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3,7 von 5 Sternen
Cold Blood - Kein Ausweg. Keine Gnade
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
Wenn ich euch jetzt erzähle, dass dieser Regisseur auch für "Anatomie" und "Anatomie 2" verantwortlich war (die ich persönlich beide sehr gut fand), dürftet ihr dem Film und dieser Review ganz schnell den Rücken kehren.
Der aus Österreich stammende Regisseur Stefan Ruzowitzky, der vorallem für "Anatomie 2" einen auf den Sack bekommen hat, traut sich mit "Cold Blood" zum ersten Mal, einen Streifen in den USA zu verfilmen - und das tut Hollywood gut. Denn die sind immer noch im Remake-Rinderwahn, Sequels am Fließband produzieren und auf der Suche nach neuen Ideen...

"Cold Blood" beginnt mit Allsion (Eric Bana) und seiner Schwester Liza (Olivia Wilde), die auf der Flucht sind, da sie ein Casino ausgeraubt haben. In der arschkalten und verschneiten Landschaftsgrenze Richtung Kanada fahren sie ein Reh an, wobei sich ihr Auto überschlägt und Schrott ist. Sie entschließen sich zu trennen um es irgendwie alleine über die Grenze zu schaffen.
Zeitgleich kommt Ex-Boxer Jay (Charlie Hunnam) aus dem Gefängnis raus und sucht sofort seinen ehemaligen Mentor auf, wegen dem er einsaß. In der Hitze des Gefechtes tötet er seinen Trainer aus Versehen. Er weiß nicht wohin, denn mit seinen Eltern (Kris Kristofferson und Sissy Spacek) versteht er sich auch nicht mehr.
Von diesen beiden Verbrechen bekommt auch die Polizei die ersten Hinweise und sucht die Räuber sowie den Mörder. Auch hier hapert es. Denn der Polizeichef (Treat Williams) kommt einfach nicht damit klar, dass sein kleines Mädchen (Kate Mara) auch diesen Beruf in seiner Einheit ausübt und schwere Delikte lieber "seinen harten Jungs" überlässt.

Somit haben wir also drei Familienschicksale, die entweder eine traumatische Vergangenheit hatten und/oder das Familienleben alles andere als harmonisch verläuft. Natürlich führen die verschiedenen Stränge mit jeweils interessanten Einzelkonflikten gegen Ende hin zu einem "runden Tisch", dass man behaupten kann, dass dieser Film so ähnlich wie das Meisterwerk "L.A. Crash" aufgebaut ist, auch wenn "Cold Blood" diesem Film nicht annährend das Wasser reichen kann. Das heißt jedoch keineswegs, dass dieser Film schlecht ist. Eher im Gegenteil, er hat mich positiv überrascht.
So baut man anfangs sehr auf Thriller-Elemente und man muss dem Regisseur zu Gute halten, dass er a) allen Charakteren viel Zeit lässt, um sich zu entwickeln (ohne dass die Dynamik ausgebremst wird), und b) was noch viel wichtiger ist: Er lässt sehr, sehr lange Zeit offen, ob dieser oder jener Charakter ein guter Kerl oder eher ein Bad Guy ist. Die eigene Moral wird auch sehr oft angesprochen so dass die Grenzen zwischen Gut und Böse sich sehr oft in einer Grauzone befinden.
Somit hat der Zuschauer schon mal genug Studentenfutter für sich mit den Charakteren auseinanderzusetzen und genau deswegen wird es auch nicht langweilig. Abwechselnd wird der "Fortschritt" der jeweiligen Parteien gezeigt, der Thriller-Part macht immer mehr Platz für Dramaturgie und auch (!) lustige Momente, die nichtmals deplaziert wirken.

Der Film wird vorallem auch durch die guten Schauspieler getragen, die ihre Charaktere hervorragend rüberbringen. Eric Bana ist auf Droge, Boxer Charlie Hunnam bringt die Aggressivität mit und Olivia Wilde mit knallroten Lippenstift wirkt wie die unschuldigste Verführung seit Duplo.
Was ich lediglich bemängeln kann sind zwei Popp-Szenen, die der Film nicht gebraucht hätte und der Schluss, der zwar nicht schlecht ist, ich mir aber etwas anderes gewünscht hätte.

