Kundenrezensionen


23 Rezensionen
5 Sterne:
 (18)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Gefühle und eine Umverteilung der Gerechtigkeit
Klappentext:
Das Paradies ist machbar, glaubt der 9-jährige David. Man müsste nur das Geld ein wenig umverteilen. Oder die Kühe von nebenan freilassen, die noch nie auf der Weide waren. Dass David begonnen hat, seine oft wilden Pläne in die Tat umzusetzen, erfährt seine Mutter Lovis erst, als er nach einem Unfall im Koma liegt. Sie findet...
Vor 18 Monaten von Nanni "fantasie-und-traeum... veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte, anstrengende Protagonistin
Zunächst einmal: Die Geschichte des Buches finde ich richtig super, wenn sie auch fatal an den Film "Pay it forward" ("Das Glücksprinzip") erinnert. Es gibt so viele Parallelen, dass man meinen könnte, die Autorin hat ihre Ideen von diesem Film.

Das Buch besteht quasi aus zwei Handlungssträngen: Einmal ist da die Geschichte...
Vor 2 Tagen von Simone Held veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Große Gefühle und eine Umverteilung der Gerechtigkeit, 20. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Klappentext:
Das Paradies ist machbar, glaubt der 9-jährige David. Man müsste nur das Geld ein wenig umverteilen. Oder die Kühe von nebenan freilassen, die noch nie auf der Weide waren. Dass David begonnen hat, seine oft wilden Pläne in die Tat umzusetzen, erfährt seine Mutter Lovis erst, als er nach einem Unfall im Koma liegt. Sie findet seine Aufzeichnungen und beginnt zu kämpfen: um ihren Sohn, um ihre zerrüttete Ehe und um das Paradies auf Erden, das zu scheitern droht.
Autorin:
(Quelle: Droemer Knaur)
Antonia Michaelis, 1979 geboren, begann bereits als Kind zu schreiben. Sie ist eine renommierte Autorin von zahlreichen Büchern und Theaterstücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Roman „Der Märchenerzähler“ wurde für den Deutschen Jugendbuchpreis und den Buxtehuder Bullen 2012 nominiert. Antonia Michaelis lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in einem Dorf nahe der Insel Usedom.

