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56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Auftaktserie zu "Die Chroniken der Unterwelt"!
Zuerst muss ich einmal sagen, dass ich ein großer Fan von Cassandra Clare und "Die Chroniken der Unterwelt" bin. "Clockwork Angel" habe ich bereits vor dem Erscheinen in Deutschland auf Englisch gelesen und war hellauf begeistert. Das ist auch der Grund, warum ich es nocheinmal auf Deutsch gekauft - und auch dieses Mal innerhalb eines Tages verschlungen habe...
Veröffentlicht am 15. Februar 2011 von Sarah S.

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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3,5 Sterne - für den leider etwas schleppenden Beginn der neuen Trilogie
Auch ich hätte diesem ersten Band der neuen Trilogie liebend gerne die vollen 5 Sterne gegeben. Mir haben alle drei "City of..."-Bände sehr gut gefallen. Bei Clockwork Angel handelt sich um den ersten Band der "Chroniken der Schattenjäger", der Vorgeschichte zu den "Chroniken der Unterwelt". Zeitlich ist diese Reihe in der zweiten Hälfte des 19...
Veröffentlicht am 26. Februar 2011 von streuner


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56 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Auftaktserie zu "Die Chroniken der Unterwelt"!, 15. Februar 2011
Zuerst muss ich einmal sagen, dass ich ein großer Fan von Cassandra Clare und "Die Chroniken der Unterwelt" bin. "Clockwork Angel" habe ich bereits vor dem Erscheinen in Deutschland auf Englisch gelesen und war hellauf begeistert. Das ist auch der Grund, warum ich es nocheinmal auf Deutsch gekauft - und auch dieses Mal innerhalb eines Tages verschlungen habe!
Natürlich ähnelt dieses Buch den "Chroniken der Unterwelt" und auch Will erinnert ein wenig an Jace, doch meiner Meinung nach ist das genau das, was mir an diesen Büchern so sehr gefällt: die stark ausgeprägten Charakterzüge der Personen.
Übrigens muss man "Die Chroniken der Unterwelt" nicht kennen, um dieses Buch zu lesen, es ist eine eigenständige Serie!

Inhalt:
Tessa (die im Gegensatz zu Clary aus den "Chroniken der Unterwelt" ein Schattenwesen ist) befindet sich in einer schon vermutbaren "Dreiecksbeziehung" mit Will und Jem. Letzterer hütet ein Geheimnis, was seine Vergangenheit angeht. Welches es ist, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden.
Dazu kommt, dass Tessa verzweifelt nach ihrem entführten Bruder Nate sucht, gleichzeitig jedoch vor ihren Gegenspielern flieht, die das Mädchen aufgrund seiner Begabung, sich mithilfe einfacher Gegenstände in andere Personen zu verwandeln, verfolgen. Doch es scheint, dass nicht jeder der zu sein scheint, wer er ist...

Charaktere:
Außer Tessa, Will, Jem und Tessa's Bruder Nate sind noch andere Personen wie z.B. Charlotte, die Verantwortliche für das Institut in London, deren Mann Henry und drei weitere Bedienstete mit von der Partie. Jedoch sticht eine Schattenjägerin namens Jessamine hervor, die versucht, gegen ihre Natur anzukommen.
Allerdings sind auch Charaktere, die bereits aus "Die Chroniken der Unterwelt" bekannt sind dabei, wie z.B der Hexenmeister Magnus Bane.

Handlungsverlauf & Schreibstil:
Die Geschichte spielt sich rasch ab, bereits nach dem Prolog befindet man sich mitten in der Handlung. Das ist nichts Schlechtes, im Gegenteil! Wer gerne die Vorgeschichte der einzelnen Personen kennenlernen möchte, wird nicht enttäuscht werden, denn im Laufe des Buches erfährt man all diese!
Der Schreibstil ist wie immer flüssig und lässt sich gut lesen. Ab und zu wird die Geschichte durch ein paar lustige Sprüche (die meist von Will kommen) aufgelockert.

Für Fans der "Chroniken der Unterwelt":
Ich für meinen Teil finde die Story-Idee von "Clockwork Angel" gut, es dauerte auch nicht, bis ich mich eingelesen hatte, doch dieses Buch gefällt mir nicht ganz so gut, wie "Die Chroniken der Unterwelt". Vielleicht kommt das noch im Laufe des nächsten Teils (schließlich sind noch min. zwei weitere Bücher geplant), oder es ist einfach Geschmackssache. Außerdem muss noch hinzugefügt werden, dass es schier unmöglich ist (meiner Meinung nach zumindest) "Die Chroniken der Unterwelt" zu übertreffen ;D

Fazit:
Es lohnt sich auf jeden Fall, dieses Buch zu kaufen!
"Clockwork Angel" ist der Auftakt zu einer fantastischen Vorgangsserie zu "Die Chroniken der Unterwelt".
Nicht nur für Fans geeignet!!!!
Ein absolutes Fantasy-Muss!!!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios wie immer, 23. Februar 2011
Von 
S. Buddensiek - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
"In Dantes Inferno ist die Hölle kalt", erklärte Tessa. "Sie ist mit Eis bedeckt."
Will starrte sie eine ganze Weile sprachlos an - dann zuckten seine Mundwinkel und er streckte ihr die Hand entgegen.

INHALT:
1878: Tessa kommt mit dem Schiff von York nach London, um bei ihrem älteren Bruder zu leben. Doch sie wird entführt und kann nur durch einen Zufall von Schattenjägern gerettet werden, zu denen auch der ebenso attraktive wie düstere Will und Jem gehören - doch Letzterer verbirgt ein tödliches Geheimnis.
Tessa wird ins Institut gebracht, wo sie erfährt, was sie wirklich ist: Ein Schattenwesen, eigentlich ein natürlicher Feind der Schattenjäger...

MEINE MEINUNG:
Mit "Clockwork Angel", der Vorgeschichte der "Chroniken der Unterwelt", startet die neue fesselnde Trilogie von Cassandra Clare. Wie immer fesselt die Autorin einen mit ihrem Schreibstil, den wunderschönen Beschreibungen und originellen wie grandiosen Charakteren von Kapitel zu Kapitel mehr. Am Ende eines jeden gibt es einen Cliffhanger, der gar nichts anderes zulässt als dass man weiterliest. Somit wird das Buch zu einem echten Pageturner.

Wieder einmal schafft Cassandra Clare eine Umgebung, die einen schier umhaut, die Figuren wirken glaubwürdig, ihre Handlungen sind authentisch und nachvollziehbar. Ich war gefesselt und wie im Rausch und am Ende des Werkes wünschte ich mir, ich hätte sofort das nächste zur Hand.

Es gibt nur eins, das mir etwas sauer aufgestoßen ist: Es gibt ein bisschen zu viele Ähnlichkeiten mit den "Chroniken der Unterwelt". Wie auch Clary hält Tessa sich für nicht sonderlich hübsch, wird aber gleich von zwei gutaussehenden Jungen umschwärmt, der eine, Will, ist der unnahbare, sexy Typ, der sie immer wieder zurückweist und der andere ist der hübsche, nette, einfühlsame.

Des weiteren ist Tessa genauso naiv wie Clary, ebenfalls eine Bücherratte und hatte am Anfang des Buches noch keine Ahnung vom Übermenschlichen. Ebenso kommen beide ins Institut, weil sie kurz vorher in einen Kampf verwickelt wurden, aus dem sie von Bad Boy Will/Jace gerettet werden.

Und dann wäre da noch die Übersetzung von "Clockwork Angel": Klockwerk-Engel. Das, finde ich, ist reichlich misslungen. In Ordnung gewesen wäre 'Uhrwerk-Engel' oder auch einfach ganz simpel 'Clockwork-Engel', aber so? Meiner Meinung nach etwas peinlich.

Doch auch wenn die Ähnlichekeiten unverkennbar sind und diese eine Übersetzung etwas misslungen ist, schadet es dennoch nicht, denn die Personen haben trotzdem ihre ganz eigene Magie, ihre ganz eigene Geschichte. Der Schreibstil zieht in den Bann, die Seiten fliegen nur so dahin...
Demnach wird also nichts abgezogen, es bleibt bei 5 Sternen.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3,5 Sterne - für den leider etwas schleppenden Beginn der neuen Trilogie, 26. Februar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch ich hätte diesem ersten Band der neuen Trilogie liebend gerne die vollen 5 Sterne gegeben. Mir haben alle drei "City of..."-Bände sehr gut gefallen. Bei Clockwork Angel handelt sich um den ersten Band der "Chroniken der Schattenjäger", der Vorgeschichte zu den "Chroniken der Unterwelt". Zeitlich ist diese Reihe in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angesiedelt und gehört damit zum Genre Steampunk.
Clockwork Angel hat mich aber in mehrfacher Hinsicht leider etwas enttäuscht.

Da wäre zunächst einmal die schon frappierende Ähnlichkeit zu der Vorgängertrilogie. Ich wurde einfach das Gefühl nicht los, obwohl die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt, dass die Charaktere eins zu eins austauschbar sind. Auch hier kommen alle ziemlich geheimnisvoll daher und bei fast allen hat es die Autorin geschafft, kaum etwas zu ihrer Vorgeschichte zu offenbaren.

Ganz merkwürdig fand ich auch die Begriffe "Klockwerk" und "Automaten". Jedes Mal, wenn ein sogenannter Klockwerk-Mann auftauchte, stellten sich mir sämtliche Nackenhaare auf - was allerdings nichts mit der gruseligen Athmosphäre, sondern nur mit der gewöhnungsbedürftigen Wortschöpfung zu tun hatte. Und...ich kann mir nicht helfen, aber bei Automaten denke ich immer an Kaugummi- oder Zigarettenautomaten. Sicher kein passender Vergleich für diese Maschinenwesen.

Was mir gut gefiel:
- der logische Aufbau der Handlung,
- die sehr gute Recherche zu den Örtlichkeiten,
- die Zitate, sowohl zu Beginn eines jeden Kapitels, als auch immer mal wieder in der Handlung untergebracht,
- die Hinweise auf etliche Romane, die sicher den ein oder anderen auch zum Lesen eben jener verleiten können,
- auch die Charaktere habe ich fast alle ins Herz geschlossen...

Aber...und das ist auch mein größter Kritikpunkt: dem Roman fehlt es über weite Strecken einfach an Spannung. Das habe ich von den Chroniken der Unterwelt anders in Erinnerung. Vieles wird ellenlang und doppelt und dreifach erklärt, während manches, was mich brennend interessiert hätte, höchstens angekratzt wird. Natürlich will ich wissen, wie es weiter geht und werde deshalb auch ganz sicher die Trilogie beenden. Aber, liebe Cassandra Clare, ein bisschen mehr Spannung und etwas weniger Nebensächlichkeiten und Geheimniskrämerei darf es schon sein!

Leseempfehlung? Vor allem für die junge, weibliche Leserschaft auf der Suche nach weiteren, mysteriösen Romanhelden - ganz besonders Will steht seinem Vorgänger Jace in nichts nach und muss sich auch als Nichtvampir keinesfalls hinter Glitzer-Edward verstecken. Erwachsenen, sofern sie nicht schon, wie ich, den "Chroniken der Unterwelt" verfallen sind, würde ich hier allerdings eher abraten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 10 Jahre nach dem Bündnis - was vor den "Chroniken der Unterwelt" geschah..., 11. November 2013
Von 
Zitat:
„Ganz gleich, wie das äußere Erscheinungsbild eines Menschen ist“, sagte er gedehnt, „ob du männlich oder weiblich, stark oder schwach, krank oder gesund bist – all diese Dinge sind von geringerer Bedeutung als das, was dein Herz enthält. Wenn du das Herz eines Kriegers hast, dann bist du auch ein Krieger. Alle anderen Dinge sind nur wie das Glas einer Lampe, aber du bist das Licht, das darin scheint“, erklärte er versonnen, schien sich dann wieder zu fangen und lächelte leicht verlegen. „Das glaube ich zumindest.“
(S. 338)

Inhalt:
April 1878
Nach dem Tod ihrer Tante soll Tess zu ihrem letzten verbliebenen Verwandten, ihrem Bruder Nate, nach London reisen.
Anstelle von ihm erwarten sie am Anleger zwei düster aussehende Frauen, die behaupten, im Auftrag Nates zu handeln. Sie nehmen Tess gefangen und lehren sie, ihre Fähigkeit zu nutzen, sich in jegliche Person zu verwandeln. Als Tess sich auch in ein bereits verstorbenes Mädchen verwandeln kann, ist es so weit. Die dunklen Schwestern wollen sie an den „Magister“ zur Vermählung übergeben.
Mit Hilfe von Will, der der Spur des Mädchens folgt, dessen Leiche er gefunden und in das sich Tess zuletzt verwandelt hat, gelingt es ihr, in einem großen Kampf gegen die Schwestern zu fliehen.
Nun befindet sie sich im „Institut“ und wird von Will und der Leiterin Charlotte in die Welt der Schattenjäger eingeführt, wird aufgeklärt, dass sie selbst zu den Schattenwesen gehören muss. Charlotte hilft Tess, ihren Bruder Nate zu suchen.
Dabei stoßen sie auf Geheimnisse, die die gesamte alte Welt verändern könnten.

Meinung:
Lange, lange, laaaaange habe ich die „Chroniken der Schattenjäger“ gesammelt und auf dem SuB schmoren lassen. Da die Reihe nun komplett ist, konnte ich endlich mit dem Lesen beginnen, ohne fiese Cliffhanger befürchten zu müssen.

Der Prolog mit seiner kurzen Episode aus einem Kampf gegen einen Dämon und dem Mord an einem jungen Mädchen machte mich neugierig. Der Schwenk zu Tess und ihrer Ankunft in Southampton stimmte mich auf die weitere Geschichte ein.

Tess erzählt dem Leser von dem Klockwerk-Engel, wie sehr sie damit verbunden ist und von ihrem bisherigen Leben und wieso sie nach London möchte.
Anstelle ihres Bruders Nate findet sie am Anleger aber nur zwei Frauen, die behaupten, von Nate geschickt worden zu sein. Sechs Wochen später befindet sich Tess immer noch in Gefangenschaft.
Von da an ging es plötzlich recht schnell. Tess wurde beigebracht, die Gestalt zu wandeln und soll einem gewissen „Magister“ übergeben werden, der sie heiraten will. Beinahe in letzter Sekunde wird sie von Will gerettet und befindet sich kurz darauf in einer wilden Schlacht.
Wenig später bekommt Tess die ersten Einblicke in die Welt neben der der Menschen, von der sie als Gestaltwandler definitiv ein Teil sein muss.