"Cold Blood" ist eine interessante Mischung aus Thriller und Drama geworden, bei dem die Charaktere einen interessanten Tiefgang besitzen und die Spannung sowie die Dramatik genau die richtige Dosierung hat. Kein Blockbuster, aber ein sehr ausgefeilter intensiver Film für Leute, bei denen es nicht an allen Ecken und Enden krachen muss.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die drei Räuber (ein Casinoüberfall mit dem Mädchen als Ablenkung, vermutet man) sind sich sicher, es geschafft zu haben, als ihr Wagen ins Schleudern gerät. Bei dem Unfall stirbt der Fahrer. Ein Polizeiwagen hält am Straßenrand, der Polizist steigt aus, will helfen – und wird so kaltblütig erschossen, wie man es schon lange nicht mehr gesehen hat.So vielversprechend also beginnt Stefan Ruzowitzkys Cold Blood – Kein Ausweg, keine Gnade (Deadfall). Addison, so heißt Eric Banas raubtierhafter Gangster, wird wie eine Urgewalt die Dynamik des Films beherrschen. Er kämpft sich durch die schneebedeckte Weite Michigans und tötet jeden, der ihm im Wege steht (auf diese Weise eignet er sich im Verlauf der Handlung immer mehr Kleidungsstücke, Fortbewegungsmittel, Waffen und andere Attribute seiner Gegner an, sodass er am Schluss eine fast neue Erscheinung ist).

“Cold Blood – Kein Ausweg. Keine Gnade.” ist die erste Hollywoodproduktion des Österreichers Stefan Rutzowitzky, nachdem er 2007 für “Die Fälscher” den Oscar für den besten fremdsprachigen Film bekommen hat. Familie und ihre Bedeutung – das ist das Grundthema von “Cold Blood. Visuell schön umgesetzt und mit guten Schauspielern besetzt. Beson­ders Eric Bana sticht als für­sorg­li­cher eis­kal­ter Kil­ler her­aus und Oli­via Wilde als naive, ver­füh­re­ri­sche Schwester. Die Actionszenen sind gelungen und es kommt keine Langeweile auf, weil die Story zügig vorangeht.

Fazit: Ste­fan Ruzo­witzky ist mit „Cold Blood bzw. Deadfall ein unter­halt­sa­mer, eis­kal­ter und knall­har­ter Action-Thriller mit her­vor­ra­gen­den Figu­ren gelungen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
(Kinoversion)

Wer hätte gedacht, dass, wenn man einen Österreicher in den verschneiten kanadischen Wäldern (die hier als Double für schneebedeckte Landschaften irgendwo in Michigan dienen) aussetzt, so ein dichter und spannender Thriller wie „Cold Blood“ dabei rauskommt? Ich sicherlich nicht. Die bisherigen Werke des Wiener Regisseurs Stefan Ruzowitzky („Anatomie 1 + 2“, „Die Fälscher“) sprechen durchaus für sich, aber mit „Cold Blood“ liefert der Österreicher seinen ersten in Amerika (na gut, Kanada) gedrehten Film ab, und das ziemlich souverän. „Cold Blood“ ist allerdings eher Drama als actionreicher Thriller, insofern sollten die, die hier einen spannungsgeladenen Kawumm-Film erwarten, aufmerksam weiterlesen, denn das ist „Cold Blood“ sicherlich nicht. Warum er aber dennoch verdammt gut ist, erfahrt Ihr hier:

Die Geschwister Addison (Eric Bana, „Hulk“, „Wer ist Hanna?“) und Liza (Olivia Wilde, „Cowboys & Aliens“, „In Time“) haben gerade ein Casino überfallen und sind mit ihrem Fluchtwagenfahrer auf ebendieser. Als ein Wildtier die verschneite Straße irgendwo im Nirgendwo in Michigan kreuzt, müssen Wagen und Fahrer dran glauben, Addison und Liza beschließen derweil, sich getrennt voneinander auf den Weg zur kanadischen Grenze zu machen, wo man wieder aufeinander treffen will. Während Addison sich mordend durch die eiskalten Wälder pflügt, liest Liza den ehemaligen Boxer Jay (Charlie Hunnam, „Sons of Anarchy“) auf, der auch gerade irgendwie auf der Flucht ist. Zusammen machen sie sich auf den Weg zu Jays Eltern (Sissy Spacek, „Carrie“ und Kris Kristofferson, „Blade“), die nahe der kanadischen Grenze wohnen. Ihnen immer dicht auf den Fersen sind Sheriffstochter Hanna (Kate Mara, „127 Hours“) und ihr Papa (Treat Williams, „Everwood“). Und dann treffen Jäger und Gejagte in Jays Elternhaus zum blutigen Showdown aufeinander…

„Cold Blood“ überrascht mit einer recht dichten und gekonnt ausgeloteten Story, die man diesem vermeintlichen Thriller so gar nicht zugetraut hätte. Zwar trägt Drehbuchautor Zach Dean in seinem ersten Script mit gleich drei dysfunktionalen Familiengeschichten etwas dick auf (Jay hat ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, Hanna hat Autoritätsprobleme mit ihrem Sheriff-Papa und Addison und Liza haben durch ihre traumatische Kindheit eh mächtig einen an der Waffel), dennoch gelingt es ihm, jedem der drei Handlungsstränge Nachvollziehbarkeit und ausreichend Zeit angedeihen zu lassen. Psychologisch gesehen ist die unheilvolle Verbindung von Addison und Liza mit ihrer furchtbaren Vergangenheit sicherlich der interessanteste Part, so dass man sich hier fast noch mehr tiefere Einblicke oder sogar Rückblenden gewünscht hätte. Doch dank eines ausgezeichneten Casts, allen voran Eric Bana, entfalten alle drei Handlungsstränge emotionale Wucht, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung.

„Cold Blood“ ist trotz dreier Handlungsstränge erstaunlich geradlinig erzählt und richtet seine gesamte Handlung konsequent auf ein Ziel aus, nämlich das Aufeinandertreffen aller Protagonisten nach gut 85 der insgesamt 95 Filmminuten. Und genau das macht den Film so spannend. Man weiß praktisch fast von Anfang an, was am Ende des Films passieren wird und kann nur ungeduldig die einzelnen Episoden abwarten, die auf das unheilvolle Ende geradewegs zusteuern. Schon weit vor Ende des Films schlägt man imaginär die Hände über dem Kopf zusammen, wenn man sich vorstellt, was wohl passieren wird, wenn Liza ihren besitzergreifenden und latent inzestuös agierenden Bruder wiedertrifft, wo sie sich doch gerade unerwarteterweise in Jay verliebt hat. Wie wird Jay reagieren, wenn er erfährt, was Addison ins Haus seiner Eltern getrieben hat und er feststellen muss, wie obszön gewaltbereit Addison ist? Und wenn dann noch die Polizei in Form eines überaus angespannten Vater-Tochter-Verhältnisses ins Haus schneit, kann es ja nur zur totalen Katastrophe kommen, oder? All diese Gedanken begleiten einen während des Filmverlaufs und machen „Cold Blood“ so trotz vieler ruhiger Passagen ziemlich spannend.

Dies ist natürlich auch den ausgezeichneten Darstellerleistungen geschuldet. Besonders Eric Bana gelingt es hier vortrefflich, seine Figur verstörend ambivalent zu gestalten. Er wechselt wunderbar feinfühlig zwischen eifersüchtigem Über-Bruder, dessen Blicken auf seine Schwester manchmal die brüderliche Unschuld gänzlich fehlt, kaltblütigem, gewaltbereitem Psychopathen und auf verquere Weise gerechtem und fast fürsorglichem Outlaw. Jede emotionale Wandlung nimmt man Bana ab. Dem gegenüber fällt die Darstellung der traumatisierten und ihrem Bruder hörigen Liza leider etwas ab. Olivia Wilde gelingt es nur manchmal, die ganze Tragik, die ihrer Figur innewohnt, in stimmige und vor allem überzeugende Emotionen und Handlungen umzuwandeln. Sie agiert fahrig oder überakzentuiert, so dass ihre Rolle nicht immer glaubwürdig wirkt. Charlie Hunnam, dieser wunderhübsche Engländer, der schon in „Sons of Anarchy“ überzeugend den sympathischen Outlaw gibt, erweitert diese Rolle um einige tragische Nuancen eines einst erfolgreichen, aber dann mit dem Gesetz in Konflikt geratenen Boxers, der es nicht ertragen kann, seinen Vater enttäuscht zu haben. Sissy Spacek, einst als (blut)junge „Carrie“ zu Ruhm gekommen, spielt ihren kleinen Part mit unerschütterlicher Ruhe und ausgewogener Besorgnis. Kris Kristofferson als grummeliger Dad, der seinem Sohn das Abweichen vom rechten Weg nicht verzeihen kann, hat hier mimisch nicht viel zu tun, bewältigt das Wenige aber souverän. Und auch wenn die Rollen von der unsicheren Sheriffstochter, die sich sehnlichst Respekt und Anerkennung (und natürlich Liebe) wünscht und von ihrem barschen, verschlossenen Vater latent klischeehaft sind, vermögen Kate Mara und Treat Willliams ihnen ein wenig Kontur zu verleihen.

Die unterschiedlichen Wege, die die Geschwister hier einschlagen, um ans Ziel zu kommen, bestimmen den Spannungsgrad des Films, wobei auch innerhalb dieser Wege verschiedene Abzweigungen genommen werden. So ist es mal spannender, Addison dabei zu beobachten, wie er sich unbarmherzig und brutal seinen Weg durch die blizzardverwehten Wälder bahnt und dabei weitere Morde begeht, mal steckt mehr Dichte in der Schilderung der sich anbahnenden Zuneigung zwischen Liza und Jay. So gelingt es dem Film trotz vieler wortkarger, ruhiger Momente, ein fast konstantes Spannungsfeld aufzubauen, welches Regisseur Ruzowitzky gekonnt um einige blutige und brutale Sequenzen erweitert. So bleibt der Film trotz definitiv vorhandener intensiver psychologischer Auslotung immer spannend.

Ergo ist „Cold Blood“ eine interessante Thriller-Variante, da der Film trotz vieler dialogarmer Sequenzen und dramaturgisch intensiver Momente immer unterschwellig spannend bleibt, wenn eben auch nicht im herkömmlichen und bei diesem Film vielleicht erwarteten Action-Sinn. Ein Film, auf den man sich einlassen und damit rechnen muss, dass er die gängigen Erwartungen an ihn nicht erfüllt…aber trotzdem sehr gut ist. Somit gerne vier von fünf Brüdern und Schwestern, die ihr Verhältnis zueinander mal gründlich überdenken sollten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 27. Oktober 2013
Wer wie ich Thriller in Schnee und Eis liebt, der darf nun zum guten Quartett von "Fargo (Coen Brothers)", "Der Gejagte (Paul Schrader), "Ein einfacher Plan (Sam Raimi) und "Transsiberian" (Brad Anderson) einen fünften guten Genrevertreter hinzunehmen. Es ist das Hollywood-Debüt des österreichischen Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky (Die Fälscher) von 2012, das im Original "Deadfall" heißt und für den deutschen Markt auf "Cold Blood - Kein Ausweg, keine Gnade" umgetauft wurde.
Auch wenn das Finale etwas abflacht, ist dieses mysteriöse Geschwisterdrama ziemlich gut aufgebaut und wartet mit starken Figuren auf. Es sind dies Addison (Eric Bana), der mit einem Gangsterkumpel und seiner jüngeren Schwester Lisa (Olivia Wilde) gerade ein Casino ausgeraubt hat, mit dem Fluchtauto unterwegs Richtung kanadische Grenze fährt und durch einen Crash mit einem Reh auf glatter Fahrbahn ins Schleudern kommt Der Wagen überschlägt sich, sein Komplize überlebt den Unfall nicht. Die Geschwister sind wie durch ein Wunder beinahe unverletzt. Ein Bulle kommt zum Unfallort und wird von Addison erschossen. Dann begibt sch das Pärchen auf die Flucht und trennt sich später, weil Addison glaubt, dass seine Schwester bessere Chancen hat, wenn sie sich per Anhalter durchschlägt und sich die beiden dann später wieder treffen. Die hübsche Frau wird von dem jungen Boxer Jay (Charlie Hunnan) aufgelesen, der gerade aus dem Knast entlassen wurde und gleich wieder in Schwierigkeiten geraten ist. Dieser ist auf dem Weg zu seinen Eltern June (Sissy Spacek) und Chet (Kris Kristofferson). Besonders mit dem Vater herrscht seit seiner Freiheitsstrafe ein angespanntes Verhältnis. Jay verliebt sich sehr schnell in die geheimnisvolle Lisa, durch einen Blizzard sind die beiden gezwungen im Motel zu übernachten. Eine heiße Liebesnacht ist das Ergebnis. Derweil sucht die Polizei unter der Leitung von Sheriff Becker (Treat Williams) fieberhaft nach den Räubern. Seine Tochter Hannah (Kate Mara) ist zwar angehende FBI Agentin, wird aber vom Dad nicht ernst genommen, als sie sich anbietet, sich bei der Verbrecherjagd zu beteiligen...
