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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wenn sie schon immer mehr wissen wollten, aber Keinen fanden, der ihnen die Fakten lieferte
Wer weiß wie Medien manipulieren und sein Gehirn nicht beim Einschalten der Tagsschau ausschaltet kann sich zusammenreimen, das die Wirklichkeit in der Ukraine und in Griechenland eine andere ist, als man uns weiss machen will. Wer dann noch griechische Schwiegereltern hat weiß von den Öl - und Gasvorräten und den Vorgängen um die...
Vor 2 Monaten von kippi veröffentlicht

versus
90 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier stößt Müller an seine Grenzen !
Eines vorab: Auf der Amazon-Seite hier heißt es in der Kurzbeschreibung, dass das Buch „Hinweise gibt, wie man sein Geld, seine Altersvorsorge, seine Anlagen bestmöglich durch die sich zu einem dramatischen Höhepunkt hinaufschraubende Krise bringen kann.“ – Wer sich darauf verlässt, wird enttäuscht sein. Denn Dirk Müller...
Veröffentlicht am 1. Mai 2013 von Jürgen


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wenn sie schon immer mehr wissen wollten, aber Keinen fanden, der ihnen die Fakten lieferte, 18. April 2015
Von 
kippi (Leipzig,Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer weiß wie Medien manipulieren und sein Gehirn nicht beim Einschalten der Tagsschau ausschaltet kann sich zusammenreimen, das die Wirklichkeit in der Ukraine und in Griechenland eine andere ist, als man uns weiss machen will. Wer dann noch griechische Schwiegereltern hat weiß von den Öl - und Gasvorräten und den Vorgängen um die verschiedensten Regierungen. Aber viele andere Hintergründe bleiben, auf Grund fehlenden Zugangs zu den entsprechenden Quellen, dem " Otto Normalverbraucher" leider verschlossen! Dank Dirk Müllers informativem Buch hat der Leser jetzt die Fakten in der Hand. Sein eigenes Bild muss er sich allerdings selber " malen". Er braucht sich dann von Stammtischschwätzern auch nicht als Verschwörungstheoretiker schimpfen lassen, da er ja entsprechende Fakten zur Argumentation hat.
Also eine klare Empfehlung für den, der nach Hintergrundwissen strebt.
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131 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich einmal ein kluger Plan zur Lösung der Schuldenkrise, 26. April 2013
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Beim Titel dieses Buches denkt man irgendwie an die ultimative Katastrophe, auf die wir zurasen, falls die dilettantischen Euro-Retter nicht irgendwann demnächst zur Besinnung kommen.

Aber darum geht es in diesem Buch überhaupt nicht. Vielmehr unterbreitet Dirk Müller ganz am Ende seines Textes einen sehr intelligenten Plan, um diese drohende Kapitalvernichtungsorgie doch noch zu verhindern. Dazu müssten allerdings visionäre Ideen in Europa umgesetzt werden. Ob das gegenwärtig regierende Personal dazu noch in der Lage ist, mag man angesichts der Vorgänge in Griechenland, Zypern, Italien oder anderswo dann doch etwas bezweifeln.

Aber das ist schließlich kein Hinderungsgrund dennoch einen Plan zu entwerfen. Und dieser Plan geht grob so: Versicherungen suchen händeringend nach Anlagemöglichkeiten, um die den Kunden einstmals versprochenen Renditen zu erwirtschaften. Bislang müssen sie Kundengeld vorrangig in angeblich sichere Staatsanleihen investieren, um es dann möglicherweise bei anstehenden Schuldenschnitten wie in Griechenland zu verlieren. Stattdessen sollten sie nach Müllers Plan diese Kundengelder in noch zu gründende Infrastrukturfonds stecken, für die die Staaten ähnlich wie bei ihren Anleihen garantieren.

Der Unterschied ist gewaltig. Kauft man Staatsanleihen, dann gibt man Politikern Geld in die Hand, das meistens in unproduktiven Ausgaben versandet. Ein Infrastrukturfond würde in Sachanlagen investieren, die danach noch Rendite erwirtschaften. So könnte man beispielsweise der von der Politik in Deutschland denkbar schlecht gemanagten Energiewende endlich einen Schub verleihen. Es würden Arbeitsplätze entstehen und Steuereinnahmen generiert, die dann wieder zum Schuldenabbau genutzt werden sollten, wenn dazu die Regierenden dann endlich einmal fähig wären.