Eigene Meinung:
Als der 9-jährige David bei einem Verkehrsunfall so schwer verletzt wird, dass er ins Koma fällt, ist seine Mutter Lovis zu tiefst erschüttert. Angeblich sei er extra auf die Autobahn gelaufen. Wie aus dem Nichts dort aufgetaucht. Doch wie ist er dort hingekommen? Was wollte er dort? Lovis ganzes Leben ist nun durcheinander gebracht. Dabi hatte sie zuvor schon genug Probleme. Mit ihrem Job als Künstlerin, mit ihrer Ehe, mit der dicken Mauer um sie herum ... Doch dann findet sie Davids "Werkstattberichte" und beginnt die Dinge aus einem anderen Winkel zu sehen. Und mit der neuen Betrachtungsweise beginnt sie nicht nur darüber nachzudenken, sondern aktiv an ihrem Leben und ihrem Umfeld zu arbeiten.
Davids Werkstattberichte sind eine Art Experiment. Der Junge entdeckt, dass das Leben nicht gerecht zugeht und positive und negative Lebenseinflüsse häufig schier willkürlich verteilt. Das findet er gemein. Er möchte, dass es allen gut geht. Dass es "das Paradies" auf Erden gibt. Für Jeden. Für die arme alte Nachbarin, die nicht ins Heim möchte, die humpelnde Spaziergängerin und seine Freundin Lotta, deren Mutter viel zu viele Kinder und zu wenig Geld hat. Er beginnt eine ganze Reihe von Versuchen und vielleicht gelingt es ihm die Welt zumindest ein klein wenig zu verbessern.
Ich bin ein großer Fan der Autorin Antonia Michaelis und mag an ihr vor allem, dass man nie genau weiß, was einen erwartet. Eins ist mir jedoch schon immer aufgefallen: sie ist sehr poetisch und hat häufig einen besonderen Blick auf manche Dinge. Verschleiert sie gern oder stellt sie so dar, dass jeder seine eigene Betrachtungsweise entwickeln kann. In ihrem Roman für Erwachsene "Paradies für Alle" vereint sie eine Mischung aus Philosophie und Religion. Wer vor allem mit dem Letzteren nichts anfangen kann, ist in dem Buch sicher falsch aufgehoben, wobei es vielleicht auch dazu beiträgt diese Sichtweise ein wenig zu ändern...
Einer der Hauptcharaktere des Buches ist der 9-jährige David, der mit seinen Experimenten nicht nur sein unglaublich gutes Herz unter Beweis stellt, sondern auch zum Nachdenken anregt. Mir gefällt es sehr gut, dass der Leser dabei nicht auf sich allein gestellt wird, sondern quasi in Begleitung von Lovis durch diverse Gedankengänge geführt wird. Allerdings finde ich viele Gedanken des Jungen wenig authentisch. Natürlich gibt es Kinder, die in diesem Alter schon besonders schlau sind, und ich denke es geht gerade darum, dass Kinder sich viele Gedanken machen, Ängste und Nöte der Menschen ernster nehmen und auch ihre eigenen Sorgen entwickeln, aber David ist mir manchmal ein wenig zu fern von einem realistischen 9-jährigen, was mich ein bisschen gestört hat. Ebenso die Länge des Buches, denn an manchen Stellen wird es doch etwas langatmig.
Eine weitere große Rolle spielt Davids Mutter Lovis. Sie ist diejenige, die Davids Geheimnissen auf den Grund geht. Sie ist diejenige, deren Leben den größten Bedarf an Veränderung hat. Manchmal muss man zuerst in ein tiefes Loch fallen, um selbst wieder bergauf zu finden ...
Fazit:
“Paradies für Alle” ist, wie der Titel schon ahnen lässt, ein Buch, das sich mit dem Paradies beschäftigt. Ein Paradies, das dazu beiträgt, dass die Ungerechtigkeit auf der Welt ein kleines bisschen besser verteilt wird, und das alle Menschen glücklich machen soll. Dafür sorgen möchte ein 9-jähriger Junge, der dafür ein hohes Risiko eingeht. Ein Roman, der an manchen Stellen etwas langatmig ist und auf mich teilweise gestellt wirkt, mich dann aber mit großen Gefühlen, Gänsehaut und unvorhersehbaren Wendungen wieder versöhnlich stimmen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannendes Buch das verzaubert, 21. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
„Paradies für alle“ fesselt einen von Anfang an. Der 9-jährige David wurde auf der A20 in der Nähe von Rostock von einem Auto angefahren. 50 km von zu Hause entfernt. Der Fahrer des grauen BMW konnte nicht ausweichen. David wurde ins Krankenhaus eingeliefert und liegt im Koma. Wie ist er auf die Autobahn gekommen? Wird er wieder aufwachen, und wenn ja in welchem Zustand? Man weiß nicht was geschehen ist, diese Frage stellt sich Lovis bis zur Auflösung am Ende immer wieder, was das Buch sehr spannend macht. Erzählt wird zu Beginn aus der Sicht von Lovis, Davids Mutter in einem sehr reduzierten fast telegrammartigen Stil. Durch die Dichtheit der Sprache wirkt der Beginn der Geschichte beklemmend, Lovis sehr reduziert auf wenige Eigenschaften. Sie hat sich von ihrem Mann Claas entfernt, und auch von Davids Leben und seinen Gedanken hat sie sich entfremdet. Sie lebt in ihrer eigenen Welt, in der sie als erfolgreiche Malerin abstrakte graue Kästchen malt, Claas ist wegen seiner Arbeit im Krankenhaus nur selten zu Hause, hat aber letztlich viel mehr von Davids Gedanken gewusst, als Lovis ahnt. Lovis macht sich Vorwürfe, sie hätte mehr Zeit mit David verbringen müssen, die Art von Vorwürfen die man sich als Eltern in solch einer Situation macht. So weit wäre der Plot sicherlich vorhersehbar und oft genug gelesen, so weit wäre es ein Buch wie viele andere.

Dabei hat sich David ähnlich wie Lovis ebenfalls immer mehr in eine eigene Teilwelt zurückgezogen, die ganz durch seine Projekte bestimmt wird. Lovis findet Davids Werkstattagebuch, eine Art Tagebuch seiner Projekte. Diese Aufzeichnungen sind chiffriert. Lovis befragt Nachbarn und Freunde, und muss sich dadurch mit Dingen und Menschen auseinandersetze, die sie bislang nicht wahrgenommen oder bewusst ausgeklammert hat. David stellt sich in seinem Werkstattagebuch unendlich viele Fragen und so erfährt Lovis von einem geheimnisvollen Haus im Wald in dem ein alter Mann lebt, der nur knappe Antworten gibt, der in Rätseln spricht und David allem Einblick in die Werke von Philosophen wie Sokrates, Nietzsche oder Habermaas gibt. Das führt zu wunderbaren Dialogen, die zu Beginn noch recht verspielt erscheinen aber der Geschichte die eigentliche Dramatik geben.

David sieht, dass das Glück nicht gleich verteilt ist, dass Reichtum oder Armut nicht gleich verteilt sind und macht sich Listen mit Dingen die er ändern will. David will ein Paradies auf Erden schaffen. Es beginnt mit einfachen Sachen, die bestimmten Menschen fehlen, so wie Lotta ein Fahrrad fehlt. Lotta die David bewundert, Lotta die aus einer armen Familie kommt und irgendwie alles Unglück auf sich zieht. Lotta die vielleicht nicht die schlaueste ist, aber letztlich viel mehr versteht als sie sich selbst zutraut. Davids und Lottas Listen werden länger und die Wünsche komplizierter. Sie versuchen einer alten Frau zu helfen, die aus ihrem Haus ausziehen muss, denn sie soll in einem Heim unterkommen. Aus kleinen Projekten werden größere, kompliziertere und auch gefährlichere.

Die Rettungsversuche erscheinen zu Beginn kindlich, kindlich versetzt mit viel Idealismus und in Bezug auf Lotta mit sehr viel Unbekümmertheit, einer wunderbaren Direktheit und Ehrlichkeit und einer gewissen Naivität. Die anfänglichen Fragen in Bezug auf Religionen werden zu philosophischer Grundfragen. Eine Antwort auf alles? Es hat in der Konsequenz etwas Hilfloses. Natürlich. Das, was die Philosophen in den letzten Jahrtausenden an Theorien erschaffen haben, werden zwei Kinder, oder zwei Menschen, zusammen nicht in wenigen Monaten in Taten umsetzen können. Es ist somit auch mehr der Wille etwas ändern zu wollen, der einen durchaus berührt, Dinge zu ändern sie man eben als Erwachsener nicht mehr wahrnimmt oder an deren Existenz man sich gewöhnt hat. So wie es in der Geschichte geschrieben hat dies etwas sehr Wunderbares und Bewegendes.

Beeindruckend ist der Detailreichtum in Antonia Michaelis Beschreibungen und Beobachtungen. Poetisch? Das klingt nach Kitsch und das trifft für "Paradies für alle" sicherlich nicht zu. Vergleicht man es mit „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis, so ist es ein vollkommen anderes Buch. Die Sprache ist erwachsener und vor allem ist es vielschichtiger, nicht so verträumt oder kritisch gesprochen, nicht so kitschig. Mit dem Aufschlagen Buches läuft beim Lesen ein Film im Kopf ab der bis zum Ende nie abreist.

Sehr eindrucksvoll wechselt Antonia Michaelis nicht nur sprachlich zwischen Davids und Lovis Welt. Die Wechsel der beiden Ebenen machen das Buch von Beginn an so spannend, die Geschichte um David und Lotta weiß durchgängig zu verzaubern. Antonia Michaelis schafft es die Sprache und Gedanken von Kindern so lebendig abzubilden wie kaum jemand anderes. Es erscheint zum Anfang vielleicht wie eine Art Spiel, was David betreibt, man nimmt ihn so wie man es als Erwachsener gewohnt ist nicht ganz ernst, aber letztlich sind es Davids Versuche seine Umgebung zu verändern, das zu erreichen was man selbst für unmöglich hält was zum bestimmenden Teil der Geschichte wird.

Paradies für alle ist absolut kein Kinderbuch vielmehr gibt das Buch einen Blick darauf frei gibt wie Kinder die Welt der Erwachsenen sehen oder sehen können. "Paradies für alle" ist ein sehr trauriges aber zu gleich ein wundervoll schönes und positives Buch. Es vereint so vieles gegensätzliches.
Die Geschichte ist ausgesprochen dramatisch, alles andere als leichte Kost und zugleich wunderbar und sehr liebevoll geschrieben. Die Geschichte bleibt bis zum – überraschenden - Ende ausgesprochen spannend,

Kategorie: Lieblingsbuch.
Lieblingsworte: Schlafwurst, atemnötig und mentole Liste
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine rührende Geschichte, die auch nach dem Lesen noch nachhallt, 16. Juni 2013
Von 
Lupo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Das Paradies ist machbar, glaubt der 9-jährige David. Man müsste nur das Geld ein wenig umverteilen. Oder die Kühe von nebenan freilassen, die noch nie auf der Weide waren. Dass David begonnen hat, seine oft wilden Pläne in die Tat umzusetzen, erfährt seine Mutter Lovis erst, als er nach einem Unfall im Koma liegt. Sie findet seine Aufzeichnungen und beginnt zu kämpfen: um ihren Sohn, um ihre zerrüttete Ehe und um das Paradies auf Erden, das zu scheitern droht.