Cassandra Clare schaffte erneut meisterhafte Charaktere, die eine (dunkle) Vergangenheit haben, in Geheimnisse gehüllt sind und so eine Vielschichtigkeit besitzen, die durchaus für Überraschungen sorgt.

Die Protagonistin Tess, aus deren Sicht - neben kurzen Schwenks auf andere Perspektiven – der Großteil des Buches im personalen Stil erzählt wird, ist auf den ersten Blick ein normales (menschliches) Mädchen. Doch schon nach wenigen Seiten wird klar, dass sie das aufgrund ihrer Fähigkeit nicht sein kann. Aber was ist sie? Darüber lässt die Autorin ihre Leser grübeln, während sie die Geschichte mit genügend Ablenkung vorantreibt.

Ablenkung in Form von Schattenjägern wie Will, dessen unterschiedliche Signale Tess nicht deuten kann und den ein großes Geheimnis umgibt. Oder in Form von seinem Kampfpartner Jem, der irgendwie anders ist, selbst für einen Schattenjäger.
Lesern von Cassandra Clares Büchern dürfte auch der Hexenmeister Magnus Bane ein Begriff sein, der bereits in der Vergangenheit der Schattenjäger auftaucht.

Da ich die „Chroniken der Unterwelt/City of“-Serie bereits gelesen habe, dachte ich, ich wäre mit den Wesen der von Frau Clare erschaffenen Welt vertraut. Doch auch hier konnte sie mich überraschen. Die europäische Vergangenheit der Schattenjäger hat es durchaus in sich. Das Abkommen zwischen Nephilim und Schattenweltler ist gerade mal zehn Jahre jung, ein Bruch zwischen ihnen fand noch nicht statt, man konnte noch vermeintliche Partner zu Nephilim „machen“. Alleine hierdurch konnte mich die Autorin wieder von ihrer Welt absolut überzeugen. Hinzu kommt ihre Idee, den Schattenjägern eine riesige Portion Emanzipation zukommen zu lassen. War es zu der Zeit allgemein verpöhnt, Frauen abseits von Kindererziehung und Herd zu sehen, steckt Frau Clare ihre weiblichen Schattenjäger in Hosen und lässt sie kämpfen wie alle anderen. Auch das Duzen untereinander und die Anrede mit Vornamen, waren sehr fortschrittlich.

Sehr futuristisch hingegen war der technische Teil des Buches: die Klockwerk-Maschinen, Mechanik, Wissenschaft. Diese Punkte waren mir etwas suspekt und sind wohl im Allgemeinen nicht so ganz mein Fall. Da es aber nur ein Puzzleteil des großen Ganzen war, hat es mich nicht weiter gestört.

Der Schreibstil von Cassandra Clare ist leicht und flüssig, lediglich mit den teils seitenlangen Beschreibungen der Szenerie konnte mich die Autorin weniger begeistern. So hatte ich oft das Bedürfnis, die erwähnten Seiten nur zu überfliegen, um meiner eigenen Fantasie etwas Raum zu lassen. Aus Angst, etwas Wichtiges zu verpassen, verkniff ich mir das Querlesen, was dann zu gefühlten Längen führte. Ein paar Stolperfallen verursachte auch die Übersetzung des „Clockwork Angels“ und anderer mechanischer Teile in „Klockwerk“-Engel und Co.
Was Spannung und Neugierde an der erzählten Geschichte angeht, kann man der Autorin nichts vorhalten. Sie schaffte es immer wieder, mich zu überraschen, baute Geheimnisse ein und ließ so manche Vergangenheit im Nebel Londons gehüllt.

Mit ihrem Ende hat die Autorin diese Geschichte wunderbar abgerundet, lässt aber noch zahlreiche Fragen offen, die der Epilog dann noch in eine ganz bestimmte Richtung drängt. Neugierig wie ich bin, muss ich wohl bald zum „Clockwork Prince“ greifen.

Urteil:
Cassandra Clare ist eine Meisterin darin, vielschichtige, interessante und überraschende Charaktere zu erschaffen, die in der von ihr entwickelten Welt mit all ihren Regeln und Hintergründen absolut authentisch sind. Spannungsmomente und Emotionen greifen wie Zahnräder ineinander, treiben die Geschichte gemeinsam mit unerwarteten Wendungen voran. Lediglich der für meinen Geschmack zu detailreiche Stil der Autorin schmälerte meinen Lesegenuss und ließ für mich Längen entstehen, wo vermutlich keine sind. Aber selbst diese Kritik würde keine Bewertung unter Höchstwertung rechtfertigen. Knappe 5 Bücher für „Clockwork Angel“.

Ein Muss für Fans der „Chroniken der Unterwelt“, die gerne in die Vergangenheit so manch eines Charakters blicken und ein völlig anderes Weltbild zu Gesicht bekommen wollen.

Die Serie:
1. Clockwork Angel
2. Clockwork Prince
3. Clockwork Princess

©his-and-her-books.blogspot.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chroniken der Schattenjäger - Clockwork Angel (Hörbuch), 21. Juli 2011
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Erster Eindruck: Plötzlich in der Unerwelt

Schon kurz nach ihrer Ankunft in London, wo sie bei ihrem älteren Bruder leben sollte, wird Tessa in einen Kampf verwickelt und erstmals mit dem Übernatürlichen konfrontiert. Gerettet wird sie von einer Organisation, die sich 'Schattenjäger' nennt und sich dem Kampf gegen dämonische Wesen gewidmet hat. Doch auch Tessa ist eine Schatttenweltlerin, was sie nicht nur vor Will und James verbergen muss, die in der Organisation tätig sind...

Nach 'Die Chroniken der Unterwelt' lässt Autorin Cassandra Clare eine weitere Buchreihe in dem von ihr geschaffenen Universum spielen, in der im London des 19. Jahrhunderts die Schattenjäger das Übernatürliche bekämpfen. Doch auch, wer die Vorgängerserie nicht kennt, findet hier einen guten Einstieg in die Welt und wird mit einem atmosphärisch dichten Werk belohnt - 'Die Chroniken der Schattenjäger' haben im Erstling 'Clockwork Angel' einen spannenden ersten Teil verpasst bekommen. Kurze Zeit nach dem Prolog, der auf geheimnisvolle Ereignisse hinweist, ist man auch schon mitten in der Handlung, Clare verschwendet hier nicht viel Zeit, erst einmal gemächlich die Personen vorzustellen und nimmt dies bei Bedarf im Laufe der Handlung vor. Eine gelungene Vorgehensweise, die den Hörer sofort in ihren Bann ziehen kann. Hier überschlagen sich die Ereignisse zu Anfang ein wenig, trotzdem kann man noch gut folgen und verpasst keine wichtige Information. Überhaupt ist der Schreibstil Dares sehr flüssig und kurzweilig, ihre lockere Art gepaart und die stets vorhandene geheimnisvolle Stimmung greifen nahtlos ineinander. Das kann dann auch über leichte Längen im Mittelteil hinweg täuschen, auch hier will man immer wissen, wie es weiter geht. Gelungen sind die vielen kleinen Spannungsbögen, die stets in einem Cliffhanger am Ende eines Kapitels enden. Trotzdem wurde hier der große Handlungsbogen nicht vernachlässigt, der immer weitere Geheimnisse aufdeckt und über das Schicksal Tessas entscheidet. Da fügt sich dann auch die Liebesgeschichte organisch ein, in der sich die Hauptperson zwischen dem kühlen und unnahbaren Will und dem warmherzigen und hilfsbereiten James entscheiden muss. Ich mag die Stimmung, die hier in der mysteriösen Welt entsteht, die ständige Gefahr für Tessa, die zudem langsam ihre wahre Natur erkundet. Ein unterhaltsames Werk voller mysteriöser Ereignisse, das mir gut gefallen hat.

Sprecherin des Hörbuchs ist Katja Danowski, die mir bis dato unbekannt war ' schade eigentlich, denn ihre helle, klare Stimme ist angenehm zu hören. Meist in sanften, an den richtigen Stellen aber auch mal in etwas härterem Tonfall kann sie einen dynamischen Eindruck erwecken, formt die wellenförmige Spannung der Vorlage mit ihrer Stimme nach. Besonders das Einfühlen in die Figur der Tessa ist ihr gut gelungen, hier legt sie viel Emotionen in ihre Interpretation und kann die schwankende Gefühlslage der jungen Frau so genau treffen. Eine wirklich lebendige Leistung, die den Reiz des Hörbuches zusätzlich zur Geschichte noch einmal steigert.

Wie bei Hörbüchern zu aktuellen Romanen üblich wurde hier das Buchcover verwendet, um auch das Titelbild der CD-Box zu gestalten. In einem roten Rahmen, der mit allerlei düsteren Figuren und Schnörkeln verziert ist, sieht man ein Bild in tristen Schwarz-Weiß, dass eine mysteriöse und erhabene Gestalt in London zeigt, worauf einige Wahrzeichen im Hintergrund schließen lassen. Den einzelnen CDs wurde eine stabile Papphülle spendiert, während das Booklet eine ausführliche Auflistung der Tracks bereit hält.

Fazit: Eine herrlich düstere und geheimnisvolle Stimmung herrscht in diesem feinen Fantasy-Roman, der mit der Vielfalt an interessanten Charakteren und Wesen den Spannungsbogen weiter steigern kann.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schattenjäger back in Action, 20. Februar 2011
Von 
Julia "von the dreamerLand" (Hörsching, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
New York 1878 - Nach dem Tod von Tessas Tante, die gleichzeitig auch ihr Vormund war, ändert sich vieles. Sie muss nach London zu ihrem Bruder Nathaniel, ihr altes Leben hinter sich lassen. Nach ihrer Überfahrt erwarten sie die 'Dark Sisters' sie sollen sie im Auftrag ihres Bruders abholen, doch es stellt sich bald heraus, dass das nicht stimmt. Sie erzählen Tess das sie Nate in ihrer Gewalt haben und lehren sie Dinge gegen ihren Willen, die schon lange unter der Oberfläche schwelen. Sie ist ein Formwandler und kann sich in jeden verwandeln den sie will, sie braucht nur einen Gegenstand berühren der dieser Person gehört.
Sechs lange Wochen halten sie die Schwestern gefangen um sie für den Magister vorzubereiten, bis sie jemand rettet. Ein Schattenjäger namens Will befreit sie aus den Fängen der beiden und nimmt sie mit ins Institut, dem Heim der Waisen und Reisenden unter den Schattenjägern.
Dort findet sie Hilfe um Nathaniel wieder zu finden, der sich immer noch in der Gewalt des Magisters befindet. Doch ihre Suche gestaltet sich weit schwieriger als sie anfangs dachten und ihr droht nicht nur Gefahr von eigenartigen mechanischen, menschenähnlichen Gestalten, nein auch die Vampire stecken bei dieser ganzen Sache mit drin. Die Schattenjäger helfen ihr, doch auch sie haben ihre Geheimnisse, der verschlossene Will, der sanfte, kränkelnde Jem und sie kommen einer Verschwörung auf die Spur die weit mehr als nur die Schattenwelt betrifft'

Meine Meinung
Nach der Preisgekrönten 'The Mortal Instruments' - Büchern, beginnt Cassandra Clare mit Clockwork Angel, die zweite Buchreihe über die Schattenjäger.
Diesmal spielt sich alles ein Jahrhundert vor Clary und Jace ab, die Autorin lässt Sitte und Anstand dieser Zeit sehr gut einfließen und entführt einem in die Epoche der Pferdekutschen und Rüschenkleider.

Wie schon bei ihren anderen Büchern bin ich wieder einmal fasziniert über die Beschreibung ihrer Charaktere und deren Einzigartigkeit, hier die süße aber mutige Tessa, dort der verschlossene Kerl Will der doch irgendeinen weichen Kern hat. Fast kein anderer Autor schafft es mich so auf einen Charakter einzulassen wie sie, Cassandra Clare ist eine wahre Könnerin.

Ihre Idee für 'The Infernal Devices' ist sehr gelungen und mit vielen Andeutungen, Geheimnissen und Intrigen spinnt sie wieder ein Netz das fast keiner durchschauen kann. Wie schon zuvor kann man alle ihre Andeutungen nicht schon im ersten Teil lösen dafür sind ihre Geschichte viel zu komplex.

Für die die noch kein Clare Buch gelesen hat, ein Tipp, versucht euch erst mit den Chroniken der Unterwelt, im Buch wird zwar alles gut erklärt aber ein Hintergrundwissen über die Schattenwelt ist sicher auch von Vorteil. Teil 1 ist hier City of Bones, gefolgt von City of Ashes und City of Glass. Teil 4 - City of Fallen Angels kommt erst im April in die Läden, vorerst auf englisch.

Alles in allem finde ich den ersten Teil der neuen Reihe super - was soll ich sagen ich liebe die Schattenjäger und alles was mit ihnen zu tun hat. Achja und das englische Exemplar ist auf jeden Fall leicht verständlich für jene die etwas Geld sparen wollen :)

Fazit
Ein herrlicher Einstieg in eine neue UrbanFantasy Buchreihe die mit neuen Ideen und alten Bekannten glänzt. Ich warte gespannt auf die Fortsetzung, zeige mit zwei Daumen nach oben und verabreiche C.C. mit ihrem wundervollen Autorenkönnen 5von 5 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen LESENSWERT!!!, 23. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für alle Chroniken der Unterwelt Fans !!
Cassandra Clare hat hier eine wunderschöne Trilogie erschaffen. Finde ich sogar einen Deut besser als die Chroniken der Unterwelt-Reihe.
Dreiecksgeschichten scheinen seit Twilight wieder ihren Höhepunkt zu feiern, aber nur die Wenigsten schaffen eine gelungene Umsetzung. Die Dreiecksgeschichte Tess/Will/James ist vom Anfang bis zum Ende spannend gehalten, man fiebert mit, man leidet mit, man fühlt mit.
Der Schreibstil von Cassandra Clare ist - wie nicht anders erwartet - grandios. Unerwartete Wendungen, spritzige, humorvolle, geistreiche Dialoge und Spannung bis zur letzten Seite.
Was mir am besten gefällt? Das Gute gewinnt nicht immer... Ein "Happy Ever After" nach jedem Buch gibt es nicht und die Protagonisten machen auch Fehler. Von perfekten Menschen möchte man auch nicht lesen ;)
Selten habe ich eine Buchreihe so schnell durchgelesen wie diese! Einen Makel sucht man hier vergebens.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Infernal Devices 01, Clockwork Angel - Andere Zeit, andere Schattenjäger?!, 22. Dezember 2012
Die Reihe um die Chroniken der Unterwelt (City of Bones, City of Ashes, City of Glass, City of Fallen Angels, City of Lost Souls, geplant: City of Heavenly Fire) zählt zu meinen Lieblingsfantasiereihen, daher war ich auf der einen Seite sehr erfreut, dass die Autorin sich an eine weitere Reihe gewagt hat: Die Chroniken der Schattenjäger. Angeknüpft an die Welt die wir bereits aus Chroniken der Unterwelt kennen, doch spielt die Handlung diesmal an einem neuen Ort (London) und in einer anderen Zeit (1878).

Auf der anderen Seite fragt man sich: Kann diese Reihe mithalten? Und wie gut/muss ich die Chroniken der Unterwelt kennen um die Chroniken der Schattenwelt lesen zu können? Zur letzteren Frage kann ich sagen, dass man die Chroniken der Unterwelt nicht gelesen haben "muss", um die Chroniken der Schattenwelt verstehen zu können. Ich würde es allerdings empfehlen, da uns vertraute Figuren wie Camille, Magnus Bane oder die Familiennamen Herondale und Lightwoods begegnen. Mir bereitete es viel Freude während des Lesens auf vertraute Züge aus Chroniken der Unterwelt zu stoßen. In jedem Falle sollte man beide Reihen lesen, in welcher Reihenfolge steht einem denke ich frei, da es genauso interessant sein kann die Vorgeschichte vorab zu kennen, bevor man die Chroniken der Unterwelt zu lesen beginnt.

Um zur ersten Frage zurück zukommen: Mir gefällt der erste Teil der Chroniken der Schattenwelt Reihe sehr sehr gut. Cassandra Clare liefert uns wahnsinnig sympathische und interessante Figuren in Form von William Herondale und James Carstairs. Diese beiden Charaktere gefielen auf anhieb und man muss sie direkt ins Herz schließen. Die Hauptperson Tessa allerdings braucht eine Weile um zu gefallen. Zu Beginn empfand ich sie als teilweise nervig, wenn nicht sogar einfältig. Was vielleicht an der Zeit liegen könnte in der die Geschichte spielt. Zum Glück ändert sich dies im Laufe der Handlung, sodass man es schafft sich ebenfalls am Ende mit Tessa anzufreunden.

Das Geheimnis das sie umwebt weckt Neugierde und die Autorin würzt das Ganze noch mit einer guten Prise Spannung und Witz. Clockwork Angel hat es jedenfalls geschafft mich zu überzeugen. Die Vorstellung von Schattenjägern in Herrenfracks und Zylinder, mit Schirm, Charme und Melone gefiel mir unglaublich gut. Generell schafft es die Autorin den Leser mit der neuen Zeitepoche anzufreunden und man taucht mühelos in das London von 1878 ein.

Einen Stern ziehe ich allerdings ab, da ich glaube das da noch Steigerungspontenzial nach oben vorhanden ist und weil die Figurenkombination mich zu sehr an die Chroniken der Unterwelt erinnert hat. Von Frau Clare hätte ich mir diesbezüglich mehr Abwechslung gewünscht bzw. mehr Abgrenzung zu den Chroniken der Unterwelt.

Da sind wieder die unglaublich gut aussehenden Parabateis Will und Jem (Jace und Alec), die bildhübsche leicht zickig und eingebildete, aber doch im Herzen gute Schattenjägerin Jessamine (Isabelle), eine besondere Heldin, die nicht erkennt was in ihr steckt Tessa (Clary) und ihr nerdiger Bruder/bester Freund Nathaniel (Simon). Natürlich mit ein paar Unterschieden, doch von der Kombination her nicht anders als in Chroniken der Unterwelt.

Hier hätte ich mir wirklich eine andere Zusammenstellung gewünscht. Vielleicht mal keine Jessamine/Isabelle-Figur sondern zwei weibliche Parabateis oder ein männlicher Schattenjäger und eine weibliche Schattenjägerin als Parabateis. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits, dennoch insgesamt eine Reihe die überzeugen kann.

"Bei Büchern empfiehlt es sich immer vorsichtig zu sein, denn Worte haben die Macht uns zu verändern."
"Ich bin mir nicht sicher, ob mich ein Buch jemals verändert hat", sinnierte Will.
"Nur die Willensschwachen lehnen es ab, sich von Literatur und Poesie beeinflussen zu lassen."
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Déjà-vus am laufenden Band, 19. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1878: Tessa ist ein ganz normales sechszehnjähriges Mädchen - dachte sie zumindest immer. Doch dann stirbt ihre Tante und sie reist zu ihren Bruder nach England. Dort wird sie gefangen genommen und ihre ganz besonderen Fähigkeit hervorgezwungen: Die Gestaltwandlung. Als sie von Schattenjäger befreit wird, stürzt sie endgültig kopfüber in eine Welt voller Abenteuer, bevölkert mit Schattenwesen und Nephilim. Doch sie quält weiter die Frage, was mit ihrem Bruder geschehen ist. Und wer ist der Magister, dem sie als Braut zugeführt werden sollte?

Der Auftakt der neuen Trilogie Chroniken der Schattenjäger spielt im viktorianischen Zeitalter. Es ist ein düsteres London - der ideale Lebensraum für Schattenwesen wie Hexen und Vampiren, welche seit der kürzlichen Unterzeichnung des Abkommen in einen brüchigen Frieden mit den Schattenjäger leben. Nach der Rettung durch die Nephilim muss sich Tessa in einer ihr völlig fremden Welt zurechtfinden, wird aber schnell in die Gemeinschaft der Institutbewohner von London aufgenommen: Da ist Jessamine, die keine Schattenjägerin sein will. Jem, der gesundheitlich schwer angeschlagen ist. Will, der hinter einer ewig heiteren Maske alles verbirgt. Die Institutleiter Charlotte und Henry - während sie um Anerkennung ringt, wird er als verstreuter Erfinder nicht ernst genommen. Sie alle haben ihre Eltern früh verloren und kämpfen gegen innere Dämone. Doch sie alle ahnen nicht, was ihnen bevorsteht, als sie sich auf die Spuren des Magisters heften ...

Dieses Buch ist City of Bones reloaded, wie es schon woanders treffend bemerkt wurde. Die Autorin hat viele Versatzstücke aus Chroniken der Unterwelt neu zusammengesetzt und mit wenig Innovativen ergänzt. Viele Charaktere erscheinen als Doppelgänger bereits bekannter Charaktere und es wird wenig getan, um diesen Eindruck zu zerstreuen. Will ist beispielsweise ein verkappter Jace, hat jedoch wenig Sympathisches an sich, sondern wirkt fast schon psychopathisch. Oder Jem, dieser ergibt eine Mischung aus Alex und Simon und hütet ein tragisches Geheimnis. Selbst die Bösewichte kommen einen in ihrer Anlage doch arg bekannt vor. Lediglich die Steam Punk-Elemente, die Institutsleiter Charlotte und Henry sowie Tessas Fähigkeit sind neu. Grundsätzlich betrachte ich die taffe Charlotte, die sich im Rat als Leiterin durchsetzen muss, durchaus als guten Schachzug - aber passt das wirklich in die Zeit und musste sie so jung sein? Das verschusselte technische Genie Henry ist dafür rundum gelungen. Tessa weist ein schlagfertiges Mundwerk auf und hat eine interessante Fähigkeit - aber störend ist doch, dass hier mal wieder das große Abstammungsmysterium zum Zuge kommt. Außerdem wird ein unnötiges Liebesdreieck herbeikonstruiert, welches aus meiner Sicht überhaupt nicht glaubwürdig ist. Ein Lichtblick bildet die Vampirelady Belcourt: Camille verströmt Charakter und Gefühle. Und natürlich der alte Bekannte Magnus Bane, der wie immer herzerfrischend agiert. Schade, dass es das auch schon an Verbündeten außerhalb des Instituts war, die man näher kennenlernt. Immerhin gibt es noch die Hausangestellten, die als normale Menschen den Schattenjägern helfen. Auch das Setting ist aus meiner Sicht nicht optimal eingefangen: Ja, es werden Kutschen benutzt und auch an paar anderen Details merkt man, dass das Geschehen in einer vergangenen Zeit spielt - aber so wirklich herausgearbeitet wird es nicht. Die Schattenjäger und ihre Freunde wirken sowohl im Benehmen als auch in der Wortwahl fast immer wie moderne Menschen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich zügig, ist aber gewiss kein Glanzstück der Schriftstellerkunst und vieles hätte schöner erzählt werden können. Nur das Finale reißt es etwas aus dem Einheitsbrei raus, es ist spannend und packend, auch wenn selbst hier einen vieles arg bekannt vorkommt. Insgesamt eine höchst mittelmäßige Geschichte, die zeigen, dass Cassandra Clare sich eher zurück- als weiterentwickelt hat. Schade angesichts der Tatsache, dass der Kniff mit den Klockwerk-Kreaturen durchaus Potenzial bietet und neugierig auf die Folgebände macht. Apropos Klockwerk - diese Wortschöpfung kann ich einfach nicht flüssig lesen - das hätte man doch sicher irgendwie schöner übersetzen können!

Wer Chroniken der Unterwelt nicht kennt, dürfte seine helle Freude haben - der Kenner sollte sich auf Déjà-vus am laufenden Band einstellen.

3 Sterne
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5.0 von 5 Sternen Das Beste, was ich bisher gelesen habe!, 5. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch, die ganze Trilogie, ist unbedingt zu empfehlen!!! Man kann von Anfang an voll in die Geschichte einsteigen ... Einmal angefangen zu Lesen, kann man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen! Spannung, Action, mega Emotionen ... und die Garantie, dass man von dem allem komplett mitgerissen wird! Die Bücher sollen ja wohl 2015 auch verfilmt werden, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass das möglich ist! Der Film, der während des Lesens der Bücher in Deinem Kopf abläuft, ist ... EINMALIG!
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