Auch Griechenland und Zypern könnte so in geradezu gigantischem Ausmaß geholfen werden, was den deutschen Steuerzahler von seinen bisher abgegebenen Garantien befreien würde. Denn, so Müller, im Mittelmeer lagern gewaltige Gasvorkommen, die Griechenland und Zypern gehören, aber nicht gefördert werden. An diesen Vorkommen sind auch US-Firmen brennend interessiert. Und aus diesem Grund betreiben sie, so Müller, im Hintergrund den Weg Griechenlands in die Staatspleite mit anschließendem Euro-Austritt. Es ist darüber hinaus kein Geheimniss, dass die USA nicht an einem starken Euro interessiert sind. Ihr Dollar-Privileg steht auf dem Spiel und damit viele ökonomische Vorteile, unter anderem der, dass sie alle Rohstoffe in ihrer Währung bezahlen, die sie beliebig drucken können.

Wenn man diesem Buch etwas vorwerfen kann, dann, dass man beim Lesen nicht so recht weiß, worauf Müller eigentlich am Ende hinaus will. Er schreibt erfrischend und für ein Wirtschaftsbuch fast spannend. Und er besitzt die Fähigkeit scheinbar komplizierte Zusammenhänge für den Normalbürger verständlich zu machen.

Etwa, wenn er erklärt, warum der Euro zu extremen wirtschaftlichen Spannungen innerhalb des Währungsgebietes führen musste. Die künstlich den Euroländern aufgezwungene gemeinsame Währung passt nicht zu den völlig unterschiedlichen Wirtschaftsleistungen der verschiedenen Staaten. Deshalb erzeugt sie Waren- und Geldströme, die nicht zur realen ökonomischen Lage der jeweiligen Länder passen. Müller erklärt das unter anderem an einem allgemein verständlichen Beispiel aus dem Alltagsleben.

In Deutschland, so Müller, bevorteilt der Euro beispielsweise die Exportwirtschaft, weil er für unsere Wirtschaftsleistung zu billig ist. Das genaue Gegenteil passiert mit den südeuropäischen Ländern. Er nimmt andererseits dem deutschen Verbraucher wegen seiner Schwäche die inländische Kaufkraft und macht Aufenthalte in den Südländern für uns viel zu teuer. Obendrein wird den südeuropäischen Superschuldnern nun auch noch ein Wirtschaftsvernichtungsprogramm aufgedrückt, das die Probleme erst richtig zum Kochen bringen wird.

Müller widmet sich darüber hinaus noch all den anderen Mythen, die die offizielle Propaganda um den Euro rankt. Er erklärt auch, warum die Rettungsschirme im Ernstfall nicht funktionieren werden und warum der gepriesene Fiskalpakt das Papier nicht wert ist, auf dem er steht.

Und natürlich befasst sich der Autor auch mit dem EU-Monster und dem Lobbyismus, der uns nicht nur giftige Leuchtmittel und E10 beschert hat, sondern auch drauf und dran ist, die kommunale Wasserversorgung in private Hände zu verscherbeln.

Alles in allem ist Müllers Buch sehr lesenswert, insbesondere, weil es nicht nur bei der Beschreibung des angerichteten Desasters stehenbleibt, sondern vor allem, weil es einen realistischen Ausweg zeigt. Allerdings wird man davon erst am Ende überrascht.

Ob vieles aus diesem Buch bereits in seinen früheren Werken steht, kann ich nicht beurteilen, da ich diese Bücher nicht kenne. Allerdings muss man jedem Buch seine eigene innere Logik zubilligen. Ich hätte es begrüßt, wenn der Autor etwas direkter auf sein eigentliches Anliegen hingearbeitet hätte. Gestört hat es mich jedoch kaum.
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41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erhellende Lektüre zu totgeschwiegenen Themen, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Natürlich muss Dirk Müller mit diesem Buch auf Kritik stoßen, denn er stellt sich hiermit mutig an eine schwer umkämpfte Front: Es geht um die Deutungshoheit über den Währungskrieg, ein Gebiet, das die wenigsten eingängig verstanden haben.