Selten fand ich es so schwierig ein Buch zu rezensieren. Und ich muss zunächst einmal betonen, dass ich wirklich ein großer Fan von Antonia Michaelis bin. „Der Märchenerzähler“ ist eins der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe und das Buch lese ich bis heute immer wieder, ein kleines Meisterwerk. „Solange die Nachtigall singt“ fand ich auch gut, allerdings war mir dieses Werk etwas zu surreal und verwirrend. Nun hat die Autorin mit „Paradies für alle“ einen weiteren Roman geschrieben, allerdings eher für Erwachsene.

Dass man einen Roman für die Generation ab ca. 40 Jahren liest merkt man der Geschichte sofort an. Zwar ist der neunjährige David der eigentliche Protagonist, allerdings lernt man diesen nie aktiv, sondern immer nur durch seine hinterlassenen Berichte kennen. Deshalb steht auch eher seine Mutter Lovis im Vordergrund, über deren Gedanken und Gefühle man mehr erfährt. Sie ist eine erfolgreiche moderne Malerin, aber innerlich zutiefst unglücklich. Erst nach Davids Unfall merkt sie, dass einiges schief gelaufen ist im Leben und dass sie des Öfteren zu wenig für ihren Sohn da war. Auch ihre Ehe steht plötzlich auf dem Spiel... Ich denke, dass es an Lovis lag, dass ich mich in diesen Roman nicht so sehr hineinfühlen konnte wie in die anderen Bücher der Autorin, weil mich als junge Frau mit Anfang zwanzig andere Dinge beschäftigen und ich auch noch nicht Mutter bin. Deshalb würde ich „Paradies für alle“ dann doch eher älteren Frauen oder Müttern empfehlen.

Dennoch ist der Roman wunderschön geschrieben. Man merkt Frau Michaelis auch hier ihr Talent mit der Sprache an und durch den wunderschönen Sprachstil ist es ein Vergnügen das Buch zu lesen. Auch von der Idee her ist der ganze Roman sehr gelungen, wenn ich ihn auch manchmal etwas seltsam fand. David ist nämlich ein hochbegabter Junge, der sich schon mit neun Jahren an Lektüre gewagt hat, an die sich andere Menschen ein Leben lang nicht trauen. Seine Gedankengänge waren einerseits kindlich-naiv und dann andererseits wieder anrührend und hochintelligent. Auf jeden Fall ein sehr spezieller Charakter für ein Buch!

Fazit: „Paradies für alle“ ist ideal für alle Leserinnen, die eine anspruchsvolle Lektüre suchen, die sie auch nach dem Lesen noch länger beschäftigen wird. Es erzählt eine außergewöhnlich-rührende Geschichte gepaart mit einem einzigartigen Schreibstil. 4,5 Sterne von mir!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konnte das Buch nicht aus der Hand legen!, 27. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Warum ich das Buch lesen wollte:
Vor diesem Buch habe ich schon vier weitere Bücher der Autorin gelesen und alle sehr gemocht, keins der Bücher hat eine Bewertung von unter 4 Sternen von mir bekommen. Als ich dann dieses Buch entdeckt habe, von dem ich vorher noch nie etwas gehört/gelesen habe, war mir klar, dass ich es lesen muss.

Darum geht es:
Der 9-jährige David möchte ein Paradies auf Erden erschaffen. Dazu muss man nur gewisse Dinge, wie zum Beispiel Geld oder Kleidung umverteilen und irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo das Ganze von alleine funktioniert. Nach einem Autounfall liegt David im Koma und seine Mutter Lovis erfährt von seiner "Werkstatt zur Verbesserung der allgemeinen Gerechtigkeit" und das er schon angefangen hat, seine Pläne und Ideen in die Tat umzusetzen. Nach und nach entschlüsselt sie seine Aufzeichnungen, er hat für jeden Eintrag einen anderen Verschlüsselungscode verwendet, und fängt an für David an dem Projekt weiter zu arbeiten.

Meine Meinung:
Der Schreibstil...
Ich liebe Antonia Michaelis Art zu schreiben! Das Buch ließ sich wunderbar lesen, es ist sehr flüssig geschrieben und hat einen Sog, dem ich nicht entkommen konnte. Schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und das Buch hat mich sehr gefesselt, sodass es schwer war, es auch nur für eine Sekunde zu unterbrechen.

