Kundenrezensionen

135
4,3 von 5 Sternen
Black*Out
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71 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 2010
Christopher ist mit dem Geschwisterpaar Serenity und Kyle auf der Flucht.
Zunächst halten ihn beide für übernervös, doch als ein Fingerabdruckscanner Christopher erkennt, erscheinen urplötzlich Hubschrauber, welche nur ein Ziel haben: Christophers Tod.
Mit seinen Fähigkeiten bringt Christopher die Hubschrauber zum Abstürtzen und nun muss er den beiden seine Geschichte erzählen.
Denn er ist nicht nur irgendein Junge. Er ist Computer Kidd, der berühmteste Hacker der Welt und er hat einen Chip im Kopf.

Ich habe mir das Buch aufgrund der unglaublich spannenden Leseprobe gekauft und wurde nicht enttäuscht.
Es ist mein erster Eschbach und ich war überrascht, wie gut er schreibt. In zwei Tagen hatte ich das Buch durchgelesen, ja regelrecht verschlungen.

Man ist sofort mitten im Geschehen. Es gibt keine langen Erklärungen der Charaktere oder der Situation. Dies bekommt man erst im Laufe der Geschichte vermittelt. Denn im Buch springt man immer von der Gegenwart (also Christophers, Kyles und Serenitys Erlebnissen) in die Vergangenheit. So erzählt Christopher Stück für Stück seine Geschichte und wie er in diese missliche Lage geraten konnte, ohne dass es zu langweilig wird. An den spannendsten Stellen wird man immer wieder in die Gegenwart geholt, sodass man unweigerlich weiterliest und auf einen erneuten "Zeitsprung" hofft, bei dem sich hoffentlich nochmehr erklärt.

Die Geschichte ist sehr rasant und man fliegt nur so durch. Es gibt keine Stellen, die sich wie Kaugummi gezogen haben, im Gegenteil, es war viel zu schnell vorbei.
Ich interessiere mich eigentlich nicht so sehr für das Thema Computer, doch Eschbach ist es gelungen, es sehr interessant und sehr verständlich zu schreiben. Und vor allem die Kohärenz lässt einen das ein oder andere mal erschaudern. Denn wer weiß, vielleicht haben wir irgendwann die Mittel dazu, uns einen Chip in den Kopf zu pflanzen, mit dem wir durchs Internet surfen können und dann ist es auch nichtmehr weit bis zur vollkommenen Einheit.
Wenn die anderen Bücher von ihm auch so gut sind, werde ich sie mir wohl mal vorknöpfen!

Eins hat mich jedoch gestört. Das Buch ist zwar ziemlich dick, hat jedoch sehr viele Kapitel, sodas man sehr oft auf einer Seiten nur einen kleinen Abschnitt hat und dazu kommt auch noch, dass die Schrift für meinen Geschmack zu groß ist. Wahrscheinlich wäre das Buch höchstens zwei drittel so dick, wenn man kleinere Schrift und weniger Kapitel hätte. Aber dafür ist auch ziemlich viel Inhalt auf den "wenigen" Seiten, ohne dass man das Gefühl bekommt, der Autor wolle nur Seiten vollbekommen.

