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Drei Farben: Blau / Weiß / Rot [3 DVDs]
Format: DVDÄndern
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 2. Juni 2013
Das Drei-Farben-Projekt muß wohl als einzigartig in der Filmgeschichte gelten. Ein polnischer Regisseur dreht in Frankreich, Polen und der Schweiz mit europäischen Darstellern drei vollkommen unterschiedliche Filme mit zentralen Frauenfiguren, konzeptionell an die Farben und Mottos der Trikolore angelehnt. Die visuelle Zuordnung ist schon durch das genutzte Farbschema einfach (es wurden übrigens drei verschiedene Kameramänner beschäftigt). Die thematische Zuordnung fällt schon schwerer. Roger Ebert hat die drei Filme sehr treffend charakterisiert als Anti-Tragödie, Anti-Komödie und Anti-Romanze.

In der Anti-Tragödie "Blau" (Liberté) findet sich Juliette Binoche durch den Tod ihres Mannes und ihrer Tochter plötzlich befreit von allen sozialen Bindungen, bis ausgerechnet die Begegnung mit der Geliebten ihres Mannes ihre Mauer der Trauer durchbricht. In der Anti-Komödie "Weiß" (Egalité) verläßt Julie Delpy ihren Ehemann Zbigniew Zamachowski, der daraufhin alles unternimmt, um ihr diese Demütigung in gleicher Münze heimzuzahlen. Im der Anti-Romanze "Rot" (Fraternité) schließlich trifft Irène Jacob auf den pensionierten Richter Jean-Louis Trintignant, der die Telefonate seiner Nachbarn abhört, woraus sich trotz anfänglicher Abneigung schließlich eine brüderliche Beziehung entwickelt.

Handlungszusammenfassungen können diesen Werken kaum gerecht werden. Kieslowskis Filme spielen in ihrer eigenen, leicht mythischen Welt, beherrscht von Zufällen und dramaturgisch zugespitzten Situationen, ohne den Bezug zur Realität zu verlieren. Wenn man sich mit etwas Konzentration darauf einläßt, entwickelt sich beim Zuschauer ein überhaupt nicht verkopfter, sondern sehr emotionaler Sog.

"Blau" ist eine strenge, intensive Studie einer Frau, die sich gegen ihre Trauer wehrt, mit einer brillanten Juliette Binoche, in sehr präziser Bildsprache mit unerbittlichem Blick auf eine zerrüttete Seele und dazu passender eindrucksvoller Musik. Sehr gut (8/10).

"Weiß" ist eine etwas unebene teils lakonische, teils slapstickartige Komödie mit skurillen Handlungswendungen, die unter einer unglaubwürdigen, sehr gerafft dargestellten Entwicklung der Hauptfigur Karol Karol (Zbigniew Zamachowski) leidet, aber trotzdem zu unterhalten weiß. Gut (7/10).

Besonders gelungen und gemäß dem Thema Brüderlichkeit auch am versöhnlichsten und menschlichsten ist der Abschlußfilm "Rot". Irène Jacob, die drei Jahre zuvor bereits in der Hauptrolle der Die zwei Leben der Veronika beeindruckt hatte, spielt ein Fotomodell und Mannequin, jedoch ohne glamourös zu wirken. Sie hat ein hübsches, noch recht unbeschriebenes Gesicht, was zur unbestimmten Lebenssituation ihrer Figur paßt. Man schaut ihr gern über die hundert Minuten zu, und der schroffe und doch magnetische Altstar Jean-Louis Trintignant (er war zuletzt übrigens mit über 80 Jahren im preisgekrönten Liebe [Blu-ray]zu sehen) bietet dazu den idealen Kontrast. Herausragend (9/10).

Vor zehn Jahren war ich mit der DVD-Box sehr zufrieden. Auch ohne direkten Vergleich vermute ich, daß die Blu-rays eine deutliche Bildverbesserung bieten, davon zeugen auch diverse Rezensionen auf den Fachseiten. Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit der Farb- und Detaildarstellung, Bildfehler sind mir nicht aufgefallen. Meine Empfehlung ist, die einwandfreien französischen (bzw. französisch/polnischen) Originalversionen mit den guten, wenngleich manchmal leicht verkürzten (optionalen) deutschen Untertiteln anzuschauen. Leider werden keine französischen UT mitgeliefert. Die Extras entsprechen meiner Erinnerung nach der alten DVD-Box und sind damit sehr zufriedenstellend: jeweils eine Filmlektion mit dem Regisseur und ausführliche Interviews mit den Hauptdarstellerinnen und an der Produktion Beteiligten.
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62 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2003
Inzwischen muß man ja immer sehr skeptisch sein, wenn ältere Werke nochmals auf DVD herausgebracht werden, oftmals entpuppt sich dieses als Geldschneiderei.
Diese Drei Farben Collection ist da die löbliche Ausnahme. Nicht nur das überhaupt mal ein Krzysztof Kieslowski-Werk als deutschsprachige DVD erscheint, hier hat man sich auch Mühe gegeben.
Neben guter Bild- und Tonqualität der Filme findet sich auch gutes Bonusmaterial in Form von Making offs (für Weiß und Rot) und Auszügen aus der Dokumentation "Mit Kieslowski am Schneidetisch", welche Arte im Rahmen des Dekalog-Themenabends vor einigen Jahren schon einmal zeigte auf den DVDs. Allerdings ist die Schneidetisch-Doku auf die einzelnen DVDs verteilt worden, was für die Collection etwas schade ist. Ferner (deutsch untertitelte) Interviews mit Darstellern, Produzenten usw.
Die Biographischen Texte auf den DVDs sind endlich mal in einer auch auf normal-großen Fernsehern lesbaren Schrift enthalten, und wirklich umfassend.
Zu dem DVD-Rom Part kann ich leider nichts sagen, da verweigert mein Mac die Zusammenarbeit, schade.
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45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Als ich das eben sah, dass es die drei Farben von Kieszlowski endlich auch als DVD gibt, machte mein Herz vor Freude einen Hüpfer. Inhaltlich ist die Trilogie sicher DAS cineastische Vermächtnis des polnischen Kinos des ausgehenden 20. Jahrhunderts.
Auch Juliette Binoche war selten so intensiv in ihrer Präsenz wie in Blau. Worauf ich aber kommen möchte, ist die Musik ... Die Musik dieser Trilogie ist so betörend schön, so aufwühlend intensiv, so erhebend euphorisch, dass mir hier daran gelegen ist, den Komponisten, Zbigniew Preisner zu feiern.
Zbigniew Preisners Musik in Doby Digital 5.1 genießen zu können ist eine wahre Wohltat für die Ohren. Endlich einmal etwas, wofür sich die Anschaffung einer Homecinema Soundanlage wirklich lohnt, weil mehr als nur Krach und Bässe über die Kanäle kommt.
Zbigniew Preisner hat viele Jahre mit Krystof Kiezslowski zusammengearbeitet, nicht nur in der vorliegenden Drei Farben Trilogie, sodnern auch in "Die zwei Leben der Veronika". Allein die Soundtracks sind ein Genuß, ich würde mich aber sogar zu der Behauptung versteigen, dass die Filme die bestmögliche optische Untermalung für diese wundervolle Musik sind ! Unbedingt anhören/-sehen !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Juli 2014
Wir haben alle 3 Filme mit großen Interesse gesehen. Hier wird Filmkunst geboten. Sehr handlich in der Geschenkbox. Auch als Geschenk gut geeignet
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am 20. Juni 2014
Krzysztof Kielsowski ist ein wahrer Künstler. Er zählt zu Europas top Regisseuren und hat uns mit dieser Trilogie sein filmisches Vermächtnis hinterlassen.
Es ist dies die Fortsetzung seines Epos "Dekameron", das schon damals ein Meisterwerk war.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2008
Ich bin - ÜBERRASCHT... !

Um ehrlich zu sein, konnte ich mir unter "Blau, Weiß, Rot" gar nicht recht etwas vorstellen. Sehr gute Rezensionen und einige neugierig machende Quervermerke von amazon-Kunden führten die Trilogie in mein Regal, wo sie auch schon eine ganze Weile stand, weil ich eben nicht so recht wußte, was ich da habe und ergo auch nicht "gezielt" zugreifen konnte, wenn mir gerade nach diesem oder jenem Genre war.

Ein "arte"-Themenabend gab den Impuls, zu "Weiss" zu greifen. Übrigens mit ein wenig Bedenken, da "Weiss" den 2. Teil der Trilogie darstellt und ich die Box noch überhaupt nicht geöffnet hatte.

Ich hatte am ehesten einen intellektuellen Streifen erwartet. Bekommen habe ich ein Thema, das jeden angeht, erzählt in ruhigen, "schönen" Bildern, mit spannenden Wendungen, einer großen Bandbreite von Emotionen - und schöne Filmmusik dazu.

Ich schließe mich einem Vorrezensenten an: So wirklich in Worte fassen läßt sich der Film gar nicht. Deshalb vielleicht noch soviel: Ich habe mich sehr wohlgefühlt "in" dem Film und fühlte mich dem (sehr lebendigen, durchaus ernsten, irgendwie liebenswürdigen, teils humorigen und auch ausgesprochen spannenden) Geschehen tatsächlich sehr nahe. Kino eben. Im eigentlichen Sinne...

"Weiss" und "Gleichheit" spielen dabei - genau und eher im Nachhinein betrachtet - eine (seeehr hintergründig-tragende ;-) ) Rolle. Mehr will ich gar nicht verraten. Lassen Sie sich überraschen !

Ein Beschreibungsversuch noch: Ihnen ist Ingmar Bergman zu schwer und ein Film wie "Delicatessen" zu leicht ? ... ;-)

Was bleibt ? Ein überrascht-gutes Gefühl, auf eine DVD-Box gestoßen zu sein, die erstaunt = Ich bin gespannt auf "Blau" und "Rot" ! :-)
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am 22. Februar 2015
Die Serie ist immer noch ein Kunstwerk, das den " Film " auch von dem sonstigen Allerlei abhebt, man muss aber Filme lieben
die noch eine " Aussage " haben, ist dem polnischen Regisseur gelungen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2007
Krysztof Kieslowski hat mit der „Drei Farben Trilogie" (Blau, Weiß, Rot) einen filmischen Meilenstein geschaffen und sich selbst ein Denkmal gesetzt. Die drei Farben sind die der Trikolore, Dehmbedeutend: Freiheit- Gleichheit- Brüderlichkeit.

Kieslowski setzt auf den Einsatz der Farben- spiegelt eine jegliche Dominanz dieser wieder und bannte diese einst auf Zelluloid. Farb- und kameratechnisch ein zelebrierendes Event für das Auge.

DVD- bezogen wird hier eine sehr gute qualitative Umsetzung in Hinsicht auf Bild und Sound geboten. Das Niveau der Filme ist in der Königsklasse anzusiedeln- fragt sich nur ob das verkaufstechnisch- im Zeitalter von Big Brother oder Deutschland such den Superstar, erfolgreich umsetzen lässt. Cineasten werden diese Filme eh kennen und lieben- und wer keine Lust hat seine Hirnzellen anzustrengen sollte lieber gleich die Finger von dieser Box lassen.
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am 1. August 2014
Eine gute Kollektion der Trilogie. Die Verpackung entspricht den Erwartungen. Es sind keine Produktionsfehler an den Medien zu verzeichnen. Aktuell vergriffen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2012
Diese drei Filme sollte man in der Tat zusammen ansehen.
Meiner Meinung behandelt jeder der drei Filme nicht nur
einen der drei Aspekte Freiheit (BLau), Gleichheit (Weiss),
Brüderlichkeit (Rot), sondern kommen alle drei zusammen
in jedem der drei Filme vor.

Besonders in "Weiss" ist das Thema Freiheit ja mehr als
offensichtlich. Am Anfang fühlt sich Karol sexuell in der
Ehe gefangen, am Filmende ist Dominique im Gefängnis
gefangen.

Alle drei Filme sind für mich Klassiker, deren Themen
zeitlos sind und nichts von ihrer Aktualität verloren
haben. Natürlich: Was früher in "Rot" Telefone waren,
sind heute Handys oder das Internet.
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