Die Geschichte...
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich meine Meinung hierzu in Worte fassen soll. Das Buch wird von Lovis, Davids Mutter, erzählt, die kurz nach Davids Unfall, er wurde etwa 50km von seinem zu Hause entfernt auf der Autobahn angefahren und liegt im Koma, seine Werkstatt gefunden hat. Man hat sich direkt im Geschehen wiedergefunden, man ist zu Beginn genau so ratlos wie Lovis. Was hat David auf der Autobahn zu suchen gehabt? Wie ist er dort hingekommen? Was hat es mit dieser Werkstatt auf sich? Und das Allerwichtigste: Wird David wieder gesund? Alles erfährt man im Laufe des Buches und, glaubt mir, mit einigen Dingen, die geschehen sind, hätte ich nicht gerechnet. Ich fand es sehr interessant zusammen mit Lovis die Antworten auf alle Fragen zu suchen bzw zu finden, zusammen mit ihr Davids Werkstattberichte zu lesen, die ich teilweise schon in gewisserweise schockierend fand. Antonia Michaelis hat diese wirklich emotionale Geschichte sehr gefühlvoll erzählt und ich hatte beim Lesen teilweise richtig Tränen in den Augen.

Die Charaktere...
Lovis ist im Großteil des Buches sehr verschlossen, sie hat eine Mauer um sich herum gebaut, die sie nur ihre kleinen grauen Kästchen, die sie als erfolgreiche Künstlerin malt, überwinden lässt, da sie Angst hat verletzt zu werden. Sie entfernt sich immer mehr von allem und lebt quasi in ihrer eigenen Welt. Allerdings bleibt sie nicht die ganze Zeit so, denn ich finde, dass sie sich im Laufe des Buches geöffnet und verändert hat, im positiven Sinne, was mir sehr gut gefiel.
David lernt man quasi nur durch seine Berichte kennen, da er schon ganz am Anfang vom Buch diesen Unfall hat. Ich finde, dass er eine interessante Person ist, sehr intelligent, mutig und vielleicht auch ein kleines bisschen verrückt und komisch, so kam er mir persönlich zumindest teilweise vor. Auch er lebt auf gewisse Art und Weise in seiner eigenen kleinen Welt, in der nur sein Projekt zählt, aber er ist nicht so verschlossen wie Lovis.
Und dann gibt es da natürlich auch noch eine ganze Menge anderer Charaktere, Lovis Mann Claas, Lotta, Dr. Samstag,.. über jeden von ihnen könnte ich eine ganze Menge schreiben, aber das würde auf jeden Fall den Rahmen sprengen. Alle Charaktere gefielen mir unglaublich gut, sie kamen mir gar nicht wie Figuren in einem Buch vor, sondern wie richtige Menschen, die einfach so von der Straße in das Buch gesperrt worden sind.