Ich empfehle es auf jeden Fall weiter und warte sehnsüchtig auf den zweiten Band.
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71 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2010
Mit 57 ca. fünfmal älter als die Altersempfehlung des Verlages habe ich auch bei diesem Eschbach-Jugendthriller keine Sekunde mit dem Kauf gezögert und es nach der Lektüre in einem Rutsch nicht bereut.
Andreas Eschbach hat es wieder einmal verstanden ein bedrückendes SciFi-Thema mit allen seinen ethisch-moralischen Aspekten in eine überaus spannende Handlung zu packen, die Leser aller Altersklassen faszinieren kann. Da nimmt er sicherlich eine Ausnahmestellung unter den deutschsprachigen Spannungsautoren ein.
Mit großem Interesse habe ich die ausführlichen und erfreulich differenzierten Rezensionen zu diesem Buch gelesen und brauche mich deshalb nicht zu wiederholen. Eschbachs Bücher machen nachdenklich und das macht sie so wertvoll! Fazit: Volltreffer und noch mal 5 Sterne!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2010
Eschbach beginnt seinen Thriller in Form eines Roadmovies. Während Christopher, Serenity und ihr Bruder Kyle vor einer noch unbekannten Macht durch die Wüste Nevadas flüchten, wird dem Leser nach und nach die unglaubliche Lebensgeschichte von Christopher enthüllt. Wie Eschbach das macht, ist raffiniert und unglaublich spannend. Christoph war in einem Team, das eine bioneurale Schnittstelle entwickelte, die es Menschen ermöglichte, sich ausschließlich durch Gedanken mit dem Internet zu vernetzen. Doch bereits in einem frühen Stadium der Forschung erkannte der Projektleiter, Dr. Connery, die Gefahren einer solchen Technologie, schloss das Labor und vernichtete alle Forschungsergebnisse. Doch da hatte Linus, ein ehemaliges Teammitglied, sich den Chip schon heimlich implantieren lassen und fortan verbreitet sich die Technik wie ein Virus um die Welt und wird schließlich zur Gefahr für Christopher, seine Familie und den Rest der Welt.

Gemeinsam mit Serenitys Vater und seiner Aussteigertruppe nimmt Christopher den Kampf gegen die "Upgraders", mit den Chip ausgestatteten, vernetzten Menschen auf, die längst nicht mehr fragen, ob man in ihre Kohärenz aufgenommen werden will, sondern einfach assimilieren.

Die ersten 2/3 des Buches mit der Flucht sind unglaublich spannend. Danach im Camp fragte ich mich, wie Christopher auch: Wie soll es nun weitergehen? Was im Folgenden zunächst wie eine Kommandoaktion à la A-Team aussieht, entpuppt sich jedoch bald als raffinierte Finte von Christoph, so dass ich auch das letzte Drittel als hinreichend überraschend und spannend bezeichnen kann. Nach 460 Seiten ist die Handlung des ersten Bandes abgeschlossen und dennoch lechze ich nach mehr, um zu erfahren, wie es mit dem Kampf der Verbündeten gegen die Kohärenz weitergeht. Band 2 kommt jedenfalls ganz weit nach oben auf meine Vormerkliste.

Sicher ist die Idee nicht völlig neu und ein klein wenig erinnert die Kohärenz an eine Frühform der Borg aus Star Trek. Was dieses Buch so spannend und erschütternd zugleich macht, ist die zwingende Logik, der sich Eschbach bedient. Bei mir blieb das ungute Gefühl, dass es bereits morgen so weit sein könnte und so eine Technologie schon bald zur Verfügung stehen könnte - oder vielleicht schon zur Verfügung steht? Eine beängstigende Vision. Mit dazu bei trägt die, so weit ich das beurteilen kann, hervorragende Recherche von Eschbach. Als studierter Luft- und Raumfahrttechniker verlässt er sich nicht einfach auf künstlerische Freiheit, wie das leider viele andere Autoren von Hacker- oder Netzwerkthrillern tun, sondern orientiert sich knallhart an der Realität und fügt nur den so winzig erscheinenden Schritt der bioneuralen Schnittstelle hinzu.

Zum Schreibstil Eschbachs ist wohl nicht mehr viel zu sagen: Durch und durch professionell, seine Schreibtipps sind schließlich seit Jahren von mir hochgeschätzt. Da findet sich kein Fehler, kein Adjektiv zuviel, Eschbach ist für mich die Referenzklasse, wenn es um einen klaren, schnörkellosen Schreibstil geht, wie er für SciFi und Thriller angemessen ist.

Mein Fazit: Rundum spannender Thriller ohne Schwächen, eine Top-Empfehlung für Jungs, aber auch für Erwachsene gut zu lesen. 4 1/2 Sterne, aufgrund der unglaublichen Spannung aufgerundet zu fünf.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2010
Serenity Jones weiß nicht, was sie von Christopher halten soll, der so plötzlich - von einem Moment auf den anderen - in ihrem Leben aufgetaucht ist. Er muss unbedingt ihren Vater finden, Jeremiah Jones, ein gesuchter Terrorist. Doch Christopher behauptet, ihm helfen zu können, denn er ist niemand anderer als Computer Kid - der beste Hacker, den die Welt gesehen hat, jener Junge, der vor 4 Jahren das weltweite Bankensystem in einer einmaligen Aktion ausgetrickst hat.

Christopher ist auf der Flucht. Doch insgeheim ist Serenity davon überzeugt, dass er etwas zu Übertreibungen neigt.
Bis Christopher beim Halt an einer Tankstelle von einem Fingerabdruck-Scanner erkannt wird und nur wenige Minuten später vier Hubschrauber hinter ihnen durch die Wüste jagen. Spätestens als Christopher mit einfach unglaublichen Fähigkeiten die fliegenden Verfolger zum Absturz bringt - und das ohne sich von ihrer Seite zu Bewegen oder eine Waffe in die Hand zu nehmen - hat Serenity einfach nur noch Angst. Sie ahnt nicht, was für Entdeckungen Christopher gemacht hat. Entdeckungen, die die Welt, wie sie sie kennt, völlig verändern werden. Dass Christopher einen Chip im Hirn trägt ist da noch die kleinste Offenbarung ...

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Was für ein Buch! Ich sitze hier, bin noch immer sprachlos und mit den Gedanken völlig in diesem unglaublichen Roman gefangen. Andreas Eschbach ist bekannt für seine guten Bücher, "Black Out" war mein erster Eschbach und wenn die alle so sind, dann hab ich eindeutig eine neue Lesequelle entdeckt.

Schon der Einstieg in diesen Jugend-Thriller, bei dem es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, ist grandios gelungen und fesselt den Leser sofort an die Seiten. Man hat noch keine Ahnung, um was es eigentlich geht, trotzdem ist da sofort so ein Spannungsgefühl, das einen nicht mehr loslässt.
Christopher ist auf diesen ersten Seiten sehr geheimnisvoll, steckt eigentlich schon Mitten in seiner Odyssee, und obwohl man als Leser noch nicht weiß, was zuvor passiert ist - wie er in dieses Auto zu Serenity und ihrem Bruder Kyle gekommen ist - merkt man sofort: Er ist nervös und das zu Recht. Was man auch wenig später bestätigt bekommt.

Gerade diesen Einstieg, der einen mitten ins Geschehen führt, finde ich in diesem Fall außerordentlich gut gewählt. Man hätte den Roman an vielen Stellen beginnen können, aber kaum eine hätte sofort dieses Gefühl von Aufregung vermittelt wie es sich für einen guten Thriller gehört.
Keine langen Einführungen, keine Charakter-Erklärungen. Das alles kommt später, im Laufe der Handlung. Man erfährt woher Christopher kommt, wie er in den ganzen Schlamassel hineingeraten ist. Der Autor geizt dabei nicht mit Informationen, man hat nie das Gefühl, auf der Strecke zu bleiben oder absichtlich hingehalten zu werden. Das kann sich Andreas Eschbach deshalb leisten, weil er es tatsächlich schafft, immer noch einen draufzusetzten.

Das Thema des Romans ist der Fortschritt, die technischen Weiterentwicklungen, die uns unser Leben immer mehr erleichtert sollen, uns dabei aber eigentlich nur in unseren eigenen Fähigkeiten einschränken. Erwähnenswert ist dabei noch, dass "Black Out" wohl einige Jahre in der Zukunft spielt, etwa 10 Jahre würde ich schätzen.
Wissenschaftlich gesehen ist die Grundfrage des Romans, ob und wie es möglich sein könnte, eine elektronische Schnittstelle, ein Interface, zum menschlichen Gehirn aufzubauen. Es werden dabei einige Theorien angesprochen, die ich vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen für äußerst interessant halte - ich kann nicht beurteilen, inwieweit das im Buch Vorgefallenen wirklich möglich ist, aber nachdenkenswert erscheint es mir allemal. Wenn schon nicht vom wissenschaftlichen Blickwinkel aus, dann doch zumindest vom ethisch-moralischen.

Zusammenfassend ein grandios konzipierter Jugend-Thriller, der dem Leser von der ersten bis zur letzten Seite den Atem raubt! Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen - musste ich leider - und sitze nun auf unbestimmte Zeit auf heißen Kohlen bis in hoffentlich naher Zukunft der 2. Teil erscheint. Ich muss wissen, wie's weitergeht!

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Ich schmeiße nicht gerne mit Aufforderungen in Befehlston um mich, aber bitte bitte lest es! "Black Out" ist großartig!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. September 2011
Tschä. Hatte mir doch einen extra dicken Backstein für die
Zugfahrt nach Bremen eingepackt, aber ach, schon als ich im
Hamburger Hauptbahnhof ankam, hatte ich das Teil bereits
zur Hälfte durch. Das nennt man dann wohl eine rasante
Schreibe :-) Und doch, wie schon Eike Christian Hirsch
nörgelte, rasant heißt in erster Linie flach und die
literarische Qualität ist bei mir meist umgekehrt proportional
zum Lesetempo. Ich möchte mich allerdings nicht als
Hilfsranicki betätigen, und Eschbach ist bei mir durch
seine anderen klasse Romane bekannt, und vielleicht habe
ich mich ja nur mit Hyperdrive durchgefetzt, weil das Buch
so verdammt spannend war. Auf jeden Fall habe ich den Eindruck,
daß es viel bessere Bücher von Eschbach gibt, und dafür, daß
der Backstein auch nur wieder ein Teil 1 war, gibt es auf
jeden Fall Punktabzug. So gebe ich schweren Herzens ***1/2.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2010
Ein weiterer Titel von Eschbach, der zum Genre All-Age gehört und sich (wie schon in "Ein König für Deutschland") mit den negativen Seiten der Technisierung unserer Welt beschäftigt. Die Geschichte ist spannnend erzählt, vielleicht ein wenig zu voraussehbar, aber man denkt öfter: "Ja, das könnte tatsächlich passieren." Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. April 2011
Es wurde ja schon alles wichtige in den vielen anderen Rezessionen über dieses Meisterwerk hier gesagt, deshalb kann ich mich recht kurz fassen.

Das Buch entfaltet beim lesen eine Sogwirkung, wie man sie bei vielen Büchern doch leider vermisst. Die Geschichte an sich klingt ja am Anfang recht banal und ist ja auch schon ein paar mal in ähnlicher Weise dagewesen zu der Thematik um die es hier geht. Aber die Aufmachung, die Handlungsstränge der einzelnen Personen und die immer wieder beeintruckende Erzählweise des Autors machen diese Geschichte doch zu etwas herrausragenden.

Man sollte hier unbedingt mal rein Lesen um höchstwarscheinlich das ganze Buch in kürzester Zeit zu "verschlingen" und Eschbach und seinen Büchern nach und nach zu verfallen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Stell dir vor, du bist der beste Computerhacker der Welt und hast den berühmtesten Hack der Geschichte gemacht. Cool, oder? Aber: Stell dir vor, du kannst keinen Snack an einer Tankstelle kaufen, ohne gleich aus Hubschraubern beschossen zu werden. Stell dir vor, du musst auf jegliche moderne Kommunikationstechnologie verzichten, um nicht aufgespürt werden zu können. Stell dir vor, du setzt durch deine Gegenwart das Leben deiner Freunde aufs Spiel. Stell dir vor, du bist mit deiner Freundin auf der Flucht und deine einzige Hoffnung ist es, irgendwo in der Wüste Nevadas ihren Vater, den Wissenschaftler Jeremiah Jones, zu finden, der allerdings als Terrorist gesucht wird. Seine Warnungen vor den Folgen der weltweiten Vernetzung soll er durch Bomben unterstützt haben.
Nein, du möchtest nicht in der Haut von Christopher Kidd stecken. Denn ihm wurde ein Chip implantiert, der das eigene Gehirn mit dem anderer Menschen verkoppeln kann, wodurch eine 'Kohärenz' entsteht, in der jedem alle Informationen zur Verfügung stehen und Konflikte und Missverständnisse nicht mehr vorkommen. Alle sind direkt mit dem 'Feld' verbunden. Nie mehr allein sein, Harmonie, Allwissenheit ' das ist verlockend. Aber welcher Preis muss dafür gezahlt werden? Wie wichtig ist Individualität? Woraus speist sich Lebensfreude? Die 'Upgrader', so nennen sich die Menschen, die sich über den Chip an die Kohärenz angeschlossen haben, wollen die Herrschaft über die Menschheit übernehmen. Kann Christopher das verhindern?
Wieder einmal zeigt sich, dass Andreas Eschbach einfach gut schreiben kann. Die Geschichte wird durch Rückblenden und Erzählungen nach und nach zusammengesetzt, wodurch eine besondere Spannung entsteht. Der Schreibstil ist schnörkellos und genau richtig für einen temporeichen Thriller. Nebenbei werden die Gefahren der modernen Technologien thematisiert, ohne die moralische Keule zu schwingen. Das Buch richtet sich zwar an Jugendliche, ist aber für Erwachsene genauso spannend zu lesen.
Erschreckend ist, dass die im Buch beschriebenen Technologien gar nicht so abwegig sind. An einigen Dingen wird real schon gearbeitet, zum Beispiel an der Steuerung eines Computers durch Gedankenkraft. Wie im Roman 'Ein König für Deutschland' denkt Andreas Eschbach bestehende (Forschungs-)Projekte konsequent und sachlich kompetent weiter.
Das Ende des Thrillers finde ich gleichzeitig negativ und positiv. Negativ, weil das Ende offen ist, denn es handelt sich um den Auftakt einer Serie. Positiv, weil das Ende zwar offen ist, es sich aber um den Auftakt einer Serie handelt. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2014
Eine Riesenenttäuschung. Der eigentlich gute Grundgedanke - Mensch vernetzt- ist leider zu einer (schlechten) Reisseraktion geraten. Schade, von Eschbach hab ich bessere Bücher gelesen." Nobelpreis", "Eine Billion" und "Eine unberührte Welt" haben Maßstäbe gesetzt, die hier leider nicht ereicht werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. November 2010
Andreas Eschbach sammelt seine Erfolge mit ähnlichen Sujets wie in diesem Buch seit langem bereits auf zwei verschiedenen Schienen. Zum einen mit qualitativ hochwertigen Thrillern mit jeweiligen Hightech und leichten Fantasy Einschüben, zum anderen, ähnlich gelagert, mit ebenso hervorragenden Jugendbüchern.

In diesen ist natürlich Andreas Eschbach ebenfalls leicht an Form und Stil erkennbar, dennoch finden sich, der Zielgruppe angemessen, Unterschiede in der Ausführung. Klarer polarisierte Charaktere und eine direktere, weniger komplex ausgelegte Sprache kennzeichnen so auch das neue Buch von Andreas Eschbach, dass für jüngere Leser geschrieben ist. Ein weiterer Unterschied findet sich in der Konzeption auf Buchreihen gerade im Bereich der Jugendbücher, während er in seinen ausgewachsenen Thrillern bisher in sich abgeschlossene Bücher jeweils vorlegte.