Ich möchte hier einmal auf zwei Kritikpunkte in anderen Rezensionen eingehen:

- Das Lesezeichen mit Werbung für Dirk Müllers Seite ist wirklich dezent und lässt sich bestens ignorieren. Wer hier gleich Vermutungen anstellt, es gehe nur um "Geldmacherei", wurde von der Kostenloskultur des Internets schon so weit übermannt, dass er seinen Blick dafür, dass Autoren und Contentanbieter auch Essen und Miete bezahlen müssen, verloren hat. Wer darüber meckert, hätte auch auf die Taschenbuchausgabe warten können.

- Stellenweise wird kritisiert, dass Müller in "Verschwörungstheorien abdriftet". Ärgerlich ist nur, dass ein Großteil dieser Theorien sich zunehmen als wahr herausstellen und dass der Einsatz von Logik in Verbindung mit Wissen um die Situation und Geopolitik zeigt: Hier sind große Interessen am Werke. Die von Müller erklärten Theorien sind noch vorsichtig verglichen mit dem, wovor schon seit Jahrzehnten gewarnt wird. Wer heute noch glaubt, die europäische Krise sei eine "natürliche" Krise und eine "wirtschaftliche Notwendigkeit", versteht weder das Fiatgeldsystem der Großbanken noch die geopolitischen Interessen, die schon seit Jahrzehnten das Weltgeschehen beeinflussen und es auch in der europäischen Vergangenheit schon taten. Geschichtsunterricht ist nicht immer nutzlos. Wie viel dezenter soll Müller sich ausdrücken, wenn unser komplettes Wohlergehen auf dem Spiel steht?

Dieses Buch ist alles in allem ein wichtiger Beitrag dazu, das fernseh- und obrigkeitshörige Deutschland aus seinem Schlaf zu rütteln. Auch hier hat das Geldsystem furchtbare Konsequenzen für Millionen von Menschen und auch hier sind die Medien durch wenige Großkonzerne beherrscht, die öffentliche Meinung stellt sich dementsprechend dar. Müllers Vorstoß ist mutig und er legt sich mit Institutionen an, deren Einfluss und Kaltschnäuzigkeit Otto-Normal-Bürger sich nicht vorzustellen vermag. Drohungen und Schwierigkeiten bei der Vermarktung sind nur die Spitze der Probleme, die solche Veröffentlichungen verursachen. Dafür gebührt ihm aus meiner Sicht Respekt.

Es mag Angst machen, wenn man zum ersten Mal begreift, womit man es zu tun hat, aber der einzige Weg zu einem gesunden Optimismus und einer Einstellung, die einen selbst und seine Mitmenschen, letztendlich die Menschheit auf diesem Planeten, nach vorne bringt, ist, Klarheit über die Situation zu gewinnen. Die Zeit, in der man vor allen unangenehmen Wahrheiten davon laufen konnte, indem man sie als "Verschwörungstheorie" abstempelte, ist entweder vorbei, oder das Aufwachen wird um einiges unangenehmer, als es sein müsste.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Logisches und vernünftiges Konzept, 12. November 2014
Ich möchte nicht zu weit ausholen, da hier bereits ausreichend ausführliche Rezensionen vorhanden sind, die die existierende Meinungsvielfalt durchaus breit abdecken. Ich möchte nur auf ein paar wenige Punkte eingehen:

Ich befasse mich durch Studium, Beruf und natürlich auch aus eigenem Interesse mit den Themen der Weltwirtschaft, Krisen/Kriege, Gesellschaft und deren Zusammenhang. Auf diesem Gebiet trifft man sehr schnell auf die - achtung Unwort - Verschwörungstheorien. Bei vielen Meinungen und Thesen muss man dort oftmals zustimmen. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Quellen. Dirk Müller ist mit seinem Buch NICHT ANSATZWEISE in diese Ecke zu stellen. Seine Argumentation und auch Quellenbasis ist fundamental und äußerst stabil. In seinem Buch befinden sich weder einseitige "Bashings" noch sonst irgendwelche voreingenommenen Positionen. Er stellt selber heraus (spätestens im Nachwort direkt zu lesen, aber eigentlich wird es bereits im Fließtext klar), wo sich seine Position befindet - in der quellenbasierten Beobachtung und Analyse - Volltreffer!

Oftmals treffe ich auch im privaten Leben auf Menschen, die Sätze sagen wie "Ach, nicht das Geld ist an allem Schuld, Euro hin oder her" oder "die Griechen sollen mal schön aus dem Euro raus". Ist das so? Vielleicht nur, wenn man sich oberflächlich und ohne den Kontext im Blick damit auseinandersetzt. Ich selbst hatte bislang eine Position, die den Euro in kleinere Sub-Währungen splitten sollte, um sich durch Abwertung zumindest besser an die Wirtschaftslagen der EU-Staaten anzupassen und damit die Drossel vom Hals der Europäer zu lösen. Durch Dirk Müllers Argumentation habe ich durchaus weitere Denkanstöße bekommen, obwohl ich der Meinung war, bereits "viel" zu diesme Thema zu wissen.

Ich möchte dieses Buch jedem empfehlen, der sich (mit welcher Position auch immer) mit dem Thema Europa auseinandersetzt. Ob man Pro- oder Contra der heutigen EU-Struktur steht, wird man hier auf ein Basiswissen treffen, dass Fakten präsentiert. Seine seriöse Art der Präsentation lassen das Buch frei von vorgefertigten Meinungen.

Ich empfehle zudem jedem Käufer zur Taschenbuch-Version zu greifen, da dort ein neues Kapitel zur Ukraine-Krise beigefügt wurde. Ich selber habe leider etwas zu früh die gebundene Version gekauft:-)
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr spannend geschrieben, besser kann man Wirtschaftspolitik nicht als Krimi darstellen., 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist von einem leidenschaftlichen Börsianer geschrieben worden, der Börse, Wirtschaft und Politik fiebert und celebriert. Dirk Müller präsentiert ein Europäisches Gesamtkonzept, welches sich harmonisch über viele Kapitel verschiedenster Themen hindurchzieht. Er beschreibt die Finanzpolitischen Strukturellen Ungleichgewichte in Europa und verbindet sie zusammen mit Anliegen Geopolitischer Interessen Militärischer Grossmächte, die sich versuchen, in Europa für die Zukunft clever zu positionieren. Insbesondere ist das Kapitel über Griechenland hochspannend, weil es Geheimdienstliche Aktivitäten aufzeigt, in denen es um scheinbar nicht unerhebliche Kohlenwasserstoffvorräte in Griechischen Hohheitsgewässern geht.
Dirk Müller plädiert für Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur, statt schleppener Umverteilung und Aufstapelung von Schulden seitens Staatlicher Geldausgabe. Dabei präsentiert er eine Vielzahl von Argumenten und Analysen, die sein Konzept von Stabilität und Aufschwung auf einem sicheren Grundkonzept stellen. Er verlangt Cleverness im Energiemanagment der Stromkonzerne, Demokratisierung durch Dezentralisierung und Investitionen in Altanative Energien wie Wasserstoff, statt teuren Importen von Rohöl. Im Boom im Regionalen Handwerk und den Ausbau dieser Wasserstoffbasierten Infrastruktur sieht er grosses Potential für Wachstum und Beschäftigung. Einzig seine Hoffnung auf Rückzahlung von aufgestapelten Schulden teile ich nicht, hier wird es meiner Ansicht nach auf absehbare Zeit Wegschnitte von Ansprüchen auf Bonds und Anleihen in sehr grossen Ausmaaß geben.
In der Zeit danach teile ich die Meinung Dirk Müllers von einer grossartigen Zukunft Europas, wenn seine richtig beschriebenen Strukturen Fahrt aufnehmen.

5Punkte für sein Buch, es ist sehr spannend geschrieben und enthält viele hochwertige eigene Gedanken.
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19 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augenöffner mit Ansteckungsgefahr, 7. Februar 2014
Dieses Buch ist ein Augenöffner! Müller beschreibt in unkomplizierter Sprache wie sich seit dem Ende des kalten Krieges die globalen Machtverhältnisse verschoben haben. Er führt die wahren Gründe für die Entstehung des Euro aus und erklärt anhand von anschaulichen Beispielen, wie es zur Finanzkrise kam. Nebenbei liefert er noch einen kurzen Abriss zur griechischen Geschichte oder etwa zur Weimarer Republik, um so Ursachen und Gefahren der derzeitigen Lage Europas zu verdeutlichen. Müller lässt den Leser teilhaben an seinem Wissen über die großen Zusammenhänge von Politik, Wirtschaft und Ressourcen und sein Pioniergeist, mit dem er unkonventionelle Lösungswege aufzeigt, wirkt geradezu ansteckend. Mit einem Exkurs in Sachen Humanismus macht uns Müller klar, warum es sich lohnt für ein Europa der sozialen Marktwirtschaft zu kämpfen. Seit dem Lesen dieses Buches sehe ich z. B. die NSA Affäre oder die Ereignisse in der Ukraine in einem anderen Licht, habe dabei immer eine politische Weltkarte im Kopf und frage mich: Cui bono...
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4.0 von 5 Sternen Zentrales Thema unserer Zeit, 11. Oktober 2013
Zunächst ist dieses Buch für jeden, politisch interessiert oder nicht, absolut lesenwert und definitiv weiterzuempfehlen.
Herr Müller geht in seinem Werk auf die zentralen Themen unserer Zeit ein und versucht diese in ihrer Problematik zu analysieren
und konkrete Lösungsansätze zu präsentieren. Er hinterfragt aktuelle politische Entscheidungen kritisch und geht mit der führenden Politklasse
in Brüssel und Deutschland hart ins Gericht. Auch wenn man nicht alle seiner Thesen teilt, so regt er dennoch zur kritischen Selbstreflexion an und
appelliert an das Rückgrat unserer Werteordnung.

Ein zentrales Thema des Buches ist die aktuelle Währungskrise in der Europäischen Union. Hier bricht Müller mit einigen Tabus und fordert die Rückkehr
zu Parallelwährungen und einer neuen Transparenz für alle EU-Staaten, insbesondere für die südeuropäischen Staaten. Gekonnt zeigt er hier die wirtschaftlichen
Zusammenhänge auf und widerlegt die Totschlargumente für eine Weiterführung der derzeitigen (deutschen) Währungspolitik der Kanzlerin. Ohne dem Inhalt vorwegzugreifen,ohne den Euro wird weder Europa scheitern, noch unsere eigene Wirtschaft zusammenbrechen. Gerade diese beiden Schlagargumente findet man recht oft in der öffentlichen Debatte der etablierten Parteien und Wirtschaftsvertreter. Interessant ist zudem, welch gravierende Nachteile diese Gemeinschaftswährung momentan für die deutschen Bürger mit sich bringt und nicht nur Probleme für die südeuropäischen Mitgliedsländer birgt.

Das zweite zentrale Thema behandelt die Energiewende und deren Umsetzung bzw. Finanzierung. Herr Müller geht die Problematik mit einem ermutigenden Weitblick an und zeigt die Bedeutung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, aus Russland und dem Nahen Osten, für die nähere Zukunft auf. In diesem Hinblick befinden wir uns in Europa an einem Scheideweg und sollten uns von unseren bisherigen Zielen nicht abbringen lassen. Denn nur ein unabhängiges, autonomes Europa kann in dieser Hinsicht seine Zukunft und seine Wettbewerbsvorteile, gerade in Konkurrenz zu den globalen Riesen (USA, Russland, China), erhalten. Gerade im Hinblick auf die mangelnde Finanzierung und den ungenügenden Ausbau der Stromnetze, gibt Herr Müller präzise Lösungsansätze und unterbreitet Vorschläge mit einer großen Portion Weitsicht.

Einen Stern bekommt das Buch lediglich abgezogen, da mir der Autor manchmal zu sehr in die persönlichen Maxime abdriftet. Hier und da werden Problematiken zunächst sachlich argumentiert und fachlich präzise analysiert, um dann am Ende durch persönliche Ansichten wieder verwässert zu werden. Jedem Autor steht selbstverständlich eine eigene Meinung zu, jedoch verfügt Herr Müller über ein so beeindruckendes Maß an Wirtschafts-Know-How, dass ich mir persönlich eine gewisse Unvoreingenommenheit bei tiefgreifenden Analysen wünschen würde. Denn ohne sie schwächelt so manche Argumentation, auch wenn die Thematik rein fachlich vollkommen korrekt analysiert wurde. Herr Müller scheint in dieser Hinsicht noch zu der Gattung der Sozialromantiker zu gehören. Aber das sei ihm bei diesem rundum gelugenen Werk verziehen.
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5.0 von 5 Sternen Cui bono?, 13. Mai 2013
Von 
Heike M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Wir leben in bewegten Zeiten, politisch und ökonomisch. Längst ist aus einem Miteinander der europäischen Staaten ein Gegeneinander geworden, weltweit gesehen, ist es wohl nicht vermessen, von einem Wirtschaftskrieg zu sprechen. Dabei wird Otto Normalbürger oft für dumm verkauft oder auch bewusst dumm gehalten. Nach "Crashkurs" und "Cashkurs" liegt mit "Showdown" nun das dritte Sachbuch vor, in dem Dirk Müller die interessierte Leserschaft ein wenig hinter die Kulissen der Wirtschafts- und Politbühne schauen lässt.

Dirk Müller macht deutlich, dass nicht ausschließlich die immensen Staatschulden ursächlich für die gegenwärtige Misere sind. Wieder einmal geht es um die Aufteilung von Rohstoffressourcen. In Europa gibt es keine unerschlossenen mehr? Und Griechenland hat schon gar keine? Weit gefehlt. Griechenland hat so große Erdöl/-gasvorkommen, dass es damit ganz Europa versorgen könnte. Dass es von der Förderung bis zur Tilgung der Staatsschulden nur ein kleiner Schritt ist, sollte dann auch jedem relativ schnell klar werden. Warum sollen sich die angeschlagenen Staaten zu Tode sparen, indem ihnen ein Sparprogramm nach dem anderen auferlegt wird. Warum wird nicht eher die Konjunktur angekurbelt? Warum wurde der us-amerikanisch geprägte IWF gegen das Anraten namhafter Fachleute zu Bewältigung der europäischen Schuldenkrise herangezogen? Warum hat man nicht auf eigene Kräfte vertraut? Was würde ein Austritt aus dem EURO für die Bürger der schuldengeschüttelten Staaten für Folgen haben? Was würde sich für uns beim Austreten Deutschlands aus der europäischen Währung ergeben? Ein wenig Licht in den Fragendschungel bringt schon das Nachdenken über die Frage Wem nutzt es?" Ohne die Antwort darauf vorweg nehmen zu wollen, dem Europäer nutzt die gegenwärtige Situation keinesfalls. Aber auch Dirk Müller hat keine ultimative Lösung des europäischen Problems parat. Er zeigt lediglich Möglichkeiten für Wege aus der Krise auf.

Dieses Buch finde ich durchaus wichtig und gelungen, obwohl mir zwei Punkte nicht so gefielen. Zum einen nennt Müller nicht konsequent seine Informationsquellen. Mag sein er will sie in der Öffentlichkeit nicht bloßstellen, aber am Ende des Sachbuches hätte ich mir ein ausführliches Quellenverzeichnis gewünscht(edit: das wurde wohl zwischenzeitlich ergänzt), ohne dass klar werden muss, wer genau zu welchem Thema Auskunft gab. Andererseits haderte ich beim Lesen ein wenig mit dem Sprachstil des Autors. Dieser war mir stellenweise ein wenig zu salopp. An manchen Stellen kam beim Lesen bei mir so eine Art Stammtischatmosphäre auf, die das Buch und das Thema einfach nicht verdient haben. Zwar soll dieses Sachbuch durchaus allgemeinverständlich sein, hier war es ein wenig zu launig.

"Showdown" ist ein hochinteressantes Sachbuch über die aktuellen Probleme der EURO-Zone. Dirk Müller zeigt verschiedene Möglichkeiten und deren Folgen für eine Krisenbewältigung auf. Dabei ist das Buch leicht verständlich geschrieben und auch Laien werden nicht vom üblichen Fachchinesisch überrollt. Klar ist, es muss etwas geschehen. Wie Dirk Müller schreibt, wir bewegen uns konsequent in Richtung eines Sumpfes, noch können wir uns entscheiden, ob wir ihn rechts oder links (ohne politische Wertung) umgehen wollen. Aber geradeaus, wie bisher, ist die eindeutig schlechteste aller Möglichkeiten.

Den Politikern möchte ich zurufen 'Bewegt Euch!', auf jeden Fall ist die Lektüre dieses Buches ein Weckruf, der nicht ungehört verklingen sollte. Aus dem Grund wünsche ich diesem aufklärenden Sachbuch viel Erfolg und viele Leser.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen um's große Ganze, 8. Februar 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Showdown: Der Kampf um Europa und unser Geld (Kindle Edition)
Wenn man dieser Tage in der Presse über die geplante Stromtrasse von Schleswig-Holstein nach Bayern liest, könnte man beinahe annehmen, die politisch Verantwortlichen hätten Dirk Müllers Buch gelesen. Denn eines der eindrucksvollsten Kapitel von „Showdown“, einem allerdings etwas martialischen Titel, befasst sich in der Tat mit der deutschen und europäischen Energiewende und ihrer unkonventionellen Finanzierung.
Daneben sind natürlich die klassischen Finanzthemen wie Euro- und Schuldenkrise, Griechenland, europäische Einigung, Geldpolitik und einiges andere in Müllers eigenem schnoddrig-flapsigen Stil abgehandelt, der das Buch angenehm zu lesen macht. Bei aller Lockerheit spürt man stets die Mühe, die der Autor in Recherche und Formulierung gesteckt hat. „Showdown“ ist ein Buch, das immer gut informiert klingt und eine Reihe origineller und vernünftig klingender Ideen präsentiert. Da ist es müßig, Details herausgreifen und dem Autor Mängel nachweisen zu wollen. Hier geht es ums große Ganze.
Insgesamt sind es drei Punkte, die mir an diesem Buch gefallen haben:
1. Der durchweg positive und zukunftsgewandte Ton. Dirk Müller zeigt nicht nur die Perspektiven für die Rettung Griechenlands auf der Basis eigener Öl- und Gasvorkommen auf, er zeigt auch die Perspektiven Europas insgesamt auf. Es geht gar nicht darum, ob jetzt jede hier präsentierte Einzelheit stimmt, es geht um die Vision.
2. Dirk Müller klingt bisweilen wie ein Linker, wenn er die ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland anprangert, im Gegensatz zu den „echten“ Linken hat er aber vernünftige und praktikable Vorschläge zu bieten, wie man daran wirklich etwas ändern könnte. Diesen Teil des Buches möchte man den parlamentarischen Möchte-Gern-Umverteilern besonders ans Herz legen.
3. Auch die basisdemokratische und dezentrale Grundorientierung Müllers ist eine lobende Erwähnung wert, sein Gegenentwurf zur europäschen Zentralisierung und Bürokratisierung, die vielen immer wieder sauer aufstoßen. Seine Erwähnung von Abgeordnetenwatch.de und [...] ist ebenfalls dankenswert.
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81 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf den Punkt, 18. April 2013
Von 
Dr. Max Otte (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dirk Müller bringt die Sache auf den Punkt. Es geht längst nicht mehr nur um eine Staatsschuldenkrise. Es tobt ein Wirtschaftskrieg um Europa und Deutschland. Ein Augenöffner. Wenn Dirk Müller das Buch nicht geschrieben hätte, hätte ich vielleicht selber zu Feder gegriffen. Aber hier sind die wahren Hintergründe hervorragend erklärt.
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