Fazit...
Lange Rede, kurzer Sinn: Mit "Paradies für alle" konnte mich Antonia Michaelis wieder einmal begeistern. Das Buch ist sehr emotional und unglaublich interessant, ich konnte es kaum aus der Hand legen, da die Fragezeichen in meinem Kopf nach einer Auflösung verlangt haben. Es wird ganz bestimmt nicht mein letztes Buch der Autorin sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit einem Lächeln beendet, 6. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Wäre es nicht schön, wenn man ein Paradies für alle Menschen erschaffen könnte? Ein Paradies, wo jeder ein kleines bisschen Glück für sich findet und alle für dieses Paradies dran arbeiten?
Antonia Michaelis hat genau diese Vorstellung in ihrem Roman verarbeitet. Hier sind David und Lovis die Protagonisten. David ist mit seinen 9 Jahren überaus intelligent und ist überzeugt davon, dass wenn alles ein wenig gleich verteilt wird, ein Paradies für alle geschaffen werden kann. So begibt er sich mit seiner Freundin Lotta an diesen Plan und lässt zum Beispiel 15 Kühe frei. Doch plötzlich wird er 50 km weg von seinem Zuhause gefunden, mitten auf der Autobahn wurde er angefahren und liegt im Koma.
Seine Mutter Lovis stellt sich die Frage, was in Gottes Namen er dort zu suchen hatte und finden seinen Werkstattbericht über jenes Projekt. Sie nimmt sich seiner an und versucht sein Projekt zu beenden und gleichzeitig ihre Ehe sowie auch ihren Sohn zu retten.
Diese Geschichte ist gefüllt mit Tiefgang und Poesie. Antonia Michaelis behält auch in dieser Geschichte ihren unverkennbaren Schreibstil und ihre Kunst Charaktere so interessant zu beschreiben, dass sie gleich von den ersten Seiten an fesseln.
Die Autorin versteht es ihrer, Geschichte eine gewisse Philosophie zu verleihen und sie mit rhetorischen Fragen zu füllen, ohne sich dabei in eine belanglose Handlung zu verwickeln.
Zu keiner Zeit wurde mir die Geschichte zu langweilig, im Gegenteil, Seiten um Seiten, lernte ich die Charaktere zu schätzen und zu lieben.
Lovis und David sind in ihren Charaktereigenschaften sehr lebhaft und wahnsinnig intelligent. Sie wirken wie Freigeister und haben ihre eigene Vorstellung vom Leben. Der Ehemann Claas dagegen scheint Grund solide, fest im Leben verankert und voller Verantwortung. Dabei jedoch hilflos in seiner Ehe.
Lotta, die Freundin Davids, fand ich echt zum Knutschen. Manchmal naiv und doch so treu in ihrer Freundschaft zu David, an den sie mitsamt seinem Projekt glaubt und mit allen Mitteln unterstützt.
Allein diese Konstellation der Personen machte die Handlung für mich schon perfekt.
Und so liebevoll diese Geschichte geschrieben ist, so spannend und interessant wird sie in ihrem Verlauf.
Mir gingen beim Lesen einige Emotionen durch den Kopf, mal war es Unglaube, mal Wut und Frustration, mal musste ich heftigst lachen.
Die Länge der Geschichte ist genau richtig, wobei ich dank diesem wunderbaren Schreibstil immer weiter hätte lesen können.

Fazit:
Ein Roman voller Tiefgang, wer hier heitere Unterhaltung erwartet, wird nicht fündig.
Diese Geschichte ist eine gelungene Mischung aus Dramatik und Unterhaltung. Ein Roman, bei dem man sich gut konzentrieren sollte und vielleicht auch mal zwischen den Zeilen lesen kann. Am Ende stellte ich mir immer wieder die Frage, ob ein solches Paradies für alle, auch in meinem Umkreis möglich wäre und allein diese Vorstellung ließ mich die Geschichte mit einem Lächeln enden.
© Michaela Gutowsky
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verblüffend, schockierend und - einfach paradiesisch!, 23. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Für mich ein sehr wichtiges und berührendes Buch: spannend, aufwühlend, erschreckend, lustig, traurig, nachdenklich - von der ersten Seite an packend! Es geht um die Sicht des neunjährigen David auf die großen philosophischen Fragen. Es geht um seine zum Teil rührend-kindlichen, zum Teil erstaunlich wirkungsvollen Versuche, Anderen zu helfen. Und es geht um seine Mutter Lovis, die - zusammen mit dem Leser - von all dem erst etwas erfährt, als David nach einem merkwürdigen Unfall im Koma liegt. Lovis ist voller Angst und Schuldgefühle und lange Zeit unfähig, die Schwere von Davids Unfall zu realisieren. Und dann geht es noch um Lotta, Davids Freundin und Gegenpol, die David liebt und ihn in seinem Projekt rückhaltlos und ohne je zu zögern unterstützt, wie gefährlich es auch sein mag. Ein bißchen geht es auch um die Geschichten der Dorfbewohner, denen David anfängt zu helfen.
Zu guter Letzt geht es noch - und das führt nach meinem Gefühl ein bißchen zu weit - um Lovis Versuche, ihre Ehe zu retten und um ihre Beziehung zu einem Oberarzt, der David auf der Intensivstation behandelt. Dass nach dem lebensgefährlichen Unfall von David Lovis gesamte Lebenswelt auf dem Kopf steht kann ich gut nachempfinden. Trotzdem hätte Antonia Michaelis sich hier meiner Ansicht nach weiter auf Davids Projekt, ein "Paradies für alle" zu erschaffen, konzentrieren sollen.
Antonia Michaelis spielt immer wieder sehr gekonnt mit harten Brüchen, die mich verblüfft, sogar schockiert haben: zwischen Davids und Lovis Erzählweise, zwischen den verschiedenen sozialen Milieus, zwischen Realität und Fiktion bzw. etwas, das Fiktion sehr nahe kommt, denn es wäre ja wohl eine Unverschämtheit, wenn es so leicht sein könnte, Anderen zu helfen?!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Paradiesischer Traum und ein Triptychon für David, 3. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Der hochbegabte, sensible David Berek entwickelt, angeregt durch ein Schulprojekt, eine Vision. Geradezu besessen tüftelt der erst Neunjährige an seiner Initialzündung zur Verbesserung der allgemeinen Gerechtigkeit, zur Erschaffung des Paradieses auf Erden und der Rückkehr Gottes zu den Menschen. Seine ungewöhnlichen, eigenwilligen Vorstellungen und Diagramme teilt er nur mit seiner kleinen Freundin Lotta, die seinen Gedanken zwar nicht wirklich immer zu folgen vermag, aber instinktiv fühlt, wie wichtig David dieses Projekt ist.