Auch "Blackout" ist der Auftakt zu einer mehrbändigen Reihe.
Christopher, die jugendliche Hauptfigur, war bereits als Kleinkind im sprachlich-mathematischen Bereich hochbegabt und wurde durch seinen Vater, einen Programmierer, früh mit der Welt der Computer bekannt gemacht. In rasanter Geschwindigkeit machte er sich diese Welt zu Eigen und beherrscht die digitale Welt im Schlaf.
Gut so, denn seine Fähigkeiten bewahrten die Familie eines Tages vor immensen Schadenersatzforderungen. Um den Preis, dass sein Virus damals die gesamte Finanzwelt in Unordnung brachte und er mit seiner Familie von Deutschland nach England auswanderte.

Doch viel ist seitdem passiert, denn dies alles erfährt der Leser in einfließenden Rückschauen. Zu Beginn des Buches ist Christopher in Amerika auf der Flucht. Eine gezielten Flucht vor allem und allen, die ihm bisher vertraut waren. Sein Ziel ist eine Gruppe von Technik-Aussteigern, denn auch er selbst hat allen Grund, der vernetzten, digitalen Welt zu entfliehen.

Ein Chip wurde entwickelt, unter anderem von seinem Vater, der menschliche Gehirne auf direkte Weise mit dem Internet und untereinander vernetzt. Jeder, der einen solchen Chip implantiert trägt, wird Teil eines menschlichen Gehirnnetzwerkes, der Kohärenz. Tag für Tag, Woche für Woche breitet sich diese Kohärenz aus, verbindet Menschen mit sich und schafft so einen völlig neuen Organismus, der die Individualität der einzelnen Mitglieder auslöscht.
Im Lauf der Geschichte wird klar, dass Christopher ebenfalls einen Chip trägt und sich nichts sehnlicher wünscht, als diesen wieder los zu werden.
Andererseits, nur er mit seinen Fähigkeiten besitzt eine geringe Chance, das Unheil einer gleichgeschalteten und Gehirnvernetzten Welt aufzuhalten. Zusammen mit seinen neuen Verbündeten beschließt er, den Kampf aufzunehmen und zunächst seine Eltern, ebenfalls bereits Teil der Kohärenz, als erste zu retten.

Wieder einmal gelingt es Andreas Eschbach, sich so haarscharf an der möglichen Realität entlang zu bewegen, dass seine Ideen und Einfälle einen bedrückenden Realismus entfalten. Als studierter Luft- und Raumfahrttechniker sind ihm die Verästelungen der digitalen Welt fundiert geläufig und dies spürt man, wieder einmal, dem Buch ab. Dass er zudem traumwandlerisch sicher in der Lage ist, jederzeit eine mitschwingende Spannung im Raum zu halten und eine hohe Geschwindigkeit vorzulegen, ist die zweite Zutat, die seine Bücher zu einem anregenden Erlebnis gestalten.
Mit einer ähnlichen Grundidee wie sie in diesem Jahr bereits Daniel Suarez in "Dämon" vorlegte, legt Eschbach dabei den Finger auf die Nachteile einer sich ständig weiter vernetzenden Welt und der drohenden Gefahr des Verlustes der Individualität im Online Leben. Doppeldeutig legt er die Pole offen. Zum einen jener, die bereits als Jugendliche händeringend nach einer Ausstiegsmöglichkeit aus der ständigen Vernetzung suchen und zum anderen jener, die jeden Kontakt mit dieser Welt versuchen, zu fliehen.

Trotz der Ausrichtung auf jugendliche Leser in eher einfachem Satzgefüge, überschaubar schattierten Protagonisten und einer klaren Aufteilung in Gut und Böse weiß das Buch durchaus auch erwachsene Leser angeregt zu unterhalten und Impulse für eine Reflektion der umfassend sich ausbreitenden digitalen Welt zu setzen. Empfehlenswert allemal.
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