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am 31. März 2013
Chris Potter ist vielleicht nicht so mediagen wie Joshua Redman oder Mike Brecker, aber musikalisch ist er schon viel zu lange total unterschätzt. Dieses Album ist nicht nur aufnahmetechnisch sonder vor allem inhaltlich für mich ein Meilenstein.
Sein Sound ist der absolute Wahnsinn. Tief und "Breckervoll", laut und sirenig wie Jan Garbarek. Alles begleitet von höchster Präzision (Die Flageolletts sind eine Sensation). Die Restband ist stimmig, auf den Punkt.
Wer Pilgrimage schon gut fand, für den ist diese Platte ein absolutes Muss.
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Wenn einer zu den großen Hoffnungen und Potenzialen des amerikanischen Jazz gehört, dann ist es Chris Potter. 1971 in Chicago geboren und im Südstaat South Carolina aufgewachsen, schaffte er es, nachdem er sich auf Tenor- und Sopransaxophon festgelegt hatte, zum richtigen Zeitpunkt nach New York City. Obwohl er bei zahlreichen Alben als Arrangeur und Bandleader verantwortlich zeichnete und auf den erlesenen Jazz-Festivals dieser Welt als ein Gast von exzellenter Güte geschätzt wird, hat er bis heute nicht die Popularität eines Joshua Redman erreicht. Woran es auch immer liegen mag, an der Qualität seiner Technik oder der Exzellenz seiner Improvisationen kann es nicht liegen.

Mit seinem ersten Album unter eigenem Namen bei dem Nobel-Label ECM macht Chris Potter nun einen Aufschlag, der vom Anspruch nicht geringschätzt werden darf. Mit The Sirens hat er sich nichts weniger vorgenommen als eine Analogie auf die Gliederung der Odyssee. Mit Wine Dark See eröffnet er diese Reise nicht nur thematisch, sondern verweist auf die lyrischen Qualitäten seiner Interpretation. Wayfinder setzt an diesem Punkt die Reise fort, mit einer irrwitzigen Kommentierung durch den Pianisten Craig Taborn, der die Legende in der Weise einer Moritat inszeniert. In Dawn produziert Chris Potter mit seinen Akkordfolgen die ganze Melancholie bei der mentalen Vorbereitung auf die Reise. In The Sirens ist die Odyssee bereits in vollem Gange und Chris Potter gelingt es durch den epischen Einsatz der Bassklarinette das Unheilvolle zu unterstreichen. Penelope wirkt dagegen, erzählt mit dem Sopran, wie eine Anekdote, die von der Schwere des Ungewissen befreien soll. Hier demonstriert Eric Harland mit seinen genialen Zäsuren und Breaks, was für ein Ausnahmeschlagzeuger sich hinter seinem Namen verbirgt.

Kalypso, analog intoniert wie die besten karibischen Weisen eines Sonny Rollins und wiederum mit Esprit inszeniert durch Eric Harland, lässt die antike Reise für einen Moment vergessen, oder besser gesagt, sie weist auf die Interpretation hin, dass die Odyssee nicht nur eine Metapher für fremde Welten, sondern auch für unbekannte Zeiten ist. Nausikaa vermittelt wiederum das ungläubige Erstaunen vor dem neu Entdeckten und löst sich folgerichtig win einer Art rhythmischen Verwirrung auf. Bei Stranger At The Gate intoniert Larry Grenadier am Double Bass das Unheil und bei The Shades, dem Finale, ertastet David Virelles an diversen elektronischen Tasteninstrumenten tonal den unerblickten Kosmos.

Chris Potters The Sirens ist eine sehr esoterische Veranstaltung, gekonnt, technisch exzellent, intellektuell und in hohem Maße verschlüsselt. Die der Odyssee entlehnte Gliederung scheint ein Ausdruck für die große Sehnsucht nach der Sinnvermittlung aus der Antike zu stehen. Da wird aus dem Jazz ein Derivat der Weltmusik und nicht umgekehrt und es drängt sich die Frage auf, ob nicht die tonale Welt der antiken Odyssee so geklungen haben könnte. Wer sich derartige Fragen stellen will, der hat in The Sirens eine extrem inspirierende Vorlage gefunden. Chris Potter selbst wird es nicht helfen, den Durchbruch zu schaffen. Das mag man bedauern, vielleicht ist es aber auch eine Bereicherung für all diejenigen, die der leichten Kost überdrüssig sind.
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am 16. Januar 2014
Wer Chris Potter von den Ensembles mit Dave Douglas und der wunderbaren Zusammenarbeit mit Dave Holland kennt oder seine Soloarbeiten liebt, lernt hier eine Facette Chris Potter's kennen - auch keine Enttäuschung
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