Davids Eltern erfahren erst nach seinem dubiosen Verkehrsunfall von den Ideen ihres Sohnes, der seither im Koma liegt. Schritt für Schritt und voller Schuldgefühle dechiffriert Mutter Lovis die schriftlichen Aufzeichnungen des Jungen. Sie erfährt von dem geheimnisvollen Sonderling Herrn Rosekast, einem im Wald lebenden Philosophen, und löst das Rätsel der Umstände, die zu dem tragischen Unfall führten.

Für mich ist dieser Roman einer der intensivsten der Autorin Antonia Michaelis. Eine in kraftvollen, aber nicht abgehobenen, Bildern erzählte Geschichte mit theologischer und philosophischer Tiefe, die mit viel Herzblut und Humor von der schmalen Gratlinie zum Kitsch und zur Trivialität zu keiner Zeit abrutscht.

Der Junge David steht stellvertretend für uns alle, die wir uns in vergleichbarer charmant-kindlicher Naivität über die Ungerechtigkeiten in der Welt oder die "Heilige Dreiunverständlichkeit" echauffieren; er stellt seine Fragen in unserem Namen. Die Autorin findet somit für unsere Gedanken Worte. Wer schon andere Romane von ihr las, weiß um ihr linguistisches Talent und kann sich auch hier wieder an zahlreichen Wortschöpfungen erfreuen. Meine Erwartungshaltung war so gespannt, als ich die "Knopsen" (S. 222) und "... die Tür war verschossen" (S. 282) fand, dass ich sie erst auf den zweiten Blick als Druckfehler (wer weiß?) identifizierte!

Ich fühlte mich durch diesen leisen, unaufdringlichen Roman in meinen infantilen Gedanken abgeholt. Zudem wird ein unbändiger Appetit auf die zahlreichen weltanschaulichen Quellen, die David speisten und antrieben, angeregt. Einzig bedauert habe ich die nur broschierte, nicht gebundene Ausgabe mit einem unattraktiven Retro-Grafik-Cover, das auf den Inhalt überhaupt nicht abgestimmt wirkt und Assoziationen an eine seichte Strandlektüre weckt.
(T)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr aufregend !, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Kindle Edition)
Dieses Buch haben ich nur mit kurzen Unterbrechungen fast in einem Rutsch gelesen. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen.
Der Umgang mit einem hochbegabten KInd gleicht dem Balanzieren auf einem Stahlseil.
Sehr, sehr lesenswert !
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach wow, sie beweist es immer wieder !, 26. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben fällt mir etwas schwerer, denn es ist ein besonderes und anspruchsvolles Buch.
Antonia Michelis beweist mit diesem Erwachsenenroman wieder ihr Können und begibt sich in eine leicht philosophische Richtung, ganz anders als beim „Märchenerzähler“ oder bei „Solange die Nachtigall singt“.

