Kundenrezensionen


2 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein, aber richtig oho!, 4. Januar 2013
Von 
Stephan M. "Stephan M." (Landkreis Marburg-Biedenkopf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die Aufgabe: Ein Computer sollte möglichst unauffällig und leise eine Kompaktanlage mit CD-/MP3-Player und Internet-Radio ersetzen und diese über hochwertige Lautsprecher klanglich schlagen. Darüber hinaus soll er als DVD-/Blu-Ray-Player ein weiteres Gerät ersetzen und auch noch als Smart-TV dienen. Das heißt, das Gerät muss in der Lage sein, hochauflösende Filme, viele Audioformate abspielen können und problemlos ins Heimnetz integrierbar sein. Und auch wenn ein PC diese Aufgabe am Besten meistert, sollte er zudem auch noch energiesparend sein. Eine zugegeben vielleicht nicht ganz einfache Vorgabe.

Bevor ich jetzt aber zur Sapphire VS8 komme, wie üblich von mir einige kleine Randinformationen.
Es gibt am Markt eine Vielzahl von leisen Komplettsystemen und Barebones, die entweder günstig und zu laut, oder lüfterlos und dafür recht teuer sind. Klar, wenn Leistung anfällt und das auf kleinstem Raum, muss die Abwärme sprich Verlustleistung irgendwo hin, Kühlkörper brauchen Platz, ein Lüfter nicht. Weiteres Problem, in kleine Gehäuse passen auch nur kleine Lüfter. Die müssen für größere Luftströme schneller drehen und erzeugen daher hochfrequente Geräusche. Mein erstes Barebone als Bürorechner war der Espresso-PC, der damals wohl kleinste Rechner mit einem 40mm-Lüfter, der konstant einen Pentium-III mit 1,2 GHz kühlte und das in unerträglicher Weise. Auch größere Geräte, wie ein MSI Hermes waren hier nicht besser, sogar noch lauter. Das Gleiche kannte und kenne ich von Shuttle, auch die 1-Liter-Geräte von Acer sind vergleichsweise laut oder mit einem Atom-Prozessor zwar leise, aber leistungsarm. daher meine sicher begründete Skepsis, ob ein Gerät mit unter einem halben Liter Volumen hier besser abschneiden würde. Aber warum nicht, denn Netbooks mit zwar auch schwacher Hardware schaffen es doch auch und Ultrabooks sind ebenfalls leise und das Trotz großzügiger Rechenleistung. Ob der Sapphire meine Anforderungen wohl erfüllt?

AMD oder Intel?
Wer einen sparsamen Rechner mit hoher Leistung möchte, kommt an der APU von AMD wohl nicht vorbei. Während Intel die Atom-Plattformen mit dem längst überalterten NM10-Chipsatz und der GMA 3150 und 3650 ausstattet, wobei letztere auch HDMI und HD-Filme wiedergeben kann, aber es nur alte Treiber und nichts für 64-Bit-Windows gibt, habe ich den Gedanken an Atom Trotz höherer Leistung beim D2700 aber gleich verworfen. Im Oberklassebereich ist es umgekehrt, aber sparsam und effizient und das noch günstig schafft derzeit nur AMD. Bei Intel Kann man ab Core-i3 oder Celeron anfangen, aber nicht drunter. Zudem hat AMD mit den im Prozessor integrierte Radeon-Grafik auch hier die weitaus bessere, so dass man neben der Sparsamkeit für so genanntes Light Gaming sogar noch bestens gerüstet ist.
Ein Beispiel dazu: Das Toshiba NB-550 Netbook (siehe meine Rezension dazu) ist mit einer AMD C-60 API mit nominell 1,3 GHz ausgestattet, während das NB-520 mit einem Atom-Prozessor und integrierter Intel-Grafik bei 1,6 GHz läuft. Die Karousselsimulation Virtual Rides lässt sich auf dem NB-550 wenn auch ruckelig spielen, während sie auf dem NB-520 fast nicht mal startet. Dies zeigt schon deutlich die Vorsprünge, die AMD in diesem Bereich durch den Zukauf von ATI gewonnen hat.

Die Sapphire VS-Serie
Nach den HD-Modellen kommt mit der VS-Serie eine etwas andere Technologie zum Einsatz: Trinity, die neue und leistungsstärkere AMD-Architektur gegenüber den A-350 und A-450-APUs, die noch im HD3 verbaut waren. Diese APUs reichen fürs Film gucken zwar auch schon und lassen auch den Atom hinter sich, sind aber doch leistungsschwächer, als die Trinity-Plattform. Der VS4 kommt mit einem Zweikern, der VS8 mit einem Vierkern-Prozessor, VS4 2x 1,8 GHz, VS8 4x 1,6 GHz. Vier Kerne mit geringerem Takt sollten bei bestimmten Anwendungen hilfreich sein, müssen aber nicht zwanghaft. Wer Windows XP nutzen möchte, braucht nur den Zweikerner. Es gibt die Geräte sowohl komplett als Fertigrechner, als auch als Barebone für Selbstschrauber. So einer bin ich, also entschied ich mich für die letztere Variante und bestückte es mit einer SSD von Kingston und 8 GB aus der HyperX-Serie. Ausgestattet ist die Fertigvariante mit 500 GB Festplatte (5400 rpm) und 8 GB RAM (VS4: 320 GB HDD und 4 GB RAM). Allen gemein ist das etwas auffällige Kunststoffgehäuse, das nicht jedem gefallen dürfte. Senkrecht stehend erinnert es eher an einen Ladeständer für einen Funkkopfhörer oder Router, als an einen PC. Senkrecht sollte man ihn auch stellen, da die Abluft schön effizient nach oben abgeführt wird. Das Gerät ist hörbar, aber doch angenehm leise, im BIOS könnte man hier sogar noch an der Kühlung nachregeln.

Zusammenbau:
Das Gehäuse ist unverschraubt und lässt sich leicht öffnen. Handwerkliches Geschick braucht man nicht unbedingt, die Festplatte wird mit vier Schrauben im Rahmen fixiert, der allerdings erst einmal vom Board mit vier Schrauben gelöst werden muss. Vertun kann man sich hier nicht, es ist nicht schwerer, als würde man eine Festplatte in ein externes Gehäuse verbauen. Anschließend wird der Speicher eingesteckt, das Gehäuse wieder zusammen geschoben und mit vier Schrauben an der Rückseite fixiert. Wiederverkäufer freuen sich über das beiliegende Siegel, das man auf eine der Schrauben anbringen kann, aber natürlich nicht muss. Danach schraubt man den Ständer mit einer Rendelschraube fest und voila, der Computer ist fertig.

Anschlüsse:
Alles, inklusive der vier USB-Anschlüsse, befindet sich an der Rückseite. Ein optisches Laufwerk findet nicht im Gehäuse Platz, aber das kann man in einem externen Gehäuse darunter stellen, so habe ich das gemacht. Die Anschlüsse sind gut zugänglich, auch genügend Platz ist zwischen den jeweils zwei USB-Buchsen, dass auch dickere Adapter hinein passen. Etwas gegrübelt habe ich bei den USB Frontanschlüssen, die hinter einer nicht einfach zu entfernenden Klappe verborgen sind. Ist auch klar, das Gerät ist ja auch für den Industrieeinsatz gedacht, da sind manchmal keine Anschlüsse erwünscht. Somit sollte man die Klappe entfernen und entfernt lassen, denn sie scheint nicht zum ständigen Ab- und Anbringen konzipiert zu sein. Der Kartenleser ist ebenfalls an der Front platziert, durch das Kunststoffgehäuse, das etwas gummiert ist, werden auch gut Bluetooth- und WLAN-Funksignale durchgelassen. Die Reichweite scheint an einem doch etwas kritischen Punkt im Haus gut zu funktionieren, der Atheros-Chip ist hier sehr stabil.

Leistung:
Ich bin kein Benchmark-Fetischist und lasse mich in meinem Alter nicht mehr von Zahlen blenden, wie man es noch naiv in der Jugend handhabt. Die Leistung reicht für Blu-Ray, mehrere Tasks parallel und alle anderen Aufgaben vollkommen aus. Er fühlt sich nicht langsamer an, als mein Notebook mit einem Core i3-380M. 8 GB Arbeitsspeicher sind für Windows 7 sehr gut (werden aber nur bei 64-Bit genutzt) und sorgen auch für eine bessere Performance, aber eine SSD setzt hier natürlich noch einen drauf. Der SATA-Controller kann auch gut damit umgehen, auch wenn sich das System trotz Allem wie ein Mittelklasse-Notebook anfühlt, aber für Multimedia-Anwendungen ausreicht. Klar sind die Core-Familie im Desktop-Bereich wesentlich leistungsstärker, verbraten aber auch deutlich mehr Hitze und Energie. Alles in Allem eine für NIcht-Spieler mehr als genügende Performance.

Verarbeitung und Emission:
Alles sitzt sicher und fest, nichts knarzt, auch der Lüfter läuft rund, aber hörbar. Wer sehr überempfindlich ist, könnte sich daran zwar stören, aber bei leiser Musik ist er schon unhörbar, bei Sprache nimmt man ihn aber wahr, blendet ihn jedoch schnell aus. Unschön ist, dass alle USB-Anschlüsse bei ausgeschaltetem System mit Energie versorgt werden und ich bislang keinen Weg gefunden habe, dies abzuschalten. Somit steht das Blu-Ray-Laufwerk stets unter Strom, aber im Ruhezustand sollte hier nicht mehr Energie anfallen, als bei einem Router oder NAS. Messen konnte ich dies bislang leider nicht.

Fazit:
Shuttle hat mit den VS4 und VS8 Modellen beeindruckende Mini-Rechner ins Rennen geschickt, die sicher nicht jedem gefallen, aber doch viele Ansprüche befriedigen können. Auch als Office-Computer wäre der VS4 für die meisten Nutzer sicherlich ausreichend und kann über eine nicht beiliegende VESA-Halterung sogar am Monitor rückseitig befestigt werden. Das Design ist etwas extravagant, aber ist im Vergleich zu den nachgemachten Äpfeln fast noch edler, da anders und nicht billig. Zudem setzt Sapphire auf die Trinity-Plattform, das findet man bei Rechnern in dieser Grüße bislang noch sehr selten.

Alternativen:
Es gibt von Shuttle und Zotac auch interessante Barebones mit integriertem Laufwerk. Nur setzen die meisten entweder auf die Fusion-Plattform (Vorgänger des Trinity mit E-350 oder E-450) oder Atom. Letztere sollte man nur im absoluten Notfall wählen, wenn der Hersteller eine dedizierte Grafik von Nvidis (ION) oder AMD verbaut hat. Zu Bedenken ist, dass jeder Atom - ob Desktop oder Notebook - von der Leistung her keinen Eee PC übertrifft, zudem leider die 64-Bit-Unterstützung für die integrierte Grafik fehlt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alleskönner für Umweltbewusste, 22. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: SAPPHIRE mini PC EDGE VS8 (Personal Computers)
Als Hobbyspieler besitze ich einen leistungsoptimierten Desktop-Computer mit einem dementsprechend hohen Stromverbrauch. Aus schlechtem Gewissen habe ich mich deswegen nach einem stromsparenden Nettop umgesehen, mit dem ich alle Aufgaben des Rechners außer Spiele ausführen kann. Meine Wahl ist nach langem Vergleich auf den Sapphire Edge VS8 gefallen, und ich habe es überhaupt nicht bereut.

Dieser Rechner besitzt trotz seiner Leistungsaufnahme von unter 40 Watt eine vergleichsweise sehr gute GPU (als Teil der AMD APU), die es mir erlaubt, einen Großteil meiner Computerspiele ebenfalls darauf laufen zu lassen. Ich brauche meinen herkömmlichen Rechner eigentlich nur noch für die kompromisslosen AAA-Titel, ansonsten kann dieser Kleinrechner wirklich alles. Ich nehme ihn sogar zu meinen LAN-Parties mit, wo er auch z.B. Team Fortress 2 perfekt laufen läßt.

Ich persönlich rate allerdings nicht zur Komplettversion des Rechners, sondern zu Barebone-Version ohne RAM und Laufwerk, da vor allem die Festplatte der Komplettversion recht schwächlich ist. Wegen SATA 2.5 kann der Rechner zwar SSD-Laufwerke nicht voll ausreizen, ich habe aber trotzdem eins reingetan und habe jetzt einen fixen verzögerungslosen Desktop. Weil es kein großer Preisunterschied war, habe ich mir außerdem 16 GB RAM spendiert, ohne zu wissen, ob ich sie jemals brauchen werde.

Fazit: Mit einem aktuellen Windows-OS ist dieser Rechner fast gleichwertig zu meinem dedizierten Spielecomputer, und ich könnte nicht zufriedener sein. Gratulation an die Firma Sapphire.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

SAPPHIRE mini PC EDGE VS8
EUR 368,26
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen