldeten – vergleichsweise simplen Bildkompositionen sehr viele Blickbezüge der Personen zueinander, welche die aktiven Handlungen in direkter Folge provozieren bzw. hervordrängen. So bei Troys erstem Hochzeitsversuch in der publikumsgefüllten Kirche. Will sagen: Immer versaut der eine oder andere erblickte Zuschauer den von Hardy sorgsam evozierten natürlichen Fortgang einer Szene. Das ist ein Hauptmotiv dieser Verfilmung.
Nicht schlecht durchdacht für eine TV-Produktion die ich – vor der Lektüre des Buches – vornehmlich als Fall für die Vorspultaste im Hinterkopf behalten habe.

Zum Drehbuch: Das hält sich bei ca. 200 Minuten Spielzeit ganz wunderbar eng an die eh schon erstaunlich filmisch gedachte Romanvorlage. Geschaffen und geschafft wurde der Eindruck, nicht einer bloßen Illustration des Buches zuzuschauen, sondern begründet agierenden Menschen im Gefüge einer ländlichen Gemeinschaft mit allem, was an Verantwortung oder Verantwortungslosigkeit, Mißgeschick, Lust, Laune und Langeweile dazu gehören kann. Wunderbar? Naja. Sagen wir brav. So ziemlich alles drin und dran aber nicht viel gewagt, ausgelegt, durchinterpretiert und nachgeschärft.

Also gleich auf zu den Hauptfiguren: Wir begegnen Bathsheba (Paloma Baeza), wie es sein soll, auf dem Umzugswagen, auffallend, um nicht zu sagen subversiv rot gewandet und bewaffnet mit einem Blick in den Spiegel, zuwenig Kleingeld für die Maut und einem weiteren abschätzigen Blick für Yokel Oak (Nathaniel Hawthorne), der sich kurzerhand mit Filzschlappkapp und extra viel Pureness bekleidet über ihren Standpunkt hinwegsetzt und generös den Rest Wegezoll bezahlt. Call for a domestic dispute…

Andererseits: Was schert es die Eiche, wenn sich ein Vöglein an ihr reibt. Farmer Oak ist jedenfalls hin und weg, stöbert/stalkt der Schönen nach, was diese mit … ungewöhnlichen Anblicken auf einem Pferd belohnt. Eine Szene die leider im Detail nicht völlig ausgereift bzw. etwas zu romantisiert präsentiert ist. Im Buch ist der Ausritt ganz gut begründet mit einer Erledigung im nächsten Dorfe und das kleine Dressurstück ist die elegante Art, dem Dickicht in einem schlecht gepflegten Hohlweg auszuweichen. Hier kreist Bathsheba aber barfuß und mit heruntergelassenem Haar auf einem schneeweißen Sonntagspony ziellos über den Waldboden. Da muss man ja faßt schon Koketterie vermuten – was Hardys Bathsheba gegenüber unfair wäre. Seis drum. Dem hier noch mit creepy Unterton präsentierten Oak genügts, um sich in bester Sonntagstracht mit alberner Weste und fies pommadierten Haaren auf Brautwerbung/in sein Unheil zu begeben. Will sagen: So hätt ichs spätestens bei der Erwähnung von 1-2 oder mehr Babies aber auch mit der Angst zu tun gekriegt.

Will sagen: Auch die Darsteller sind ordentlich gewählt, dem Buch gemäß zurecht gemacht und spielen patent die sympathischen und unsympathischen Einzelheiten ihrer Charaktäre aus. Allein: Der Funke will nicht gänzlich überspringen. So geht Hawthornes Oak eine gehörige Menge der natürlichen (aber heiwei attraktiven) Demut ab, die den Charakter im Buche plausibel zum Leben erweckt. Auch sind nuanciertere Regungen bei Baeza sowie Hawthorne nicht vorhanden, nicht vorteilhaft durch den gestrengen Blick des Regisseurs hervorgekitzelt.

Bisschen verschenkt, das romantische Potential. Immerhin ist dem Paar ein Happy-End vergönnt, dass ihnen aber nur gerade so Zeit läßt, noch fix Hemd und Hose überzuwerfen, wenn die madding crowd ein letztes Mal zum Aufgebot an die heimische Türe klopft.

Fran (Fanny Robin) und Frank. Auch die beiden sind kein Ausrutscher in der Besetzung, zumal auch ihnen die gebührende Szenenzahl zugestanden, die Storyline nicht geschmälert wird. Natasha Little strahlt in ihren Auftritten, vor allem wenn Firths Strahlen sie erhellt. Warum sieht man die Frau eigentlich nicht häufiger auf den Leinwänden und Bildschirmen? Jedenfalls ist klar, warum jemand wie Troy mit freigeistigen Ambitionen und wenn auch nicht ganz blütenreiner adliger Herkunft so an ihr als “blonder Dienstmagd” hängt.

Firth selbst erreicht, soviel sei schonmal verraten, nicht ganz das Format von Terrence Stamp, oder das, was John Schlesinger letzterem zubilligte. Aber auch bei ihm und seiner windigweichen Lockenpracht bleibt der Charakter Troys durchaus sympathisch, vielseitig, soweit ihm möglich aufrichtig und damit tragisch. Tragisch auch, dass Landjunge Troy nicht mal weiß, wie rum er die Blumenzwiebeln in die Erde zu setzen hat. Kein Wunder, dass die von unerbittlich korrigierender höherer Macht wieder ausgeschwemmt wurden, damit er von vorne anfängt… Und: die Gebrüder Firth hab eindeutig zusammen an ihrem ausladendend männlichen Gang gefeilt.

Boldwood: Ebenfalls patent geschrieben und von Nigel Terry gespielt, wie der Gentlemanfarmer, diese Stütze der alten englischen Gesellschaft, zu bröckeln beginnt. Vielleicht ein wenig zu beängstigend, zu offensichtlich von der Rolle. Man fühlt sich nicht so sehr mit Bathsheba für seine Lage verantwortlich, als das man sie und sich überlebensinstinktiv schnellstens in Sicherheit und Boldwood in Behandlung bringen möchte. Ein Plus für die Aufnahme der eckigen, anstößigen “Did-he-kiss-You?”-Szene in diese Inszenierung.
Lobende Erwähnung: Der charismatische Sean Gilder als Joseph Poorgrass mit dem multiplyin’ eye.

Angesiedelt um 1860 handelt es sich dem meist kleineren Budget der Granada-Produktionen aus den 90er Jahren nach hauptsächlich um Leihkostüme. Was nicht schlecht sein muss. Zumal es sich hier ja eher um einfache Landarbeiter dreht. Nichts ist over the top. Man sieht zumindest an Nebenfiguren die für die Arbeitskleidung typischen Smocks und Bonnets. Für die Hauptcharaktäre hat man sich an auch für das moderne Auge attraktivere, malerisch geformte und drapierte Arbeitssachen gehalten. Unangenehm fallen da eher die feineren Kreationen, die sich vor allem Bathsheba im Verlaufe ihrer Farmerkarriere zulegt, und die schon eher im Verdacht stehen, extra für den Film angefertigt worden zu sein, unangenehm durch Stoffwahl, Farbigkeit oder allgemeine Unförmigkeit auf. Immerhin erinnert sie darin häufig an die Karrikatur einer Dickens-Matrone, nicht an die knallrote Landschönheit, die allen Herren, denen sie begegnet, den Kopf verdreht.

Die Ausstattung entspricht dem gewohnt hohen Qualitätsstandart und die nicht zu pittoreske Landschaft wandelt sich zurückhaltend im Verlauf der Wetterlagen und Jahreszeiten, verkommt aber nicht zum reinen Selbstzweck.

Musik: Ein nettes Flötenthema zu Beginn. Auch Gabriel spielt, wie vorgeschrieben, Flöte. Aber nie so, dass man dazu tanzen wollte. Dann als Soundtrack meistens angenehm zurückhaltend, mitunter etwas enervierend und generisch. Weiteres kann ich schon nicht mehr erinnern. Dialekt-Puristen kommen aber – soweit ich das einschätzen kann – auf ihre Kosten.

Period Drama Check Liste:

Carriages: Plenty.

Corsets: Kein einziges meilenweit. Weiß nicht, ob man sich dadurch als ganz besonders ernsthaft auszeichnen wollte. Tatsächlich kann ich dazu nur sagen: So ganz ohne Vorspultaste hab ichs auch dieses Mal nicht geschafft. Trotz Werknähe und patenten Machern bleibts eine Pflichtlektion in der selbstauferlegten Wessex-Week.

Oh. Und noch ein Goody für die Hardy-Nerds: Ein mögliches Cameo von Steinmetz Jude Fawley Der zur Komplettierung der Inschrift auf dem auffälligen Grabstein gerufen wird.
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"Am grünen Rand der Welt: (Far from the Madding Crowd)" ist eine der leichteren Geschichten des englischen Dramatikers Thomas Hardy (19. Jahrhundert) und huldigt mit Wonne dem einfachen Landleben mit all den grünen Wiesen, den saftigen Feldern und den wohlgenährten Schafen. Diese Stimmung fängt der Vierteiler des englischen Fernsehens mit sonnigen Bildern ein, wobei auch die schleichende Veränderung der landwirtschaftlichen Arbeit durch maschinelle Erntehelfer sanft angedeutet wird. Jedoch liegt der Fokus ganz klar auf den menschlichen Arbeitern, die ganz im Sinne des Schriftstellers, als bescheidene und aufrichtige Charaktere in Szene gesetzt werden. Für die nötige Dramatik sorgt die weibliche Hauptfigur, Bathseba, dargestellt von der temperamentvollen Paloma Baeza, die gleich die Herzen dreier Männer in den Händen hält: da ist einmal der tapfere Schäfer Gabriel Oak (Nathaniel Parker "Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten"), der Gutsbesitzer William Boldwood (Nigel Terry) und der schneidige Soldat Frank Troy (Jonathan Firth "George Eliots Middlemarch"). Wer wird am Ende das Herz der Erbin eines staatlichen Landsitzes glücklich machen?

Der sinnliche Charakter der jungen Bathseba Everdene wird schon recht bald von Gabriel bemerkt, der die junge Frau heimlich bei ihrem Ausritt durch den Wald beobachtet. Doch Bathseba, die bei einer Tante in der Nachbarschaft des Schäfers wohnt, fühlt sich zu etwas Höherem berufen, als die Hand des ehrgeizigen, aber wenig vermögenden Gabriel Oak zu ergreifen. Als Gabriel durch ein Unglück wenig später auch noch seine Schafherde verliert und damit seine guten Aussichten, ist Bathseba bereits aus seinem Leben verschwunden.
Als Gabriel auszieht, um woanders sein Glück zu finden, ahnt er nicht, dass sich die Wege von ihm und der jungen Frau schon sehr bald kreuzen werden. Während der Schäfer nun beinahe mittellos dasteht, ist Bathseba durch Erbschaft in den Besitz einer Farm gelangt. Das Gesinde, welches ihr anvertraut ist, wartet neugierig auf die Anweisungen der neuen Herrin. Tatsächlich gibt es schon sehr bald eine große Herausforderung, als es in einer Nacht brennt und die Lagerhäuser bedroht sind. Der unzuverlässige und schurkische Verwalter lässt das anvertraute Gut im Stich, doch durch das beherzte Eingreifen von Gabriel wird die Farm gerettet. Die Arbeiter des Gutes drängen ihre Herrin, den Helden bei sich einzustellen und so sind Gabriel und Bathseba wieder fast vereint.
Bathseba ist jedoch entschlossen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. An einem ruhigen Sonntag kommt ihr die unglückselige Idee, dem hartnäckigen Mr. Boltwood, dem Grundbesitzer in ihrer Nachbarschaft einen überschwänglichen Valentinsgruß zu übersenden. Gabriel ist empört, dass Bathseba mit den Gefühlen eines erwachsenen Mannes spielt und riskiert einen Bruch mit seiner neuen Arbeitgeberin.
Zwischenzeitlich reist die Gefahr für alle Frauenherzen schon bald heran. Der Soldat Frank Troy hat einen zweifelhaften Ruf und soll mit dem rätselhaften Verschwinden der süßen Magd Fanny mit dem blonden Haar in Verbindung stehen. Auch Bathseba kann sich dem verwegenen Zauber des schneidigen Soldaten nicht entziehen. Kann ihr auch diesmal der Schäfer helfen, oder ist dies eine Sache ihres eigenen Herzens?

Die Geschichte der klassischen Vorlage wird in einem gemächlichen Tempo erzählt. Die Schauspieler scheinen allesamt der Romanvorlage selbst entsprungen, vor allem optisch hat man sich hier sehr viel Mühe gegeben. Insgesamt ist die Darstellung aber erstaunlich zahm und wer bereits die Adaption mit der unvergleichlichen Julie Christie ("Die Herrin von Thornhill")kennt, wird den Pep eindeutig vermissen. Der sprunghafte und etwas unsichere Charakter der mutigen Bathseba wirkt in der Darstellung von Paloma Baeza fast etwas berechnend. Und obwohl Nathaniel Parker fast in allen Szenen ein Schäfchen in seinen starken Armen zu halten scheint, nimmt man ihm den kernigen Landburschen mit Herz und Verstand nicht ganz ab. Durchgehend überzeugend ist dagegen Jonathan Firth, der den vielschichtigen Charakter des Soldaten mit viel Feingefühl wiedergibt. Die Spannungskurve wird in der letzten Episode durch die dargestellten Ereignisse kräftig angekurbelt und das Ende ist sehr hübsch und dörflich idyllisch inszeniert.

Paloma Baeza wäre die Idealbesetzung für die weibliche Hauptrolle in einer Verfilmung von Anne Brontes Roman "Die Herrin von Wildfell Hall: Roman (insel taschenbuch)" gewesen. Schade, dass man darauf nicht gekommen ist.

Der Vierteiler wird auf zwei DVDs präsentiert. Diverse Trailer, eine entzückende Bildergalerie und die Biografien der Hauptdarsteller gehören zu den gebotenen Extras.
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am 27. Juli 2008
Handlung:
Bathsheba Everdene ist für geraume Zeit zu Besuch bei ihrer Tante. Während dieser Zeit fällt sie Farmer Gabriel Oak ins Auge, der sich augenblicklich in sie verliebt. Er bittet sie, seine Frau zu werden. Bathsheba lehnt jedoch ab. Ihre Begrüdung: sie sei zu unabhängig und liebe ihn nicht.
Daraufhin trennen sich ihre Wege.
Kurz darauf verliert Gabriel seine Farm und lebt als armer Schäfer. Bathsheba dagegen erbt die Farm ihres Onkels und beschließt, diese völlig allein zu leiten.
Schließlich arbeitet Gabriel auf Bathshebas Farm und der Traum sie zu heiraten rückt in weite Ferne.
Bathsheba lernt in der folgenden Zeit zwei weitere Männer kennen, die sich in sie verlieben: Der einsame Mr.Boldwood, der nahezu bessen von ihr ist und der junge, leidenschaftliche Soldat Frank Troy.
Zunächst scheint es, als würde Bathsheba der Werbung Boldwoods nachgeben. Dann scheint sie sich in Frank verliebt zu haben. Aber natürlich ist da auch noch Gabriel ...

Fazit:
Der Plot dieses Films klingt kitschig, der Film an sich ist es aber keineswegs.
Dieser Film zeigt auf einzigartige Weise das Leben vor und während der Industriellen Revolution.
Bathsheba und Gabriel sind unheimlich interessante Persönlichkeiten und werden hervorragend von Paloma Baeza und Nathanial Parker verkörpert.
Der Film kann eine große Anzahl an großartigen Dialogen vorweisen.
Ich persönlich habe diesen Film sehr genossen und mit dem Schicksal der Protagonisten mitgelitten.
Einziges Manko: Die DVD ist recht lieblos aufgebaut. Keine Extras. Schade.

Im Großen und Ganzen ein großartiger Film. Mir ist es unverständlich, warum er in Deutschland so unbekannt ist.
Sehr empfehlenswert.
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am 3. Juli 2009
Eine junge Frau lehnt den Heiratsantrag eines Schäfers ab, erbt eine Farm, stellt den in Not geratenen Schäfer auf ihrer Farm ein. Heiratet einen Tunichtgut und endet letztendlich in den Armen des immer bereiten wartenden Schäfers. Eine typische Geschichte von Hardy in seiner selbst ersonnenen Landschaft Wessex. Wunderbarer Film mir großartigen Schauspielern in allen auch den kleinsten Rollen. Das Buch "Am grünen Rand der Welt" ist ebenfalls ins Deutsche übersetzt und sehr spannend zu lesen. Der gleiche Stoff wurde mit Julie Christie als "Die Herrin von Thornhill" nochmals verfilmt.
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am 3. März 2014
Die Handlung
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Batsheba Everdene erbt nach einem Besuch bei ihrem Onkel dessen Bauernhof und beschließt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, kurzum: den Hof - wie sonst üblich - ohne männlichen Gutsverwalter zu leiten. Schäfer Gabriel Oaks, dessen Bekanntschaft sie schon gemacht hatte, wird von ihr eingestellt - auch wenn es zwischen beiden immer wieder eigentümliche Spannungen gibt, denn Gabriel, dem Batsheba zuvor das Leben gerettet hatte, hatte der freigeistigen Schönen schon mal einen spontanen, aber von Herzen kommenden Heiratsantrag gemacht, den die jedoch abgelehnt hatte.

Als frischgebackene Gutsbesitzerin hat Batsheba aber erstmal wichtigeres als Liebesangelegenheiten im Kopf, denn Stürme, Brände und Diebe bedrohen ihre erwirtschafteten Erzeugnisse. Dass sie außerdem von den meisten Großgrundbesitzern bei Auktionen und Verhandlungen nicht für voll genommen wird ist dabei natürlich nicht hilfreich.

Aber der restlichen Männerwelt bleiben Batshebas Reize nicht verborgen und so buhlt neben dem ältlichen und reichen Gentleman Boldwood, der eine benachbarte Farm besitzt, bald auch der junge Schürzenjäger und Offizier Troy um sie. Aber drei sind eben zwei zuviel. Wer am Ende das Batshebas Herz gewinnt und welche (Irr-)Wege diese auf ihrer Suche nach einem glücklichen Leben sonst noch einschlägt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Die Serie
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Das erste, das ins Auge fällt, oder vielmehr im Ohr bleibt, ist die zauberhaft schöne Filmmusik, die nicht nur bei den Opening Credits zu hören ist. Vor allem die Titelmusik macht fast schon süchtig. Die Instrumentalmusik zur Szenenuntermalung wird ergänzt durch einige innerhalb der Handlung interpretierte und gesungene traditionelle Musikstücke, welche die Farmer zum Besten geben und somit das englische Landleben wieder auferstehen lassen.

Auch der Plot kann sich sehen lassen: Was zunächst handlungstechnisch etwas behäbig beginnt, entwickelt sich ab ca. der Hälfte des Films zu einem spannenden Drama rund um Liebe, Hass und Eifersucht. Mehr als einmal sieht sich Batsheba mit den Konsequenzen ihrer Handlungen konfrontiert - teils weil diese überstürzt und unüberlegt waren, teils weil sie sich aus Pflicht- und Ehrgefühl nicht dazu durchringen kann, die Sache zum für sie Besseren zu wenden. Manche Plotlines sind vielleicht zwar etwas vorhersehbar, aber durchaus unterhaltend und mit viel Verve gespielt.

Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt in dieser Rezension - den Schauspielern. Paloma Baeza spielt die Heldin Batsheba Everdene mit einer gekonnten Mischung aus Naivität und zupackendem Optimismus - kein Wunder, dass ihre Batsheba ein solcher Männermagnet ist. Der loyale Schäfer Gabriel Oaks wird von Nathaniel Parker in Szene gesetzt. Bisher kannte ich Parker nur in Rollen als heuchelnder Intrigant (in der tollen Serie Charles Dickens "Bleak House" (3 Disc Set)) oder als passiver, immerzu bankrotter Ehemann (in Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten (1998) (New Edition) [3 DVDs]), sodass ich mich gefreut habe, ihn auch mal einen "Guten" spielen zu sehen. Glücklicherweise ist Parker wie es sich bei einem Schauspieler gehört in seiner Darstellung wandelbar und überzeugt sowohl in Rollen mit positiven, als auch mit negativen Charakterzuschreibungen. Eine weitere gute Performance liefert Jonathan Firth (Bruder von Colin Firth und Darsteller eines ähnlich egoistischen, um sich selbst kreisenden Individuums in George Eliots Middlemarch (1994) [3 DVDs]) als schneidiger, aber unmoralischer Offizier ab. Mir persönlich erschließt sich zwar nicht, wie man auf so einen mit Komplimenten um sich werfenden Windbeutel hereinfallen kann, aber es haben ja bekanntlich auch schon klügere Frauen die miesesten Typen abgekriegt und wenn's wie in dieser Geschichte der Spannungssteigerung dient soll mir das recht sein :)

In puncto Cinematographie wird - passend zum Setting - nicht mir großzügigen, schönen Landschaftsaufnahmen in allen möglichen Variationen gegeizt: Vom über dem Hof aufziehenden Sturm mit bedrohlich dunklen Wolken und heftigen Windböen, über die sommerliche Idylle beim gemeinschaftlichen Mähen und Einbringen des Korns, bis hin zu Kamerafahrten durch grüne Wälder und die Darstellung von Erntedankfesten mit ihren langen, mit Blumen, Feldfrüchten und anderen Leckereien gedeckten Tafeln ist alles dabei, was einem das Hineinversetzen ins Landleben des 19. Jahrhunderts erleichtern könnte.

Einzig Batshebas Emanzipation gegenüber der ihr zunächst misstrauisch bis feindlich gegenübergestellten Welt der in ihren Rollenklischees festgefahrenen Männer (und die finden sich sowohl unter den Gutsbesitzern, als auch bei den Landarbeitern) hätte man noch ausführlicher thematisieren können. Vieles wird nur angerissen. Doch es hätte eigentlich noch weitaus mehr Konfliktpotential gegeben - sowohl bei der Konkurrenz mit den anderen Grundbesitzern, als auch in Batshebas Rolle als Arbeitgeberin, welche dabei stets die multiplen Bedürfnisse ihrer Arbeiter bedenken, aber gleichzeitig auch den wirtschaftlichen Erfolg des Hofes im Auge behalten muss. Am Ende scheinen alle Batsheba als neue Dienstherrin akzeptiert zu haben, doch wie es dazu genau gekommen ist, was also das Umdenken in den Köpfen der Menschen bewirkt hat, das wird leider nicht verdeutlicht.

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FAZIT

Da ich im Vorfeld nicht allzuviel erwartet hatte (ich kenne die Romanvorlage auch nicht), war ich von der Handlungsentwicklung dieser Literaturadaption mehr als einmal angenehm überrascht. Wer für drei Stunden gut unterhalten sein will und sich an streckenweise vielleicht etwas überbordernder Dramatik nicht stört (das ist eben Thomas Hardy...), der kann "Far From The Madding Crowd" guten Gewissens als gelungene Verfilmung genießen.
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