Auch wenn die Location Eiseskälte vermittelt - Ruzowitzys Film hat starke Noir Elemente zu bieten und bietet sogar phasenweise die Erinnerung an alte Klassiker von Raoul Walsh oder William Wyler. Letzterer hat ja ein ähnliches Szenario in "An einem Tag wie jeder andere" gewählt - auch in "Cold Blood" wird am Ende der Kampf zwischen Bürgern und Kriminellen im engsten Familienkreis ausgetragen. Denn es ist Thanksgiving und endlich können Konflikte auch geklärt werden. Die Figuren haben Tiefe zu bieten, auch bei den Hauptdarstellern stimmt die Chemie. Sowohl wird die fatale Beziehung zwischen Bruder und Schwester gut umgesetzt - auch der Funke, der zwischen Jay und Lisa überspringt, wird dem Zuschauer sehr glaubwürdig vermittelt. Eric Bana darf den Psychopathen spielen und das macht er sehr gut. Ein bisschen schwingt sogar Westernfeeling mit, dem Macher gelang der Wechsel von leisen Momenten, brachialer Gewalt und virtuoser Action spielend. Als Genrefilm ein heißer Tipp...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer Addison(Eric Bana) in -Cold Blood- kennen lernt, der weiß, dass seine Schwester Liza(Olivia Wilde) damit ganz sicher nicht übertreibt. Die Geschwister sind auf der Flucht. Nach einem Casinoüberfall stranden sie auf Grund eines Verkehrsunfalls in den eisigen Wäldern nahe der Kanadischen Grenze. Addison tötet einen Polizisten und trennt sich von Liza. Der Plan der Geschwister ist, sich in Kanada wieder zu treffen. Während Liza, halb erfroren, von dem ehemaligen Boxer Jay(Charlie Hunnam) mitgenommen wird, setzt Addison seine Flucht zu Fuß und per Scheemobil fort. Liza erfährt in Jays Nähe zum ersten Mal echte Zuneigung. Jay, der gerade aus dem Gefängnis kommt, ist auf dem Weg zu seinen Eltern Chat(Kris Kristofferson), einem ehemaligen Sherrif und June(Sissy Spacek). Liza ist hin und her gerissen. Addison "tötet" sich durch die Wildnis, die Polizei ist dicht auf seinen Fersen. Vor allem die junge Polizisten Hanna(Kate Mara) kommt ihm gefährlich nah. Am Ende treffen sich alle Beteiligten zum Showdown in Jays Elternhaus...

-Cold Blood- ist ein harter, schonungsloser, schneller und brutaler Thriller. Die Story ist weder neu noch besonders clever konstruiert, aber sie ist gnadenlos spannend. Es gibt keine Minute im Film, die auch nur die geringste Länge aufweisen würde. Eric Bana ist als seltsamer, unberechenbarer Killer extrem gut. Auch Charlie Hunnam als Ex-Boxer Jay hat mir hervorragend gefallen.

Stefan Ruzowitzky hat mit -Cold Blood- einen Thriller alter Schule auf die Leinwand gebannt. Ein Film, der schnurgerade, ohne Wenn und Aber seinen Weg zu einem wirklich sehenswerten Ende geht. Mir hat das ziemlich gut gefallen. Sie müssen und dürfen mal wieder selbst entscheiden, was sie davon halten. Von mir gibt es die Empfehlung zum Anschauen...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Juli 2013
agiert Eric Bana als Addison. Lässt aber auch immer wieder psychische Schwächen aufblitzen, beispielsweise wenn er die verbotene Liebe zu seiner Schwester Liza offenbart.
Die Action ist, wenn sie eintritt einfach brutal.
Viele Wendungen und doch logische Verknüpfungen zwischen den Protagonisten halten den Spannungslevel hoch.
Der Shootout ist heftig und lässt....
Na ja, will ich nicht vorwegnehmen.
Ein durchaus lohnenswerter Film.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2013
Zuerst bin ich durch den Trailer aufmerksam geworden und als ich dann die Darstellerliste sah, wusste ich das hier ein guter Film enstehen konnte.

Der Film fängt direkt nach einem Raub an, wo das Geschwisterpaar ( Adddison und Liza)ne Menge Geld hat mitgehen lassen aber durch einen Autounfall gezwungen werden sich zu trennen und in Kanada wieder zusammen finden wollen.
Natürlich ist die Polizei hinter ihnen her und während Liza unterwegs aufgegabelt wird und eine Romanze beginnt ist der Weg des Bruders blutig und brutal.
Spannung bis zum Showdown wo Addison dann das Haus der Eltern von Lizas neuem Freund erreicht und die Geschwister sich früher wiedersehen als Gedacht mit einem Ende das so niemand erwartet!

Ich habe selten so vor Spannung vorm Tv gesessen.Tolle Schneelandschaft wo man mit den Personen mitfühlt und die kälte selber spühren kann.Sehr gut gefallen haben mir die Eltern von Lizas Freund, Oliva Wilde als bildhübsche Augenweide( was für Augen!) und Eric (Hector) Bana.
Die Fsk ab 16 muss man sagen ist auch gerechtfertigt da es schon sehr brutale Szenen im Film gibt.1Stern nur deshalb weniger weil ich alle Filme bewerte und es bessere gibt.

Ich kann nur jedem der auf Thriller und Nervenkitzel steht diesen Film empfehlen.
Man wird hier auf seine Kosten kommen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Juli 2013
Cold Blood ist bestimmt kein Film der einen Innovationspreis gewinnen würde, aber die gnadenlose Härte und die Geradlinigkeit des Storyverlaufs fand ich ziemlich erfrischend und auch die Thematik, dass jeder der Handlungsstränge irgendwie das Thema Verwandtschaft und Verbundenheit in sich trägt hat mich angesprochen.
Darstellerisch ist wohl Eric Bana besonders herausragend als eiskalter Killer mit Herz, während Olivia Wilde nicht nur mit ihrem Aussehen sondern auch ihrer Verletzlichkeit punktet. Schön fand ich die Nebenrollen der Altstars Kris Kristofferson und vor allem Sissy Spacek.

Das Bild vermittelt sehr schön die Atmosphäre des Films und ist für so eine eher kleine Produktion auf hohem Niveau.
Der Ton vermittelt ein sehr gutes und intensives Filmgefühl und der recht gelungene Score tut sein übriges.
Die Extras hingegen sind doch etwas zu spärlich ausgefallen, aber dennoch sehenswert.

Fazit: unbedingt einen Blick riskieren!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. April 2013
Nach dem Überfall auf ein Casino befinden sich die Geschwister Addison und Liza auf der Flucht. Als sie mitten im Schneesturm einen Autounfall bauen, beschließen sie, getrennte Wege zu gehen. Während Liza auf Jay trifft, der gerade unterwegs zum Thanksgiving-Fest bei seinen Eltern ist, hinterlässt Addison eine blutige Spur voller Gewalt.

Cold Blood ist ein kleiner fieser Film in faszinierender, eiskalter Winterlandschaft, der bis in die Nebenrollen richtig gut besetzt ist.Besonders Eric Bana als eiskalter Killer, lässt einen manchmal einen kalten Schauer den Rücken runter laufen.Auch gern gesehen sind die Mädels Kate Mara und Olivia Wilde und auch Veteranen wie Sissy Spacek und Kris Kristofferson sind mit von der Partie.Für die Figuren ließ der Film sich genug Zeit zur Entfaltung und steuert gerade zu, auf ein Ende mit Schrecken. 7/10 von mir
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2013
kalter düsterer thriller mit top-darstellern ,absoluter geheim-tipp für film-freunde,die den abgrund lieben !
super handlung sowie eine tolle kamera ...den film schaut man sich gerne öffter,s an- absolut fesselnd !!!!!!!!!
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