Das Cover sticht schon mit seiner Eigenwilligkeit heraus und passt dennoch im Nachhinein zur Geschichte, die den Leser fordert und , wie schon in ihren anderen Büchern, erst einmal nur Fragen aufwirft und keine Antworten bietet. Der Klappentext lockt den Leser mit einer vermeintlich lockeren, lustigen Geschichte, aber weit gefehlt. Ich wusste , dass das täuscht und trotzdem war ich beeindruckt, welch Tiefe und Intensität sie wieder einmal geschaffen hat. Schon die ersten 20 Seiten zeigen, was auf den Leser zukommt. Man fühlt mit und wird von den Figuren vereinnahmt. Die Sätze sind gehaltvoll , voller Emotionen und Bedeutungen , mit denen die Autorin es auch in kurzen , knappen Sätzen schafft, beim Leser viel auszulösen. Dicht gewebte Tiefe reist den Leser mit ins Geschehen und wird nicht losgelassen, denn der Kopf wird gefordert. In anderen Büchern stehen nur Sätze hintereinander gereiht , die zwar eine Geschichte ergeben, aber den Leser außen vor lassen und nicht tief ins Hirn und Herz eindringen. Ich vergleiche es mit Musik. Es gibt Musik, die verursacht Gänsehaut und geht durch und durch, erzeugt Emotionen und Gedanken und andere Musik, sie muss nicht schlecht sein, verursacht nichts ,sondern hört sich nur gut an. So ist es zum Bsp. mit „Cassia & Ky -- Die Auswahl„ , nett aber mehr auch nicht.
Antonia Michaelis erzeugt beim Lesen so viele Gefühle zwischen den Zeilen, legt Gefühle in einzelne Worte, die den Leser beflügeln. Sie verzaubert ihre Buchstaben, so denke ich manchmal, denn ich weiß nicht wie sie es schafft mich so zu beeindrucken, bisher konnte das noch kein Autor so wie sie. Sie vermag es mit so vielen Beschreibungen, die aber auch kurz und knapp sind, unnütz wirken und doch so vielsagend sind, den Leser in die Geschichte hinein zu ziehen ,ohne dass der Leser sich beim Zuhören langweilt , ja zuhören, denn wenn ich ihre Bücher lese ist es wie ein Film in meinem Kopf , der sich abspielt und ich ihm gebannt folge.
Sehr beeindruckend ist die Hauptperson David, ein 9 jähriger Junge , durch den wir der Philosophie näher kommen und gebannt staunen dürfen, was in einem Kinderkopf so für Gedanken schweben. Er ist ein außergewöhnlicher Junge, der anders ist als andere gleichaltrige und der dem Leser gleich ans Herz wächst.
Ich frage mich, wie man als Autor auf eine solche Story kommt. Die "normalen" Bücher mit ihren Zukunfts- oder Krimigeschichten finde ich dagegen langweilig. Ich bin der Meinung, dass Frau Michaelis ziemlich viel auf dem Kerbholz hat, dass sie sehr begabt ist, denn so tiefe, bedeutungsschwere Geschichten kann sich nicht jeder ausdenken.
Ich mag diese ganzen undurchsichtigen Dinge, die einen mit einem Fragezeichen über den Kopf dastehen lassen, denn man weiß, am Ende hat alles einen Sinn und seine Richtigkeit. Zum Glück stört es mich nicht, dass man während der Geschichte keine Antworten bekommt, ich find es eher spannend, man kann sich selber Gedanken machen, obwohl ich es nicht so richtig tue. Ich lasse mich treiben, nehme die Fragen auf und weiß, dass am Ende alle Antworten kommen die ich brauche.
Für dieses Buch finde ich es wichtig, dass man sich Zeit nimmt, es in Ruhe aber in einem Rutsch ohne große Unterbrechungen liest, denn Davids philosophische Gedanken können einen doch ziemlich beschäftigen und wenn man mitphilosophieren und richtig eintauchen möchte, kann man das nicht in der sBahn oder kurz vor dem Schlafen gehen.
Jeder Satz ist pure Poesie für mich.
Das Ende ist so herzbewegend, so traurig und doch wunderschön geschrieben. Es ist glaubhaft ,aufklärend und alles andere wäre nicht passend gewesen.
Frau Michaelis beweist immer wieder, dass sie keine normalen Geschichten schreibt, sondern immer etwas besonderes, das im Herzen und im Kopf bleibt und ich werde alles von ihr verschlingen was ich zwischen die Finger bekomme. Man muss sich auf ihre Geschichten einlassen, eintauchen und abwarten, am Ende wird man belohnt und es werden alle Fragen geklärt.

Ein Muss für Fans von Antonia Michaelis, die der leichten Philosophie nicht abgeneigt sind , in Verbindung mit viel Ruhe und Zeit zum lesen und nur für Leser geeignet ,die nicht immer gleich Antworten haben wollen, sondern sich bis zum Ende gedulden können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regt zum Nachdenken an, 24. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies für alle: Roman (Broschiert)
Mein erstes Buch von Antonia Michaelis. Es ist sehr schön geschrieben. Da es abwechselt zwischen dem, was die Mutter gerade erlebt und dem Projekttagebuch Davids konnte ich nicht aufhören zu lesen, da mich v.a. dieser Bericht (die Gedanken und Handlungen Davids) so interessiert hat. Auch wenn die Gedanken zu Religion und Philosophie nicht neu sind, war es sehr interessant und kein bisschen langweilig zu lesen und hat zum Nachdenken angeregt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Paradies für alle: Roman
Paradies für alle: Roman von Antonia Michaelis
EUR 9,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen